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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tintenteufel:

Beeindruckendes Buch

Lebensschlenker von Nova Meierhenrich

Nova Meierhenrich erzählt in diesem Buch offen und auch mit vielen medizinischen Details von ihrem vergeblichen Bemühen um ein eigenes Kind. Sie lässt uns Leserinnen an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben und vermittelt uns einen Eindruck von ihrer inneren Betroffenheit, ohne ins Selbstmitleid und Wehklagen abzurutschen.

Vielmehr begleiten wir sie von den Anfängen in Gelassenheit und selbstbestimmter Planung in die enger werdende Spirale aus medizinischen Terminen und medikamentösen Eingriffen, welche ihr Leben, Denken und Fühlen immer mehr bestimmen. Insbesondere diese präzise und reflektierte Schilderung der wachsenden Dominanz des Themas über ihr Leben hat mich sehr beeindruckt.
Alles wird noch begleitet von handverlesenen Zitaten am Anfang der Kapitel, welche die geschilderten Ereignisse und Gedanken perfekt auf den Punkt bringen. Toll!

Abschließend gelingt es der Autorin, sich mit ihrer unfreiwilligen Kinderlosigkeit auszusöhnen und ihrem Leben wieder eine neue Ausrichtung zu geben statt in dauerhafte Unzufriedenheit abzudriften. Auch die oft unfreiwillig übergriffige Neugier des persönlichen und beruflichen Umfeldes vermag Nova Meierhenrich gut zu erfassen und angemessen einzuordnen. Dieser Teil des Buches hat mich vollumfänglich überzeugt und mir als glücklicher Mutter einen guten Einblick in die Erfahrungswelt all derer gegeben, deren Kinderwunsch nicht oder nicht so einfach und selbstverständlich in Erfüllung geht.

Die anschließenden kurzen Erfahrungsberichte zu anderen Formen der problematischen Kinderwunsch-Erfüllung haben mich nicht überzeugt: Die Intention, die Wahrnehmung des Problemkomplexes zu erweitern, ist verständlich und löblich, aber die Kürze der Ausführungen lässt alles sehr oberflächlich bleiben.
Sehr hilfreich für Betroffene finde ich neben den medizinischen Erklärungen im Text auch die Adressen für Informationen und Beratung am Ende des Buches!

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Rezensionen von Tintenteufel:

Vom Wachsen und Werden!

Mein wunderbarer Cottage-Garten von Isabelle van Groeningen

Isabelle van Groeningen erzählt in ihrem Buch von der Gestaltung ihres Cottage Gartens. Das darf man sich aber nicht zu mechanistisch vorstellen, es ist bei ihr eine Geschichte vom Wachsen und Werden! Wie sie selbst später im Buch schreibt, sei Gärtnern wie Kochen und tatsächlich gärtnert sie mit allen Sinnen: Sie genießt gelungene Farbkompositionen und schöne Blickachsen, berauscht sich an wunderbaren Düften und freut sich auf die kulinarischen Höhepunkte des Jahres.

Isabelle van Groeningen beschreibt ihre Pflanzen wie WG-Bewohner mit Gewohnheiten und Eigenarten, die mal mit den Interessen anderer Pflanzen und der Gärtnerin harmonieren und ihnen mal entgegenstehen. So zeichnet sich ihre Arbeit durch Achtsamkeit und Geduld aus und ein fundamentales Vertrauen ins Werden! Sie sät und kauft kleine Pflanzen, umsorgt schwächelnde Pflanzen und gibt ihnen Zeit zu Entwicklung. Man kann zwischen den Zeilen lesen, wie viel Zeit die Autorin im Garten verbringt, immer wieder durch ihr grünes Paradies streift und alles im Blick behält, ohne vorschnell einzugreifen.
Dieses Vorgehen unterscheidet sich wohltuend vom Vorgehen mancher Landschaftsgärtner, die den Garten am Reißbrett planen und ihre Vorstellung dann mit Bagger, Fräse und bereits ausgewachsenen Pflanzen binnen weniger Tage umsetzen.

