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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Ein interessantes und informatives Naturbuch

Große und kleine Schätze der Natur. von Ben Hoare

In unserem Kinderbuchregal stehen bereits einige Bücher aus der DK Verlag-Kids Reihe von denen wir total begeistert sind.
Unsere beiden Enkel lieben die Natur und alles, was es dort zu entdecken und zu finden gibt. Da sind wir auf dieses wundervolle Sachbuch mit Texten von Ben Hoare gestoßen, die Eva Sixt ins Deutsche übersetzt hat.

Es ist voll und ganz den „Großen und kleinen Schätzen der Natur“ gewidmet. Nicht nur optisch macht es durch die Goldfolie auf dem Cover, den Goldschnitt, das Lesebändchen und den wunderschönen Einband einen sehr hochwertigen Eindruck und ist ein Blickfang in jedem Bücherregal. Dieses Sachbilderbuch, das für Kinder ab 8 Jahren ausgelegt ist, hat aber nicht nur unsere beiden Jungs fasziniert. Es ist, wie ich finde, ein Nachschlagewerk für die ganze Familie, in das auch ich immer mal wieder reinschaue.

Aus dem umfassenden Inhaltsverzeichnis, das in die Themenbereiche Tiere; Pflanzen, Pilze und Algen; Mineralien und Steine und Natürliche Gebilde unterteilt ist, bekommen wir einen ersten Eindruck, was uns in diesem Buch erwartet.
Jedem Thema ist eine Doppelseite gewidmet, das durch farbige ausdrucksstarke Fotos und Illustrationen von Kaley McKean sehr gut in Szene gesetzt ist.
Hier werden z.B. Vogeleier und Frischlaich, Blätter und Blüten, Schmucksteine und Metallerze und Vogelnester und Spinnennetze verständlich, interessant und kindgerecht dargestellt und erklärt. Die Texte dazu sind nicht allzu lang, altersgemäß sehr gut verständlich und lassen sich angenehm lesen. Sie vermitteln das Wissen auf leichte, spielerische Weise, was uns gegenüber anderen Lexika sehr gut gefällt.
Am Ende des Buches finde ich ein Glossar, wo verschiedene Begriffe näher erläutert werden und ein Register mit dem ich die einzelnen Themen schnell finde.

Ein optisch wunderschönes, inhaltsreiches und aufwendig gestaltetes Natur-Bilderbuch nicht nur für Kinder. Das perfektes Geschenk für die ganze Familie. Unsere beiden Jungs und auch ich werden immer wieder darin blättern und uns von den über 100 Fundstücken und was sie uns erzählen weiter begeistern lassen.

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Rezensionen von clematis:

Serienmörder in Köln

Ein tödlicher Gast von Jessica Bradley

Emma Hansen und Felix Lukas bilden ein fixes Team in der Kriminalpolizei Köln. Als aktuelle Herausforderung gilt es, einen Täter zu finden, der ältere, alleinstehende Frauen mit Wein, Pralinen und Kerzenschein verwöhnt, um sie dann tot zurückzulassen.

Kurze, flott zu lesende Kapitel führen durch diese außergewöhnliche Geschichte von Jessica Bradley.

Die beiden Ermittler wirken charmant, haben ihre ganz eigene Charakteristik, ebenso wie der aktuelle Fall rund um einen möglichen Serienmörder. Eine bizarre Fallkonstellation steht sympathischen persönlichen Szenen gegenüber, wobei humorvolle und witzige Episoden nicht ausbleiben, ohne aufdringlich zu wirken. Spannende Momente wechseln ab mit interessant dargestellten Alltagsproblemen, sodass stete Kurzweil garantiert wird, die Wendungen und immer wieder auftauchenden neuen Erkenntnisse lassen den Leser gerne durchgehend am Buch bleiben.

