Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Eine Mahnung
Und ohne Tabu explodiert die Welt von Tilman Röhrig
Erich Kästner war ein großartiger Schriftsteller, erst habe ich seine Kinderbücher kennen und lieben gelernt.. Dann als junge Erwachsene Kästner für Erwachsene, das war ein ganz anderer Schriftsteller eine andere Sprache, hart in der Sache, seine Beschreibungen und Folgerungen fast unerträglich.
Während er die Welt aus Kinderaugen und auch in ihrer Höhe sah und beschrieb. Waren seine Gedichte voller Zweifel ob wir Mensjchen aus unseren Fehlern leren können und nie wieder Krieg Wahrheit werden würde. Aber auch er konnte das Schlimmste nicht aufhalten, auch er hat es am Anfang nur für einen braunen Spuk gehalten..
Tilman Röhrig beschriebt Kästner als ob er neben ihm gestanden hat, ihn persönlich kannte, als ob er ihn durch die Zeit begleitet hat.
Alles Wichtige von 1927 bis 1945 im Leben von Erich Kästner wird in tageweisen Auszügen erzählt. Es entstehen Bilder von einem Mann der an die Wahrheit glaubt und meint wenn er nur genug darüber schreiben würde, mal humorvoll, mal kritisch aber immer dem Volk aufs Maul geschaut dann würde er etwas beweiken. Er selber ist nicht ins Ausland gegangen unter anderm Namen hat er in Deutschland geschrieben und veröffentlicht, nur viele seiner Werke wurden in der Schweiz und anders wo verlegt. Warum er nicht ging? Er sei ein deutscher Baum mit deutschen Wurzeln und könnte nicht anders als in Deutschland verdorren.. So die Aussage von Kästner. Der Autor wertet nicht, nicht über ihn nicht über andere.
Das macht diese Biografie besonders, es steht ein Mensch im Vordergrund und sein Werk beides untrennbar verbunden. Tilman Röhrig ist der Betrachter, der Sehende der Chronist, der uns anderen jemanden nahe bringt auf das wir uns näher mit ihm und seinen Werk bescäftigen.. Vielleicht lernen wir besser als Kästner Warnzeichen erkennen und nicht als bloßen Spuk abtun.
Denn das Verbot der freien Meinung und der anderen Ansichten kommt wieder.
Rezensionen von brauneye29:
Etwas überfrachtet
Weißes Licht von Eric Puchner
Zum Inhalt:
Garret lebt sehr zurückgezogen, kümmert sich um seinen kranken Vater und arbeitet als Gepäck-Abfertiger am Flughafen. Als er Cece kennenlernt, bekommt er plötzlich wieder Lust aufs Leben, aber sie ist die Verlobte seines besten Freundes. Bald muss eine Entscheidung getroffen werden, die nicht nur ihr Leben, sondern das vieler anderer verändern wird.
Meine Meinung:
Das Buch fängt interessant an und zeigt sehr gut beschrieben das Verhältnis von Garret und seinem Vater. Als mehr zur Geschichte von Charlie, Cece und Garret kommt, war schnell klar, dass die Geschichte zwischen den dreien nicht einfach sein wird und genauso kommt es dann auch. Und das ist im Grunde mit den Folgen daraus auch der rote Faden im Buch. Dennoch wird noch sehr viel mehr angesprochen, was für mich mitunter ein wenig zu viel war. Man muss sich darauf einlassen, mir ist das allerdings etwas schwergefallen, weil die Geschichte dadurch auch etwas langatmig wurde.
Fazit:
Etwas überfrachtet
Rezensionen von Allie:
Einfach ein guter Krimi
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder
“Die Farbe des Schattens” ist der zweite Band von Susanne Tägders Krimireihe mit dem Ermittler Arno Groth, der als “Aufbauhelfer Ost” Anfang der 90er Jahre im Nordosten Deutschlands zugange ist. Ich kenne Band eins noch nicht, habe davon aber beim Lesen absolut nichts gemerkt.
Wenn ich dieses Buch mit ein paar Worten beschreiben müsste, dann wäre das: Nüchtern, sachliche, aber spannende Ermittlungsarbeit - rundum gelungen.
