Kunden em pfehlungen
Rezensionen von clematis:
Trubel in der Passerstadt
Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt
Wir schreiben das Jahr 1872, Menschen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und ebenso unterschiedlichsten Beweggründen tummeln sich in Meran. Sei es, dass sie als Kurgäste im Ort sind, sei es, dass sie den passenden Ehepartner zu finden hoffen, aber auch Ärzte und Baumwollarbeiter trifft man hier an.
Nur hinein ins Vergnügen, wessen Wege wird man kreuzen?
Interessante Zeitungsartikel oder Briefauszüge stehen jedem einzelnen Kapitel voran, so erfährt man gleich zu Beginn, dass zur damaligen Zeit die Liste der ankommenden Gäste veröffentlicht wird, um Einladungen für Antrittsbesuche auszusprechen. Die Sitten und Gepflogenheiten im 19. Jahrhundert sind genauestens recherchiert, die persönliche Vorliebe der Autorin für die Gegend spürt man immer wieder durchblitzen. Die illustre Personenschar ist anfangs etwas herausfordernd, das Personenverzeichnis am Ende des Buches hilft jedoch, den Überblick zu bewahren. So erfahren wir von Adeligen ebenso wie von Kindern in der Fabrik, manch einer hütet ein Geheimnis, am Maskenball verbirgt fast jeder sein wahres Gesicht. Abwechslungsreich und bunt geht das Treiben her, ein wenig vermisse ich allerdings bewegende Gefühle, welche auf den Leser überspringen. Nichtsdestotrotz ist die Atmosphäre von Ort und Zeit gekonnt eingefangen und weckt Lust auf mehr.
Ein unterhaltsamer Start in die beginnende Reihe rund um die Passerstadt, die Neugierde ist geweckt.
Rezensionen von Petra Sch.:
ein Kroko-Killer in Malmö: mitreißender zweiter Fall für Nordh und Karhuu
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
4,5 Sterne
In Malmö wird eine grotesk zugerichtete Leiche gefunden: ohne Kopf, stattdessen der angenähte Kopf eines Nilkrokodils. Und dass Herz wurde dem männlichen Opfer bei lebendigem Leib brutal entrissen und mit ägyptisch-ähnlichen Hieroglyphen markiert.
Die beiden Ermittler Svea Karhuu und Jon Nordh werden auf diesen abartigen Fall angesetzt.
Doch es bleibt nicht bei einem Toten, und eine penetrante True-Crime-Podcasterin erhöht massiv den Druck auf das Ermittlerteam. Und dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen.
Es war schön, wieder auf die beiden Polizisten zu treffen, die - so gegensätzlich sie auch sind - ein perfekt eingespieltes Team sind.
Svea und Jon bekommen den Kroko-Killer-Fall zugeteilt, obwohl sich Nordh anfangs strikt dagegen wehrt. Denn er weiß, wie sich solche abartigen Fälle auf das Gemüt auswirken. Und er hat als Witwer zwei Kinder zu betreuen. Doch seine Chefin erpresst ihn mit den Unterlagen zum Todesfall seiner verstorbenen Frau, (wo es auch im ersten Band schon Anspielungen gab), und so nimmt er an. Die nach Malmö strafversetzte Svea ist sowieso mit vollem Tatendrang dabei; sie ist jung, interessiert und will diesen grausigen Fall lösen.
Mir gefiel wieder sooo gut, wie das Autorenduo die Geschichte lebendig werden lässt. Nicht nur die beiden Ermittler, die Kolleg/innen und die Chefin der beiden sind lebendig gezeichnet; auch die Todesopfer und deren Angehörigen erwachen vor dem inneren Auge zum Leben. Überhaupt sind sämtliche Charaktere der Geschichte authentisch mit Ecken und Kanten, auch der Schreibstil allgemein und das "Drumherum" sind mitreißend; so wird zB der heiße Sommer eindrücklich dargestellt; manchmal war es mir aber etwas zu viel. Noch dazu hat es nicht zur aktuellen Jahreszeit gepasst, vielleicht hat mich die oftmalige Erwähnung der Hitze deshalb manchmal irritiert.
Dazwischen gibt es immer mal wieder Einschübe aus den 70er und 80er Jahren, beginnend in Chile, womit man als Leser dem Ermittlerteam einen kleinen Schritt voraus ist, auch wenn man den Zusammenhang zu den brutalen Morden noch überhaupt nicht knüpfen kann.
Bei der Aufklärung des mysteriösen Autounfalls von Nordhs Frau und dessen ehemaligem Partner kommt er ein kleines Stückchen weiter und auch die gewaltigen Probleme aus der Vergangenheit in Sveas Privatleben sind fesselnd, aber auch noch offen.
