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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von M:

Mit Tiptoi im Zoo

tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo von Inka Friese

Das Tiptoi Buch im Zoo ist bei uns der absolute Renner. Mit dem Tiptoistift kann man durch Buch wandern, sich eine Geschichte rund um einen Zoobesuch hören, sich Informationen über die Tiere holen und Rätsel bzw. Fragen beantworten. Das Buch ist im Wieso weshalb warum Stil sehr schön bunt und es gibt viele Details zu entdecken, der relativ kurze Text, der dazu auf den Seiten steht, kann vorgelesen werden und ist gut verständlich.

Toll ist, dass die Kinder sich dann mit dem Tiptoi Stift alleine mit dem Buch beschäftigen können. Sie erfahren viel über die einzelnen Tiere, ihre Lebensräume und Eigenheiten. Spaß hatten unsere Kinder besonders daran die Rätselaufgaben zu beantworten und zu zeigen, was sie alles über die Tiere wissen. Der Umgang mit dem Tiptoistift und dem Buch war selbst für den 3jährigen einfach. Ein tolles Buch aber es hätte uns noch gut gefallen, wenn man mit dem Stift noch passende Tierlieder hätte hören können.

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Rezensionen von Ele:

Lady Tan - Die Ärztin der Frauen

Die Geschichte der Lady Tan von Lisa See

Die Geschichte der Lady Tan, historischer Roman von Lisa See, EBook, Gutkind Verlag.
Im ausgehenden 5. Jahrhundert, in einer Zeit, in der männliche Ärzte ihre Patientinnen nur hinter einem Wandschirm kurieren durften, behandelte Yunxian, Frauen und Mädchen, sie war eine renommierte Ärztin, die sogar in der verbotenen Stadt die Kaiserin behandeln durfte.

Sie wurde von ihren Großeltern, die beide Ärzte waren erzogen, weil ihre Mutter schon früh starb und erlernte dort die Methoden der traditionellen Chinesischen Medizin. Sie schrieb ein Buch über ihre Fälle, ihr Patienten waren vermutlich hauptsächlich die Frauen die zum großen Haushalt ihres Schwiegervaters, bzw. später zum Haushalt ihres Mannes gehörten.
Das Buch gliedert sich in vier Teile, die nach den traditionellen Lebensphasen einer chinesischen Frau benannt sind. Die Milchtage, die Zeit bis zum Erreichen des 14. Lebensjahr, hauptsächlich geprägt vom schmerzhaften Prozess des Füßebindens. Dadurch wurde der Wert einer zukünftigen Frau gemessen, je kleiner die Füße waren desto besser konnte das Mädchen verheiratet werden. Mit Eintritt der Pubertät beginnen die Tage des Haarehochsteckens. Das Mädchen ist bereit zum Heiraten. Darauf folgen die Reis-und-Salz-Tage, die Zeit der Pflicht, Söhne zu gebären und Kinder großzuziehen. Zuletzt, die längste Phase die Zeit des Stillsitzens. Die Zeit nach der Menopause, wobei diese Zeit den Frauen meist die Gelegenheit gibt, Herrin des Hauses zu sein, selbst Schwiegermutter werden und die erhabene und machthöchste Lady des Haushalts zu sein. Diese Phasen sind so gut beschrieben und interessant zu lesen, sehr lehrreich, wenn man sich für die chinesische Kultur während der Kaiserzeit (Ming Dynastie) interessiert. Diese Teile sind durch einzelne Kapitel unterteilt die mit Überschriften auf den Inhalt hinweisen. Auch die Behandlungsmethoden und die Ansätze der chinesischen Medizin kannte ich nicht und wurde durch dieses Buch darüber informiert.
Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, denn abseits von Kultur und Medizin, die Erlebnisse von Yunxian sind so aufregend und spannend, ich musste immerzu weiterlesen. Die Berichte über das Füßebinden haben mich besonders berührt, damit habe ich mich schon des Öfteren auseinandergesetzt, und durch dieses Buch wieder andere Aspekte dazu gewonnen.
Im Buch gibt viele Personen, alle habe ich mir in Gedanken gut vorstellen können, die Figuren handeln authentisch, zwar sind nicht alle sympathisch, doch sie scheinen echt.
Natürlich ist Yunxian, die Protagonistin meine Lieblingsfigur, doch auch die kleine Hebamme Meiling, die Großmutter Ru oder Konkubine Zhao, sind hervorragend charakterisierte Persönlichkeiten. Dafür hat Lady Kuo, die Schwiegermutter von Yunxian ihr oft das Leben schwergenacht. Sie und Dr. Wong konnte ich gar nicht leiden.
Das Buch liest sich schnell und ist gefällig, ich habe es genossen, die Autorin schreibt so flüssig und bildhaft, ständig waren mir die Charaktere und das Setting vor Augen. Die Autorin schreibt in der Ich-Form aus Sicht der Protagonistin. Da ist der Leser ganz nah dran am Geschehen. Ich möchte L. See eine hervorragende Recherche aussprechen. Man merkt es in jedem Satz.
Wer sich für die chinesische Medizin, die Traditionen und das Leben in der chinesischen Kaiserzeit interessiert, sollte dieses Buch lesen.
Das Buch hat die besten Chancen mein Highlight des Jahres zu werden. Deswegen von mir 5 Sterne

