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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dragon:

Spannende Ninja-Abenteuer mit wichtigen Botschaften

Dragon Ninjas, Band 1 - Der Drache der Berge von Michael Petrowitz

Mit einem Mal ändert sich Lians gesamtes Leben, als er entdeckt, dass er plötzlich Regen riechen kann. Und dann geht es auch schon Schlag auf Schlag, indem er von einem Unbekannten verfolgt wird, seine Mutter ihm Geheimnisse offenbart und er ganz spezielle neue Freunde bekommt.

Der Einstieg in eine neue Reihe erfolgt zwar langsam mit einer gut ausgebauten nachvollziehbaren Geschichte, in die man sich gut einfinden kann, doch an Spannung und Geheimnissen mangelt es keinesfalls.

Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz und ist genau passend für die jungen Leser, wodurch die Geschichte noch lebendiger und unterhaltsamer wird. Das Cover macht schon neugierig und zeigt gut, was einem in der Welt der Dragon Ninjas erwartet: Spannung, Action, Drachen und mutige Freunde. Da das spezielle Trio aus Jungen und Mädchen besteht, die so unterschiedlich und einzigartig sind, kann sich jeder kleine Leser hier angesprochen fühlen und es ist keineswegs nur ein Buch für Jungen.

Die Werte Zusammenhalt, Freundschaft, Entdeckung der eigenen Identität, Mut, Selbstvertrauen und Glaube an sich kommt in der aufregenden und fesselnden Story gut heraus. Mit knapp über 200 Seiten hat das Buch eine gute Länge für kleine Leseratten ab etwa 8 Jahren, so dass man gut in die Geschichte eintauchen kann. Vom Spannungsgehalt, den Ideen und dem Erzählstil ist es ideal für die junge Zielgruppe. Die asiatischen Namen sind zwar etwas schwerer zu lesen, doch ich denke, dass die heutige Jugend durch TV und PC bereits an derartige Namen gewöhnt ist. Zum Verständnis findet sich am Ende des Buches noch ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen aus der Ninja-Welt, was ich sehr gut finde.

Die schwarz-weiß-Illustrationen im Comic-Stil ergänzen den Inhalt hervorragend und verstärken die Aussagekraft des Textes auf ansprechende Weise. Mit einer kurzen Leseprobe des zweiten Bandes schließt der erste Band und macht schon neugierig auf die Fortsetzung, die aufgrund noch ungeklärter Geheimnisse großes Potential hat.

Ich kann die neue Reihe „Dragon Ninjas“ nur wärmstens empfehlen, da sie wertvolle Botschaften vermittelt, spannende Action für junge Leser bietet und den Zeitgeist treffend widerspiegelt.

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Rezensionen von brauneye29:

Nicht uninteressant

Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger

Zum Inhalt:
Mina zieht es nach einem Verlust zurück nach Maine, wo sie vor Jahren immer glücklich war. Dort trifft sie auf Ann und Julie, aber auch auf ihren Jugendfreund Sam. Ann ist die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor und ist hart zu sich und anderen, Julie hat nach einem schweren Unfall zurück ins Leben gefunden und drängt sich in jedes Leben deren, die ihrer Meinung nach Hilfe benötigen.

Meine Meinung:
Ja, das Cover hat mich als erstes eingefangen, sieht es doch so ungewöhnlich aus. Der Klappentext hat mich nur bedingt beeindruckt. Das Buch, die Geschichte, umfasst einige Jahre aus dem Leben der drei Frauen, mal schicksalshaft, mal traurig, mal lustig. Nebenher erfährt man auch noch einiges über die Hummerfischerei. Der Schreibstil ist lebhaft und bildhaft, so dass man eine gute Vorstellung von der Umgebung und auch den Frauen bekommt und natürlich nicht zuletzt von Mr. Darcy.
Fazit:
Nicht uninteressant

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Rezensionen von Hennie :

Vom Embryo zum Schauspielstar

Sputnik von Christian Berkel

In seinem ersten Buch „Der Apfelbaum“ beschreibt Christian Berkel in eindrucksvoller Weise ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte anhand der ungewöhnlichen Liebe seiner Eltern Sala und Otto in der Zeit der Nationalsozialisten. Diese aufregende, oft quälende und bittere Story der beiden aus sehr unterschiedlichen Schichten stammenden Menschen bildete den Kern des Buches.

