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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von drachenzahn:

Meine Tochter war begeistert

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese

Wir haben bereits die beiden Vorgängerbände, aber keines traf auf so großen Zuspruch wie dieses. An sich interessiert sich unser Kind sehr für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, hier aber wurde die entsprechenden Themen so aufgegriffen, dass sie sich auch als Mädchen angesprochen fühlte. Ich schätze an der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe sowieso sehr, dass sie sich bewusst von Rollenklischees distanziert, ohne aber das selbst zum Thema zu machen.

Es wird als nichts Außergewöhnliches beschrieben, dass eine Frau bei der Feuerwehr ist oder als Rettungsschwimmer Leben rettet. Ein Kind hat zudem zwei Mamas. Das wird jedoch nie näher besprochen. Es ist halt so.

Der Detektivclub „Rabbits“ besteht aus den vier Kindern Lenny, den Geschwistern Kojo und Abena sowie dem Mädchen Toni. Wie bereits in den Vorgängerbänden drehen sich alle Geschichten um diese vier Kinder, die mal mehr oder weniger prominent vertreten sind. Man lernt auf diese Weise die einzelnen Charaktere sehr gut kennen und kann quasi eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Auch Nebencharaktere wie Frau Heine oder die Eselsbrücke für 112 bleiben im Gedächtnis.

Die Geschichten sind zudem lehrreich und amüsant zugleich. So erfahren die Kinder mehr über Hornissen, die Froschwanderungen, Baderegeln, erste Hilfe, die Arbeit von verschiedenen Rettungsdiensten und so weiter. Es gibt nur wenige Stories, die wir bislang nur einmal gelesen haben. Meine Tochter und ich können das Buch allen Kindern ab 4 Jahren empfehlen, die an ihrer Umwelt im Allgemeinen und an Rettungseinsätzen im Speziellen interessiert sind, und gerne wissen wollen, wie alles zusammenhängt. Toll!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Loplop

Max von Markus Orths

Um es gleich vorweg zu sagen: dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln und wirklich restlos begeistern!

Kunstgeschichte interessiert mich einfach, aber Markus Orths hat hier etwas Besonderes geschaffen: er hat gründlich recherchiert, zahlreiche Zeugnisse und Quellen aus dem privaten wie auch beruflichem Umfeld des Künstlers ausgewertet und sich damit eine gute Kenntnis der Person und des Künstlers Max Ernst erworben.

Diese gute Kenntnis erlaubte es ihm, Fakten durch erdachte Briefe und Dialoge zu erweitern – eine Möglichkeit, den Künstler, sein Leben und auch seine Zeit persönlicher darzustellen.
(Es gab aber natürlich auch das Fachlektorat des wissenschaftlichen Leiters des Max Ernst Museums in Brühl)

Entstanden ist eine Romanbiographie, die Max Ernsts Leben und seine revolutionäre Kunst anhand der Menschen, die ihn begleiteten und inspirierten, schildert.
Natürlich waren seine Lieben von Lou Straus bis Dorothea Tanning extrem wichtig für seine persönliche und künstlerische Entwicklung, aber auch seine Freunde wie André Breton, Paul Éluard, Varian Fry oder Hans Arp werden nicht vergessen. (Funfact am Rande: Hans Arp hatte einen Neffen, nämlich einen gewissen Herrn Jürgen Udo Bockelmann.)

Die Leserin vagabundiert mit Max Ernst durch sein turbulentes Leben: Dadaismus, Surrealismus, neue Maltechniken, Lieben und Freundschaften und auch zwei grausame Kriege, eine Welt, die aus den Fugen gerät, Flucht, Internierung, Deutschland, Frankreich, USA… ein abenteuerliches Leben mit vielen Höhen und Tiefen, aber immer durchdrungen von dem Wunsch nach Freiheit und Selbstverwirklichung in seiner Kunst.
Ein außergewöhnliches Leben - ein außergewöhnliches Buch!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

Keine Gebrauchsanweisung für das Leben

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Definitiv keine Sommerlektüre! Nach den ersten 50 Seiten lege ich das Buch weg. Diese Aufarbeitung einer Familiengeschichte voller Alkoholsüchten, Depressionen, ungel(i)ebter Leben möchte ich in der hellsten Zeit des Jahres nicht lesen. Erst ein paar Tage vor dem Abgabetermin für die Rezension in unserer Heyn-Leserunde greife ich aus Pflichtbewusstsein wieder zu Leon Englers Text.