Mir haben der flüssige Schreibstil und die sehr spezielle Handlung überaus gut gefallen, sodass ich gerne fünf Sterne vergebe und eine Leseempfehlung ausspreche.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

Sommersonnenbuch

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Die große Erwartung an das Buch wurde leider nur teilweise erfüllt. Am Ende wurde für mich ein nettes Buch für einen Sommertag daraus. Leicht zu lesen, da vieles vorhersehbar war, aber die Beschreibung der Landschaft war schön……

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Rezensionen von Ele:

Churchills Geheimnis

Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter

Was am Ufer lauert, Krimi von Lenz Koppelstätter, Ullstein eBooks
Der zweite Fall der Polizeireporterin Gianna Pitti am malerisch-mörderischen Gardasee
Die Polizeireporterin Gianna Pitti soll für ihren Vater, der wieder zurückgekehrt ist, einen Informanten am Gardasee treffen. Was sie vorfindet ist eine Wasserleiche in den Fluten.

Bei der Leiche entdeckt sie eine leere CD-Hülle mit der Aufschrift Churchills Geheimnis.
Derweil fallen in Malcesine Schüsse, ein Professor der über Churchill forscht, sollte entführt werden. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini versucht die Reporterin herauszufinden, was es mit der Toten und der leeren Hülle auf sich hat. Gibt es Verbindungen zu Giannas Urgroßvater der einige Tage mit dem ehemaligen britischen Premier an der Baia delle Sirene verbrachte?
Die Geschehnisse setzen unmittelbar nach den Geschehnissen vom Vorgängerband ein, deshalb konnte sich nach der Lektüre von Band 1, sofort Lesefluss beim Weiterlesen einstellen. Ein wunderbares Setting, welches hervorragend und sehr bildhaft beschrieben ist und eine flüssige Schreibweise kann ich nur bestätigen, die durch die Auffinde-Situation befeuerte Spannung steigert sich mehr und mehr und erst nach verschiedenen Wendungen und Verwicklungen rund um die Familie der Reporterin kann der Fall geklärt werden, der Ermittlungszeitraum beträgt drei Tage weshalb das Buch in drei Teile aufgeteilt ist, Immer wieder wechseln die Erzählstränge, die mit den Namen der jeweiligen Personen überschreiben sind, ab. Das befeuert die Spannung, das macht es dem Leser schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Lebhafte und amüsante Dialoge sind eine Stärke der Handlung. Italienische Begriffe und Phrasen sind kursiv hervorgehoben, dadurch stellt sich italienisches Feeling ein. Ebenfalls kursiv erscheinen Eigennamen von Büchern, Zeitschriften, Liedern, Speisen und Getränken. Im Text ist ein Fußballrätsel integriert, welches ich mit Freude zusätzlich gelöst habe, die Lösungen sind im Anhang angegeben. Vorne im Buch zuerst die Karte des Gardasees mit Umgebung, damit ist ein Überblick über das Setting gewährleistet. Ebenso lockert das Gedruckte eine To-Do-Liste auf die handschriftlich eingefügt ist. Gleichfalls als Notiz, das Rezept für ein traditionelles Gebäck, welches von Churchill bevorzugt wurde. Handschriftlich und italienisch mit deutscher Übersetzung. Diese Rosinenkekse möchte einmal nachbacken.
Zu Beginn der Lektüre ergeben sich Geschehnisse langsam, als sich die Ereignisse überschlagen ist das letzte Drittel des Buches, sehr spannend. Auch in Band zwei ist es nicht leicht dem Geschehen zu folgen so viele Namen und Zusammenhänge, zu viele Szenenwechsel, man muss sich gehörig konzentrieren, auf die historischen und politischen Inhalte. Hier wünsche ich mir für die nächsten Bände etwas mehr Überblick und Klarheit. Aus dem Ermittlertrio Gianna, dem Marchese Francesco, ihrem Onkel und Elvira, Giannas Chefin der Chefredakteurin der Lokalzeitung, ist ein Quartett geworden. Der verschollene Vater Giannas, Arnaldo Pitti ist wieder aufgetaucht. Allesamt Personen mit Charakter, durch die Erzählung aus der Sicht der jeweiligen Personen, ist eine nachvollziehbare und authentische Darlegung möglich. Die interessanteste Figur auch in diesem Band Marchese Francesco, was es mit seiner Vergesslichkeit auf sich hat ist noch immer nicht geklärt, er hat Stil Witz und Eleganz. Die anderen Figuren wirken echt, nur Arnaldo Pitti-Sanbaldi, der lange verschollene Vater, ihn kann ich noch nicht so richtig einordnen.
Mir gefällt die „Ermittlungen am Gardasee – Reihe“ von Koppelstätter gut, ich werde weitere Folgen auch lesen, doch die Commissario Grauner-Reihe des Autors finde ich interessanter.
Ich empfehle den Kriminalroman, allen Koppelstätter- und Gardasee-Fans. Von mir gibt es 4 Sterne, weil es so schwer ist, in der Reihe den Überblick zu behalten.