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Rezensionen von Lesemama:

Der Knopf an der Bluse

I hate to love you von Fallon Brooks

Bewertet mit 3.5 Sternen

Zum Buch:

Abigail ist frisch mit dem College fertig und braucht dringend einen Job. Ihre Schwester sitzt unschuldig im Gefängnis, die Schulden wachsen ihr über den Kopf. Da wäre ein Job als Assistentin bei Ethan perfekt. Aber dann geht ausgerechnet kurz vor dem Vorstellungsgespräch ihre Bluse kaputt und auch sonst läuft einiges nicht so wie gewünscht, unter anderem dass Ethan total heiß ist.

Meine Meinung:

Bossromance ist schon was feines, lese ich ganz gerne. Der Boss, die Angestellte, verbotene oder eher unangebrachte Gefühle. Ist meistens sehr unterhaltsam.
Hier mochte ich vor allem Abigail mit ihrer frechen, vorlauten Klappe. Ethan mochte ich nicht immer, er war schon öfter mal zu grumelig und zu bossmäßig unterwegs, ich hatte aber auch Mitleid mit ihm, mit seiner Angst, seinem Druck, den er sich selbst machte.
Im großen und ganze eine unterhaltsame Story, war nett zu lesen, aber mit fehlte ein bisschen das Gefühl, das besondere. Es war mir zu glatt und zu fad. Kurzum, nette Unterhaltung für den Strand.

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Rezensionen von Lesemama:

Für mich war es der schwächste Band

God of Wrath - Besessene Liebe von Rina Kent

Zum Buch:

Cecily mit ihren silbernen Haaren ist still und unauffällig, aber Jeremy ist sie aufgefallen und das ist teuflisch. Jeremy hat eine besondere Art, seine Zuneigung zu zeigen und Cecily ist im total verfallen. Und das, obwohl sie ihm fernbleiben sollte.

Meine Meinung:

Bei God of Wrath handelt es sich um das dritte Buch einer Reihe rund um die Mitglieder der Familie King und Volkow, die alle dasselbe College besuchen.

Jedes Buch handelt von einem anderen Paar, man sollte aber, wenn man alle lesen möchte die Reihenfolge einhalten.
Ich habe alle drei Teile gelesen, alle drei sind schon ziemlich düster und ziemlich spicy, keine romantische Story. Und mir war es diesmal fast zu viel, solche Fanatsien mag es geben, ich kann damit nichts anfangen und fand es sehr befremdlich.
Ansonsten war es eine College-Mafia-Story, Jeremy war sehr bestimmend und ließ Cecily kaum aus den Augen. Es gab auch spannende Momente und teilweise überschritten sich die Ereignisse mit Buch zwei. Man kann es lesen, wenn man düstere Romanzen mag, mir war es aber zu heftig und auch die Story abseits des Spices konnte mich nicht überzeugen.
Trotzdem hoffe ich, er gibt noch weitere Bände, denn es gibt noch einige Optionen, die ich genre bestätigt wüsste

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Rezensionen von Tara:

Über das Leben und Veränderungen

Das glückliche Leben von David Foenkinos

„Das glückliche Leben“ ist ein ruhiges und Buch über das Leben und Neuanfänge des in Paris lebenden Autors David Foenkinos.