Und werde dann dank seinen Gaben zum genauen Hinschauen und präzisen, schonungslosen Formulierungen, die in raren Momenten auch Ironie aufblitzen lassen, gefesselt. Zum Beispiel von Sätzen wie diesen: „Während ich versuche, meine Patienten besser zu verstehen, versuche ich auch, meine Familie besser zu verstehen. Die Patienten sind ratlos, ich bin ratlos. In der Ratlosigkeit begegnen wir einander. Dort wird es interessant, existentiell. Auch ich habe keine Gebrauchsanweisung für das Leben. Ich wünschte, ich könnte diesen Menschen das geben, was ihnen eine Flasche Wodka gibt.“ Zum Schluss bin ich dankbar, dass der Autor jenen seine Stimme leiht, die am Rande der Gesellschaft stehen beziehungsweise dorthin gestellt werden. Und dabei seine eigene Stimme zu finden scheint.

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Rezensionen von Sago:

Wellenkinder

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

"Sie versteht es nicht, kann nicht genau hinsehen, aber hier draußen, am Rand des Nirgendwo, gibt es Geschichten. Und Geheimnisse."

Mit "Das Geschenk des Meeres" hat Julia R. Kelly eine auf tragische Weise wunderschöne Geschichte geschaffen. Sehr atmosphärisch erzählt sie vom schottischen Fischerdorf Skerry im Jahr 1900, in überaus atmosphärischen Bildern, und seinen Bewohnern.

Vor allem von Dorothy, die ihren kleinen Sohn Moses einst an die See verlor, und dem Fischer Joseph. Als eines Winters Joseph einen fremden kleinen Jungen vor dem Ertrinken retten, tauchen alte Geheimnisse an die Oberfläche wie lange versunkene Schiffswracks. Wie kam es damals zu Moses' Tod? Und warum wurden Dorothy und Joseph nie ein Paar trotz ihrer offensichtlichen Zuneigung?

Immer wieder lässt uns die Autorin aus dem winterlichen Setting in die Vergangenheit springen, während sich im ein Panorama um Liebe, Sehnsucht und Verlust entfaltet. Das ist so schmerzlich-schön, dass sich der Roman und seine Protagonisten unwillkürlich ins Herz schleichen. Auf beinahe poetische Weise webt Kelly keltische Legenden in die Story ein, was zur winterlich-märchenhaften Atmosphäre perfekt passt. Joseph und Dorothy sind sympathische, zum Teil sperrige Protagonisten, die nachhallen. Und auf sanfte Weise mahnen, seine Chancen im Leben nicht vorübergehen zu lassen.

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Rezensionen von nil_liest:

Fesselnd, atmosphärisch und psychologisch packend

Schattengrünes Tal von Kristina Hauff

Schon Kristina Hauffs In blaukalter Tiefe hat mich mit seiner dichten Atmosphäre und dem psychologischen Spannungsaufbau begeistert – und Schattengrünes Tal steht diesem Roman in nichts nach. Wieder gelingt es der Autorin, einen Schauplatz so lebendig und gleichzeitig so beklemmend zu zeichnen, dass man sich förmlich in die Handlung hineingezogen fühlt.

Das alte Hotel „Zum alten Forsthaus“ im Schwarzwald ist der perfekte Ort für diese Geschichte: abgelegen, verwittert, mit einer düsteren Aura, die von Seite zu Seite mehr unter die Haut kriecht. Beschreibt die Autorin großartig. Im Zentrum steht Lisa, eine Frau, die zwischen Pflichtgefühl gegenüber ihrem herrischen Vater, der Verantwortung für das heruntergekommene Hotel und ihrer eigenen Ehe zerrieben wird. Der schleichende Einbruch von Daniela, dieser schutzbedürftig wirkenden, aber immer undurchsichtiger werdenden Fremden, sorgt dafür, dass aus dem leisen Familien- und Dorfalltag langsam ein psychologischer Sturm wird.

Besonders gelungen finde ich, wie Hauff Spannung ohne großes Blutvergießen erzeugt: Alles lebt von der unterschwelligen Bedrohung, dem Spiel aus Nähe und Misstrauen, und der Frage, was hinter Danielas Verhalten steckt. Der Perspektivwechsel verstärkt die Sogwirkung, und die düstere, herbstliche Atmosphäre des Schwarzwalds legt sich wie ein Schatten über die gesamte Geschichte. Ihre Naturbeschreibungen sind wieder sehr gelungen.

Wie schon bei `In blaukalter Tiefe` habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können. Kristina Hauff versteht es meisterhaft, menschliche Abgründe, subtile Manipulationen und ein Gefühl stetig wachsender Beklemmung miteinander zu verweben. Für mich ein psychologischer Spannungsroman, der lange nachhallt – und definitiv ein weiteres Highlight in Hauffs Werk.