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Rezensionen von brauneye29:

Wieder sehr spannend

Royal Institute of Magic, Band 3 - Der Angriff der Dunkelelfen von Victor Kloss

Zum Inhalt:
Bens Ausbildung am Royal Institute of Magic geht weiter und wird wieder von Ereignissen überschattet während auch die Prüfungen immer schwerer werden. Scheinbar bereiten sich die Dunkelelfen auf einen Krieg vor. Benn muss es gelingen weitere Teile der magischen Ausrüstung von Königin Elizabeth zu finden, damit sie gegen die Angriffe gerüstet sind, doch das gestaltet sich schwierig.

Meine Meinung:
Es wieder ohne lange Vorrede in die Geschichte, so dass man einfach nur empfehlen kann, die vorherigen Teile auch zu lesen. Die Aufgaben und Prüfungen werden schwerer, doch Ben scheint sehr talentiert zu sein. Auch die Suche nach den weiteren Teilen der Ausrüstung der Königin gestaltet sich schwierig, aber die Freunde halten zusammen und die Geschichte ist richtig spannend. Ob es ihnen gelingt? Wer es wissen will, muss schon das Buch, besser die Serie lesen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil.
Fazit:
Wieder sehr spannend

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Rätselhaftes Saint-Rémy von Cay Rademacher

In der Hitze des Sommers arbeiten Dr. Agnes Havel und ihre beiden Assistenten Gaspard Rouge und Kevin Goubert an einer ehemals griechischen und später römischen Siedlung, als eines Morgens Gaspard im Schacht einer heiligen Quelle erschossen aufgefunden wird. Übt hier jemand Rache, weil er den für Männer verbotenen Bona-Dea-Kult entweiht hat, weil er ihm auf den Grund gehen wollte? Oder sind es ganz profane Motive wie Geldgier oder Eifersucht? Und was hat Rouge im unwegsamen Gelände, in dem keinerlei Spuren der antiken Bewohner zu finden sind, zu suchen?

Capitaine Roger Blanc und sein Team sind gefordert, denn jede und jeder Befragte tischt ihnen Halbwahrheiten und ausweichende Antworten auf.

Zudem fühlt sich Blancs schwangere Kollegin Fabienne Souillard von Blanc über die Maßen behütet und Marius Thonon scheint wieder dem Alkohol verfallen zu sein.

Als dann herauskommt, dass der Tod von Gaspard Rouge möglicherweise mit dem Schicksal einer jungen Familie in Zusammenhang steht, das vor 25 Jahren in St. Rémy verschwunden ist, muss Roger Blanc tief in seine Trickkiste greifen, um die komplexen Zusammenhänge zu entwirren.

Meine Meinung:

Wie wir es von Cay Rademacher und seinen Krimis gewöhnt sind, sind einfache Verbrechen seine Sache nicht. Dieser Krimi ist besonders vielschichtig, da ein Verbrechen das nächste nach sich zieht. Die Täter allerdings wenig Unrechtsbewusstsein an den Tag legen.

