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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lerchie:

Wunderschön und spannend

Schneeflöckchen, Weißpfötchen von Petra Schier

Santa Claus ertrinkt in Arbeit. Auf den letzten Drücker wurde ihm letzte Weihnachten ein Wunsch übermittelt, den er nicht mehr erfüllen konnte, denn wegen technischer Probleme hatte er ihn erst jetzt entdeckt. Xander, als Fotograf und Reiseblogger erfolgreich hatte sich die Lieber seiner besten Freundin gewünscht.

Und momentan sah er da auch kein Hindernis. Doch das taucht in Form eines Anwalts namens Patrice auf, der Ellis Aufmerksamkeit beansprucht. Die weiße Schäferhündin Amara soll es richten und die beiden sind auch von ihr verzaubert. Doch Elli erkennt nicht, dass sie für Xander mehr als für einen besten Freund empfindet. Wird sie für die beide ein Fest der Liebe geben?


Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Elli war mir sofort sympathisch so wie eigentlich alles Protagonisten. Ich weiß gar nicht mehr, der wievielte Band von Petra Schiers Weihnachts-Romanen mit Hund dieser jetzt ist. Und allesamt waren sie wunderschön. Natürlich ist es ein Liebesroman und deshalb gibt es auch Sexszenen aber das hält sich in Grenzen. Doch sollte jeder wissen, dass es eben kein Kinderbuch ist, wie jemand in einer Rezi mal bemängelt hat. In jedem dieser Bücher, so auch in diesem, gibt es ein Pärchen das sich gewissermaßen noch finden muss. Oft sind diese Pärchen auch irgendwie verwandt oder auch nur befreundet. So erfährt man eben in diesem Buch auch etwas über die Protagonisten der anderen Bücher. Das Buch beginnt damit, dass Santa Claus ein riesiges Gefühlschaos feststellt. Es sind zu viele Wünsche auf einmal eingegangen. Und dabei natürlich auch der Wunsch von Xander, den zu erfüllen ihm zunächst einfach vorkommt, was aber immer komplizierter wird. Und da müssen dann auch wieder mal die Elfen helfen. Denn Santa Claus wäre nicht Santa Claus, wenn ihm nicht ein Ausweg einfallen würde. Er benutzt die weiße Schäferhündin Amara, vor der Elli zunächst höllische Angst hat aufgrund eines gefährlichen Hundeüberfalls in ihrer Kindheit. Wird Elli durch Amara ihre Angst verlieren? Und was hat es damit auf sich, dass Elli Angst hat, ihren besten Freund, nämlich Xander zu verlieren? Wird es am Ende doch noch ein glückliches Weihnachtsfest geben? Da es mir auf den Inhalt eines Buches ankommt und nicht auf das Cover beurteile ich dieses nicht, auch wenn mir der süße Schäferhund darauf gut gefällt. Was mir auch, wie immer sehr gut gefallen hat, waren die kursiv geschriebenen Gedanken des Hundes. Das finde ich immer richtig süß. Das Buch war wieder sehr spannend, hat mir gefallen, mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Es war mal wieder so, dass ich das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen mochte. Daher von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

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Rezensionen von Lerchie:

Sehr spannend

Im Kopf des Bösen - Der Happy Face Killer von Petra Mattfeldt; Axel Petermann

Bremen im Juli 2024. Es geht in Bremen ein Serienmörder um. Er hat insgesamt bereits vier Frauen brutal ermordet. Da wird eine weitere Leiche gefunden und Sophie Kaiser wird mit ihrem Team angefordert. Sie ist Profilerin und kann durch ihren Autismus anders bewerten als andere. Doch sie ist noch nicht lange in der Stadt, als es eine weitere Tote gibt.

Der Mörder wendet sich sogar an die Medien und beschreibt haarklein seine Taten. Man nennt ihn den Happy Face Killer. Die Polizisten werden von Journalisten belagert. Dann gibt es noch ein Opfer. Wird Sophie den Fall aufklären und den Mörder stoppen?


Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder leicht und flüssig lesen, wie es bei allen Büchern von Petra Mattfeldt ist. Es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. Auch bin ich in die Geschichte gut hineingekommen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Mir haben schon die beiden Vorgängerbände sehr gut gefallen und ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Sophie, ihr Kollege Leonhard sowie ihr Team tun alles um den Mörder zu finden. Mit Journalisten kann sie sich nicht anfreunden und das stört einen Reporter sehr. Doch das ist anscheinend nicht der einzige Grund warum er es auf Sophie abgesehen hat. Das Buch beruht ja auf einem tatsächlichen Fall den Axel Petermann einmal bearbeitet hat. Natürlich ist nicht alles wahr, es gibt da selbstverständlich auch Fiktion. Aber am Ende des Buches gibt es die Erklärungen dazu und das finde ich gut. Es ist spannend geschrieben, hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch sehr gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

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Rezensionen von Ele:

Der Junge aus dem Meer

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

Das Geschenk des Meeres, Roman von Julia R. Kelly, EBook aus dem mareverlag.
Der Sohn des Fischers
Es war im Winter 1900, als der Fischer Joseph, einen leblosen Jungen an Land trug. Er wurde zum Pfarrer gebracht und dort aufgepäppelt. Ein unheimliches Ereignis, denn Jahre zuvor ist der Sohn der Lehrerin Dorothy, der dem Jungen verblüffend ähnelt, in einer stürmischen Nacht, ins Meer geschwemmt.

Da die Frau des Pfarrers kurz darauf selbst ein Kind zur Welt bringt, meinte der Pfarrer, dass es eine gute Idee wäre, wenn sich Dorothy weiterhin um den Jungen kümmert. Nach anfänglichem Widerstand erklärt sie sich doch bereit, das Kind aufzunehmen, bis die Herkunft des Jungen geklärt ist. Nicht nur Dorothy und Joseph finden das Auftauchen des Jungen als befremdlich, sondern die ganze Dorfgemeinschaft rätselt. Auch darüber was Dorothy und Joseph, die sich einstmals gut verstanden haben, entzweit hat. Viele Geheimnisse und Unausgesprochene Gefühle kommen nach und nach an die Oberfläche.
Das Buch ist in zwei Zeitsträngen verfasst, damals und heute. Die Kapitel in auktorialem Stil wechseln hauptsächlich aus der Sicht von Joseph und Dorothy, doch auch die anderen Dorfbewohner sind an der Erzählung beteiligt. Die verschiedenen Zeitebenen haben mich etwas verwirrt, da hat sich kein Lesefluss einstellen können, die Geschehnisse von damals und was zwischen den Hauptfiguren passiert ist, erklären sich im Laufe der Lektüre, einfacher wäre es zum Verständnis jedoch gewesen, wenn der Leser, die Fakten von Beginn an präsentiert bekommen hätte. Zum Ende zu, begegnen sich die beiden Stränge jedoch und dann ist es so spannend, dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen will. Dorothy die von ihrer Mutter sehr streng erzogen wurde hat es nicht leicht als sie als junge Lehrerin nach Skerry kommt. Vermutlich ist das der Grund warum sich alles so entwickelt hat. Die Dorfbewohner jedoch haben es der jungen Frau aber auch nicht leicht gemacht. Oft habe ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen können, sie ist mir lange fremd geblieben. Joseph war meine Lieblingsfigur, ein einfühlsamer ehrlicher und grundanständiger Mensch. Eine tolle Entwicklung jedoch hat die Gemischtwarenhändlerin Mrs Brown hingelegt, zuerst dachte ist diese verbissene Frau, hat viel dazu beigetragen, dass Dorothy anfangs nicht akzeptiert wird, aber auch Mrs. Brown hatte ihr Päckchen zu tragen. Letztendlich hat sie jedoch Dorothy auf den richtigen Weg gebracht. Ein wenig mehr Offenheit, mehr Vertrauen und weniger Vorurteile, es ist heute wie damals, das würde das Leben oft leichter machen.
Es ist ein dunkles, emotionales und sehr poetisches Buch, das Setting ist rau und hervorragend beschrieben, die karge und wilde Landschaft prägt deutlich den Charakter der Figuren. Das ist stimmig und authentisch. Ich hätte noch ewig weiterlesen mögen, es wäre sicher noch einiges zu berichten gewesen. Insgesamt und nach den anfänglichen Startschwierigkeiten habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, ich kann das Buch allen empfehlen, die die Wildheit der schottischen Küste mögen, auch für die Fans von tiefgehenden Geschichten geeignet.
Ein ergreifendes Debüt. Von mir gute 4 Sterne.

