Kunden em pfehlungen
Rezensionen von GB:
Unterhaltsame Wissensvermittlung
Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit von Silke Vry
Bisher kannte ich die Dusty Diggers-Reihe noch nicht. Mir hat diese Art von Sachbuch sehr gut gefallen. Hier wird Geschichte richtig anschaulich erzählt. Es ist nicht, wie sonst oft in Sachbüchern der Fall, eine Sammlung von vielen einzelnen Fakten, sondern es wird die Entdeckung des Neandertalers als Geschichte nacherzählt.
Dabei erfährt der Leser ganz nebenbei viel Wissen über Paläoanthropologie und Evolution. Unterstützt wird die Erzählung durch sehr viele, sehr ansprechende Illustrationen, die die Erzählung noch lebendiger werden lässt.
Das Buch erinnert in seiner ganzen Aufmachung und vom Format her auch eher an ein Lesebuch. Der Umfang schüchtert junge Leser nicht gleich ein. Es wird aber trotzdem sehr viel Wissen auf den 70 Seiten vermittelt. Es war bestimmt nicht der letzte Band dieser Reihe, den ich gelesen habe.
Sommer, Sonne, Meer
Summer Tides von Sarah Fulmar
Das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen. Der Roman macht gleich gute Laune und Vorfreude auf Sommer, Sonne und Meer mit dem tollen blaugelben Einband mit dem Sonnenuntergang von St.Ives. Die Charaktäre sind alle recht interessant und sehr sympathisch. Scarlett hat sich einen tollen Ort mit vielen nette Menschen ausgesucht, um neu anzufangen.
Aber schon gleich zu Anfang gibt es einige Probleme. Zum Glück ist gerade auch Joah wieder zurück nach Hause nach St. Ives gekommen und kann ihr einige Male aus der Patsche helfen. Die beiden fühlen sich gleich zueinander hingezogen, machen es sich aber beide wegen ihr Vorgeschichte nicht ganz leicht.
Schöne leichte Unterhaltung, sehr zu empfehlen. Auch wenn ich nicht immer alle Handlungen, Entscheidungen und Gefühle der beiden logisch nachvollziehbar fand, hat es den Lesespaß nicht geschmälert. Es war trotzdem sehr schön mitzuerleben, wie die beiden sich immer näher kommen und wie sie ihr Leben meistern
Coole Pinguine, Wale, Kühe,...
183 Pinguine. Das große Tier-Such-Buch von Stéphane Frattini; Édouard Manceau
Auf jeder Doppelseite wird eine andere Tierart vorgestellt. Auf der einen Seite erfährt man interessantes über die Tiere, auf der anderen sind die Suchaufgaben zu finden.
Die Tiere sind richtig süss mit vielen lustigen Accessoires: Wale, Kühe, Krokodile, Flamingos, Pinguine, Kattas, Tiefseekreaturen, Kätzchen, Frösche und kleine Tierchen.
Von vorne nach hinten werden die Suchaufgaben immer schwerer. Wenn man mal etwas nicht findet ist das aber nicht schlimm. Am Ende des Buchs gibt es nämlich auch drei Doppelseiten mit Auflösungen.
Insgesamt gibt es in den Buch laut Angabe im Buch 2.818 verschiedene Lebewesen. Ich habe nicht nachgezählt, aber es sind auf jeden Fall Unmengen von sehr unterschiedlichen Tieren von winzigklein bis riesengroß.
Kann das Wimmelbuch sehr empfehlen!
Beziehungen sind nicht immer einfach
Red Flags von Sophie Jo
Das besondere Cover hat mich gleich neugierig gemacht auf das Buch. Die Buchbeschreibung verspricht ja einiges. Sehr schöne Buchidee. Zwei, die beide wohl etwas Bindungsangst haben, bzw. extrem hohe Erwartungen an einen möglichen Partner, bekomme beide von ihren Freunden die Aufgabe mal nicht vorschnell eine mögliche Beziehung aufzugeben, sondern beim nächsten Mal nicht die/derjenigen zu sein, die/der die Sache beendet.
