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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Immenhof:

Tiefsinnig

Geliebt von Magdalena Fournillier

Das Buch ist neben Vorwort und Nachwort kapiteltechnisch nach den vier Jahreszeiten strukturiert.

Ginge es nur nach Seiten- und Textumfang, könnte man das Buch innerhalb kurzer Zeit fertig lesen. Der Text ist kurz gehalten und die Illustrationen sind liebevoll gestaltet. Für das Verständnis des Textes sind die Illustrationen jedoch von zentraler Bedeutung, da das Buch ansonsten inhaltlich zu sprunghaft wäre.

Die Unterteilung in Jahreszeiten ist ideal und spiegelt auch eine Entwicklung wieder. Insgesamt ist die Entwicklung des kleinen Hasens innerhalb des Buches schön zu verfolgen und er wird vom Ratsuchenden, zum Ratgebenden. Die einzelnen Ratschläge sind bereits an sich tiefsinnig, so dass man sich beim Lesen der Lektüre auch entsprechend Zeit nehmen sollte. Natürlich ist nie alles für einen selbst passend, jedoch ist das Buch inspirierend und läd auch zum Philosophieren ein.

Für alle, welche eine philosophische Inspiration suchen, ist das Buch sicherlich gut geeignet. Nur zum Schnellen lesen eignet es sich weniger.

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Rezensionen von Piet1990:

Dystopisch, aktuell und beunruhigend real

Das Dream Hotel von Laila Lalami

„Das Dream Hotel“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt! Beunruhigend nah an unserer Realität. Laila Lalami entwirft eine Zukunft, in der Träume überwacht, aufgezeichnet und ausgewertet werden. Was wie Science-Fiction klingt, fühlt sich tatsächlich auch erschreckend plausibel an.

Im Mittelpunkt steht Sara, eine scheinbar unauffällige Archivarin, deren Leben plötzlich aus den Fugen gerät.

Sie gerät ins Visier eines Systems, das nicht nur ihre Träume, sondern auch ihre Gedanken zu kontrollieren scheint. Ich fand diese Mischung aus persönlichem Drama, politischem Kommentar und Gesellschaftskritik unglaublich spannend.

Der Schreibstil ist klar und eindringlich. Lalami gelingt es, komplexe Themen wie Überwachung, Freiheit und Identität zugänglich und gleichzeitig poetisch zu erzählen. Besonders beeindruckend fand ich, wie still die Spannung manchmal wirkt. Keine Effekthascherei, sondern ein leises, aber konstantes Unbehagen.

Fazit:
Ein intensiver, kluger Roman über Kontrolle, Angst und Hoffnung. „Das Dream Hotel“ ist nicht nur spannend, sondern auch erschreckend aktuell. Perfekt für alle, die Dystopien mit Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz lieben.

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Rezensionen von Petra Gruber:

Ein Opfer des Algorithmus (und der Willkür)

Das Dream Hotel von Laila Lalami

Sara ist schockiert. Auf dem Rückweg von einer Dienstreise wird sie am Flughafen vom Amt für Risikobewertung angehalten. Sie ist müde, sie möchte zu ihrer Familie und sie ist hungrig. Das alles muss ein Missverständnis sein. Doch es bleibt dabei, ihr Risikowert ist erhöht und sie wird direkt in eine Einbehaltungszentrum gebracht.

Was wird ihr vorgeworfen? Nichts Konkretes. Nur dass der Algorithmus, gespeist aus allen Quellen der Überwachung, die es in dieser nahen Zukunft gibt, errechnet hat, dass sie ihren Mann gefährden würde.
21 Tage lautet die Auskunft. Doch schnell wird klar, fast niemand wird nach 21 Tagen entlassen. Die Aufseher bewerten jedes Fehlverhalten, der Dreamsaver, den sie alle implantiert haben, um besser schlafen zu können, zeichnet ihre Träume auf. Sara passt sich an, Sara arbeitet, sie versucht nicht aufzufallen.
Doch irgendwann ist klar. Es hilft alles nichts. Und Sara überlegt sich eine neue Taktik. Ihr wird klar, dass das Zentrum von ihnen profitiert, dass jemand mit ihrer Einbehaltung Geld verdient. Gemeinsam mit anderen Frauen, versuchen sie, diese Schwachstelle zu nützen.
Der Roman ist beängstigend, da vieles sehr nahe an der Realität ist. Die Idee, zukünftige Verbrechen, aufgrund von Daten vorherzusagen und Täter:innen präventiv einzusperren taucht immer wieder auf. Auch der Gedanke, dass ein Implantat im Gehirn, das die Schlafqualität verbessert, ein Segen sein könnte, ist nicht neu. Dass es dabei aber nicht bleiben wird, dass das ein Tor zu Missbrauch, Manipulation und Kommerz ist, ist aber auch klar.
Mir hat „Das Dream Hotel“ gefallen. Es hat mich nachdenklich gestimmt. Aber auch Mut gemacht, wie wirkungsvoll Solidarität unter Frauen sein kann.
Lesenswert!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wo die Fallwinde die Berge hinab Richtung Meer sausen...