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Rezensionen von Peachybookdreams :

Die schönsten Illustrationen

Mumpelmoff und das Wunder am Schloss von Bo Starker

Mumpelmoff lebt mit seinem Luftballon names Kleinseins im alten und verlassenen Morl-Haus. Doch auch mit seinem Ballon fühlt er sich langsam einsam und sehnt sich nach Freundschaft. Als er eines Tages eine Eulenprinzessin entdeckt, möchte er sich mit ihr Anfreunden. Mumpelmoff schämt sich jedoch für sein Äußeres, weshalb er kurzerhand einen Plan schmiedet, um sich zu verändern.

Doch dabei gerät so einiges schief …

Ich bin absolut begeistert von dieser zauberhaften Geschichte. Die Illustrationen sind aufwendig und liebevoll gestaltet, und man merkt, wie viel Arbeit und Herzblut Bo in dieses Buch investiert hat. Auch das kleine Glossar am Ende mit Mumpelmoffs erfundenen Wörtern und ihrer Bedeutung fand ich genial. Mich überkam beim Lesen ein Gefühl von Nostalgie, denn meine Kinderbücher hatten einen ähnlichen Zeichenstil, der die Geschichte für mich noch besonderer gemacht hat. Das Ende lässt mich auf ein wiedersehen mit Mumpelmoff hoffen. 

Fazit: Eine humorvolle Geschichte mit einer wichtigen Botschaft, dass man sich für wahre Freundschaft nicht verändern muss. Die schönsten Illustrationen, die ich seit langem in einem Kinderbuch gesehen habe. Eine klare Empfehlung, vor allem für die Herbstzeit. 

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Rezensionen von rewareni:

Sieg oder Niederlage

Das Grab des Piraten von Gerhard Wegner

Als Experten für gefährliche Abenteuer werden das ODYSSEE- Bergungsteam unter der Leitung des Archäologen Dr. Michel (Mitch) Thromberg , von höchster politischer Stelle gebeten das Grab von Sir Francis Drake zu finden und seine Überreste nach England zurück zu bringen. Obwohl Mitch zu Beginn nicht gerade begeistert davon ist, wird er aber nach und nach immer tiefer in diese Mission hinein gezogen.

Als auch noch Terroristen einen Anschlag verüben ist allen klar, dass sie geschickt an die Sache heran gehen müssen, damit sie erfolgreich sind.
,, Das Grab des Piraten“ ist der 5. und letzte Band aus der Reihe ,, Ein ODYSSEE Abenteuer“ von Gerhard Wegner. Auch wenn man, so wie ich die vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in die Geschichte einsteigen.
Mitch, als Leiter des Teams, war mir vor allem zu Beginn nicht sehr sympathisch, da er unfreundlich und ungeduldig seinem hohen Besuch gegenüber gestanden ist. Erst später hat er menschlichere Züge gezeigt. Generell muss ich sagen, dass mir im Grunde alle Protagonisten eher distanziert vorgekommen sind und so ziemlich alle sehr kühl und rational vorgekommen sind, sodass ich nicht wirklich zu ihnen vordringen konnte.
Bei der Geschichte habe ich mir ein spannendes Abenteuer vorgestellt, das ich öfters vermisst habe. Zu Beginn wird sehr viel über die Planung der Mission gesprochen, die Vorbereitungen wer für was zuständig ist und was alles zu beachten ist. Dadurch ist für mich viel Zeit verloren gegangen, bis es spannender wird.
Interessant war, wie versucht wurde hinter die Geheimbotschaft zu kommen, die Francis Drake verfasst hat und der Schlüssel nicht nur zu seinem Grab, sondern auch zu einem verborgen Schatz ist.
Als Nebenhandlung findet man noch einen Einblick in das Leben der Kuna, einer indigene Ethnie in Panama, wo es interessant war zu lesen, wie diese leben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.
Der Roman beinhaltet nebenbei noch Themen wie Rechtspopulismus, Klimawandel oder wie Tradition und Kultur einer modernen Welt gegenüber stehen, wo viele glauben, dass sie dort ihr Glück finden.
Am Ende findet man noch Erklärungen zu dem Roman, wo der Autor erklärt, ob oder wie er seine fiktive Geschichte mit realen Ereignissen und Begebenheiten zusammen gefügt hat.

