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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lealein1906:

Tolles Setting

A Dance of Lies von Brittney Arena

Ich muss zugeben, dass es mir am Ende doch nicht so einfach war, dieses Buch zu bewerten, wie ich am Anfang gedacht habe. Denn am Anfang bin ich fest davon ausgegangen, dass das ein Fünf-Sterne-Buch wird. Dem war am Ende leider nicht so, ich habe zwischen drei und vier Sternen geschwankt, am Ende gibt das Setting und die Aufmachung des Buches den Ausschlag für die höhere Sternezahl.

Die Aufmachung ist wirklich wunderbar, das Buch mit Farbschnitt, dem tollen Cover, selbst ohne Umschlaghülle ist es noch wunderschön. Im Inneren geht es weiter mit einem tollen Einband und einer Karte.
Der Anfang des Buchs war auch sehr fesselnd. Man taucht sofort in die Welt vom Kronenbund ein und Vasalies Schicksal, die aus dem Gefängnis entlassen wird, um eine tanzende Spionin zu werden, an einem Ort voller Intrigen und falschem Spiel, aber auch Liebe und Freundschaft.
Der Schreibstil hat mir wunderbar gefallen, gerade im ersten Abschnitt versteht es die Autorin wunderbar, die Szenerie darzustellen, die wunderbaren Orte, die mit wunderschönen Details beschrieben werden. Und dann die Beschreibung der Tänze, die man dann auch direkt vor dem inneren Auge sieht.
Leider konnte mich die Geschichte im Fortlauf nicht ganz überzeugen, sie wird am Ende doch etwas verworren, man weiß nicht, wo alles hinführen soll, bis die Seiten immer weniger werden und das Buch leider nicht abschließend beendet wird. Trotzdem würde ich die Fortsetzung noch lesen, weil einem die Personen schon auch ans Herz wachsen.
Zusammenfassend: ein toller Fantasyroman mit tollem Setting und einer guten Story, die vielleicht am Ende ein bisschen besser auserzählt hätte werden können.

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Rezensionen von vianne:

Eine Hexe, ein Dämon und (Pumpkin) Spice

Spookily Yours von Jennifer Chipman

Spookily Yours von Jennifer Chipman ist für mich ein Buch, welches sich gut bei einer heißen Tasse Tee, einem regnerischen Herbstabend lesen lässt. Ich gebe dem Buch 3 1/2 Sterne, da mir zwar die Geschichte, die Idee und auch das Setting gefällt, dazu später auch noch mehr, aber es war eben auch sehr kurzweilig.

Für mich persönlich, ich liebe Slow Burn, auch etwas zu schnell und eben auch etwas zu oberflächlich.

Die Geschichte handelt um Willow, eine 28-jährige Hexe, die zusammen mit ihrer Schwester eine eigene Bäckerei in einem kleinen, herbstlichen Hexendorf führt. Dabei ist sie lange nicht so enthusiastisch bei der Arbeit wie ihre Schwester und hat schon lange das Gefühl, dass in ihrem Leben irgendetwas fehlt. Da begegnet sie einem kleinen schwarzen Kater, den sie dann auch adoptiert und der sich dann aber als ein ziemlich gut aussehender Dämon, Damien, entpuppt. Ab hier beginnt eine sich sehr schnell entwickelnde Liebesgeschichte mit sehr viel Spice.

Was mir neben dem tollen Cover noch gefallen ist, ist das Setting und die Charaktere. Es ist Oktober und die ganze Stadt ist in Herbst und Halloween Stimmung. Es riecht nach Pumpkin Spice und kühlen Herbstnächten. Überall stehen Kürbisse, es findet das jährliche Herbstfest statt und jede Nacht läuft ein anderer Halloweenfilm, den sich Willow und Damien anschauen. Außerdem war das Buch jeweils aus der Sicht von Willow und Damien geschrieben, was mir auch sehr gut gefallen hat.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat war, dass alles super schnell passierte. In dem einen Kapitel adoptiert Willow den Kater, im nächsten erfährt sie, dass er ein Dämon ist und verwandelt ihn zurück und danach beginnt es auch wirklich sehr schnell sehr spicy zu werden. Mir ist auch aufgefallen, dass es ein paar Logiksprünge gibt, manchmal werden Dinge beschrieben, die vorher noch gar nicht aufgeklärt wurden. Und auch einige Phrasen wiederholen sich leider immer wieder, was ein bisschen nervig wurde.