Auch beim Lesen sollte man ein wenig Geduld walten lassen, denn die Ausführungen sind liebevoll und ausführlich, verlieren sich aber auch gerne mal ins Detail, die Schätze im Buch wollen gefunden werden. Doch Geduld ist ja nun eine Tugend für jeden guten Gärtner und selbst nach 30 Jahren Gartenerfahrung haben ich noch einiges finden können, was mir neu war und was ich gerne umsetzen möchte.

Einziger Wermutstropfen: Die Fotos sind bei weitem nicht so schön und inspirierend, wie ich sie mir vorgestellt habe. Sie sind oft unscharf, unterbelichtet und einfach lieblos. Schade! Da sie von der Autorin selbst stammen, kann ich nur annehmen, dass sie beim Fotografieren einen weniger guten Blick hat als bei der Gartengestaltung.

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Rezensionen von Tintenteufel:

Faszinierend grausam

True Crime in Nature von Farina Graßmann

Farina Grassmann warnt ihre Leser gleich vor, sie würden die Natur nach Lektüre ihres Buches nie wieder als friedlich und romantisch wahrnehmen wie bisher. Und tatsächlich schildert sie mit sichtlichem Genuss herrlich makaber das vielfältige Arsenal an Grausamkeiten, mit dem Pflanze und Tier um ihr Überleben und das Fortbestehen der Gattung kämpfen Dabei reichen ihre Schilderungen vom allseits bekannten Kuckuckskind über Trickbetrüger und diebische Nachbarn bis hin zu gefräßigen Sexualpartnern.

Daneben lesen wir aber auch von cleveren Kulturfolgern, die gerne unseren (unfreiwilligen) kulinarischen Empfehlungen folgen wie die diebischen Möwen. Das Buch ist dabei grob nach verschiedenen Verbrechenstypen gegliedert, so dass oft erkennbar wird, wie sich völlig unterschiedliche Gattungen doch eines ähnlichen Instrumentariums bedienen.
Die große Fachkenntnis und der zugleich üppig vorhandene schwarze Humor der Autorin lassen uns über die kriminelle Energie von Tier- und Pflanzenwelt staunen. Wir werden zugleich bestens unterhalten und informiert. In ihren Schilderungen vermeidet Farina Grassmann Anthropomorphismen ebenso wie wertende Äußerungen über Täter und Opfer. Vielmehr vermag sie uns in den Bann der faszinierenden Schilderung von cleveren Tricks und grausamen Hinterhalten zu ziehen.

Anstrengend fand ich allerdings die grenzwertig kleine Schrift und die oft langen verschachtelten Sätze. Auch ihre manchmal (zu) bemüht witzig-originellen Formulierungen haben mir des öfteren das Verständnis erschwert. Ähnlich ging es mir mit den Illustrationen von Cornelis Jettke: Sie unterstrichen sehr unterhaltsam das True Crime Thema, waren aber zum Teil weniger anschaulich als die gelegentlich vorhandenen Fotos, die mir ein Wiedererkennen der besprochenen Pflanzen und Tiere deutlich mehr erleichterten.

Daher komme ich zu einer sehr guten Bewertung mit kleinen Abstrichen: Die Autorin hat eine originelle und innovative Herangehensweise an ein spannendes zoologisches und botanisches Thema gewählt, welche aber leider ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist.

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Rezensionen von Tintenteufel:

Schätze am Wegesrand finden

Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg

Wilde Pflanzen essen – eine in Vergessenheit geratene Möglichkeit, sich mit den wertvollen Bitterstoffen zu versorgen, die aus unseren Obst- und Gemüsesorten herausgezüchtet wurden. Daher begrüße ich das Buch von Christine Rauch vom Instagram-Kanal Wildrausch! Ich stamme noch aus der Generation, die gerne mal ein Stück Sauerampfer kaut, Salate mit Gänseblümchen anreichert und die Felsenbirne nicht nur für einen dekorativen Gartenstrauch hält.

