Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
Impulse zum Umdenken und Handeln
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Es ist ein Sachbuch, das in vieler Hinsicht auffällt und fasziniert. Der Erzählstil ist ungewöhnlich, denn es wird ein leidenschaftliches Gespräch über Natur abgebildet, dass die Naturforscherin Sarah Darwin (der Familienname dürfte Aufhören lassen), Botaniker Johannes Vogel und Journalist Boris Herrmann zusammenbringt.
Gemeinsam wird über die Rettung der Welt gesprochen, indem sie sich auf die Sammlung des Berliner Naturkundemuseums beziehen, die sie auf wissenschaftliche Weise deuten. Ihr Ziel ist es, zum Umdenken und vor allem zum (politischen) Handeln zu bewegen.
Ein sehr tiefgehend beeindruckendes Buch, dem ich große Aufmerksamkeit wünsche. Sowohl die umwerfende Aufmachung aus Text und Abbildungen als auch der anregende Inhalt sind so vielseitig wie lehrreich. Es bewegt dazu, bekannte Sachverhalte neu zu betrachten. Deswegen würde ich meine Empfehlung nicht nur auf Interessierte beschränken. Es ist so geschrieben, dass man den Ausführungen gut folgen kann. Noch dazu unterhaltsam, ansprechend und interessant für alle. Deshalb eine große Empfehlung, dieses Werk der eigenen Sammlung hinzuzufügen.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Sehr empfehlenswert
Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen von Michael Engler
Wer ein einfühlsames Bilderbuch zum Thema Tod und Abschiednehmen für Kinder (und Erwachsene) sucht, findet in Weißt du noch? eine kindgerechte Geschichte, die tröstet und anschaulich den emotionalen Prozess darstellt, von der Verdrängung und der allmählichen Gewissheit, dass jemand nicht mehr ist, bis zur Trauerbewältigung.
Es unterstützt im Trauerfall, ich finde jedoch, es ist eine schöne Bilderbuchgeschichte, die man immer lesen kann. Tabus brechen, über die Geschichte reden - das sind alles nur Angebote, um sich dem Thema zu nähern, das irgendwann jeden betreffen wird.
Es geht um die Waldbewohner Haselnuss, Igel, Specht und Eichhörnchen, die den Eichelhäher nicht finden können. Es ist Frühling im Wald und alles blüht und erwacht zum Leben. Sie suchen den Eichelhäher überall und erzählen sich Geschichten von ihm, erinnern sich an schöne Zeiten. Ein Wald ohne Eichelhäher? Unvorstellbar! Schließlich neigt sich der Tag dem Ende und die kluge Eule gibt ihnen tröstliche Worte mit auf den Weg, als klar wird, der Eichelhäher ist für immer fort.
Es ist ein stimmungsvoll illustriertes und geschriebenes Bilderbuch, dass bei der Verarbeitung hilft und nicht traurig macht. Das großformatige Buch wurde liebevoll und durchdacht gestaltet. Ich würde sogar sagen, es ist einzigartig, denn viele Bilderbücher diese Art gibt es nicht. Es bietet eindrucksvolle Illustrationen und schafft eine friedliche Atmosphäre der Ruhe, durch die verschiedenen Schauplätze in der Natur, die Darstellung von Tieren und dem Kreislauf des Lebens.
Ein ganz tolles Bilderbuch, das in ganz viele Kinderzimmer und Bibliotheken gehört. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung.
Rezensionen von Marie aus E.:
Für mich belanglos
Stars von Katja Kullmann
Der Klappentext klang witzig, das Cover ist hübsch, ich war neugierig auf das Buch.
Leider hat es mich gar nicht überzeugt.
Carla, Angestellte in einem Möbelgeschäft und gescheitert an der Uni, verdient sich nebenbei ein kleines Astro-Zubrot.
Bis sie dann hauptberuflich in das Buisness wechselt, dürfen bzw.
müssen wir ihren Alltag im Möbelverkauf, Krankfeiern und - zu dem Zeitpunkt noch vergnüglichen - Nebenjob teilen.
Ihre Herangehensweisen und Beobachtungen, ihre Klienten und den Wandel in ihrer Persönlichkeit, das fand ich leider überhaupt nicht interessant. Es zog sich und ein zentrales Element zu Beginn des Buches wurde nicht aufgelöst. Auch die besonders hervorgehobene Kundin war einfach da, es fehlte mir der rote Faden und die Entwicklung in der Handlung.