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Sieg oder Niederlage

Das Grab des Piraten von Gerhard Wegner

Als Experten für gefährliche Abenteuer werden das ODYSSEE- Bergungsteam unter der Leitung des Archäologen Dr. Michel (Mitch) Thromberg , von höchster politischer Stelle gebeten das Grab von Sir Francis Drake zu finden und seine Überreste nach England zurück zu bringen. Obwohl Mitch zu Beginn nicht gerade begeistert davon ist, wird er aber nach und nach immer tiefer in diese Mission hinein gezogen.

Als auch noch Terroristen einen Anschlag verüben ist allen klar, dass sie geschickt an die Sache heran gehen müssen, damit sie erfolgreich sind.
,, Das Grab des Piraten“ ist der 5. und letzte Band aus der Reihe ,, Ein ODYSSEE Abenteuer“ von Gerhard Wegner. Auch wenn man, so wie ich die vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in die Geschichte einsteigen.
Mitch, als Leiter des Teams, war mir vor allem zu Beginn nicht sehr sympathisch, da er unfreundlich und ungeduldig seinem hohen Besuch gegenüber gestanden ist. Erst später hat er menschlichere Züge gezeigt. Generell muss ich sagen, dass mir im Grunde alle Protagonisten eher distanziert vorgekommen sind und so ziemlich alle sehr kühl und rational vorgekommen sind, sodass ich nicht wirklich zu ihnen vordringen konnte.
Bei der Geschichte habe ich mir ein spannendes Abenteuer vorgestellt, das ich öfters vermisst habe. Zu Beginn wird sehr viel über die Planung der Mission gesprochen, die Vorbereitungen wer für was zuständig ist und was alles zu beachten ist. Dadurch ist für mich viel Zeit verloren gegangen, bis es spannender wird.
Interessant war, wie versucht wurde hinter die Geheimbotschaft zu kommen, die Francis Drake verfasst hat und der Schlüssel nicht nur zu seinem Grab, sondern auch zu einem verborgen Schatz ist.
Als Nebenhandlung findet man noch einen Einblick in das Leben der Kuna, einer indigene Ethnie in Panama, wo es interessant war zu lesen, wie diese leben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.
Der Roman beinhaltet nebenbei noch Themen wie Rechtspopulismus, Klimawandel oder wie Tradition und Kultur einer modernen Welt gegenüber stehen, wo viele glauben, dass sie dort ihr Glück finden.
Am Ende findet man noch Erklärungen zu dem Roman, wo der Autor erklärt, ob oder wie er seine fiktive Geschichte mit realen Ereignissen und Begebenheiten zusammen gefügt hat.

