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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von praja:

oh mein gott... gebt mir band 2!

Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang von Julia Pauss

Was ist hier gerade passiert??
Woooo ist Band 2???
Julia Pauss wir haben hier ein gewaltiges Problem! Du kannst doch nicht sowas schreiben und mich dann sitzen lassen?!
Hallo?!
Nicht ok!

Also wir haben hier eine super tolle Geschichte von einer Diebin, die mit Magie ihre Gestalt ändern kann und einem jungen König, dem zufällig die Verlobte gestorben ist und der nun jemanden braucht, der sich wie durch ein Wunder als sie ausgeben kann.

Gott sei dank rennt ihm genau so jemand über die Füße und statt sie hinzurichten, geht er einen Deal mit ihr ein und das obwohl sie verhasste Magie nutzt und als infizierte gilt und das eigentlich die Leute sind, vor denen Ren sein Königreich retten will.
Naaaaaaja... Wenn das nur so einfach wäre, sich nicht in jemanden zu verlieben, der stark, mutig und schlau ist. Jemand der einen akzeptiert, wie man ist und all der ganze Kram.
Genau dafür lieben wir Enemies to Lovers doch alle.
Wir haben hier auch ein paar leicht spicy Szenen, aber nicht so über die Maßen. Generell sit das heir auch Slow Burn.
Kurzum.... Ich habs geliebt.
Ein so unfassbar gutes Buch, in dem nicht einmal die Spannung abgebrochen ist.
Ich bin auch ein totaler Fan von Slow Burn, weil ich es nicht mag, wenn Gefühle per Fingerschnippen auftauchen. Ich liebe es langsam mitzuerleben, wie sich 2 Menschen verlieben. Wie sie Schwierigkeiten trotzen, und und und.
Absoluter Fan und so. Und dann legt mir Julia Pauss hier ein Meisterwerk hin, was mir einfach absolut alles gibt, was ich liebe!

Zitate:
Einen Herzschlag lang hält er meinen Blick, als würde er versuchen, in meine verdorbene Seele zu blicken. Doch er kann mich nicht durchschauen, denn er hat keine Ahnung, mit wem er sich eingelassen hat.
Er glaubt, ich werde seine Rettung sein.
Aber ich werde sein Untergang sein.

"Manchmal müssen wir die falschen Dinge aus den richtigen gründen tun. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, wie manche es gern hätten."

Er atmet scharf ein. "Das ist...keine gute Idee."
Ich halte seinen Blick und fahre langsam mit dem Daumen seine Unterlippe entlang.
"Seit wann haben wir gute Ideen?"

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Rezensionen von Sophie H.:

Einfach zcukersüß!

Der kleine Ritter Zartbitter von Christina Herr

Der kleine Ritter Zartbitter ist verzweifelt. Er ist so ganz anders als alle anderen Ritter auf Burg Schwarzenstein. Seine Ritterrüstung ist ihm viel zu groß und beim Turnier versagt er auch. Statt beim Lanzenstechen auf seinen Gegner zuzureiten, hält er sein Pony an, um eine Raupe vor den Pferdehufen zu retten.

Sein Vater ist erzürnt. Er meint, dass aus dem kleinen Ritter Zartbitter niemals ein richtiger Ritter wird. So verlässt Zartbitter mit seinem Pony Ronnie Wohlgemuth die Burg, um sich zu beweisen. Auf seiner langen Reise hilft Zartbitter vielen Tieren und Menschen in ihrer Not. Der kleine Ritter Zartbitter erfährt, dass es nicht darauf ankommt, mutig und stark zu sein, sondern sein Herz auf den rechten Fleck zu haben.

Christina Herr ist mit diesem Buch eine tolle Geschichte über das Anderssein gelungen, die zeigt, dass wahre Stärke im Mitgefühl und im Mut liegt, den eigenen Weg zu gehen. Untermalt wird diese schöne Geschichte mit den zuckersüßen Illustrationen von Arabell Watzlawik. Auf jeder Seite gibt es unzählige Kleinigkeiten zu entdecken, sodass man lange auf ihnen verweilen kann. Alle Figuren sind sehr positiv und kindgerecht gezeichnet. Man kann sich nur in sie verlieben.

Ein rundum gelungenes Bilderbuch, das ich wärmstens weiterempfehle – dafür gibt es von mir fünf Sterne.

