Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sago:

Wilde Magie

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah

" 'Was bedrückt dich, Mazen?'....'Das Übliche', erwiderte Mazen. 'Dschinn, Schatten, Alpträume.'"

Was für eine herrliche Neuinterpretation der Geschichten um 1001 Nacht! Dabei ist die Story selbst eine ganz neue und originelle, aber Motive wie die 40 Räuber, die Wunderlampe und die Geschichtenerzählerin sind geschickt darin verwoben.

Loulie Al-Nazari ist bekannt als die Mitternachtshändlerin, denn sie verkauft magische Artefakte, die sie mit Hile des Dschinns Qadir aufspürt. Qadirs wahre Natur kennt nur Loulie, denn die Dschinn sind Gejagte. Ihr silbernes Blut lässt selbst in der Wüste Oasen erblühen.

Als Loulie vom Sultan gezwungen wird, ihm eine magische Lampe zu finden, werden sie und Qadir scheinbar vom Sultanssohn Omar, dem berüchtigten Dschinnjäger und Sternenstaubdieb, begleitet. Doch in Omars Körper steckt ein ganz anderer und das ist noch lange nicht die größte Enthüllung, die Loulie erwartet...

Was für ein einzigartiges Magiesystem, gesponnen um die Kräfte der legendären Dschinn, hat die Autorin da ersonnen! Nur auf den Einbau eines nonbinären Dschinn, dessen Neopronomen den Text an zum Glück nur wenigen Stellen fast zur Fremdsprache werden lassen, hätte ich gern verzichten können. Ansonsten hat mich einfach alles begeistert: der ebenso mysteriöse wie mürrische Qadir, die starke Loulie, Prinz Mazen, der ein Protagonist mit weichen Seiten sein darf, die farbenprächtige und fantasievolle Erzählung. Wie schön, dass das Buch ein Teil der Sandsea Chronicles ist. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Dann heißt es wieder: "Lass uns über Lügen und Wahrheiten sprechen und über die Geschichten, die sich dahinter verbergen."

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sago

Rezensionen von Katharina:

Süß

Body Check von Elle Kennedy

Mir hat Body Check von Elle Kennedy ganz gut gefallen, ich fand das Buch aber bei weitem nicht so gut wie die Off-Campus Reihe. Das in diesem Buch der Eishockey Sport wieder in den Vordergrund gerückt wird, war schön und macht immer wieder Spaß zu lesen. Die Liebesgeschichte war ganz süß, recht spicy, aber insgesamt zu oberflächlich.

Die Protagonisten, besonders Hayden, waren für mich teilweise etwas anstrengend, Brody fand ich da schon etwas sympathischer. Bei ihrer Beziehung fehlte es mir an Tiefgang. Ich mochte aber die Erzählweise aus beiden Perspektiven, obwohl der Schreibstil auch hier nicht so gut ist wie bei der Off-Campus Reihe, das Buch ist ja aber auch schon etwas älter. Trotzdem ist es eine nette New Adult Romanze für zwischendurch, unterhaltsam, etwas dramatisch und es liest sich schnell weg, weil es auch nicht besonders lang ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katharina

Rezensionen von Marie aus E.:

Mehr Familienroman als Architekturgeschichte

Die Allee von Florentine Anders

Das Buch ist ein Porträt des Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt. Auch wenn ich mit dem Namen zuerst nichts anfangen konnte, mit den Bauwerken schon: Berliner Fernsehturm, die Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee), das sagt mir etwas.

Es war spannend zu lesen, wie sich der ständig nach großer, nicht systemgefälliger Architektur strebende Henselmann in System der DDR behaupten konnte und wie sehr er sich dafür verbiegen musste.

Allerdings ist er mir - mit ständigen Affären, seinem Umgang mit seinen Kindern und seiner Frau und seinem Gehabe zutiefst unsympathisch geworden und auch gehörig auf die Nerven gegangen.

Das Buch beleuchtet auch die Sicht seiner Frau, die ebenfalls gerne Architektur-Karriere gemacht hätte, aber unter anderen durch ständige Geburten daran gehindert wurde. Ebenfalls viel Raum bekommt eine der Töchter, die mir sehr leid tat mit dem herrischen Vater und der vergrämten Mutter und die trotz vermeintlich perfekter Startbedingungen in einem für Kinder lieblosen Haus aufwachsen musste.