Der 40-jährige Éric Kherson hat seit zwanzig Jahren einen sicheren Posten bei Decathlon, fühlt sich dort nicht überlastet, leidet aber an einer gewissen Lebensmüdigkeit.

Genau zu diesem Zeitpunkt bietet ihm eine alte Schulkameradin - Amélie Mortiers - einen Posten an. Amélie muss als Staatssekretärin im Ministerium für Außenhandel ein Team zusammenstellen und braucht jemanden, den sie kennt und auf den sie sich verlassen kann.
Während einer Geschäftsreise nach Seoul sieht Éric eine Leuchtreklame: „Happy Life“. Neugierig erkundet er, was dahinter steckt. Dort werden Beerdigungen angeboten – eigene Beerdigungen. Éric meldet sich an und macht damit einen Schritt in ein neues Leben. Er kommt zur Ruhe und besinnt sich darauf, was im Leben wichtig ist. Diese Möglichkeit möchte er auch anderen Menschen eröffnen und bringt „Happy Life“ nach Frankreich.

Der Schreibstil von David Foenkinos liest sich leicht und flüssig.
Obwohl ich das Ritual selbst zunächst ein wenig befremdlich fand, konnte ich Érics Veränderung gut nachvollziehen und fand seine Verwandlung, seine Reise zu sich selbst und seine Gedankenexperimente schön zu lesen. Allein das hat dazu geführt, dass ich zur Ruhe gekommen bin und anfing über mein Leben nachzudenken.

Durch die Beschäftigung mit der Endlichkeit wird Lebensfreude geweckt, so dass die Protagonisten handeln und ihr Leben aktiv in die Hand nehmen. Dieser Funke überträgt sich beim Lesen und wird richtiggehend greifbar.

Allerdings dauert es ein wenig, bis die im Klappentext angekündigte Story startet und ich habe die Vorgeschichte als ein wenig langatmig empfunden.

Es ist ein ruhiges Buch über Selbstfindung und ein erfülltes Leben, das nachdenklich macht und seine Leser*innen zur Besinnung kommen lässt.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Mitreissendes Finale

Wolfstal von Alexander Oetker

Der bereits neunte Band der "Luc Verlain"-Reihe spielt in der Ortschaft Espelette im französischen Baskenland. Das Dorf ist bekannt für seine Gorria-Schoten, gemahlen bekannt als Piment d'Espelette. Ausserdem geht hier eine Etappe des Jakobweges entlang.

Eine Pilgergruppe wird oberhalb des Dorfes von einem Schuss davon abgeschreckt, näher zu den Schafweiden von Jacques aufzuschliessen.

Auch im Tal haben sie Angst vor Jacques, weil, wie er selbst sagt, er kaum spricht und die Bewohner deshalb nicht wissen, was er denkt. Viel mehr, ausser, dass er wie ein Eremit lebt und Wolfsschützer ist, weiss man tatsächlich nicht über ihn.

In den ersten Kapiteln werden neben Jacques andere ausgewählte Einwohner von Espelette vorgestellt, dies sehr akkurat, so dass man diese Figuren gut kennenlernt.

Erst als jemand ermordet wird, kommt Luc - und nein, leider nicht Yacine - sondern Commissaire Gilen Etxeberra aus Biarritz - aber okay, Gilen hat sich total gewandelt und kann sogar nett sein plus gut mit Luc zusammenarbeiten - und eine neue Kommissarin namens Rose Schillinger ins Spiel. Die neue Kollegin, die nach einem Jahr Pause ihren Dienst wieder aufnimmt, ist schon älter und ein ziemliches Reibeisen. Man ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird. In Luc und Gilen findet sie jedenfalls keine Freunde, so unlustig, harsch und sonderlich, wie sie sich gibt.

Vor Ort treffen Luc, Gilen und Rose nicht nur auf die anfangs vorgestellten Dorfbewohner, sondern auch auf die junge Brigadière Inaki, eine junge Dorfpolizistin, die leider öfters wegsieht. Einerseits versteht man ihre Beweggründe, andererseits sollte sie zumindest mit den Kommissaren kooperieren. Denn dieser Mordfall wird ohne Zusammenhänge zu erkennen nicht zu lösen sein. So tappen die Ermittler, am Ende verstärkt durch Anouk, lange im Dunkeln, bis es schon fast zu spät ist und vielleicht noch jemand getötet wird.