Ich hoffe, das wird im dritten Band ebenso aufgeklärt wie der eigentliche Fall des Kroko-Killers - man kennt zwar den Täter, aber so richtig aufgelöst wurde es nicht. Schade, ich hätte für jeden Fall immer gerne einen schönen Abschluss.
Fazit:
Der zweite Band um Svea Karhu und Jon Nordh bietet eine grandiose Kombination aus spannendem, abartigem Fall und penibler, authentischer Recherchearbeit. Leider fehlt mir eine komplette Auflösung, die hoffentlich im nächsten Band nachgereicht wird, auf den ich schon sehr gespannt bin!
Rezensionen von manu63:
Velvets Aufgabe
Velvet-Dilogie 1: Velvet Falls, but the Gods forgot to die von Julia Dippel
Velvet Falls But the gods forget to die ist der erste Band der Velvet Falls Dilogie geschrieben von der Autorin Julia Dippel.
Velvet wurde gegen ihren Willen zur Dämonenreiterin und muss täglich gegen den Dämon in ihr bestehen, Nun erhält sie, vermittelt durch Visionen, einen fast unmöglichen Auftrag, sie muss für ein Gegenmittel gegen einen Virus, welcher die Götter sterben lässt, das Blut der sieben Göttersöhne sammeln.
Helfen kann ihr nur Kash einer der Göttersöhne mit dem sie schon in ihrem früheren Leben zu tun hatte.
Die Autorin wirft die Leser mitten in die Geschichte hinein und erst nach und nach wird aufgeklärt mit welchen Problemen Velvet zu kämpfen hat. Auch ihre Vergangenheit mit Kash wird nach und nach aufgerollt.
Dabei gibt es viele innere Monologe der beiden Hauptcharaktere und durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt man gute Einblicke in die Gefühlswelt der beiden sowie Informationen welche die Geschichte voranbringen.
Wer bei dieser Geschichte dramatische Kämpfe erwartet wird eher enttäuscht sein. Vielmehr geht es viel um die Gefühle der beiden Charaktere und die Anziehungskraft zwischen ihnen, der sie sich nicht entziehen können. Außerdem wird im Laufe der Geschichte auch aufgeklärt warum sich beide Missverstanden haben.
Explizite Stellen sind vorhanden und auch die Wortwahl ist teilweise sehr deutlich.
Den Schreibstil finde ich flüssig lesbar und es gibt einige wenige Spannungsbögen, die schnell aufgelöst werden.
Das Buch endet mit einem Showdown und mit einem heftigen Cliffhanger der neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte macht.
Mir persönlich gefallen Bücher mit vielen Kampfhandlungen nicht so gut, ich mag es eher wenn sich die Charaktere miteinander auseinander setzen müssen und wenn dies durch stimmige Nebencharaktere ergänzt wird. Dies ist in diesem Buch der Fall und bei den Nebencharakteren hatte ich schnell meine Lieblinge und zwar Eddie und die Dämonenzehe. Beide stolpern schon mal zur falschen Zeit an den falschen Ort und lösen mit ihrem Gerede einiges aus.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Teil den ich sicherlich lesen werde.
Rezensionen von PMelittaM:
Bringt wieder alles mit, was die Reihe ausmacht
Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman
Joyces Tochter Joanna heiratet, und das gibt nicht nur Joyce die Gelegenheit, wieder einmal in ihr Tagebuch zu schreiben, sondern auch Elizabeth zu ermitteln, Denn der Trauzeuge des Bräutigams kommt zu ihr und bittet sie, ihr zu helfen, da ein Mordversuch auf ihn verübt wurde. Ein Jahr ist seit Stephens Tod vergangen, und Elizabeths Trauer ist immer noch gewaltig, doch die Verlockung, einmal wieder zu ermitteln gewinnt, und so können auch wir Leser:innen endlich wieder einen Band der Reihe lesen.
Ich habe die Vier vom Donnerstagsmordclub vermisst, genauso wie Donna und Bogdan, und mich sehr gefreut, dass es endlich einen neuen Band gibt. Und was soll ich sagen, ganz schnell war ich wieder mittendrin, habe mich köstlich amüsiert, aber auch sehr gespannt gelesen. Der neue Fall ist nicht ohne, und es gibt einige Gelegenheiten, neue Charaktere kennenzulernen. So hat Connie Johnson, die inzwischen aus dem Gefängnis entlassen wurde, sich aber immer noch regelmäßig mit Ibrahim trifft, eine Protegée, natürlich lernen wir auch Paul, Joannas Bräutigam, näher kennen, zudem gibt es eine Reihe Verdächtiger. Und Ron Ritchie hat eigene Probleme, die es zusätzlich zu lösen gilt.
