Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PeLi:
Einfühlsame Mutmach-Geschichte für Kinder ab 8 Jahren
Schisser und ich 1 von Frank Schmeißer
„Schisser und ich“ erzählt auf einfühlsame Weise von Jakob, einem zehnjährigen Jungen, der mit seiner Familie aus der Stadt ins ländliche Feuerviertel zieht. Dort gibt es viel Natur, wenig Autos und vor allem: die geheimnisvolle Phönix-Bande, in die Jakob unbedingt aufgenommen werden möchte.
Doch dafür müsste er eine Mutprobe bestehen – und genau da liegt das Problem, denn Jakob ist ängstlich und traut sich vieles nicht zu.
Zum Glück hat er immer seinen Stoffhasen dabei, den er „Schisser“ nennt – ein treuer Begleiter, den er von seiner Psychologin bekommen hat, um ihm in schwierigen Situationen beizustehen. Mit Schisser an seiner Seite schafft es Jakob nach und nach, über sich hinauszuwachsen.
Die Geschichte ist spannend und zugleich sehr berührend, besonders als Jakob und die Bande entdecken, dass im Nachbargarten Hühner schlecht behandelt werden – und gemeinsam einen Plan schmieden, um sie zu retten.
Die Illustrationen im Comicstil lockern die Geschichte auf, auch wenn sie mich persönlich nicht völlig überzeugt haben – sie passen aber gut zur Geschichte.
Ein schönes Leseabenteuer für Kinder ab 8 Jahren, das zeigt, dass man auch mit Angst mutig sein kann – und dass wahre Freundschaft dabei hilft, über sich hinauszuwachsen.
Rezensionen von milli2:
Hilfreich
Du bist viel mehr als deine Gefühle von Jeannine Mik
Das Cover des Buches sieht schön aus und passt gut zum Thema, das hilft, mit Gefühlen besser umzugehen. Jeannine Mik erklärt, wie man mit starken Gefühlen besser zurechtkommt und bietet viele Übungen, die man ausprobieren kann.
Die Übungen sind hilfreich, aber auch nicht ganz einfach. Man muss sich wirklich die Zeit nehmen, um sie regelmäßig zu machen.
Das kann manchmal anstrengend sein.
Ein Nachteil ist, dass einige der Tipps eher allgemein sind und nicht immer auf alle beziehungsweise spezielle Probleme eingehen. Also, wer große Schwierigkeiten mit seinen Gefühlen hat, braucht vielleicht noch zusätzlich Hilfe.
Aber insgesamt ist es ein nützliches Buch für alle, die lernen wollen, ihre Gefühle besser zu verstehen und damit besser umzugehen. Es hilft, bei Stress und schwierigen Gefühlen, auch wenn es nicht alle Probleme lösen kann.
Rezensionen von MaMaMia :
Ein Buch für mehrere Generationen
Der kleine Maulwurf als Maler von Zdenek Miler; Simone Nettingsmeier
Das Buch "Der kleine Maulwurf als Maler" ist im Carlsen Verlag erschienen und umfasst 40 Seiten. Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 3 Jahren.
Der kleine Maulwurf hat mich in meiner eigenen Kindheit schon begleitet und ich habe ihn damals schon geliebt. Klar, dass der kleine Maulwurf auch die Kindheit meiner Kids bereichern darf! Das Buch ist kindgerecht geschrieben, die Texte sind gut und leicht zu verstehen und nicht zu lang.
Die Illustrationen gefallen mir ganz besonders gut, weil sie was fast schon "Nostalgisches" haben. Sie stechen aus der Masse der "modernen", neuen Kinderbücher einfach raus und wirken wie aus meiner Kindheit. Meinen Jungs gefällt der kleine Maulwurf auch sehr gut und so haben hier mindestens zwei, manchmal sogar drei Generationen Freude an dem Buch!
Wir mögen das Buch sehr gern und empfehlen es daher gern weiter!
Rezensionen von begine:
Traumatische Erinnerungen
Die unsichtbare Hand von Julie Clark
Die unsichtbare Hand, ist ein gutes Werk der Schriftstellerin Julie Clark.
Mit gefühlvollem Stil zeigt sie, das dramatische Geschehnisse in der Jugend, die Person traumatisiert wird. Solch ein Trauma wird von Eltern an ihre Kinder weiter zu geben.
Die Autorin hat drei Erzähler geschaffen. Einmal erzählt Olivia, dann Vincent und Poppiy.