Insgesamt ist Spookily Yours für mich ein nettes, kurzweiliges Buch, das Lust auf den Herbst macht und beim Lesen ein cozy Gefühl vermittelt. Wer eine schnelle, leichte Fantasy-Romanze für zwischendurch sucht, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer aber auf tiefes Worldbuilding, langsame Liebesentwicklung oder vielschichtige Charaktere setzt, könnte eher enttäuscht werden.

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Rezensionen von Sheilo:

Ein richtig tolles Kinderbuch

Nanami - Schwimm dich mutig von Nathalie Pohl

Nanami, eine zuckersüße kleine Robbe, hat Sehnsucht nach eigenen Abenteuern. Gemeinsam mit der Möwe Carl macht sie sich auf die Reise und lernt dabei viele tolle andere Tiere kennen und noch ganz viel anderes.

Das Kinderbuch besitzt wunderschöne Illustrationen und ist wohl das schönste Kinderbuch, welches ich bisher gesehen habe.

Jede Seite, auch der Vorsatz, sind mit liebevoll gestalteten Illustrationen versehen, die sehr kindgerecht und zuckersüß sind. Meine Kinder lieben vor allem die glitzernden Elemente im Buch und die Vielzahl der verschiedenen Tiere.

Die Texte im Buch sind sehr einfühlsam geschrieben und werden perfekt durch die farbenfrohen Bilder ergänzt. In der Geschichte entdeckt Nanami nicht nur die Gewässer, sondern lernt, wie viele Dinge eigentlich mit Mut zusammenhängen und wie wichtig Eigenschaften wie Vertrauen, Mitgefühl oder Geduld sind. Nanami schließt tolle Feejndschaften, auch mit den Tieren, die auf den ersten Blick so viel anders sind als Nanami selbst.

Für uns ist "Nanami: Schwimm dich mutig" ein wunderschönes Kinderbuch, welches wichtige Werte an die Kinder vermittelt und wirklich zuckersüß gestaltet ist. Ich selbst habe das Buch mit meinen 6-jährigen Zwillingen gelesen, aber ich denke, dass das Buch auch für kleinere Kinder ab 4 Jahren sehr gut geeignet ist. Wir können Nanami und ihr Abenteuer auf jeden Fall sehr empfehlen.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Wow! Was für ein Auftakt!

Crown of Light and Shadows von G.K. DeRosa

Wow – was für ein Auftakt! Dieses Buch hat mich vom ersten Kapitel an gepackt und nicht mehr losgelassen.

An ihrem 20. Geburtstag soll Aelia eigentlich in den Dienst eines Fae-Lords treten. Doch stattdessen wird sie an die Akademie des Lichts gebracht. Einen Ort, an dem Licht-Fae für den Krieg ausgebildet werden.

Doch Aelia ist keine Licht-Fae und besitzt auch keine Magie. Deshalb wird sie von den anderen Schülern als Außenseiterin behandelt.
Um überhaupt eine Chance zu haben, bekommt sie Nachhilfe von Professor Reign, einem Schatten-Fae voller Geheimnisse, der sie mehr fasziniert, als ihr lieb ist.

Schon ab der ersten Seite hat mich die Geschichte gepackt. Aelia ist mutig, schlagfertig und lässt sich nicht unterkriegen.
Reign ist düster, unberechenbar und so undurchschaubar, dass man ihm einerseits nicht trauen möchte, andererseits aber jede Szene mit ihm verschlingt. Das Knistern zwischen ihm und Aelia ist unübersehbar, entwickelt sich langsam, intensiv und mit genau der richtigen Menge Spannung.