Vielleicht bin ich einfach zu doof, aber ich habe nicht verstanden, worauf das Buch hinauswollte.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Tolles Debüt mit fein gezeichneten, vielfältigen Charakteren
Hier draußen von Martina Behm
Martina Behm, die kennt sich offenbar aus mit den vielfältigen Facetten des Lebens auf dem Land heutzutage. Und sie kann schreiben! Selten hat mich ein Debüt so begeistert wie dieses! Fast 500 Seiten lang und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und immer bestens unterhalten gefühlt.
In "Hier draußen" lernen wir außergewöhnlich lebensechte, fein gezeichnete und vielfältige Charaktere kennen.
Da ist das moderne Paar aus Hamburg, Ingo und Lara, er Start-Up-Unternehmer, sie Grafik-Designerin, zwei Kinder im Volksschulalter, das sich den Traum von der Idylle und Ruhe auf dem Land und dem unbeschwerten Aufwachsen der Kinder dort erfüllen will. So wird kurzerhand eine hohe Hypothek aufgenommen, ein alter Hof gekauft und saniert. Es bleibt spannend, mitzuverfolgen, ob und wie diese urban geprägten Menschen im Landleben und in der Dorfgemeinschaft ankommen werden, und was es mit ihrer Beziehung macht, wenn Ingo weiterhin seine Tage und oft auch Abende in Hamburg verbringt, während Lara alleine mit den Kindern auf dem Land ist.
Dann gibt es Jutta und Armin, die Übriggebliebenen einer alternativen Wohngemeinschaft mit sechs Menschen, die vor mehreren Jahrzehnten aufs Land gezogen sind. Die beiden sind gute Freunde, vielleicht auch ein bisschen mehr. Jutta gibt Kurse im Hühner-Schlachten, Armin renoviert leerstehende Gebäude, um Ferienwohnungen zu errichten. Insgesamt scheinen sich die beiden über die lange Zeit gut eingelebt zu haben auf dem Land.
Den alleinstehenden Bauer und passionierten Jäger Uwe, mit seiner treuen Jagdhündin Milla, lernt Ingo schon bald nach seinem Umzug näher kennen, als letzterer mit dem Auto versehentlich eine weiße Hirschkuh überfahren hat. Gemeinsam geben die beiden Männer dem schwer verletzten Tier den Gnadenschuss, freunden sich an, Ingo begeistert sich für die Natur und die Jagd, und beide fürchten ein bisschen den im Dorf verbreiteten Aberglauben, dem zufolge es Unglück bringe, eine weiße Hirschkuh getötet zu haben... auch das verbindet.
Noch einige weitere Menschen leben im Dorf, die wir näher kennen lernen: Maggy, ursprünglich aus der Kreisstadt, die sich in den Bauern Sönke verliebt und ihn geheiratet hat, und nun seit Jahrzehnten versucht, die angepassteste und fleißigste Landfrau von allen zu sein, um dazuzugehören. Ihre erwachsene Tochter Marieke, die dieses Beispiel ihrer Mutter abschreckend findet und eine moderne und unabhängige Frau ist... gleichzeitig aber tief mit der Landwirtschaft verbunden und interessiert daran, diese zu übernehmen.
Tove und Enno, die seit Jahrzehnten eine lieblose Ehe führen... die erwachsenen Söhne sind längst aus der Landwirtschaft in andere Berufe und in geografisch weiter entfernte Regionen geflüchtet, keiner davon wollte den Hof übernehmen... wie lange wird Tove, der selbst nichts gehört und die nichts geerbt hat (ihre Eltern haben die ganze Landwirtschaft dem Sohn alleine vererbt) sich noch von ihrem Mann heruntermachen und abwerten lassen?
Diese kurzen Charakterisierungen einiger Dorfbewohner zeigen schon - es sind ganz vielfältige und sehr unterschiedliche Menschen, die sich hier im kleinen Fehrdorf treffen. Die sich kennen lernen, übereinander und miteinander sprechen, gemeinsam Feste organisieren, sich misstrauisch aus der Ferne beäugen, sich aushelfen oder sich auch langsam anfreunden... auch über Alters- und Milieugrenzen hinweg.
