Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Literatur aus Afrika
Diese glühenden Sonnen von Nincemon Fallé
Literatur aus Afrika ist interessant, weil es uns westlichen Lesern eine andere Welt zeigt. Bücher von der Elfenbeinküste sind selten.
Der Stil ist relativ einfach gehalten, wirkt elegisch. Trotzdem belibt das Gefühl, einen Young Adult-Roman zu lesen. Und der junge Protagonist des Romans macht tatsächlich eine Entwicklung durch, z.
B. durch die Erfahrungen an der Universität. Mit Thierrey gibt es eine wichtige zweite Erzählinstanz, die das Buch bereichert.
Der Tod des Vaters bedeutet einen Einschnitt.
Kein schlechtes Buch, aber auch kein großes!
Rezensionen von Carolin:
Sehr lustig
Ihr habt es gut, ihr habt ja mich von Renate Bergmann
Torsten Rohdes neues Buch hat mich nicht nur einmal sehr laut zum Lachen gebracht und mich damit mehr als positiv überrascht! Normalerweise lese ich ganz andere Genres. Umso gespannter war ich, mal über meinen eigenen Tellerrand zu schauen und mich an ein für mich neues Genre zu trauen. Und ich wurde überrascht! Mit viel Humor schafft Renate Bergmann es, auch "die jüngere Generation" abzuholen! Insbesondere der Schreibstil hat es mir angetan.
Die "absichtlichen" Schreibfehler sowie Fehlbezeichnungen haben es mir angetan und mich ein ums andere Mal zum Lachen oder Schmunzeln gebracht. Das Buch liest sich flüssig weg und die Online-Omi wächst einem ans Herz. Kleinigkeiten habe ich dennoch zu kritisieren. Für mich war das Buch stellenweise zu repetitiv. Ich bin nicht sicher, ob dies beabsichtigt war, weil es sich um eine ältere Dame handelt und man ihren Gedankengängen folgt, aber mich hat es im Lesefluss etwas gestört. Dennoch eine starke Leseempfehlung, wenn man gern mal wieder lachen möchte!
Rezensionen von yellowdog:
6 Tage in Bombay und eine Reise durch Europa
Die Gabe der Malerin von Alka Joshi
Alka Joshi, die großartige indisch-amerikanische Autorin von Die Hennakünstlerin versteht es gut lesbar wie auch ansprechend zu schreiben. Und sie vermag Schauplätze lebendig werden zu lassen.
In Die Gabe der Malerin wird eine bekannte Künstlerin in ein Krankenhaus in Bombay eingeliefert. Hier kümmert sich die junge Krankenschwester Sona um sie, die die Hauptperson des Romans ist.
Man ist schnell nah an Sona dran und erlebt ihre Lebensumstände.
Es folgen noch Handlungsabschnitte in Prag, Paris und Florenz, die ich nicht als ganz so stark empfinde wie die in Bombay, wo der Roman dann auch endet.
Das Buch hat viel Atmosphäre, einen guten Plot und bietet unterhaltsame Lesestunden.
Rezensionen von Chr.:
hat mich begeistert
Ihr habt es gut, ihr habt ja mich von Renate Bergmann
Die Online-Omi hat ihren ganz eigenen Humor und dieser hat mich begeistert! Mit viel Witz und Gewandtheit hat Torsten Rohde eine Figur erschaffen, die mich als Leserin in ihren Bann gezogen hat. Wortwitze und Wortspielereien verbunden mit dem typischen Verhalten einer älteren Dame, aber auf gewitzte Art und Weise konnte mich sehr gut abholen.
Das Buch lässt sich relativ zügig durchlesen. Die Gedankengänge von Renate Bergmann in Bezug auf die Wahl zur Gemeinderätin verknüpft mit den Nebengeschichten aus ihrer Familie und in Bezug auf ihre Freunde ergeben eine bunte und lustige Mischung, die ein abwechslungsreiches Leseerlebnis schafft. Zwischendurch hatte ich zwar das Gefühl, dass die Nebenfiguren durch die vorherigen Bücher alle eine eigene Geschichte haben, die mir leider nicht bekannt ist, aber die Geschichte hat mir nicht das Gefühl gegeben, dass mir groß etwas fehlen würde. Ich kann das Buch sehr empfehlen, wenn man Lust auf eine humorvolle Geschichte mit allerlei Abwechslung hat!