Die Autorin hat einen Schreibstil, der unglaublich bildhaft und fesselnd ist. Ich konnte mir die Welt und die Magiesysteme sofort vorstellen und habe mich mitten in der Geschichte wiedergefunden.
Die Akademie selbst ist brutal, gefährlich und voller Intrigen. Machtspiele und unausweichliche Kämpfe halten die Spannung konstant hoch.

Das Finale hat mich kalt erwischt – mit so einem Ende habe ich nicht gerechnet. Der Cliffhanger sorgt dafür, dass ich den nächsten Band unbedingt lesen möchte.

Für mich ist Crown of Light and Shadows ein packender Auftakt und ein absolutes Highlight im Bereich Romantasy. Dafür gibt es verdiente 5 Sterne ???? ???? ???? ???? ????

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Rezensionen von gerlisch:

Cozy Romance

Honeybridge. All Mine von Pippa Nixon

„Honeybridge – All Mine“ verspricht auf den ersten Blick eine herbstlich-warme Liebesgeschichte mit Charme und Tiefe. Die Kulisse des kleinen Ortes Honeybridge bringt genau diese Gemütlichkeit mit.
Doch hinter der hübschen Fassade bleibt vieles leider blass. Das Worldbuilding wirkt stellenweise trocken.

Man spürt, dass die Autorin bemüht ist, einen stimmungsvollen Rahmen zu schaffen – aber die Tiefe, die das Setting lebendig machen würde, bleibt aus.
Was ich besonders an Isabella mag, ist ihr Ehrgeiz und Stärke, ihr eigenes Restaurant aufzubauen. Die Gefühle in der Beziehung zwischen Etienne und Isabella, erreichten mich leider nicht. Besonders die spicy-Szenen, die eigentlich Intimität und Nähe transportieren sollten, wirken oft deplatziert und losgelöst vom Rest der Geschichte. Die Dialoge in diesen Momenten sind eher unangenehm als berührend, was schade ist, da gerade hier viel Potenzial für echte Verbindung gelegen hätte.
Mit den liebevoll gezeichneten Neben-Charakteren hat die Autorin echte Wohlfühlmomente geschaffen. Die Freundschafts-Vibes sind das Herzstück des Romans und lassen einen trotz der Schwächen gerne in Honeybridge verweilen.
Für LeserInnen, die nach einer herbstlichen Story mit charmanten Nebenfiguren suchen, ist dieses Buch genau richtig. Wer jedoch auf emotionale Tiefe und glaubhafte Romantik hofft, findet diese hier leider nicht.

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Rezensionen von Ruth:

Kluges und witziges Gedankenspiel

Das Geschenk von Gaea Schoeters

Die flämische Autorin hat letztes Jahr mit ihrem Erfolgsroman „Trophäe“ einen Bestseller gelandet. Auch für mich zählte er zu den eindrücklichsten Leseerlebnissen. Deshalb bin ich mit großen Erwartungen an ihr neuestes Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht.
Vom Umfang her weicht es vom Vorgänger ab.

