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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lese:

Kam wieder gut an

InvestiGators (Band 3) - Die Rache der Brösel von John Patrick Green

Die beiden coolen Alligator-Agenten Mango und Keck starten in ihr drittes abgefahrenes Undercover-Abenteuer. Superschurke Crackerdile ist zurück; und diesmal hat er einen geheimnisvollen Schlangenmensch im Schlepptau. Gemeinsam planen sie einen verrückten Einbruch in ein Waffelrestaurant, doch die InvestiGators sind mit ihrer Hightech-Ausrüstung schon auf der Spur.

Meine Enkelin hat bereits die ersten beiden Bände verschlungen und auch dieser war wieder ein Treffer. Das Comic-Buch trifft nicht ganz den Geschmack und den Humor der Omi, aber dafür umso mehr den der Enkelin, sie fand es superwitzig und hat das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte ist herrlich schräg, voller Wortspiele und Überraschungen. Die bunten, lebendigen Bilder machen das Ganze noch rasanter und die Vorfreude auf Band 4 ist jetzt schon groß.

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Rezensionen von Vanessa:

Interessanter Auftakt mit Schwächen

Blood of Hercules von Jasmine Mas

Ich habe Blood of Hercules von Jasmine Mas innerhalb von zwei Tagen ausgelesen & hätte am liebsten direkt weitergelesen. Auf die Fortsetzung bin ich entsprechend schon sehr gespannt! ⚔️ Trotzdem hat der erste Band für mich leider etwas geschwächelt.

Bei Dark Romantasy, why choose, who did this to you, reverse harem und morally gray habe ich einen explosiven Mix erwartet – zumindest aber eine Protagonistin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.

Ganz so ist es aber nicht gekommen.

Grundsätzlich hat mir die Idee, dass Postapokalypse auf Camp Half-Blood trifft, gut gefallen. Der Bezug zur griechischer Mythologie war allerdings irritierend: Wieso ist die Sprache der Wahl Latein? Wieso ist es Herkules und nicht Herakles? Und warum ist der Stammbaum so durcheinander? Auch die „Prüfungen“ haben bei mir Fragen aufgeworfen: Wer würde die eigenen Reihen weiter dezimieren, wenn die geringe Anzahl ohnehin schon ein Problem ist? Davon abgesehen liefert der erste Band viele interessante Ansätze und lose Fäden für die Fortsetzung. Ich bin vor allem auf Medusa gespannt und hoffe, sie bekommt ihren Auftritt! ????

Vom Romance-Anteil hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Situationen gegebenen hätte, in denen Gefühle aufkeimen, greifbar werden oder sich zumindest eine gewisse Ambivalenz aufzeigt. Stattdessen denkt Alexis viel an Gauß, zeichnet detailliert ???? oder verkündet in ihrer Emo Era angekommen zu sein. Wäre die Brutalität nicht gewesen, hätte es sich sehr nach YA angefühlt. Allerdings haben mir einige Beziehungskonstellationen gut gefallen.

Das Ende war durchaus spannend und wenn Alexis zukünftig weniger mit Traumata überschüttet wird, sich weiterentwickelt und ihre Gegenwehr nicht nur denkt, sondern auch zeigt, könnte der zweite Band wirklich gut werden. Außerdem bin ich riesiger Fan der tierischen Begleiter/Beschützer & schon sehr gespannt, was aus dem Fellknäuel wird! ????

Mit Ausnahme von zwei kleinen Szenen ist es übrigens nicht spicy. ????

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Rezensionen von Katzenmicha:

Ostseeflair und ein kleines Cafe´

Café mit Herz und Meerblick von Inga Schneider

Für Lotte bricht eine Welt zusammen, als sie ihren Freund beim Fremdgehen erwischt.Sie flüchtet Hals über Kopf zu ihrer Tante Anni an die Ostsee.Ihre Tante Anni hat in Flensburg ein kleines Cafè und Lotte will ihre Tante im Cafè unterstützen.Dabei findet Lotte herraus das das Cafè kurz vor der Pleite steht-und die Kassen leer sind.

