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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von DoraLupin:

Verschickungskinder auf Borkum

Der Sommer am Ende der Welt von Eva Völler

Ich habe schon einiges über die Verschickungskinder gehört und auch schon Bücher gelesen und da man dieses dunkle Kapitel in der deutschen Geschichte nicht vergessen sollte, wollte ich auch unbedingt diesen Roman lesen, der auf realen Erlebnissen aufbaut. Ich kenne die Autorin bereits von einem historischen Krimi und da mir dieser sehr gefallen hat war ich auf das Buch sehr gespannt!

Die Geschichte handelt von der Journalistin Hanna, die beharrlich ihren Plan verfolgt, über die traumatischen Erfahrungen früherer Verschickungskinder auf Borkum zu berichten, denn auch ihre Mutter hat dort bei einer solchen Kinderkur einst Schlimmes erlebt.

Doch vor Ort erhebt sich Widerstand, als Hanna die damaligen Missstände aufdecken will. Nur der Inselarzt Ole steht ihr bei ihren Nachforschungen zur Seite, beide verlieben sich Hals über Kopf. Dann wird Hanna das alte Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin zugespielt, aus dem sich Hinweise auf ein vertuschtes Verbrechen ergeben. Dabei gerät Hanna in ein verstörendes Dilemma, denn nach und nach zeichnet sich ab, dass in Oles Familie ein schreckliches Geheimnis gehütet wird!

Ich habe recht gut in die Geschichte reingefunden, der Schreibstil war bildlich und gut zu lesen, auch wenn die Sätze teilweise etwas lang und verschachtelt waren, da habe ich einen etwas lockereren und leichteren Schreibstil eigentlich lieber. Dennoch hat sich recht schnell ein guter Lesefluss ergeben und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Die Autorin hat das Leid der Verdschickungskinder wirklich sehr eindrücklich beschrieben und das Buch ist nichts für schwache Nerven! Dennoch ist es auch so wichtig an diese Kinder und ihr Leid zu erinnern und dies nicht zu vergessen. Sie brauchen einfach eine Stimme, nachdem ihnen häufig nach der "Kur" niemand geglaubt hat.

Ich mochte die Recherchearbeit von Hanna wirklich gerne, es wurde auch sehr abwechslungsreich berichtet. Mal ist ein Verschickungskind zu Wort gekommen, dann waren es wieder Worte aus einem Tagebuch aber immer war man mitten im Geschehen dabei und hat mit den Kindern so sehr mitgelitten! Ich habe ausserdem noch einiges Lernen können, denn das es auch Versuche mit Medikamenten gab hat mich sehr entsetzt zurückgelassen und auch aus welcher Zeit vieler dieser Kurärzte kamen und was sie für eine Vergangenheit hatten war mir vorher nicht klar.

So sehr mich die historische Geschichte mitgerissen hat, muss ich leider sagen, dass mir die Charaktere im Buch leider nicht sehr sympathisch waren. Sowohl Hanna, als auch Isa und auch Hannas Tochter Kathie waren alle so zickig und sind mir leider nicht richtig nahe gekommen als Leser.Teilweise haben sie mich mit ihrer Art wirklich genervt und das ist sehr schade, da mir die Geschichte an sich so gut gefallen hat! Lediglich den Arzt Ole fand ich recht nett, aber ich empfand die Liebesgeschichte zwische ihm und Hanna immer wieder als platt und zu kitschig, für mich hätte es diese Liebesgeschichte nicht gebraucht, aber dies ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Das Ende der Geschichte war nochmal richtig spannend und konnte mich überraschen und deshalb vergebe ich für das Buch alles in allem 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung ab.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Familiengeheimnisse

Wiedersehen in Assam von Janet MacLeod Trotter

Der 5. und letzte Teil dieser Teeplantagen-Reihe entführt uns im Jahr 1962 wieder nach Assam. Samantha „Sammy“ ist nun 14 Jahre alt, lebt im Londoner Internat und reist für die Weihnachtsfeiertage auf die Teeplantage ihrer Eltern nach Indien. Es ist eine Zeit der Unruhe, denn die Grenzstreitigkeiten mit China schwelen wie manche andere Unruhe über den Plantagenbesitzern.

