Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
MANHWA - Klassiker für Kids - Der geheime Garten von Orange Toon
Der geheime Garten gefiel mir auch sehr gut. Ich hab es damals auf Englisch in der Schule gelesen und hab mich gefreut, in die Geschichte nochmal ohne Druck einzutauchen. Die Geschichte ist ebenfalls sehr farbenfroh! Sie kann schon etwas früher gelesen werden, wobei ich für 7 kurz mal auch schlucken musste, wie sehr das Mädchen beschimpft wurde.
Jedenfalls ist die Geschichte sehr spannend erzählt!
Rezensionen von M:
Kein gewöhnlicher Aal
Egal, sagt Aal von Julia Regett
Der Aal aus Julia Regetts Bilderbuch ist kein gewöhnlicher Aal. Ihm ist alles egal. Egal, was es zu futtern gibt, ob hungrige Hai in der Nähe sind, ob die Bachforellen der Ansicht sind, man dürfe nicht auf dem Rücken schwimmen. Solange ist ihm alles egal, bis er merkt, dass sein Verhalten seinen Freund Fred traurig macht.
Das Bilderbuch ist sehr schön gestaltet, schon auf dem Vorblatt findet man Informationen zum Lebensbereich des Aals und seiner Entwicklung in kindgerechter Form. Neben der teils sehr witzigen Geschichte kann man auch noch Einiges über den Aal lernen. Ein bisschen comichaft angehaucht und modern gestaltet mit relativ viel Text eignet sich das Buch, das uns ausgesprochen gut gefallen hat meiner Ansicht nach für etwas ältere Vorschulkinder. Schön ist außerdem, dass mit dem Kauf des Buchs Projekte eines Tierhofs unterstützt werden und das es auf umweltfreundliche Art hergestellt ist.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Wie tief ist ein Grab? Alles über Sterben, Tod und Abschiednehmen von Frank Hartmann
Ich muss sagen, das Buch hat mich schon im Vorwort gepackt. Ausgehend vom Brandschutzübungen wird darauf aufmerksam gemacht, dass es Sinn macht, sich auf Notfallsituatiomen vorzubereiten. Doch gerade in Bezug auf den Tod, der wahrscheinlicher uns persönlich betrifft als ein Brand, sind wir oft unvorbereitet und tabisieren das Thema.
Wie wahr!
Das Buch versucht dem, durch konkrete Fragen und Antworten entgegenzuwirken. Immer wieder gibt es Dinge, die auch zum Nachdenken anregen- etwa die Arbeit mit Sprache, der Umgang mlt der eigenen Sterblichkeit durch ausrechnen der bereits gelebten Lebenszeit usw. Ich fand die Informationen gut gestaltet und ansprechend aufgearbeitet. Eine Empfehlung ab 8!
Rezensionen von Ecinev:
Harte Realität
Only Margo von Rufi Thorpe
Nachdem Margo von ihrem Professor schwanger wurde und trotz anderer Ratschläge beschließt das Kind zu bekommen, ist sie chronisch knapp bei Kasse. Ihr Kellnerjob wurde ihr ebenfalls gekündigt, da sich das Leben mit einem Baby ohne festen Babysitter nicht vereinbaren läßt. Als dann auch noch 2 Bewohner aus der gemeinsamen WG ausziehen muss die doppelte Miete gestemmt werden.
Da bekommt sie unerwartet Hilfe von ihrem Vater Jinx, einem ehemaligen Wrestling Star. Als sie klein war, hat er die Familie oft im Stich gelassen, jetzt möchte er für Margo da sein.
Außerdem findet sie Zugang zu der Seite Only Fans, einer Seite auf der mit pornografischen Bildern Geld generiert wird. Wäre das auch etwas für Margo? Kurzentschlossen produziert sie Content für die Seite und wird erfolgreich.
Ganz schön viel Chaos was in diesem Buch erzählt wird. Es ist mein erstes Buch von Rufi Thorpe und auch von Only Fans habe ich noch nie gehört, ist nicht meine Zielgruppe. Trotzdem hat mich das Buch recht gut unterhalten. Der Schreibstil ist teilweise etwas vermixt mit erzählendem Schreibstil und Ich -Form was mich etwas irritiert hat. Ansonsten gelingt es Rufi Thorpe den Überblick zu behalten. Die Personen werden gut dargestellt, teilweise etwas überspitzt wenn es zu den Anwälten und Psychologen geht. Irgendwie hätte ich mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt.