Alexander Oetker lässt die Spannungskurve in "Wolfstal" kontinuierlich aufsteigen. Er erläutert ausserdem aktuelle Probleme dieses Landstreifens, blickt auf alte Konflikte zurück wie zum Beispiel die ETA und nimmt uns mit ans Meer. Die Region Pyrénées-Atlantiques und der weite Ozean werden sehr anschaulich geschildert, so dass man unweigerlich Meerweh bekommt und die salzige Meeresluft fast schon riechen kann.

Im Epilog gibt es einen, trotz Mord-Tragik, humorvollen Ausblick auf Band 10, der bereits im Frühling 2026 erscheinen soll. Ein Toter am FKK-Strand und nur die Kommissare wissen, um wen es sich dabei handelt.

Fazit: "Wolfstal" ist längst nicht so mild wie Piment d'Espelette, sondern hat Würze und gipfelt in einem mitreissenden Finale.
5 Sterne.

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Rezensionen von peppi:

Krebs macht alle Menschen gleich

Amazonenbrüste von Reyhan Sahin

Ich kannte die Autorin, die sich bereits in der männerdominierten Welt des Deutschraps und der Wissenschaft als Frau of Colour behauptet hat, bisher noch nicht. Ich habe das Buch gelesen, weil mich das Thema interessierte.
Reyhan Şahin nimmt uns mit auf eine emotionale Reise vom Schock der Diagnose über die Strapazen der Chemotherapie bis hin zur Hoffnung der Heilung.

Sie schreibt mit einer Mischung aus Wut, Witz und Wärme. Ihre Sprache ist direkt, provokant und zugleich berührend.
Sie beleuchtet nicht nur die medizinische Seite der Erkrankung, sondern auch die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sie als nicht-weiß gelesene Frau im deutschen Gesundheitssystem erfährt.
Sie lässt den Leser ganz nah an sich heran. Das macht das Buch intensiv, informierend, und inspirierend.
Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Geschichte und gesellschaftlicher Analyse.
Leseempfehlung!

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Rezensionen von Murksy:

Faszinierende Haie

Sharkpedia - Die erstaunliche Welt der Haie von Daniel C. Abel

Ein Buch nicht nur für reine Hai-Freunde, sondern für jeden neugierigen Naturliebhaber. Als Spielberg mit dem weißen Hai das Tier für Generationen zum Monster gemacht hat (etwas, dass er heute zutiefst bereut), trauten sich Badegäste nicht mehr ins Meer und eine Vielzahl von Filmen prägte das Bild des Menschenfressers.

Das Sachbuch, das natürlich nicht allumfassend die ganze Welt der Haie abbilden kann, bietet die ideale Gelegenheit kurzweilig und informativ in die Weiten des Meeres abzutauchen. Und hier sind wir schon beim neuen Wissen, denn Haie können durchaus auch im Süßwasser vorkommen. Diese und viele weitere Fakten zu den Tieren liefert der Haiforscher fundiert und unterhaltsam. Das Buch ist alphabetisch geordnet, wie gesagt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein idealer Einstieg für Interessierte, aber auf jeden Fall lesenswert für alle, die mehr wissen wollen. Leider hatte meine ebook-Ausgabe keine Zeichnungen, deren Fehlen habe ich oft bedauert.

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Rezensionen von Murksy:

Reise ins Mittelalter

Kreuzfahrer von Dan Jones

Die Zeit, die oft romantisiert dargestellt wird und Vorlage für unzählige Filme und Bücher ist, wird in diesem umfassenden Sachbuch spannend wie ein Historienroman und sachlich fundiert wie eine wissenschaftliche Abhandlung bildgewaltig beschrieben. Wer in Kreuzfahrern die edlen Ritter sieht, die aus hehren Zielen in die weite Welt Reisen, um den Glauben ihrer Kirche zu verteidigen, wird hier bald eines Besseren belehrt.

