Kunden em pfehlungen
Rezensionen von EvaLiest:
Gemischte Gefühle
Warum schlafen wir ? von Cathy Evans
Warum schlafen wir? Vom Träumen, Schlummern und Schlafwandeln ist ein tolles Kinderbuch von Cathy Evans (Autorin) und Polya Plavinskaia (Illustratorin) [Übersetzung von Stefanie Brägelmann], das viele verschiedene Aspekte zum Thema Schlaf in den Fokus nimmt.
Schon das Cover ist so schön gestaltet, mit der silbernen Schrift und den vielen Häusern, in denen es schon einiges zu entdecken gibt.
Die Inhalte sind wirklich vielfältig und reichen von Erklärungen, was beim Schlafen passiert, über Träume, bis hin zu Schlaftypen oder Schlaf bei Tieren. Hier ist wirklich für alle etwas dabei. Die Illustrationen sind schön, wenn mich die Fülle der Motive auf manchen Seiten auch überfordert. Die Farben sind eher dunkel (passend zum Thema) und teilweise ist die Kombination aus Text und Bild dann doch etwas chaotisch. Optisch toll, aber nicht immer so leicht zu lesen.
Etwas, das mir gar nicht gefällt, ist die Schriftart, die für viele der Texte verwendet wurde. Zum einen ist sie gar nicht so einfach zu lesen, zum anderen wird die Groß- und Kleinschreibung teilweise ignoriert. Finde ich bei einem Buch, das viele Kinder sicher auch alleine lesen, nicht sehr gelungen.
Insgesamt ein gemischtes Fazit: die Inhalte sind super, und auch die Illustrationen gefallen mir. Leider ist das Leseerlebnis nicht so angenehm, wie erhofft (aber das kommt sicher auch daher, dass hier alle sehr reizoffen sind, für andere Leser:innen mag das unproblematisch sein).
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Weitermachen oder aufgeben?
A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe von Katharina Herzog
Sophie Dubois weiss nicht, wo ihr der Kopf steht: Tochter Riley rebelliert, Mutter Tanya in der Altersresidenz ebenfalls und dann fährt Sophie bei der Eröffnung eines neuen Restaurants aus ihrer Haut, was ihr fast den Job kostet. Als Wiedergutmachung soll sie fernab von London in Cornwall ein kleines Pub auf Vordermann bringen.
Für alle Probleme gibts eine Lösung, doch mit diesem Motto kommt Sophie im Smugglers' Inn nicht weit. Port Haven wär eigentlich ein malerisches Dorf. Doch das Pub hat schon bessere Tage gesehen. Zudem muss das ganze Personal übernommen werden und im Gastraum darf nichts baulich verändert werden. Als Sophie einen Tisch verschiebt, verscherzt sie es sich auch bei den Stammkunden. Koch Lennox versucht zu vermitteln. Und dann ist ja auch Annabelle Scott, die es seit dem Vorfall in London auf Sophie abgesehen hat.
Das Setting in Cornwall, besonders das Smugglers' Inn, konnte ich mir bildlich vorstellen. Ich wäre wie Sophie auch nicht begeistert gewesen, wenn man in so einem dunklen Raum nichts modernisieren dürfte.
Thematisiert werden Familienkonstellationen und Lebensziele. Dass nicht nur Erfolg zählt, sondern man auch scheitern darf und trotzdem noch genau so viel Wert ist.
Mir hat diese leichte Auftaktsgeschichte zur neuen Trilogie "A Taste of Cornwall", bei der mehrere Charaktere etwas zu verbergen versuchen, gut gefallen. Die Figuren machten alle eine glaubhafte Entwicklung durch, angefangen von Sophie und ihrer Familie bis hin zu Annabelle. Manchmal fehlte mir allerdings etwas Tiefe.
Fazit: "Eine Prise Liebe" ist ein kurzweiliger und unterhaltender Roman aus der Feder von Katharina Herzog. Somit werden wir die Figuren auch im nächsten Jahr weiter begleiten können. In Band 2 wird Anabelle Scott im Zentrum stehen.