Das Cover erzeugt schon eine etwas mulmig, düstere Atmosphäre, die sich dann in der Beschreibung der Szenen in der fiktiven Kleinstadt Wechtershagen fortsetzt. Kurz nach der Wende hat sich im Nordosten Deutschland alles verändert, Viele sind in den Westen abgehauen und eine gewisse Trostlosigkeit liegt über der Stadt.
Ein 11-jähriger Junge kommt eines Abends nicht nach Hause und die Suche beginnt. Schnell geht die Polizei von einem Verbrechen aus und versucht den Tathergang zu ermitteln.
Man muss gar nicht so viel zur Handlung erzählen - lest das Buch einfach ;-).
Susanne Tägder beschreibt die Ermittlungen passend zur schon erwähnten Gesamtstimmung: nüchtern, sachlich und irgendwie auch ein bisschen trostlos. Als Leser ist man den Ermittlern um Kommissar Arno Groth stets auf den Fersen, erfährt also nicht allzu viel mehr, als der Polizei bekannt ist. Nur bei kleineren Nebenhandlungen, wie die der im Klappentext erwähnten Taxifahrerin, haben wir Leser einen kleinen Vorsprung. Das verstärkt den Drang mitzuermitteln aber eher noch, als dass es Dinge vorweg nimmt.
Fazit: Wie schon gesagt, ein rundum gelungenes Gesamtpaket und einfach ein guter Krimi ohne viel Schnickschnack.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Pause für die Seele
Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung von Cordula Nussbaum
Sehr witzig gestaltet, hat mich dieses Cover direkt angesprochen – und dann eine 1-Minuten Strategie, um etwas gegen die mentale Erschöpfung zu machen ? Das ist ja fast zu schön, um wahr zu sein !
Dieses Büchlein, kommt in einer handlichen Ausgabe, so dass man es auch immer mitnehmen kann, darin blättern und sich Anregungen holen kann, wenn einen der Alltag mal wieder auffrisst.
Die große Schrift und die ansprechenden Zeichnungen lassen einen das Lesen und durchblättern besonders genießen….keine allzu langen Ausführungen und, was mir persönlich sehr, sehr gut gefallen hat, schöne Sprüche und auch Affirmationen.
Wer schon Bücher über mentale Gesundheit kennt und hier eine neue Erkenntnis gewinnen möchte, für den ist dieses Buch eher nichts – aber wenn man sich ein paar handfeste Tipps und kleine Auszeiten erhofft, dann ist dieses Buch absolut lesenswert !
Rezensionen von Shilo:
Herzenswärme und Melancholie zwischen Trümmern
Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen von Irmgard Keun
Ferdinand ist ein junger Mann, der mit seiner Sanftmut so gar nicht in die harte Nachkriegszeit passt. Genau das hat ihn mir sofort sympathisch gemacht. Als er Luise am Fluss begegnet und die beiden sich schon bald überraschend verloben, musste ich lächeln, hatte aber gleich das Gefühl, dass diese Verantwortung für ihn zu groß sein könnte.
Was mich besonders angesprochen hat, war die Mischung aus Leichtigkeit und Nachdenklichkeit. Ferdinand möchte eigentlich nur frei sein, wirkt dabei aber nie kalt. Im Gegenteil – gerade seine etwas unbeholfene Art hat mir gezeigt, wie menschlich er ist.
Immer wieder gab es beim Lesen kleine Momente, die mich berührt haben, und andere, die mich durch den feinen Humor zum Schmunzeln brachten. Gerade diese stillen Beobachtungen, die Begegnungen und Ferdinands eigenwillige Ideen machen die Geschichte lebendig. Trotz der Unsicherheit und der Trümmer ringsum bewahrt er sich ein Stück Wärme, das man beim Lesen richtig spürt.
Für mich ist das eine gelungene Mischung aus Nachkriegssatire, leiser Melancholie und viel Herzenswärme. Am Ende hatte ich fast das Gefühl, Ferdinand wie einen guten Bekannten zu kennen. Eine klare Empfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Arambol:
Alltagstauglich
Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends von Steffen Henssler
"Nicht kompliziert, aber mit Liebe zum Detail."
Das neue Kochbuch von Steffen Henssler überzeugt durch seine klare Strukturierung. Die einzelnen Rezepte sind übersichtlich dargestellt, sodass man auf einen Blick erkennen kann, was gebraucht wird und wie lange die Zubereitung dauert.
