Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Hennie :

Wichtiges Zeitdokument

Zwei Leben: Das Versprechen von Astrid Korten

„Zwei Leben – Das Versprechen" berührte mich genauso wie der erste Band, der den Titel „Zwei Leben - Hinter dem Schweigen“ trägt.
Auch dieser historische Familienroman von Astrid Korten bewegt sich auf zwei Handlungsebenen, die Vergangenheit und Gegenwart in feinfühliger Weise miteinander verbinden.

2014 - Wie das Leben so spielt, führt es die junge Juna und den schon sehr betagten Vincent Molen zusammen. Juna kümmert sich um den alten Mann. Sie braucht eine sinnvolle Aufgabe, nachdem ihr zehrender Job eine Auszeit verlangte. Nach und nach kommt Vincent aus seinem Schneckenhaus und erzählt Juna, was ihm in jungen Jahren widerfahren ist.
1942 – 1944 Vincent und Ester arbeiten in einer Diamantschleiferei in Antwerpen. Sie lernen sich kennen und lieben. Es ist eine verbotene Liebe, die vor allem für Ester als Jüdin lebensgefährlich ist. Vincent versucht alles, um sie zu schützen. Doch die Zeiten sind barbarisch und trennen die beiden jungen Leute. Erst am Ende seines langen Lebens wird Vincent die ganze Wahrheit erfahren...

Auch dieser Roman ging mir wieder sehr nah. Die Autorin berichtet sehr einfühlsam, sehr ergreifend aus der eigenen Familie. Auf 307 Seiten entfaltet sich vorwiegend mit leisen Tönen eine unfassbare Geschichte. Durch ihr schriftstellerisches Können wurden die Charaktere für mich fassbar, richtig lebendig. Die Ereignisse aus der Vergangenheit erschütterten mich in besonderem Maße. Es wurden viele Szenen entwickelt, die sehr intensiv sind, Bilder in mir entstehen ließen und tief nachwirken. Die Grausamkeiten, die Unmenschlichkeit auf der einen Seite durch die Nazis, aber auf der anderen Seite auch Liebe, Hoffnung, kleine Glücksmomente und Menschlichkeit in aussichtsloser Lage. Toll erzählt!
Einen Satz möchte ich zitieren, der in seiner Aussage für sich spricht. Vincent richtet an Juna diese Worte:
„Vor dem Krieg lebten fünfundzwanzigtausend Juden in Antwerpen, danach nur noch etwa tausend.“ (S. 75)
Beide Bände sind wichtige Zeitzeugnisse. Das, was den Millionen Juden und den anderen Opfern des Nationalsozialismus angetan wurde, soll nie in Vergessenheit geraten. Ich erinnere an die Worte von Bertolt Brecht:
„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

Für mich ist auch dieses Buch ein Lesehighlight 2025! Deshalb von mir die Höchstbewertung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Hennie

Rezensionen von Cornelia:

Wohlfühl-Liebesroman mit Weihnachtsstimmung

Weihnachten in Applemore - Roman (Das Erbe von Applemore 4) von Rachael Lucas

Polly war mir von Beginn an sympathisch, ihre offene und positive Art überzeugten mich sofort. Es macht Spaß sie zu begleiten und mitzuerleben wie sie ihrem besten Freund Harry immer näher kommt. Dabei wird ihnen in der fiktiven schottischen Kleinstadt genau auf die Finger geschaut, Klatsch und Tratsch ist bei Pollys Großfamilie und den Nachbarn eine willkommene Abwechslung.

Der Schreibstil ist flüssig und locker. Die Autorin erzeugt eine warmherzige Winter- und Weihnachtsatmosphäre, ich fühle mich beim Lesen sehr wohl.

Für mich ist es das erste Buch im idyllischen Applemore. Der Roman ist in sich abgeschlossen und gut ohne Vorkenntnisse lesbar. Die meisten Personen kamen vermutlich schon in einem früheren Band vor, aber auch in diesem Teil werden alle vorgestellt um sie besser kennenzulernen.