Das Buch wechselt immer wieder mal die Perspektive, aus der die Ereignisse erzählt werden, mal erleben wir die Sicht von Ingo, dann die von Lara, dann z.B. die von Uwe oder von Jutta usw. Dadurch bekommen wir beim Lesen noch einmal einen spannenderen und vielschichtigen Blick auf das Dorfgeschehen und die Beziehungen der Menschen untereinander. Gleichzeitig ist es damit ein klug erzähltes Buch, das auch durch diesen Perspektivwechsel aufzeigt, wie differenziert das sein kann, was wir als Tatsache oder Wahrheit ansehen, denn jede und jeder hat den jeweils eigenen, einzigartigen Blick auf die Menschen und Geschehnisse.
Insgesamt gelingt es der Autorin ausgezeichnet, ein vielfarbiges Bild modernen Landlebens zu zeichnen. Neben den Beziehungen der Menschen, die im Zentrum des Romans stehen, thematisiert sie auch Phänomene wie den Umbruch in der modernen Landwirtschaft und die Herausforderungen, mit denen die Bauern zu kämpfen haben (oft geforderter, aber schwieriger Umstieg auf Bio, Modernisierungsdruck, Nachfolgeprobleme,...), genauso wie Werteunterschiede zwischen Stadt und Land und damit einhergehende Verständnisprobleme, die erst überwunden werden müssen (etwa eine Psychologin aus der Stadt, die vor den Landfrauen einen Vortrag über Beziehungsqualität hält, der aber sehr an die Befindlichkeiten urbaner Menschen angepasst ist und viele der Dorfbewohner inhaltlich und emotional nicht erreicht).
Das Buch ist damit nicht nur sehr unterhaltsam geschrieben, sondern auch psychologisch glaubhaft konstruiert, mit tiefgründigen und vielschichtigen Charakteren, einem sehr authentisch geschilderten Setting und so, dass man dabei viel über die Facetten modernen Landlebens lernt. Ein großartiges Debüt: literarisch wertvoll und toll zu lesen - absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Marie aus E.:
Ausbeutung
Halbe Leben von Susanne Gregor
Das ist ein Buch, das mich auch nach dem Lesen noch nachhaltig beschäftigt.
Es geht um zwei, nein eigentlich sind es sogar vier Frauenleben.
Da ist die Familie aus Österreich mit der pflegebedürftigen Mutter und Oma, die Familie bekommt die Betreuung nicht mehr hin.
Dann Klara, die einen anspruchsvollen Job hat und ihn auch liebt und deshalb nach einer Lösung für ihre Mutter sucht.
Und ihre Tochter, ein Oma-Kind, zu dem Klara wenig innere Verbundenheit hat.
Die Lösung für das Pflegeproblem ist Paulína, eine Slowakin, die immer für 14 Tage bei der Familie lebt. Im Wechsel mit einem männlichen Pfleger, der hier aber eine untergeordnete Rolle spielt.
Paulína ist eine echte Perle und wird schnell unentbehrlich in der Familie. Und aus anfänglicher Hilfsbereitschaft seitens Paulína wird dann ein Ausnutzen, denn Paulína wuppt das alles ja so wunderbar. Sie hat allerdings selbst ein Leben, eine Familie, die sie in der Slowakei zurücklassen musste. Danach fragt nur niemand. Ihr Kind ist krank? Egal, Hauptsache man kann den geplanten Wellnessurlaub durchziehen. Dann ein Scheinchen, dann passt das schon.
Und schließlich ist man ja befreundet, nicht wahr?
Das Buch legt den Finger in die Wunde - nein eigentlich sind es viele Wunden. Es beleuchtet primär den Pflegenotstand und was es mit den Pflegenden, die aus Osteuropa zu uns kommen, macht.
Es zeigt aber auch auf, wo die ganze Last, Mental Load und Mental Care liegt, nämlich bei den Frauen und damit, warum es überhaupt so weit kommen muss.
Die Männer im Leben der Frauen sind von Verantwortungslosigkeit und sorglos in den Tag hinein ihr eigenes Ding machen, gekennzeichnet.