Insgesamt war es für mich (ohne ostdeutsche Vergangenheit) spannend, einen kleinen Einblick in das Leben als damaliger Promi mit all seinen Widrigkeiten zu bekommen und etwas über die Architektur zu erfahren.
Was mir allerdings viel zu viel Raum eingenommen hat, das war der Familienteil.
Generell hatte das Buch für mich Längen und ich war nicht immer voll bei der Sache.

Eingeschränkte Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von Ryria:

Zu Gast bei (Buch-)Freunden

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie von Akram El-Bahay

Adam arbeitet als Libronaut: In einem versteckten Buchladen empfängt er Buchreisende, die er als Reiseführer in ihre liebsten Klassiker begleitet. Doch wie man sich vorstellen kann, ist nichts so wie es scheint und die Wahrheit ziemlich gut versteckt.
Das ganze Konzept der Buchreisen fand ich von Anfang an sehr interessant und hat mich direkt in seinen Bann gezogen.

Wie genau funktioniert es, was sind die Bedingungen, welche Personen verfügen über die Kräfte dazu - unzählige Fragen, die teilweise recht schnell beantwortet wurden, teilweise aber noch für den zweiten Band offengeblieben sind.
Das Miträtseln hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, man erkundet zusammen mit Adam nicht nur die Buchwelten, sondern auch die Welt der Libronauten. Ich bin auch jetzt schon gespannt, ob manche meiner Theorien in Band 2 zutreffen werden!
Hier liegt vielleicht aber auch ein kleiner Schwachpunkt dieses Buchs: Es bleibt sehr viel offen mit vielen ungelösten Fragen, sodass es zwar ein gelunger Einstiegsband ist, aber eher schlecht alleine stehen sollte.

Im Laufe der Geschichte besucht man mehrere Buchklassiker, diese Reisen hab ich sehr genossen. Ohne die Titel verraten zu wollen gibt es eine gute, abwechslungsreiche Mischung, die besonders Spaß macht, wenn man die Geschichten selber schon mal gelesen hat oder zumindest grob kennt. Die Atmosphäre der verschiedenen Welten wurde passend eingefangen und man kann sich alles durch die Beschreibungen super vorstellen.
Aber auch die Darstellung unserer Welt wirkt rund und wird mit ein wenig Buchmagie noch verzaubert. Hierbei gibt es immer wieder kreative und auch lustige Details, die für manchen Lacher sorgen und alles noch authentischer erscheinen lassen.

Das Erzähltempo fand ich durchweg gelungen, es bleibt immer spannend und manchmal konnte ich gar nicht aufhören zu lesen.
Zu Hauptcharakter Adam hab ich jedoch noch keine sooo gute Bindung aufbauen können, an manchen Stellen konnte ich sein Verhalten nicht so ganz nachvollziehen. Auch die Libronauten sind noch auf Distanz, aber ich vermute, ihre Motivation und Hintergründe werden im nächsten Teil dann erläutert. Trotzdem gab es zwischendurch auch immer wieder mal schöne Interaktionen zwischen den verschiedenen Charakteren.
Insgesamt ein mitreißender Start in die Bücherwelten, der Lust auf die Fortsetzung macht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ryria

Rezensionen von Lena:

Fesselnde Fortsetzung

Aschesommer von Benjamin Cors

Jakob Krogh und Mila Weiss, Ermittler der Gruppe 4, werden aufgrund einer Todesanzeige zu einem Tatort gerufen. Obwohl es Hochsommer ist sind die zwei aufgefundenen Leichen tiefgefroren und stellen die Ermittler vor ein Rätsel. Die Drohung „Das Sterben hat begonnen“, welche sich bei den Leichen befindet, deutet darauf hin, dass Jakob und Mila wieder einem Serienmörder auf der Spur sind.

Können die beiden schnell genug ermitteln und weitere Todesfälle verhindern?

