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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rosetheline :

Gute Prämisse, mangelnde Ausführung

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

In Leon Englers "Botanik des Wahnsinns" geht es um den namenlosen Protagonisten, den Erzähler, der tief in seine Familiengeschichte, in die psychischen Krankheiten, an denen gefühlt alle seine Familienmitglieder erkrankt sind, eintaucht. Dabei blickt er auch auf seine eigene Geschichte zurück und fragt sich immer mehr, ob auch er davon betroffen ist oder sein wird.

Und im Endeffekt in einer Psychiatrie landet - als Psychologe.

Die Prämisse des (autofiktionalen?) Romans hat mir sehr gut gefallen. Allein schon das Cover das Buches ist eine Aussage für sich. Engler schreibt teils sehr fragmentarisch und stakkatohaft, was den Lesefluss für manchmal beeinträchtigt hat. Die Geschichte wird auf der einen Seite fast schon sachlich erzählt, auf der anderen Seite scheinen aber manchmal auch komische Momente durch, die lustig sein sollen. Einen guten Zugang zu den Figuren konnte ich leider auch nicht finden. Interessant waren die Beschreibungen zu den psychischen Erkrankungen und dem Thema des Vererbens von psychischen Erkrankungen und Traumata.

Zusammenfassend war es leider kein Highlight für mich. Ich hätte definitiv mehr erwartet und leider wird es mir auch nicht so sehr in Erinnerung bleiben. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.

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Rezensionen von Sheilo:

Amüsanter

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder

Liv ist von ihrer Uni geflogen und sieht in einem geheimen Wettbewerb die Chance, ihren Webtoon zu bewerben. Ihr Teilnahmeticket hat sie im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern jedoch gewonnen. Auf dem Weg zum Wettbewerb trifft sie auf den attraktiven Flame, welchen sie mit ihrer offenen und einnehmenden Art von seinen Ängsten ablenkt und seine Neugier weckt.

Nur sind sie beide überrascht, als sie sich am Empfang der Wettkämpfe wiedersehen und damit plötzlich quasi Konkurrenten sind.

"Palace of Ink & Illusions: Der Kuss der Muse" ist der neue Romantasy-Auftakt von Sabine Schoder, die mich mit ihren neuen Ideen genauso gefesselt hat wie mit ihrer vorherigen Buchreihe. Die Geschichte überzeugt mit seinen vielen amüsanten Szenen voller Humor und den ausgefallenen Fantasy-Elementen mit griechischem Touch, die das Buch zu etwas ganz besonderen machen. Gerade die Andeutungen zum Ende des ersten Bandes machen mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung. In der ersten Auflage besitzt das Buch einen Farbschnitt, der zusammen mit den zweiten Band ein Gesamtbild ergibt und durch die Darstellung von Flame sehr gut zur Erzählung passt.

Liv wusste mit ihrer Teilnahme am Wettkampf genauso wie die anderen Teilnehmer nicht, was sie erwartet und soviel sei verraten - mit einem Schreibwettbewerb hat es nicht viel zu tun. An Livs Seite ist ihr "Berater", ein quirliger, sprechender Manga, der in vielen Lebenslagen mit kreativen Vorschlägen und einem schamlosen Mundwerk glänzt. Liv ist sehr selbstbewusst und versucht stets, aus jeder Situation das Beste heraus zu holen. Mit ihrer Art beeindruckt sie dabei neben Erato, der Muse der Liebe, vor allem Flame, dem adligen Teilnehmer des Wettbewerbs und Sitznachbar im Flugzeug, dessen Vergangenheit alle außer Liv zu kennen scheinen. An Flame mag ich dabei vor allem, wie er jeder noch so gefährlichen Situation trotzt, um Liv zu unterstützen.
Schon ab Beginn spürt man die besonderen Gefühle zwischen Flame und Liv und der Autorin gelingt es besonders gut, dass Knistern beim Lesen herauszustellen. Ich mag die Vibes zwischen den beiden auf jeden Fall sehr, doch man merkt schnell, dass Flame etwas vor Liv geheim hält.