Poppy und ihr Bruder Danny werden als Jugendliche ermordet und Vincent war verdächtig. Dieses Geschehen hat ihn geprägt. Er ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Seine Tochter ist Ghostwriterin , hat ihren Vater lange nicht gesehen. Jetzt soll sie sein Buch zu Ende schreiben.
Der Vater ist krank und kann sich oft nicht erinnern.
Olivia konfrontiert ihn trotzdem immer wieder mit der Vergangenheit. Sie möchte herausfinden, ob Vincent schuldig ist. Diese Zeit mit ihrem Vater wird aber auch von schönen Erinnerungen geleitet. Da gab es immer wieder interessante Suchspiele.
Als sie dann Poppys Tagebuch findet, lernt sie die Geschwister gut kennen.
Die Autorin hat das sehr spinnend beschrieben. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, so hat es mich gefesselt.
Rezensionen von MaMaMia :
Ein wirklich gelungenes Buch
Der Vergessenstag von Madlen Ottenschläger
Das Buch "Der Vergessenstag" mit Texten von Madlen Ottenschläger und Illustrationen von Sandy Thißen ist im Carlsen Verlag erschienen und umfasst 24 Seiten. Empfohlen wird das Pappbuch für Kinder ab 2 Jahren.
In der Geschichte geht es um Karli und seine Familie, die bei Oma zum Sommerfest eingeladen sind.
Als die Familie aufbrechen will bzw. schon unterwegs ist, fällt einem nach dem anderen Familienmitglied ein, was es Daheim vergessen hat. Der vergessene Gegenstand wird geholt und dabei noch zusätzlich was Nützliches mitgenommen. Sie nehmen es ganz gelassen, machen das Beste aus der Situation und so meistern sie den manchmal etwas chaotischen Familien-Alltag trotzdem super! Manchmal vergisst man halt etwas, aber das ist halt einfach menschlich und nicht schlimm. Diese Einstellung, die das Buch da vermittelt, gefällt mir sehr gut.
Die Texte sind in kurzen, kindgerechten, gut verständlichen Reimen gehalten und machen einfach Spaß zu lesen und zu hören.
Die Illustrationen sind richtig ansprechend bunt und schön gestaltet. Es gibt jede Menge Gegenstände und Details zu Entdecken und zu Benennen. Daher ist das Buch auch einfach perfekt zum Aufbau und zur Erweiterung des Wortschatzes und ganz nebenbei werden Konzentration und Geduld geübt!
Für meinen Geschmack ist das Buch einfach ein tolles Gesamtpaket! Sehr gelungen und empfehlenswert!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Feuer in einer heißem Sommernacht
Salzkammerglut von Dagmar Hager
In diesem dritten Salzkammergut-Krimi von Dagmar Hager geht es heiß zu. Nicht nur, weil die Feiern rund um den Geburtstag von Kaiser Franz Joseph mitten in den hochsommerlichen August fallen, sondern weil auf der Rettenbach-Alm eine Almhütte in Flammen aufgeht. In den verkohlten Überresten findet man eine männliche Leiche, die sich als Regus Dorninger herausstellt sowie etwas von der Hütter entfernt, seine schwerverletzte Frau Charly.
Dorninger hat sich als Immobilienhai jede Menge Feinde gemacht, weshalb Chefinspektor Ben Achleitner vom LKA Oberösterreich eine lange Liste von Verdächtigen hat. Unterstützt wird er dabei von der örtlichen Ärztin Marie Giesinger sowie von seinem Kollegen Peter Neumüller.
Der Fall wird ziemlich komplex, als wenig später Charly abermals attackiert wird und zwei mögliche Täter tot aufgefunden werden.
Die Rolle, die Charly Dorninger in diesem Kriminalfall spielt, wird von Kapitel zu Kapitel undurchsichtiger. Hat sie ihren Mann ermordet und die Überfälle auf sich selbst fingiert?
Meine Meinung:
Dieser dritte Krimi rund um Ben Achleitner und Marie Giesinger ist ziemlich komplex, was mir sehr gut gefällt. Die Handlung besticht durch zahlreiche unerwartete Wendungen und den unaufgeregten Erzählstil. Ein bisserl ermüdend ist einerseits das kalt-warme Gefühlschaos, in dem sich Marie und Ben befinden sowie die Frauen rund um die Ärztin, die häufig mit ihren Halbwahrheiten die Aufklärung behindern. Ich finde es interessant, dass hier zwei beruflich wirklich toughe Personen es nicht schaffen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Dabei hätten beide Zugang zu professionelle Hilfe.