Rezensionen von Ecinev:
Rasante Jagd nach der Wahrheit
Allein gegen die Lüge von Alex Finlay
Der Filmstudent Matt Pine feiert gerade noch fröhlich mit seinen Freunden als er die Nachricht erhält, seine gesamte Familie ist offenbar Opfer eines Gaslecks in einer mexikanischen Ferienunterkunft geworden. Die örtliche Polizei tut es als ein Unfall ab aber warum schaltet sich das FBI in die Ermittlung ein? Die hartnäckige FBI Agentin Sarah Keller vermutet einen heimtückischen Mord.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Familie Pine in der Öffentlichkeit steht. Vor Jahren wurde der älteste Sohn verhaftet weil er beschuldigt wird ein junges Mädchen während einer Hausparty umgebracht haben soll.
Als Matt nach Mexiko reist um die sterblichen Reste seiner Familie einzusammeln gerät er selbst in einen Hinterhalt und entkommt nur knapp. War es also tatsächlich ein Mord an der Familie Pine?
Abwechselnd mit Rückblicken aus dem Leben der Familie Pine zuvor erfährt man, dass die 14-jährige Maggie und ihr Vater immer immer noch damit bemüht sind die Unschuld von Danny Pine zu beweisen. Dann gibt es noch einen True-Crime Podcast von Reportern die die Familie beleuchten. Und die Gegenwart in der Matt in Mexiko in einen Hinterhalt gerät.
Das Buch ist eine rasante Jagd nach der Wahrheit die am Ende im ländlichen Nebraska ans Licht kommt und tief in die Vergangenheit reicht. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut beschrieben. Ein paar Längen hat das Buch mit seinen rund 490 Seiten aber es bleibt spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Rezensionen von Ecinev:
Urlaub in Frankreich
Drei Wochen im August von Nina Bußmann
Der Klappentext hat ein intensives Kammerspiel in der Hitze des französischen Sommers. Dennoch ist es vorhersehbar, dass die Idylle trügt wenn mehrere psychisch labile Menschen in einem abgelegenen Ferienhaus aufeinandertreffen.
Anfangs sind die Beschreibungen von Elena die mit ihren Kindern, einem Kindermädchen und einer Freundin ihrer Tochter in dem Ferienhaus eintreffen noch interessant aber bald wird es langweilig weil einfach nichts passiert.
Der Schreibstil mit der latenten Grundspannung ist leider nicht sehr fesselnd. Es wird viel auf die psychologische Schiene gesetzt. Wie schaffen es Elena und Eva, das Kindermädchen für die die Kinder eigentlich längst zu alt sind nebeneinander her in einem Haus zu leben? Klar, läßt Eva sich den Aufenthalt gut bezahlen und fordert immer mehr ihr Recht auf eigene Ferien ein. Die Kinder sind merkwürdig und wirken irgendwie hölzern.
Als Urlaubslektüre nur bedingt geeignet hat mich das Buch kopfschüttlend zurück gelassen.
Rezensionen von nessabo:
Sprunghafte, um sich selbst kreisende Protagonistin - leider kein Buch für mich
Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara
Ich schätze den Ansatz und das Verlagsprogramm des Pola-Verlags wirklich sehr, aber die erste Direktveröffentlichung war für mich leider eine herbe Enttäuschung. Das liegt zum einen am Schreibstil, für den mensch wohl einfach gemacht sein muss, und zum anderen an der Hauptfigur, die im Zentrum der Handlung steht.
Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, andere Figuren erscheinen nur am Rand. In solchen Fällen brauche ich entweder eine handlungsgetriebene Erzählung oder eine emotional vielschichtige, nahbare Protagonistin. Beides ist in meinen Augen nicht geglückt.