Es ist viel los, es gibt viel zum Schmunzeln, viele Überraschungen und einige spannende Szenen. Am Ende ist natürlich alles gut aufgelöst. In der Danksagung verspricht uns der Autor übrigens nicht nur eine weitere Fortsetzung des Donnerstagsmordclubs, sondern auch seiner anderen Reihe – ich freue mich auf beide.
Auch der fünfte Band bringt wieder mit, was die Reihe ausmacht, liebenswerte Charaktere, Humor, Spannung und einen Fall, der nicht ohne ist. Ich liebe diese Reihe sehr, und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht. Wer Krimis und britischen Humor mag, sollte zugreifen, aber, falls noch nicht gelesen, am besten mit Band 1 anfangen.
Rezensionen von carola1475:
Fesselnder Genremix
Manche Schuld vergeht nie von Elly Griffiths
DS Alison Dawson arbeitet in einer sehr speziellen und geheimen Abteilung. Ihr Team reist in die Vergangenheit, um unklare Umstände bei Tötungsdelikten aufzuklären. Als der britische Justizminister sie bittet, den nie bewiesenen Mordverdacht gegen seinen Ururgroßvater zu untersuchen, reist Ali ins Jahr 1850, so weit zurück wie nie zuvor.
Währenddessen geschieht in der Gegenwart ein Mord, der Alis Sohn Finn in Schwierigkeiten bringt.
Elly Griffiths startet eine neue Reihe, die Krimi, Zeitreise und etwas Mystery kombiniert. Die Protagonistin ist eine 50jährige unerschrockene pragmatische Frau, die es aus eigener Kraft weit gebracht hat und mich mit ihrer Art beeindruckt. Durch ihre Gedanken und Gespräche mit anderen wird Ali nahbar und lebendig, sie hat Humor und ihre Kommentare sind oft ironisch. Auch andere Figuren und ihre Beziehungen zueinander sind glaubhaft gezeichnet, alle haben einen Hintergrund, der sie zu authentischen Charakteren macht.
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und beschreibt Alis Vorbereitungen auf das 19. Jahrhundert und ihre Zeit dort so anschaulich und atmosphärisch, dass ich fasziniert über die damalige Mode, ihr kaltes Zimmer in der Hawk Street, die schwierigen sanitären Bedingungen und vieles mehr gelesen habe und auch die Schilderungen Londons damals und heute haben mich gefesselt. Griffiths übt leise Gesellschaftskritik und thematisiert wiederholt auch die Klassenzugehörigkeit auf beiden Zeitebenen. Sie vermittelt mir Alisons Gefühle, als sie in der Vergangenheit feststeckt und auch ihre Schwierigkeiten, sich nach ihrer Rückkehr wieder an das heutige Leben zu gewöhnen, glaubhaft und überzeugend.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Geschichte ist kurzweilig und die Spannung bleibt hoch durch die beiden Zeitebenen und Cliffhanger vor Perspektivwechseln.
Es handelt sich zwar um einen Reihenauftakt, dennoch bleiben in 'Manche Schuld vergeht nie' zu viele Fragen zu Ereignissen und Figuren der Vergangenheit offen, was bei meiner Bewertung den fünften Stern kostet. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch viel Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten und ich freue mich auf den nächsten Band.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Sehr bibeltreu
Der Löwe von Juda: Der große Aufbruch von Elly Griffiths
Der große Aufbruch ist ein großes und detailliertes Bibelheft für Kinder. Es erzählt die Geschichte des israelitischen Volkes in Ägypten. Ich muss ehrlich zugeben, dass es für mich anfangs ungewohnt war, die biblischen Figuren als Tiere zu sehen. Da ist zum Beispiel Mose ein Nilpferd, die ägyptischen Sklaventreiber sind Nilwarane, und der Pharao ist ein Nilkrokodil.
Je mehr ich aber gelesen habe, desto besser und interessanter fand ich dieses Bibelheft. Kinder lieben Tiere, und zwar alle Tiere. Wenn es um Tiere geht, hat man schnell die Aufmerksamkeit der Kleinsten. Somit finde ich die Art, die faszinierende Geschichte rund um Mose und den Aufbruch nach Kanaan, als Tiergeschichte zu erzählen und zu illustrieren, doch sehr interessant und gut durchdacht.