5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:

Selbsterfahrung in Buchform

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Der Roman von Leon Engler hat mich emtional berührt und zwar auf äußerst kontroverse Weise: Zuerst interessiert hat er mich in weiterer Folge gelangweilt, dann abgestoßen und zuletzt dazu animiert, ihn ein zweites Mal zu lesen. Und das passiert bei mir so gut wie nie!
Man kann sagen, dass dieses Buch ein familienbiografischer Roman ist oder vielmehr der Versuch einer familientherapeutischen Aufarbeitung.

Auf alle Fälle ist es ein Versuch, seine eigene Vergangenheit zu bewältigen - das ist durchaus auch in Buchform statthaft und dem Lesen auch nicht zwingend abträglich.
Dass dieser Roman durch sein übermäßiges Selbsterfahrungspotential zeitweise an Spannung einbüßt, ist eine seiner Schwächen. Mir hat auch die Einstreuung von literarischen Weisheiten bzw. wissenschaftlichen Beiträgen oft nicht gefallen, diese Textstellen wirken teilweise aufgesetzt und moralisierend.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Bogen, den der Autor über seine Familiengeschichte spannt - wie er am Ende zum Anfang des Plots zurückkehrt, finde ich herausragend. Auch der Versuch der Entfesselung von der psychopathogenen Familiengeschichte durch ein eingeschlägiges Studium und der Tätigkeit als Psychologe finde ich in der Realität als durchaus problematisch, aber im Roman ist es ein gelungener Kunstgriff. Darüber hinaus verfügt Engler über eine schöne, symbolhafte Sprache.
Am meisten gelungen finde ich eine der Botschaften, die in diesem Roman verpackt sind und zum Nachdenken anregen: Wir sind "nicht aus einem Guß", heißt es an einer Textstelle. Die Welt und ihre Menschen sind weder gut noch schlecht, weder gänzlich krank noch völlig gesund, und unsere Aufgabe ist es wohl, eine Verbindung, einen Zusammenhang zwischen diesen Anteilen herzustellen, um in dieser Integration auch unser Heil zu finden.
Abschließend lässt sich anlehnend an den Text des Romans sagen:
Gute Nacht, mein allerliebster böser Autor.
Gute Nacht, meine allersliebste böse Leserin.

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Rezensionen von nil_liest:

Wenn Europa Elefanten serviert bekommt …

Das Geschenk von Gaea Schoeters

Nach dem Überraschungserfolg von Trophäe, in dem Gaea Schoeters schon genüsslich das anachronistischen Jagden in Afrika zerlegte, serviert sie uns mit Das Geschenk die nächste literarische Breitseite. Wörtlich. 20.000 afrikanische Elefanten trampeln durch Berlin, nicht aus dem Zoo entflohen, sondern als freundliche „Dankesgabe“ aus Botswana, nachdem Deutschland den Import von Jagdtrophäen verboten hat.

Ein Geschenk, das man nicht ablehnen kann – schließlich: it’s magic.
Schoeters’ Satire ist so überdreht, dass sie fast real wirkt. Während der Bundeskanzler versucht, zwischen Wahlumfragen und Elefantenfladen einen kühlen Kopf zu bewahren, zeigt die Autorin gnadenlos auf, wie schnell moralische Prinzipien in Rauch aufgehen, wenn plötzlich vier Meter hohe „Fremde“ vorm Reichstag stehen. Erst sind sie exotisch und schützenswert, dann ein Sicherheitsrisiko – und schließlich nur noch eine Frage von: Abschießen oder nicht?
Mit bissigem Humor und einer guten Portion Zynismus legt Schoeters den Finger in die Wunde westlicher Besserwisserei: Wer anderen Ländern vorschreibt, wie sie ihre Ressourcen managen, sollte vielleicht erst mal selbst lernen, mit 120 Kilo Elefantenfutter pro Tier und Tag klarzukommen – plus der entsprechenden „Nebenprodukte“.
Klar, nicht jede Szene sitzt perfekt, und gegen Ende leistet sich die Autorin einen kleinen Hänger. Aber insgesamt ist Das Geschenk eine kluge, herrlich freche Realsatire, die uns Europäern die Doppelmoral auf dem Silbertablett serviert – am besten mit einem großen Haufen Elefantendung garniert.
Fazit: Wer Schoeters’ Trophäe mochte, bekommt hier den Nachschlag – größer, dreister, und mit noch mehr Fladen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde Caro F.:

Flüssige Paradiese & Zweitrealitäten

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Das Buch gibt fundierte und teils zu Recht kritische Einblicke in die Welt der Psychiatrie. Und was psychische Krankheiten und Sucht mit Menschen (und ihren Familien) machen können. Entsprechend tun sich Abgründe auf. Die man zu ergründen mögen muss. Teils durchaus interessante Sprache. Viel Fachwissen und der Hintergrund als Dozent des Autors sind offenkundig.