Rosa ist einfach (und damit steht und fällt meine Bewertung) eine mir unglaublich unsympathische Protagonistin. Sie dreht sich eigentlich die ganze Zeit nur um sich selbst, ihre Vergangenheit und irgendwelche Fantasien zu bereits vergangenen Freundinnenschaften, ohne sich aber auch nur in irgendeiner Form um diese zu bemühen. Sie ist absolut grenzüberschreitend und stalkt so zum Beispiel ihre ehemalige Freundin Leni, verfolgt diese und deren Kinder sogar bei einem privaten Ausflug. Gleichzeitig interessiert sie sich dann aber auch überhaupt nicht für Leni, sondern will nur die eigene Wahrnehmung schildern. Wie kann eine Figur denn so egozentrisch sein und sich dann fragen, warum sich Menschen von ihr abgewendet haben? Auch ihre kurzen Treffen mit Männern sind immer kühl, distanziert und einfach komplett uninteressiert von ihrer Seite aus. Nicht, dass sie irgendwem irgendetwas schuldig wäre, aber wer Beziehungen haben möchte, muss halt auch in sie investieren. Sie hat mich einfach die ganze Zeit nur genervt. Selbst, als sie später im Buch mit Konsequenzen für ihr Handeln bedacht wird, denkt sie noch, dass sie einfach missverstanden ist. Meine Güte! :/
Rosa ist auch regelrecht besessen von ihrer Vergangenheit im Kloster, was ich in dieser Intensität einfach nicht nachvollziehen konnte. Klar, sie hat ihre Mutter Conny jung verloren, was eine traumatische Erfahrung sein kann. Aber die Beziehung zu Conny wird an keiner Stelle so wirklich emotional beschrieben, sodass ich sie nicht greifen kann und mir das Verständnis für Rosas kindliches Festhalten an allem Alten fehlt. Es findet kein Wachstum statt, keine Selbstreflexion (bis auf wenige Momente), stattdessen säuft sie sich regelmäßig halb in die Bewusstlosigkeit und raucht maßlos. Der Trope ist ja leider noch immer ein zweifelhafter Standard, hier hat er meiner Genervtheit die Krone aufgesetzt. Progressiv finde ich diese Darstellung wirklich nicht.
Als Tag zum Buch wurde auch Klassismus angegeben, was ich für eine fehlleitende Angabe halte. Leni und ihr erfahrener Klassismus sowie die frühere Armut kommen nur in wenigen Sätzen vor, ohne dass es irgendeine Relevanz für die Handlung hat oder Reflexionsprozesse bei mir angestoßen hätte.
Der Schreibstil hat mir leider auch gar nicht zugesagt. Die eingestreuten englischen Phrasen sollen sicherlich Rosas Entfremdung zur Muttersprache und auch zu den deutschen Wurzeln abbilden, ich fand sie aber äußerst unauthentisch gesetzt. Es wird mit einer poetischen, sprunghaften, emotional wenig tiefen Sprache gearbeitet, die mir einfach nicht gefällt. Zu oft war ich nach 3 Sätzen raus aus dem Lesefluss, weil Rosa schon wieder zum nächsten Gedanken springt, bei dem dann manchmal nicht einmal klar ist, ob er der Realität oder ihrer Fantasie entspringt. Teilweise verschwimmen auch die Erzählperspektiven, sodass es sich im späteren Verlauf des Buches irgendwie so anfühlte, wie ich mir eine Psychose vorstelle. Mein Lesefluss wurde zum Ende hin etwas besser, aber bis zum Schluss fehlte mir jeglicher emotionaler Tiefgang und ich behalte das Buch in erschöpfender Erinnerung.
Rezensionen von GB:
Wichtiges Thema
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Das Buch "Das Parlament der Natur" von Sarah Darwin und Johannes Vogel im Gespräch mit Boris Herrmann hat mir sehr gut gefallen. Zum einen schon Mal das Cover und die tollen Illustrationen und beeindruckenden Bilder. Aber vor allem haben mir natürlich die interessanten Texte und Denkanstöße gefallen.
Besonders gut fand ich, dass alles auch für mich als Nichtwissenschaftlerin gut verständlich war. Die Fakten wurden durch treffende Vergleiche sehr anschaulich. Egal ob es sich um unvorstellbar grosse Zahlen ging, wie z.B. bei der Menge der toten Hühner in zwei Jahren im Vergleich zu den Menschen, die insgesamt jemals auf der Welt gelebt haben. Oder z.B. der Vergleich von Menschen, die sich durch ihr Verhalten die Lebensgrundlage kaputt machen mit einer Herde Ziegen auf einer einsamen Insel, die auch alles kahl fressen würddn und dann verhungern müssten.
Wollen wir mal hoffen, dass wir Menschen es doch noch schaffen das Ruder herumzureißen und die Erde so erhalten können, damit wir noch lange möglichst gut auf ihr leben können. Ich hoffe, dass das Buch viele Leser findet.
Rezensionen von MarcoL:
Genial aufgebauter Spannungsroman über ein Mädchen in einem alten Theater. Geister! Märchen! Fantasy! Große Leseempfehlung!