Besonders angenehm finde ich, dass keine exotischen Zutaten nötig sind – fast alles lässt sich problemlos im Supermarkt um die Ecke besorgen.
Für meinen persönlichen Geschmack kommt allerdings die Avocado etwas zu häufig in zahlreichen Rezepten vor.
Sehr gelungen sind die großformatigen Fotos, die direkt Lust aufs Nachkochen machen und die Gerichte perfekt in Szene setzen.
Abgerundet wird das Buch durch einige kleine Fakten und nützliche Tipps, was für zusätzliche Unterhaltung und Abwechslung sorgt.
Einen Stern ziehe ich ab, weil sich die Grundideen einiger Rezepte doch stark wiederholen: zum Beispiel die schnellen Pasta-Varianten oder auch Salate, die mit nur sehr marginalen Abwandlungen daherkommen. Sicherlich praktisch für den Alltag, beim Durchblättern wirkt das aber manchmal etwas zu ähnlich.
Insgesamt ein modernes Kochbuch, das nicht nur schnelle, sondern auch sehr alltagstaugliche Rezepte liefert.
Eine klare Empfehlung für alle, die eine unkomplizierte Küche mögen
Rezensionen von Liselottchen:
Verborgenes Leben in ständiger Angst
Was die Zeit verschweigt von Mary Ellen Taylor
Die Journalistin Ruby hat erst eine Krebserkrankung überstanden. Das Angebot über eine französische Filmschauspielerin Cecile zu recherchieren, die nach Ende des Zweite Weltkrieges spurlos verschwunden ist, kommt ihr gerade Recht. Sie erhält das Tagebuch von Sylvia, die zur damaligen Zeit die Schneiderin der Schauspielerin war und auch die Aufzeichnungen eines deutschen Offiziers, der als Wachkommandant eingeteilt war.
Stück für Stück erfährt Ruby immer mehr über das Leben und die Gefahr, in der sich die Französinnen im von Deutschland besetzten Paris befunden haben. Doch auch Rubys Privatleben scheint mit der Vergangenheit verwoben zu sein.
Aus drei verschiedenen Perspektiven lässt einen die Autorin in die Geschichte eintauchen. Das gelingt ihr sehr gut. Die Kapitel im Paris der 1940er-Jahre sind beklemmend und ich habe mit den Frauen mitgezittert, die ständig Angst vor Verschleppung und Hinrichtung haben mussten. Sylvia, die eigentlich Polin ist und mit gefälschten Papieren in Paris lebt, ist eine starke Persönlichkeit, die sich bemüht loyal zu bleiben. Ich fand die Gegenüberstellung zwischen Vergangenheit und Gegenwart gut gelungen: Ruby, die ebenfalls tapfer gegen den Krebs kämpft und die Frauen im Paris während der schwierigen Zeit der deutschen Besatzung. Die Angst ist allgegenwärtig: die Angst, dass er Krebs zurückkehrt und die Angst, vor Entdeckung durch die Nationalsozialisten.
Das Buch hat für mich eine starke Sogwirkung, ich konnte es nicht zur Seite legen. Nachdem es mir zwischendrin manchmal etwas zu langsam voranging, war mir der Schluss – der unerwartet aus zwei neuen Perspektiven geschildert wurde – ein wenig zu kurz, vor allem auch, was Rubys Krebserkrankung betrifft.
Trotz der kleinen Kritikpunkte: ein wundervoll geschriebener Roman, in dem Historisches und Zeitgenössisches gekonnt verwoben werden.
Rezensionen von begine:
Erzählungen
Segen und Glück von Paulo Coelho
Paulo Coelho hat in seinem Buch,
Segen und Glück, einige gesammelte Erzählungen geschrieben.
Seine Bücher sind immer ein Genuss.
Die Geschichten sind alle wunderbar.
Da gibt es den Falter, der sich in einen Stern verliebt, einfach schön.
Oder ein Missionar, der beobachtet, das ein Mann die Wüste tröstet.
Das sind alles eindrucksvolle Geschichten. Der Autor bringt das mit seinem guten Sprachstil besonders gut zur Wirkung.
Eine gute Lektüre.
