Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia H.:
Think positive
Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset von Tine Dreyer
Worum es geht:
Die 48-jährige Liv, Hausfrau, Ehefrau, Mutter und Schwiegertochter, steht weiterhin völlig unter Strom. Zunächst dachte sie, sie hätte alle Katastrophen hinter sich gelassen, da kommen neue Aufgaben auf sie zu. Und wieder gibt es nur einen Ausweg, um aus der Misere wieder herauszukommen.
Weiter Morde. Und dann wieder die gleiche Frage, wohin mit den Leichen?
Mein Fazit:
Ich habe bereits den ersten Teil der Reihe Morden in der Menopause gelesen und ich habe mich köstlich amüsiert. Meiner Ansicht nach sollte der erste Teil auch unbedingt vor dem 2. Teil gelesen werden. Auch bei diesem Buch habe ich wieder herzhaft gelacht. Die Story strotzt nur so von einer Art der Satire, die ich total gerne mag. Das Buch ist flüssig zu lesen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Allerdings muss ich auch zugeben, dass der 2. Teil nicht ganz an den ersten Teil herankommt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Kenner des 1. Teils und ich vergebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von Sonne89:
Baut Spannung auf
Reset von Peter Grandl
„Reset“ zeigt uns unterschiedliche Personen in verschiedenen Lebenssituationen, die überall auf der Welt verteilt mit den Gefahren der heutigen Technologien konfrontiert werden.
Künstliche Intelligenz, Deep Fake und Fake News können dabei zu sehr gefährlichen Situationen und einschneidenden Erlebnissen führen.
Der Thriller ist sehr aktuell am Zeitgeschehen und greift auch die politische Lage auf.
Der Schreibstil baut sehr viel Spannung auf, da die Erzählperspektive immer wieder zu einem anderen Schauplatz wechselt und es dabei ab und an zu Cliffhangern kommt. Allerdings fand ich es auch gewöhnungsbedürftig, dass so viele Personen überall auf der Welt (die nichts miteinander zu tun haben) integriert wurden und man sich daher immer wieder neu einlesen muss. Nach der Einführung wird der Erzählstrang von einzelnen Personen aber fortgeführt.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Eindrucksvoll
Eine Welt nur für uns von Claire Deya
Nachkriegsromane, die die Auswirkungen auf Bevölkerung und gesellschaftliches Leben betrachten gibt es ja inzwischen viele. Hier haben mich vor allem das Setting und die Rahmengeschichte um die Minenräumer neugierig gemacht, weil das für mich ein ganz neuer Aspekt dieser Zeit war.
Die Geschichte wird sehr eindrücklich geschildert und was mir hier besonders gut gefallen hat waren die verschiedenen Perspektiven aus denen die Szenerie beleuchtet wird.
So bekommt auch der Kriegsgefangene und Deutsche Lukas eine Stimme, die deportierte Jüdin Saskia, die Heimkehrt in die Vergessenheit der eigenen Existenz und viele andere die direkt oder indirekte mit dem Krieg in Frankreich in Berührung kamen. Diese Art des Erzählens habe ich so noch in keinem anderen Buch gesehen. Ich habe tatsächlich mit all diesen Einzelschicksalen mitgefiebert, so unterschiedlich sie auch sein mochten. Diese Geschichte zeigt gut, dass nicht alles nur schwarz und weiß war.
Es ist eine Geschichte von Neuanfängen, vom Verzeihen und Nachvornsehen, von alten Lieben und neuen, sanften Banden, die zwischen den Figuren, die so schicksalhaft zusammengeführt werden, geknüpft wurden. Es ist eine schöne Erzählung, teils getrieben und doch auch im Augenblick verankert vor der großen Aufgabe die Schatten des Krieges zu beseitigen.
Es werden verschiedene Gesellschaftsschichten und Schicksale betrachtet und die Geschichte ist wunderbar nahbar, mit emotionaler Tiefe erzählt. Hat mir richtig gut gefallen.
