Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dosi80:
Die Kunst der Kalligraphie
Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa
"Hatkokos wunderbarer Schreibwarenladen" hat gute Elemente, leid
er gibt es auch ein paar Schwächen.
Die Geschichte handelt von Hatoko, die einen Schreibwarenladen von ihrer Großmutter, oder wie Hatoko sie nennt "Vorgängerin". Dort schreibt sie für ihre Kunden Briefe in Schönschrift.
Die Scheibwaren bzw. der Stil Schreibens bzw. der Anrede verschiedener Personen ist ziemlich langatmig und mir fiel es teilweise schwer in der Geschichte zu bleiben.
Der Schreibstil des Buches ist einfach, die japanischen Schriftzeichen bzw. deren Erklärung hindern für mich den Fluß der Geschichte.
Leider fehlt es dem Buch an Tiefe und man bekommt keinen Zugang zu den handelnden Personen.
Insgesamt ist "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen" ein nettes Buch, dem Spannung und Tiefgang fehlen.
Nicht zu vergleichen mit "Frau Komachi empfiehlt ein Buch" oder "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki"
Rezensionen von dosi80:
Schatten der Vergangenheit
Der Sommer am Ende der Welt von Eva Völler
Schatten der Vergangenheit
Das Buch „Der Sommer am Ende der Welt“ ist nicht mein erstes Buch der Autorin Eva Völler. Der Roman handelt von Hanna, einer Journalistin, die mit ihrer Tochter Katie auf der deutschen Nordseeinsel Borkum Urlaub macht und dabei den Hintergründen der Verschickungskinder aus den 1960iger-Jahren auf den Grund gehen möchte.
Dabei lernt sie den Arzt Ole kennen, dessen Familie mit der Geschichte des Heims verstrickt sein könnte. Sie bekommt Hinweise zu den früheren Geschehnissen und versucht diese zu entschlüsseln, dass mitunter auch gefährlich wird. Dieses Buch ist anders als die bisherigen Romane der Autorin, die ich gelesen habe und auch nicht das Beste, trotzdem hat es mir gut gefallen. Es lässt sich gut lesen und man bekommt einen Einblick, wenn wahrscheinlich auch nicht annähernd genug, in die Situation dieser Kinder.
Rezensionen von dosi80:
Natur und Emotionen
Wilder Honig von Caryl Lewis
Das Buch „Wilder Honig“ der Autorin Carly Lewis ist ein sehr schön geschriebener Roman.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und man findet schnell Zugang zu jedem einzelnen.
Die Geschichte handelt von Hannah, die gerade ihren Ehemann John verloren hat, ihrer Schwester Sadie und Megan, die in Johns Testament auftaucht.
John hinterlässt 11 Briefe für Hannah, wo er seine Handlungen erklärt und dies immer wieder mit der Arbeit von und mit Bienen vergleicht.
Megan möchte Johns uneheliche Tochter kennenlernen und deshalb lädt Hannah Megan in ihr Haus ein.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die drei Frauen, jede hat auf ihre Art eine Last zu tragen, zueinander.
Wilder Honig ist gut geschrieben und lässt sich zügig lesen. Für jeden, der sich an der Natur erfreut und emotionale Bücher gern hat.
Auf jeden Fall lesenswert!
Rezensionen von Sternzauber:
Ostseefeeling und „stürmisches“ Liebesglück
Fischbrötchen und Hochzeitstorte von Jane Hell
Das Cover von „Fischbrötchen und Hochzeitstorte“ passt hervorragend zu den anderen Bänden der Fischbrötchen-Reihe und das mag ich sehr! Ja, es mag etwas kitschig und „rosa-rot“ anmuten, doch auch das passt meiner Meinung nach einfach gut zum Genre, beschwört bereits eine gewisse positive Stimmung herauf und es ist trotzdem sehr geschmackvoll gestaltet.
Zudem mag ich die aufeinander abgestimmten Farben und die bildliche Thematisierung des Meeres, das eine so wesentliche Rolle im Roman spielt. Besonderes Gestaltungshighlight ist allerdings eindeutig der zauberhaft schöne Farbschnitt der besonders gut gelungen ist!