Rezensionen von Katrin:
High Fantasy - nichts für Jedermann
Die Stimme im Licht von Kornelia Schmid
Da mich die Leseprobe und das Cover sehr ansprachen, habe ich das Buch gelesen. Das Cover zeigt schon diese Naturverbundenheit, Nebel, mystisch sieht es direkt von außen aus. Das setzt sich im Buch direkt weiter fort, da die Geschichte in einer steinzeitlich anmutenden Fantasiewelt mit starkem Naturbezug, Schamanen usw.
spielt.
Story:
Die Menschen leben in Clans oder Stämmen, Naturgeister und Götter sind allgegenwärtig, Rituale und Zeichen werden ernst genommen.
Die Natur beginnt sich zu verändern – seltsame Zeichen treten auf:
Blut in den Flüssen
Fische, die flussaufwärts schwimmen, obwohl sie es sonst nicht tun
Tiere, die sich unnatürlich verhalten oder leuchten
Stimmen im Licht, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen
Die Schamaninnen deuten: Etwas Großes kommt auf sie zu.
Merana, eine der Hauptprotagonistinnen, Tochter de Häuptlings, mutig, selbstbewusst, klug. Ihr Vater, der Häuptling Moko, stark und groß wie ein Baum wurde durch eine List gestürzt. Sie schleppt ihn in den Wald, wo er verstirbt. Merana hört immer wieder eine Stimme, eine Stimme der sie folgen möchte. Als der Rat der Ältesten sie dann noch bestärkt in ihrem Glauben, begibt sie sich auf eine Reise ins Herz der sagenumwobenen Nebelsümpfe. Ihr Weg führt sie durch gefährliche und wilde Landschaften. Sie findet Begleiter. Sie geraten immer wieder in Situationen, in denen die Natur selbst zu sprechen scheint – brennende Winde, leuchtende Bäume, flüsternde Steine. Es ist, als würde die Welt selbst Meranas Reise beobachten.
Schließlich erreicht Merana das Zentrum der Nebelsümpfe – und begegnet der Stimme im Licht.
Doch was sie sieht und hört, ist nicht das, was sie erwartet hat. Die Göttin spricht nicht in klaren Worten. Sie sendet Bilder, Gefühle, Erinnerungen.
Ist das eine Warnung? Oder eine Prophezeiung?
Fazit:
Es ist ein ambitioniertes, stimmungsvolles Werk mit besonderen Settings und einer sehr eigenen Thematik.
Man findet sich anfangs sehr schlecht zurecht, was mir leider die Lust am lesen total genommen hat. Es hat mich leider weder die Story, noch die Protagonisten oder das Setting in seinen Bann gezogen.
Es war absolut nicht meins, was wirklich schade ist, denn die Leseprobe hatte mich total begeistert gehabt.
Nichts desto trotz wird es Lesern die atmosphärische Fantasy, Mythos, Reflexion und Naturmagie mögen, sehr gefallen. Wer hier durchgehend Action und einen hohen Adrenalinspiegel erwartet, könnte allerdings enttäuscht sein.
Leider kann ich diesmal nur 2 von 5 Sterne vergeben, da ich mich ab einem gewissen Zeitpunkt schon fast zwingen musste weiterzulesen.
Rezensionen von yellowdog:
Blick hinter die Kulissen
Zonen der Angst von Michael Roth
Zonen der Angst ist ein unglaublich interessantes Politbuch, da Michael Roth so ehrlich, ja fast schonungslos schreibt. Er zeigt das politische Leben als Kampf ohne Gnade. Viele Politikerkollegen kommen dabei nicht gerade gut weg. So ein Buch kann man wohl nur schreiben, wenn man sich aus der Politik verabschiedet hat.
Michael Roth, der sein ganzes politisches Leben geradlinig war und zu seinen Prinzipien und Werten stand, ging aber auch aus einem anderen Grund. Seine mentale Erkrankung, die alle Anzeichen eines Burnout haben, benennt er ehrlich, obwohl er den undefinierten Begriff ablehnt.
Michael Roth spricht auch über fehlende Loyalität, z.B. wegen seinem Einsatz für die Ukraine. Interessant waren auch die Abschnitte über seine Beteiligung bei der Wahl zum SPD-Vorsitz 2019, wo er aber unterlag. Doch seine Beschreibungen über die Abläufe dazu haben große Glaubwürdigkeit.
Michael Roth war ein guter, klarsichtiger Mann in der Politik, der noch lange fehlen wird.