„Das Geschenk“ ist ein schmales Buch, mehr Novelle als Roman. Thematisch allerdings bleibt sich die Autorin treu. War es dort ein Nashorn, so sind es hier Elefanten, die Probleme schaffen. Es steht mal wieder Tierwohl gegen menschliche Bedürfnisse. Auch postkoloniale Denkweisen und Strukturen werden verhandelt. Ebenso konfrontiert uns die Autorin mit ethischen und moralischen Fragen.
Schauplatz im neuen Roman ist aber nicht der afrikanische Kontinent, sondern Deutschland.
Die Geschichte beginnt mit einer filmreifen Szene: Am frühen Morgen nimmt ein Elefant ein Bad in der Spree, ein zweiter gesellt sich hinzu und weitere werden in der Stadt gesichtet. Damit hat Hans Christian Winkler, der amtierende Bundeskanzler, ein Problem. Ein Anruf des Präsidenten von Botswana klärt die Sachlage. Die Tiere sind nicht Teil eines Terrorangriffs oder einer Spionageaktion, sondern ein Geschenk aus Afrika: 20.000 Elefanten als Antwort auf eine Verschärfung des deutschen Importgesetzes von Elfenbein. ( Tatsächlich machte 2024 der botswanische Präsident Deutschland dieses Angebot. Die Pressemitteilung dazu war der Auslöser für dieses Gedankenexperiment von Gaea Schoeters.) Dank strikter Einfuhrregeln bleiben die Trophäenjäger aus und in Botswana wächst die Population von Elefanten. Die Hälfte des Landes ist Naturschutzgebiet und die dortige Bevölkerung sind die Opfer. „ Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr einfach mal selbst versuchen, mit Megafauna zurechtzukommen.“ so der afrikanische Präsident.
Was tun also? Ein Krisenstab wird gebildet. Abschießen ist keine Lösung. Tierschutzverbände würden dagegen Sturm laufen, denn die Tiere stehen unter Artenschutz. Doch die Dickhäuter sind eine Riesenherausforderung für das Land. Ein Elefant braucht täglich Unmengen an Futter und was passiert mit seinen riesigen Hinterlassenschaften? Lässt sich das als biologischer Dünger nutzen? Bald geht eine Schneise der Verwüstung durch Berlin und dessen Umland. Die rechtspopulistische Partei nützt das Szenario, um Stimmung im Land zu machen. Winkler sucht Rat bei seiner Vorgängerin im Amt. Die hat folgenden Vorschlag: „ Eine andere Person muss die Kastanien für dich aus dem Feuer holen. Wenn es klappt, kannst du den Ruhm einstreichen, wenn es schiefgeht, hast du einen Sündenbock, den du opfern kannst, wenn das Volk Köpfe rollen sehen will. Nicht gerade anständig, aber effizient.“ Folgerichtig fällt seine Wahl auf eine Frau. Denn nach der „Glass-Cliff-Theorie“ werden „ Frauen …nur in Krisenzeiten solche Spitzenjobs angeboten. Wenn das Risiko zu scheitern groß ist.“
Aber Hannelore Hartmann, die neue Ministerin für Elefantenangelegenheiten, geht ihre eigenen Wege.
Von Tag 1 bis Tag 435 verfolgt der Lesende die Entwicklung und der Autorin gelingt dabei eine großartige Politsatire. Gaea Schoeters kennt die Mechanismen des Politbetriebs, ist sie doch in einem Politikerhaushalt aufgewachsen. Sie beschreibt politisches Taktieren aus Machtkalkül heraus, immer im Blick auf die nächsten Wahlen. Dabei zeigt sie die Hilflosigkeit der demokratischen Parteien, die getrieben sind von ihrer Angst vor dem erstarkenden Rechtspopulismus. Nicht umsonst hat die Autorin ein fiktives Zitat von Hans Christian Winkler dem Text vorangestellt: „ Zur Rettung des Rechtsstaats bin ich bereit, alles zu opfern, sogar den Rechtsstaat.“ Doch der muss sich die Frage gefallen lassen: „Was bringt es dir, die Rechten zu bekämpfen, wenn du selbst genauso rechts wirst?“
Aber auch die zwiespältige Haltung der Bevölkerung wird offensichtlich. Einerseits verfolgt sie gerührt die medienwirksam inszenierte Geburt eines Elefantenbabys ( großartig beschrieben), andererseits weigern sich einige Bundesländer Elefanten aufzunehmen. Das Volk fordert vehement eine schnelle Lösung des Problems, doch einfache Lösungen gibt es auch hier nicht.
Der Elefant ist eine klug gewählte Metapher. Er steht nicht nur für den sprichwörtlichen „ Elefanten im Raum“, sondern meint natürlich auch die großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Analogie zur Flüchtlingskrise drängt sich geradezu auf, werden doch ähnliche Lösungsvorschläge diskutiert. Welche Antwort haben demokratische Parteien auf unrealistische populistische Forderungen. Aber auch der Klimawandel, die größte Herausforderung unserer Zeit, ist Thema des Romans. „ Das Klima interessiert sich nicht für den Menschen. Man kann mit ihm nicht verhandeln….Es ist wichtiger als alles andere, weil ihm alles andere vollkommen egal ist.“ Deshalb sind die Politiker gefordert, nicht in Amtszeiten von vier Jahren zu denken, sondern Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.
„ Das Geschenk“ ist ein ein kluges, bissiges und witziges Gedankenspiel, das trotz surrealer Elementen sehr realistisch wirkt. Es liest sich leicht und süffig und regt dabei zum Nachdenken an. Diskussionsstoff, der über den Roman hinausgeht, bietet er jede Menge und steht so dem erfolgreichen Vorgänger in nichts nach.