Weiterhin lernt man im Buch noch viele weitere Teilnehmer kennen, deren Charakter sehr unterschiedlich sind und die sich in verschiedene Lager spalten. Shelly und Sawyer sind im "Team Liv" und ein wirklich süßes Pärchen, doch ob ihr Glück ewig währt?

Der Reihenauftakt vereint für mich ein wundervolles Setting mit emotionalen Momenten und Charaktern mit viel Tiefe und Geheimnissen, was zusammen mit den verschiedenen Fantasy-Elementen ein wundervolles Romantasy-Highlight ergibt. Ich selbst kann es kaum erwarten, Band 2 in den Händen zu halten, um zu wissen, wie es weitergehen wird. Wer "The Romeo & Juliet Society" geliebt hat, wird von "Palace of Ink & Illusions: Der Kuss der Muse" nicht enttäuscht werden.

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Rezensionen von rosetheline :

Zwischen zwei Kulturen

Onigiri von Yuko Kuhn

In Yuko Kuhns autofiktionalem Roman "Onigiri" geht es um Aki, die nach dem Tod ihrer Großmutter beschließt mit ihrer Mutter Keiko nochmal nach Japan zu ihrer Familie zu reisen. Doch birgt diese Reise Gefahren mit sich, da Keiko mittlerweile dement ist. Anders als erwartet erscheint dieser Trip in Keiko wieder lebendig zu machen und sie beginnt wieder zu sprechen.

So erfährt man fragmentarisch Kapitel für Kapitel etwas über die Familiengeschichte, über die Verbindung des Essens und der Erinnerungen.

Kuhn schafft es die Lesenden in die Kultur Japans eintauchen zu lassen und in diesem Hinblick auch welche Freuden und Hürden ein Mensch durchlebt, der seine Heimat für die Liebe zurücklässt. Liebevoll fand ich die Einteilung der Kapitel in verschiedene Gerichte und einer kurzen Erklärung zu ihnen. Der fragmentarische Erzählstil war anfangs etwas anstrengend, aber ich konnte mich einigermaßen daran gewöhnen.

Alles in Allem hat mir das Buch ganz gut für zwischendurch gefallen. Für Menschen, die gerne autofiktionale Romane lesen und/oder sich für die Kultur Japans interessieren kann ich es empfehlen.

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Rezensionen von rosetheline :

Unausgeschöpftes Potenzial

Heimat von Hannah Lühmann

In Hannah Lühmanns "Heimat" geht es um Jana und ihren Mann Noah, die mit ihren zwei Kindern (ein drittes ist auf dem Weg) von der Stadt aufs Land ziehen. Doch in ihrem Dorf ist alles ein bisschen anders, als erwartet. Jana freundet sich mit der Dorfbewohnerin Karolin an, die mehrere Kinder hat, auf Instagram als Tradwife bekannt ist und ansonsten auch sehr traditionell, religiös, konservativ und rechts lebt.

So hält sie beispielsweise recht wenig von fremder Kinderbetreuung und Impfungen. Obwohl Jana zuerst skeptisch ist, wird sie schnell in Karolins Welt hineingezogen.

Und so könnte es natürlich in gewisser Hinsicht auch eine plausible Geschichte sein, doch hat man als Leser*in immer mehr das Gefühl, dass Jana ihren Verstand und ihr Gefühl ausschaltet und alles nur noch als Roboter wahrnimmt und so durchs Leben geht, obwohl sie immer mehr über Karolin erfährt und dies eigentlich hinterfragen müsste.

Die Prämisse klang für mich so interessant, doch leider wurde das Potenzial hier nicht ansatzweise ausgeschöpft. Natürlich hat das Buch vieles aufgezeigt, was man kennt, wenn man sich ein bisschen mehr mit Tradwife- und anderen konservativ-religiösen Accounts auseinandergesetzt hat. Diese Details fand ich auch definitiv gut, doch war alles andere drumherum nicht gut genug ausgearbeitet. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.