4 Sterne.
Rezensionen von Tinimore:
Viel mehr erhofft
Dunkle Sühne von Karin Slaughter
Zunächst hatte ich mir sehr viel Spannung erhofft. Das Cover sprach mich an und lies eine düstere Geschichte erahnen. Wir verfolgen zunächst die Geschehnisse um das Verschwinden von den beiden Mädchen Madison und Cheyenne in der Stadt North Falls. Das Ende des Buches spielt 12 Jahre später, möchte hierzu aber keine Inhaltsangabe geben um Spoiler zu vermeiden.
Die Geschichte hatte alle Zutaten um ein Favorit zu werden. Leider war die Erzählung sehr langatmig, stellenweise sogar langweilig. Die Polizistin Emmy Lou war in meinen Augen sehr unglaubwürdig und sehr naiv. Sie sprach mit ihrem Vater als wäre sie ein Teenager. Auch wie sie mit ihrer besten Freundin sprach und nur herum stotterte als sie ihr Vorwürfe machte.
Die anderen Personen waren auch wenig glaubhaft. Die Erzählweise war leider auch sehr repetitiv. Die Diaologe und die Handlung waren wenig glaubwürdig. Ich denke das Buch ist für einen Thriller & Krimi Vielleser nichts, da man relativ schnell die unlogische Handlung und Diaolge bemerkt.
Schade, hatte mir durch die extrem positiven Bewertungen viel mehr erwartet.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Zum letzten Mal in Spanien
Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos von Susanne Kuhn
Susanne Kuhn, die Halbschwester Thomas Bernhards, gibt einen Einblick in drei Urlaubswochen im Herbst 1988 gemeinsam mit dem Autor in Torremolinos in Spanien. Thomas Bernhard ist schon sehr gezeichnet von seiner Krankheit (Sarkoidose), hat ständig Atemnot, ist kaum belastbar, kann nicht mehr schwimmen, glaubt sich einmal dem Tode nahe.
Die mitgebrachte Schreibmaschine bleibt unbenutzt.
Der Reisebericht wird ergänzt von Karikaturen von Nicolaus Mahler, der schon ein Buch über Thomas Bernhard illustriert hat. Zuletzt findet auch noch eine Zusammenfassung von Gesprächen - untermalt von Fotografien und Zeichnungen aus dem Familienarchiv - mit dem Bernhard-Experten Manfred Mittermayer im Buch Platz, in dem die hochgradig pathologischen Beziehungen in der Familie Bernhards zwischen den Generationen und den Geschlechtern, dieses Mal aus der Sicht einer Frau, zur Sprache kommen.
Eine vertiefende Lektüre, nicht nur für Bernhard-Fans interessant. Letzter Saft aus der Zitrone?
Rezensionen von Anndlich:
Ein Buch, das zum Diskutieren anregt
1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht. von Yorick Goldewijk
Für 8 ist jeder Tag gleich und sie führt ein sehr strenges Leben, in dem jeder aussieht wie sie und sich alle gleich zu verhalten haben. Doch 8 fühlt sich anders und das ist in Surdus verboten. 8 findet jemanden, der auch anders ist und zusammen wollen sie aus den strengen Strukturen ausbrechen.
1000 und ich von Yorick Goldewijk ist ein Werk, dessen Beurteilung mir unheimlich schwer fällt.
Ich habe mich mit dem Schreibstil und der Perspektive 8s unheimlich schwer getan, es wirkt schwerfällig, abgehakt und auf eine emotionslose Art monoton. Gleichzeitig war dieser Aspekt inklusive des Titels für mich schnell ein Indiz dafür, welche Perspektive wir hier wirklich einnehmen und wie alles aufgelöst wird. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es dadurch weniger spannend war, aber gleichzeitig bin ich der Meinung, dass dem Autor der Blickwinkel dadurch unfassbar gut gelang. Wenige Kapitel außerhalb 8s Perspektive zeigen auch, dass Goldewijk durchaus auch einen lebendigeren Schreibstil aufgreifen kann, der auch deutlich einfacher zu lesen ist.
Inhaltlich fehlt es mir an Substanz, was das Buch zu einem unheimlichen guten Buch für Diskussionsanregungen macht. Ich glaube, dass viele Jugendliche/Erwachsene mit unterschiedlichen Gedanken, Gefühlen und Ideen aus diesem Buch rausgehen und es dadurch nicht nur viele unterschiedliche Interpretationen gibt, sondern auch eine Menge Diskussionsstoff und -bedarf.