Sie ist sehr verwundert, denn die AEbleskiver sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.Lotte will dem kleine Cafè neues Leben einhauchen. Mit fischer Farbe und ganz viel Liebe zum Detail, macht sich Lotte an die Renovierung und mit neuen Konzept.Damit das kleine Cafè noch gemütlicher wird.Lotte bekommt überraschender Unterstützung von dem charmanten Fischbrötchenverkäufer Kasper.Mit Kasper macht die Arbeit noch mehr Spass und geht schneller vorran.Zudem kommt Lotte bei den Renovierungsarbeiten einem lang gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur……

Die Autorin Inga Schneider hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Detailliert beschreibt sie die traumhafte Umgebung der Ostsee,die verschiedene Orte und das kleine Cafè , so das direkt Urlaubsfreude aufkommt.Es gibt unerwartete Wendungen,die es immer wieder spannend machen-sehr gerne 5 Stern.

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Rezensionen von Baerbel82:

Der Gran-Canaria-Mordclub ermittelt

Inspector Pescadores und der Tote im Pool von Daniel Verano


„Inspector Pescadores und der Tote im Pool“ von Daniel Verano aka Daniel Wehnhardt habe ich mit großer Freude gelesen. Denn dem Autor folge ich schon länger. Zwei Kanaren-Krimis von ihm hatte ich bereits zuvor für gut befunden. Worum geht es?
Wir begegnen Ex-Kriminalhauptkommissar Markus Fischer (nomen est omen) und seinen Freunden Petra, Andreas und Marianne.

Nach einer durchfeierten Spiele-Nacht wird im Pool der Bungalowanlage eine Leiche gefunden. Schnell ist klar, es handelt sich um Mord.
Aber, ist der Sohn der Eigentümerin der Anlage wirklich der Täter, wie die Polizei behauptet? Der Gran-Canaria-Mordclub glaubt dies nicht und stellt eigene Ermittlungen an…
Man könnte „Inspector Pescadores“ durchaus als Cozy-Krimi bezeichnen, denn hier steht eindeutig die Atmosphäre auf der Insel im Vordergrund; die Spannung ist nur zweitrangig, fesselt aber trotzdem.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Markus. Er hat mich sofort an Philip Marlowe aus den Krimis von Raymond Chandler erinnert. Ein harter Kerl mit weichem Kern.
Daniel Verano fängt den Zeitgeist der 80er Jahre auf humorvolle Weise ein. Die Suche nach Spuren und einem Motiv gestaltet sich schwierig bis Kommissar Zufall den vier Freunden in die Hände spielt. Aber am Ende ist alles stimmig aufgelöst.
Markus, Petra, Andreas und Marianne, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Inspector Pescadores und der Mord im Mandeldorf“, die im April 2026 erscheinen soll.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mit viel Lokalkolorit, Spannung und Humor!

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Rezensionen von carola1475:

Düster und tragisch

Das Paradies verrät man nicht von Ninni Schulman

Zu Beginn des Buches gibt es kurze Rückblicke auf Ingrids Vorgeschichte. Trotzdem empfehle ich, den ersten Serienband zu kennen. Die frühere Polizistin lebt nach drei Jahren im Gefängnis versteckt in einem kleinen Ort in Dalarna, immer in Angst vor ihrem rachsüchtigen Ex-Mann Kjell. Sie hat ihr 'Büro für Privatermittlungen' aufgegeben und arbeitet als Zimmermädchen im Hotel.

Die Sehnsucht nach ihrer Tochter ist zum Lebenssinn geworden, sie hofft, irgendwann das Sorgerecht wieder zu bekommen.

Auf einem Hof in der Nähe wird eine junge Frau tot aufgefunden. Die Eltern sind überzeugt, dass Lena sich nicht umgebracht hat und bitten Ingrid, Nachforschungen anzustellen. Zögernd nimmt Ingrid den Auftrag an, aus ihrer Erfahrung als Polizistin weiß sie, dass es bei Selbstmorden für Hinterbliebene keine Hilfe und Antworten gibt, ihnen bleibt nur Trauer.

