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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nuean:

Wundervoller Abschluss der Reihe

Dunbridge Academy - Anymore von Sarah Sprinz

Ich habe schon alle Teile der Dunbridge Academy gelesen, aber auf den von Grace habe ich am sehnsüchtigsten gewartet.
Grace hat mit einigem zu kämpfen. Nicht nur, dass ihr Freund Henry sie für eine andere verlassen hat. Auch ihre beste Freundin Olive hat gerade eigene Kämpfe auszufechten. Nun kurz vor dem Beginn des letzten Schuljahres lässt sie ihr bester Freund Gideon im Stich und verschwindet den gesamten Sommer, den sie sonst immer zusammen verbracht haben.

Als er zum Schuljahresbeginn auftaucht ist alles anders und Grace steckt fest und schadet sich mit ihrem Verhalten selbst. Gideon hat den schlimmsten Sommer seines Lebens hinter sich und traut sich nicht mit dem Menschen darüber zu sprechen, der im alles auf der Welt bedeutet. Stattdessen trifft er falsche Entscheidungen und verletzt Grace ein ums andere Mal.
Da wieder aus beiden Perspektiven erzählt wird ist man mittendrin in den ganzen Gefühlen der beiden. Es ist so herzzerreißend und traurig, aber auch wahnsinnig gefühlvoll. Diese letzte Band fügt alles zusammen und doch fällt der Abschied wahnsinnig schwer. Ich hoffe so sehr, dass doch noch mehr kommt, da ich nicht bereit bin, die Charaktere loszulassen.
Fazit: Der beste Teil der Reihe!

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Rezensionen von nuean:

So viel Gefühl...

Wild Eyes von Elsie Silver

Ich liebe die Bücher von Elsie Silver und habe mich schon sehr auf Band 2 der Reihe gefreut. Vielen Dank an Lyx und netgalley, dass ich dieses Buch lesen durfte.
West Belmont ist schon bekannt aus Band 1. Harte Schale und ultraweicher Kern. Er lebt mit seinen Kindern auf einer Ranch, trainiert Pferde, war als Jugendlicher ein Hitzkopf und ist immer noch zu allem bereit, wenn es um seine Lieben geht.

Skyar Stone ist erfolgreiche Sängerin, aber gerade an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie ihre eigenen Träume kennenlernen und verwirklichen möchte. Um sich selbst zu finden möchte sie ein eigenes Album mit einem der besten Produzenten aufnehmen und landet mitten im Nirgendwo, auf der Ranch von West.
Ich habe es von Anfang geliebt. Die Chemie zwischen Skylar und West ist von Anfang an sehr explosiv. Die Schlagabtausche sind genial und haben mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Auch die Charaktere des ersten Bandes sind wieder mit dabei, was ich super finde. Die Dynamik zwischen West, Skylar und seinen Kindern ist einfach wunderbar.
Der Schreibstil ist flüssig, locker und spritzig, voller Humor. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen!
Fazit: Toller 2. Band mit viel Humor, Gefühl und Leidenschaft!

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Rezensionen von Julchentim:

Gesellschaftlich wichtig, emotional stark, mit ein paar blinden Flecken

Im Leben nebenan von Anne Sauer


Anne Sauers Debüt Im Leben nebenan hat mich in vielerlei Hinsicht beeindruckt, vor allem, wie ehrlich und sensibel Themen wie unerfüllter Kinderwunsch, postpartale Depression und der leise Zweifel an eigenen Lebensentscheidungen verhandelt werden. Diese Fragen - was wäre, wenn alles anders gekommen wäre? - sind emotional enorm aufgeladen, und genau diese Zwischentöne haben mich beim Lesen besonders berührt.

Die Struktur des Romans ist klar und durchdacht, der Wechsel zwischen den beiden Parallelleben funktioniert gut, und das Hörbuch, wunderbar gesprochen von Chantal Busse, hat mir den Einstieg erleichtert und mir viele berührende Momente beschert.