Rezensionen von Island :
Nichts ist mehr, wie es war
Maikäferjahre von Sarah Höflich
Bei diesem historischen Roman hat mich der Titel direkt neugierig gemacht, weil ich mir noch nicht vorstellen konnte, worum genau es in dem Roman geht. Die Covergestaltung ist ebenfalls eher schlicht gehalten, aber der Titel recht auffällig.
Die Handlung beginnt im Jahr 1945 gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.
Anni und Tristan sind Zwillingsgeschwister, beide noch nicht lange volljährig. Anni ist schwanger, ihr Mann Fritz als Soldat an der Front. Tristan ist Kampfjetpilot. Er stürzt über englischen Gewässern ab und gerät in Kriegsgefangenschaft, wo ihn die britische Krankenschwester Rosalie mit viel Einsatz pflegt. Anni erlebt unterdessen mit ihrer neugeborenen Tochter die Bombardierung Dresdens und hat danach so gut wie alles verloren. Mit dem halbjüdischen Geigen-Genie begibt sie sich auf die Flucht aus der Stadt und im Anschluss auch vor den vorrückenden Russen.
Ich empfand die Geschichte als sehr fesselnd. Durch die wechselnden Erzählperspektiven, zwischen dem, was Tristan erlebt und Annis Perspektive, wird Spannung erzeugt. Die Erlebnisse der beiden Geschwister werden ungeschönt und authentisch beschrieben, die historischen Bezüge wirken gut recherchiert. Die verschiedenen Charaktere sind überzeugend ausgestaltet und sowohl Anni, als auch Tristan, Adam und Rosalie waren mir sehr sympathisch und ich habe mit ihnen gefiebert und gelitten. Trotz der großen Feindseligkeit, die Tristan in England und auch Adam immer wieder begegnen, bleibt dennoch auch immer wieder etwas Platz für hoffnungsvolle Momente und Menschen, die ein Lichtblick sind. Der Schreibstil der Autorin war dabei sehr anschaulich und gut lesbar. Gerne würde ich noch mehr von ihr lesen.
Rezensionen von Island :
Orientierungslos
Halbinsel von Kristine Bilkau
Das Cover von Kristine Bilkaus Roman lässt bereits erahnen, dass es eher ein Buch der ruhigen Töne ist. Auf der titelgebenden Halbinsel in Nordfriesland steht das Haus von Annett. Sie ist Ende 40 und arbeitet als Bibliothekar. Als ihre gemeinsame Tochter Linn drei Jahre alt war, starb ihr Mann Johan an einer Herzmuskelentzündung.
Nun ist Linn seit kurzem mit dem Studium fertig und bricht bei einem Vortrag zusammen. Sie zieht sich daraufhin in ihr Elternhaus zurück, kündigt Job und Wohnung in Berlin, lässt ihre besorgte Mutter aber nicht so richtig an sich heran. Und auch Annett muss sich klar werden, wie ihr eigenes Leben weitergehen soll, ob sie das Haus behalten und weiterhin nur interessante Stellenanzeigen lesen möchte, ob sie irgendwann noch einmal bereit für eine Partnerschaft ist.
Kristine Bilkau ist es gelungen, ein sehr feines Bild ihrer beiden Protagonistinnen zu zeichnen. Trotz aller Unterschiede konnte ich mich gut in sie und ihre jeweilige Situation hineinversetzen und beide irgendwie verstehen. Auch aktuelle Thematiken, wie der Krieg in der Ukraine, spielten neben dem Mutter-Tochter-Verhältnis, dem Verlust geliebter Menschen, dem Älter Werden, der beruflichen Verwirklichung und den Bedrohungen durch den Klimawandel eine Rolle. Auch die Gegend, in der alles spielt, nimmt ausreichend Raum im Roman ein und wird von der Autorin so beschrieben, dass ich eine gute Vorstellung von den jeweiligen Orten bekam. Der Schreibstil war auch insgesamt gut lesbar, sodass man sehr schnell am Ende des Buches angekommen ist.