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Rezensionen von REM444:

Klein und unscheinbar

Das krasseste Tier der Erde von Kai Lüftner

„Das krasseste Tier der Erde“ ist ein witziges und interessantes Sachbuch im Wimmelbuch-Format für Kinder, die Tiere lieben und gerne staunen.
Schon das Cover fällt sofort auf: mit großer Schrift springt einem der Titel sofort in die Augen und im Kontrast zu dem Wort „krass“ sieht man ein sonst eher unscheinbares Tier abgebildet, mit einem neugierig machenden Gesichtsausdruck!
Die Illustrationen sind farbenfroh, frech, modern und voller Energie gestaltet, sodass man sofort weiterlesen möchte.

Kurze Verse vermitteln die Tierfakten leicht verständlich. Während dem Reime lesen bzw. zuhören (denn die Zielgruppe ist mit 4 Jahren etwas jünger) lernen Kinder ganz nebenbei viel über die Natur.
Das Buch ist spannend, informativ und richtig lustig – perfekt für kleine Tierfans, die Superkräfte in der echten Tierwelt entdecken wollen.
Dennoch hätte mir das Buch ohne diese Reimform und stattdessen mit einer kleinen erfundenen Geschichte, die die Fakten ebenfalls hätte vermitteln können, besser gefallen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Spannender Einstieg in eine neue Reihe

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand von Nina Ohlandt; Jan F. Wielpütz

Polizeihauptkommissarin Hannah Bülow ist verwitwet, hat zwei erwachsene Töchter Nele und Inken, und lässt sich von Münster in ihre alte Heimat nach Ostersande bei Wismar an die Ostsee versetzen. Dort will sie ihr Leben neu ordnen und sich um ihren Vater Uwe kümmern, der nach dem Tod seiner Frau, ihrer Mutter, nicht mehr ganz auf der Höhe ist und sich gehen lässt.

Sie hat den ihr von ihrer langjährigen Freundin Constanze Grotewohl angebotenen Posten in der kleinen Polizeistelle in Ostersande angenommen, nicht ahnend, dass sie gleich einen Mord, oder doch eher einen Unfall, aufzuklären hat. Da kommen ihr die Erfahrungen, die sie seinerzeit bei der Kripo gesammelt hat sehr zugute. Denn die Kollegen aus Wismar sind unterbesetzt und Hannah soll sie tatkräftig unterstützen.

Die „Mörderische Brise“ hat mich mit ihrem ersten Fall „Der Tote am Sandstrand“ sehr schnell in die Geschichte hineingezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Schon im Prolog tun sich Fragen auf und derer werden es im Laufe der Geschichte immer mehr. Denn es bleibt nicht bei dem einen Toten, wo man nicht weiß, ob es sich um Mord oder einen Unfall handelt. Genauso habe ich mich gefragt, ob diese Fälle miteinander in Verbindung stehen. Interessant fand ich auch, dass Hannah mit dem toten Brüderpaar eine gemeinsame Vergangenheit hat, was die Geschichte noch interessanter und spannender macht.
Bei dem flüssigen, leicht zu lesenden und sehr bildhaften Erzählstil springt mein Kopfkino gleich an und versetzt mich mitten hinein in die Geschichte von Hannah und ihrer Clique aus dem Sommer 1993, die ihre Spuren bis ins Heute zieht. Und auch im Hier und Jetzt sind alle, mit denen ich es zu tun bekomme, sehr menschlich und echt beschrieben. Hannah war mir mit ihrer direkten Art sofort sympathisch. Wobei ich bei Constanze von Anfang an das Gefühl hatte, das sie irgendetwas verbirgt. Konnte dies aber nicht greifen. Ihr Kollege Henning Grewe aus Wismar hat mich hier überrascht und mich mit seiner langsamen Wandlung für sich immer mehr eingenommen. Seine Kollegin Mara Abedi Steyn mochte ich auch von Anbeginn an.
Das Setting und die weitere Umgebung, die hier beschrieben wurde, kann ich mir gut vorstellen und habe sogar das ein oder andere in Wismar wiedererkannt.
Nicht ganz so realistisch fand ich die Zusammenarbeit der Kripo in Wismar mit den Kollegen der Polizeistation in Ostersande. Aber da dies ja zur Auflösung geführt hat und alle offenen Fragen für mich geklärt wurden, habe ich dies einfach mal so akzeptiert. Sehr gut gefallen hat mir, dass auch kleine Delikte der Ortspolizei angesprochen wurden. So sieht man, dass sich Sibert Hansen und Klaus Peter Diekfoß nicht nur mit Mordfällen, sondern meist mit Banalitäten herum schlagen müssen.
Der nächste Fall wird durch eine gefundene Leiche schon angekündigt. Und da mich dieser erste Fall von Hannah Bülow und ihrem Team überzeugt hat, bin auch auch da gerne wieder dabei.