Noatun von William Heinesen

... da sind wir in Noatun: in der neuen Heimat mutiger, eigensinniger und individualistischer Menschen, die sich tapfer allen Widrigkeiten von Wind und Wetter entgegen stellen, um hier ein bescheidenes, unabhängiges neues Leben aufbauen zu können.

Die Geschichte spielt auf den Färöer-Inseln, in einer eher unwirtlichen Gegend mit langen, harten, dunklen Wintern und nur kurzen, hellen Sommern, voll von Stürmen und mitten im Meer.

Hier gibt es einen bisher unbesiedelten Ort, der Unheil verheißend Dodmandsdal (ja, das heißt übersetzt "Totmannstal") genannt wurde und an dem sich nun eine Gruppe von Menschen neu niederlässt.

Das Land muss erst von Steinen befreit und urbar gemacht werden, Häuser müssen erst gebaut werden und jedes Mal, wenn man den Ort verlassen will, um in einer größeren Ortschaft etwas zu erledigen, muss man einen von zwei gefährlichen Wegen auf sich nehmen: zu Fuß über die unwirtlichen Berge, den starken Winden ausgesetzt, auf jeden Tritt achtend, um nicht in die Tiefe zu stürzen. Oder mit einem kleinen Boot über das aufgeschäumte und unruhige Meer.

Für die langen, harten Winter müssen vorausschauend Vorräte an Nahrung und Heizmaterial angelegt werden, die doch in manchen Zeiten nur ganz knapp reichen. Und auch von so manchen Krankheiten und sonstigen Unglücken bleibt die neue tapfere Gemeinschaft nicht verschont.

Nein, Noatun ist kein Ort für bequeme, faule oder ängstliche Menschen! Doch wer fleißig und arbeitsam ist und sich einbringen möchte, der wird in dieser Gemeinschaft herzlich willkommen geheißen und aufgenommen.

Damit kommen wir zu den Menschen in dieser ungewöhnlichen neuen Siedlung: allesamt interessante Originale. Da gibt es den alten Angelund, seine Frau und seine erwachsenen Kinder samt Enkeln. Die junge Sara, die früh verwitwet wird, nachdem ihr Mann auf See tödlich verunglückt. Ihr Schwager, der Bruder ihres verstorbenen Mannes, der auf einmal nach Noatun kommt, sich um Sara kümmern will und sehr mysteriös wirkt. Tilda, die eine kinderlose Ehe mit ihrem Mann führt, erst einmal klar zu wissen scheint, was gut und was schlecht sei, und im weiteren Verlauf des Buches dann in so einigem überrascht. Einen Bauern, der die Siedlung aus der Ferne mit Skepsis beobachtet. Einen Kaufmann und einen Rechtsanwalt im nächstgrößeren Ort. Einen kognitiv leicht zurückgebliebenen, dafür körperlich umso härter arbeitenden Feldarbeiter, der sich nach langen Jahrzehnten des Ausgenutzt-Werdens bei einem Bauern nun dieser Gemeinschaft anschließt, jeden Tag hart arbeitet, aber auch seine persönlichen Grenzen setzt, und am Ende auch für seine ältere Schwester einen Platz dort findet. Und noch so einige mehr.

Abwechselnd werden die Geschichten all dieser Menschen und ihre Beziehungen zueinander erzählt, als eine Art Kollektivroman. Mir hat diese Erzählweise sehr gefallen, weil ich das Gefühl bekommen habe, wirklich einen umfassenden Einblick in die Lebensbedingungen nach einer Landnahme auf den Färöer-Inseln in den 1930er-Jahren zu bekommen (das Buch wurde im Original 1938 veröffentlicht und nun neu übersetzt).

Es ist eine sehr interessant erzählte Geschichte und die darin porträtierten Menschen und ihre Gemeinschaft haben mir viel an Bewunderung abgerungen in Bezug auf die Stärke und den Mut, mit denen sie den harten Umweltbedingungen trotzen, sich mit Eigensinn und Liebe ihren eigenen Ort aufbauen, aber gleichzeitig mit viel Herzlichkeit und Offenheit auch Neuankömmlinge bei sich aufnehmen und integrieren.