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Rezensionen von Normanfips:

Informativ mit tollen Bildern

Tiere beobachten mit dem Wildtierguide von Patrick Hundorf (@patrickdogvillage)

Der Kosmos Verlag hat mit dem Wildtier-Guide mal wieder ein sehr schönes und informatives Buch herausgebracht. Patrick Hundorf nimmt uns mit auf Beobachtungstour, um unter anderem Wildkatzen, Feldhasen oder Kreuzottern sicher und erfolgreich in ihrem natürlich Habitat erleben zu können. Der Guide beginnt mit einem allgemein gehaltenen Teil, der sich mit Recht und Gesetz auseinandersetzt, aber auch mit der richtigen Ausrüstung und dem adäquaten Verhalten während der Wildtierbeobachtungen.

Anschließend werden die einzelnen Tierarten näher vorgestellt, wobei die Kapitel in Säugetiere, Vögel, Amphibien und Reptilien und Insekten unterteilt sind. Zwischen den einzelnen Steckbriefen gibt es kleine Exkurse, wie z.B. ‚Das Blubbern der blauen Moorfrösche‘. Das Buch schließt mit einem Serviceteil ab, dort findet man auch die App mit den App-Codes, um die Tierstimmen hören zu können. Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet, die Informationen sind von der Länge her genau richtig und inhaltlich wertvoll. Das große Plus obendrauf sind die tollen Bilder. Wer sich für die heimische Tierwelt interessiert und sich auch mal gerne selbst auf Entdeckungsreise begeben möchte, dem kann ich dieses schöne Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Rezensionen von Normanfips:

Eine exotische und magische Welt

Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli

Zarya lebt wie eine Gefangene isoliert mit ihrem Wächter Row und seinem Helfer Aarav. Niemand erklärt ihr, warum sie so abgeschieden leben muss und weshalb niemand von ihr und ihrer Magie erfahren darf. Als sie unerwarteter Weise fliehen kann, will sie sich zur nächsten Stadt durchschlagen und trifft auf dem gefährlichen Weg dorthin auf Vikram und Yasen.

Durch die beiden kommt sie unbeschadet in der Stadt Dharati an und fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben nicht mehr so alleine. Die Idylle verfliegt rasch, nachdem die Stadt immer wieder von Dämonen angegriffen wird und Zarya sich mitten im Geschehen befindet.
Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, denn der Schreibstil von Nisha J. Tuli ist gefällig und flüssig. Sie entführt den Leser in eine magische und orientalisch anmutende Welt voll Exotik und vielen Geheimnissen. Das Setting gefällt mir sehr gut und ich muss an dieser Stelle auch das tolle Cover und den schönen Buchschnitt erwähnen. Es war immer wieder eine Freude, das Buch in die Hand zu nehmen, da die Gestaltung wirklich ansprechend und auch sehr stimmig zur Geschichte ist. Der Plot ist spannend und macht neugierig, da sich stets neue Fragen auftun und man gerne hinter all die Geheimnisse kommen möchte. Allerdings ist die Ausarbeitung für mich an einigen Stellen unglaubwürdig und unausgegoren. Wichtige Handlungsstränge wurden plötzlich viel zu schnell und unpassend abgehandelt. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch unterhaltsam.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Ganz unspektakulär einfach toll

Neben Fremden von Eva Schmidt

Mist, mein Wunschzettel wächst einfach ins Unendliche, aber nachdem ich „Neben Fremden“ von Eva Schmidt gelesen habe, möchte ich unbedingt noch mehr von der österreichischen Schriftstellerin lesen.

Und zwar nicht, weil „Neben Fremden“ so unvorstellbar aufregend oder spannend war, sondern weil Schmidt in ihrem Roman so grandios und so treffsicher von einem ganz banalen Leben erzählt.