Doch das ist nicht das einzige, was Sammy den Aufenthalt vergällt. Zufällig enthüllt sie ein lange gehütetes Geheimnis ihrer Mutter, das alle außer ihr zu kennen scheinen.

Die Ferien enden im Streit und Sammy kehrt nach England zurück. Wird sie sich mit ihrer Mutter aussöhnen und jemals nach Indien zurückkehren?

Meine Meinung:

Ich habe vor kurzem eine andere Reihe der Autorin gelesen und habe mich ohne die Vorgänger der Assam-Reihe zu kennen, gleich zurechtgefunden. Das Konzept ist ähnlich: britische Teeplantagenbesitzer, das Geheimnis um eine nicht standesgemäße große Liebe inklusive einem unehelichen Kind, das man weggeben und verstecken muss, sowie ein neugieriges Familienmitglied, das dem Geheimnis auf die Spur kommt.

Vieles ist vorhersehbar, aber farbenprächtig erzählt. Manches aus meiner Sicht, ein wenig altbacken. Aber so sind sie eben, die britischen Feudalherren (und Damen). Oft steckt hinter dem großspurigen Gehabe ein dunkles Geheimnis.

Die meisten Charaktere sind ziemlich durchschaubar, aber nicht ungut.

Die junge Sammy wirkt stellenweise erwachsener als es für das angegebene Alter üblich ist.

Fazit:

Wer gerne historische Romane mit Intrigen, Herzschmerz und Vorurteilen vor einer exotischen Kulisse lesen möchte, ist hier genau richtig. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine interessante Biografie

Elizabeth Scheu Close von Judith Eiblmayr

Der Verlag Anton Pustet hat seit einiger Zeit Bücher über Architektinnen und Architekten im Programm. Diese Monografie beschreibt das Leben und Wirken der Architektin Elizabeth Scheu Close (1912-2011), die in Wien geboren ist. Ihre Mutter ist Jüdin, der Vater Sozialdemokrat. Sie lassen sich vom bekannten Architekten Adolf Loos ihre Villa in Hietzing, dem 13.

Bezirk von Wien eine moderne Villa bauen. Zu modern, wie die meisten Zeitgenossen sagen.
Diese Villa in der Larochegasse 3 wird den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstehen, mehrmals verkauft werden, ist aktuell im Besitz der Stadt Wien und steht unter Denkmalschutz.

Beeindruckt vom Sozialen Wohnbau des Roten Wien, beginnt sie 1930 als einzige Frau unter Dutzenden Männern an der TU Wien das Studium der Architektur. Wie sie später erzählt, hat man es ihr und den Studentinnen anderer Fakultäten nicht leicht gemacht. Sei es, dass man den jungen Frauen keine Toiletten zur Verfügung stellen wollte, oder sei es, dass man ihre Arbeiten um einiges strenger beurteilt hat. Weil sie aus einem jüdisch-sozialistischem Elternhaus stammt, wandert sie 1932 in die USA aus. Dort lernt sie ihren Studienkollegen Winston Close kenne, den sie 1938 heiratet.

Gemeinsam gründen das Ehepaar ein Architekturbüro. Sie werden zahlreiche Firmensitze, Geschäftsgebäude und Einfamilienhäuser planen und bauen. Um nach dem Zweiten Weltkrieg schnell ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, arbeiten sie mit Fertigteilhäusern. Bekannt sind auch ihre Gartensiedlungen, für die Immobilienspekulanten bestehende Arbeiterwohnviertel abreißen. Damit sollen Häuser für weiße, gut verdienende Familien errichtet werden.

Zeit ihres langen Lebens - sie wird fast 100 Jahre alt - schwingen die Entwürfe des sozialen Wohnbau im Roten Wien
sowie die einfache und klare Struktur eines Adolf Loos in ihren eigenen Arbeit mit.

Fazit:

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Zahlreiche Abbildungen aus dem Privatbesitz der Architektin, Pläne und Fotos ihre Studien bzw. errichteten Gebäuden vervollständigen dieses interessante Buch über Elizabeth Scheu Close, einer amerikanischen Architektin mit Wiener Wurzeln. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von lorireads:

Leider eher enttäuschend

Say You'll Remember Me von Abby Jimenez

Da mir mein letztes (und erstes) Buch von Abby Jimenez nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil am Ende doch richtig gut gefallen hatte, habe ich große Hoffnungen in 'Say you'll remember me' gesteckt. Und auch wenn sich das Buch an sich gut lesen lässt und die Geschichte in ihrer Grundidee und Ausführung interessant und emotional ist, ist der Funke bei mir trotzdem nicht so ganz übergesprungen.