Die Erzählung beginnt mit Josef und seinen Brüdern, dann wird Mose von der Tochter des Pharaos im Nil entdeckt. Die Geschichte geht mit den 10 Plagen und das geteilte Meer, actionreich weiter. Die Illustrationen von Haakon Lie sind lebendig und ausdrucksstark.
Zu den dargestellten Tieren gibt es sehr interessante Informationen, hierbei konnte auch ich Neues dazulernen.
Auch über Ägypten und die damaligen Gepflogenheiten gibt es tolle Infos.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist der bibeltreue Erzählstil.
Ich finde dieses liebevoll gestaltete Bibelheft für Kinder sehr interessant und gut. Gerade jetzt während der Ferien-und Urlaubszeit, eignet es sich ideal zum Mitnehmen in den Urlaub. Mir hat das Heft gut gefallen, daher gerne eine Weiterempfehlung.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Eine besondere Kinderbibel
Der Löwe von Juda 1: Die Reise ins versprochene Land - Collector's Edition von Elly Griffiths
Die Reise ins versprochene Land ist eine besondere Kinderbibel. Sie erzählt die Geschichten der Bibel von der Entstehung der Welt, über Adam und Eva und die Wanderung des israelitischen Volkes durch die Wüste, bis zum Kampf um Kanaan. Ich muss ehrlich zugeben, dass es für mich anfangs ungewohnt war, die biblischen Figuren als Tiere zu sehen.
Da ist zum Beispiel Abraham ein Auerochse, Mose ein Nilpferd, die ägyptischen Sklaventreiber sind Nilwarane, und der Pharao ist ein Nilkrokodil. Je mehr ich aber gelesen habe, desto besser und interessanter fand ich diese künstlerisch illustrierte Kinderbibel. Kinder lieben Tiere, und zwar alle Tiere. Wenn es um Tiere geht, hat man schnell die Aufmerksamkeit der Kleinsten. Somit finde ich die Art, die faszinierenden Geschichten rund um die Entstehung der Menschheit bis zum Kampf um Kanaan, als Tiergeschichte zu erzählen und zu illustrieren, doch sehr interessant und gut durchdacht.
Die Erzählung beginnt mit Genesis-Die Entstehung-und die große Flut, dann wird Mose von der Tochter des Pharaos im Nil entdeckt und die Israeliten verlassen Ägypten und wandern durch die Wüste. Am Ende findet der Kampf um Kanaan statt. Die Illustrationen von Haakon Lie sind lebendig und ausdrucksstark.
Zu den dargestellten Tieren gibt es sehr interessante Informationen, hierbei konnte auch ich Neues dazulernen.
Auch über Ägypten, das Land Kanaan und die damaligen Gepflogenheiten gibt es tolle Infos.
Das Buch ist schön groß, bunt und übersichtlich. Ein Lesebändchen in der Farbe blau wirkt sehr schön und hochwertig.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist der bibeltreue Erzählstil.
Ich finde diese kunstvoll gestaltete Bibel für Kinder sehr interessant und ausdrucksstark. Auch meine 12 jährige Tochter liest sie gerne. Vor allem die zusätzlichen Informationen gefallen ihr sehr gut. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit eignet sie sich ideal zum Verschenken. Mir gefällt diese besondere Kinderbibel sehr gut, daher gerne eine Weiterempfehlung meinerseits.
Rezensionen von buchina:
Sehr konstruiert, aber unterhaltsam
HEN NA IE - Das seltsame Haus von Uketsu
„Das seltsame Haus“ beginnt mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage: Ein Autor, spezialisiert auf Okkultes, wird gebeten, den Grundriss eines Hauses zu begutachten. Auf den ersten Blick wirkt der Grundriss normal, erst nach und nach wird deutlich, dass er auch Geheimnisse aufzeigt, verborgen hinter Mauern.
Gemeinsam mit einem Architektenfreund beginnt er, anhand von Skizzen, Grundrissen und Dokumenten die dunkle Geschichte des Hauses zu ergründen. Nur anhand des Grundriss erspinnen die beiden Männer eine Geschichte, die schrecklich, abstrus und auch konstruiert.
Dennoch ist es spannend, wie sich anhand dieser einfachen Skizzen eine Geschichte entspinnt, die im zweiten Teil des Romans noch tiefer geht, indem eine Person dazu kommt, die Hintergründe zu dem Grundriss berichten kann. Ich fand die Hintergründe sehr interessant und hätte mir gerne mehr Information und Tiefe gewünscht. Es fiel zum Teil schwer dem ganzen zu folgen, da es eine Vielzahl von Personen involviert sind. Das Buch las sich dennoch sehr leicht, da es hauptsächlich in Dialogform geschrieben ist. Es gibt klassische ausführliche Beschreibungen von Emotionen oder Handlungsorten. Mehrmals wird der Leser aufgefordert, mitzuraten, eigene Schlüsse zu ziehen und zwischen den Zeilen zu lesen.