Ich finde die Idee ist ehr gut umgesetzt. Poppy und Cam sind aber ja auch beide wirklich sympatische Zeitgenossen, denen man nur das Beste wünscht. Schön zu lesen mit welchen Tricks sie erst versuchen, die Pläne ihrer Freunde zu sabotieren und wie sie dann doch merken, dass sie ja eigentlich ganz gut miteinander harmonieren könnten. Aber ich will ja nicht zu viel verraten. Wie es weiter geht müsst ihr dann schon selber herausfinden. Aber in dem Buch geht es nicht nur um eine mögliche Verbindungen von den beiden - auch die Beziehung von Cam zu seiner Mutter, von Poppy zu ihren Eltern und die Liebesbeziehungen ihrer Freunde sind ein wichtiges Thema in dem Buch.
Gut gemachtes Jugendbuch über Erwartungen an Beziehungen und wie sie Gelingen können aber auch wann man vielleicht besser auf Abstand gehen eine unguten Beziehungen vielleicht sogar lösen sollte.
Einbruch im Museum
Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum von Hannah Tunnicliffe
Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt der große Comicfan, aber die Buchidee hat mir gleich richtig gut gefallen. Und von der Umsetzung bin ich dann auch überaus begeistert. Das ganze Buch ist in klaren Farben gehalten. Schön übersichtlich und mit gut lesbaren Texten wird der Kriminalfall erzählt.
Mit wenigen einfachen Worten wird die Geschichte unterstützt durch die tolle Illustration super transportiert.
Normalerweise finde ich Comics immer sehr schwierig zum Vorlesen. Durch die großen Panels und übersichtlichen Sprechblasen aber in dem Fall gut machbar. Perfekt zum Vorlesen für die ganz Kleinen oder auch zum Selberlesen für Leseanfänger.
Besonders schön finde ich, dass sich zum Schluss noch ein Wissensteil zu dem Kunstwerk, das im Buch vorkommt, anschließt. Da hätte ich gerne noch ein paar mehr Seiten gehabt - aber ist ja kein Sachbuch :)
Erdbeerig
Die Erdbeermädchen von Judith Allert
Zu dem Buch hätte ich als Kind auch sofort gegriffen. Wer kann diesen tollen roten Erdbeeren widerstehen. Und dann noch eine Leihoma und ein paar gleichaltrige Freunde mit denen man seine Zeit verbringen kann.
Die farbenfrohen, schönen Illustrationen und die gut lesbare Schrift mit den großen Abständen zwischen den Zeilen runden das Ganze noch ab.
Ein sehr gut gemachtes Erstlesebuch!
Die Texte sind einfach und kurz gehalten, erzählen aber doch eine schöne, umfassende Geschichte. Die Freundinnen Anna, Jo und Kira helfen ihrer "Oma Irmi" mit den Erdbeeren, während sie im Krankenhaus liegt. Es droht ein Ende der schönen Zeit, weil Irmi in eine kleinere Wohnung in die Stadt ziehen will, aber auch hier gibt es am Ende ein Happy End. Durch ein paar Sprechblasen werden die Illustrationen noch mehr in den Text eingebunden. Fast schon in Richtung Comic. Zum Ende gibt es dann sogar noch passend zur Geschichte ein Rezept für Erdbeermarmelade. In Antolin ist das Buch natürlich auch vertreten.
Kein Arztroman
Staying Alive von Eva Mirasol
Kein Arztroman - da hat mich das Cover gleich sehr neugierig gemacht. Mal was ganz anderes - passt aber perfekt zum Buch. Ich-Erzählerin ist Nicki, eine junge Assistenzärztin an einer Berliner Klinik, die von ihrem Leben berichtet. Sie hat es wirklich nicht leicht an Ihren ersten Tagen und Wochen im Krankenhaus.
Zum einen die wirklich extrem verantwortungs- und anspruchsvolle Arbeit mit den unterschiedlichsten Patienten, bei der ja möglichst nichts falsch laufen soll. Die Schichtarbeit mit vielen Überstunden, die schwer zu vermeiden sind und dann ist Nicki ja auch noch eine Frau ...
Leider höre ich aus Berichten von Leuten, die in echt in einem Krankenhaus arbeiten so einiges, was die Berichte von Nicki sehr glaubwürdig machen. Das Buch ist zum Glück so nett und witzig geschrieben, dass man trotzdem sehr gut unterhalten wird. Sonst wäre es fast zum Weinen. Ich kann das Buch nur empfehlen!