Sowohl Klaras Mann, der eigentlich Zeit genug hätte, seinen Teil am Familienleben beizutragen, sich aber aushalten lässt und und die Selbstverwirklichungsschiene fährt als auch Paulínas Exmann, der sich nur gelegentlich um seine Kinder kümmert, nur dann, wenn es ihm passt. Völlig unabhängig davon, ob seine Exfrau gerade ihre "Zuhause-Wochen" hat und die Kinder auch sehen möchte. Auch die finanzielle Verantwortung lädt er komplett ab.
Ein Buch, das subtil und ohne Holzhammer die Machtverhältnisse deutlich macht. Das - obwohl der finale Paukenschlag gleich zu Beginn des Buches erfolgt - durchgehend fesselt und mich ratlos und nachdenklich zurücklässt.
Das alles in nur 192 Seiten - eine bemerkenswerte Leistung.
Rezensionen von Claudia R.:
zuhören und gehörtwerden
Hör mal, Hippo! von Gabriel Evans
Klappentext/Inhalt:
Billy ist traurig und würde gerne darüber sprechen. Aber sein bester Freund Hippo denkt, Billy brauche jetzt vor allem Ablenkung und Spaß. Sie könnten sich verkleiden oder eine Party feiern. Oder auf einem Piratenschiff die sieben Weltmeere unsicher machen. Oder vielleicht bringt ein Wettfliegen mit einem Zauber- teppich Billy auf andere Gedanken? Erst als der Junge es schafft, Hippo zu sagen, was er wirklich braucht, kann der ihm helfen – und ein echter Freund sein.
Eine einfühlsame, wunderschön und humorvoll illustrierte Bilderbuchgeschichte über die Kraft des Zuhörens und das große Glück, jemanden zu haben, der es tut. Billy hat Hippo und Hippo hat Billy – zwei Freunde, die man sofort ins Herz schließt.
Cover:
Das Cover zeigt ein fröhliches Nilpferd und einen kleinen Jungen dahinter. Das ganze ist in gelblichen Farbtönen umgesetzt. Optisch und farblich interessant gemacht und auf jeden Fall wird so das Interesse geweckt.
Meinung:
Billy ist traurig und Hippo möchte ihn gern ablenken und versucht alles um Billy auf andere Gedanken zu bringen und aufzumuntern, dabei braucht Billy etwas anderes, kommt aber einfach nicht zu Wort.
Zu viel vom Inhalt möchte ich hier noch nicht verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Geschichte ich gefühlvoll und liebevoll umgesetzt. Eine Erzählung über Zuhören und Gehörtwerden. Die Charaktere sind toll umgesetzt. Hippo möchte einfach nur helfen und merkt dabei gar nicht, was Billy möchte und bemerkt ihn nicht richtig. Billy möchte einfach nur reden und braucht jemanden zum Zuhören und der ihn in den Arm nimmt. Es ist einfach wichtig dazu sein und auch zu fühlen, was der andere vielleicht braucht und nicht was man selber für richtig erachtet.
Die Geschichte ist liebevoll und feinfühlig umgesetzt. Die kurzen Textabschnitte passen gut und auch das Text-Bild Verhältnis ist passend gewählt.
Die Illustrationen geben das Gelesene und die Situationen gut wieder und setzen es toll um. Die farbigen Illustrationen sind sehr schön gezeichnet und es macht Spaß diese zu Betrachten. Diese lockern das Ganze sehr gut auf und runden die Erzählung perfekt ab.
Die Geschichte ist toll umgesetzt und bringt auch die Botschaft gut und klar herüber. Dies zeigt, wie wichtig zuhören ist und das man manchmal einfach nur jemanden zum reden und zuhören braucht und der einen versteht und in den Arm nimmt.
Fazit:
Wichtige Geschichte übers Zuhören, Gehörtwerden und das Respektiren von Gefühlen anderer.
Rezensionen von nishi93:
Toller Abschluss
Kerze & Krähe von Kevin Hearne
Nachdem ich den Vorgängertitel "Papier und Blut" beendet hatte, war ich recht geknickt, dass die Geschichte offensichtlich nicht auserzählt war. Nun konnte ich mit Kerze und Krähe endlich erfahren, wie sich die Geschichte um Al Macbharrais auflöst.