Die Geschichte erzählt von Dina, die mit ihrer Oma in Eckernförde nah am Strand lebt und als Hochzeitsfotografin arbeitet. Sie liebt es die schönsten Momente mit ihrer Kamera einzufangen und schätzt auch die Tatsache, dass sie sich hinter ihrer Aufgabe verstecken kann, was jedoch dazu führt, dass ihr eigenes Leben ziemlich unspektakulär von Statten geht. Sie unterhält zwar eine Affäre mit dem Caterer Johann, wünscht sich aber eigentlich die große Liebe und ihr Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als sie gebeten wird eine Hochzeit nicht nur zu fotografieren, sondern ganz zu planen. Und dann ist da auch noch ihr unverschämter Nachbar Arne, der plötzlich beginnt ihr Rätselbriefe zu schicken…
Dieses Buch ist meine zweite Fischbrötchen-Geschichte (alle lassen sich vollkommen unabhängig voneinander lesen) und ich habe sie sehr genossen. Jane Hell gelingt es wunderbar ein einnehmendes Ostseefeeling in Eckernförde mit einer Handlung zu verknüpfen, die Romantik und Liebe mit Selbstfindungsprozessen, Freundschafts- und Familienthemen sowie sogar einer Prise Spannung vereint. Dina war mir gleich von Anfang an sehr sympathisch und auch die anderen Charaktere sind meiner Meinung nach gut gezeichnet. Ich mochte es sehr, dass ich Dina als Hauptprotagonistin in ihrer Welt begleiten durfte und konnte mich gut in sie einfühlen.
Überrascht hat mich der sehr ernste und dramatische Umstand der Sturmflut in der Geschichte, denn mit ihm hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Umso besser hat er mir aber gefallen, weil er eine gewisse Tiefe in die Handlung bringt und mich auf Grund eigener Erfahrungen auch sehr berührt hat. Überhaupt mag ich den Erzählstil der Autorin, der ansonsten herrlich leicht und locker erscheint und wunderbar zum Wesen der Geschichte passt. Für mich ist dieses Buch die perfekte Wohlfühllektüre – egal ob am Strand, im heimischen Garten oder einfach für gemütliche Stunden auf dem Sofa! Von mir gibt es eine herzliche Leseempfehlung für alle Wohlfühljunkies und Liebesgeschichtenfans und ich wünsche euch viel Spaß in Eckernförde!
Rezensionen von Sternzauber:
Roman, Krimi und Familiengeschichte in Einem
Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi
„Die Bibliothek meines Grossvaters“ ist für mich optisch ein wunderschönes Buch! Ich mag sowohl die bildliche Gestaltung, als auch die Farbwahl sehr und empfinde die ganze Optik als sehr warm und einladend. Besonders schön wird das Gesamtergebnis natürlich durch den wunderschönen Farbschnitt mit Blütendekor – ein absoluter Hingucker im Bücherregal!
Die Geschichte erzählt von Kaede, die als Lehrerin arbeitet und sich außerdem um ihren Großvater sorgt, der an Lewy-Körper-Demenz leidet.
Beide lieben Bücher, das Lesen und vor allem Rätselkrimis, weshalb sie sich über alle möglichen Rätsel in ihrem Umfeld austauschen und über erzählte Geschichten zu den Lösungen der einzelnen Fälle kommen. Doch plötzlich wird Kaede selber verfolgt und bedroht…. Wer setzt ihr so zu? Und warum?
Masateru Konishi schreibt seine Geschichte in einer sehr interessanten, ruhigen und ungewöhnlichen Art und Weise, die sich jedoch gut lesen lässt. Die einzelnen Kapitel, die jeweils ein Rätsel behandeln, sind in weitere Unterkapitel unterteilt, was ich für den Lesekomfort sehr zu schätzen weiß und was mir auch vom Aufbau her sehr gut gefallen hat. Ein tolles Gimmick ist außerdem die Tatsache, dass viele der Rätsel mit Ortsskizzen untermalt sind, was die Gestaltung zusätzlich aufwertet und die jeweilige Geschichte noch greifbarer macht.
Kaede, die sehr zurückhaltend bleibt, und ihren Großvater mag ich sehr und auch andere ProtagonistInnen sind angenehm individuell ausgearbeitet. Kaedes Freund Shiki bleib für mich jedoch während der ganzen Geschichte etwas „unfassbar“ und vage, andere Charaktere tauchen nur kurz auf und verschwinden dann einfach wieder. Außerdem muss ich leider gestehen, dass auch die Geschichte als Ganzes für mich nicht ganz stimmig war. Einzelne Teile fühlten sich für mich etwas zu konstruiert an und obwohl ich einige wiederkehrende Elemente als gute Strukturgeber empfand, waren andere in meiner Empfindung eher „Lückenfüller“.