Rezensionen von Petra Gruber:
Elefantenherden in Berlin
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Nach einem außergewöhnlichen, unglaublich starken Roman wie „Trophäe“ ist es immer schwer nachzulegen. Ich habe versucht, das neue Buch von Gea Schoeters unabhängig von ihrem Erstling zu lesen, aber ganz kann man die Erwartungen nicht ausschalten.
„Das Geschenk“ erzählt die surreale Geschichte von 20.
000 Elefanten in Berlin. Der Präsident von Botswana hat sie als Reaktion auf ein Abkommen, dass die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland untersagt und sein Land damit in Schwierigkeiten bringt, geschickt.
Über Nacht sind sie einfach da und stürzen die Stadt ins Chaos. Der amtierende Kanzler – Wahlen stehen bevor und die rechte Partei unter Fuchs gewinnt immer mehr an Zustimmung – muss schnell reagieren. Die Bürger sind aufgebracht, Elefantendung, Verkehrschaos und invasive Pflanzen bedrohen den Alltag. Hilfe bekommt er von seinem Sprecher Otto Berg und seiner Mentorin, der ehemaligen Bundeskanzlerin. Als die Ideen ausgehen passiert das, was so oft passiert. Jemand (den man leicht Opfern kann), wird zur Elefantenministerin ernannt, um das unlösbare Problem zu lösen. Und dieser Jemand ist – na klar – eine Frau, Hannelore Hartmann.
„Männer bekommen meistens in stabilen Unternehmen oder Situationen Führungspositionen, Frauen werden nur in Krisenzeiten solche Spitzenjobs angeboten. Wenn das Risiko zu scheitern groß ist.“ S. 66
Mit fachlicher Unterstützung, Engagement und Ideen geht Hartmann an das Problem heran.
Dieser Roman hält unserer Gesellschaft, unserer Politik den Spiegel vor. Machtstrukturen werden aufgezeigt, aber auch wie Politik funktioniert. Kurzfristige Machterhaltung steht im Vordergrund, langfristige Ziele werden nicht verfolgt. Und nebenbei erfährt man auch noch einiges über das Leben von Elefanten.
Ich fand den Roman sehr gut erzählt, die Schwächen und Schwierigkeiten unserer Zeit wurden mit dem „Elefantenproblem“ gut herausgearbeitet. Auch sprachlich fand ich ihn wieder sehr gelungen.
Allerdings gab es ein paar logische Brüche. Wie kamen die Elefanten plötzlich über Nacht nach Berlin? Wie kann es sein, dass die Elefanten einerseits bedroht sind, aber in Botswana so überhandnehmen, weil sie nicht mehr von ausländischen Jägern gejagt werden? Und ich hätte mir ein paar mehr Seiten gewünscht, manche Sachen etwas mehr auserzählt und in die Tiefe gehend.
Dennoch sehr lesenswert. Ein gelungener Roman, der unsere Zeit sehr gut widerspiegelt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Penibel recherchiert und gekonnt erzählt
Die Einstein-Vendetta von Thomas Harding
Im Sommer 1944 dringt ein Trupp deutscher Soldaten in die Villa Il Focardo nahe bei Florenz ein. Hier wohnt Robert Einstein, Cousin des in die USA emigrierten Nobelpreisträgers Albert Einstein, mit seiner Frau Nina, sowie den Töchtern Luce und Anna Maria genannt „Cici“. Robert Einstein versteckt sich in den Wäldern der Umgebung und glaubt seine Familie in Sicherheit.
Ein folgenschwerer Irrtum, wie sich herausstellt. Nina, Luce und Cici werden kaltblütig ermordet, weil sie Roberts Versteck nicht preisgeben. Robert muss die Schüsse im Verborgen mitanhören. Die anderen Frauen, die bei dem Überfall in der Villa anwesend waren und einen anderen Familiennamen als Einstein haben, überleben. „Offizieller“ Grund der Ermordung ist der Verdacht, die Familie Einstein würde die Partisanen unterstützen, sowie Munition und Sprengstoff in der Villa lagern. Dass Robert Einstein Jude ist, seine Frau nach Nazi-deutschen Gesetzen Blutschande begangen hat und die Töchter Mischlinge ersten Grades sind, sind zusätzliche Gründe die Familie auszurotten.