Rezensionen von Alo:
Atmosphärisch stark
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Kristina Hauff entführt ihre Leserinnen und Leser in ihrem dritten Buch „Schattengrünes Tal“ in den Schwarzwald. Schon der Schauplatz vermittelt eine bedrückende Atmosphäre, die von Beginn an spürbar ist.
Eine Fremde checkt in ein Hotel, das seine besten Jahre lange hinter sich hat, ein. Die Frau hat wahrscheinlich etwas Schlimmes erlebt, gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sie ein Geheimnis verbirgt.
Hauff entwickelt daraus ein Kammerspiel, das von subtiler Spannung lebt. Nach und nach bröckelt die Fassade der Figuren, und die düstere Stimmung des Schwarzwalds verstärkt das Gefühl, dass ein großes Unglück bevorsteht.
Besonders stark gelingt der Autorin die Gestaltung der Atmosphäre: Die Spannung baut sich leise, fast unmerklich auf, bis man unweigerlich in den Bann gezogen wird. Das Ende fällt im Vergleich etwas ab, es wirkt hastig erzählt und kann mit dem sorgfältigen Aufbau nicht ganz mithalten. Dennoch schmälert dieser Punkt das Lesevergnügen nicht entscheidend.
Fazit: Schattengrünes Tal ist ein psychologisch dichtes, atmosphärisch starkes Buch, das Fans von subtiler Spannung und dunklen Stimmungen begeistern dürfte. Ich habe nun auch Lust die anderen Romane von Kristina Hauff kennenzulernen. 3,5/5 Sterne
Rezensionen von ReiShimura:
Spice & Story – Nicht ganz mein Geschmack
Mr Fixer Upper von Lucy Score
Mein erstes Buch der Autorin, Story of my life, habe ich Anfang des Jahres gelesen und war auf Anhieb begeistert. Ihr humorvoller Schreibstil hat mir gut gefallen und auch das Setting rundherum hat gut für mich gepasst. Schon damals war für mich klar, dass sicher wieder ein Buch oder Hörbuch von Lucy Score auf meine Leseliste wandern wird.
Nun war es endlich so weit, doch meine Euphorie hat einen deutlichen Dämpfer bekommen. Denn dieses Hörbuch hat mich nicht so begeistert wie ich es erhofft hatte, sondern mich sehr zwiegespalten zurückgelassen.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin hat mir auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Die Mischung aus humorvoller und leichter Erzählung kombiniert mit einigen ernsteren Passagen und zum Nachdenken anregenden Themen fand ich sehr gelungen. Gelesen wird das Hörbuch von Simone Terbrack. Nach Beendigung des Hörbuchs kann ich sagen, dass mir ihre Stimme sehr zugesagt hat. Zu Beginn sah das allerdings ein wenig anders aus. Ich hatte kurz vorher ein anderes Hörbuch beendet und noch die liebliche Stimme von Viola Müller im Ohr. Simone Terbracks Art das Buch zu lesen, kam mir da am Anfang des Buches im Vergleich fast ein wenig zu harsch und würde fast sagen zu aggressiv vor. Dieser Eindruck hat sich aber im Laufe der Zeit gemildert und ich konnte mich mit ihrer Stimme und ihrer Art die Dinge zu betonen anfreunden.
Weniger gut gefallen haben mir die pikanten Szenen in dem Buch. Mir war bewusst, dass dieses vorkommen werden, da es wie gesagt nicht mein erstes Buch von Lucy Score war. Ich bin kein großer Fan von zu viel Spice, wie man das heutzutage scheinbar nennt, daher freue ich mich immer, wenn diese Dinge eher eine Randerscheinung sind. Wobei mich dieses Mal weniger die Anzahl der Szenen, sondern eher wie diese beschrieben und dargestellt werden. Denn wie so oft wurde hier ganz tief in die Klischeekiste gegriffen. Natürlich ist das beste Stück von Gannon wieder einmal überdurchschnittlich groß und selbstverständlich erlebt auch Paige jedes Mal einen Höhepunkt. Mir ist bewusst, dass niemand an dieser Stelle zu viel Realität haben möchte. Dennoch denke ich mir, dass ein klein wenig Realität der ganzen Sache guttun würde.