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Rezensionen von Lydia_Te:

Toni oder Antonia

Im Leben nebenan von Anne Sauer

Toni und Antonia. Zwei Mal die selbe Person und doch grundverschiedene Leben.
Vom einen auf den anderen Tag wacht Toni auf und ist plötzlich Antonia: verheiratet mit ihrer Jugendliebe, frischgebackene Mutter und wohnt in dem Dorf in dem sie aufgewachsen ist. Ihr eigentliches Leben ist ruckartig wie ausradiert.

Ihre Stadtwohnung, ihr langjähriger Partner, der verzweifelte Versuch Schwanger zu werden.
Eine geniale Geschichte die mich sofort gefesselt hat. Man spürt die Verzweiflung von Antonia, weil sie überhaupt keinen Plan hat wie sie mit ihrer Tochter umgehen soll, welche Bedürfnisse sie hat oder wie sie überhaupt heißt. Gleichzeitig lebt sie aber ihr „normales“ Leben weiter, doch Überraschung: dort ist sie nicht glücklich.
Eine großartige Geschichte die aufzeigt wie ein Leben verlaufen könnte, wenn man in der Vergangenheit andere Entscheidungen getroffen hätte. Mir persönlich gefallen besonders der Schreibstil und die Sprache.

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Rezensionen von Tara:

Erschütternd & berührend

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel

"Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" ist ein sehr eindringlicher Roman der Autorin Susanne Abel.

1945 kommt ein kleiner Junge mit dem Kindertransport aus Danzig. Auf die Frage nach seinem Namen schweigt er und wird daraufhin Hartmut genannt. Er kommt in eine katholisches Kinderheim, in dem er Margret kennenlernt.

Sie ist einige Jahre älter als er, beschützt ihn und passt auf ihn auf.
Leider verlieren sich die beiden aus den Augen, finden sich wieder, heiraten, bekommen eine Tochter, eine Enkelin und eine Urenkelin - Emily -um die sie sich kümmern.
Emily ist es auch, die das Schweigen in ihrer Familie bemerkt und beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil von Susanne Abel liest sich trotz der Schwere des Themas sehr leicht und angenehm. Sie berichtet im Wechsel aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg, was Margret und Hardy damals erleben mussten, sind schon beim Lesen nur schwer zu ertragen. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, die Ereignisse sind real und gehen unter die Haut.
Die Charaktere wirken authentisch und die Autorin versteht es sehr gut deutlich zu machen, wie sich die Vergangenheit auf die Gegenwart auswirkt. Traumatische Erlebnisse werden verschwiegen, kommen dennoch immer wieder hoch und machen das Leben auch für die nachkommenden Generationen schwierig.

Mich hat dieser Roman erschüttert und berührt. Es ist mir immer wieder unbegreiflich wie die Menschen miteinander umgehen und es ist erschreckend wie weitreichend die Folge sind.

Man merkt, dass Susanne Abel ausgiebig recherchiert haben muss und mit ihrem Nachwort rundet sie ihren Roman gelungen ab.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Zauberhafte Villa, Sommerfeeling und eine wunderschöne Liebesgeschichte

Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1) von Hanna Holmgren

Das Cover hat mich sofort angesprochen – es versprüht Urlaubsstimmung pur und hat mich direkt an den Gardasee träumen lassen. In Kombination mit dem Klappentext und der Leseprobe war für mich schnell klar: Dieses Buch möchte ich unbedingt lesen. Als ich den Zuschlag bekommen habe, habe ich es keine Sekunde bereut.