Nur wenig später erreichen die Alliierten Florenz und die Villa. Untersuchungen beginnen. Recht schnell wird klar, dass es sich hier um einen Racheakt und einen Fall von Sippenhaftung - also um eine Vendetta - seitens Hitler handeln muss, denn das eigentliche Ziel seiner Wut, Albert Einstein, ist in den USA in Sicherheit.
Robert Einstein wird im Juli 1945, getrieben von Trauer und Selbstvorwürfen Suizid begehen.
Der britische Journalist Thomas Harding, Nachfahre von nach England emigrierten Juden, versucht dieses Kriegsverbrechen an der Familie Einstein aufzuklären. Dazu spricht er mit den wenigen noch lebenden Zeitzeugen der Tat und recherchiert er in zahlreichen Archiven in England, Italien und Deutschland. Er studiert akribisch tausende Seiten und zahlreiche Protokolle der damaligen Ermittler. Doch der Täter lässt sich rund 80 Jahre nach dem Verbrechen nicht wirklich feststellen, zumal die Soldaten ohne Rangabzeichen unterwegs waren. Harding kann zwar, auch auf Grund der Zeugenaussagen, mögliche Namen ausfindig machen. Die Männer leben allerdings nicht mehr. Es scheint, als bliebe das Kriegsverbrechen an der Familie Einstein, die stellvertretend für den berühmten Cousin Albert sterben musste, ungesühnt.
Interessant ist Thomas Hardings Blick auf die Überlebenden und die psychischen Folgen des Erlebten. Im Nachwort erklärt er, warum ihn das Schicksal der Familie Robert Einstein so berührt. Zahlreiche Abbildungen aus dem Besitz der Ermordeten sowie Faksimiles von Dokumenten runden dieses bewegende Sachbuch ab.
Dieses Kriegsverbrechen ist nur eines von vielen, die bis heute nicht gesühnt werden können. Allerdings kann es wegen des berühmten Familiennamens exemplarisch als Mahnmal dienen.
Fazit:
Dieses Sachbuch ist penibel recherchiert, gekonnt erzählt und dadurch ein wichtiger Beitrag der historischen Aufarbeitung. Dafür gebühren 5 Sterne.
Rezensionen von S.:
Drachen haben kein Herz
Gwin und das Herz des Drachen (Band 1) von Verena Maier
Gwin ist ein armes reiches Mädchen, ohne Freunde, dafür mit einer schrecklichen Tante, bei der sie in Elternabwesenheit wohnen und Stiefel putzen muss. Als sie ausbüxen kann, erlebt sie Fantastisches. Bei einer freundlichen Hexe findet sie Unterschlupf. Gern würde sie zaubern lernen, aber der Oberste Zauberrat ist dagegen.
Warum? Beim Herumstöbern entdeckt sie einen verzauberten Drachen. Ein großes Abenteuer beginnt.
Verena Maier erzählt eine fantasievolle Geschichte ( mürrische Kater mit Samtumhang, nächtlich singende Wasserkocher, nörgelnde Flämmchen und mehr) mit einer mutigen und unerschrockenen Heldin. Gut, dass ihr Freunde zur Seite stehen! Nicht alles läuft glatt, manchmal zieht sich die Story arg, aber der Leser bangt und hofft immer mit den Figuren.
Spannend, abenteuerlich und gut zu lesen.
Rezensionen von clematis:
Saha
Die Katze von Colette
Die neunzehnjährige Camille ist verlobt mit dem fünf Jahre älteren Alain. Obwohl er irgendwie das Gefühl hat, sie sei nicht wirklich die Richtige, vielleicht zu einfach, nicht ganz auf seinem Niveau, wird geheiratet und ein Haus renoviert. Da dieses nicht rechtzeitig fertig wird, zieht man vorübergehend in eine Wohnung im neunten Stock eines Hochhauses, erst ohne Alains liebesbedürftige Kartäuserkatze Saha, aber aus Gründen der innigen Zusammengehörigkeit wird der „kleine Puma“ bald nachgeholt.