Auf einer zweiten Zeitebene, die acht Monate zuvor beginnt, lerne ich Lena kennen, die zurückhaltende junge Witwe ist einsam und wünscht sich, wieder glücklich zu sein. Je weiter ihre Geschichte voran schreitet, desto mehr fürchte ich die nahende Katastrophe. Besonders diese Erzählebene funktioniert, weil sie in der analogen Zeit der 1980er Jahre spielt, es gab keine Handys und kein Internet. Filme, Bücher und Musik der damaligen Zeit werden erwähnt und tragen zur Glaubwürdigkeit bei, ebenso wie die Beschreibung von Natur und Orten in Dalarna.

Erzählt wird neben Ingrids und Lenas Perspektive auch aus Sicht des manipulativen Kjell, der kein anderes Ziel mehr hat als sich an Ingrid zu rächen, und da ist noch Benny, Ingrids früherer Kollege und Freund, der sie unterstützt, so weit ihm das möglich ist.

Ninni Schulmans ruhiger und bildhafter Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch wechselnde Perspektiven und falsche Fährten bleibt die düstere Geschichte spannend. Die Figurenzeichnung ist psychologisch glaubhaft und Ingrid und Benny gewinnen an Tiefe. Sie werden mit ihren Ecken, Kanten, Unsicherheiten und Zwickmühlen, in denen sie stecken, für mich authentisch und nahbar.

'Das Paradies verrät man nicht' hat mich gut unterhalten - trotz des heftigen Cliffhangers am Ende des Buchs - und ich freue mich auf den dritten Band der Reihe.

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Rezensionen von DoraLupin:

Romantisch und humorvoll

Love On Repeat von Angela Kirchner

Ich lese immer mal wieder gerne kurzweilige Liebesromane, die romantisch sind und die mich mit sympathischen Figuren unterhalten. Deshalb war ich auf dieses Buch sehr gespannt und wurde von der ersten Seite an von der Handlung mitgerissen.

Das Buch dreht sich um Lara, diese freut sich auf das langersehnte Sabbatical nach dem Bionik-Studium.

Endlich kann sie das tun, was ihr Spaß macht: einen Thriller schreiben. Blöd nur, dass ihr die Zeit davonläuft, die Twists immer absurder werden und ihr in der Bibliothek auch noch das wichtige Forensikbuch vor der Nase weggeschnappt wird. Von einem Typen, der nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch verdammt unfreundlich ist. Wenige Tage später landet sie wieder in der Bibliothek - direkt vor Grumpys Füßen - und die Woche darauf abermals. Irgendetwas will das Schicksal Lara mitteilen. Und Grumpy spielt dabei offenbar eine entscheidende Rolle.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und passt daher sehr gut zum Genre. Ausserdem hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, so dass die Seiten geradezu dahingeflogen sind. Ich hatte das Buch deshalb auch in wenigen Tagen verschlungen. Lara fand ich von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte gut mir ihr mitfiebern und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen, dennoch hat sie es geschafft sich im Buch auch weiterzuentwickeln und es hat Spaß gemacht sie dabei zu begleiten. Aber auch Leo und die anderen Charaktere im Buch sind mir nach und nach immer mehr ans Herz gewachsen. Ich liebe es besonders, wenn in Liebesgeschichten etwas unerwartetes passiert und durch die Story mit der Zeitschleife ist das hier gegeben. Es ist ein toller Mix aus romantischer Liebesgeschichte aber auch aus humorvollem Chaos entstanden, dies hat richtig Freude beim Lesen gemacht und hat die Geschichte auch sehr besonders gemacht.

