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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Überraschend anders

Die Schanze von Lars Menz

Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Freund in Hamburg zieht Ellen wieder in ihr Heimatdorf in den Bergen im Süden. Als Ärztin übernimmt sie dort die Praxis eines alten Hausarztes und ihre Schwester wohnt ebenfalls in dem Ort. Allerdings verbindet sie mit der alten Heimat auch schmerzhafte Erinnerungen an ihre Jugend.

Was genau damals vorgefallen ist, erfährt man zunächst bruchstückhaft nach dem Fund einer Leiche an der Skischanze. Dort hängt ein Mann mit einem Seil um den Hals. Ellen erkennt ihn und wecken alte Alpträume in ihr. Ein Selbstmord war es nicht, also kennt jemand Ellen und ihre Vergangenheit. Erkennt die Polizei einen Zusammenhang? Wenig später geschieht ein weiterer Mord und ein Bekannter, der ihr helfen wollte wird bei einem Unfall schwer verletzt. Nur langsam erinnert sie sich an weitere Details der schrecklichen Nacht in der Vergangenheit. Wer war der geheimnisvolle Dritte Mann?
Es dauert etwas bis dieses Buch Fahrt aufnimmt und man mitgerissen wird. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut eingeführt, wirken zum Teil aber etwas hölzern. Ein spannendes Buch mit einem dramatischen Ende. Ich bin gespannt auf weitere Bücher von Lars Menz.

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Rezensionen von Ecinev:

Zwigespalten

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

Der Möchtegern Autor Tommi hat sein Buch im Geise zwar fertig, in der Realität kaum mehr als einen Satz zu Papier gebracht. Aus chronischer Geldnot haust er in einem uralten Wohnmobil. Dazu gehört auch die ukrainische Putzfrau Svetlana die mit vielen Kommentaren zu Heiterkeit beiträgt. Bei einer gemeinsamen Fahrt stoßen sie im Wald auf ein kleines Mädchen und übergeben sie der Polizei.

Doch die Neugier packt die beiden Hobby Detektive und sie beginnen zu forschen wohin das Kind gehört.

Mit vielen aktuellen Bezügen zum Zeitgeschehen wird hier versucht ein Krimi zu konstruieren. Die Handlung gerät leider ziemlich in den Hintergrund und Tommi und Svetlana stolpern eher von einem Fettnäpfchen ins nächste. Der Schreibstil ist heiter, manchmal jedoch auch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Ich habe mit mit Begeisterung die Kluftinger Romane der Autoren Volker Klüpfel / Michael Kobr gelesen die ich herrlich amüsant finde. Leider konnte mich dieser Einzelroman nicht so überzeugen und ich warte lieber auf einen neuen Band der Allgäu Krimis.

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Rezensionen von Pearl:

Unfassbare Geschichte

Um jeden Preis von Hera Lind

Der neue Roman der Bestseller- Autorin geht wieder total unter die Haut, nicht nur das es sich um eine wahre Begebenheit handelt, die die Familie Groß als Zwangsarbeiter bei den Russen erleiden muss. Sie erleben die Hölle und man geht sehr menschenwürdig mit ihnen um, was einen doch sehr erschüttert.

Die harte Arbeit macht sie gesundheitlich kaputt, dabei der ständige Hunger der sie auszehrt. Man behandelt sie wie Tiere und sehr würdelos. Doch die Frauen der Familie die ohne Männer auskommen müssen, lassen sich trotz den unmenschlichen Behandlungen nicht unterkriegen. Immer wenn sie sich gerade etwas aufgebaut haben, wie zum Beispiel eine keine Hütte ein Brunnen, Nutztiere, werden sie an einem noch schimmern Ort in Sibirien verfrachtet. Die Kälte bis zu 50 Grad ist kaum zu ertragen, immer haben alle große Angst zu erfrieren und das interessiert die brutalen Russen überhaupt nicht.
Fazit:
Die Autorin hat wieder eine Geschichte ans Licht gebracht deren Handlung einen mitreißt und sprachlos macht. Der fesselnde Schreibstil lässt einen nur so über die Seiten fliegen. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

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Rezensionen von Ecinev:

Dunkle Vergangenheit

Kummersee von Iver Niklas Schwarz

Auf der Suche nach einem Endlager für den Atommüll kommt Lena in ihre alte Heimat Horlow im Kreis Dannenberg zurück. Als Polizistin soll sie und ihr Kollege für die Sicherheit eines Vermessungsteams sorgen. Doch Lena möchte sich auch ihrer Vergangenheit stellen, als neunjährige waren sie bei einem verbotenen See baden doch Tom ertrank auf mysteriöse Weise.