Trotzdem blieb bei mir auch einiges offen. Die beiden Hauptfiguren, oder besser gesagt: zwei Versionen ein und derselben Frau, fühlten sich über weite Strecken eher blass an. Mir fehlten Ecken, Interessen, Konflikte außerhalb ihrer jeweiligen Partnerschaften. Ich hatte den Eindruck, dass sie mehr als Identifikationsflächen gedacht waren, was sicher eine bewusste Entscheidung der Autorin war, mich aber emotional ein wenig auf Distanz gehalten hat.

Auch bei der Behandlung feministischer Themen war ich zwiegespalten. Die Aspekte, die angesprochen wurden, von Sorge um das Kind über finanzielle Unsicherheiten bis hin zu strukturellen Benachteiligungen, sind zweifellos wichtig. Doch vieles blieb mir zu oberflächlich oder wirkte wie „Pflichtstationen“. Ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe, Reibung und vor allem eine stärkere Auseinandersetzung mit Klassenfragen gewünscht.

Was bleibt, ist ein Roman, der gesellschaftlich relevante Fragen auf kluge Weise in Szene setzt, aber bei der Figurenzeichnung und thematischen Tiefe nicht durchgehend überzeugt. Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen, vor allem, weil es wichtig ist, über solche Themen zu sprechen. Es trifft einen Nerv unserer Zeit, auch wenn nicht jeder Ton perfekt sitzt.

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Rezensionen von nuean:

Tolle Idee und guter Einstieg in die Reihe, mit kleinen Schwächen

The Wrong Bride von Catharina Maura

Mich haben vor allem das Cover und der Klappentext angesprochen. Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich die Autorin auch noch nicht kannte.
Raven du Pont ist als Modedesignerin und Model sehr erfolgreich. Als Tochter eines erfolgreichen Medienunternehmers ist sie in den exklusiven Kreisen zu Hause und auch mit der Familie Windsor von klein auf bekannt.

Die Familie Windsor setzt von jeher auf arrangierte Ehen und auch Raven war Ares Windsor versprochen, bis dieser mit ihrer Schwester Hannah zusammenkam und ihre Familien diese Verbindung akzeptierten. Doch als Hannah kurz vor der Hochzeit kalte Füße bekommt und nicht vor dem Altar erscheint muss Raven einspringen um die Position ihrer Familie zu erhalten. Doch Raven ist schon immer in Ares verliebt, während er sie als seine beste Freundin sieht und nun hofft Raven die Ehe dazu zu nutzen Ares Liebe zu bekommen.
Raven ist mir gleich ans Herz gewachsen, die ist eine tolle Frau, lieb und fürsorglich, immer für ihre Familie und Freunde da. Obwohl ihre Schwester und Mutter nicht gerade toll sind, liebt sie sie von Herzen. Auch Ares mochte ich auch wenn ich ihn teilweise nicht verstehen konnte. Allerdings fällt das im Laufe des Buches leichter, da auch aus seiner Sicht erzählt wird.
Ich finde die Idee wirklich toll, nur die Umsetzung hat mich etwas gestört. Die ständigen Wiederholungen und das ständige Gejammer waren mir auf Dauer etwas zu viel. Es gibt wirklich unendlich viele Wiederholungen und auch sprachlich ist noch Luft nach oben.
Trotzdem hat mich Ravens und Ares Geschichte gut unterhalten, auch aufgrund der grandiosen Nebencharaktere, die mich dazu bringen werden auch noch die folgenden Bände der Reihe zu lesen.
Fazit: Tolle Idee mit viel Luft nach oben.

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Rezensionen von Lesender:

Vier Rentner ermitteln in einem Mordfall

Inspector Pescadores und der Tote im Pool von Daniel Verano

Der erste Fall für den "Gran Canaria Mordclub" ist ein unterhaltsamer Krimi, bei dem der Fall zwar ein bisschen zu kurz kam, der aber dafür auch mit vielen anderen Dingen besticht.