Nachdem ich bereits „Krähentage“, den ersten Teil der Thrillerreihe gelesen habe wusste ich, dass ich auch unbedingt „Aschesommer“ lesen muss und ich wurde nicht enttäuscht. Ab der ersten Seite war ich gefesselt von der Story und wurde durch Plot-Twists immer wieder überrascht. Jakob und Mila mit ihrem Team sind alle auf ihre Weise sympathisch und tolle Ermittler, es macht wirklich Spaß sie bei der Lösung des Kriminalfalls zu begleiten. Am liebsten hätte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand gelegt und es sofort fertig gelesen. Auch emotional wird einiges geboten und man lernt Jakob und Mila noch ein bisschen besser kennen. Ich finde, dass man den ersten Teil zwar nicht gelesen haben muss, es jedoch bei manchen Teilen der Geschichte bestimmt von Vorteil ist. Außerdem ist „Krähentage“ auch richtig spannend und liest sich mindestens genauso gut wie „Aschesommer“. Für mich ein solider, fesselnder Thriller, der abwechslungsreich und spannend ist. Ich hoffe, dass es auch noch einen dritten Teil geben wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lena

Rezensionen von anonym011:

Bodenständiger Reisebericht

Wilde Berge des Balkan von Antonia Schlosser; Katharina Kestler; Lisa Bartelmus; Anja Woertge

Eine gemütliche, wenn auch nicht wirklich ereignisreiche Reise über den High Scardus Trail durch die Alpen im Kosovo, Nordmazedonien und Albanien. Eine Wanderung durch die wunderschöne, einsame und fast unberührte Wildnis Europas.

Ich wünschte ich könnte den Bergfreundinnen volle Punktzahl geben, da sie mir im Laufe des Buchs sehr ans Herz gewachsen sind aber meine Liebe zu Reiseberichten und meine Erwartunge, an spektakuläre/abenteuerlustige Momente und Erzählungen, die nicht ganz erfüllt wurden, lassen es leider nicht ganz zu.

Am Ende muss ich sagen, habe ich das Lesen zwar sehr genossen, es war im Vergleich zu vielen anderen Reiseberichten aber nicht besonders spektakulär oder Ereignissreich. Der Mangel an Ereignisse und Abenteuer wird mit der Beschreibung der Gedanken, Freundschaften und Verletzungen der Autorinnen ausgeglichen. Mit einer guten Prise an Humor, die das Lesen sehr angenehm machen.

Es wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Autorinnen/Bergfreundinnen, erzählt jede von sich aus über Ihre Wehwechen, Schmerzen, Frustrationen und Altersbeschwerden. Grundsätzlich ist es toll, die Reise aus verschiedenen Sichten zu sehen, aber neben den Leidenswegen hätte ich mir ein bisschen mehr Inhalt über die traumhafte Landschaft, die Interaktion mit den Menschen in den Dörfern und die Erfahrungen der Vegetarierin gewünscht. Das ist es nämlich, was ich an Reiseberichten so toll finde, es geht ja meist nicht nur darum den Körper an die Grenzen zu bringen und möglichst schnell möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Die Erfahrungen und Abenteuer mit Menschen, Natur und anderen Kulturen sollten meiner Meinung nach an erster Stelle stehen und gefühlt war das leider etwas zweitranging, bzw garnicht wirklich vorhanden.
Allerdings wurde viel mit dem tollen Schreibstil wettgemacht. Das Buch liest sich sehr leicht und angenehm und es wurde auch mit humorvollen Kommentaren untermalt.

Was ich aber unglaublich verwirrend fand, ist das Kamerateam. Am Ende des Buches bin ich mir noch immer nicht sicher, ob es den ganzen oder nur einen Teil des weges dabei war? Die ersten Kapitel werden so erzählt, als wären es wirklich nur die drei Freundinnen, bis sich plötzlich der Satz einschleicht "Max, Paale und Luis von unserem Kamerateam entscheiden sich, den Forstweg in Richtung Tal entlangzulaufen"... Ja wo kommen die den her? waren die schon die ganze Zeit dabei? bleiben die jetzt? Hören wir noch mehr über die drei oder war das ein Fehler und ganz so einsam waren die drei nicht unterwegs, wie im restlichen Buch vorgegaukelt? Verwirrend...

Alles in allem ein gemütliches Buch, dass locker leicht zwischendurch zu lesen ist. Ein Reisebericht von ganz normalen Frauen, die diese Reise neben ihren Vollzeitjobs gemacht haben, ohne zuhause alles aufzugeben. Und da der Schreibstil toll ist, die Bergfreundinnen unglaublich sympatisch sind, vergebe ich für diesen sehr bodenständigen Reisebericht trotzdem 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von anonym011

Rezensionen von anonym011:

Brutal und Humorvoll

Blood of Hercules von Jasmine Mas

Durch einen Test wird zufällig herausgefunden, dass Alexis spartanisches Blut in sich hat und nicht menschlich ist. Sie muss sich nun monatelangen harten Prüfungen unterziehen, um in die spartanische Gesellschaft aufgenommen und unsterblich zu werden, den Unsterblichkeit muss man sich verdienen.