Lena war schwer traumatisier und sie und floh aus dem dunklen Ort so bald wie möglich.

Der Empfang des Teams wird von Protestaktionen begleitet und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Die Leute im Ort benehmen machen ihre Ablehnung deutlich. Einige Zeit später verschwindet einer der Vermesser und ruft erneut eine Hundertschaft an Einsatzkräften auf den Plan. Und was ist das, was eine alte Nachbarin Lena da erzählt? Lauert tatsächlich etwas böses in dem abgesperrten See?

Der Schreibstil ist sehr lebendig, die Personen, die Stimmung damals und heute werden gut eingefangen auch der historische Hintergrund. Allerdings ist der Verlauf der Geschichte etwas unglaubwürdig.

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Rezensionen von Ryria:

Inselausflug mit Schwächen

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann

Die Grundidee des Romans fand ich super: Auf 2 Zeitebenen wird die Familiengeschichte der 85-jährigen Bücherfrau Fenja erzählt. Wir begleiten ihre Mutter Lene im Jahre 1937, aber auch die Journalistin Anna in der Gegenwart, die ein Buch über Fenja schreiben will.
Hierbei hat mir gut gefallen, dass wir die Insel Sylt und Nordfriesland im Wandel der Zeiten erleben und auch die Auswirkungen des Antisemitismus und Krieges dort miterleben können.

Auch interessante Details zur Verlagsarbeit oder bekannten Schriftstellern finden sich immer wieder mal in der Geschichte.

Generell ist dies als Wohlfühlroman angelegt, was teilweise gut gelingt, teilweise jedoch auch etwas zu wünschen übrig lässt.
So sind die Beschreibungen der Landschaften, Tiere und generell des Insellebens wirklich schön und lassen Urlaubsstimmung aufkommen, manchmal fand ich die Menge jedoch etwas übertrieben. Es kam zwischendurch der Eindruck auf, als sollte der Text gestreckt werden mit zusätzlichen Beschreibungen, hier wäre weniger mehr gewesen.
Dafür ging es mir bei den Liebesgeschichten wiederum etwas zu schnell, ich konnte die plötzlichen starken Gefühle nicht so ganz nachvollziehen oder in dieser Sache mitfühlen.
Gut gelungen waren dagegen die familiären Gefühle und das Verhältnis von Eltern und Kindern, auch wenn ich manche Reaktionen nicht ganz einordnen konnte.

Ich hätte es besser gefunden, wenn man keine Dilogie aus der Geschichte gemacht hätte, so zieht sich die Erzählgeschwindigkeit doch immer wieder etwas. Auf interessante Abschnitte folgen Wiederholungen, vieles ist vorhersehbar und wirklich überrascht wird man dann auch nicht mehr. Auch gab es für meinen Geschmack zu viele Zufälle, die mit "Schicksal" erklärt wurden.
Die relevanten Teile fand ich grundsätzlich nicht schlecht, besonders die Erzählungen der Vergangenheit habe ich gerne gelesen, nur der Rest war mir dann doch etwas zu sehr in die Länge gezogen.

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Rezensionen von brauneye29:

Langatmig

Wo wir uns treffen von Anna Hope

Zum Inhalt:
Für fünf Tage kommen die Kinder des verstorbenen Philip Brooke auf dem Familienanwesen zusammen. Schon vor Jahre hatte Haupterbin Franny hier fie Führung übernommen und will due Ländereien renaturieren. Doch Milo hat andere Pläne und Isa kämpft gegen ihre inneren Dämonen und hat die Tochter der Geliebten von Philip zur Beerdigung eingeladen.