Von so einem Leben, wie du und ich es vielleicht auch haben.
Die Ich-Erzählerin Rosa ist eine ältere, mittlerweile verrentet Frau, die zusammen mit ihrem Hund in einer kleinen Wohnung wohnt. Gerade erst ist ihr Freund Fred gestorben, mit dem sie eine längere Beziehung hatte, obwohl er noch mit einer anderen Frau verheiratet war.
Von Fred hat sie auch erst vor kurzem cheinen Campingbus geschenkt bekommen, eigentlich für gemeinsame Touren und Ausflüge.
Rosa hat außer einer Freundin und ihrer Mutter ansonsten nicht viele Sozialkontakte, sie hält Distanz zu Nachbarn und sucht auch nicht aktiv nach Anschluss. Nur dass sie zu ihrem Sohn schon lange keinen Kontakt mehr hat, schmerzt sie manchmal.
Freds Tod hat sie nachdenklich gemacht, und sie beschließt, mit dem Camping Bus ein paar Tag wegzufahren.
Was bei anderen Autor*innen vielleicht der Anfang zu einem aufregenden Selbst-Findungs-Roadtrip inklusive Neustart und YOLO-Vibes wäre, ist es bei Schmidt all das nicht.
Die Gewohnheiten, der Alltag und die inneren und äußeren Zwänge und Verstrickungen sind eng für die Erzählerin und binden sie an ihr Leben.

„Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte.
Andere hatten einen Plan. Ich hatte keinen, hatte nie einen gehabt. Sehnsüchte ja, Wünsche, aber keine Ziele.
Eigentlich habe ich immer nur reagiert, dachte ich.“


Und dann wird ihre Mutter krank, zu der Rosa ebenfalls ein merkwürdig distanziertes Verhältnis hat. Schmidt beschreibt eine Mutter-Tochter Beziehung, die vielleicht typisch ist für die Generation meiner Eltern, zu der auch die Autorin gehört.

„Ich hatte sie gekränkt, hatte sie nicht ernst genommen, hatte versucht, sie aufzumuntern, anstatt zu trösten. Ich hatte kein Verständnis für sie, obwohl sie meine Mutter war und alles für mich getan hatte.“

Es ist diese Sprach- und Wortlosigkeit, die in so vielen Familien herrscht, die auch Rosas Aufwachsen geprägt hat und die in Schmidts Roman so deutlich hervorsticht.

„Neben Fremden“ ist auch ein Roman über Abschiede, über ungelebtes Leben, über „hätte, hätte, Fahrradkette“, über verpasste und verstrichene Möglichkeiten. Über die Enge des Lebens und die Unfähigkeit und Unmöglichkeit diese zu überwinden.

„Meinem Vater fehlte es an Ehrgeiz, mehr aus sich zu machen. Er wollte leben, wusste nur nicht, wie. Genau wie ich.“

Und immer wieder das große Überthema, das auch schon im Titel steckt: “Neben Fremden” ist ein Roman über den Wunsch nach einer Verbindung zu anderen Menschen und über die Sehnsucht, anderen wirklich nahe zu sein.
Großartig finde ich dabei, wie leise und realistisch Schmidt diese großen und universellen Themen heraus arbeitet. Ich finde leise Erzähltöne oft, naja, langweilig, aber hier finde ich es berührend. Gerade auch, dass Schmidt mir keine Wertung vorgibt, gefällt mir und rührt mich.
„Neben Fremden“ ist damit so ein bisschen der Gegenentwurf von Romanen wie „Eat, Pray, Love“ (die natürlich ebenfalls toll seien können und ihre Berechtigung haben).

Ich find „Neben Fremden“ ganz unspektakulär einfach toll.

Kritik habe ich allerdings für die Kurzbeschreibung auf der Umschlagsseite, die meiner Meinung nicht gut gelungen ist, zuviel und das Falsche vorweg nimmt und dem Roman nicht gerecht wird.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Inhaltlich und sprachlich sehr gelungen und lesenswert

Muttermale von Dagmar Leupold

„„Muttermale“ ist der Roman einer Annäherung“ steht in der Kurzbeschreibung. Aha, wieder eine Spurensuche nach der Mutter, denke ich. Und denke an „Mutternichts“ von Christine Vescoli, an „Perlen“ von Siân Hughes und an die vielen anderen Roman, die ich von Autor*innen gelesen habe, die sich autofiktional oder nicht, auf die Spuren einer oder ihrer Mutter gemacht haben.