Auch grausame Gräueltaten werden in dem Werk nicht verschwiegen, doch das gehörte zu dieser Epoche dazu, wie auch das politische und kalkulierte Taktieren. Besonders interessant finde ich, dass auch vor hunderten von Jahren Chronisten schon sehr genau das Geschehen festhielten und dabei detailliert analysierten, wie die Herrscher und Kriegsherren fragile Allianzen abschlossen und sich mit dem Feinde verbündeten, um ihre Macht zu festigen oder zu vergrößern. Lug, Betrug, Täuschung, Bestechung und weit schlimmere Werkzeuge waren an der Tagesordnung. Auf den über 500 Seiten, die natürlich auch nur ausreichen, eine, wenn auch sehr gute, Zusammenfassung der Kreuzfahrten zu geben erleben wir buchstäblich, wie Politik und Gier, Neid und Leid, Liebe und Hass die Geschicke der erforschten Welt beherrschten. Diverse Karten und Abbildungen ergänzen das rundherum hervorragende Leseerlebnis. Zugegeben, der unbedarfte Leser verliert oftmals den Überblick, wer mit wem welchen Handel abschließt und welche religiöse Gruppe mit welchem Herrscher im Streit ist. Aber all diese Daten und Fakten zeigen, wie ausgezeichnet das Buch recherchiert ist, welche enormen Informationen zusammengetragen wurden. Und in mir hat sich der Wunsch geäußert, mehr darüber zu lesen. Man verzeihe mir das Wortspiel, aber ich habe Blut geleckt. Es ist höchst interessant, zu erfahren welche Figuren bereits in der damaligen Zeit ihren Einfluss ausgeübt haben. Diese Liebe zum Detail hat mich auf jeder Seite begeistert und ich will mehr lesen von den Quellen dieses herausragenden Sachbuches.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt.

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Rezensionen von clematis:

Unvollendet

Der Wind von Yorkshire von Lia Scott

Nach dem frühen Tod seiner Ehefrau zieht Robert Barlow mit seinen drei Töchtern June, Dahlia und Fern zu seiner Schwägerin, Tante Eliza, in die einsamen Hügel von Craven Dale. Der ehemalige Pfarrer findet keinen Trost mehr im Glauben und verdient sich ein wenig Geld als Lehrer und Schriftgelehrter.

Während Dahlia hübsche Kleidungsstücke näht und Fern sich mit der Schafzucht auskennt, begleitet June am liebsten ihre Tante Eliza zu den benachbarten Höfen, um der Heilerin und Hebamme zu helfen. Als Dahlia schwer erkrankt, entscheidet sich June, in die nächste Stadt – Bradford – zu gehen und ebenfalls zum gemeinsamen Einkommen beizutragen.

Recht anschaulich stellt Lia Scott ihre Figuren vor und passt ihren Schreibstil der idyllischen Landschaft des nordenglischen Yorkshire an. Malerisch ist das Land, die Leute so unterschiedlich wie nur möglich, denn Dahlia wartet, wie es sich gehört, auf die Hochzeit mit ihrem Verehrer, June ist bedacht darauf, viel zu lernen und Fern, die Jüngste, kann ein rechter Wildfang sein, besonders wenn sie um den Preis für ihre Schafwolle feilscht, was ganz und gar nicht den vorherrschenden Sitten um 1868 entspricht. Es dauert geraume Zeit, bis sich eine Handlung entspinnt und auch jetzt ist die betörende Atmosphäre das vorherrschende Element im Roman. Zu den wesentlichen Figuren gesellt sich irgendwann auch der Ire Franky hinzu, der schwere Schuld auf sich geladen zu haben scheint, so richtig greifbar wird dieses Thema nicht, dennoch erweckt er keinen unsympathischen Eindruck. Am Ende dieses Buches treffen wir mit June in einer gänzlich anderen Welt ein, nämlich in Bradford, wo die Schlote rauchen, der Schmutz den Himmel verdüstert und die Spinnräder und Webrahmen fast nie stillstehen. Dann reißt das mittlerweile spannende Geschehen abrupt ab und der Leser wird vertröstet auf den folgenden Band, das Bisherige bleibt unvollendet.

Ein schöner Start in die Welt zwischen Landleben und Stadtgefüge, sympathische Charaktere und viel Gefühl, leider wird der Roman erst in einigen Monaten komplett. Wer kann, sollte vielleicht warten? Lesenswert ist „Der Wind von Yorkshire“ aber jedenfalls.

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