Ein tolles aber auch brutales und sehr intensives Setting erwartet Alexis und vor allem den Leser in der Arena, in der Feuerprobe und in der Menagerie.

Mit einem ganz tollen Twist am Ende! Das Buch ist aber auch die perfekte Mischung zwischen brutaler Achterbahfahrt der Gefühle und sehr humorvollen Szenen, die auch keinesfalls zu kurz kommen. Ich bin begeistert davon, wie die Autorin es geschafft hat, dass sogar ich bis zum Schluss nicht ganz sicher war, wer der männlichen Charaktere nun welche Gefühle für Alexis hegte und wem sie tatsächlich vertrauen kann und wem besser nicht.

Die Diagloge und Schreibweise der Autorin ist zum Teil sehr modern erinnert etwas an New Adult. Ich mag das sehr gerne und finde es passt sehr gut, da das Buch in der Zukunft spielt.

Nachdem mich die Leseprobe noch nicht überzeugt hatte, da sie Alexis kindheit nacherzählt hatte und doch etwas zäh zum Lesen war, hat mich das restliche Buch ab ca Seite 80 regelrecht weggehaut und überrascht, ich konnte es ab d nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mich fast schon süchtig gemacht. Fantastischer Schreibstil, unglaublich spannend und eine einzige Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich konnte sehr gut mit Alexis mitfühlen, sie ist ein ganz toller Charakter und hatte von anfang an etwas sehr starkes und vor allem geheimnissvolles an sich. Der Romantasy Teil ist nur ganz am Ende des Buches kurz vorhanden aber ich bin mir sicher, dass es diesbezüglich im nächsten Teil noch viiiiel mehr zu erwarten gibt. Und eine kleine spicy Kostprobe gab es ja bereits.

Wer Akademie-Settings mag und nicht vor brutalen Szenen zurückschreckt muss dieses Buch einfach lesen. Ein richtiger Page-Turner! Achtung, Schlafmangel vorprogrammiert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von anonym011

Rezensionen von anonym011:

So geht Romantasy

A City of Flames von Rina Vasquez

Eine fesselnde Geschichte einer wahren Kämpferin, die die Welt, wie sie sie bisher kennt hinterfragt und dabei ein Geheimnis ums andere aufdeckt.

Nara war mir von anfang an sympatisch, sie haet ihren eigenen Kopf, ist stark, unglaublich mutig und hinterfragt alles. Sie ging von der ersten Szene an ihren eigenen Weg.

Ein toller, geheimnisvoller Charakter. Vor allem wegen Nara freue ich mich auf die nachfolgenden Bücher, ich bin gespannt, welche Geheimnisse sie noch lüftet und was man noch über sie erfährt.
Das Buch beihaltet allgemein sehr viele geheimnisvolle Momente und Szenen, die das Buch sehr spannend machen und einen von Kapitel zu Kapitel fliegen lassen. Bereits bei dem Drachenangriff zu beginn, später bei den Fröschen und auch mit Tibith, merkt man, dass Nara etwas besonderes an sich hat. Etwas geheimnisvolles. Gleiches gilt auch für die Welt in der sie aufgewachsen ist, insbesondere für die Drachen-Gestaltwanderer. Wenngleich ich sagen muss die vielen verschiedenen Arten von Drachen und Monster und deren unterschiedlichen Fähigkeiten haben mich schnell den Überblick verlieren lassen. Weniger Gattungen hätten es für meinen Geschmack auch getan aber das ist nur ein kleines Detail. Der kuschelige Tibith ist mir aber gleich ans Herz gewachsen, da kann man ja nicht anders, als beim Lesen dahinzuschmelzen! Was für eine süsse Ergänzung!

Die Szenen und vorallem Dialoge mit Darius (und Goldie :) sind unglaublich unterhaltsam und humorvoll und waren mir unter anderem die liebsten Teile des Buches. Darius hat wie auch Nara einen sehr sympatischen und humorvollen Charakter und ohne zu Spoilern, finde ich seinen Teil der Geschichte mitunter am Besten!