In „Ada“ wird aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur eine wesentlich dichtere autofiktionale Geschichte abgebildet. Das geschieht über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den 50er und 60er Jahren, die 70er und 80er sind ausgeblendet. Aus dem Bruder Peter des Autors in der Realität wurde in der Fiktion die Schwester Ada, die 1945 nach einer schwierigen Geburt in Leipzig das Licht der Welt erblickt.
Auch der dritte Roman Christian Berkels ist autofiktional. Die Erzählung erfolgt aus der Ich-Perspektive und ist in drei Teile gegliedert.
Mit Sputnik verfasste Berkel weitgehend seine eigene Lebensgeschichte, sein Werden, Wachsen und Fortkommen. Es ist für mich sehr beeindruckend, wie er das literarisch beginnt. Er fängt nämlich an mit der vorgeburtlichen Erinnerung. Sehr außergewöhnlich und lesenswert! Das muss einem erst einmal einfallen! Später kommen wiederholt die Erinnerungen an Mutter und Vater hinzu, die der Autor in seinen vorherigen Büchern ausführlich beschrieben hatte – die nicht alltägliche, schmerzvolle und komplizierte Geschichte der Eltern, die immer wieder thematisiert wird.
In sehr jungen Jahren darf Sputnik in Frankreich seine Erfahrungen sammeln, sowohl in sexueller Hinsicht als auch erste prägende Erkenntnisse für den schauspielerischen Beruf. Der Autor lässt uns teilhaben an seiner Entwicklung und zeigt dabei viele Facetten der Orientierungs- und Hilflosigkeit, Zerrissenheit und Selbstzweifel. Die Liebe zum Theater und der Literatur weisen ihm den Weg. Er kehrt zurück nach Deutschland.

Alles habe ich nicht verstanden bzw. kann es nicht einordnen. Was ist Wahrheit, was Fiktion? Im Gegensatz zum Apfelbaum und Ada, die ich mit fünf Sternen bewertete, ziehe ich hier einen Stern ab. Vier von fünf Sternen und meine Kauf- und Leseempfehlung!

Fazit:
Mich faszinierte erneut der gewandte, detaillierte, wohlformulierte Sprachstil des Autors.

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Rezensionen von PMelittaM:

Hat mir sehr gut gefallen

Käthe Kruse und die Träume der Kinder von Julie Peters

Katharina Simon wird 1883 unehelich geboren. Die Mutter bringt sich und ihre Tochter mühsam mit Näharbeiten durch, dem Vater ist seine legitime Familie wichtiger. Katharina wird Schauspielerin, kann nun auch für ihre Mutter aufkommen. Dann lernt sie den Bildhauer Max Kruse kennen und lieben. Der allerdings will kein weiteres Mal heiraten, und so wird auch Katharina eine ledige Mutter, die zudem nicht weiter am Theater arbeiten kann.

Der Weg zur berühmten Puppenmacherin, als die wir sie heute kennen, ist für Katharina, die von Max Käthe genannt wird, noch weit.

Käthe Kruse, ein Name, den wahrscheinlich viele kennen, mit ihren Puppen wurde sie berühmt. Viel mehr, als dass sie Puppen machte, wusste ich von ihr bisher nicht, und war sehr erstaunt, was für ein interessantes, wenn auch oft nicht einfaches, Leben sie führte. Der Roman endet 1911 es gibt noch eine Fortsetzung, auf die ich schon gespannt bin.

Julie Peters gelingt es sehr gut, die Charaktere lebendig zu machen, ich fühlte mich schnell in sie ein. Der Roman beginnt bereits damit, dass Christiane Simon, Katharinas Mutter schwanger ist, und von ihrem Geliebten bis zur Geburt aufs Land geschickt wird, So llernt man auch sie schon gut kennen und erlebt mit ihr Höhen und Tiefen. Nach Katharinas Geburt tut sie alles dafür, dass ihre Tochter ein besseres Leben bekommt, man kann sich vorstellen, wie entsetzt sie ist, als diese anscheinend in ihre Fußstapfen tritt. Katharina, die erst Max erlaubt, sie Käthe zu nennen, ich verwende daher in dieser Rezension ihren ungekürzten Namen, ist klug und weiß, was sie will, doch die Liebe schlägt ihr ein Schnippchen. Max Kruse ist Künstler und setzt auf ein freies Leben, doch Katharina und seine Kinder sind ihm auch wichtig. Alle drei haben letztlich ihr Päckchen zu tragen, wenn auch die Frauen ein doch schwereres.