Dennoch kann ich in diesem Buch noch einiges dazu lernen!

Der (bemüht) witzige Plauderton trifft nicht so ganz meinen Geschmack, aber die übersichtliche Anordnung in krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume sowie die Darstellung in doppelseitigen Porträts gefallen mir sehr gut. Mir haben es aber besonders die kleinen Steckbriefe am Seitenrand angetan, die den Leser über Standort und Geschmack, Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkungen informieren und erste Tipps zu Verarbeitung und Zubereitung in der Küche geben. Hierzu hätte ich gerne noch mehr gelesen, denn mit alltagstauglichen und leicht umsetzbaren Rezepten ständen die Chancen auf eine regelmäßige Anwendung des neuen Wissens einfach besser. Aber vielleicht erfüllt Christine Rauch alias Survival Siglinde meinen Wunsch ja noch und schreibt ergänzend einen praxisnahen Ratgeber zur Selbstversorgung mit Wildkräutern, in welchem leckere Rezepte samt Fotos zum gesunden Schmausen einladen.

Doch erst mal werde ich mich mit diesem Büchlein im praktischen Taschenformat und der unterstützenden Kosmos-Plus-App auf den Weg machen und die vielen Wildkräuter am Wegesrand mit ganz anderen Augen sehen! Danke!

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Rezensionen von peedee:

Leider nur 2 Sterne für diese deutsche Version

Was wir zu erzählen haben von Joanna Gaines

Joanna Gaines ist vielen bekannt aus der TV-Serie „Fixer Upper“, in der sie mit ihrem Mann Chip heruntergekommenen Häusern zu neuem Leben verhilft. Mit ihrem Unternehmen Magnolia bringt sie ihre Liebe zum Essen, zur Familie und zum Wohnen zum Ausdruck. Das vorliegende Buch enthält ihre persönliche Geschichte und die Anregung, die Story des eigenen Lebens schriftlich festzuhalten, denn „jeder Teil deiner Geschichte zählt.

“

Erster Eindruck: Ich mag grundsätzlich keine Schutzumschläge, und schon gar nicht 2/3-Schutzumschläge. Mir war vom Internet her nicht bewusst, dass der schwarze Teil ein Schutzumschlag ist. Das Foto scheint ein Schnappschuss zu sein, aber es wirkt alles ziemlich düster. Das Kinderfoto auf dem Hardcover selbst ist süss, aber es ist klar, dass ein Erwachsenenfoto von Joanna nötig ist, denn bekannt wurde sie der Öffentlichkeit ja erst als Erwachsene.

Ich „kenne“ Joanna aus dem Fernsehen – selbstverständlich kenne ich sie natürlich überhaupt nicht. Ich war gespannt darauf, was Joanna zu erzählen hat und freute mich, ein wenig in ihr Leben hineinblicken zu können. Joanna berichtet aus ihrer Kindheit, wo sie aufgrund ihres Aussehens gehänselt wurde. Das zeigt, dass Kinder einfach brutal sein können und sich dabei – leider – nicht bewusst sind, was sie damit anrichten. Es hätte mich interessiert, ob ihre Schwestern das auch so erlebten. Des Weiteren erzählt sie von ihren Eltern, ihrem Mann Chip und den Kindern sowie ihrem Unternehmen. Sie ist eine Perfektionistin, die sich dadurch selbst unter Druck setzt. Das ist ihr sehr wohl bewusst. Das Aufschreiben ihrer persönlichen Geschichte hilft ihr, Vergangenes zu hinterfragen und gegebenenfalls neu zu bewerten, um gestärkt in die Zukunft zu gehen. Sie erwähnt, dass ihr Fragen nach dem Sinn ihres Lebens oft den Schlaf rauben. Diese Sinnfrage kenne ich zur Genüge (glücklicherweise raubt sie mir aber nicht den Schlaf).