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Rezensionen von clematis:

Überlebende

Opfer Nummer 11 von Jess Kitching

Nach zehn Jahren in der Selbsthilfegruppe Vertrauensschwestern ist Hannah der Meinung, dass sie die Gewalt, welche ihr als Vierzehnjährige angetan worden ist, nun endgültig so weit hinter sich lassen kann, um ein selbstbestimmtes Leben ohne ständige Angst führen zu können. Kaum will sie ihren letzten Abend unter Gleichgesinnten feiern, erreichen sie unheilvolle Botschaften, der Täter prophezeit ihren Tod.

Aber wie kann er Kontakt zu ihr aufnehmen, wo er doch im Gefängnis sitzt? Gibt es vielleicht jemanden, der die Taten von damals nachahmt und auch jetzt wieder junge Frauen verschwinden lässt?

Auf geschickte Art und Weise lässt Autorin Jess Kitching ihre Protagonistin Hannah in der Ich-Form erzählen und schafft damit größtmögliche Authentizität. Die Stimmung unter den Figuren sowie Hannahs Gefühle werden sehr realistisch dargestellt, die Frage, ob die Frauen die Übergriffe hätten verhindern können, ja, ob sie sie vielleicht gar selbst provoziert haben, wird aufgegriffen. Man spürt beim Lesen, welch persönliches Engagement hinter jeder Zeile steckt, am Ende erfährt der Leser auch, warum. Eine gut durchdachte Handlung mit gleichbleibendem Spannungsbogen kennzeichnet diesen Thriller, beklemmend ist die Tatsache, dass Hannah, kaum, dass sie wieder nach vorne blicken kann, erneut in den Sog des Verbrechens gerät. Nicht nur einmal stellt sie sich die Frage: „Ist Überleben wirklich Glück?“ Die eindringliche Sprache der Autorin fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und hält einen ob der drohenden Gefahr stets in Atem.

Ein großartiges Plädoyer, den Opfern Aufmerksamkeit zu schenken und nicht den Tätern. Lesenswert!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wahre Worte offen ausgesprochen

Links-grüne Meinungsmacht von Julia Ruhs

Die deutsche Journalistin Julia Ruhs ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen: etwas, das eine Seltenheit geworden ist in den klassischen Medien – während bekanntlich in den diversen neuen „sozialen“ Medien jegliche Meinungen zu finden sind.

In diesem mutigen Buch spricht sie vieles aus, das auch ich als Akademikerin in einer beruflich sehr linksgrün geprägten Blase mir oft schon gedacht habe, aber gezögert habe, es auszusprechen.

Denn, wie Julia Ruhs es in ihrem Buch anführt, hat sich die Bandbreite dessen, was öffentlich oder auch nur im beruflichen Umfeld gesagt werden darf, ohne massive soziale und berufliche Konsequenzen zu riskieren, in den letzten zehn Jahren leider sehr verengt.

Und nein, da muss es nicht unbedingt um AfD-Positionen gehen oder den Bereich des strafrechtlich Relevanten berühren: es reicht schon, sich fernab des im akademischen und journalistischen Bereich dominierenden linksgrünen Mainstreams zu bewegen und etwa liberale oder klassisch-konservative CDU-nahe Positionen zu vertreten, so wie die Autorin das tut.

Wie Julia Ruhs selbst anführt, ist es ihr ein Anliegen gewesen, ein verständliches und gut lesbares Buch zu schreiben, das „keine akademische Abhandlung“ sein soll. Deshalb geht es in diesem Buch viel um ihre eigenen Erfahrungen als Journalistin, um die unzähligen Zuschriften verschiedenster Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Bevölkerung, die sie zitiert, gelegentlich ergänzt durch einzelne Positionen von Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen oder Prominenten, etwa dem Hochschullehrer, Juristen und Schriftsteller Bernhard Schlink.

Die überwiegende Mehrheit der im Journalismus tätigen Menschen scheint nach eigenen Angaben ausschließlich Parteien klar im linken Spektrum zu wählen, während CDU- und FDP-Wählende kaum vorkommen und niemand angibt, mit der AfD zu sympathisieren. Damit ist dieser Berufsstand parteipolitisch und ideologisch ganz anders zusammengesetzt als die Bevölkerung insgesamt und konservative Positionen sind unterrepräsentiert. Das ist per se schon deshalb problematisch, weil absolut neutrale Berichterstattung gar nicht möglich ist: die eigene Einstellung beeinflusst selbstverständlich schon die Auswahl und Art der Präsentation der jeweiligen Themen.