Geschickt sind Land und Leute rund um Bad Ischl in den Krimi eingewoben. Als Leser darf man über Bemühungen des Tourismusbüros, den Geburtstag des Kaisers mit mehr oder weniger gut gelungenen Doppelgängern zu begehen, ein wenig schmunzeln. Die Konditorei Zauner und ihre süßen Köstlichkeiten dürfen auch nicht fehlen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat, 5 Sterne.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Dunkelheit versus Lichtverschmutzung - lesenswert
Dunkelheit von Lisa-Viktoria Niederberger
Mit der Dunkelheit verbinden wir oft Gefahr und Angst. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch Schönheit, wenn wir an den mit Sternen bedeckten Nachthimmel denken.
Das Buch „Dunkelheit“ von Lisa-Viktoria Niederberger ist als Essay-Band eine umfassend angelegte Erzählung zur Schwärze der Nacht und gleichzeitig ein Plädoyer für ein zurückdrängen der übermäßigen Ausleuchtung.
Es ist überaus lesenswert.
Sie spricht damit Naturschützern und Astronomen aus der Seele. Zuviel künstliches Licht wirkt sich negativ auf den Menschen aus und raubt ihm den Schlaf. Die übermäßige, fehlgeleitete oder störende künstliche Beleuchtung bei Nacht wird „Lichtverschmutzung“ genannt. Sie verursacht das Verschwinden des Sternenhimmels, stört den Tag-Nacht-Rhythmus bei Menschen und Tieren, beeinträchtigt Ökosysteme und ist nicht zuletzt eine immense Geld- und Energieverschwendung. Braucht es die Beleuchtung unserer Straßen und von Schaufenstern die ganze Nacht hindurch? Ist die Beleuchtung von Wiesen und Gärten wirklich notwendig? All diesen Fragen geht die Autorin nach.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein komplexer Polit-Thriller
Echokammer von Ingar Johnsrud
Dieser erste Teil einer Thriller-Trilogie spielt wenige Wochen vor der norwegischen Parlamentswahl. Es scheint Einflussnahmen auf den Urnengang zu geben. Von welcher Seite ist nicht ganz klar, weshalb die beiden Mitarbeiter der Anti-Terror-Einheit Staatsschutz, Martin Tong und Lieselott Benjamin, ermitteln.
Sie bewegen sich in einem komplexen Geflecht aus Rechtsextremismus, Machtmissbrauch, Wahlmanipulation und Terrorismus.
Als dann ein zunächst unbekannter Autofahrer bei einen Zusammenstoß mit einem Elch, getötet wird, ergibt sich ein vager Verdacht eines Zusammenhanges mit einem jungen Paar, das plötzlich spurlos verschwunden ist und auf dessen Bauernhof Zutaten für einen Anschlag mit dem Nervengift Rizin gefunden wird.
In einem weiteren Handlungsstrang können wir der Spitzenkandidatin der Arbeiterpartei, der jedes - auch kriminelle - Mittel recht ist, ihre Partei wieder an die Macht zu bringen, über die Schulter sehen. Jens Meidell gerät in dieses Geflecht von Machtmissbrauch und Intrigen. Er muss sich fragen, wie weit kann oder muss er selbst gehen, um seine eigenen dunklen Geheimnisse zu bewahren.
Meine Meinung:
Dieser Thriller beschäftigt sich mit brandaktuellen Themen, die, wenn man sich mit der politischen SItuation in Norwegen nicht auskennt, ziemlich verwirrend wirken. Rechtsextremismus, Machtmissbrauch, Wahlmanipulation und Terrorismus, alles Themen, die an Aktualität kaum zu überbieten sind. Die Handlung selbst, die rund 35 Tage vor dem Urnengang einsetzt, ist einerseits fesselnd, hemmt aber andererseits ob der Fülle der Details aus der norwegischen Innenpolitik, den Lesefluss.
Die einzelnen Kapitel werden mit dem Countdown zur Parlamentswahl eingeleitet. Ein gutes Stilmittel, die Spannung hinauf zu lizitieren. Außerdem erfährt man, wo in Norwegen sich die Protagonisten gerade aufhalten. Diese Angeben helfen, bei dem oftmaligen Perspektivenwechsel die Orientierung nicht zu verlieren.