„Aber ich vertraute darauf, dass das Aufschreiben meiner Geschichte mir Selbstvertrauen, Frieden und ein grösseres Verständnis, für wen und für was ich in Zukunft leben wollte, geben würde.“ Ich hoffe sehr, dass dies für Joanna in Erfüllung gegangen ist.

Mich hat das Buch leider nicht so begeistern können wie erhofft. Das Philosophieren über die 250 Seiten ging mir zu lang, es hatte zu viele Wiederholungen und Schachtelsätze. Üblicherweise fliessen Schreibfehler nicht in meine Rezension ein. Aber in der vorliegenden Version sind die Fehler so zahlreich, dass ich mich frage, ob für das Lektorat keine Zeit mehr war: fehlende oder doppelte Wörter, fehlende Satzzeichen oder Zwischenräume, falsche Gross- und Kleinschreibung, etc. Mein Lesegenuss wurde drastisch reduziert. Ein Hardcover, das in der Schweiz rund CHF 35.00 kostet, darf nicht so viele Fehler haben! Ich kann der vorliegenden deutschen Buchversion leider nur 2 Sterne geben – wirklich schade.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine so warmherzige Geschichte

Pauli - Ein Garten für alle von Brigitte Weninger

An einem hellen Frühlingstag treffen der Hasenjunge Pauli und sein Freund Nickel auf die alte Hasendame Elise. Sie besitzt einen wunderschönen Gemüsegarten, der allerdings verwildert ist, da sie ihn nicht mehr pflegen kann. Und auch der Brunnen auf dem Grundstück ist ausgetrocknet, sodass Elise das Wasser mit der dann sehr schweren Gießkanne immer vom Bach holen muss.

Da mobilisiert der kleine Hase die ganze Familie Kaninchen um den Garten wieder erblühen zu lassen. Mama, Papa, Max, Manni, Mia, Lina und Pauli helfen wo sie können. Bald wird aus der bisherigen Wildnis wieder ein wunderschönes Paradies. Und nach einem Unwetter bei dem die kleinen Hasen den Garten gerettet haben, beschließt Elise, dass aus ihrem Garten ein offener Treffpunkt für alle wird, wo sie pflanzen, gießen und ernten können.

Seit wir die ersten Bücher mit dem kleinen Kaninchenjungen Pauli und seiner Familie gelesen haben, ist er fest in unseren Herzen verankert. Und auch diese so liebevoll erzählte Geschichte vom Garten der Hasenoma Elise ist uns sofort nahe gegangen.
Wir alle werden immer älter und brauchen Hilfe, genau so wie hier die Kaninchendame Elise. Und auch unser Wetter verändert sich immer mehr wie Starkregen und Kälteeinbrüche zeigen. All dies vermittelt Autorin Brigitte Weninger mit ihren kurzen Texten in dieser Geschichte so natürlich, leicht und altersgerecht, dass es Kinder ab 4 Jahre gut verstehen und nachvollziehen können.
Die teilweise ganzseitigen, farbenfrohen Illustrationen von Eva Tharlet ergänzen die Geschichte auf wunderbare Weise. Sie einfach nur anzuschauen und darüber zu sprechen macht schon großen Spaß.
Die Geschichte vermittelt wichtige Werte wie Hilfsbereitschaft, Verständnis für andere, das Teilen und das Miteinander. Der offene und zugewandte Umgang mit älteren Menschen wird hier durch die Hasenkinder und auch Oma Elise sehr gut klar.