Dazu kommt, dass „Haltung“ im Journalismus in den letzten zehn Jahren immer wichtiger geworden zu sein scheint, was sich für viele Menschen aus der Bevölkerung schon ab der Flüchtlingskrise 2015, aber spätestens mit der Berichterstattung über die Coronapandemie deutlich gezeigt hat. Sehr lange gab es damals, mit wenigen Ausnahmen, nur eine einzige mediale Stimme zu hören, und zwar warb diese für alle Maßnahmen, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Dazu beschreibt die Autorin, was damals die Angst vieler im Journalismus tätiger Menschen war und zeigt gleichzeitig die damit verbundene Problematik auf:

„Wer Maskenpflicht, Impfung oder andere Maßnahmen medial zu kritisch hinterfrage, könnte den Rückhalt in die Coronamaßnahmen untergraben – und das hehre Ziel, Menschenleben zu retten, gefährden. Aber ist es nicht so, dass genau in solchen Ausnahmesituationen, in Zeiten der Krise, es einen besonders scharfen, kritischen, journalistischen Blick braucht?“ (S. 43)

Doch genau von dieser homogenisierten Einheitsmeinung haben sich viele Menschen nicht mehr abgeholt gefühlt. Besonders fällt das immer jenen auf, die sich dort gerade nicht gespiegelt fühlen – und zu je mehr einzelnen Themen die Berichterstattung und „Haltung“ dermaßen eng ist, desto größer wird die Anzahl der Betroffenen, die sich von den klassischen Medien nicht mehr repräsentiert fühlen und sich deshalb wütend und enttäuscht von diesen abwenden:

„Ich glaube, genau das ist der Punkt: Solange man sich in der Mehrheitsmeinung oder der medial gespiegelten Darstellung wiederfindet, spürt man keinen „Mainstream“ – man hält die Berichterstattung für neutral. Das Gespür für ausgegrenzte Meinungen und Weltanschauungen entwickelt man erst, wenn man selbst mit seinen Ansichten nicht mehr vorkommt.“ (S. 46)

Dazu zitiert die Autorin viele Menschen, die ihr auf verschiedenen Plattformen in Reaktion auf ihre unkonventionelle und mutige Berichterstattung geschrieben haben, so wie etwa diese Frau aus den östlichen Bundesländern Deutschlands:

„Journalisten traut sie nicht mehr über den Weg (…). Aufgewachsen ist sie in der DDR, und heute sagt sie, es fühle sich oft wieder so an wie damals. Sie spürt eine Art Unfreiheit, erzählt sie mir. Man werde auch heute wieder zu einer gewissen Unmündigkeit erzogen.“ (S. 22)

Es ist ein mutiges Buch, eines, das viele Dinge klar benennt, die sich viele der in den klassischen Medien Tätigen heute nicht mehr zu sagen trauen. Es ist ein Buch, das auch so einige gängige Argumente, man würde mit diesem oder jenem nur den Rechten in die Hände spielen, entkräftet, und klar aufzeigt, dass man genau durch den immer engeren Meinungskorridor dessen, was öffentlich noch gesagt werden darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, erst recht die extremen Kräfte stärkt.

Spürbar wird, dass der Autorin unsere Demokratie und Meinungsvielfalt am Herzen liegen, wie sich auch in diesen abschließenden Worten von ihr zeigt:

„Ich bin überzeugt: Wenn klassische Medien wieder für alle da sind, alle Stimmen abbilden, Empathie auch für jene zeigen, deren Meinung und Wahlentscheidung sie nicht teilen, würde dies das gesellschaftliche Klima verändern. Dann würde der Ton weniger unerbittlich, der Diskurs offener. Wir brauchen wieder einen Debattenraum, in dem niemand aus Angst vor Konsequenzen schweigt oder sich in eine Nische zurückzieht.“ (S. 181)

Von Herzen danke ich der Autorin für den Mut, dieses Buch zu schreiben und sich für stärkere Meinungsvielfalt auch in der Öffentlichkeit und in klassischen Medien einzusetzen, und dem Verlag dafür, ihr diesen Raum gegeben zu haben.