Ich lese gern Liebesromane von Rachael Lucas. Weihnachten in Applemore empfehle ich sehr gern für angenehme und unbeschwerte Lesestunden mit viel Weihnachtsstimmung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Cornelia

Rezensionen von Leser:

Kleingartenidylle mit Leiche

Blut und Blümchen - Mord hat immer Saison von Christian Humberg

Nele Blum braucht Abstand von ihrem bisherigen Leben. Da bietet sich das alte Häuschen ihrer Großeltern im Dörfchen Schönrath im Bergischen Land geradezu an, um dort zur Ruhe zu kommen.

Aber die Kleingartenidylle ist nicht nur eitel Sonnenschein, schon an ihrem ersten Tag entdeckt sie einen Toten in ihrem neuen Heim, dem Gartenlokal "Stiefmütterchens Rast".

Ein cosy crime, der neben der Mordermittlung auch jede Menge humorvolle Momente bereithält. Die Bewohner in der "Hortensia" sind schon speziell und haben so ihren Eigenarten.
Aber immer ein offenen Ohr und mit Ratschlägen sind sie schnell bei der Hand.

Nele "Blümchen" arbeitet indessen Hand in Hand mit dem Dorfpolizisten Gertner (interessante Namenswahl) an der Aufklärung.

Ein unterhaltsamer Krimi, der die Gartentüren öffnet und Schrebergartenfeeling verbreitet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Leser

Rezensionen von clematis:

Jule, Dorin, Sue

Die Gardasee - Schwestern von Mia Sole

Die drei Schwestern Jule, Dorin und Sue sind in alle Welt verstreut, um Sprachen zu lernen und das Handwerk der Gastronomie aus verschiedensten Blickwinkeln zu erleben, bevor sie ins Imperium ihres Vaters einsteigen. Am schönen Gardasee treffen sie aufeinander – und möglicherweise sogar auf die große Liebe.

Romantik und Herzschmerz zwischen Zitronenhainen, Pistazienplantagen und knusprigem Pizzateig lassen nicht lange auf sich warten.

Drei einzelne Romane und ein Bogen spannendes Bonuskapitel erwartet die Leser mit diesem Sammelband, man darf sich also ein gemütliches Platzerl suchen, vielleicht ein Glas Aperol dazu. Zwischendurch gibt es köstliche Rezepte, sodass man den weiteren Verlauf der Handlung mit Limoncello-Tiramisu oder Pistazieneis genießen kann. In jedem Band stellt Mia Sole also eine der drei Schwestern in den Mittelpunkt und erzählt über feste Familienbande, die Halt und Pflichtgefühl gleichermaßen bedingen, sodass es nicht immer einfach ist, seine persönliche Freiheit und Selbstbestimmung zu leben. Die bildhübschen jungen Frauen stellen sich am schönsten See Italiens ihren Herausforderungen, kümmern sich um einen eleganten familieneigenen Hotelbetrieb, flirten mit charmanten Italienern und kontern geschickt so manchem arroganten Mannsbild. Ist der erste Eindruck immer der richtige oder trügt der Schein? Jede Geschichte birgt ihre Überraschungen, am Ende sind sowohl Sommer als auch Winter am Gardasee einfach bezaubernd und halten ein Schäuflein Glück bereit, egal, ob es um ein geheimes Pizzarezept geht, ein begehrtes Grundstück am See oder einen Bauherren mit ambivalenten Gefühlen.

Gardasee zum Träumen – ein wunderbarer Schmöker, um den Alltag hinter sich zu lassen und Urlaubsflair zu genießen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Dieses Buch hat mich mitgerissen

Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber

Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und ich war neugierig auf das Buch….und was soll ich sagen : es hat mich mitgerissen, gefesselt und mir einiges an Emotionen abverlangt – und auch die ein oder andere Träne.
Der Schreibstil von Jasim Schreiber ist packend, authentisch und sehr eindringlich.