Mir hat der Einstieg in die neue Krimireihe sehr gut gefallen. Spannend ausgearbeitet, mit Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, und einem Ende, das mich überraschen konnte. Vor allem wurde ich sehr gut unterhalten.

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Rezensionen von nishi93:

Etwas fehlt

Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Sebastian Henn

Carsten Henn hat eine ganz eigene Art, Geschichten zu erzählen. Sie sind immer tiefgründig, die Charaktere mit Ecken und Kanten.
Sonnenaufgang Nr 5 beschäftigt sich mit Verlust. Nahezu jede Figur in diesem Roman hat etwas verloren, betrauert etwas, hängt ihrer eigenen Geschichte hinterher.

Dabei ist das Buch vom Grundton nicht traurig, sondern herzlich.
Obwohl sie alle eigentlich eine interessante Geschichte haben, habe ich das Gefühl, hier doch an der Oberfläche geblieben zu sein. Ich kann gar nicht genau sagen, warum. Vielleicht hat mit Stella mit ihrer dick lackierten Version ihrer Geschichte ein paar Mal zu häufig genervt? Vielleicht blieb mir Jonas zu fremd, konnte ich mich zu wenig in ihn hinein fühlen?
Insgesamt war es ganz nett, bei weitem nicht schlecht, allerdings für mich auch kein Highlight, das ich unbedingt noch einmal lesen müsste.

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Ein Debüt

Bestie von Joana June

Ich folge Joana June schon seit einiger Zeit auf YouTube und Instagram und war natürlich umso gespannter auf ihren allerersten Roman.
In "Bestie" geht es um Anouk und Delia. Delia möchte ihr altes Leben hinter sich lassen, einen Neuanfang wagen und endlich eine Bühnenautorin werden. Als "Lilly" zieht sie deshalb nach Hamburg und schafft es die Mitbewohnerin von Anouk zu werden, die als Influencerin ihr Geld verdient und einen gewissen Bekanntheitsgrad hat.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Abhängigkeit, aber auch eine Art Freundschaft. Doch ist diese auf einer Lüge aufgebaut und langsam fängt die Fassade an zu bröckeln.

Dass Joana June schreiben kann, ist nicht anzuzweifeln. Ihr Schreibstil ist angenehm, bildlich und ein bisschen poetisch. Die Geschichte beginnt sehr langsam und es geht vor allem in den ersten zwei Dritteln sehr um das Zusammenleben der beiden Protagonistinnen, bevor dann im letzten Drittel etwas mehr passiert. Dadurch gab es manchmal gewisse Längen am Anfang und einen schnelleren Abschluss zum Ende hin. Leider war mir die Geschichte nicht genug ausgereift und mir fehlte eine gewisse Tiefe. Ich hätte gerne mehr über Anouschka erfahren und auch an andere Themen wurden zu schnell abgehandelt. Auch das Ende kam zu plötzlich und ließ einige Fragen offen. Gut fand ich allerdings, dass Themen wie Selbstfindung und das Influencertum mit seinen positiven und negativen Seiten durchleuchtet wurden.

Da es sich um ein Debüt handelt, denke ich, dass definitiv noch Luft nach oben ist. Dennoch kann ich mir vorstellen noch weitere Werke der Autorin zu lesen.