Für uns Leser ist hier viel Platz für eigene Spekulationen und Rechercheansätze. Natürlich kommen wir nicht an die Gedankengänge von Roger Blanc heran. Geschickt führt und Cay Rademacher auf falsche Spuren, was allerdings nicht allzu schwierig ist, wimmelt es doch hier wieder von zahlreichen Verdächtige. Doch bis alle Puzzle-Teile an den richtigen Platz fallen, sind einige Umwege in Kauf zu nehmen.

Sehr gut sind wieder Land und Leute der Provence in die Handlung eingearbeitet. Gut gefällt mir, dass sich Roger Blanc um die schwangere Fabienne sorgt, in deren Ehe es momentan kriselt. Überhaupt ist Blanc ein fürsorglicher Chef, denn auch Marius Thontons Alkoholkonsum, der ihn zu unüberlegtem Handeln antreibt, bleibt nicht unbemerkt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem geschickt durchdachten 12. Fall für Roger Blanc und sein Team 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Leseempfehlung!

Die Buchhändlerin von Königsberg von Christian Hardinghaus

Wenn auf einem Cover Christian Hardinghaus steht, so sind penible Recherchen und gekonnte Erzählung vorprogrammiert. So auch bei diesem historischen Roman, der während des Zweiten Weltkriegs im damaligen preußischen Königsberg, nunmehr russischen Kaliningrad, spielt.

Geschickt verknüpft Christian Hardinghaus das Schicksal der fiktiven Frieda mit den historischen Ereignissen.

Friedas Traum ist es, Bibliothekarin oder Buchhändlerin zu werden. Doch nach dem Willen ihres Vaters soll sie im familieneigenen Gemischtwarenladen arbeiten, um den später zu übernehmen. Allerdings kommt ihr der Verleger Konopke, Eigentümer der (damals) größten Buchhandlung Deutschlands, dem Haus der Bücher, zu Hilfe, um ihren Traum zu verwirklichen.

Wenig später werden zahlreiche Autorinnen und Autoren von den Nazis verboten, darunter, wie man weiß auch Erich Kästner und Erich Maria Remarque sowie Hunderte andere.

„Namen wie Franz Kafka und Stefan Zweig sind Synonyme für literarische Perversion. Ihre Werke sind durch und durch jüdisch und stellen eine Gefahr für die deutsche Seele dar. Wir müssen uns ganz entschieden gegen solche Autoren und ihre Ideen wehren.“

Dieses Zitat aus der geifernden Rede des Zensors Ernst Müller, den Frieda in Leipzig bei der Bücherverbrennung erlebt, lässt in ihr Widerstand keimen. Damit ist sie auf Wellenlänge mit ihrem Chef Konopke, der sie in das Geheimnis der Buchhandlung einweiht. Jeder, der nach dem Roman Die Fliegenfischer von der Memel fragt, erhält in Konopkes Büro ein besonderes Buchpaket. Dass Frieda Bücher empfiehlt und verkauft, die dem Regime nicht genehm sind, ruft Ärger bei Kollegin Hildegard hervor, die sich dann wenig später nicht regelkonform verhält und dabei von Frieda ertappt wird. Während rund um der Zweite Weltkrieg tobt, scheint Königsberg eine Oase in der Wüste zu sein. So könnte es immer weiter gehen, oder doch nicht?

Ein Wendepunkt in Friedas Leben ergibt sich im Sommer 1943, als sie erstmals auf Urlaub geschickt wird. In Rauschen, lernt sie Hans, der sich als große Liebe entpuppt, kennen. Als Hans im Jänner 1944 wieder an die Front muss, flüchtet Frieda in Sorge um ihn, in eine Art Scheinwelt.