Erzählt wird sehr anschaulich, größtenteils aus Katharinas Perspektive, hin und wieder aber auch aus der Christianes oder Max‘. Sehr gut dargestellt finde ich auch Katharinas Bemühungen eine besonders kindgerechte Puppe zu entwerfen.

Ich empfand den Roman als sehr gut lesbar, und dabei berührend, interessant und auf gewisse Weise auch spannend, für mich ist er eine angenehme Überraschung gewesen, da ich über die Künstlerin so gut wie nichts wusste, hatte ich auch nur normale Erwartungen, auch wegen des doch etwas kitschigen Titels, die schnell übertroffen wurden.

Käthe Kruse war nicht nur eine bekannte Puppenmacherin, sondern führte auch ein interessantes, nicht immer einfaches Leben. Julie Peters Roman hat mir sehr gut gefallen und mir die Frau und ihre Familie sehr nahe gebracht.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Welcome back to Lichterhaven!

Pfotenglück und Sommerwellen von Petra Schier

"Warum nur? Warum hatten sie so verdammt viel Spaß miteinander gehabt? Das war einfach nicht vorgesehen gewesen. Himmel noch mal, er war Landwirt in Lichterhaven! Sie war eine erfolgreiche Unternehmerin aus Hamburg. Das passt doch überhaupt nicht zusammen. Nicht einmal das kleinste bisschen."

Auch der mittlerweile achte Lichterhaven-Roman aus der Feder von Erfolgsautorin Petra Schier hat mir wieder herrlich gemütliche Lesestunden beschert und meine Sehnsucht nach einem Urlaub am Meer verstärkt.

Zu schade, dass das malerische Örtchen an der Nordsee nur fiktiver Natur ist!

Von Anfang an tauchte ich - dank des routinierten, wunderbar angenehmen Schreibstils - direkt in die Handlung ein und erlebte quasi gemeinsam mit Isalie die entschleunigende, wohltuende Wirkung von Lichterhaven und seiner Gemeinde, in der jeder jeden kennt. - Innehalten, durchatmen, zu sich selbst finden.

Die Figuren sind wirklich ungemein authentisch ausgearbeitet worden - ich konnte mich mühelos sowohl in Max als auch in Isalie (aka das 'verrückte, bunte Influencer-Hühnchen aus der City') hineinversetzen. Insbesondere SEINE Gefühle gingen mir nahe. Das muss man sich mal vorstellen: Max' Jugendliebe Inga und er galten als DAS Paar schlechthin - gemeinsamer Bauernhof, entzückende Kinder, scheinbar perfekte Harmonie. ... und plötzlich verduftet sie mit ihrer Affäre (einem notorischen Aufreißer), lässt sich von Max ihren Anteil am Hof auszahlen - wohl wissend, dass ihn dies in den finanziellen Ruin treibt - und verabschiedet von ihrer Mutterrolle. Einfach so. Speziell dieser Aspekt war für mich unfassbar, denn die Kleinen können natürlich nicht nachvollziehen, warum ein Elternteil sich bewusst gegen sie und gegen gemeinsame Zeit mir ihnen entscheidet. Inga verzichtet freiwillig auf das Sorgerecht und meldet sich lediglich sporadisch bei ihnen. Klar, dass Max alles andere im Sinn hat als eine potentielle neue Romanze, auch wenn alle in seinem Umfeld ihn glücklich sehen wollen. Seine Hauptsorge gilt den Kindern und der Rettung ihres Zuhauses - einige Tiere hat er bereits verkaufen müssen. Seine Eltern bringen sich mit vollem Einsatz ein, doch auch sie können natürlich weder den finanziellen Schaden ausgleichen noch die Traurigkeit der Kinder ungeschehen machen. - Auftritt Isalie! Die junge Erfolgsunternehmerin soll es richten und der Familie mit ihrer frischen, peppigen, aber zugleich professionellen Art zu neuen Ideen und Rettungsansätzen verhelfen. Soweit die Logik von Max' Mutter. Er selbst ist entsetzt, skeptisch, vorab genervt, frustriert - you name it. Keine idealen Voraussetzungen für die sympathische junge Frau, die ich aufgrund ihres gleichermaßen empathievollen wie klugen, kompetenten, bodenständigen Wesens sofort mochte. Trotzdem wird Max bei ihrem Anblick nervös... Ich sage nur: "»Manchmal weiß das Herz Dinge sofort, für die der Kopf viel länger braucht. [...]«"