Insgesamt ist es ein Buch, mit dem ich sehr gerne verweilt bin, weil es gerade durch die liebenswerten Charaktere so viel Hoffnung in sich trägt und zeigt, wie Menschen auch unter herausfordernden Bedingungen sich für das, was ihnen wichtig ist, einsetzen, dabei ihren Individualismus bewahren und gleichzeitig in einer Gemeinschaft sich gegenseitig unterstützen können.

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Rezensionen von Arambol:

Für Thriller-Liebhaber

The Business Trip von Jessie Garcia


"Mit einem Schlag war meine Welt in ein Vorher und ein Nachher geteilt. Sie würde nie wieder dieselbe sein."

Stephanie Monroe, eine erfolgreiche Fernsehproduzentin, und Jasmine Littleton, die gerade aus einer extrem gewalttätigen Beziehung geflohen ist, sitzen gemeinsam in einem Flugzeug.

Sie kennen sich nicht, und was als harmlose und eher zufällige Begegnung beginnt, wird bald schon zu einem düsteren Rätsel.
Kurz nach der Landung verschicken beide, unabhängig voneinander, sehr merkwürdige Nachrichten über ein und denselben Mann: Trent McCarthy. Zunächst wirken diese harmlos, dann aber zunehmend verstörend. Bald darauf brechen alle Kontakte zu den beiden Frauen unvermittelt ab: Stephanie und Jasmine verschwinden spurlos. Was ist passiert?

„The Business Trip“ von Jessie Garcia ist ein atemlos erzählter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Der Einstieg ist mysteriös; daraus entwickelt sich eine Geschichte, die von Kapitel zu Kapitel an Intensität gewinnt. Durch die vielen kurzen Abschnitte entsteht ein enormes Tempo, das kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Besonders gelungen ist die Erzählweise aus sehr vielen unterschiedlichen Ich-Perspektiven: Jede bringt neue Puzzleteile ans Licht und verändert die Wahrnehmung der Ereignisse. So entsteht ein komplexes, spannungsgeladenes Geflecht.

Was als harmlose Geschäftsreise­ beginnt, entwickelt sich zu einer unheilvollen Kettenreaktion. Emotional intensiv und erschreckend realistisch. Die Spannung steigert sich stetig bis zum eindringlichen Finale.

Ein hochspannender, raffinierter und temporeicher Thriller, ein gekonnt brillant konstruierter Roman, der am Ende die Frage aufwirft:
Wie gut kennen wir die Menschen, denen wir täglich begegnen – und was, wenn ein einziger Zufall genügt, um alles zu zerstören?

Leider ist mir die finale Storywendung dann doch zu konstruiert, nicht mehr wirklich nachvollziehbar und deshalb auch wenig glaubwürdig. Dafür gibt es ganz zum Schluss doch noch einen Punkt Abzug

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Luftig-leichte medizinische Wissensvermittlung für Laien

Organisch von Giulia Enders

Vor mehr als zehn Jahren hat die junge Medizinstudentin Giulia Enders - wohl, wie es ihr wichtig ist zu erwähnen, auch damals schon grafisch und auch schon mit gutem Rat unterstützt von ihrer Schwester Jill - ein beeindruckendes, sehr humorvolles Buch über den Darm herausgegeben: "Darm mit Charme".

Dieses Buch wurde ein Bestseller und auch ich, ein paar Jahre älter als die Autorin und medizinisch sehr interessiert, habe es geliebt und dachte mir: was für ein Ausnahmetalent in der medizinischen Wissensvermittlung!

Umso neugieriger war ich nun, ein Jahrzehnt später, auf das neue Sachbuch der nun praktizierenden Ärztin Giulia Enders. Diesmal hat sie sich gleich mehreren Organen angenommen: in fünf große Kapitel gegliedert, geht es nun um Lunge, Immunsystem, Haut, Muskeln und um das Gehirn. In gewohnt witziger und nahbarer Sprache der Autorin beginnt jedes Kapitel mit einer kurzen persönlichen Geschichte aus dem Leben und der Familie der Autorin, um dann zu den jeweiligen Organen überzuleiten. Sehr interessant und amüsant habe ich gefunden, wie die Autorin versucht, den Leserinnen und Lesern durch metaphorische Bezüge und Verbindungen die Funktionsweise und den Sinn der jeweiligen Organe näher zu bringen, beispielsweise wenn sie das Immunsystem mit der gut abgeschotteten, aber im Inneren sehr gastfreundlichen Villa eines Freundes der Familie vergleicht. Auch inhaltlich habe ich so einiges Interessantes gelernt und aus dem Buch mitnehmen können: über die enorme Reaktionsfreudigkeit von Sauerstoff und seine Rolle in der Menschheitsentwicklung, darüber, dass nicht nur Bakterien, sondern auch Viren nützlich sein können, über die verschiedenen Arten der Muskelkraft und über so einiges mehr.