Mich hat die Geschichte der kleinen Maja so unheimlich gepackt und der Erzählstil in verschiedenen Perspektiven hat sein Übriges getan. Schnell und intensiv erfährt man, wie die Figuren denken und fühlen und in welchem Umfeld Maja aufwächst – alles andere, als eine schöne Kindheit.
Die Gefühle und Emotionen, die die Autorin in mir hervorgerufen hat waren echt und tief, so sehr hat mich dieses Buch berührt. Im Hinblick darauf, dass dies ein so wichtiges und absolut dringliches Thema ist, bei dem ganz oft die Augen verschlossen werden, wird es einem beim Lesen schon ganz anders.
Dieses Buch hat ganz viel Aufmerksamkeit verdient, weil es auf den Punkt zeigt, den viele Menschen nicht sehen möchten und weil es so berührend und eindringlich geschrieben ist : für mich ein ganz klares Lese-Highlight und dafür eine absolute Empfehlung !!!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig

Rezensionen von yellowdog:

Vielschichtiger Roman mit Tiefgang

Adama - Thriller (Maror-Trilogie 2) von Lavie Tidhar

Der Roman beginnt zwar ganz kurz in Miami, 2009, aber dann wird die Geschichte Israels erzählt.
Im zweiten Kapitel ist man 1989 in einem Kibbuz.
Das Buch wird interessanterweise überwiegend rückwärts erzählt. So erschließen sich manche Zusammenhänge erst, nachdem man mehr über die Vergangenheit erfährt.

In der Mitte wird aber auch mal zeitlich vor oder zurück gesprungen.

Zum angänglichen Plot: Ein Mann in einem Kibbuz wurde tot aufgefunden. Es sieht aus wie Selbstmord, aber Lior, ein guter Freund glaubt nicht daran und forscht nach. Es beginnt verhalten, aber man spürt sofort die Angespanntheit der Situation und dann dauert es auch nicht lange, bis es reichlich Action gibt . Man ist sofort gefesselt.
Cohen, die wichtigste Figur aus dem Vorgängerroman Maror taucht auch ganz kurz auf. Mit den Kapiteln wechseln auch die Figuren, manche tauchen immer wieder auf. Dadurch wird es noch vielschichtiger.
Die wichtigste Protagonistin ist sicherlich Ruth, die auch dne größten zeitlich Ablauf dabei ist.
Obwohl der Roman große Komplexität aufweist, lässt er sich zugänglich lesen. Es ist mehr als ein Thriller, wie es auf dem Cover steht. Gesellschaftsrelevantes wird herausgearbeitet. Doch Lavie Tidhars tougher Stil stammt aus der Thriller-Tradition.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Bücherfreundin:

Drei Frauen auf neuen Wegen

Wilder Honig von Caryl Lewis

"Wilder Honig", der neue Roman der walisischen Autorin, Dramaturgin und Drehbuchautorin Caryl Lewis, spielt in Berllan Deg, einem kleinen Dorf in Wales. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen mit Hannah, Sadie und Megan drei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

Die 70-jährige Hannah ist in tiefer Trauer, ihr Ehemann John, der Imker und Schriftsteller war, ist nach 50 Ehejahren infolge einer schweren Krankheit verstorben.

Ihre sechs Jahre jüngere Schwester Sadie reist an, um sie zu unterstützen. Die Schwestern haben sich seit vielen Jahren nicht gesehen und sind sich fremd geworden. Während Hannah ihr ganzes Leben im Elternhaus geblieben ist, ist Sadie früh ausgezogen, um eigene Wege zu gehen. In Johns Unterlagen findet Sadie außer einem Testament 11 Briefe, die John kurz vor seinem Tod an Hannah geschrieben hat. Darin zieht er nicht nur Parallelen zwischen dem Leben der Bienen und seiner Beziehung zu Hannah, sondern beichtet seiner Frau ein lange gehütetes Geheimnis ...

