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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Morten:

Alles ist verbunden

HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu

Eigentlich ist der Titel ein Spoiler. Zumindest bis man in der zweiten der vier Geschichten ist, den Prolog einmal ausgeklammert. Denn die erste Geschichte aus „Hen na e – Seltsame Bilder“ wirkt fast wie eine in sich geschlossene, leicht mysteriöse Kurzgeschichte, in der zwei junge Männer über einen rätselhaften Blog diskutieren und einem möglichen Mordfall auf die Schliche kommen.

Doch schon die nächste Geschichte zeigt: Bestimmte Personen tauchen erneut auf – und der Täter oder die Täterin hat mehrere Opfer auf dem Gewissen.

Ich lese selten Krimis, dafür umso lieber japanische Gesellschaftsromane, aber „Hen na e“ ist eigentlich beides. Mit einem Twist, denn der Kriminalroman von Uketsu gehört zum recht neuen Genre „Sketch Mystery Roman“. So sind Bilder ein wichtiger Teil der Ermittlungen – Bilder, die von Opfern hinterlassen wurden oder die auf eine besondere Beziehung der Figuren hindeuten. Ob es sie in jeder der insgesamt vier Geschichten gebraucht hätte oder ob die Leser:innen nicht auch so den Ermittlungen hätten folgen können, sei einmal dahingestellt. Aber sie machen durchaus einen gewissen Reiz bei der Lektüre aus. Auch die plastische Wiederholung von Ermittlungsnotizen wie die Tagesabläufe des Opfers und der Verdächtigen in der dritten Geschichte sorgen für ein ganz anderes Lesegefühl.

Vor allem aber ist „Hen na e“ eine recht dramatische, tragische Geschichte, die Leser:innen in die japanische Kultur eintauchen lässt – in Ehre, in Alltag, in den Umgang miteinander. Und mitreißend ist sie, schnell geschrieben, toll übersetzt von Heike Patzschke – 272 Seiten, die sich in einem Rutsch lesen lassen und auch müssen, möchte man doch direkt alle Geheimnisse und Verbindungen erfahren.

Bloß ein Geheimnis lässt sich nicht lösen – dass des unbekannten Autors, der sich hinter einer weißen Maske versteckt, die entfernt an Michael Myers aus Halloween erinnert. Aber vielleicht kommt das ja noch mit einem der nächsten Sketch Mystery-Romane, die hoffentlich bereits in der Arbeit oder Übersetzung sind.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Spurensuche

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez

Inez Eltern reisen regelmäßig nach Ägypten, Inez größter Wunsch, sie bei ihren Abenteuern zu begleiten. Dann kommt die schreckliche Nachricht, ihre Eltern sind auf rätselhafte Weise verstorben. So kommt Inez doch noch nach Ägypten, wenn auch anders als geplant. Sie muss herausfinden, was ihren Eltern zugestoßen ist.

Das Cover macht schon neugierig, der Klappentext sowieso. Ein historischer Roman im alte Ägypten mit einem Hauch Fantasy, sehr gut zu lesen, schöner Schreibstil, angemessene Spannung und ein sehr interessantes Setting, das gut beschrieben wurde.
Inez ist eine starke Protagonistin, sie meistert die Wirrungen ihres Abenteuers sehr gut, auch wenn sie es lieber mit ihren Eltern erlebt hätte.
Erzählt wird größtenteils aus Inez Sicht, aber auch Whit, der Assistent ihres Onkels, erzählt ein wenig. Ich mochte es sehr, es war spannend, unterhaltsam und hat großen Spaß gemacht. Freue mich schon auf das zweite Buch, die ein oder andere Sache ist ja noch offen geblieben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Aberglaube

Something Old, Someone New von Jessie Rosen

Für Shea stand schon immer fest, ein Antrag mit einem gebrauchten Ring geht gar nicht. Weder ein Familienerbstück durfte es sein, noch ein antiker Ring, in dem Ring könnte ja das Unglück einer gescheiterten Beziehung sitzen. So wurde es zumindest immer von ihrer Nonna erzählt.
Und was macht ihr Freund John? Einen Antrag mit einem Ring aus einem Antiquariat.