Ich kann nicht so ganz sagen, woran das letztendlich lag. Vielleicht auch an der Übersetzung (ich hoffe zumindest das Samanthas "witzige" Sprüche über Senf im Original besser rüberkommen). Teilweise wurden im Buch Begriffe verwendet, die mir überhaupt nicht zum "normalen" deutschen Sprachgebrauch zu passen schienen. Jedenfalls habe ich zu beiden Protagonisten keinen richtigen Zugang gefunden. Bei Xavier, dessen Namen ich irgendwie komplett unpassend finde, lag es sicher auch an seiner unnahbaren und ernsten Art, die ich an sich auch wirklich gut dargestellt fand. Samantha hingegen blieb für mich eher blass und ich konnte auch mit ihrer Hingabe zu ihrem Job, der für mich einfach gar nicht interessant oder sinnstiftend klingt, nichts anfangen. Klar, für sie ist die Flexibilität sehr praktisch, aber das war auch schon das einzige, was für mich an einer Werbetexterin für eine Senffirma reizvoll klingt. Und es steht im krassen Gegensatz zu Xaviers aufopferungsvollen Freiwilligendiensten und seiner Arbeit als Tierarzt. Auch die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden oder den Grund, warum es so gefunkt hat, konnte ich nicht erkennen. Auch, dass sie Xavier gegenüber, unabsichtlich oder nicht, bei ihrem ersten seeehr langen Date nicht erzählt hat, dass sie am nächsten Morgen in einen anderen Bundesstaat zieht, und dass das Thema nicht ganz von alleine aufgekommen ist, hat mich irritiert.

Leider konnte ich auch bei der Liebesgeschichte von Sam und Xavier nicht so richtig mitfiebern. Normalerweise habe ich mit so etwas kein Problem, aber die zahlreichen schweren Themen nahmen teilweise so viel Raum ein, dass wenig Positives dazwischen durchkam. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese nur eine Aneinanderreihung von Schicksalsschlägen und das hat meine Leselust ziemlich getrübt. Gleichzeitig wusste man ja, dass es sicherlich ein Happy End geben wird, weshalb ich irgendann einfach nur noch gehofft habe, dass das ganze Leiden für Xavier und Sam bald vorbei ist.

Somit war Say You'll remember me für mich leider nur ein mittelmäßiges Leserlebnis und ich muss feststellen, dass Abby Jimenez vielleicht doch einfach nicht meine Autorin ist.

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Rezensionen von PMelittaM:

Interessanter Beginn, wenig nachvollziehbares Ende

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley

In einer nahen, nicht näher bezeichneten Zukunft gelingt es in Großbritannien, mehrere Personen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu holen. Diesen werden Personen zur Seite gestellt, die sie begleiten sollen, denn keiner weiß, wie der Transfer auf die Menschen wirkt.

Eine dieser Personen ist die namenlose Ich-Erzählerin, diese kümmert sich um Graham Gore, einem Mitglied der Franklin-Expedition und eine tatsächliche historische Persönlichkeit.

Wie die anderen sogenannten Expats gilt er in der Vergangeheit als verstorben.

Der Roman hat zehn Kapitel, wobei, eigentlich sind es zwanzig, denn jede Kapitelnummer gibt es zweimal, einmal, in römischen Ziffern, geht es in die Vergangenheit, wo man zunächst Graham Gore begleitet, später dann erfährt, was nach seinem Tod beziehungsweise Transfer in Zusammenhang mit der Expedition weiter passiert ist. Die Kapitel mit den arabischen Ziffern erzählen, was in der Gegenwart passiert, und zwar, wie schon erwähnt aus der Perspektive der Begleiterin Graham Gores. Hin und wieder, allerdings nicht sehr oft, spricht die Ich-Erzählerin jemand direkt mit „Du“ an, wobei ich als Leserin mich davon nicht angesprochen fühlte, und auch am Ende ist mir nicht ganz klar, wer „Du“ sein soll.