Eine absolute Leseempfehlung für alle – ganz besonders für jene, die sich vom Titel getriggert fühlen oder glauben, dass an diesem Thema nichts wahr sei: wer bisher noch nie die intellektuell-linksgrüne Meinungsblase verlassen hat, kann ganz besonders viel von diesem mit viel Engagement, Mut und Herzblut geschriebenen Buch lernen, wenn man bereit ist, sich für neue Ideen zu öffnen und die eigenen Positionen kritisch zu hinterfragen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Das perfekte Geschenk für kleine und große Auto-Fans

Auto Malbuch für Kinder ab 6 Jahren - Coole Sportwagen von Julia Ruhs

Ich kenne nun schon einige Malbücher für große und kleine Malkünstler von Mickey Müller. Aber dieses hier mit 50 coolen Sportwagen-Motiven ist schon etwas ganz Besonderes. Schon auf der Vorder- und Rückseite des Covers bekomme ich einen kleinen Einblick, was mich in diesem Buch alles erwartet.
Auf jeweils einer Doppelseite bekomme ich rechts ein PS-starkes Traumauto in voller Fahrt auf der Rennstrecke, beim Cruisen durch die Landschaft oder in stylischer Pose.

Die linke Seite bleibt frei, damit das nächste Motiv nicht durch durchdrückende Farbe verunstaltet wird. Vielleicht sollte man aber beim ausmalen auch hier ein weiteres Blatt oder einen dünnen Karton einlegen, damit auf der folgenden Seite nichts passiert. Und nun ist es an mir zu entscheiden, welche Farbe ich den einzelnen abwechslungsreichen Sportwagen gebe.
Durch die vielen kleine Details ist hier ganz schön viel Konzentration, Augenmaß und eine ruhige Hand gefordert. Es ist ja auch ein Malbuch, das ich für jedes Alter, ab ca. 6 Jahren, absolut geeignet finde. Sogar mir als Erwachsene macht es Spaß, mir auszudenken, wie die Boliden mal aussehen könnten, wenn ich meine Farbstifte daran ausprobiert habe.

Außerdem stellt mir Mickey Müller am Ende des Malbuches seine anderen vielseitigen Malbücher vor, die bei weitem nichts mit Autos zu tun haben. Da ist dieses hier das erste und bisher einzige.

Es hat schon großen Spaß gemacht mir nur die detailreichen Zeichnungen anzuschauen und mir vorzustellen, wie sie in bunt aussehen werden.
Ein tolles Buch, das so viel mehr ist als nur ein Malbuch. Ich finde es super klasse und empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von Steph:

Spitzen Buch und voll alltagstauglich

Mei liabste Speis von Eva Kamper-Grachegg

Echt richtig tolles Kochbuch, in dem die Rezepte nicht nur in Sachen ausgewogen und saisonal kochen Sinn machen, sondern auch funktionieren, und eben auch, wenn man nicht so wahnsinnig viel Zeit zum stundenlangen kochen hat! Mir war auch gar nicht (mehr) bewusst, wie viel man aus dem, was man eigentlich immer daheim hat an Grundprodukten, machen kann .

.. und mir persönlich taugt auch der eher fleischlose Fokus sehr (und wir essen sehr gerne Fleisch!).

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Rezensionen von nanu?!:

Was damals geschah

Death at Morning House von Maureen Johnson

So hat sich Marlowe den Sommer nicht vorgestellt. Unbeabsichtigt fackelt sie das Haus ihrer Bekannten ab und sie war der Housesitter. Nebenbei verscherzt sie es sich mit ihrer Kollegin, in der sie total verknallt ist.
Da kommt das Angebot, den restlichen Sommer als Tourguide auf einer der Inseln auf Thousand Islands zu arbeiten, gerade recht.

Auf Ralston Island soll Marlowe die Touristen durch das Haus der Ralston-Familie führen. Das Haus ist berühmt berüchtigt, denn hier kamen zwei Kinder der Ralstons 1932 zu Tode. Richtig aufgeklärt wurden diese Tode nie.