Die Eifersucht nimmt ihren Lauf …
Poetisch und bildhaft erzählt Sidonie-Gabrielle Colette diese besondere Beziehungsgeschichte, die nicht so sehr durch eine Handlung im klassischen Sinne besticht, sondern vielmehr abzielt auf die Betrachtung von Gefühlen und Stimmungen. Insbesondere Alains Gespräche mit sich selbst und mit Saha prägen etliche Szenen und zaubern einen kunstvollen Anstrich über diese ungewöhnliche Geschichte. Während für andere eine Katze ein profanes Haustier ist, ist Alain der Ansicht: „Eine Katze ist nur eine Katze. Aber Saha ist Saha.“ [kindle, Pos. 480]. Träume, Erinnerungen, Schwärmereien verschmelzen zu einem Gedicht um die Liebe, die körperliche Vereinigung ebenso wie die geistige Übereinstimmung zweier Wesen. Wie passen da Drei unter einen Hut? Colette weiß die Antwort, die sie fein interpretiert, psychologisch fundiert und kritisch beleuchtet.
Ein lebendiger Roman voller Poesie und Hass, wo ist da die Harmonie geblieben? Eine interessante Darstellung mit wenigen markanten Charakteren. Empfehlung!
Rezensionen von Petra:
Mika die Jägerin
Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben von Johan Rundberg
Mika lebt im Waisenhaus, gemeinsam mit anderen Kindern ist es wenig Leben eher ist die Gefahr an Hunger oder Erfrierungen zu sterben größer. Sie weiß nichts von ihrer Herkunft. Sie ist Mika sonst nichts. Genau so wird sie von den Menschen der Stadt behandelt. Aber sie ist sehr aufmerksam und hat eine lebhafte Phantasie.
Die Stadt in der sie lebt wird vom Winter fest im Griff gehalten. Eines Nachts wird ein Säugling abgegeben und es geschieht ein Mord. Der ermittelnde Polizist muss auch die Umstände des Kindes aufnehmen. Ihm fällt die besondere Beobachtungsgabe des Mädchens auf. Er bittet sie um Hilfe bei seinen Ermittlungen. Gemeinsam setzen sie sich größten Gefahren aus.
Es ist ein Krimi und auch eine historische Beschreibung der Lebensumstände vor hundert Jahren für ältere Kinder. Die Umstände sind düster aber trotzdem ist die Liebe spürbar die Mika für ihre Gefährten empfindet, wie sie versucht ihnen das Leben leichter zu machen. Auch die Leiterin des Waisenhauses empfindet für die KInder und sorgt mit den bescheindenen Mitteln gut für sie.
Diese positiven Details gleichen die düstere Grundstimmung aus.
Trotzdem bin ich nicht der Ansicht das das Buch für 10jährige geeignet ist, eher sollten die jungen Leser mindestens 12 Jahre alt sein.
Ich hoffe das es weitere Bände mit Mika geben wird, denn sie muss ja heraus finden woher sie stammt, oder was das Geheimnis um ihr Auffinden ist. Denn auch das kleine Mädchen was in der Nacht gebracht wurde ist etwas besonderes genau wie Mika. Dazu kommt noch der Ermittler, brummig, hart, mit wenig Skrupel trotzdem scheint er dem Mädchen zugewandt.
Rezensionen von Lealein1906:
Krönender Abschluss
Tale of the Heart Queen von Nisha J. Tuli
Endlich konnte ich das Ende dieser grandiosen Buchreihe lesen. Mit 600 Seiten gibt es nochmal viel fertig zu erzählen und es war ein furioses Finale. Ich gebe gerne wieder 5 Sterne und empfehle die Reihe allen herzlich weiter.
Das Schicksal von ganz Ouranos steht auf dem Spiel und Lor hat noch einige Prüfungen zu bestehen, zumal Nadir nicht an ihrer Seite ist.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, er ist mitreißend und es wird einfach nicht langweilig. Wie in den anderen Büchern auch wechselt die Perspektive zum Beispiel zwischen Lor, Nadir und Gabriel. Und es gibt auch wieder einen Strang aus der Vergangenheit, der nach und nach Licht in alles Dunkle bringt. Das ist einfach ein sehr schöner Aufbau, der viel Abwechslung bringt.
Die Charaktere hat man schon in den ersten Bänden lieb gewonnen und fiebert nun mit, wie sich alles zum Ende hin entwickelt, dabei bleibt es bis zuletzt spannend.
Nochmal hervorheben muss ich die wunderschöne Aufmachung vom Cover über die Karte im Einband bis zu dem ein Bild ergebenden Farbschnitt, da wurde sich richtig Mühe gegeben, sodass die Bücher richtige Schmuckstücke sind.
Wer Lust hat auf eine spannende Fantasyreihe mit starken Charakteren ist hier auf jeden Fall goldrichtig.