Ich fand das Cover ganz nett, den Klappentext ansprechend und war neugierig auf die Story. Und ich habe nicht mit so einer Geschichte gerechnet. Shea ist ja völlig außer Kontrolle geratene, eine Reise nach Italien? Nach Portugal? Sie jagt der Geschichte des Ringes hinterher und verliert das wesentliche völlig aus den Augen.
Teilweise war es lustig zu lesen, wie sie sich abstellt, teilweise fand ich es fast schon schockierend, wie man sich so anstellen kann. Alles in allem war es eine nette, unterhaltsame Story, die ich gerne gelesen habe, zumindest meistens.

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Rezensionen von Morten:

Zurück in die Vergangenheit

Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara

"My fingertips are holding onto the cracks in our foundation and I know that I should let go but I can't."

18 Jahre ist der Song von Kate Nash bereits alt, 15 Jahre in „Nowhere Heart Land“ von Emily Marie Lara – und ähnlich wie die Figur im Song hält auch die Protagonistin im Buch an Dingen fest, die sie längst loslassen müsste.

Wenn das mal so einfach wäre.

In der Gegenwart ist gerade die Queen gestorben. Rosas Kollege, dessen Arbeit sie in einer Londoner Ad-Agency mitmacht, kommentiert das mit einem abfälligen Spruch – und kassiert Rosas Faust in sein Gesicht. Verdientermaßen muss man auch als gewaltfreier Mensch zugeben. Rosa wird freigestellt. Und muss zurück nach Deutschland, denn das Altersheim ihrer dementen Oma verlangt mehr Geld, das nur durch den Verkauf ihres Hauses aufzutreiben ist. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt – zurück zum längst abgerissenen Internat, die zerbrochene Schulfreundschaft zu Leni und die Kartons mit den Erinnerungen an ihre früh verstorbene Mutter Conny.

„Nowhere Heart Land“ ist ein forderndes Buch. Eine Tour de Force durch diverse Breakdowns der Protagonistin, deren toxischer Alltag durch zu viel Alkohol und nie aufgearbeitete Abschiede bestimmt wird. Leser:innen werden sich viele Frage stellen und es ist nicht zu viel gespoilert, wenn man festhält, dass eigentlich keine davon beantwortet wird. Mag sicher für einige unbefriedigend sein, mir hat’s gefallen, mit klaren Antworten können auch Enttäuschungen einhergehen – und das ist auch sicherlich nicht die Intention des Buchs.

Es ist ein Homecoming-Roman einer Person, die nach dem Ende ihrer Schulzeit nach London geflüchtet ist, mit Heimat und Freund:innen gebrochen oder letztere auch verprellt hat. Die feststellen muss, dass auch ihre Freundschaften in England nicht allzu viel wert sind. Die den Abriss ihrer Schule und damit auch ein Auslöschen an ihre Mutter, die das Internat ebenfalls besucht hat, nie überwunden hat, vor allem aber auch deren viel zu frühen Tod – und wie soll man das überhaupt schaffen?

Ich mochte in Emily Marie Laras Debüt drei Sachen besonders: die Sprache, mit der sie Rosas Geschichte erzählt. Die Gefühle, die ich nachvollziehen konnte, wenn sie durch ihre alte Heimat läuft und sie gleichzeitig vertraut und doch fremd scheint. Aber auch die vielen „Oh girl, come on!“-Momente, wenn man Rosa von etwas abhalten oder ihr gut zureden oder wenigstens in den Arm nehmen mochte. Sie ist keine sonderlich sympathische, aber eine realistische Protagonistin, voller Fehler, voller Vergangenheit, der man auch nicht immer ganz vertrauen möchte und sie sich selbst vermutlich auch nicht.

Und auch wenn das Buch keine Antworten liefert, so ist das Ende doch durchaus passend, die Szene in der Pizzabude mehr als stark und das Buch trotz kleinerer Längen sehr lesenswert – aber nicht für jede:n.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Gefühlvolle Geschichte von Liebe und Musik

Verliebt in Stockholm von Anna Lönnqvist

Mira ist eine hervorragende Violinistin in einem bekannten Orchester Stockholms,zudem hat sie eine sehr schwere Kindheit hinter sich. Ihre Mutter starb früh und ihr Vater hat sich durch diesen Schicksalsschlag sehr verändert .Mira hat schon früh Verantwortung übernehmen müssen.Mira hat eine Liebesbeziehung mit Alessandro, einem gefeierten Stargeiger, der auf der ganzen Welt Zuhause ist.