Endlich gibt es mal wieder etwas Neues von Maureen Johnson zu lesen. Ihre Schatten-von-London-Reihe fand ich schon so genial.
Auch hier gibt es wieder viele mystische Elemente. Ein Haus, das seit Jahrzehnten verlassen ist, wo zwei Kinder zu Tode kamen und die Familie, die daraufhin nie wieder zurückkehrte.

Abwechselnd wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt.
Auf der einen Zeitebene haben wir Marlowe in der Gegenwart. Ihre Sicht erlebt der Leser in der Ichform und einem deutlich sarkastischen Unterton. Marlowe mochte ich gleich, weil sie wie die meisten Jugendlichen auch, mit allen Unsicherheiten zu kämpfen hat. Und oft ist sie auch einfach nur ein Pechvogel. Ich fand sie sehr authentisch als Hauptfigur.
Die andere Zeitebene handelt von der Familie Ralston die 1932 auf Morning House lebt und ein übertrieben diszipliniertes Leben führt.
Der Ralston-Teil fängt in seiner Erzählung einige Zeit vor den schlimmen Ereignissen an. Als Leser weiß man zwar schon, dass etwas Furchtbares passieren wird, aber erst ist alles so harmlos. Da fragt man sich schon die ganze Zeit, was da schief läuft. Ich fand das richtig gut gemacht, so ein bisschen hatte das was von einer Zündschnur, die langsam abbrennt.

Mir gefielen beide Zeitebenen gleich gut, mal ist die eine, mal die andere Seite spannender.
Es dauert, bis man als Leser dahinter kommt, was bei den Ralstons so alles ablief. Und auch Marlowe merkt bald, dass auf Morning House irgendwas komisch ist.
Der ein oder andere könnte gewisse Passagen vielleicht als zu lang empfinden, ich aber fand es genau richtig. Dieses Bedrohliche, das die ganze Zeit mitschwingt, weil man lange Zeit nicht weiß, in welche Richtung das ganze überhaupt hingeht, das fand ich bei den London-Büchern schon so gut.

Sehr gefallen hat mir das Setting. Zum einen wegen des Hauses, das alleine für sich genommen schon eine besondere Atmosphäre verströmt.
Aber auch die Umgebung hat was für sich. Diese vielen kleinen Inseln die nur mit Booten erreichbar sind und wo früher fröhlich der Handel mit geschmuggelter Ware, vor allem Alkohol, florierte. Und die örtliche Jugend feiert auf den Inseln illegale Partys, was schon Tradition hat.
Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig, ich mag Johnsons Stil einfach gerne.
Daumen hoch!

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Rezensionen von Claudia R.:

märchenhafte Erzählung

Luzies Märchen von Anna Reiss

Klappentext / Inhalt:
Luzie liebt die Märchen des dänischen Autors Hans Christian Andersen. Deshalb muss das dicke Märchenbuch von ihm auch mit in das gemütliche Haus auf der dänischen Insel Fünen, wo sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer besten Freundin Frieda die Ferien verbringt. Als Luzie in einem alten Schulpult ein vergilbtes Schulheft findet und daraus erfährt, dass in der Vergangenheit jungen Seehunden große Gefahr droht, brechen die beiden Mädchen erneut zu einer Zeitreise auf.

Ihre Freunde Amir und Elias und das Hundemädchen Jette begleiten sie.
In der Vergangenheit treffen sie auf Mikkel und Jonna, die sich ebenfalls große Sorgen um die Seehunde machen. Doch die Robbenjäger, die bereits am nächsten Tag auf Beutezug gehen wollen, stehen unter einem bösen Bann. Alleine können die Kinder nichts gegen die herzlosen Männer ausrichten, sie brauchen die Unterstützung der Märchenfiguren – und zwar von möglichst vielen! Aber wo sollen sie diese so schnell finden? Und können ihnen die Märchengestalten tatsächlich helfen?

Cover:

In einem Koffer fliegen hier eine Gruppe von Kindern übers Meer und werden von Möwen begleitet. Es verspricht ein spannendes Abnetuer zu werden und es sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön umgesetzt. Ein Wiedererkennungseffekt zu den Covern der anderen Bände ist hier auch vorhanden.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den dritten Band der Luzies Märchen Reihe. Diese sind aber auch gut unabhängig voneinander lesbar, da einem immer wieder etwas anderes erwartet. Luzie und Frieda freuen sich auf den Urlaub in Dänemark. Als sie dort von Seehunden in Gefahr hören begeben sie sich auf eine spannende und märchenhafte Zeitreise in die Vergangenheit.