Rezensionen von Claudia H.:
Wie ich eine Eiskönigin zum Schmelzen bringe
Halbinsel von Kristine Bilkau
Worum es geht:
Lydia liebt Herausforderungen und in ihrer Chefin Cecile, eine aufstrebende Rechtsanwältin, hat sie diese auch gefunden. Nie ist dies Zufrieden, wirft ihr nur genervte Blicke zu. Doch auf einer Firmenfeier zeigt Cecile ihr wahres Ich und das mit ganz vielen Gefühlen.
Mein Fazit:
Dies ist der erste Roman von Bobbie Young und sie hat mich wirklich überrascht.
Man ist gleich mittendrin in der Story, was ich immer sehr gerne mag. Mir hat die Story richtig gut gefallen und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Ich konnte mich gut in Lydia und Cecile hineinversetzen. Die Story ist spannend geschrieben, wobei erotische Szenen nur angedeutet wurden, was für mich auch völlig in Ordnung ist. Mir ist es lieber so, als wenn ich Sexszenen im Buch habe, die mir gar nicht zusagen.
Zum Ende hin wurde es schon mal ein bisschen langatmig, da habe ich mal ein bisschen quergelesen, war also gar nicht schlimm. Für mich ist es eine rundum gelungene Lovestory.
Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne eine Lovestory ohne Kitsch lesen möchten und ich gebe gerne 4 gute Sterne.
Rezensionen von nil_liest:
Ein Fall für zwei - aber Gegner
Holmes & Moriarty von Gareth Rubin
Was wäre, wenn Sherlock Holmes und sein Erzfeind Professor Moriarty gezwungen wären, gemeinsame Sache zu machen? Gareth Rubin geht dieser elektrisierenden Frage in seinem neuen Kriminalroman Holmes & Moriarty auf fesselnde und überraschend klassische Weise nach – und liefert dabei ein packendes Abenteuer im viktorianischen London voller Wendungen, Tempo und Doyleschem Flair.
Im Jahr 1889 wird Holmes von einem jungen Schauspieler engagiert, der ein beunruhigendes Publikumserlebnis schildert: Jeden Abend dieselben Zuschauer – immer in anderer Verkleidung. Was zunächst wie ein exzentrischer Theater-Krimi beginnt, entwickelt sich rasch zu einer größeren, gefährlicheren Verschwörung.
Parallel dazu geraten Professor Moriarty und sein Gefährte Sebastian Moran selbst unter Verdacht – und müssen sich verstecken. Bald kreuzen sich die Wege der ewigen Gegenspieler, und es wird klar: Nur gemeinsam könnten sie verhindern, dass eine dunkle Macht London – vielleicht sogar die Welt – ins Chaos stürzt.
Rubin spielt meisterhaft mit den bekannten Figuren des Holmes-Kosmos. Er bleibt nah am Originalton Arthur Conan Doyles, ergänzt diesen aber mit einer eigenen, modernen Raffinesse. Der Krimi balanciert zwischen klassischem Whodunit, düsterer Bedrohung und einem reizvollen Spiel mit Rollen und Loyalitäten.
Fazit:
Ein clever konstruierter Krimi mit kultigem Setting, origineller Prämisse und hohem Unterhaltungswert. Fans von Holmes, Doyles Stil und feinem britischem Humor kommen hier voll auf ihre Kosten – und erleben das wohl ungewöhnlichste Ermittler-Duo der Baker Street.
4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von Gavroche:
Interessante Zusammenarbeit
Holmes & Moriarty von Gareth Rubin
In den letzten Jahren habe ich mehrere Romane gelesen, die sich an den Figuren von Arthur Conan Doyle orientieren und Variationen des Stoffes bieten. Hier soll es also dazu kommen, dass Sherlock Holmes ausgerechnet mit seinem Erzfeind, dem Schurken Moriarty, zusammen arbeiten soll. Aber bis es dazu kommt, vergeht einige Zeit im Buch und kommt es wirklich dazu?
Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von John Watson (die Kapitel sind in der Regel länger) und von Moran, der rechten Hand von Moriarty.
Hier ist die Ausdrucksweise immer ein wenig vulgär und es gibt deftigere Ausdrücke, so dass man immer sofort merkt, wer den gerade berichtet.
