Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Dies ist kein Spiel
Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
"This is not a game" - Dies ist kein Spiel, genau wie der Originaltitel es sagt. Doch für Mimis (Rosemary) Enkelin Addie, die Gameentwicklerin ist, ist es genau das. Nur in echt. Als sie ihre Grossmutter zu einer Party zu einer Nachbarin - amerikanische Nachbars-Abstände nicht mitteleuropäische - begleitet und dort Gastgeberin Jane tot aufgefunden wird, wird ihnen schnell klar, dass die Einladungsnotiz nicht von Jane sein kann.
In dieser Notiz geht es um ein Geheimnis, dass Mimi bewahrt. Sie geht davon aus, dass auch alle anderen Gäste erpresst werden und eine solche Notiz erhalten haben. Mimi und Addie versuchen dem ganzen Rätsel auf die Spur zu kommen. Kontakt zur Aussenwelt gibt es keinen, da der Schneesturm am Lake Hurron auf Mackinac Island so stark war, dass niemand zu ihnen gelangen kann. Das Haus, eher eine moderne Burg, hat eine Schmugglervergangenheit und verfügt über etliche Geheimgänge und - zimmer, die die beiden aufspüren wollen.
Addie ist dabei in ihrem Element und während sie Rätsel um Rätsel löst, blüht sie nicht nur auf, sondern löst sich auch immer mehr von ihrem Ex-Partner Brian, gegen den sie gerichtlich angehen will, weil er sie mit der gemeinsamen Firma betrogen hat.
Die Grundidee fand ich nicht schlecht, aber mit dem Cast konnte ich nichts anfangen: weder konnten mich Mimi und Addie überzeugen, noch die restlichen Gäste und auch nicht das Hauspersonal. Ausnahmslos alle waren verdächtig und ausnahmslos alle fand ich leider unsympathisch.
Das macht es natürlich schwer, dann auch die Geschichte gut zu finden. Einige Ermittlungserkenntnisse fand ich nicht sehr logisch. Aber das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich zwar sehr gerne mit rätsle, wer in Krimis die Täter sind, aber mich weder Play Station reizen noch Escape-Rooms cool finde. Hier aber ging es eben um solche Ideen ("Wie komm ich aus diesem Zimmer raus?") und ich hatte ständig das Gefühl, dass sie gleich, wenn sie ein weitere Geheimnis der Gäste herausfinden, von irgendwoher Bonuspunkte bekommen. Dass ich eher vor einem Bildschirm sitze und das Spiel verfolge, als einen Krimi zu lesen. Von daher kann man immerhin sagen, dass der Schreibstil von Kelly Mullen sehr bildlich ist und man sich gut einfühlen kann in die Szenerie. Vielleicht ist es eher ein Krimi für Menschen, die gerne Computerspiele spielen.
Fazit: Zwar humorvoll und sehr ideenreich geschrieben, mir war es ein aber zu viel an unsympathischen Charakteren und generell zu vielen Personen (zwei oder drei weniger hätten für mich besser funktioniert), ein zu spezielles Setting (Schneesturm plus abgelegener Ort), und zu viel Game-Stuff.
3 Sterne.
Rezensionen von Ele:
Die verschüttete Stadt am Vesuv
Pompejis letzter Sommer von Gabriel Zuchtriegel
Pompejis letzter Sommer – Als die Götter die Welt verließen von Gabriel Zuchtriegel, Ullstein EBook.
Eine völlig neue Perspektive auf Pompeji
79 n.Chr. bricht der Vesuv aus und Pompeji trifft der pyroklastische Strom, sodass das Leben in der Stadt erstarrt. Als die Grabungen beginnen, die bis in die heutige Zeit andauern kommen immer mehr Einblicke zutage, die zeigen, dass die Zeit beim Ausbruch hier einfach stehengeblieben ist.
Entdecke das Leben im alten Pompeji, denn hinter den alten Mauern verbirgt sich eine Welt voller Konflikte und Wandel.
Wie genau der Ausbruch stattfand, auch das hat der Autor, der Direktor des Archäologischen Parks Pompeji ist, sehr anschaulich erzählt.
79. v. Chr. Die alten Götter sind ein wenig aus der Mode gekommen, obwohl die Römer immer tolerant gegenüber Andersgläubigen waren. Das Christentum steckt in den Kinderschuhen und hat sich noch nicht etabliert, von dieser Zeit des Umbruchs weiß Zuchtriegel interessant zu erzählen.
Das Leben wie es vermutlich zu dieser Zeit stattgefunden hat, ist hier deutlich und nachvollziehbar erklärt, obwohl ich hier keine klassischen Spannungsmomente erwartet habe, liest sich das Buch in manchen Abschnitten eher wie ein Krimi. Kinderzeichnungen die Szenen aus der Arena darstellen, das Leben des Sklaven, die ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, die Stellung der Frauen zu jener Zeit. All das wurde mir verblüffend anschaulich nahegebracht.