Zu viel vom Inhalt sei hier jedoch noch nicht verraten. Wer mehr erfahren möchte, sollte dies selbst lesen.

Der Schreibstil ist angenehm, locker und flüssig lesbar. Schnell findet man sich in Geschehnisse und Charaktere hinein. Auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, war ich schnell im Geschehen und konnte dem Ganzen gut folgen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und wirken zudem sehr authentisch.

Die Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Die schwarz-weiß Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder lockern das Schriftbild auf und passen sehr gut zur Geschichte. Diese sind sehr schön gezeichnet und geben das Ganze sehr gut wieder. Die Bilder machen die Geschichte rund.

Toll fand ich den Mix aus Realität und Fantasy, sowie das Einbinden von Märchen, aber auch die Thematik hinsichtlich Tierschutz und Verantwortung. Dies fand ich sehr gut gelungen und auch toll wie dies von einem Buch vereint wurde.

Fazit:

Märchenhafte Erzählung mit Themen wie Tierschutz, Verantwortung und Freundschaft.

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Rezensionen von Ruth:

Rundum gelungen

Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton

Als erstes fällt die hochwertige Aufmachung dieses großformatigen Bilderbuchs ins Auge. Doch nicht nur damit kann das Buch punkten. Inhaltlich geht es um die Frage, was ein Haus zu einem richtigen Zuhause macht. In dem titelgebenden „Haus mit der kleinen roten Tür“ wohnt ein Mädchen namens Olivia.

Und in einer alten Eiche hinten im Garten lebt die kleine Maus. Der Winter kommt und mit ihm viel Schnee, so viel, dass die Eiche unter seiner Last zerbricht. Wo soll nun das Mäuschen wohnen? Am Ende finden sie gemeinsam eine Lösung, die beide glücklich macht.
Mit wenig Text erzählt die Autorin eine warmherzige Geschichte über Freundschaft und Geborgenheit. Die farbenfrohen, in warmen Tönen gehaltenen Illustrationen sind eine wahre Freude. Abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail erzeugen sie eine zauberhafte Atmosphäre, voller Nostalgie. Auf beinahe jeder Seite finden sich ausgestanzte Klappen, die zum Entdecken einladen. Ein rundum gelungenes Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren, ideal für die kommende Winterzeit.

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Rezensionen von Tara:

Vielseitig & abwechslungsreich

Ehrenwerte Affen von Michael Köhlmeier

Mit dem Buch „Ehrenwerte Affen“ von Michael Köhlmeier bin ich in die Welt der Sagen und Fabeln eingetaucht.
Das Buch besteht aus 17 Kapitel von denen jedes für sich steht und einzeln gelesen werden kann. Wer die Werke von Michael Köhlmeier kennt, weiß, dass der Autor mehr will als nur unterhalten.

Er schreibt Texte, die zum Nachdenken anregen oder auch unbequeme Wahrheiten beinhalten.

Hier hat er sich der Welt der Sagen, Fabeln, Mythen und Märchen gewidmet. Dabei mischt er klassische Themen, bekannte Wesen mit Unbekannten, Zeitloses mit Aktuellem und Fiktion mit Wahrem. Alles in allem eine großartige Kombination, die unterhält und zum Nachdenken anregt.
Da das dünne aber gehaltvolle Buch gerade einmal 160 Seiten umfasst und aus 17 vollkommen unterschiedlichen Erzählungen besteht, sind diese recht kurz und schnell gelesen. Gedanklich bin ich allerdings bei jeder einzelnen hängengeblieben und habe diese auf mich wirken lassen.
Die Überschriften sind passend gewählt und machen neugierig. Die kleinen, stimmigen Illustrationen unter diesen lockern das Schriftbild auf und runden das Leseerlebnis gelungen ab.
Wer gerne kurze, gehaltvolle Geschichten liest und es mag seinen Gedanken nachzuhängen, liegt mit diesem Buch genau richtig. Durch die liebevolle Gestaltung finde ich es auch als Geschenk für Leser, die Sagen, Mythen und Märchen mögen, perfekt.

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