Die ganze Zeit habe ich mit den beiden Protagonisten mitgefiebert und die humorvollen Dialoge sehr genossen. Ich wurde von der Handlung wirklich gut unterhalten und ich habe jetzt richtig Lust noch weitere Bücher der Autorin zu entdecken. Von mir erhält das Buch die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die gerne romantische und dennoch auch humorvolle Romane mögen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Und so verliebte sich das Lamm in den Löwen...

Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich von Antonia Wesseling

Bereits das Cover des Hörbuchs ist mir direkt ins Auge gefallen und dieses hat mich schon sehr neugierig gemacht. Der Mix aus Romance und Krimi fand ich total interessant und ich habe das Hörbuch in in jeder freien Minute gehört und regelrecht verschlungen, da die ganze Handlung so spannend war.

Die Geschichte dreht sich um Lola, die sich sehr freut, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch nicht mehr wiederzuerkennen. Sie wird unzuverlässig und verstrickt sich in Lügen. Die Lage spitzt sich zu, als Vivian nach einem Streit mit Lola wie vom Erdboden verschwindet. Für Lola ist klar: Hier stimmt etwas nicht! Das fürchtet auch Elias, Vivians Halbbruder. Weil die Polizei in der Sache nichts unternehmen kann, beschließen Lola und er, Vivian auf eigene Faust zu helfen. Während sich die beiden bei ihrer Suche immer näherkommen, ahnen sie nicht, welche Grenzen Vivian für die vermeintliche Liebe längst überschritten hat!

In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden, der Schreibstil war locker und leicht und deshalb konnte ich mich beim Hörbuch ganz auf die Geschichte konzentrieren. Die Kapitel werden abwechselnd meist aus Sicht von Lola oder Elias gelesen, doch auch Vivian kommt ein paar mal zum Zug. Da alle Charaktere von unterschiedlichen Sprechern gelesen sind, weiß man immer gleich, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird. Das hilft dabei sich mit den einzelnen Figuren und deren Handeln besser identifizieren zu können. Über die Handlung möchte ich nicht zu viel erzählen, denn es bleibt bis zum Schluss spannend und mysteriös. Ausserdem gibt es einige überraschende Wendungen, die mich sehr überrascht zurückgelassen haben, vorallem auch das Ende der Geschichte! Der Mix aus Romantik und Krimianteil ist wirklich sehr gelungen. Mit den Charakteren hat man die ganze Zeit über mitgefiebert und konnte ihre Gedanken auch immer gut verstehen. Für mich stellt das Hörbuch wirklich ein kleines Highlight dar und natürlich vergebe ich dafür die volle Punktzahl und eine Empfehlung ab!

Die Sprecher des Hörbuchs haben ihre Aufgabe wirklich gut gemacht. Das Buch wurde spannend und gefühlvoll gelesen und ich habe den Sprechern immer gerne zugehört. Alle Stimmen waren angenehm und haben gut zum jeweiligen Charakter gepasst.

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Rezensionen von Ruth:

Einladung an alle

Einfach Literatur von Klaus Willbrand; Daria Razumovych

Auch ich habe mir mit Interesse auf Instagram die Videos angeschaut, in denen ein freundlicher älterer Herr sehr fundiert die Fragen einer jungen Frau beantwortet hat, Fragen nach literarischen Vorlieben, nach den wichtigsten Büchern des 20. Jahrhunderts, nach über- und unterschätzten Autoren und viele mehr.