Sherlock Holmes erhält einen neuen Auftrag: ein Schauspieler wundert sich, dass er mit einer schlechten Truppe jeden Tag auf ein begeistertes Publikum trifft und es sind immer dieselben Menschen, nur in anderer Verkleidung. Sehr seltsam und deshalb engagiert er Holmes.
Moriarty hingegen bekommt es mit Revierkämpfen zu tun, die Gangs werden gegeneinander aufgestachelt.
Ein interessanter Roman in der Manie von Conan Doyle - mir hat das Buch gut gefallen.
Rezensionen von bakerstreetbabe:
Ein neues Holmes Abenteuer
Holmes & Moriarty von Gareth Rubin
Als großer Fan von allem, was mit Sherlock zu tun hat, musste ich unbedingt dieses Buch lesen. Holmes und Moriarty arbeiten zusammen? Wie kann das funktionieren? Und was soll ich sagen: Es funktioniert gut!
Zum Grundaufbau sei gesagt, dass das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von John Watson (ich denke, hier bedarf es keiner Vorstellung) und Moran, dem "Handlanger" von Moriarty, geschrieben ist.
Besonders die Perspektive von Moran war für mich gewöhnungsbedürftig, da er eine sehr derbe / unangenehme Ausdrucksweise und Perspektive auf die Welt hat. Auf der einen Seite macht es das natürlich glaubwürdiger, zum anderen wurde es hier teilweise meiner Meinung nach zu weit getrieben, weshalb ich auch nur 4 statt 5 Sterne vergebe.
Doch alles andere hat mich wirklich begeistert: Fans der originalen Geschichten werden viele Anspielungen, Formulierungen und Gewohnheiten wiederfinden, und es fühlt sich tatsächlich ein wenig an, als würde man einen neuen Roman aus der Feder von Doyle lesen. Dabei wurde hier ein guter Weg gefunden, ein Mysterium aufzubauen, dass bis zum Ende unterhält. Man kann auf die Lösung kommen, indem man kombiniert, aber es fühlt sich nicht zu offensichtlich an. Hinzu kommen einige spannungsgeladene "Action-Szenen" und eine winterliche Atmosphäre. Neu ist natürlich die anders geartete Dynamik mit Moriarty. Doch auch das wurde gut erklärt und wirkte so nicht fehl am Platz. Im Gegenteil: Die Schlagabtausche zwischen den Charakteren verliefen genauso, wie ich es erwartet hätte und haben mich oft laut auflachen lassen.
Wer also bereits alle Abenteuer von Sherlock Holmes kennt, der kann seine Sehnsucht definitiv mit diesem Buch stillen. Ich werde auf jeden Fall auch das nächste Buch der Reihe lesen, denn: Das Spiel geht weiter.
Rezensionen von Lila:
locker, informativ
Scheidung ohne Scherben von Estell Baumann
Das Cover hat mich vom ersten Blick an angesprochen. Ruhig, stilvoll und mit einer fast symbolischen Wirkung: halb offen, halb geschlossen. Genau wie die Lebensphase, um die es im Buch geht.
Was mich wirklich abgeholt hat, war das sehr persönliche Vorwort der Autorin. Man merkt sofort, dass hier jemand schreibt, der nicht nur Fachwissen, sondern auch echtes Verständnis für die Gefühlslagen in einer Trennungssituation mitbringt.
Der Ton ist angenehm locker und gleichzeitig wertschätzend. Kein erhobener Zeigefinger, sondern eher wie ein gutes Gespräch auf Augenhöhe.
Inhaltlich fand ich die Mischung sehr gelungen. Es ist alles nachvollziehbar erklärt ohne überladen oder zu theoretisch zu wirken. Die Fragebögen sind für Betroffene bestimmt ideal um die eigene Situation reflektieren zu können.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, wenn man sich mit der Thematik auseinandersetzen möchte und auch für alle, die sich mit dem Thema Beziehungen, Rahmenstrukturen und einem eventuellen Neubeginn auseinandersetzen möchten.
Es hätten gerne noch mehr Fallbeispiele erwähnt werden können.