Die Rätsellösungs-Geschichten, die Großvater und Enkelin sich gegenseitig erzählen haben mir gut gefallen und auch die tiefe Liebe zu guten Geschichten und Büchern war für mich spürbar. Mit fortschreitender Lektüre wurde zudem eine Rahmengeschichte rund um die Familiengeschichte Kaedes mehr mit eingebunden, was der Handlung sehr gut getan, mehr Substanz und Spannung eingebracht hat.
Sehr gelungen und einfühlsam wirken auf mich die Beschreibungen der Demenz und ihrer Symptome, die meiner absolut inkompetenten Einschätzung nach fachlich kompetent dargestellt wurden. Dass das Ende des Buches viel Raum für Fantasie und eigene Interpretationen lässt und ein eigenes Rätsel wird, entspricht eigentlich überhaupt nicht meinen Vorlieben und ließ mich im ersten Moment etwas unglücklich zurück, es passt aber unfassbar gut zur Geschichte und begeistert mich daher dann doch.
„Die Bibliothek meines Grossvaters“ ist eine erstaunliche Mischung aus Krimi und Roman, die mir eine schöne Lesezeit beschert hat, die meiner Meinung nach jedoch ein paar Schwachstellen aufweist. Trotzdem ist es für mich ein lesenswertes Buch und ich wünsche euch ganz viel Freude beim Rätseln!
Rezensionen von peedee:
50 Seiten zu kurz
Friesenherzen und Winterzauber von Tanja Janz
Die erfolgreiche Krimiautorin Ellen hat Liebeskummer. Da kommt ihr die Einladung ihrer Mutter, die mit der besten Freundin in St. Peter-Ording auf Kur ist, gerade recht. Eine Luftveränderung tut immer gut. Und vielleicht hilft ihr diese, für ihr neustes Buchprojekt in Stimmung zu kommen: Sie soll auf Geheiss ihres Verlages einen Liebesroman schreiben – ausgerechnet jetzt! St.
Peter-Ording ist tatsächlich ein Gamechanger, denn durch einen Briefwechsel via versteckten Briefkasten tauscht sie sich als „kleine Silbermöwe“ mit dem „Leuchtturmwärter“ aus – wer auch immer dahinterstecken mag…
Erster Eindruck: Ein schönes, modernes Cover der Neuauflage des Buches, das erstmals 2016 erschienen ist.
Ellen soll also neuerdings in Romantik machen, und zwar unter einem zweiten, offenen Pseudonym. Wieso denken die vom Verlag, dass sie auch einen Liebesroman schreiben könnte? Die Vorschusslorbeeren sind zwar erfreulich, aber sie hat zurzeit ganz anderes im Kopf, nämlich ihren Freund, der ihre Beziehung – wenn man sie denn noch so nennen kann – so ganz anders einschätzt als sie. Zusammenziehen? Nein, auf keinen Fall, meint er.
Angekommen in St. Peter-Ording, ist Ellen das Glück hold, denn sie findet ein Zimmer bei Martina, die einen hübschen Teeladen besitzt. Sie wird herzlich von deren Familie aufgenommen. Und so lernt sie auch Merle, Martinas Nichte, kennen. Das Mädchen hat nur einen Weihnachtswunsch: eine neue Frau für Papa. Die Geschichte, die dahintersteckt, rührt Ellens Herz an und bringt etwas in Bewegung…
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen. Mir haben die Protagonisten sehr gut gefallen, insbesondere Ellens Mutter und deren beste Freundin Rita (obwohl sie eine eher kleine Rolle hatten). Im Ort habe ich mich gleich gut aufgenommen gefühlt. Von mir gibt es 3 Sterne (aus meiner Sicht fehlen dem Buch ca. 50 Seiten, denn der Schluss – der mir zweifelsohne gefallen hat – kam einfach zu schnell).
Rezensionen von nil_liest:
Leben in Zwischentönen – Wenn das Vielleicht lauter wird als das Ja oder Nein
Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht
Doris Knecht begleitet mich schon lange als Autorin – und auch mit ihrem neuen Roman Ja, nein, vielleicht hat sie mich wieder voll und ganz überzeugt. Sie schreibt so, wie das Leben manchmal ist: leise, ungeschönt, ehrlich, klug – mit einem feinen Sinn für das Komische im Alltäglichen und das Schwere im scheinbar Banalen.