Fazit: ich habe das Lesen unglaublich genossen. Es war die perfekte Mischung aus Spannung, Geheimnisse, tolles Worldbuilding und eine gute Prise Romantik, bei der ich sehr auf die nächsten Teile gespannt bin. Wobei die Romantik aber eher nebenher läuft und nicht Hauptteil ist. Ich bin aber gespannt, wie es sich in den nächsten Büchern noch entwickelt. Ich kann das Buch jedem Fan von Fantasy/Romantasy empfehlen! Für mich war das Lesen ein Vergnügen und ich freue mich schon auf die weiteren Bände!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von anonym011

Rezensionen von Lilli33:

Thriller mit Mehrwert

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Thriller mit Mehrwert

Inhalt:
Als ihr Leben in Deutschland aus den Fugen gerät, flüchtet die deutsch-italienische Architektin Tilda nach Sardinien. In einem verlassenen Geisterdorf kauft sie eine alte Villa, um sie zu renovieren. Doch anscheinend ist das Dorf gar nicht so verlassen, wie alle annehmen.

Dass mit Tildas Haus ein großes Geheimnis verknüpft ist, wird bald klar. Doch was es damit wirklich auf sich hat, weiß wohl nur der alte Silvio - und der schweigt beharrlich. Es geschehen seltsame Dinge. Als Tildas Bruder Nino sie besucht und plötzlich spurlos verschwindet, macht sich Tilda auf die Suche nach ihm und erfährt dabei Ungeheuerliches.

Meine Meinung:
Ich mag Romane, in denen wie hier die Handlung in der Gegenwart durch Rückblenden in die Vergangenheit komplettiert wird. Dabei fand ich die gegenwärtigen Ereignisse zunächst gar nicht so spannend. Die Geschichte brauchte für meinen Geschmack ein wenig zu lang, um richtig in Schwung zu kommen. Doch als es dann so weit war, musste ich das Buch in einem Rutsch beenden, weil es mich dermaßen fesselte.

Vor allem die Handlung in der Vergangenheit - im Jahr 1982 - fand ich sehr bewegend und spannend. Was damals geschah, wird intensiv und hautnah erzählt und damit Verbrechen aufgedeckt, die in Italien alltäglich waren. Vera Buck verknüpft gekonnt Fiktion mit Fakten, was das Geschehen umso bedrückender macht. Die Charaktere sind allesamt gut vorstellbar und tiefgründig.

Ich habe dieses Werk als Hörbuch gehört, wobei die Sprecher*innen ihre Sache wirklich gut machen. Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner, Julian Mehne, Jeremias Koschorz und Lydia Herms leihen den verschiedenen Figuren ihre Stimmen. Jede*r von ihnen liest deutlich und gut betont und der jeweiligen Atmosphäre entsprechend. So macht es Spaß, sich dieses bewegende Buch, das Thriller und Familiendrama in einem ist, vorlesen zu lassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von lectrice:

Geisterdorf?

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Die Architektin Tilda kauft für nur einen Euro ein altes Haus auf Sardinien - ein Traum, denkt sie sich. Aber dann wird es eher albtraumhaft.
Eigentlich sollte das Dorf verlassen sein und niemand mehr dort leben, aber dann läuten die Kirchenglocken und es war auch jemand im Haus. Vera Buck schafft es ganz subtil, die Spannung immer mehr aufzubauen und meine Fragen wurden immer mehr, was hinter der ganzen Sache wohl stecken könnte.

Aber war es wirklich der alte Silvio oder seine Pflegerin? Und was weiß Enzo, der Journalist? Und wohin ist Tildas Bruder verschwunden?
Jede Menge Hypothesen und falsche Spuren, ich hatte immer wieder neue Ideen, was wohl dahinterstecken könnte. Unglaublich fesselnd geschrieben, sehr komplex - im positiven Sinne - und dabei so authentisch.
Und dann überrascht die Auflösung am Ende wieder total und erscheint im Nachhinein so logisch, aber darauf wäre ich nie gekommen.
Typisch Vera Buck, die es immer wieder schafft, mich zu überraschen und natürlich mir tolle Lesestunden zu verschaffen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lectrice