Aber Dagmar Leupolds neuester Roman, der jetzt für den Bayrischen Buchpreis nominiert ist, ist mehr als die persönliche Frage nach der Identität der Mutter. Es ist auch die Annäherung an eine Generation, die den Krieg erlebt hat, die Täter und Opfer zugleich war. Eine Generation, die in Trauer und Grauen wie erstarrt ist und gelernt hat mit falscher Fröhlichkeit und/oder mit protestantischer Disziplin die Schmerzen zu übertünchen.

„Der Generationsgraben voller unbestatteter Toter und unbesprochener Verstrickungen, der Weg zu einer erlösenden Trauer damit verwehrt.“


Die Mutter von Leupolds Erzählerin wurde 1924 geboren und stammte aus Ostpreußen und erlebt als Jugendliche und junge Frau den zweiten Weltkrieg.

Der jüngere Bruder stirbt 1944 im Krieg

„Er hieß Klaus. Und starb mit achtzehn, Granatsplitter im rechten Knie und im Becken.“

Genauso wie bereits der ältere Bruder 1941, Granatsplitter im Rücken.

Die Erzählerin stellt sich mehrfach die Frage, wie die Mutter den Krieg, die Verluste und die spätere Vertreibung erlebt hat.

„Unvorstellbar, dass ihr über die Welt am Abgrund gesprochen habt. Unvorstellbar, dass ihr nicht über die Welt am Abgrund gesprochen habt.“

Später, lange nach dem Krieg, bewundert und rezitiert die Mutter immer noch die Dichterin Agnes Miegel, die Hitler und dem NS-Regime affirmativ gegenüberstand und insbesondere unter Heimatvertriebenen noch lange geschätzt wurde.

Überraschenderweise konzentriert sich Leupold besonders auf die jungen und späteren Jahre der Mutter. Die Jahre der Kindheit der Erzählerin, also die gemeinsam verbrachten Jahre, nehmen relative wenig Raum des Romans ein, so als wäre dies Zeit zu schmerzhaft für ein genaueres Hinsehen. So als bräuchte es die Distanz, um die Mutter deutlicher zu erkennen oder über sie schreiben zu können.
Hinweise auf die Beziehung zwischen Mutter und Tochter gibt es.

„Das Einzige, was gewollt werden durfte, war Prügel - protestantischer, verinnerlichter Sadismus, den du für Disziplin hieltest.“

Der Roman ist in chronologisch geordnete Episoden gegliedert, die nicht in eine durchgehende Erzählung münden. Vielmehr nutzt Leupold einzelne Erinnerungsschlaglichter und Fotografiebeschreibungen, um das Leben der Mutter zu beleuchten.
Leupold ist die Generation meiner Mutter und viele ihrer Beschreibungen wecken auch bei mir Erinnerungen an meine Mutter und Großmutter. Bilder wie die bestickten Stofftaschentücher oder „wie bei Hempels unterm Sofa“ erzeugen bei mir eine beklemmende Mischung aus Nähe und Distanz.

Leupold schreibt messerscharf, viele Sätze sind schneidend. Ihr reichen wenig Worte, kurze Kapitel, um ganze Lebenswelten zu skizzieren, wie beispielsweise den gutbürgerlichen Mittelschichtswohlstand der älteren Mutter als Beamtenwitwe.

„Deine Emanzipation ruhte und beruhte auf einem soliden finanziellen Fundament. Du warst eine wohlhabende Witwe.“

Eine Witwe, die sich und ihrer Tochter gerne Restaurantbesuche in der Pizzeria San Marco gönnt und die ganze Produktpalette von Chanel No. 5 verwendet.
Ein Duft, den die Erzählerin immer mit der alternden Mutter verbinden wird.

Ich fand „Muttermale“ in vielerlei Hinsicht besonders und lesenswert. V.a. literarisch und sprachlich ist der Roman in meinen Augen sehr gelungen und großartig. Und auch als Versuch, der Gefühlskälte einer ganzen Generation an Eltern näher zu kommen und zu begreifen, aber nicht zu entschuldigen.

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