Im Mittelpunkt steht eine namenlose Ich-Erzählerin, deren Leben sich gerade wandelt: Die Kinder sind aus dem Haus, der Alltag pendelt sich ein zwischen Großstadtwohnung und Landhaus. Ruhe kehrt ein – und mit ihr eine neue Art von Freiheit. Doch dann: ein Zahnarzttermin, ein schmerzhaftes Detail, das plötzlich zur existenziellen Krise wird. Wie beiläufig, fast unmerklich, entfaltet Knecht daraus ein ganzes Panorama an Gedanken übers Älterwerden, über den Körper, über Freundschaften, weibliche Selbstbilder – und über die große Frage, ob man die eigene Zufriedenheit noch einmal aufs Spiel setzen sollte. Für Liebe. Für einen Mann. Für Friedrich, der da plötzlich wieder vor einem steht.
Was Knecht so großartig macht – und was ich an ihr seit jeher liebe – ist diese unglaubliche Beobachtungsgabe. Ihre Sprache ist schnörkellos, dabei oft poetisch, vor allem aber tief und wahr. Die Gedanken der Erzählerin, ihre Zweifel, ihre Ironie, ihre Sehnsucht nach Autonomie: All das fühlt sich nie konstruiert an, sondern auf eine ganz besondere Weise ehrlich und nah. Ich habe mich in so vielen Stellen wiedergefunden – und das, ohne dass Knecht je auf plakative Identifikation aus wäre.
Ja, in diesem Roman passiert nicht viel. Und genau das ist seine Stärke. Es ist ein Buch für Menschen, die bereit sind, genau hinzusehen. Die nicht nach schnellen Lösungen suchen, sondern sich für die leisen Töne interessieren – für das, was zwischen den Jahren, den Beziehungen, den großen Entscheidungen passiert. Für das Leben eben.
Fazit:
„Ja, nein, vielleicht“ ist ein stiller, scharfsinniger Roman über Aufbrüche im Spätleben, über Abschiede und neue Möglichkeiten, über Angst und Mut – und über die Liebe, wenn sie eigentlich gar nicht mehr eingeplant war. Für mich ein absolutes Lesehighlight. Wer Doris Knecht schon kennt, wird sie hier erneut feiern. Und wer sie noch nicht kennt, sollte genau hier anfangen.
Rezensionen von nil_liest:
Liebe ja. Lovestory nein.
Hero von Katie Buckley
Hero ist eine Frau, die irgendwie in uns allen steckt. Jeder hat Anteile von ihr in sich, die eine mehr, die andere weniger. “Ich habe immer eine schlagfertige Antwort parat. Männer schleudern mir alberne Beleidigungen entgegen, und ich pariere sie mit einem Blick oder einem Lachen, das sie ein bisschen aufrechter sitzen lässt.
Ich bin ein Waldbrand, der die Leute zwingt, ihr Streichholz besonders sorgfältig aus-zublasen. Waldbrände sind irgendwie aufregend, oder? Und unberechenbar. Aber irgendein Idiot kommt immer auf die Idee, sein Feuerzeug aufzuklappen und es mir vors Gesicht zu halten. Irgendein Typ muss immer Öl ins Feuer gießen. Im echten Leben habe ich mich schon oft verbrannt. Früher bin ich regelmäßig in Flammen aufgegangen, mein Inneres wurde immer empfindlicher.” (S 53) Hero ist eine brutal schöne Frau, die keine gute Vergangenheit hat und sich bei Männern nicht unbedingt die Zeit nimmt, sie zu ergründen bevor sie mit ihnen im Bett landet. Aber da ist der eine. Der will sie heiraten, aber will sie das? Es folgt kein rosarotes Ja, sondern eine Woche voller Gedanken und Gefühle. Wir sind hautnahe dabei. Ein derbes Buch, aushaltbar, mit vielen Wahrheiten. “Ich muss daran denken, wie ich einmal zu Two Shot sagte: Ich hasse es, mich entscheiden zu müssen. Ich hasse es, dauernd irgendwelche Kompromisse eingehen zu müssen. Ich will wie ein Mann sein. Ich will alles haben können. Wenn du zwischen ihm und deiner Karriere wählen müsstest, wie würdest du dich entscheiden?, fragte Two Shot. Ich will mich nicht entscheiden müssen, sagte ich Sie zog die Augenbrauen hoch. Und ich will eine Million Dollar, sagte sie.” (S 189) Wenn man sich an den Schreibstil und die fehlende Indikation der wörtlichen Rede gewöhnt hat, dann saugt es einen förmlich ein. Mich hat diese Liebesgeschichte, die eigentlich eine Leidensgeschichte ist fasziniert. Sicherlich weil mir das Verhalten von Hero so fremd und kaputt erscheint, aber eben auch seine Berechtigung hat. Und vielleicht genau deshalb bleibt das Buch so lange im Kopf: weil es keine Lösung anbietet, keine glatte Heldin und kein kitschiges Happy End. Stattdessen stellt es Fragen, die man nur für sich selbst beantworten kann. Wie viel Schmerz und Selbstzerstörung ist man bereit zu tragen, um Nähe zu spüren? Wie viel Freiheit darf Liebe kosten, ohne sich selbst zu verlieren? Hero zwingt einen, mitzudenken und mitzuleiden – und genau das macht es so besonders.