Auch wenn einige Zeit zwischen Teil 2 und 3 vergangen ist, habe ich sehr schnell wieder in die Geschichte gefunden.
All die symphatischen Nebencharaktere waren wieder am Start und so ging es gleich fröhlich ans Werk.
Insgesamt hat mir die Story und die Auflösung sehr gut gefallen. Zwischendurch habe ich manchmal etwas den Faden vermisst, der alle Ereignisse miteinander verbindet. Die finale Auflösung, wie Al seine Flüche los wird, fand ich sogar irgendwie ein bisschen lahm.
Trotzdem ein super unterhaltsames Buch mit einem tollen Humor und einigen Anekdoten auf Mythen und Geschichten. Lesenswert!
Rezensionen von Sheilo:
Perfekt für alle Icebreaker-Fans
Body Check von Elle Kennedy
Hayden ist frustriert von ihrer Beziehung und hat daher eine Beziehungspause eingelegt. Dennoch möchte sie sich zur Ablenkung einen One-Night-Stand suchen. Klare Regeln sollen dafür sorgen, dass keine Missverständnisse entstehen. Nur hat Hayden nicht mit der Hartnäckigkeit von Brody gerechnet, der ausgerechnet noch ein professioneller Eishockeyspieler, also die Sorte Mann ist, mit denen Hayden am liebsten nichts zu tun hätte.
"Body Check" ist der erste Roman von Elle Kennedy, den ich gelesen habe und ich bin aufgrund des fantastischen Schreibstils einfach durchs Buch geflogen. Ich liebe die Dialoge zwischen Hayden und Brody und vor allem auch die Schlagfertigkeit von ihnen.
Hayden ist mit Eishockey aufgewachsen, da ihr Vater als erfolgreicher Trainer und späterer Teambesitzer kein Spiel verpasst hat. Was das für ein Kind bedeutet, hat er dabei nicht bedacht. Hayden sehnt sich nach einer Heimat und Geborgenheit, die sie so selbst nie kennengelernt hat. Und sie sucht daher auch keinen Partner, der selbst so viel Zeit mit Reisen verbringt.
Brody ist einfach ein richtig toller Mann und ich liebe es, wie er am Ball bleibt, wenn er etwas erreichen möchte. Er will selbst eigentlich das wilde Image eines Frauenheldes ablegen und sich eher eine Beziehung, als einen One-Night-Stand suchen. Aber von Hayden war er sofort begeistert, auch wenn er ihr erst beweisen muss, dass auch ein Eishockeyspieler sehr viel Rückhalt bieten kann. Doch ein Skandal bringt alles ins wanken...
Für mich sind sowohl Brody als auch Hayden sehr authentische Charakter, deren Gedanken und Gefühle ich sehr gut nachempfinden konnte. Die spicy Szenen zwischen ihnen passten sehr gut zur Handlung und neben den beiden gab es auch sehr interessante Nebencharakter mit Ecken und Kanten.
Für mich ist "Body Check" eine tolle Eishockey Romance, die sich locker leicht lesen lässt. Wer Icebreaker geliebt hat, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat meine Erwartungen nicht erfüllt
Hey guten Morgen, wie geht es dir? von Martina Hefter
Juno lebt mit ihrem kranken Ehemann Jupiter zusammen. Ihr Leben scheint sie nicht auszufüllen, nachts chattet sie mit sogenannten Lovescammern. Einer von ihnen, Benu, lässt sich auf eine längere Chatbeziehung ein, wohl wissend, dass Juno weiß, was er ist.
Ich hatte gewisse Erwartungen an den Roman, zum Beispiel dachte ich an eine humorvolle Erzählung, eine interessante Protagonistin und einen authentischen Pflegealltag.
Leider bekam ich all das nicht. Mit Juno wurde ich nicht warm. Man kann auch nicht behaupten, sie würde ihren Ehemann pflegen, Jupiter erledigt fast alles allein, was ihm nicht immer leicht fällt, mir tat er durchgehend einfach nur leid. Das Ehepaar lebt zudem eher nebeneinander her als miteinander. Ich habe selbst gepflegt und weiß, was das bedeutet.