So sind diese beiden die Hauptcharaktere, man lernt aber auch andere Charaktere näher kennen, zum Beispiel die anderen Expats, und erfährt auch, wie diese, die immerhin aus verschiedenen Jahrhunderten (17. bis 20. Jahrhundert) stammen, untereinander agieren und jeweils mit der Situation klar kommen. Das fand ich recht interessant und auch nachvollziehbar erzählt.

Erlebt man zunächst nur mit, wie sich die veränderten Umstände auf alle auswirken, und wie mit den Expats umgegangen wird, die im Grunde ein Experiment sind, kommt es in der zweiten Hälfte zu einer Wendung, die lebensgefährlich wird.

Verzichten hätte ich auf die Liebesgeschichte können, die sich zunächst nur andeutet, später nicht nur greifbarer, sondern dann auch zu ausführlich erzählt wird. Leider hat mich da schon, etwa ab dem letzten Viertel, die Geschichte etwas verloren, danach dann immer mehr. Gegen Ende erschien sie mir immer weniger nachvollziehbar.

Mir hat die Geschichte leider nicht durchgehend gefallen, zunächst fand ich sie recht originell, doch gegen Ende verlor sie in meinen Augen immer mehr an Logik. Schade, da wurde einiges an Potential verschenkt. Da ich den Roman recht lange ganz gut fand, vergebe ich noch 3 Sterne.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

zwei Lebensszenarien

Im Leben nebenan  von Anne Sauer

"Im Leben nebenan" von Anne Sauer ist in der Hörbuchfassung von Chantal Busse gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören.

Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit hat mir Busses Stimme gut gefallen.
Sowohl Buchcover, als auch der Klappentext haben mich sofort an diesem Buch gereizt. Es ist wunderbar gestaltet, auch der Titel macht neugiereig. Der Klappentext spielt dann auf eine ungewöhnliche "Was-wäre-wenn-Situation" an, die verschiedene Lebensentwürfe nebeneinander stellt.
Das Buch als solches habe ich dann tatsächlich innerhalb kurzer Zeit durchgehört. Sprache und Stil sind angenehm, leicht zu lesen/hören. Interessant fand ich die Verstrickung zwischen den beiden parallelen Welten. Diese sind entweder als "Toni" oder "Antonia" betitelt, so dass sich gut der Überblick behalten werden kann. Im Leben von "Antonia" gibt es ein Bewusstsein für das vergangene Leben als "Toni". Die "Toni"-Version läuft jedoch auch weiter, ohne, von "Antonia" zu wissen. Das scheint mir irgendwie eine Ungerechtigkeit, die auch bei der Protagonistin eine Hilflosigkeit hervorruft, andererseits das Leben vor dem Mutter-Sein ("ich war eine völlig andere") stilistisch hervorragend aufnimmt.
Ich habe beide Lebensentwürfe gern verfolgt, habe aber in beiden das Gefühl gehabt, dass Protagonistin An"toni"a nicht vollkommen sie selbst und glücklich sein kann. Das ist schade. Die Darstellung von Müttern war teils etwas eindimensional - neben dem Mutter-Sein war wenig Platz für restliche Persönlichkeit.
Insgesamt mocht ich dieses Buch sehr und habe es gern gelesen.

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Rezensionen von brauneye29:

Schönes Buch

Freundschaft kennt kein Alter von Rashid Hamid

Zum Inhalt:
Rashid Hamid ist mit Herz und Seele alten- und Krankenpfleger. Bekannt durch seine Social Media Präsens haben schon viele von ihm gehört. Hier erzählt er die Geschichten einiger seiner Patienten und auch, was sie ihm persönlich bedeuten und wie sie auch sein Leben verändert haben.
Meine Meinung:
Ich bin ursprünglich per Zufall auf Rashid aufmerksam geworden und d gerade die Filme mit Lotto, Heiko oder Edith sind ei Fach so besonders.

Man spürt, dass Rashid und auch sein Team nicht nur Pfleger sind und ihren Job machen, nein sie sind viel mehr. Sie wurden zu Freunden, die auch mehr Zeit mit ihren Patienten verbringen als sie müssten, denn auch die Patienten geben ihnen etwas zurück. Wie sehr habe ich es genossen immer wieder Geschichten mit Lotti zu sehen oder wie jetzt zu hören. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings am Hörbuch. Der Autor liest es leider nicht selbst, das hätte ich mir gewünscht.
Fazit:
Schönes Buch

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Rezensionen von brauneye29:

Schwierig

Die Schrecken der anderen von Martina Clavadetscher

Zum Inhalt:
Ein Junge, der beim Schlittschuhlaufen einen Toten findet, ein reicher Erbe, der immer weniger sieht und dessen Mutter, die zwar fast nur noch im Bett liegt aber dennoch alle Fäden in der Hand hält. Wie das alles zusammen passt? Ein alter Archivar lässt sich von der seltsamen Rosa mitreißen, denn sie hat verstanden, dass alles miteinander verbunden ist.