Es gibt zahlreiche Anspielungen auf die Politik außerhalb Norwegens. Das Buch ist 2023 in Norwegen erschienen, weshalb es die aktuellen politischen Verhältnisse wie Trump keine Rolle spielen. Das ist ein wenig irritierend, da der verhaltensauffällige Präsident der USA die Medien wie kein anderer dominiert. Man muss sich beim Lesen, den Erscheinungstermin des Buches immer vor Augen halten. Da ist es natürlich blöd, dass die deutsche Übersetzung erst im März 2025 erschienen ist. Eine Anmerkung dazu in einem Vorwort wäre hier hilfreich gewesen.
Fazit:
Ein komplexer Thriller, dem ich gerne 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde, gebe.
Rezensionen von S.:
Kinderwunsch
Hello Baby von Kim Eui-kyung
Sachlich und dadurch umso mitnehmender wird berichtet, was Frauen auf sich nehmen, um ein Kind zu bekommen. Der Roman ist in Korea angesiedelt, jedoch gibt es unerfüllte Kinderwünsche in vielen Ländern. Die Rede ist von ausgesprochen schmerzhaften medizinischen Behandlungen, von Fehlversuchen, geplatzten Träumen, aberwitzigen Ideen und immer weiteren Anstrengungen, doch noch das ersehnte Babyglück zu erlangen.
Oft ist es der eigene Wunsch oder, bei uns weniger oft, der Wunsch der autoritären Schwiegereltern. Unglaublich, was die Frauen auf sich nehmen, unter welchem Druck sie zudem stehen. Egal, ob selbst auferlegt oder von anderen gedrängt.
Kim Eui-kyung lässt die Frauen selbst zu Wort kommen. Sie beschreiben sehr gut vorstellbar ihre Sorgen, Gefühle und Gedanken. Es wird gelästert - klar, ein Ventil in Stresssituationen ist immer hilfreich. Aber auch Meinungen von Kollegen oder Bekannten fließen ein. Das allerdings ist nicht immer sinnvoll oder mutmachend.
Die Autorin lässt eine Ahnung sowohl vom körperlichen als auch emotionalen Druck aufkommen. Solche Situationen zu erleben, wünscht man Keinem. Ein Plädoyer um Verständnis für betroffene Frauen.
Rezensionen von Sago:
Wilde Magie
Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah
" 'Was bedrückt dich, Mazen?'....'Das Übliche', erwiderte Mazen. 'Dschinn, Schatten, Alpträume.'"
Was für eine herrliche Neuinterpretation der Geschichten um 1001 Nacht! Dabei ist die Story selbst eine ganz neue und originelle, aber Motive wie die 40 Räuber, die Wunderlampe und die Geschichtenerzählerin sind geschickt darin verwoben.
Loulie Al-Nazari ist bekannt als die Mitternachtshändlerin, denn sie verkauft magische Artefakte, die sie mit Hile des Dschinns Qadir aufspürt. Qadirs wahre Natur kennt nur Loulie, denn die Dschinn sind Gejagte. Ihr silbernes Blut lässt selbst in der Wüste Oasen erblühen.
Als Loulie vom Sultan gezwungen wird, ihm eine magische Lampe zu finden, werden sie und Qadir scheinbar vom Sultanssohn Omar, dem berüchtigten Dschinnjäger und Sternenstaubdieb, begleitet. Doch in Omars Körper steckt ein ganz anderer und das ist noch lange nicht die größte Enthüllung, die Loulie erwartet...
Was für ein einzigartiges Magiesystem, gesponnen um die Kräfte der legendären Dschinn, hat die Autorin da ersonnen! Nur auf den Einbau eines nonbinären Dschinn, dessen Neopronomen den Text an zum Glück nur wenigen Stellen fast zur Fremdsprache werden lassen, hätte ich gern verzichten können. Ansonsten hat mich einfach alles begeistert: der ebenso mysteriöse wie mürrische Qadir, die starke Loulie, Prinz Mazen, der ein Protagonist mit weichen Seiten sein darf, die farbenprächtige und fantasievolle Erzählung. Wie schön, dass das Buch ein Teil der Sandsea Chronicles ist. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Dann heißt es wieder: "Lass uns über Lügen und Wahrheiten sprechen und über die Geschichten, die sich dahinter verbergen."