Insgesamt bleibt bei mir aber dennoch das Gefühl zurück, bei vielen der behandelten Themen sehr an der Oberfläche gekratzt zu haben, viel mehr als bei "Darm mit Charme". Mir ist bewusst, dass dieses Buch kein detailliertes medizinisches Fachbuch ist und sein kann, dennoch hatte ich beim Vorgänger den Eindruck, es wurde etwas mehr in die Tiefe gegangen. Vielleicht ist das der Tatsache geschuldet, dass sich hier gleich fünf Organe den Platz teilen mussten.

Im Anhang findet sich ein Quellenverzeichnis, hier hätte ich mir Referenzen und Bezüge zu den konkreten Textstellen gewünscht, um noch leichter selbst bestimmte Themen vertiefen zu können.

Es fällt mir schwer, das Buch abschließend zu beurteilen: nicht nur für die Autorin, sondern auch für mich ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen, ich habe jetzt deutlich mehr medizinisches Wissen als damals und stelle vielleicht auch aus dieser Perspektive höhere Ansprüche an ein Buch, das gar nicht für ein medizinisch vorgebildetes Publikum gedacht war. Insgesamt ist es immer noch ein unterhaltsames und informatives, humorvoll und leichtfüßig geschriebenes Buch, das ich allen, die sich für den menschlichen Körper interessieren und noch kaum etwas darüber wissen, auf jeden Fall als leichten Einstieg und gute wissenschaftliche Unterhaltung empfehlen kann.

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Rezensionen von Anjulia :

Lower Whilby im Herbst

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh

Jude kommt zur Hochzeit ihrer kleinen Schwester Olive in die englische Kleinstadt Lower Whilby zurück. Eigentlich will sie nur ein paar Tage bleiben, denn Jude ist unbeständig, Routinen lösen bei ihr einen Fluchtreflex aus. Doch Olive braucht ihre Hilfe, und auch der neue, etwas grummelige Kaffeeinhaber James ist eine Herausforderung.

Trotz kleiner Streitereien üben beide eine große Anziehungskraft aufeinander aus. Außerdem sind James Eltern Superstars. Jude hofft auf Insiderinformationen für ihren Musik-Podcast.

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh hat mich vor allem durch den locker-leichten Schreibstil und den darin mitschwingenden Humor überzeugt. Die herbstliche Kleinstadt-Atmosphäre und das Setting rund um James Kaffee hat mir gut gefallen. Für mich hätte das Buch tatsächlich sogar noch etwas gemütlicher und herbstlicher sein können. Die Kapitel werden aus den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt. Bei Jude spürt man, dass sie chaotisch ist und eigentlich unfähig tiefere Bindungen einzugehen. Immer weg, bevor sich Beziehungen entwickeln können. Ihre Art ist trotz ihrer verworrenen Gedanken sehr direkt und unverblümt. Ich konnte mich eher schlecht in sie hineinversetzen. James ist etwas mürrisch, aber mit dem Herzen am rechten Fleck. Die Reibereien und kleinen Streitigkeiten zwischen den beiden sind ganz amüsant. Spicy Szenen gibt es auch. Das Ende war mir fast etwas zu kurz und vorhersehbarer, aber trotzdem passend.

Insgesamt eine schöne, herbstliche Lovestory, die auch auf die Folgebände neugierig macht.

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Rezensionen von Sophie H.:

Wahrheit der Erinnerung

Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Sebastian Henn

Jonas hat gerade sein Germanistikstudium geschmissen. Sein Vater möchte, dass er bei ihm im Restaurant arbeitet. Doch Jonas möchte schreiben. So gibt er sich als erfolgreicher Ghostwriter mit einem großen Team in der Hinterhand aus. Seine erste Kundin ist die Diva Stella Dor. Jonas soll ihre Biografie schreiben.