Meine Meinung:
Das war ein echt sonderbares Buch, in meinem Fall Hörbuch. Es war zwar irgendwie interessant anzuhören, aber ich konnte lange keinen roten Faden erkennen und das Buch wirkte wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die nichts miteinander zu tun haben. Erst langsam wird klar, dass es um etwas geht, was in der Vergangenheit liegt. Auch wenn irgendwann die Fäden entwirrt werden und sich nach und nach ein klareres Bild zeigt, ist es für mich ein Buch, dass nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Fazit:
Schwierig

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Rezensionen von clematis:

Journalistenmord

Eisfeld – Dunkle Enthüllungen von Steffen Weinert

Mara Eisfeld hat erst kürzlich ihren ersten Fall als Leiterin der 9. Mordkommission im Berliner LKA bravourös gemeistert, da wird schon der nächste Tote gemeldet: ein bekannter Investigativjournalist ist direkt vor dem Verlagshaus mitten in Berlin erschossen worden. Während die Ermittlungen immer gefährlicher werden und schließlich auch noch eine sehr persönliche Wendung nehmen, spitzen sich auch in Maras Privatleben die Ereignisse immer weiter zu.

Mara Eisfeld ist mir schon von ihrer früheren Ermittlung rund um Katharina S. in guter Erinnerung, sodass ich natürlich sehr neugierig auf „Dunkle Enthüllungen“ war. Und auch hier enttäuscht Autor Steffen Weinert seine Leser nicht, die lebensnahe Darstellung sämtlicher Figuren sorgt für ein realistisches Bild beim Leser, der Kriminalfall hat zwar meinen Geschmack nicht ganz so perfekt getroffen wie zuletzt, ist aber jedenfalls spannend und logisch aufgebaut. Insbesondere die privaten Szenen rund um Mara lassen die Hauptkommissarin authentisch erscheinen, auch sie ist keinesfalls fehlerfrei und tappt sogar in eine gefinkelte Falle. Wohldosierte Spannungsmomente, humorvolle Episoden und ein Ende, das keine Fragen offen lässt, lassen diesen Krimi zu einem Leseerlebnis werden, die flotte Sprache Weinerts trägt nicht zuletzt dazu bei.

Eine tolle Krimireihe mit einer Leiterin der 9. Mordkommission als Hauptfigur, die mit ihrer Nähe zum realen Leben punkten kann. Ich komme gerne wieder nach Berlin, wenn es einen weiteren Fall gibt!

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Rezensionen von reimon:

Interessanter Titel

Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht

Ist die Erzählerin so eine unentschlossene Person? Ja, im Moment der Wiederbegegnung mit dem einst faszinierenden Mann. Nein, sie nimmt sich nach vielen unterschiedlichen Erfahrungen Zeit für ihre Entscheidung; hat gelernt, auf ihr Gefühl zu achten. Vielleicht ein bisschen unentschlossen, das ist in Liebesdingen ja recht verbreitet.

Eine Frau mit einiger Lebenserfahrung (bei einem Mann hieße es hier wahrscheinlich „in den besten Jahren“) beginnt, auch angeregt durch die Wiederbegegnung (s.o.), ihr Leben, ihr Frausein, ihre Zeit mit den heranwachsenden Kindern, die als Partnerin — ihre Entwicklung also — aus der momentanen Sicht zu betrachten.

Der unangenehme Besuch bei der Zahnärztin gleich zu Beginn, die beunruhigende Situation ihrer Schwester, auch diese Schilderungen gehören dazu. Manchmal wirkt die Geschichte dadurch etwas sprunghaft, dann wieder sehr flüssig erzählt. Doris Knecht hat ein anregendes Buch geschrieben, das zur Auseinandersetzung mit der eigenen Entwicklung anregt.

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