Am Thema interessierte Menschen (oder betroffene Angehörige) kann das sicher fesseln. Mir ist es zu – was genau, distanzierend, nüchtern, belehrend, düster…deprimierend? Vielleicht war genau das die Absicht, dann hat es funktioniert. Aber – das Buch hat mich in keinster Weise berührt, wie ich es angesichts des tollen Titels und Covers erwartet hatte. Subjektive Einzelmeinung. Möge sich jeder sein eigenes Bild machen :)

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Rezensionen von Tara:

Menschliche Abgründe – bitterböse & unterhaltsam

Die Rosenschlacht von Warren Adler

„Die Rosenschlacht“ ist die Buchvorlage zu der Neuverfilmung des gleichnamigen Films und ein Remake von „Der Rosenkrieg“des US-amerikanischen Autors Warren Adler.

Jonathan und Barbara sind noch sehr jung, als sie sich auf einer Auktion kennenlernen. Die Heirat folgt schnell, Jonathan macht Karriere und Barbara kümmert sich um die beiden gemeinsamen Kinder, die schon bald darauf folgen.

Alles scheint perfekt zu sein. Aber nach achtzehn gemeinsamen Jahren will Barbara – für Jonathan vollkommen überraschend – die Scheidung. Sie will allerdings nicht nur die Scheidung, sie will auch das Haus, das die beiden über die Jahre mit viel Liebe gestaltet haben. Jonathan will ebenfalls das Haus und keiner der beiden ist bereit nachzugeben. Es folgt ein Scheidungskrieg in dem beide bereit sind bis ans Äußerste zu gehen.

Der Schreibstil von Warren Adler liest sich leicht und ist mitreißend. Die Perspektive wechselt zwischen den Protagonisten, so bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere.
Obwohl die Handlung wirklich bitterböse ist, wirkt alles authentisch. Die Dialoge sind lebendig und lebensnah. Nach und nach werden Mißgunst, Haß und Neid zwischen dem Ehepaar Rose immer größer, die Situation schaukelt sich hoch und spitzt sich zu. Obwohl mein Entsetzten riesig war, musste ich aufgrund der absurden Situation immer wieder in mich hineingrinsen.

Das Buch ist wirklich ein Meisterwerk. Es zeigt auf, wie menschliche Abgründe entstehen und wie schnell und leicht sich diese hochschaukeln können, bis sie letztendlich zum Äußersten führen.

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Rezensionen von Sago:

Wenn Monster lieben

The Book Eaters von Sunyi Dean

"Jeder ist für irgendjemanden ein Monster."

Ich liebe Geschichten, bei denen ich auch als Vielleserin das Gefühl habe, etwas Derartiges noch nicht gelesen zu haben. Bei den Bookeaters bin ich auf so eine Story gestoßen.

Die geniale Grundidee uralter Familien, die sich von Büchern buchstäblich ernähren und sich so deren Geschichten zu eigen machen, hat mich sofort in ihren Bann gezogen.

Wunderbarerweise handelt es sich dabei auch noch um Dark Fantasy, und so lauern hier tatsächlich einige Untiefen, vor denen sich Lesende, die Fans von Triggerwarnungen sind, möglicherweise in Acht nehmen sollten.

Aber die Aufschrift auf dem Cover "Wie viele Menschen würdest du opfern, um dein Kind zu retten", spricht eigentlich eine deutliche Sprache.

Devon wächst in der von Männern eisern beherrschten Welt der Buchesser auf. Als eine der wenigen weiblichen Buchesser-Nachkommen wird sie zwar als Prinzessin bezeichnet, soll aber in arrangierten Ehen den Fortbestand der Buchesser sichern. Doch ihr Sohn Cai zeigt schnell ein viel dunkleres Interesse. Denn statt Büchern verschlingt er Gedanken....

Mich hat die düstere Welt der Buchesser wirklich begeistert. Die Autorin schreibt bildhaft und tiefgründig, so dass ich mich in der Handlung wunderbar verlieren konnte. Etwas schade fand ich nur, dass das Buch auf den Trend aufspringt, die herkömmliche Verbindung von Männern und Frauen ausschließlich negativ darzustellen und andere Orientierungen ausschließlich positiv.

Das Ende war recht offen gehalten und lässt viel Raum für eine spannende Fortsetzung, die ich unbedingt lesen würde. Ohne einen nächsten Teil würden mir persönlich manche Erzählstränge etwas zu sehr in der Luft hängen bleiben. Ich bleibe gespannt.

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