Insgesamt hat mir besonders der erste Teil des Buches gefallen, wo sich die Geschichte langsam entfaltet und ich als Leserin gut miträtseln konnte. Der zweite Teil wurde mir immer konstruierter und ich konnte den Rückschlüssen kaum noch folgen. Dennoch ist es für mich ein spannender, ungewöhnlicher und interessanter Krimi. Der sich auch aus der typischen Krimiwelt abhebt. Er liest sich schnell, da er auch nicht sehr umfangreich ist. Eine interessante Abwechslung für zwischendurch.
Rezensionen von Ina:
Ein wunderschönes Buch zum Advent!
Ja, genau das hab ich mir gewünscht! von Lappan Verlag
Ich habe das Buch "Ja, genau das habe ich mir gewünscht!" für meine Tochter (17 Jahre) im örtlichen Buchladen erworben. Es hat mich sofort durch das wunderschöne hochwertige Buchcover angezogen und der wundervollen Gelegenheit des kreativen "Mitmachens" begeistert. Ich denke mir, dass sie mit diesem "Aktivbuch" weniger Stunden bei Instagram und Cop verbringen wird.
Das Buch steckt voller unterschiedlicher Ideen, die Vorweihnachtszeit aktiv persönlich mitzugestalten.
Die Aufgaben sind unterschiedlich, es wird zu Steckbriefen und kleinen Spielen eingeladen - gemeinsam mit Freunden, der Familie oder für sich allein. Man kann Fotos, Gedanken und Erinnerungen eintragen und es in ein paar Jahren zur Adventszeit wieder hervorholen.
Ich freue mich über dieses Buch sowie gleichzeitig ein kleines Geschenk zum Nikolaus für meine Tochter entdeckt zu haben. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen für alle, die es etwas Kreativ in der Vorweihnachtszeit mögen!
Rezensionen von Shilo:
Spurensuche im mittelalterlichen Füssen
Schatten über dem Kloster von Manuela Schörghofer
Im Jahr 1376 steht die Stadt Füssen nach einem Brand im Kloster Weißenfels unter Druck. Unter den Opfern findet sich der Bürgermeister, doch schon bald zeigt sich, dass er nicht im Feuer starb, sondern zuvor getötet wurde. Diese Ausgangslage sorgt für Spannung, da der Bürgermeister vielen in der Stadt verbunden war und unklar bleibt, wem man überhaupt noch trauen kann.
Isabella, die junge Witwe des Richters, wird durch ein Testament unerwartet in die Pflicht genommen. Sie soll den Mord an dem Freund ihres verstorbenen Mannes aufklären, wenn sie das Erbe antreten will. Damit steht sie plötzlich im Mittelpunkt eines Falles, der eigentlich nicht in ihre Hände gehört. Die Situation ist für sie ungewohnt und riskant, sie nimmt sie aber dennoch an.
An ihrer Seite stehen Leonhard, der Gerichtsschreiber, und Magnus, ein Medicus. Sie ergänzen sich in ihren Fähigkeiten, und zusammen folgen sie den Spuren, die sie zu Ratsmitgliedern, Klosterangehörigen und alten Konflikten führen. Schritt für Schritt treten Zusammenhänge zutage, die weit zurückreichen.
Die Darstellung des mittelalterlichen Alltags wirkt glaubwürdig. Die Autorin zeigt die sozialen Grenzen und die Bedeutung von Ruf und Stellung, ohne dies zu sehr auszuschmücken. Isabella handelt vorsichtig, aber mit wachsender Sicherheit. Ihre Haltung entsteht aus den Situationen heraus und wirkt natürlich.
Die Ermittlungen entfalten sich ruhig und nachvollziehbar. Die Spannung entsteht weniger durch dramatische Wendungen, als durch feine Beobachtungen, Gespräche und die kleinen Veränderungen im Verhalten einzelner Figuren. Gegen Ende zieht das Tempo an, und die Auflösung fügt sich schlüssig in das Gesamtbild ein.
Insgesamt bietet der Roman eine ausgewogene Mischung aus historischer Darstellung und Kriminalfall. Die Erzählweise bleibt klar und bodenständig, die Figuren wirken glaubhaft, und die Ermittlungen halten das Interesse bis zum Schluss. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.