Edith Holler von Edward Carey
Edith Holler ist ein zwölfjähriges Mädchen, abgeschirmt von der Außenwelt. Sie lebt in einem Theater in Norwich, welches ihr Vater leitet. Sie hat zwar genug Kontakte zu all den Mitarbeitern im Haus – die meisten sind Tanten und Onkels. Aber sie darf die Straße vor der Türe nicht betreten, sonst stürzt das Gebäude ein und das letzte verbliebene Theater in Norwich – man schreibt das Jahr 1901 – würde verschwinden.
Ein schwerwiegender Fluch liegt auf Edith.
Edith hat sich so gut es geht eingerichtet. Sie schreibt sogar ein dramatisches Stück über die Geschichte der Stadt. Denn in der Marmeladenfabrik geschehen furchtbare Dinge, und laufend verschwinden Kinder. Edith glaubt, dem Geheimnis auf die Spur gekommen zu sein … eine sehr grausame Entdeckung will sie in dem Stück enthüllen. Und dann will just ihr geliebter Vater die Besitzerin der Käfermarmeladenfabrik heiraten (vor allem des Geldes wegen um das Theater zu erhalten). In Ediths Drama, welches schon fleißig einstudiert wird, sitzt das Böse aber genau dort. Ein Konflikt … ein großer, böser Konflikt ... spannend, sage ich euch!
Der ganze Roman, der anfänglich für mich etwas Anlaufschwierigkeiten ob der ausschweifenden Erzählungen rund um Ediths Alltag mit all ihren Verwandten hatte, entpuppt sich als genial gestrickte Spannungslektüre mit so vielen unterschiedlichen Genreelementen. Fantasy, Horror, Geistergeschichte. Sogar etwas Gothic schwebt zwischen den Zeilen herum. Es darf ein wenig versteckte Gesellschaftskritik auch nicht fehlen, die leider Tag für Tag aktueller wird. Stichwort: Geld gegen Bildung.
Und das ganz tolle dabei: So realistisch das komplette Setting rund um Edith ist, und man glaubt wirklich an all die Geister, kommen einem doch wieder Zweifel, ob das nicht alles nur eine Ausgeburt von Ediths überbordender Fantasie ist, oder gar Wahnvorstellungen sind. Der Autor versteht es hier perfekt, die Wahrheit versteckt zu halten und die Leser*innen selbst entscheiden zu lassen. Es gibt natürlich eine Auflösung in einem tollen Showdown, die hier natürlich nicht verraten wird.
Der Roman von Edward Carey ist ein sehr klug aufgebauter Pageturner – ok, das mit dem pageturnen beginnt vielleicht erst so ab Seite 100, bis dahin muss man einfach durch (ist aber nicht langweilig) – doch dann geht die Post ab. So richtig. Ein Märchen, eine Geistergeschichte, eine Horrorgeschichte, ein Fantasyroman, ein Drama. Vor allem eins: ein schlaues Buch über den Wunsch der Selbstverwirklichung entgegen allen Steinen, Felsen und Gebirgen, die einem so in den Weg gelegt werden. Hervorzuheben ist natürlich auch die Übersetzung von Cornelius Hartz.
Illustrationen des Autors ergänzen die Handlung in angemessener Weise.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen höchst außergewöhnlichen Roman.
Rezensionen von Lydia_Te:
Jella und Yannik
Die schönste Version von Ruth-Maria Thomas
Das Cover finde ich sehr ansprechend, es wirkt geheimnisvoll und ist ästhetisch.
Das große Thema des Buches ist: Gewalt in einer Beziehung.
Die Protagonistin Jella erzählt uns auf eine persönliche und intime Weise, wie ihre Beziehung zu Yannik begonnen hat und wie der aktuelle Stand ist. Außerdem erfahren wir zwischendurch immer wieder kleine Details und Schnipsel von vergangenen Beziehungen.
Der rote Faden der sich durch die Geschichte zieht? Die Beziehung zu Yannik ist nicht die erste, in der sie Gewalt erfährt...
Eine traurige Geschichte mit einem Schimmer von Hoffnung.
Eine weitere Wichtige Rolle spielt ihre ehemalige Beste Freundin Shelly. In der Schulzeit sind sie unzertrennlich, teilen alles miteinander und das ist womöglich die einzige Beziehung in dieser Geschichte, in der Jella keinen Missbrauch erfährt. Leider zerbricht die Beziehung im Laufe der Geschichte, doch die beiden sehen sich wieder.
Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Es ist leicht lesbar und die Geschichte ist fesselnd. Schließlich ist man Neugiereig und möchte wissen was zwischen Jella und Yannik passiert ist und wer daran die Schuld trägt.
Nur so viel, zu einem Streit gehören immer zwei.