Die Situation mit den Lovescammern hätte ich mir tatsächlich humorvoller vorgestellt, Juno erzählt diesen irgendwelche Geschichten über sich, die selbstverständlich nicht stimmen. Das hätte sehr (schwarz)humorig ausfallen können, ist es aber leider nicht, in meinen Augen sind die Chats, auch die mit Benu, eher banal. Ich konnte auch nicht so recht nachvollziehen, was sie sich von der „Beziehung“ zu Benu erwartete. Am Ende sind damit zwei Chancen verspielt worden, tiefer zu gehen, nämlich sowohl bezogen auf das Lovescammen als auch auf die Pflegesituation.
Etwas tiefergehend sind zwei andere Themen. Juno ist Tänzerin und Performancekünstlerin, das kommt im späteren Verlauf zum Tragen, wo man mehr erfährt über ihr Training und die Projekte, die sie verfolgt, während man zunächst eher das Gefühl hatte, Juno sitzt den ganzen Tag zu Hause und langweilt sich.
Außerdem hat Juno ein Faible für Tattoos. Obwohl das Geld kaum zum Leben reicht, lässt sie sich eines nach dem anderen stechen. Diese werden recht ausführlich beschrieben, und leiten den Roman sogar ein. Auch sonst scheint ihr Leben eher um sich selbst zu kreisen.
Manches in diesem Roman ist offensichtlich autobiografisch. So ist auch Martina Hefter Tänzerin und Performancekünstlerin und ihr Ehemann ist Autor und leidet an Multipler Sclerose. Nicht ganz nachvollziehen konnte ich die Namen der Charaktere, die alle aus dem Mythologischen entlehnt sind.
Meine Erwartungen waren groß, wurden aber nicht erfüllt. Leider kam mir auch die Protagonistin weder nahe noch war sie mir sympathisch, im Gegenteil. Die Geschichte empfand ich eher als banal.
Rezensionen von Claudia R.:
weniger ist mehr
Aquila von Ulrike Marten-Öchsner
Klappentext / Inhalt:
Die Medusas leben in Saus und Braus und haben von allem mehr als genug. Zu ihnen gehört auch Aquila, die in ihrem ganzen Spielzeug schon mal den Überblick verliert. Sie hat sich mit ihrer Freundin verabredet und kann sich nicht entscheiden welchen ihrer Schätze sie mitnehmen möchte und deshalb packt sie fast alles ein.
Beim Schwimmen kommt sie mit dem ganzen Krempel gar nicht vorwärts und verliert wertvolle Zeit - Zeit, in der sie spielen könnte. Nach dem Zusammentreffen mit Aquarius und Neptunia hat auch Aquila verstanden: Weniger ist mehr.
Cover:
Auf dem Cover ist ein Qualle und weitere Meeresbewohner erkennbar, wobei die Qualle eindeutig im Fokus steht. Optisch und farblich ist es passend und sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Aquilla hat ganz viele Spielsachen und als sie eine Freundin besuchen möchte kann sie sich nicht entscheiden, was sie mitnehmen soll. Weniger ist manchmal mehr ist die Botschaft dahinter und das ist auch wirklich wichtig und richtig.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist locker und gut verständlich. Die Charaktere und Situationen wurden gut beschrieben und sicherlich kennt man es auch, von sich selbst. Meist hat man von den meisten Dingen viel zu viel und nutzt es kaum bzw. kann sich nicht entscheiden. So wird bereits den Kleinsten beigebracht, dass nicht die menge entscheidend ist, sondern es auf andere Werte, auf gemeinsame zeit, Freundschaft und tolle Momente ankommt. Manchmal kann man eben mit weniger mehr erreichen und hat dann sich mehr davon.
Das Text-Bild Verhältnis ist gut gewählt und auch die Absätze je Seite haben eine angenehme und gute Länge.
Die bunten Illustrationen veranschaulichen das Ganze sehr gut und setzen es toll um. Die Bilder sind liebevoll gestaltet und auch sehr schön und detailreich gezeichnet.
Das iTüpfelchen fehlt mir jedoch und manchmal scheint der Zeigefinder hier doch ein wenig zu sehr erhoben. Die Idee und Botschaft dahinter ist toll und verständlich, jedoch ein bisschen zu sehr darauf fokussiert.
Fazit:
Tolles Kinderbuch mit der Botschaft weniger ist mehr.