Mit dieser Fernbeziehung ist Mira nicht ganz glücklich.Zufällig trifft sie in Stockholm auf William, ihrere ersten großen Liebe.William hat sie 14 Jahre lang nicht mehr gesehen.Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein.Mira ist mit der wieder aufkeimende Liebe zu William hin- und hergerissen …

Die Autorin Anna Lönnqvist hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Der Roman spielt in zwei Zeitebenen- heute und vor 14 Jahren, die sich immer wieder abwechseln.Das Cover spiegelt die Atmosphäre Stockholms wieder und passte super zu der Geschichte des Buches-sehr gerne 4 Sterne.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Schwieriges Mutter-Tochter-Zusammenleben

Halbinsel von Kristine Bilkau

Das Skelett der Geschichte ist rasch errichtet: Die Tochter Linn kehrt nach einem Schwächeanfall von ihrem Studienort nach Hause zurück und lebt nun erneut mit ihrer Mutter Anett im selben Haushalt. Doch in der Zwischenzeit hat sich vieles geändert, und es ist nicht leicht, einander bei jedem Tun zu tolerieren, das gegenseitige Verständnis ist beinahe verschwunden.

Auch der frühe Tod des Gatten und Vaters schiebt sich immer wieder düster in das Denken der beiden. Haben sie sich denn überhaupt jemals richtig kennengelernt, die junge Frau und ihre Mutter?
Es beginnt recht ruhig, dann tauchen die ersten Unebenheiten, Stolpersteine, Schwierigkeiten auf, bis knapp vor dem Zerreißen. Psychische Probleme und extreme Verschlossenheit bei Linn machen das Zusammenleben nicht leichter.
Insgesamt wirkt die Handlung bedrückend, insbesondere da an vielen Stellen die Gefahr des Versinkens im Schlick am Meer aufgezeigt wird. Zusätzlich werden Themen angesprochen, die uns alle betreffen und auch dem Gerechtigkeitsempfinden empfindlich auf den Zahn fühlen.
Der Titel des Romans „Halbinsel“ bezeichnet nicht nur die geografische Lage des Hauses, sondern meiner Meinung nach auch das Exponierte der beiden Protagonisten samt der Personengruppe in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die persönliche Einsamkeit wird öfters angedeutet, dazu kommen Generationenkonflikte, Reibereien zwischen Mutter und Tochter, das völlig andere Denken und Empfinden der Jüngeren, die umfassende Sorge der Älteren. Vermutlich finden sich Frauen jeder Altersgruppe in einer der Personen wieder.
Als mein Lieblingsbuch kann ich den Roman nicht bezeichnen, weiterempfehlen kann ich ihn eher nicht.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht überzeugt

Revanche à la Provence von Andreas Heineke

Die Ankündigung dieses Provence-Krimis verspricht eine fesselnde Handlung rund um ein verschwundenes Top-Model, Gier und Intrigen in der Modewelt sowie Demonstrationen gegen Immobilienspekulation und Fast-Fashion. Alles Zutaten, die Lust machen, dieses Buch lesen zu wollen.

Zwar beginnt der 5. Fall für den Dorfgendarmen Pascal Chevrier, der eigentlich ein ruhiges Leben abseits von MOrd und Totschlag führen will, mit der Entführung des ghanaesischen Top-Models Jezebel im Rahmen des Pierre-Cardin-Festivals noch einigermaßen dramatisch, nur um dann in ein Geplänkel rund um stinkenden Fisch (Anleihe bei Asterix?), allerlei Dorfgeschwätz und zu Lokalgrößen, die alle ihre eigenen Suppen kochen, abzugleiten.

Erst gegen Ende nimmt die Handlung ein wenig Fahrt auf ...

Meine Meinung:

Ich finde es sehr schade, dass aus den eingangs erwähnten Zutaten wie Gier und Intrigen in der Modewelt, Ausverkauf von Grund und Boden an Spekulanten sowie der immense Verbrauch von Wasser für die Erzeugung von Kleidung, die kaum getragen wird, nicht mehr herausgekommen ist.