Die vier deutschen Rentner-Auswanderer, allen voran der ehemalige Kommissar Markus Fischer, sind eine bunt gewürfelte Truppe, von denen jeder seine ganz eigene Art hat.

Nachdem ein Toter im Pool ihrer Bungalowanlage gefunden wird und ein Tatverdächtiger schnell zur Hand ist, sieht der Fall aus wie geklärt. Aber die Vier sind nicht überzeugt, dass der Richtige gefasst wurde und ermitteln auf eigene Faust.

Neben den Ermittlungen rund um den Mordfall, glänzt die Geschichte vor allem durch ihren Humor. Der Autor gibt viel über den Handlungsort, Sitten und Gebräuche, und jede Menge kulinarische Spezialitäten (inklusive Rezepten) preis.
Es macht richtig Spaß zu lesen.

Die Cover der Reihe gefallen mir richtig gut!

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Rezensionen von nuean:

Wunderschön, gefühlvoll und spannend

Variation - Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Ich habe schon einiges von Rebecca Yarros gelesen und liebe ihren Schreibstil, deshalb konnte ich auch an Variation nicht vorbeigehen.
Die Ballerina Allie Rousseau erholt sich im Ferienhaus ihrer Familie in Cape Cod von einer Verletzung. Als sie wieder auf Hudson Ellis trifft, kommen die Gefühle und Erinnerungen an die Vergangenheit wieder hoch.

Ich war sofort mittendrin im Buch und der Handlung. Die Einstiegszenen aus der Vergangenheit versprechen viel Spannung und Gefühl. Allie mochte ich sofort, sie ist wahnsinnig ehrgeizig und wirkt auf den ersten Blick etwas kühl, aber bei allem was sie erlebt hat ist es nur verständlich, dass sie ihr Herz schützt. Auch Hudson mochte ich sofort, er ist immer und überall da und bereit zu helfen, allen voran denen, die er lebt. Er stellt seine Wünsche hintenan um andere glücklich zu machen.
Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar, das Knistern, die Spannung, die Geheimnisse der Vergangenheit!
Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen. Hudsons Familie und auch Allies Schwestern haben nochmal ihre eigene Geschichte von der ich nicht genug bekommen konnte.
Der Schreibstil ist locker, flüssig, mitreißend und humorvoll. Es fehlt an nichts, Liebe, Leidenschaft, Verrat, Trauer und Glück, alles was mein Leserherz begeistert.
Fazit: Ein wundervolles Buch über Liebe und Loslassen

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Rezensionen von peedee:

Mit Mini-Schritten in die richtige Richtung

Gamechanger Protein von Matthias Riedl

Wenn man sich die Regale der Supermärkte anschaut, finden sich zurzeit viele mit Proteinen angereicherte Produkte (High Protein Puddings, Shakes, Riegel, Toast, Pasta u.v.m.). Brauchen wir das wirklich? Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner, Buchautor sowie ärztlicher Direktor und Gründer des medicum Hamburg, klärt auf.

Auf verständliche Art vermittelt er aktuelles Fachwissen rund um die Proteine, ergänzt mit 60 Rezepten und vielen Tipps für die Umsetzung im Alltag.

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir, ebenso der Buchtitel – wer möchte nicht einen Gamechanger für eine verbesserte Gesundheit haben?

Dies ist mein zweites Buch des Autors nach „Iss dich gesund mit Dr. Riedl“, was mir sehr gut gefallen hat.

Proteine, Kohlenhydrate und Fette gehören zu den Makronährstoffen, von denen der Mensch grosse Mengen zu sich nehmen muss, um die „Maschine“ – den Körper – am Laufen zu halten. Es ist sehr interessant, was Eiweiss bewirkt. Es gilt als „Arbeiter des Körpers“, wohingegen die anderen beiden in erster Linie als Energiequelle dienen.
Häufig heisst es: „je mehr, desto besser“. Gilt das auch für Eiweiss? Nein. Auch wenn viele „Pseudoexperten“ (O-Ton Dr. Riedl) – die Influencer – häufig genau das in den Social Media vermitteln. Aber ein Zuviel an Protein kann kontraproduktiv sein und die Nieren belasten.