Das Buch ist in ganz wunderbarer und poetischer Sprache geschrieben, auch der ruhige Erzählstil begeisterte mich sofort. Die interessanten und sympathischen Charaktere sind mit Empathie und Liebe beschrieben. Es geht in dem Buch neben Trauer und Verlust auch um Liebe und Neubeginn. Wir begleiten Hannah, Sadie und Megan über den Zeitraum eines Jahres und erleben, wie sie sich behutsam einander annähern. Meine Lieblingsfigur war Hannah, die nicht nur Johns Tod verarbeiten muss, sondern auch sein schockierendes Geständnis, das sie zutiefst verletzt hat. Im Laufe der Zeit gelingt es ihr, aus der Planung und Neugestaltung ihres Obstgartens neue Kraft und Zuversicht zu schöpfen.

Die Briefe, die John seiner Frau hinterlassen hat, stellen für mich das Highlight des Buches dar. Wir lernen John mit jedem Brief etwas besser kennen und können auch seine Handlungsweisen immer besser nachvollziehen. Er reflektiert nicht nur die gemeinsame Zeit mit Hannah, sondern übt in seinen Briefen auch Selbstkritik. Ich fand es sehr interessant und faszinierend, Einblicke in die mir bisher nur oberflächlich bekannte Bienenwelt zu bekommen. Im Laufe der Handlung widmet sich die Autorin immer intensiver der Bienenzucht, es wurde mir zu viel mit dem Bienenthema, zumal auch die bis zu einem gewissen Grad durchaus interessant geschilderte Gestaltung des Obstgartens immer mehr Raum einnimmt. Die Natur steht mir zu sehr im Vordergrund, ich hätte gern mehr über die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistinnen gelesen.

Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen, danach bahnte sich eine vorhersehbare, unrealistische und kitschige Liebesgeschichte an, auf die ich gut hätte verzichten können. Sprache und Erzählstil fand ich ganz wunderbar, allerdings hatte ich insgesamt mehr von der Geschichte erwartet - sie hat mich leider nicht überzeugen können.

Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich 3 Sterne und empfehle den Roman allen Lesern, die gern Bücher mit intensiven und schönen Naturbeschreibungen lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücherfreundin

Rezensionen von Liselottchen:

Innehalten und überlegen, was im Leben wichtig ist

Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter

Hannah geht es wie vielen Menschen: sie ist im Hamsterrad gefangen und vergisst zwischen Arbeit und Rücksicht auf andere Leute nehmen, sich selbst. Was möchte sie wirklich vom Leben? Kann das alles gewesen sein? Die 33-Jährige nimmt sich eine Auszeit und mietet eine Hütte in der Einsamkeit. Hier begegnet sie Sophie und das kleine Mädchen hält ihr vor Augen, was sie alles im Leben verpasst.

Von Anfang an konnte ich mich sehr gut in die Gedanken der Protagonistin hineinversersetzen. Sie hatte viele Träume, die alle auf der Strecke geblieben sind. Hannah arbeitet viel, bürdet sich zusätzlich Lasten auf, weil sie nicht Nein sagen kann und stresst sich auch noch in der Freizeit. Weil sie beispielsweise auf Werbung hört und vermeintlich Schnäppchen kauft. »Du kannst Geld sparen, indem du Geld ausgibst?«, fragt Sophie. Was für eine tolle Frage, ich glaube, an dieser Stelle muss jeder nachdenken. Und auch Hannah fragt sich, ob sie wirklich so viel Kleidung, Taschen und Schuhe braucht. Nein, tut sie nicht. Ich konnte den Spaß fühlen, den Hannah zum ersten Mal wieder hatte, während sie mit Sophie ein »Schneinhorn« und ein Iglu gebaut hat. Und sie denkt an ihre Freundin, mit der sie sich aus nichtigen Gründen zerstritten und den Kontakt abgebrochen hat.
Da ich bereits zu den älteren Semestern gehöre, waren viele der Gedanken zum Leben für mich nicht neu. Auch die Metapher mit dem Glas, in das man Steine, Kieselstein und Sand hineingibt, war mir bekannt, allerdings kann man sie immer wieder hören. Ich fand es großartig, wie die Autorin Gedanken über das Leben in eine kleine Geschichte verpackt hat. Besonders berührend war für mich Hannahs Briefe an den (Baby)Sohn ihrer Freundin Julia und an diese selbst. Ich empfehle dieses Büchlein uneingeschränkt weiter, es ist zum Nachdenken, Wohlfühlen, Innehalten und vielleicht das eigene Leben zu überdenken. Es ist nie zu spät, sich auf das wirklich Wichtige zu besinnen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Liselottchen