Auch Stella gibt vor, mehr zu sein, als sie ist. Zwar war sie eine Schauspielerin, doch die große Karriere blieb ihr vergönnt. Ihr Leben nahm eine ganz große Wende, als sie ihren Sohn verlor. Plötzlich muss Jonas feststellen, dass es eine Verbindung zwischen ihm und Stellas Sohn gibt.
Wer den Buchspazierer von Carsten Henn geliebt hat, der wird auch dieses Werk lieben. Carsten Henn hat mal wieder ein Meisterwerk geschaffen. Obwohl das Buch sehr schlicht geschrieben ist, hat es mich tief bewegt. Alle Protagonisten, die uns begegnen, biegen sich die Wahrheit ihres Lebens so zurecht, dass sie weiterleben können. Ein Buch, das einem eine Weile begleitet und viel Stoff zum Nachdenken bietet.

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Rezensionen von pandas_bücherblog:

Nett für zwischendurch, aber kein Must-Read

Earthventure in Las Vegas von Beatrice Sonntag

„Earthventure in Las Vegas“ hat mich vor allem mit seinem auffälligen Cover neugierig gemacht. Es ist bunt, frech und passt perfekt zu der schrägen Idee, Außerirdische ausgerechnet in Las Vegas auf die Menschheit loszulassen. Die Gestaltung ist wirklich gelungen Und auch der Schreibstil ist locker und leicht, perfekt für zwischendurch.

Die Grundidee fand ich richtig unterhaltsam: Ein Alien, das Urlaub auf der Erde macht, und ein Mensch, der versucht, das Ganze halbwegs unter Kontrolle zu halten. Das klingt nach einer Menge Chaos, und genau das bekommt man auch. Viele Szenen sind lustig, manche sogar überraschend charmant, besonders wenn Ulionk mit den Eigenheiten der Erde kämpft und Josh einfach nur versucht, nicht völlig den Verstand zu verlieren. Allerdings hat sich der Humor für mich nicht immer getragen. Manches wirkte etwas überdreht oder zu bemüht witzig, sodass der rote Faden zwischendurch verloren ging. Auch die Charaktere hätten etwas mehr Tiefe vertragen können, vor allem Josh bleibt blasser, als ich es mir gewünscht hätte.

Fazit:
Insgesamt hatte ich beim Lesen Spaß, auch wenn mich die Story nicht dauerhaft gefesselt hat. Die Idee ist kreativ, die Umsetzung solide, aber nicht ganz rund. Wer schräge Science-Fiction mit Humor mag und kein Problem damit hat, wenn es mal etwas chaotisch wird, dürfte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.
3/5 Sterne

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Rezensionen von csac:

Im Knödelhimmel– 50 Lieblingsrezepte von Tiroler Bäuerinnen

Knödelzeit ist Glückszeit von Tiroler Bäuerinnen

Wer in Tirol lebt, kommt um sie nicht herum: Knödel. Ob deftig mit würzigem Käse oder Speck, ob süß mit Topfen oder Früchten, oder gefüllt mit allem, was uns die Natur an Gesundem zu bieten hat, Spinat, Brennnessel, Bärlauch oder Eierschwammerl.
In diesem Buch findet man sie alle vereint: 50 Knödellieblingsrezepte, aufgeschrieben von Bäuerinnen aus allen Teilen Tirols und mit persönlichen Tipps „verfeinert“.

Bereits die Illustrationen zu den abgebildeten Kochanleitungen lassen dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen, die Motivation, diese Köstlichkeiten nachzukochen, ist hoch.
Neben den oft ursprünglich-deftigen Klassikern wie Kaspressknödel, Speckknödel oder Leberknödel, werden in diesem Kochbuch aber auch viele gesunde, leichtere oder aber exotischere Knödelvarianten, wie etwa Kürbiskernknödel, Blutknödel oder Pfirsichknödel, vorgestellt. Von Kartoffeln über Polenta, Brot, Topfen oder Mehl, können bei den beschriebenen Rezepten nahezu alle Lebensmittel verarbeitet werden. Die runden Köstlichkeiten sind an Vielfalt kaum zu überbieten, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Damit eignen sich die vorgestellten Knödel auch wunderbar zur Resteverwertung. Doch die Bäuerinnen betonen: Alle Gerichte sollten ausschließlich aus frischen, hochwertigen und regionalen Zutaten hergestellt werden, nur ein gutes Ausgangsprodukt garantiert auch ein schmackhaftes Ergebnis.
Die Rezepte selbst sind unterteilt in Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen sowie Beilagen und gelingen aufgrund einer sehr einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung auch zu Hause problemlos.
Fazit: Ich liebe dieses Buch und entdecke immer wieder Neues zum Nachkochen für die ganze Familie.

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