Der fehlende Realismus bezüglich der körperlichen Liebe stößt mir bei diesem Buch besonders sauer auf, da die Autorin einige feministische Themen in die Geschichte einfließen lässt. Sie spricht dabei vor allem die Benachteiligung von Frauen in der Filmbranche an, aber auch wie oft Frauen auf Äußerlichkeiten reduziert werden. Hier ist für mich eine Diskrepanz entstanden, die mir die Freude an dem Buch ein wenig genommen hat.
Die Charaktere an sich fand ich, abgesehen von ihrer überbordenden Schönheit und Perfektion, gelungen und Großteils sympathisch. Wie so oft sind es die Nebencharaktere die den besonderen Charme ausmachen. Doch auch hier habe ich wieder einen kleinen Kritikpunkt. Für meinen Geschmack gab es einfach viel zu viele Ähnlichkeiten zwischen Gannon und Campbell. Campbell ist männliche Protagonist aus Story of my life, dem anderen Buch der Autorin, welches ich Anfang des Jahres gelesen habe. Die Ähnlichkeit der beiden ging nämlich leider so weit, dass sie auch den gleichen Spitznamen für ihr jeweilige Angebetete verwendet haben. Hier hätte ich mir etwas mehr Kreativität von der Autorin erwartet.
Mir ist bewusst, dass viele meiner Kritikpunkte für andere keine Rolle spielen, wie etwa meine Abneigung gegen zu viele und zu unrealistische pikante Szenen. Auch der Vergleich mit anderen Büchern von Lucy Score ist für viele irrelevant. Trotzdem muss ich diese Dinge in meine Bewertung miteinfließen lassen.
Abschließend möchte ich aber sagen, dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe und phasenweise wirklich viel Spaß beim Hören hatte.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Just married - Plötzlich verheiratet von J.F. Murray
Wer schräge Charaktere mag und Hangover witzig findet, wird hier auf seine Kosten kommen! Denn: Kate ist eine ultimative Planerin geworden, nachdem sie mit gebrochenem Herzen von ihrem Auslandsjahr zurückkam. Jetzt steht ihre perfekte Hochzeit bevor und sie hat auch für den Junggesellenabschied alles genauestens geplant.
Es soll nach Vegas gehen, zum Missfallen des Zukünftigen, der seine Kate lieber an der kurzen Leine hält und für den das auch viel zu teuer ist. Doch die Mädels haben sich das ausgemacht und halten sich dran, was sie sich als junge Erwachsene versprochen haben. Doch nicht alles verläuft nach Plan, spätestens wenn der Alkohol fließt und der DJ des Clubs niemand anders ist als der Typ, der Kates Herz gebrochen hat....
Die Story ist total schräg, aber auch witzig. Ich mochte die Sinnkrise und die Frage dahinter und wie Kates Beziehung geschildert wird. Es machte es leicht, ihren Verlobten nicht zu mögen. Die Mädels waren alle eine Nummer für sich und meiner Meinung nach etwas stark überzogen dargestellt, allerdings so überzogen, dass es wieder lustig war. Ich konnte mich zwar absolut nicht hineinversetzen, da das so gar nicht meine Welt ist, aber es war faszinierend und lustig. Ich fand auch die Idee mit den Dates und Verpsrechen sehr süß. Einzig das Ende fand ich etwas zu sehr erzwungen von den jeweiligen Zeitpunkten und auch konnte ich nicht alle Reaktionen so ganz nachvollziehen. Aber im Großen und Ganzen war es eine sehr witzige Geschichte mit süßen Charakteren und ganz vielen schrägen Momenten!
Rezensionen von Lesestern:
Das Vermächtnis der alten Truhe und die Frage nach der Wahrheit
Was wir für wahr gehalten haben von Michelle Shocklee
" Was wir für wahr gehalten haben" , das neue Buch der Autorin Michelle Shocklee erschienen im Juni 2025 bei Francke-Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt.
Bereits ihre beiden Vorgänger " Ich gebe dir eine Stimme" und " Die Nacht ist voller Sterne" gehören zu meinen Lesefavoriten, sodass ich mich auf diesen neuen Titel besonders gefreut habe.