Ich habe gelernt, dass das Protein dafür sorgt, dass es zum Sättigungsgefühl kommt. Sobald der Körper merkt, dass die Depots gefüllt sind, wird der „Schalter“ von „hungrig“ auf „satt“ umgestellt (Protein-Leverage-Effekt). Doch das bedeutet auch, dass ich hierfür mehr Protein in meinen Speiseplan aufnehmen muss, um Heisshunger-Attacken zu vermeiden. Die Rezepte im Buch geben erste Impulse. Mir hat insbesondere gefallen, dass Dr. Riedl empfiehlt, die Veränderung in der Ernährung in kleinen Schritten zu gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag eben die Gerichte, die er täglich vorgesetzt bekommt. Ob sie aber für den Körper gesund sind, ist ein ganz anderes Thema. Also lieber eine kleine Veränderung dauerhaft umsetzen und erst danach ein weiteres Thema angehen.
Fazit: viel trinken (immer eine „Baustelle“ bei mir), Proteinzufuhr auf drei Mahlzeiten am Tag verteilen (dazwischen möglichst nicht snacken), mehr Bewegung.

Ich habe dieses Buch als E-Book gelesen. Einige Tabellen waren dabei auf dem E-Book-Reader aufgrund der kleinen Bildschirmgrösse nicht so gut lesbar. Dies ist in der gedruckten Version sehr viel besser gelöst. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter – 5 Sterne.

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Rezensionen von MarcoL:

Toller, einfühlsamer Gesellschaftsroman an der Küste Schottlands 1900

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Die See nimmt, die See gibt. Besonders gilt das für das schottische Fischerdorf Skerry. Es ist das Jahr 1900, die Bewohner des Dorfes mühen sich im täglichen Alltag ab. Die Fischerei ist in den Küstenwässern gefährlich, das Meer unberechenbar. Schon so mancher Fischer kam am Abend nicht mehr nach Hause.

Und tragischerweise nahm Jahre zuvor die aufgewühlte Nordsee Dorothys sechsjährigen Sohn Moses. Für sie bricht ihre letzte Welt, ihr letzter Halt zusammen. Ihr Mann ist schon vor Jahren aufs Festland verschwunden, ohne ein einziges Mal seine Familie zu besuchen. Einzig die Unterhaltszahlungen waren der letzte Beweis für die Ehe. Zudem war Dorothy in Skerry immer die Außenseiterin. Als Lehrerin kam sie damals ins Dorf, floh quasi von ihrer besitzergreifenden Mutter. Schnell geriet sie ins Visier von Getuschel, Tratsch und Ausgrenzungen. Denn der alleinstehende Joseph, ein ruhiger, sympathischer Fischer, zeigt sich Dorothy zugewandt. Und auch sie war dem Mann nicht abgeneigt. Wenn da nicht Agnes und ihre Mutter wären – selbst Opfer ihres gewalttätigen Familienoberhaupts – die sich derart in den Gedanken verrannt haben zu haben, dass sich Jospeh selbstverständlich für Agnes entscheiden würde.
Als dann ein beinahe lebloser Kinderkörper an Land gespült, von Joseph entdeckt und umgehend ins Pfarrhaus zur Pflege gebracht wird, gerät die dörfliche „Ordnung“ erst recht durcheinander. Vieles erinnert an damals, an Moses, auch das unbekannte Kind selbst. Dorothys Seelenkampf beginnt aufs Neue … letztendlich darf sie sich sogar um den schiffbrüchigen Jungen, der nicht spricht, kümmern, und die Muttergefühle quellen nur wieder so hervor.
Was wie das Setting eines seichten Liebesromans klingt, ist in Wahrheit eine wunderbare Gesellschaftsstudie über ein von Stürmen gebeuteltes Fischerdorf, mit all den zwischenmenschlichen Facetten, die das Leben zu bieten hat. Trauer, Wut, Alkoholismus, häusliche Gewalt und vieles mehr greift die Autorin auf und webt die vielen Themen sehr gekonnt zu einen fesselnden Roman voll wunderbarer, poetischer Sprache.
Großes Lob hier auch an die Übersetzerin. Die handelnden Personen werden derart plastisch dargestellt, man glaubt nach Beendigung der Lektüre, selbst in diesem Dorf gelebt zu haben.
Zudem lesen wir auch von Aberglauben und Mythen rund um die dörfliche Existenz an der unbarmherzigen Küste. Der Plot spielt in zwei Zeitebenen – einmal 1900, als der Junge gefunden wurde, und dann einmal die Jahre zurück in die Vergangenheit, als Moses verschwand. Und so nach und nach enthüllt uns die Geschichte gut behütete Geheimnisse. Nicht zu vergessen, wie die viktorianische Prüderie auch in diesem abgeschiedenen Landstrich ihren Erfolg feiert.
Ein wunderbarer Roman, den ich sehr ans Herz legen kann – und somit eine absolute Leseempfehlung für diesen Ausflug nach Schottland ins Jahr 1900.