Das weitere Schicksal von Königsberg und seiner Bewohnern ab 1945 ist ja grundsätzlich bekannt. Die sowjetische Armee übernimmt die Stadt. Während Tausende flüchten, bleibt Frieda mit einigen anderen Frauen als Krankenschwester. Ihre Freundin aus Kindertagen Lotti ist nun Ärztin und gemeinsam versorgen sie die vor allem an Typhus Erkrankte sowie die zahlreichen Waisenkinder. Lotti ist besorgt um Frieda, die freudestrahlend vom regelmäßigen Briefverkehr mit ihrem Verlobten Hans erzählt, obwohl es seit Monaten keine Post mehr von oder nach Königsberg gibt. Ist Frieda nun zur Gänze in ihre Fantasiewelt abeglitten?

Meine Meinung:

Wie schon eingangs erwähnt, hat Autor und Historiker Christian Hardinghaus die Fakten penibel recherchiert. Wie wir es von ihm gewöhnt sind, verpackt er die geschichtlichen Details authentisch in eine fesselnde fiktionale Handlung, die sich in Teile so ähnlich zugetragen haben könnte. Er zeigt auf, dass viele Menschen durch kleine Gesten, die nicht gering zu schätzen sind, Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime geleistet haben. Vieles davon ist unbemerkt und vor allem unbedankt geblieben.

Sehr einfühlsam ist auch der Schutzmechanismus, den sich die fiktive Frieda, stellvertretend für alle traumatisierten Frauen, zugelegt hat, beschrieben. Heute würde man ihr eine PTBS attestieren. In den 1950er Jahren sind die schmerzhaften Erlebnisse viel zu präsent und viele Menschen wollen nur vergessen, um nicht zu sagen, verdrängen. Dieses letzte Kapitel des Romans hätte meine Ansicht nach durchaus ausführlicher beschrieben werden können. Wie ist Frieda zum Psychotherapeuten gekommen? Zur Frage nach dem Verbleib von Hans, kann wohl jeder Leser selbst eine passende Antwort finden. Wenn man bedenkt, dass auch nach 1955 noch einzelne Kriegsgefangene aus Russland nach Deutschland oder Österreich gekommen sind, ist alles möglich. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hans überlebt haben mag, äußerst gering.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem beeindruckenden historischen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von MarcoL:

Bewegende Zeitgeschichte über das Erstarken der sozialistischen Arbeitnehmerbewegungen, eingepackt in einen fesselnden Familienroman

Ruhrgemüse, polnisch von Birgitta M. Schulte

Adam und Zuzanna emigrieren Ende des neunzehnten Jahrhunderts von Westpreussen nach Dortmund. Es gibt dort viel Arbeit, die Zechen und metallverarbeitende Betriebe laufen auf Hochtouren. Sie sprechen polnisch, obwohl sie sich ja eigentlich auch als Deutsche sehen. Dennoch haben sie keinen leichten Stand, und werden trotz Namensänderung und bester Eingliederung immer Menschen zweiter Klasse bleiben.

Adam ist ein guter Meister, doch ein unverschuldeter Arbeitsunfall, der ihn ein Auge kostet, ändert alles. Sein Posten ist begehrt, und Adam gerät in einen Kampf, den er nicht will und dennoch ausfechten muss. Er ist ein guter (für manche zu gut), gerechter Mann, steht zu seinen Schützlingen und sieht manchmal weg oder zeigt Verständnis, und das wird ihm zur Last gelegt. Er engagiert sich für die Arbeitnehmerinteressen, auch nachdem er seinen Job endgültig verloren hat. Im Spar- und Bauverein sieht er seine Aufgaben, genauso wie in der Gewerkschaft. Er schafft vieles, darunter auch eine größere Wohnung für die ständig wachsende Familie. Zuzanna tut was sie kann, damit genug Geld zum Leben hereinkommt. Als Näherin ist sie talentiert und bekommt zum Glück aller bei einer guten Familie, sie sehr sozial eingestellt ist, eine Beschäftigung.
Der Roman ist nicht nur eine Familiengeschichte, er erzählt uns auch vieles über das Erstarken der sozialen Bewegungen in jenen Zeiten (ca. 1890-1932). Es wurden damals schon viele Grundlagen für bessere Arbeitsbedingungen geschaffen, wie zum Beispiel der Acht-Stunden Tag aus dem Jahr 1918.
Auch geht es viel um die eigene Identität und das Andenken an die Herkunft. So bemühen sich Adam und Zuzanna sehr, sich zu integrieren. Sie wollen sich zwischen gelebtem Katholizismus und ihren polnisch-preussischen Wurzeln als Deutsche sehen und nennen, doch das Leben ist und bleibt ungerecht, der Rassismus scheint in den meisten Fällen in den Genen verankert zu sein. Und das macht diesen Roman aktueller denn je.
Sehr gerne gelesen und nebenbei viel dabei gelernt. Große Leseempfehlung für dieses schön aufgearbeitete Stück Zeitgeschichte.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Gute Unterhaltung