Der Roman spielt wieder auf zwei Zeitebenen, die im stetigen Wechsel die beiden Hauptprotagonistinnen Ava und Mattie und ihre jeweilige Lebensgeschichte dem Leserherz nahebringen.
Beginnend mit der Nachricht von Matties Vater, dass Ava, ihre Mutter schwer erkrankt ist und Mattie zu Hause auf der Farm gebraucht wird, nimmt die Geschichte ihren Lauf...
Matties Zwillingsbruder Mark ist im Vietnam Krieg ums Leben gekommen. Trauer und Groll über die von ihren Eltern mitgetragene Entscheidung, dass Mark sich freiwillig für die Marines meldete, treibt Mattie direkt nach seiner Beerdigung zur Flucht.
Seit diesem Tag hat Mattie keinen Fuß mehr in ihre Heimat gesetzt und versucht mit Drogen und einem Kommunenleben in Kalifornien ihre Enttäuschung,Trauer und Wut zu betäuben.
Doch dann erreicht sie der Hilferuf ihres Vaters und Mattie macht sich auf den Weg zurück in ihre Vergangenheit...
Mein Leseeindruck:
Shocklees Schreibstil fesselt und lässt die unterschiedlichen Kriegszeiten, Schauplätze und Hintergrundgeschichten aus drei Perspektiven lebendig werden.
Matties Enttäuschung von ihrer Familie weicht Schritt für Schritt den neuen Herausforderungen, die ihr angesichts der schweren Krankheit ihrer Mutter begegnen.
Ihre Denkmuster beginnen zu bröckeln und schwierige festgefahrene Beziehungen verändern sich im Licht der Wahrheit, als sie den Mut aufbringt, die Briefe ihrer Mutter zu lesen.
Dabei wird ihre eigene Familiengeschichte neu geschrieben und schon bald weiß Mattie nicht mehr, was sie glauben kann...
Mein Fazit:
Ein fesselnder historischer Roman mit christlichen Bezügen, der zeigt, wie wichtig es ist, sich der Vergangenheit zu stellen, daraus zu lernen und verändernde Zukunftsperspektiven zu gewinnen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Trödeln lernen leicht gemacht
Die Sekundenochs von Markus Hennig
Allein das Cover mit dem kleinen Sekundenoch, der mit einer Schnecke an der Leine spazieren geht, macht Lust sich näher mit diesem fantasievollen Kinderbuch zu beschäftigen.
Die kleinen Sekundenochs haben ganz viel Zeit zum Trödeln. Sie brauchen das sogar um sich wohl zu fühlen. Ganz im Gegensatz zu Smilla, die von ihrer Mama immer wieder hört „Hoppi-galoppi“, „Schnell, schnell“ oder „Kau schneller“.
Bis eines Tages der kleine Sekundenoch Tjörge mit dem Aufzug versehentlich durch die Decke von Smillas Kinderzimmer bricht. Ab da entsteht eine wunderbare Freundschaft und Smilla lernt das Trödeln. Und Tjörge lernt, dass es manchmal sehr wichtig sein kann, sich zu beeilen.
Da die Sekundenochs so klein sind, wimmelt es auf der ersten Seite, wo ich sie kennenlerne nur so von ihnen und ihren Sprechblasen. Auf den Seiten mit Smilla, die ja viel größer ist, geht es ruhiger zu. Die Ideen, die Smilla dann zum Trödeln entwickelt haben unseren beiden Jungs sofort gefallen und werden immer mal wieder ausprobiert. Das übergroße Poster von Smilla und den Sekundenochs musste natürlich gleich im Kinderzimmer aufgehängt werden.
Die Geschichte, die sich Markus Hennig ausgedacht hat, gefällt uns ausgesprochen gut. Auch, wenn es hier und da Unklarheiten gibt, die wir dann gemeinsam ausdiskutiert und die Lücken gefüllt haben.
Dazu die farbenfrohen teils ganzseitigen Bilder von Nikolai Renger, die die Geschichte noch weiter verständlich machen und auf denen es so viel zu entdecken gibt. Toll gemacht.
Was für eine witzige Geschichte, die zeigt, dass beides sein muss – das Trödeln und das sich beeilen. Uns werden die Sekundenochs noch lange in Erinnerung bleiben.