Mindestens genauso gut wie die süße (und glaubwürdige) Annäherung der beiden Hauptfiguren gefielen mir die Passagen, die aus der Sicht des ruhigen Riesens geschrieben worden sind, dem Neufundländler Samson. Er eroberte mein Herz im Sturm und zugleich brach es für ihn. Ich kann es generell nicht verkraften, dass es tatsächlich Menschen auf dieser Welt gibt, die ihr Haustier aussetzen. Diese Herzlosigkeit, diese Grausamkeit - allein beim Gedanken daran, was diese armen Tierseelen erleiden, kommen mir schon wieder die Tränen. Samson ist absolut zum Knuddeln und sein persönliches Happy End freute mich am meisten, wuff! Jedes Tier hat ein Für-Immer-Zuhause verdient.

Alle Bände der Reihe können problemlos einzeln gelesen werden, dennoch genoss ich das Wiedersehen mit zahlreichen vertrauten (Neben-)Figuren, wie Christina von der Hundeschule oder 'Kuppelfee' Francesca vom Alibaba. (Merkt euch: "»Francesca hat immer recht. [...]«") Nun hoffe ich darauf, dass auch Isalies Zwillingsschwester Chloe bald ihre eigene Lichterhaven-Love-Story bekommen wird.

Mein Lieblingszitat:

"»Wenn du an dem Punkt anlangst, an dem das, was du bisher gern getan hast, was dich glücklich gemacht und erfüllt hat, keinen Sinn mehr ergibt und dein Kopf und dein Bauch über jede Kleinigkeit in Streit geraten, dann wird es Zeit für eine Veränderung. [...]«"

Fazit: Klare Leseempfehlung für Fans von romantischen, modernen Liebesromanen - Wohlfühlsetting, Humor, Lebensnähe, moderater (anspruchsvoller) Spice-Anteil und natürlich: Hundeliebe!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

große Empfehlung!

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Die Story: sehr gut
Die Sprache: witzig, spritzig
Das (an sich ernste) Thema: humorvoll aufbereitet
Das Fazit: köstliche Lektüre, bei der man auch etwas lernt

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Rezensionen von Streiflicht:

Lecker und nachhaltig kochen

Sofra von Yelda Yilmaz

Schon beim ersten Blick auf das Buch war ich begeistert und wollte es gerne haben. Ich mag die türkische Küche sehr, kenne aber vor allem Fleischgerichte. Wir essen seit einiger Zeit bis auf wenige Ausnahmen kein Fleisch mehr, daher war das perfekt. Schon das Cover macht Lust, ich mag das Bild, das aussieht wie ein Ölgemälde, und dann darauf die giftgrüne Schrift.

Auch innen finde ich das Buch sehr ansprechend gestaltet. Die Gerichte auf den Bildern sehen lecker aus, die Rezepte sind übersichtlich gestaltet. Ich mag es, dass alles immer auf einer Doppelseite ist, so muss man nicht blättern während man in der Küche ist.

Da ich in einer kleinen Großstadt wohne und es hier auch türkische Geschäfte gibt, habe ich keine Probleme, an die Zutaten zu kommen. Ich bin da aber manchmal auch einfach kreativ und tausche einzelne Dinge gerne aus, wenn ich das schon da habe oder etwas nicht finde. Gerade die Rezepte mit Auberginen, aber auch die Sesamkringel und anderes Gebäck haben es mir angetan. Die Bulgur-Fikadellen und das Geröstete Sommergemüse sind herrlich bei der Hitze, der Hummus war sehr lecker! Als nächstes kommen die Mohn-Hefe-Buns auf die Testliste, ich bin schon sehr gespannt! Lahmacun habe ich ebenfalls noch nie selbst gemacht bisher - es wird ein Fest!

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Rezensionen von lectrice:

Interessante Perspektive

Treppe aus Papier von Henrik Szántó

Schon beim Lesen des Klappentextes war ich neugierig, wie das Haus wohl seine Geschichte erzählen wird und wie mir diese Perspektive wohl gefallen würde. Immer mal wieder etwas Neues, auf das ich mich gerne einlasse. Und hier bin ich wahrlich nicht enttäuscht worden.
Das Haus gehörte einmal dem Juden Alwin Sternheim und es hat wirklich schon viel erlebt.