Dieses wunderbare Buch mit klaren Botschaften ist eine weitere Bereicherung für unser Kinderbuchregal. Von uns bekommt es eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von nessabo:

Ein wahrer Epos, der sich leider zu sehr in seinen Längen verliert

Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

Ich habe eine echte Vorliebe für Familiengeschichten, sie müssen aber (besonders bei einem gewissen Umfang) gut gemacht sein. So gern ich das von diesem Werk sagen würde, muss ich doch feststellen, dass es für mich zu wenig konsistent war in seiner Stärke.

Was mir gut gefallen hat, waren die verschiedenen Perspektive.

Sowohl die drei mittlerweile erwachsenen Kinder des zu Beginn entführten Carls als auch seine Frau bekommen je einen Abschnitt, die immer etliche Jahre nach der Entführung spielen. Diese ist lediglich der Aufhänger der Geschichte, vielmehr spielen ihre Auswirkungen auf die indirekt Betroffenen eine Rolle. An sich ein interessanter Ansatz, doch das Buch war eindeutig zu langatmig und konnte zu selten an einer klaren Handlung festhalten.

Alle drei Kinder sind herausfordernde, ambivalente, moralisch mindestens dunkelgraue Figuren, die ich gern kennenlernen wollte. Aber 150 Seiten lang Beamer auf seinen Drogenexzessen zu begleiten oder Nathans extreme Angstzustände und Jennys innere Dissonanz auszuhalten, war mir deutlich zu viel. So hatte die Geschichte richtig gute Phasen, die aber nicht lang genug angehalten haben, um in einen guten Lesefluss zu kommen. So blieb es eher ein stetiges Auf und Ab.

Dabei gab es wirklich tolle Elemente, ich habe stellenweise herzlich gelacht (etwa beim Versuch Beamers, seiner Mutter die sehr nicht-jüdischen Namen seiner Frau und Kinder mitzuteilen) und fand es bemerkenswert, wie subtil Taffy Brodesser-Akner gesellschaftskritische Gedanken platziert. Racial Profiling und Klassenkritik wurden manchmal nur in einem Satz angedeutet und lösten gerade dadurch etwas viel Größeres in mir aus.

Vermisst habe ich insgesamt betrachtet auch den Humor. In anderen Besprechungen habe ich von viel schwarzem Humor gelesen, aber so richtig konnten meine Erwartungen hier nicht erfüllt werden. Phasenweise zwar geprägt von einer skurrilen Alltagskomik und ironischen Elementen, war es mir auf den deutlich über 500 Seiten dann doch zu wenig.

Es war für mich spannend, in das Leben einer jüdisch-amerikanischen Familie einzutauchen und fand auch das Trauma mit seinen vielschichtigen Konsequenzen für die Kinder eine spannende Ausgangslage. Mit einem Drittel weniger Länge wäre meine Bewertung wohl auch noch besser ausgefallen. So bleibe ich ein wenig unbefriedigt zurück und bereue die Lektüre zwar nicht, werde sie aber auch einfach nicht im Gedächtnis behalten.

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Rezensionen von S.:

Zehnhundert Jahre

Our Infinite Fates von Laura Steven

Sie dürfen sich nicht lieben weil sie sich töten müssen. Immer wieder, tausende Jahre lang.
Evelyn hat schon viele Leben gelebt; sie kennt unterschiedliche Orte und Lebensweisen, war oft ein Junge, oft ein Mädchen, hat viele Familienangehörige geliebt und verloren und durfte nie älter als 18 werden.

Faszinierend, interessant und erschreckend. Evelyn kann das akzeptieren, aber nicht, dass ihre derzeitige geliebte Schwester stirbt, bevor sie sie mit einer Knochenmarkspende retten kann.
Laura Steven beschreibt das mitnehmend, zeigt ihre Heldin als clevere und engagierte junge Frau, fürsorglich, hilfs- und opferbereit.
Steven lässt verschiedene Leben aufblitzen, zeigt viele Varianten auf. Die abwechslungsreichen historische Orte hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, hier hätten mehr Abenteuer passieren können. Passend zum Rahmen aber müssen diese Leben immer wieder tödlich enden. Die jeweiligen Abschnitte, die kurz vor dem entscheidenden Moment spielen, wiederholen sich. Die beschriebene Liebe der Protagonisten hat mich zunächst nicht überzeugt, Arden blieb lange eindimensional und auf das Töten fixiert.
Die Idee ständig anderer Leben hat Potenzial, langweilte aber durch Wiederholungen. Auf Aufklärung des Hintergrunds muss man lange warten. Und dann ist er auch noch bizarr. Hat mich nicht gecatcht.