Nicht nur, dass es eine gefühlte kleine Ewigkeit dauert, bis der Dorfgendarm Pascal Chevrier mit den Ermittlungen beginnen kann, plätschern die auch nur so lauwarm dahin. Erst recht spät nehmen sie Fahrt auf.

Pascals Familienleben sowie die dörfliche Idylle des kleinen Ortes Lacoste, das seit einiger Zeit von Immobilienspekulanten heimgesucht wird, spielen eine große Rolle. Die Polizeiarbeit eher weniger, da sie zu allgemein und oberflächlich wirkt. Da können auch bekannte Namen wie Marquis de Sade oder Pierre Cardin (1922 - 2020) auch nicht viel helfen. Die Information, dass Cardin Uniformen für Polizei und Postbedienstete entworfen hat, ist einmal ganz witzig, wenn sie mehrmals wiederholt wird, langweilig. Da verstehe ich Pascal, wenn er die Augen verdreht. Nicht verstehen kann ich, dass er sich durch die Annahme von illegal, weil in der Schonzeit geschossenes Wild, korrumpieren lässt.

Die Charaktere wirken blass und manche Handlungen kann ich ihnen nicht abnehmen. Geärgert habe ich mich darüber, dass Pascal quasi zum Helden stilisiert wird, weil er einmal seine Enkelin wickelt. Bitte was ist das für ein Weltbild?

Nett finde ich, dass immer wieder die Bezeichnung Mannequin verwendet wird.

Obwohl ich häufig eine Reihe mit dem letzten Band derselben beginne, um anschließend dann doch beim ersten Band zu beginnen, werde ich diesmal darauf verzichten. Das Strickmuster, ehemaliger Elitepolizist/Kriminalist hat von der Großstadt Paris genug und zieht es vor als einfacher Dorfgendarm eine vermeintlich ruhige Kugel zu schieben (was selten gelingt), ist in mehreren anderen Serien besser gelungen.

Fazit:

Dieser Krimi hat mich leider nicht gepackt, daher nur knappe 3 Sterne.

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Rezensionen von Nele33:

viel Gefühl

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

Susann Pasztor beschreibt in ihrem Buch "Von hier aus weiter!" den Abschied, die Trauer, die unbändige Wut und den Versuch weiterzuleben nach dem Tod eines geliebten Menschen.

Rolf hat sich, nachdem seine tödliche Krankheit weit fortgeschritten ist, suizidiert. Für ihn als Mediziner war es keine Schwierigkeit sich das Medikament zu besorgen, welches einen Tod quasi garantiert.

Marlene ist nun nach 30 gemeinsamen Jahren Witwe und die Tage ziehen in einem grauen Mischmasch an ihr vorbei. Unterstützung lehnt sie ab und vertraut lieber auf Valium, welches ihr anscheinend durch Rolf unbegrenzt zur Verfügung steht. Als sie jedoch einen Klempner benötigt, um ihren Wasserdruck zu reparieren, ändert sich ihr Leben in kleinen Schritten. Jake, der Klempner ist ein ehemaliger Schüler, der nicht nur ihre Dusche repariert, sondern gleich bei ihr einzieht.

Die Geschichte von Marlene beginnt stark, besonders ihre Gedanken und Gefühle hat die Autorin sehr ausdrucksstark transportiert. Diese Gefühle kennt, glaube ich, jeder, der vom Verlust eines geliebten Menschen betroffen ist. Auch die Nebencharaktere in Form von Ida und Rolfs Söhnen aus erster Ehe sind mit ihren unterschiedlichen Eigenarten passend zur Gesamtstory und runden sie in guten Maße ab.

Zum Ende hin hat mich die Autorin leider ein wenig verloren, da wurde es mir dann ein wenig zu kitschig und vorhersehbar.