Im Glanz des Wasserfalls von Emilia Schilling

Man schreibt das Jahr 1906 und seit einige Zeit ist es für den Adel und das gehobene Bürgertum en vogue, nach Gastein zu reisen, um die Heilkräfte der Natur zu genießen. Um den Ansprüchen der Gäste zu genügen, sind zahlreiche mondäne Hotels gebaut worden, darunter das heute noch existierende Hotel Straubinger, das allerdings nicht mehr in Familienbesitz ist wie in seinen Anfängen.

Neben dem Straubinger gibt es das in kaiserlichem Besitz befindliche Badeschloss, das Fürsterzbischof Hieronymus Graf von Colloredo (1732-1812) erbauen hat lassen. Mit der Verwaltung des Badeschloss ist (der fiktive) Johann Wahringer betraut, der mit Ehefrau und den Zwillingen Valerie und Stephan in der Sommersaison auch im Hotel wohnt.

Während die kluge und wissbegierige Valerie sich für den Hotelbetrieb interessiert, was sich zu dieser Zeit so gar nicht schickt, soll ihr Bruder eine gediegene Ausbildung erhalten, hat aber nur Vergnügen im Sinn. Letztlich wird Valerie durch ihren geschickten Umgang mit Gästen wie Kaiser Wilhelm und der Kaiserin Elisabeth sowie dem Personal zu einer unverzichtbaren Hilfe ihres Vaters. Mutter Barbara Wahringer hasst Gastein und setzt alles daran, wieder in ihr geliebtes Wien reisen zu dürfen und für Valerie eine standesgemäße und vor allem vorteilhafte Ehe zu arrangieren.

Doch es kommt wie es kommen muss, Valerie verliebt sich ausgerechnet in Theo Straubinger, den unehelichen Sohn der Straubinger-Schwester Theresa. Diese Liebe ist unmöglich und wird von beiden Familien hintertrieben. Letzten Endes muss Valerie Ferdinand Windischbauer, einen Hotelerben heiraten, der sich als .... Nein, das verrate ich jetzt nicht.

Meine Meinung:

Emilia Schilling, eine österreichische Autorin, entführt uns in das wildromantische Gasteiner Tal, genauer gesagt nach Wildbad Gastein, wie das heutige Bad Hofgastein damals hieß. Wir erhalten durch diesen historischen Roman, der Fakten und Fiktion sehr gut miteinander verquickt, einen Einblick in das Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders gut sind die gesellschaftlichen Konventionen für Frauen herausgearbeitet. Ledige Mütter werden verfemt und nur wenige, wie Theos Mutter Theresa, haben das Glück in ihrer Familie bleiben zu dürfen, wenn auch gerade noch geduldet. Für kluge Mädchen ist kaum Platz. Das muss auch Valerie erfahren, die nur wenig Schulbildung erhält, während ihrem Bruder die Welt des Lernens offen steht. Mädchen sollen hübsch sein, weder den Eltern noch ihren Ehemännern widersprechen und viele Kinder bekommen. Dass arrangierte Ehen kaum glücklich werden, ist am Beispiel des Ehepaares Wahringer deutlich zu sehen. Deshalb ist es für uns unverständlich, dass Valerie, auf Geheiß von Johann Wahrunger, mit Ferdinand Windischbauer, Hoteliersohn und größtem Konkurrenten der Straubinger aus heiraten muss, um den Traum ihres Vaters, ein eigenes Hotel zu besitzen, zu erfüllen.