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Rezensionen von manu63:

Quinn und Jagger

Hollywood Hearts – Mr. Womanizer von Piper Rayne

Im letzten Band der Hollywood Hearts Reihe Mr. Womanizer des Autorinnenduos Piper Rayne geht es um Jagger und seine Jugendliebe Quinn, die er unerwartet wieder sieht.

Jagger hat Quinn vor vielen Jahren verletzt und sich von ihr getrennt doch beide konnten sich nie voneinander lösen und so sprühen wieder die Funken zwischen ihnen als sie sich plötzlich wieder sehen.

Die Gefühle der beiden werden gut erfasst und die Perspektiven der beiden sind gut lesbar. Allerdings kann ich mit den Charakteren nicht so richtig warm werden und gerade Jagger und seine arrogante Art ist gar nicht mein Fall. Er will alles immer nur mit Geld erledigen und übersieht dabei, dass zwischenmenschlichen agieren viel besser wäre als seine Art des herangehens an Problemen.

Quinn und ihr großes Geheimnis finde ich etwas aufgebauscht und ihre Aktionen sind für mich nicht immer nachvollziehbar.

Die Geschichte enthält etliche explizite Szenen die mir in der Fülle zu viel waren. Es dreht sich bei beiden immer nur um dieses eine Thema, da wäre mir ein wenig mehr Geschichte lieber gewesen.

Insgesamt für mich die schwächste der drei Geschichten.

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Rezensionen von Ameland:

Wer ist es nur?

Strandkorbbriefe von Marie Merburg

„Strandkorbbriefe“ ist der zweite Teil aus der Nordsee-Reihe von Marie Merburg. Ich kannte den Vorgänger „Nordseesterne“ nicht, hatte aber keine Verständnisprobleme.

Ein anonymer Liebesbrief im Krummhörner Wochenblatt scheint hundertprozentig auf die Polizistin Merle zu passen. Aber ihr fällt partout kein entsprechender Kandidat ein und so begibt sie sich mit dem Redakteur Bastian quer durch Ostfriesland auf die Suche nach dem Verfasser.

Ihr werdet überrascht sein was die beiden dabei alles erleben.

Merle zeigt sich im Laufe der Geschichte von unterschiedlichen Seiten. Sie ist eine taffe Polizistin, nach einem Vorfall aber eher ein ängstliches Wrack und sie leidet zudem unter Beziehungsängste. Die Suche ist gleichzeitig eine Reise zu ihrem eigenen Ich. Ihre Handlungen, Ängste und ihre Entwicklung hat die Autorin sehr realistisch und glaubwürdig beschrieben. So konnte ich mir ein gutes Bild von ihr machen, aber auch die anderen Charaktere konnte ich mir sehr gut vorstellen. In meinem Kopfkino bekamen so alle ein eigenes Gesicht. Selbst den kleinen Hund Kalle, der in Stresssituationen ein Bächlein macht hatte ich bildlich vor mir.

Begeistert war ich von der bildhaften Beschreibung der Orte und Landschaft, die mich gedanklich nach Ostfriesland katapultiert haben. Für mich war diese Reise eine Wiederbegegnung mit vielen mir bekannten Orte, da ich gerne in Ostfriesland Urlaub mache.

Obwohl hier einige ernsthafte Themen wie z. B. die Verarbeitung eines Traumas gestreift wurden, war es für mich ein schöner Wohlfühlroman.

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