Insgesamt allerdings ein sehr empfehlenswertes Buch mit viel Gefühl.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Hommage zu ihrem 100. Geburtstag

Für mich soll's rote Rosen regnen. Hildegard Knef von Christian Schröder

Christian Schröder, Kulturredakteur beim Berliner Tagesspiegel hat für diese Biografie von Hildegard Knef (1925-2002), die rechtzeitig anlässlich ihres 100. Geburtstag im Dezember 2025 schon im März erscheint, nicht nur ihre Bücher gelesen, sondern auch mit ihr selbst, sowie mit zahlreichen ihrer Weggefährten wie David Cameron, Mario Adorf, Nadja Tiller oder Johannes Mario Simmel Interviews geführt.

Diese sind nun in vorliegende Biografie eingflossen.

Schröder teilt das Leben der Knef in vier Abschnitte:

Das Trümmermädchen (1925-1948)
Die Sünderin (1948-1962)
Die Sängerin (1962-1977)
Die Legende (1977-2002)

Das Buch ist mit nicht einmal 150 Seiten ziemlich dünn, enthält aber alle wichtigen Informationen Hildegard Knef. Gut gefällt mir der sachliche Schreibstil, der nicht wertet. Schröder zeigt eine ehrgeizige Frau, die immer wieder neu beginnen muss. Der Text ist durch passende Fotos aufgelockert.

Meine erste persönliche Erinnerung an Hildegard Knef ist das Chanson „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, denn meine Großmutter war in Besitz der Schallplatte. Ihr Buch „Der geschenkte Gaul“ habe ich auch gelesen. Manches, was sie dort schreibt, hat Autor Christian Schröder in ein etwas anderes Licht gerückt. Das ist eben der UNterschied zwischen Autobiografie und einer Biografie eines AUßenstehenden.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser Biografie, die eine Frau beschreibt, für die es nicht immer rote Rosen waren, die es geregnet hat, sondern manchmal auch Disteln, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Leseempfehlung!

Rauch und Asche von Amitav Ghosh

Ich kannte die Bücher von Autor Amitav Ghosh bislang nicht und habe dieses hier von der Buchhandlung Seeseiten empfohlen bekommen.

Worum geht’s?

Autor Amitav Ghosh ist 1956 in Kalkutta geboren und hat für seine Ibis-Trilogie aufwändige und langjährige Recherchen betrieben, die einen völlig neuen Blick auf die als „Opium-Kriege“ bekannten Handelskonflikt zwischen China und dem Britischen Empire werfen.

Völlig unerwartet entdeckt er, dass auch einige seiner Vorfahren im 19. Jahrhundert am Schmuggel von Opium beteiligt waren.

Während er die Trilogie als historische Romane anlegt, ist „Rauch und Asche“ eine Mischung aus Sachbuch, Reisebericht und Essay, das in 18 Kapiteln schlüssig darlegt, wie Großbritannien die Mohnpflanze und das daraus gewonnene Opium für seine Zwecke brutal einsetzt. Dafür spannt er den Bogen bis in die Gegenwart, wenn er über die Opioid-Epidemie und den damit verbundenen Oxycontin-Skandal in den USA schreibt.

Die (Handels)Geschichte der Europäer, seien es die Niederländer, Portugiesen oder eben die Briten, mit China oder Indien, ist gespickt mit Falschinformationen und nicht selten mit Geschichtsfälschung.

Obwohl ich mich intensiv Geschichte beschäftige, kenne ich nur die europäische, in dem Fall, die britische Seite der Historie. Vieles, worüber Amitav Ghosh hier schreibt, war mir nicht wirklich geläufig, hat aber nach kurzem Reflektieren und Nachdenken Hand und Fuß. Durch den anderen Blickwinkel lassen sich die Mengen sowie manche Auswirkungen des Mohnanbaus, der Verarbeitung und des Opiumschmuggels erst so richtig begreifen.

Das Buch ist, ob der Fülle von bislang unbekannten Details, nichts für Zwischendurch. Hier ist genaues Lesen erforderlich. Das eine oder andere Mal muss man vielleicht selbst noch ein wenig recherchieren.

Amitav Ghoshs Schreibstil ist, wie ich es mir erwartet habe, blumiger und opulenter als ich es von anderen Sachbüchern gewöhnt bin.

Fazit:

Eine interessante Darlegung, wie man die Geister, die einst die Briten riefen, nun nicht mehr los wird. Gerne ich gebe ich diesem Buch 5 Sterne.

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