Rezensionen von rosetheline :

Die erste große (unerwiderte) Liebe

Öffnet sich der Himmel von Seán Hewitt

James, ein fast erwachsener Teenager, lebt mit seinen Eltern und seinem Bruder Eddie in der Thornmere, in der nordenglischen Provinz. Ein eher schüchterner Junge, hat James vor Kurzem sein Coming Out gehabt und wird dadurch zu einem Außenseiter in der Schule. Da seine Eltern nicht wohlhabend sind und sich das Schulessen für James nicht leisten können, verdonnert sein Vater ihn schließlich einen Job als Milchjunge anzunehmen.

Auf seinen täglichen Milchrunden lernt er Luke kennen, einen Jungen, der ein Jahr älter ist als er und von seinen getrennten Eltern auf's Land nach Thornmere geschickt wurde. James und Luke bauen eine Freundschaft auf, verbindet sie doch, dass sie beide Außenseiter sind. Doch für James ist Luke viel viel mehr als nur ein Freund.

Seán Hewitt hat einen Roman geschaffen, der mir sprachlich sehr gut gefallen hat. Er ist poetisch, metaphorisch und gefühlvoll.
Die Geschichte ist ein echter Coming-of-Age Roman und hat mich in einigen Punkten auch an "Call Me By Your Name" erinnert (welches ich aber besser fand).
Inhaltlich gab es für mich einige Schwachstellen, die vor allem in nicht ganz ausgefeilten und zu Ende erzählten Handlungen lagen. Daneben blieben Luke und Eddie (James Bruder, der unter "Anfällen" leidet) als Charaktere für mich zu blass.

Alles in Allem ist es für mich ein Roman, der mir zwar gefallen, aber nicht umgehauen hat. Ich empfehle ihn jeder/jedem, die/der Coming-of-Age Romane mag und gerne zum Thema "Liebe als Obsession" liest.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rosetheline

Rezensionen von rosetheline :

Nichts für mich

Zwischen zwei Leben von Minna Rytisalo

Jenni Mäki ist eine Frau mittleren Alters, die sich von ihrem Ehemann Jussi und ihrer unglücklichen Ehe trennt. Als Jenny Hill will sie ein neues Leben anfangen. Doch schnell merkt sie, wie schwer das ist und welche Tücken auflauern, vor allem für eine Frau, die älter wird. Themen wie Selbstfindung, Frausein und Feminismus spielen daher eine wichtige Rolle.

Die Erzählung ist dabei in zwei Ebenen aufgeteilt. Auf der einen Seite begleitet man als Leser*in Jenny, wie sie ihr Leben rückblickend betrachtet und auf der anderen Seite gibt es die Ajattaras, Gestalten der finnischen Mythologie, die im Namen bekannter Märchenfiguren, wie z.B. Rapunzel, Schneewittchen oder Gretel, sprechen und Jennys Leben in gewisser Weise mitkommentieren.

Die Prämisse des Buches hat mir total gut gefallen und somit war ich umso gespannter, was im Roman passieren würde. Leider habe ich jedoch gemerkt, dass mir das Buch nicht zusagt. Hierbei denke ich, dass es an mir selbst liegt und die Geschichte nicht meinem Geschmack entspricht, da die Bewertungen ansonsten ziemlich gut sind.
Ich hatte vor allem Probleme mit den Nebenhandlungen, die mir nur als Mittel zum Zweck schienen und sehr belanglos waren. Auch konnte ich keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen. Auch das ständige Wiederholen des vollen Namens (Jenny Hill) in fast jedem Satz, ging mir einfach nur auf die Nerven. Obwohl die Themen des Buches wichtig sind und ich gerne mehr darüber lesen würde, war "Zwischen zwei Leben" leider nicht das richtige Buch für mich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rosetheline