Bezaubernd
Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte. Jane Austen von Deborah Hopkinson
Das Kinderbuch "Von einem Mädchen, das das Schreiben liebte Jane Austen" hat mich gleich bezaubert. Die Illustrationen sind wunderschön und passen perfekt zu einem Jane-Austen-Buch. Das Leben von Jane Austen und überhaupt wie Menschen zu ihren Lebzeiten (1775-1817) in England gelebt haben, wird jungen Lesern auf sehr schöne Art und Weise vermittelt.
Mit vielen tollen Bildern, Erklärungen zu Ihrem Leben, Zitaten aus ihren Büchern und kurzen Erklärungen, um was es in den jeweiligen Romanen geht, erhält der Leser ein sehr umfassendes Bild.
Die Widmung von Deborah Hopkinson am Ende des Buchs "in Liebe meinem Enkel Oliver Sawyer, damit du Bücher einmal genauso zu schätzen weißt wie Jane Austen" passt wunderbar in dieses Buch. Das Buch vermittelt Janes Begeisterung fürs Schreiben und ihre Liebe zu Büchern und Geschichten auf jeden Fall. Ich kann das Buch nur Empfehlen!
Wichtiges Thema
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Das Buch "Das Parlament der Natur" von Sarah Darwin und Johannes Vogel im Gespräch mit Boris Herrmann hat mir sehr gut gefallen. Zum einen schon Mal das Cover und die tollen Illustrationen und beeindruckenden Bilder. Aber vor allem haben mir natürlich die interessanten Texte und Denkanstöße gefallen.
Besonders gut fand ich, dass alles auch für mich als Nichtwissenschaftlerin gut verständlich war. Die Fakten wurden durch treffende Vergleiche sehr anschaulich. Egal ob es sich um unvorstellbar grosse Zahlen ging, wie z.B. bei der Menge der toten Hühner in zwei Jahren im Vergleich zu den Menschen, die insgesamt jemals auf der Welt gelebt haben. Oder z.B. der Vergleich von Menschen, die sich durch ihr Verhalten die Lebensgrundlage kaputt machen mit einer Herde Ziegen auf einer einsamen Insel, die auch alles kahl fressen würddn und dann verhungern müssten.
Wollen wir mal hoffen, dass wir Menschen es doch noch schaffen das Ruder herumzureißen und die Erde so erhalten können, damit wir noch lange möglichst gut auf ihr leben können. Ich hoffe, dass das Buch viele Leser findet.
Nicht nur tolle, witzige Illustrationen
Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg
Das Sachbuch "Wilde Pflanzen essen mit Survival Siglinde" von Christine Rauch und Ernestine Donnerberg hat mir richtig gut gefallen. Die Illustrationen gefallen mir extrem gut und sind total süss und witzig. Aber auch die Wissensvermittlung kommt nicht zu kurz.
Die essbaren Pflanzen, Sträucher und Bäume sind jeweils auf einer Doppelseite beschrieben.
Auf der linken Seite ein Bild auf dem die Pflanze dargestellt ist und ihre charakteristischen Besonderheiten beschrieben werden, damit man sie sicher bestimmen kann. Auf der rechten Seite dann interessante Fakten zu der Pflanze, Serviervorschläge für die verschiedenen essbaren Pflanzenteile und Informationen zu Geschmack, Standort, Inhaltsstoffen, Wirkungsweise, Haltbarkeit etc.
Bei 140 Seiten werden wirklich viele Pflanzen vorgestellt. Als letztes Kapitel gibt es dann noch tolle Kräuterrezepte und als Abschluss noch einen Hinweis auf giftige Doppelgänger.
Anfangs habe ich bei den Pflanzen, die ich nicht so gut kenne ein kleines Foto zusätzlich vermisst. Musste dann aber feststellen, dass es am Buchende einen Hinweis auf die Kosmos Plus-App gibt. Mit der können die passenden Bilder und sogar kleine Videos angeschaut werden. Bin also jetzt wirklich rundum zufrieden und kann das Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen!!!