Die Autorin Hanna Holmgren war mir vorher noch nicht bekannt, aber durch dieses Buch habe ich sie nun kennengelernt. Sie hat einen flüssigen, bildhaften Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat.
Im Mittelpunkt steht Saskia, die ein Haus am Gardasee erbt. Eigentlich ist sie ein richtiger Workaholic und plant, nur kurz zu bleiben – gerade so lange, bis die Formalitäten geklärt sind und sie das Haus verkaufen kann. Doch es kommt alles anders als gedacht. Das vermeintliche Häuschen entpuppt sich als kleine, zauberhafte Villa, die mit ihrem Charme sofort verzaubert. Dazu kommen die freundlichen Menschen vor Ort, die Saskia herzlich aufnehmen. Besonders einer schafft es, ihr Herz im Sturm zu erobern: Stefano, der sympathische Restaurantbesitzer. Mit ihm erlebt Saskia unvergessliche Momente, und es entwickelt sich eine romantische Liebesgeschichte, die mein Herz beim Lesen erwärmt hat.
Ein zusätzlicher Spannungsfaktor ist die Suche nach einem geheimen Rezept, das Saskias Tante sorgfältig versteckt hat. Für das bevorstehende Dorffest ist dieses Rezept von großer Bedeutung – und natürlich rätselt man als Leserin mit, ob Saskia es rechtzeitig finden wird.
Mir persönlich hat die Geschichte unglaublich gut gefallen. Ich konnte meinen Reader kaum aus der Hand legen, so sehr haben mich die romantische Atmosphäre, die lebendig beschriebenen Schauplätze und die herzlichen Charaktere in den Bann gezogen. Die Seiten sind nur so dahingeflossen, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, direkt am Gardasee zu sein.

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Rezensionen von Normanfips:

Künstlerisch und inhaltlich wertvoll

Emma und der traurige Hund von Sabine Rufener

Emma trifft einen etwas verwahrlosten Hund. Er ist traurig und sieht keinen Sinn im Leben. Emma möchte ihn davon überzeugen, dass es durchaus gute Gründe für das Leben gibt. Sie macht ihm viele positive Vorschläge, aber sie reichen dem Hund nicht. Emma holt sich Unterstützung bei ihrer Familie und unterbreitet dem Hund auch deren Ideen.

So geht das tagelang und langsam baut sich zwischen dem Schlecken von Erdbeereis und gemeinsamen Gesprächen eine Freundschaft auf. Schon das Einstiegsbild im strömenden Regen ist gelungen. Der in dunklen Brauntönen kompakt gezeichnete Hund steht der eher luftig dargestellten Emma mit ihrem gelb leuchtendem Regenschirm gegenüber. Es regnet und die Landschaft ist grau. Es kommen im Laufe des Buches hellere und zartere Töne hinzu und auch der Anblick des Hundes wirkt aufgelockert. Das Thema Depression wird hier auf den ersten Blick spielerisch, aber auf den zweiten Blick sehr tiefsinnig behandelt. Die Figur des Hundes verkörpert das Schwermütige und Niederdrückende sehr gut. Emma hingegen steht für Resilienz und Lebensfreude. Wobei ich sagen muss, dass die optische Darstellung von Emma im Gegensatz zum Hund nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Als Erwachsene beeindruckt mich das Buch, allerdings frage ich mich, ob Kinder ab 6 Jahren mit dem Thema unbedingt konfrontiert werden sollten und ob es überhaupt in ihre Lebenswelt passt. Nun ja, vielleicht nehmen sie unbewusst die wichtige Botschaft auf. Freundschaft heißt das Schlüsselwort. Künstlerisch ist dieses Buch auf jeden Fall wertvoll.

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