Rezensionen von kuhasi:
Wenn gesprochene Worte fehlen
Die Briefeschreiberin von Virginia Evans
Wenn gesprochene Worte fehlen
Nachdem ich selber eine Briefe Schreiberin bin, wollte ich das Buch unbedingt haben. Das Cover ist nicht so meins, jetzt wo ich das Buch gelesen habe, aber stimmig.
Ganz ehrlich gesagt habe ich den "Roman" oder besser gesagt die Briefe als sehr traurig empfunden.
Vielleicht liegt es daran, dass bei uns in der Familie selber gerade das Schicksal zugeschlagen hat, oder meine Erwartung war einfach eine andere, weil ich meist "gute" Briefe schreibe.
Die Geschichte von Sybil wird in den Briefen nach und nach sichtbar, ich brauchte aber viele Seiten, bis ich das System verstanden habe und mit den Charakteren vertraut war. Die Protagonisten kommuniziert mit ihrem Adoptivbruder Felix, Harry einem Teenager, Rosalie - ihrer Freundin, Theodor dem Nachbarn, Mick, Basam einem geflüchteten Syrer und zu guter Letzt Hattie - der Schwester.
Für nicht Briefe Schreiber glaube ich ist das Buch schwer zu lesen, aber durch die chronologische Reihung der Korrespondenz bekommt man eine Übersicht über das Leben von Sybil.
Leider kann ich nicht sagen, ob ich das Buch weiterempfehlen kann, da es mir zwar gefallen hat, aber dann doch wie bereits erwähnt teils sehr erschütternd war. Darum auch nicht die volle Punkteanzahl von mir.
Rezensionen von Lesebegeisterte:
Abschluss der Serie
Auris. Puls der Angst von Vincent Kliesch
Für True-Crime-Podcasterin Jula kommt es gerade faustdick! Ihre Mutter hat ihr jahrelang eine Demenz vorgespielt, als Schutz, steck sie doch in einem Zeugenschutzprogramm und dies war die einzige Lösung.
Auch Matthias Hegel steckt in dieser geheimnisvollen Sache von früher mit drinnen. Doch was ist damals nur passiert? Und warum nehmen diese Personen von damals jetzt Rache?
Jula muss über ihre Grenzen gehen, es geht um Leben oder Tod.
Ich muss schon sagen, ich brauchte etwas, um in die Story eintauchen zu können. Die vorigen Bände sind zwar nicht Pflicht, aber meiner Meinung nach etwas besser, ich habe diese Serie verschlungen. Chronologisch muss man diese Reihe nicht lesen, es ist aber von Vorteil, wenn man schon den ein oder anderen Teil vorher gelesen hat.
Meiner Meinung nach, war der Thriller etwas zu langatmig, ich hätte mir für ein Finale einer Buchserie mehr erwartet, aber vielleicht waren meine Ansprüche aber auch zu hoch?
Aber wenn man alle Teile gelesen hat, muss man dann schon wissen, wie es endet, also kann man gar nicht anders und muss das Buch lesen. Leider war es für mich nicht so wie erwartet, ist aber Geschmackssache. Fans von der ersten Stunde , so wie ich es bin, lesen den Thriller so oder so, egal wie es dann geschrieben ist. Also überzeugen Sie sich selbst!