Schmunzeln muss ich über die eine oder andere Anekdote über den deutschen Kaiser, seinen Kanzler Bismarck oder Kaiserin Elisabeth, die mit einem einheimischen Bergführer quasi im Laufschritt die umliegenden Berge erwandert.

Neben dem gesellschaftlichen Leben kommen auch der Ort und die Landschaft, sowie die Anfänge von Gastein zum Kurort sehr gut zur Geltung. Man hört förmlich die Gasteiner Ache rauschen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Charaktere sind recht gut herausgearbeitet und haben so ihre Ecken und Kanten. Dass die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar ist, spielt keine wesentliche Rolle. Mir hat Theos Mutter Theresa imponiert und sehr gut gefallen. Sie weigert sich ja all die Jahre beharrlich, den Namen von Theos Vater bekannt zu geben. So können wir selbst Überlegungen anstellen, wer die damals 16-Jährige geschwängert hat.

Fazit:

Ein gelungener historischer Roman, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Küstenmord: Spur ins Dunkel von Eva Jensen

Dieser Krimi ist der 5. Fall aus der Reihe Küstenmord von Eva Jensen und mein erster.

Luisa, wartet nach ihrer Rückkehr aus Barbados vergeblich auf ihre Freundin Vanessa. Da Vanessa als besonders zuverlässig gilt, erstattet sie Anzeige bei der Polizei. Sie trifft dabei auf die beiden Kommissare Katja Greve und Daniel Kowalski, die Luisas Sorge nachvollziehen können, zumal Katja an ihre Schulkollegin Martina denken muss, die vor rund zwanzig Jahren spurlos verschwunden ist.

Während sich Katja und Daniel in den Fall verbeißen, werden sie von der Staatsanwältin zurückgepfiffen. Dennoch ermitteln sie in ihrem eingeschränkten Spielraum weiter. Der Fall nimmt eine dramatische Wende, über die ich hier nichts verraten werde.

Meine Meinung;

Dieser Krimi fesselt durch zahlreiche unerwartete Wendungen bis zur letzten Seite. Das Team Katja und Daniel harmoniert sehr gut. Als Newcomerin gefällt mir dies sehr gut, denn konfliktreiche Arbeitsverhältnisse gibt es in Krimis sehr häufig. Auch die insgesamt gute Zusammenarbeit auf der Dienststelle hebt sich wohltuend von anderen Kriminalromanen ab. Einzig die Staatsanwältin fällt hier durch Zögerlichkeit aus dem Rahmen. Sie bekommt es dann mit der Leiterin der eilig gebildeten Soko aus Kiel zu tun, die sie recht schnell auf Trab bringt. Das entschädigt Katja und Daniel, die sich zu Stichwortträgern degradiert sehen, ein wenig.

Wir Leser wechseln mehrmals die Perspektive und schlüpfen in die Rolle der Ermittler sowie in jene des Opfers bzw. des Täters.

Schmunzeln musste ich über den ehemaligen Polizisten Birger, der nun als eine Art Einsiedler in einer selbst gezimmerten Hütte an der Schlei, von dem lebt, was seine Hühner und sein Garten hergeben. Ihm verdanken Katja und Daniel einen wertvollen Hinweis.

Das Cover ist passend zum Inhalt sehr dunkel gehalten. Ein wenig habe ich das Strand- bzw. Ostseefeeling vermisst, das ich auf Grund des Serientitels „Küstenmord“ erwartet habe. Außer dem Ufer der Schlei kommt irgendwie kein Gewässer vor. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Bei Gelegenheit werde ich mich um die vier Vorgänger umsehen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der durch zahlreiche unerwartete Wendung fesselt, 5 Sterne.

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