In der Gegenwart trifft die Schülerin Nele im Haus auf ihre Nachbarin, die schon 90 Jahre alt ist. Nele langweilt der Schulstoff im Geschichtsunterricht, nichts von einem lebendigen Geschichtsstoff, aber das ändert sich nun.
Doch es geht nicht nur um die Geschichte von Irma, deren Eltern überzeugte Anhänger des Nationalsozialismus waren. In der Wohnung, in der Nele nun mit ihren Eltern lebt, lebten zur Zeit des Dritten Reiches die Familie Sternberg mit ihrer Tochter Ruth.
Das Buch lebt auf jeden Fall von seiner außergewöhnlichen Perspektive und ist eine ganz besondere Art der Vergangenheitsbewältigung.

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Rezensionen von Pusteblümchen:

Anders als erwartet, aber richtig gut

Gesellschaftsspiel von Dora Zwickau

Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Isabelle und Annika sowie deren Tante Dagmar. Die drei Frauen haben nicht viel gemeinsam und treffen am Sterbebett ihrer Mutter bzw. Schwester aufeinander.

Gleichzeitig hat ein Tech-Milliardär eine neue App entworfen, die der Demokratie ein Update verpassen soll und wodurch es zu einem interessanten Gedankenspiel kommt.

Das alles findet im historisch / politisch bedeutsamen Weimar statt, was ich als sehr treffend gewählt empfinde.

Dora Zwickau wechselt in ihrer Erzählweise zwischen fließenden Texten, Mails, Dialogen und Chats, was gut in den Handlungsverlauf passt.

Die Kombination aus Familiengeschichte und politischen Fragen wird hier gut kombiniert, so dass der Roman in unsere Zeit passt und zum Nachdenken anregt.
Mich hat das Buch durch seine Aktualität, Vielzahl an Themen und die Tiefe der Charaktere positiv überrascht.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ein silberner Kessel zieht uns in seinen Bann

Die Kriegerin des Nordens von Charlotte Fondraz

Schon beim ersten Blick auf das Cover wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Seit ich in der 7. Klasse zum ersten Mal Geschichtsunterricht hatte, kann ich mich für Historisches begeistern. In der Schule war es dann leider eher langweilig, nachdem der engagierte Lehrer nicht mehr da war .

.. zum Glück gibt es ja historische Romane, die ich voller Begeisterung lese. Wieder - nach einer langen Pause. Vor rund zehn Jahren hatte ich einfach genug von den immer gleichen Geschichten, den Frauen, die sich als Männer verkleideten oder als Wanderhure und Co durch die Lande zogen. Jahrelang hab ich dann gar keine Histos mehr gelesen und irgendwann gemerkt, dass es mir doch sehr fehlt. Zum Glück habe ich mich umentschieden und versuche es nun immer mal wieder mit einem ausgewählten Buch. Und ich bin froh, dass ich das tue, sonst hätte ich dieses Buch nie kennengelernt.

Schon auf den ersten Seiten packt einen die Geschichte so sehr, dass man einfach gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören will. Die Seiten fliegen nur so dahin und man staunt, wie schnell der dicke Wälzer ausgelesen ist. Der silberne Kessel hat nicht nur die Protagonisten in seinen Bann gezogen, sondern auch mich. Was für ein faszinierendes Kunstwerk, dem die Autorin hier ein würdiges Denkmal geschaffen hat. Absolut faszinierend hat sie die Figuren eingefangen, in ihren Wesenszügen beschrieben und lebendig gemacht. Genauso hätte es sein können, dachte ich, als ich fertig war mit der historischen Geschichte, die auch ein bisschen Magie oder Fantasie beinhaltet.

Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten, die nicht immer handeln, wie ich es mir vorstelle, aber immer nachvollziehbar. Die mich auch nach dem Lesen noch beschäftigen und die mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen werden. Dieses Buch darf ins Regal einziehen - eine besondere Ehre, da die meisten Bücher inzwischen nicht mehr bei mir bleiben können, dafür lese ich einfach zuviel. Ich bin schon heute gespannt auf eine Lesewiederholung und die Frage, wie ich das Buch dann sehen werde, weil ich ja das Ende schon kenne, dann aber noch viel genauer lesen kann! Liebe Charlotte, das war mein erstes Buch von Dir, ganz bestimmt aber nicht das Letzte!

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