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Rezensionen von rosetheline :

Geschichte in Südfrankreich

Furye von Kat Eryn Rubik

Alec ist eine erfolgreiche Musikmanagerin, hat es sogar in die Vogue Business geschafft. Eigentlich klingt ihr Leben besser denn je, doch sie hat erst vor Kurzem ihren Vater an Krebs verloren und außerdem versucht sie vergeblich schwanger zu werden, ganz ohne Partner.

Aufgewachsen ist Alec als migrantisches Kind in Südfrankreich.

In ihrer Jugend waren sie und ihre zwei besten Freundinnen, Meg und Tess, ein unzertrennliches Team, das voller Wut auf das Patriarchat war. Sie waren besser bekannt als die "Furien". Doch für Alec gab es auch noch jemand anderen in ihrem Leben. Romain, der aus einer wohlhabenden Familie stammte, und der ihr Herz im Sturm eroberte.

Rubik schreibt in ihrem Roman in zwei Zeitebenen, die im Buch ersichtlich, im Hörbuch aber leider nicht so deutlich gekennzeichnet sind. Als Leser*in begleitet man Alec als siebzehnjährige und als Ende dreißigjährige.
Dabei erlebt man vor allem, wie unterschiedlich in gewisser Weise das Leben von Alec in diesen zwei Zeiten war und inwiefern die Vergangenheit und die Zukunft verwoben sind. Dabei schafft Rubik es vor allem das Flair Südfrankreichs einzufangen und den Lesenden das Gefühl zu geben, dass es sich bei dem Buch um eine Übersetzung handelt. Denn wer kann dieses Land so gut einfangen, wie ein*e Einheimische*r?
Inhaltlich hatte der Roman einige Schwachstellen, die für mich vor allem in den Charakteren lagen, da ich nicht genug Zugang finden konnte. Außerdem waren mir einige Handlungsweisen unklar.

Es ist kein schlechtes Buch, aber es hat mich nicht vollständig überzeugt. Mit einigen Abzügen gebe ich dem Buch daher 3 Sterne.

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Rezensionen von rosetheline :

Ein bisschen zu unrealistisch

Schattengrünes Tal von Kristina Hauff

Ein traditionsgeführtes Hotel im Schwarzwald in einem Dorf. Jeder kennt dort jeden und alles nimmt ganz normal seinen Lauf. Doch eines Tages taucht eine mysteriöse Fremde namens Daniela auf, die Hilfe zu brauchen scheint. Lisa, die Tochter des Hotelbesitzers hilft ihr daraufhin und Daniela baut sich Stück für Stück ein neues Leben in dem Dorf auf.

Das Ganze geht so weit, dass Lisa sich nach und nach ersetzt fühlt. Wer ist Daniela und warum ist sie in dieses Dorf gekommen? War alles nur ein Zufall oder steckt doch mehr dahinter?

Kristina Hauff hat eine Geschichte erschaffen, die ein atmosphärisches Bild des Schwarzwaldes einfängt. Zwar sagte Hauff auf einer Lesung auf der ich war, dass ihre Romane überall spielen könnten, doch hat mir dieses Setting sehr gut gefallen und wird im Roman auch noch ein bisschen mehr im Hinblick auf den Klimawandel ausgeweitet.

Die Geschichte beginnt sehr seicht und man bekommt als Leser*in zunächst vor allem etwas über die Protagonisten und Nebenfiguren mit. Mit der Zeit baut sich dann immer mehr Spannung auf. Die ersten zwei Drittel des Buches haben mir daher gut gefallen, doch danach wurde mir das Handeln einiger Figuren Stück für Stück zu unrealistisch und glich zu sehr klischeehaften Telenovelas mit viel Drama.

Trotzdem kann ich mir vorstellen noch ein weiteres Buch von Hauff zu lesen und zu schauen, ob dies immer ihre Art zu schreiben ist. Sprachlich und atmosphärisch fand ich "Schattengrünes Tal" nämlich gut.
Zusammenfassend gebe ich daher 2,75 Sterne.

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