Klaus Willbrand hieß der Mann, der sich sein ganzes Leben intensiv mit Literatur beschäftigt hat. Er war gelernter Buchhändler und Antiquar und hat über zwanzig Jahre lang ein gut sortiertes Antiquariat in Köln, in der Nähe der Universität, geführt. Anfang 2024 steht er vor der Frage, ob er sein Geschäft, das schon während der Corona-Pandemie in Schieflage geriet, schließen muss. Da hat seine junge Kundin und Freundin Daria Razumovych, eine Germanistin und Social Media-Expertin, die Idee, Videos mit Buchempfehlungen auf TikTok und Instagram hochzuladen. Nicht nur sein Antiquariat erhielt neuen Zulauf, nein, innerhalb kürzester Zeit wurde Willbrand als „ältester Bookfluencer Deutschlands“ bekannt. Er begeisterte über 150.000 Follower mit seiner Leidenschaft für gute Literatur und widerlegte das Vorurteil, das Buch sei ein aussterbendes Medium.
Klaus Willbrand ist im Januar im Alter von 83 Jahren gestorben und posthum erscheint nun sein Vermächtnis. „ Einfach Literatur“ heißt das Buch, das er gemeinsam mit Daria Razumovych geschrieben hat und das kein verbindlicher Kanon sein will, sondern ein „ Literaturverführer“, wie es auf der Rückseite heißt.
Es ist eine Mischung aus Biografie und literarischen Empfehlungen.
Schon sehr früh fand Klaus Willbrand Zugang zu Büchern. Mit fünf Jahren musste er wegen seinem starken Asthma ins Krankenhaus, wo er sich aus Langeweile selbst das Lesen beibrachte. Der Grundstock für eine lebenslange Leidenschaft war gelegt. Sein Weg führte ihn in den Buchhandel, zeitweise auch in die Verlagswelt. Dabei machte er Bekanntschaften mit Schriftstellern wie Heinrich Böll, den er auch als Mensch schätzen lernte oder Rolf Dieter Brinkmann, mit dem ihn bis zu dessen frühen Tod eine enge Freundschaft verband. Mit dem Dichter H.C. Artmann zog er um die Häuser. „ Das hatte wenig mit Literatur zu tun“, bekennt Willbrand freimütig. In seine Erinnerungen flicht er einige Anekdoten ein, die den Lesenden schmunzeln lassen. So hat er z.B. einmal Günter Grass vor den Kopf gestoßen, weil er kein Autogramm von ihm wollte.
Es war kein bürgerliches Leben, das Klaus Willbrand geführt hat. Immer wieder beginnt er etwas völlig Neues. So gönnt er sich auch ein dreijähriges Lesesabbatical. In dieser Zeit unternimmt er nichts, außer lesen. Dabei legt er sich „ eine literarische Basis“ an, von der wir alle nun profitieren dürfen.
Zwischen den unterhaltsamen Geschichten aus seinem Leben folgen Abschnitte über die Literatur, beginnend mit der deutschsprachigen, dann der angloamerikanischen und endend mit der französischsprachigen Literatur. Alle drei Großkapitel schließen mit einer langen Liste der wichtigsten Schriftsteller und Schriftstellerinnen.
Romane aus dem asiatischen und dem afrikanischen Raum sucht man hier allerdings vergebens. Ein kleines Manko, das aber durch die Art, wie Klaus Willbrand Bücher und Autoren vorstellt, ausgeglichen wird. Kurz und prägnant, dabei immer fundiert und respektvoll schreibt er über die einzelnen Werke und deren Schöpfer, greift Besonderheiten heraus, so z.B. die Ironie und die elegante Sprache bei Thomas Mann, die Hellsichtigkeit Kafkas und an Joseph Conrad schätzt er dessen Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen. Hans Fallada will er nicht als Unterhaltungsschriftsteller abgestempelt sehen. Virginia Woolf gesteht er „ ewige Bedeutung“ zu und an Proust führt für ihn kein Weg vorbei.
Eine Leseliste mit deren bedeutendsten Werken findet sich bei einigen Schriftstellern
Bei vielen der angesprochenen Bücher werden bei mir Leseerinnerungen wach und nicht bei wenigen habe ich Lust bekommen auf eine Zweitlektüre. Andere wiederum stehen schon seit langem auf meiner unendlichen Leseliste und bei manchen wurde erstmals mein Interesse geweckt. So ist das Buch nicht nur für Menschen, die Zugang zu guter Literatur finden möchten, sondern auch für Literaturkenner lesenswert.
„ Einfach Literatur“ ist eine Einladung an alle, die das weite Reich der Literatur für sich entdecken wollen. Denn: „Am Ende des Tages heißt es: lesen, lesen, lesen