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Rezensionen von DoraLupin:

Springt sehr hin und her

Die Porzellanmanufaktur - Zerbrechlicher Frieden Die Thalmeyer-Saga von Stefan Maiwald

Ich höre immer wieder gerne historische Geschichten, die mich in eine vergangene Zeit führen und mich mit interessanten Figuren und Schicksalen unterhalten. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch den Auftakt der Thalmeyer-Trilogie darstellt.

Die Geschichte dreht sich um Marie, der ältesten Tochter von Ludwig Thalmeyer.

Als der Familienpatriarch überraschend verstirbt, muss sie die traditionsreiche Porzellanmanufaktur übernehmen. Mühsam arbeitet sie sich in das Geschäft ein, wird jedoch als junges Fräulein kaum ernst genommen. Unterstützung erhält sie von ihrer jüngeren, wilden Schwester Sophie. Doch Deutschland befindet sich im Wiederaufbau und viele Menschen suchen in ihrer Verzweiflung ihr Glück auf dem Schwarzmarkt, um zu überleben – keine einfache Situation für die Porzellanmanufaktur, die immer wieder Probleme hat, Kaolin zu beschaffen. Um dies zu lösen, muss Marie mit dem mächtigen Papierfabrikanten Karl Metsch zusammenarbeiten, der seine Macht missbraucht. Ausgerechnet er wird kurz darauf der neue Bürgermeister und setzt alles daran, die Porzellanmanufaktur zu ruinieren – und zwingt Marie zu einer riskanten Entscheidung.

Ich hatte anfangs etwas Probleme richtig in die Geschichte hineinzufinden, da mir der Schreibstil teilweise etwas zu abgehakt vorkam, mehr als würde man einen Bericht lesen als einen Roman, da habe ich es etwas lockerer und leichter einfach lieber. Zudem mag ich es zwar, dass in einem historischen Roman auch die geschichtlichen Hintergründe in die Geschichte hineinfließen und ich etwas dazulerne, aber hier war es mir fast einen Tick zu viel des Guten, da wurden fast ganze Fußballspiele erzähl und man wird von den vielen Infos etwas erschlagen. Am Meisten gestört hat mich aber, dass die Perspektiven und Zeiten teilweise zu abrupt gewechselt haben. Der Autor springt für meinen Geschmack einfach zu viel hin- und her und teilweise musste ich mich wirklich konzentrieren wo und bei wem man denn jetzt eigentlich in der Geschichte war!