Meine Meinung:
Man spürt schnell, dass der Verstorbene eigentlich nur zu Franny eine einigermaßen gute Beziehung hat und zu den anderen Kindern eher nicht. Nun ist er gestorben und jedes der Kinder hat eigene Ideen, was mit dem Familienanwesen geschehen soll und kommen aber nicht zu einer gemeinsamen Lösung. Währenddessen kommen immer weitere Wahrheiten ans Licht, die es nicht einfacher machen. Gerade auch, wie die Familie ursprünglich zu Reichtum gekommen ist, macht alles nicht leichter. Das Buch ist einerseits sehr komplex, auf der anderer Seite aber auch sehr langatmig. Ich hatte mir irgendwie etwas anderes vorgestellt.
Fazit:
Langatmig

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Rezensionen von Petra:

Überleben ist nicht alles

Mit dir steht die Welt nicht still von Melissa Müller

Überlebt zu haben, ist nicht unbedingt ein gutes Gefühl. Die Schwere der Erinnerungen ist eine gewaltige Last für Nanne. Sie hat kein Vertrauen mehr zu den Menschen, zu sich selbst, einfach für nichts und niemanden. Die von anderen erwartete Dankbarkeit für ihr günstiges Schicksal kann sie nicht liefern.

Sie hat keine Gefühle mehr.. Als John sie zufälig trifft, ist er überzeugt seinem guten Schicksal begegnet zu sein. Er ist auch allein, auf dem Weg nach Brasilien in ein hoffentlich besseres Leben, als ein jüdischer junger Mann ohne rechten Glauben dessen Eltern gerade verstorben sind.
Da Nanne ihn nicht begleiten will, fährt er allein und schreibt ihr Briefe. Mit allen möglichen Beschreibungen, Themen wie gelesene Bücher, getroffene Menschen, Landschaften, egal, Hauptsache es entsteht ein Gespräch. Nanne öffnet sich etwas und die beiden heiraten, bekommen Kinder und er gibt Nanne Halt.
Dieses Buch ist kein Roman, es ist die Beschreibung des Ehepaars Nanette und John König. Dessen Familie der Autorin die Briefe und andere Erinnerungsstücke zur Verfügung gestellt haben. Nanette König hat als Zeitzeugin bis zu ihrer Demenzerkrankung vor vielen Menschen gesprochen immer begleitet von ihrem Mann der bei diesen Erinnerungen ihre Stütze war.
Dieses Buch beschreibt wie schrekklich Überleben sein kann, im Wissen das es nur Glück oder Zufall war das man nicht wie die Freundin Anne Frank ermordet wurde. Man sieht dadurch Zeitzeugen mit anderen Augen und ahnt etwas von der Belastung die sie auf sich nehmen um eine Wiederholung zu verhindern..
Störend an diesem Buch war, das es keine Chronologie gab,, es wurde willkürlich zwischen den Jahren agiert. Für das Verständnis wäre es einfacher gewesen wenn sich die Autorin an die Zeiten gehalten hätte.

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Rezensionen von Alo:

Bewegend

Der Bright-Side-Running-Club von Josie Lloyd

Jeder zweite Mensch in Deutschland erhält im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Auch Keira, die Protagonistin in Josie Lloyds "Der Bright-Side-Running-Club", erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist.

Was auf den ersten Blick durch sein fröhlich wirkendes Cover eher unbeschwert daherkommt, entpuppt sich als tief berührende, stellenweise erschütternde, aber auch sehr hoffnungsvolle Geschichte.

Der Leser begleitet Kira vom ersten Schockmoment bis hin zur Akzeptanz der Krankheit – und durch all die Höhen und Tiefen, die dieser Weg mit sich bringt.

Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Als jemand, der selbst chronisch krank ist, konnte ich mich in vielen Momenten wiederfinden und war oft sehr berührt. Tatsächlich hat mich das Buch so sehr zum Nachdenken gebracht, dass ich nach dem Lesen in eine kleine persönliche Krankheitskrise gerutscht bin, weil es so viel in mir angestoßen hat. Aber genau das zeigt, wie kraftvoll diese Geschichte ist.

Trotz der ernsten Thematik ist es kein reines "Krankheitsbuch". Vielmehr erzählt es von Liebe, vom Mut, vom Starksein und vom Leben selbst. Es macht Hoffnung, gibt Kraft und zeigt, dass man, auch mit einer schweren Diagnose, weiterleben, weitermachen und weiterlieben darf.