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Rezensionen von Lesemama:

Zwischen Geheimnis und Missverständnis

The Secrets Between Us von Lilo Lauer

Bewertet mit 3.5 Sternen

Zum Buch:

Piper ist Journalistin und soll ausgerechnet Edgar van der Linden interviewen, ein aufstrebender Modedesigner, der eine Ruf hat, Frauen schlecht zu behandeln.
Und es beginnt auch gleich mit einem großen Schlag, Piper will abreisen, aber ihr Chef möchte dass sie Ed eine Woche bei der Arbeit begleitet.

Meine Meinung:

Mich hat der Klappentext neugierig gemacht. Eine Journalistin, die definitiv nicht auf ihre Klappe gefallen ist und ordentlich Kontra gibt, aber ein Trauma aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt, ein Modedesigner, exzentrischen, introvertiertund eine harte Schale, hinter die er niemanden blicken lässt. Er hat den Ruf eines Frauenhelds, der Frauen schlecht behandelt. Genau das, was Piper normalerweise meidet. Kein Wunder, dass die beiden von Beginn an aneinander geraten.
Die Idee ist gut, beide haben ihre Päckchen zu tragen, gemeinsam, sie kommen sich natürlich näher, funktioniert es besser, würden sie miteinander reden.
Soweit so gut, mit persönlich fehlte ein bisschen Tiefgang, das Gefühl kam nicht richtig bei mir an. Das Ende war kurz spannend, alles in allem eine gute Geschichte, die mich aber nicht so richtig abholen konnte, wie schon erwähnt, mit fehlte Gefühl, es ereixhte mein Herz nicht.
Den Epilog fand ich persönlich fehlte am Platz, soll vielleicht auf eine Fortsetzung mit Elif, einer Freundin von Piper, hindeuten, kam für mich aber nicht an. Eine nette Story, kann man gut lesen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hier ist wenig, wie es scheint

Waldestod von Robert Preis

Dieses Buch von Robert Preis ist ein Öko-Thriller, der unter die Haut geht. Wie ich es vom Autor gewöhnt bin, vermittelt er eine gruselige Stimmung. Worum geht‘s?

Die junge Journalistin Emmi Beinhart will eigentlich eine Auszeit nehmen, um den Stress im Job und ihre Beziehungskrise zu überwinden.

Da ereignet sich eine Unwetterkatastrophe in einem abgelegenen Tal der Steiermark und Emmi wird dorthin entsendet. Kollege Simon Sandberg bietet ihr freundlicherweise sein Ferienhaus im Katastrophengebiet zur Übernachtung an.

Doch was Emmi dort erlebt, ist DER Albtraum schlechthin. Denn nicht nur die evakuierten Bewohner der Ortschaft sondern auch die Umwelt verhalten sich feindlich. Nur Feuerwehrmann Severin Moser scheint freundlich und hilfsbereit. Doch ist er das wirklich? Und was hat er mit den vermummten Gestalten auf sich, die in der Nacht rund um das Haus, dessen Keller voll mit Konserven, Waffen und Kanistern ist, schleichen?

Meine Meinung:

Robert Preis, den ich schon von seiner Reihe rund um Chefinspektor Armin Trost kenne, schafft es auch mit diesem Buch, eine Gänsehaut zu erzeugen. Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf, um sich in einem überraschendem Showdown zu entladen. Doch bis es soweit ist, können wir Leser rätseln was oder wer hinter allem steckt.

Die Charaktere sind wie immer bei Robert Preis nicht leicht durchschaubar, haben Ecken und Kanten sowie eine zunächst verborgene dunkle Seite, die sich wie auf Knopfdruck entlädt.

Der Schreibstil ist düster, unheimlich und verstörend. Nicht ganz, was ich zur Entspannung lesen wollte.

Fazit:

Diesem Öko-Thriller, der streckenweise verstörend und unheimlich wirkt, gebe ich 4 Sterne.

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