Die Geschichte blieb dennoch fast die ganze Zeit über interessant und vor allem mit Marie konnte ich zum Ende hin auch gut mitfiebern. Sie muss einiges mitmachen und ich habe dann irgendwann doch auch richtig mit ihr mitgelitten. Da es sich um da Auftakt handelt, bleiben nun natürlich noch ein paar Fragen offen. Diese werden wohl im Folgeband beantwortet. Zusammenfassend wurde ich gut unterhalten, auch wenn ich mir ein klein wenig mehr erhofft hatte.

Der Sprecher hat seine Aufgabe gut gemacht und schön vorgelesen, vorallem hat mir gefallen wie er den amerikanischen Charakter gesprochen hat, das war wirklich sehr authentsich und lebendig.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Sommerlektüre

Die Schneiderei in der Fliedergasse - Große Träume von Katharina Oswald

Dieser Auftakt zu einer zumindest zweiteiligen Familien-Saga nimmt uns in die späten 1970er-Jahre nach Tübingen mit. Nach dem letzten Willen ihres verstorbenen Vaters soll Leonard Jura studieren und seine Zwillingsschwester Susanne eine kaufmännische Lehre absolvieren, um die kleine Schneiderei übernehmen zu können.

Susanne fügt sich erst einmal, obwohl sie über juristisches Verständnis verfügt und liebend gerne studiert hätte. Ein typisches Frauenschicksal? Zumal Leonard weder Lust noch Begabung hat, sich den trockenen Gesetzestexten zu widmen. Lieber würde er Kleider entwerfen.

Dann schlägt das Schicksal abermals zu: Diesmal in Form eines Schreibens der Stadtverwaltung, dass das Wohnhaus der Familie im historisch wertvollen Stadtkern liegt und den Vorschriften des Denkmalsschutzes entsprechend, saniert werden muss. Die Crux daran - es fehlt der Witwe schlichtweg das Geld.

Da hilft nicht, Leonard und Susanne müssen kreativ werden. Was sie aushecken, wer ihnen hilft oder ihnen Prügel zwischen die Beine wirft, müsst ihr schon selbst lesen.

Meine Meinung:

Hinter dem Pseudonym Katharina Oswald stecken die Autorinnen Andrea Bottlinger und Claudia Hornung, die mit diesem Reihenauftakt eine gelungene Kombination aus Familien- und Zeitgeschichte geschrieben haben. So werden Feminismus, Hausbesetzungen, Straßenfeste, Improvisionstheater, Studentendemos gegen rechtsgerichtete Professoren, Burschenschafter oder Homosexualität aufgeworfen. Schmunzeln musste ich über die Bemerkungen zum Film „The Rocky Horror Picture Show“ oder zu Batikkleider.

Und ja, Frauen werden sowohl in der eigenen Familie als auch im öffentlichen Leben benachteiligt. Wenn das Geld nur für einen Studienplatz reicht, ist es fast ausschließlich der Sohn, der studieren darf. Egal ober geeignet ist oder nicht. Den Mädchen gönnt man weder Studium noch eine andere weiterführende Ausbildung. Verschenktes Geld, weil sie doch eh bald heiraten würden und zum Dazuverdienen reicht es, eine Stelle als ungelernte Kraft in Supermarkt oder Fabrik anzutreten.

Was mich nur irritiert: Braucht man in Deutschland, um eine Schneiderei zu betreiben, keine entsprechende Ausbildung? Um zu wissen, wie man Ärmel einsetzt, Abnäher richtig platziert oder die beliebte Konfektionsware anpassen soll, braucht man Schneiderhandwerk. Da hilft eine rein kaufmännische Ausbildung nicht viel.

Das Buch liest sich leicht und lässt mich an meine eigene Jugend zurückdenken. Batikkleider habe ich mir, unter der fachkundigen Anleitung meiner Großmutter, einer Schneidermeisterin, selbst genäht.

Ich bin schon neugierig wie es weitergeht, nachdem die Mutter ihren Kindern das Familiengeheimnis enthüllt hat.

Fazit:

Das Buch eignet sich sehr gut als sommerliche Lektüre. Gerne gebe ich hier 4 Sterne und freu mich auf die Fortsetzung.

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