Ein kleiner Kritikpunkt ist vielleicht die Länge: Mit über 500 Seiten wirkt es stellenweise ein wenig ausgedehnt. Doch dank des angenehm leichten, lockeren Schreibstils und einer sehr gelungenen Nebenhandlung bleibt es dennoch fesselnd.

Fazit: Leseempfehlung! Berührend, ehrlich, schmerzhaft – aber gleichzeitig inspirierend, lebensbejahend und voller Herz. Wer ein Buch sucht, das unter die Haut geht und trotzdem Hoffnung schenkt, wird hier fündig. 4,5/5 Sterne

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Geheimnisse aus Vergangenheit und Gegenwart

Der Gott des Waldes von Liz Moore

Eine wohlhabende Familie, zwei vermisste Kinder, ein Feriencamp – das sind (zu vereinfacht gesagt) die Zutaten dieses Buches.

Krimi? Thriller? Komplexe Familiengeschichte? Sittengemälde?
Die Grenzen der einzelnen Genres verschwimmen und genau darin liegt für mich die Faszination dieses Buches, denn wenn man zu lesen beginnt, eröffnet sich einem eine ungewöhnlich spannende und vielschichtige Welt.

Dass sich dieses Buch so spannend liest, liegt aber auch am Stil der Autorin (und natürlich an der gelungenen Übersetzung von Cornelius Hartz): prägnant und psychologisch klug entwickelt sie Charaktere und Handlungen.
In wechselnden Perspektiven und Zeiten erzählt sie die Ereignisse von den 1950er Jahren bis 1975. Dies geschieht aber nicht verwirrend: eine Zeitleiste und die Kapitelüberschriften sorgen für Klarheit.

So puzzelt sich der Leser durch verschiedene Zeitebenen und Perspektiven, erhält immer wieder neue Informationen und Gewissheiten, die schon entstanden sind, werden nach 50 Seiten wieder in Frage gestellt oder gleich komplett verworfen. Erst mit der Zeit erkennt man die Zusammenhänge, die verschiedenen geheimen und offenen Verbindungen und entwirrt das Netz schmerzlich fataler Beziehungen.

Fazit: eine spannende und oft überraschende Geschichte, die fesselt – ich konnte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Wirklich empfehlenswert


PS. Warum es allerdings „Der Gott des Waldes“ heißt, ist mir auch nach der Lektüre von knapp 590 Seiten nicht wirklich klar.
Jeder hat halt so seine Schwächen ;-)

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Rezensionen von Lila:

Durchwachsen

Mickey und Arlo von Morgan Dick

Auf Mikey und Arlo war ich wirklich neugierig. Das Cover hat mir gut gefallen und auch der Klappentext klang vielversprechend. Die Idee, zwei sich unbekannte Halbschwestern in einer Therapiesituation aufeinandertreffen zu lassen, fand ich spannend und originell. Deshalb war meine Erwartung entsprechend hoch.

Leider wurde sie nicht erfüllt.

Ich hatte gehofft, tief in die Dynamik der Sitzungen einzutauchen, in denen sich die beiden Frauen langsam näherkommen, ohne zu wissen, was sie verbindet. Stattdessen plätscherte die Handlung oft vor sich hin. Die Enthüllung, dass sie verwandt sind, kam so beiläufig und ohne echte emotionale Reaktion, dass ich fast verwundert war, wie wenig daraus gemacht wurde. Für mich war das der entscheidende Moment der Geschichte – und der verpuffte völlig.

Dazu kamen viele Nebenhandlungen, die mich eher verwirrt haben. Manche Figuren wirkten wenig glaubwürdig, andere Entwicklungen sehr konstruiert. Auch die Stimmung im Buch war deutlich düsterer als erwartet. Es geht viel um Depression, Alkoholprobleme und Geldsorgen. Das ist natürlich ein ernstes Thema, aber es hat einfach nicht zu dem gepasst, was ich mir vom Buch erhofft hatte.

Ein paar Tage nach dem Lesen fällt mir ehrlich gesagt kaum noch etwas ein, was mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Das ist schade, denn aus der Grundidee hätte man wirklich viel machen können.

Der Schreibstil ist nicht schlecht, aber leider hat die Geschichte für mich einfach nicht funktioniert. Wer auf emotionale Tiefe und überraschende Wendungen hofft, wird hier eher enttäuscht.

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