Die Megalographien im Haus des Thiasos, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist, sind hier sehr ausführlich erklärt und interpretiert, griechische Mythologie über viele Seiten hinweg, das war mir zu viel, hier hat der Autor sehr weit ausgeholt, er studierte in Berlin und Rom Archäologie und griechische Literaturgeschichte, das wird an dieser Stelle deutlich.
Das Buch besteht aus sechs Teilen untergliedert in diverse Kapitel die eine den Inhalt zusammenfassende Überschrift tragen. Durch die bildhafte Erzählweise des Autors entsteht beim Lesen eine Welt, die Stück für Stück langsam wieder an die Oberfläche kommt. Der Bildteil im Anschluss vertieft die Erklärungen, die durch den visualisierenden Erzählstil in meinem Kopf entstanden sind. Die Bilder hätte ich mir an den passenden Stellen im Ebook gewünscht. Beschämende Zoten die an die Wände des Lupanars (Bordell) geschrieben stehen, sind mit * gekennzeichnet, diese und andere brisante Stellen im Buch können somit ausgelassen werden.
Mit dem Autor bin ich gerne durch die Ruinen gewandert. Durch die Ausgrabungen, sind diese Artefakte, dem Verfall ausgesetzt. Es wird aktuell nur so viel freigelegt wie auch konserviert werden kann, das war zu Beginn der Ausgrabungen leider nicht so. Nur 7 % sind bisher überdacht. Die Kosten sind enorm hoch, Pompeji ist ein interessanter Ort, der noch voller Überraschungen steckt. Wer sich dafür interessiert, hat hier ein Buch in dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser alten Stadt von allen Seiten beleuchtet wird.
Von mir 4 Sterne.
Rezensionen von Lisa:
Tolles Lesevergnügen für gemütliche Stunde !
Bussi Bussi - Kein Kind von Traurigkeit von Laura Roth
Das Cover des Buches ist sofort aufgefallen. Echt super cool. Das Buch hat mich sofort gepackt, ohne einen Funken Langeweile. Die Protagonistin Carmen, wirklich kein Kind von Traurigkeit, erkennt mit Mitte 40 im Leben nicht angekommen zu sein. Gefühle hält sie auf Distanz. Sie hatte gelernt sich einen Schutzwall aufzubauen.
Der Erfolg ihrer Agentur "the Verve" ist ihr absolut wichtig. Ebenso ihr Aussehen und Anziehung auf Männer für schnelle sexuelle Abenteuer. Carmen hatte gelernt mit gebrochenem Herzen zu Leben. Mit viel Gefühl, Humor und schonungsloser Ehrlichkeit erlebt sie Heilung. Das Buch ist ein sexy Liebesroman mit Tiefgang. Ich freue mich jetzt die Geschichte ihrer Freundinnen Marina und Eva zu lesen. Hab mir grad die Bücher besorgt :-) Klare Leseempfehlung für das Buch von Laura Roth
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Es geht weiter – zum Glück !
Das mutige Mädchen von Lotte Römer
Lotte Römers Reihe die Töchter aus Innsbruck startete mit dem Teil „das verstoßene Mädchen“ und hat ganz tiefe Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Wundervoll war die Geschichte um die tapfere Fannerl und so war ich sehr, sehr neugierig auf den zweiten Teil „das mutige Mädchen“.
Dieses Mal geht es um die jüngere Schwester von Fannerl, um Elsa.
Sie liebt es, Kleider zu kreieren und zu nähen und hat eine große Begabung dafür. Als sie ganz unverhofft dazu kommt, eine Schneiderei zu übernehmen, wähnt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch Probleme mit dem Geschäft und dann zusätzlich auch mit der Liebe, lassen Elsa verzweifeln.
Ich bin in dieses Buch genauso gut gestartet, wie beim ersten Teil, was ganz sicher an dem tollen Schreibstil von Lotte Römer liegt. Sie versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen, so eine wundervolle Bindung zwischen Leser*in und den Charakteren herzustellen und schon ist man im Sog der Geschichte gefangen.
Seite um Seite habe ich mit Elsa gebangt, gehofft, mich gefreut und auch ihre Verzweiflung gespürt und am Ende sogar ein paar Tränchen verdrückt, so sehr haben mich die Emotionen mitgerissen.
Dieses Buch steht dem ersten Band in Nichts nach, im Gegenteil ich finde, die Geschichte und auch deren Figuren wachsen von Band zu Band, was mir unheimlich gut gefällt.
Unheimlich toll ist auch, dass man merkt, Lotte Römer hat sich sehr mit der Geschichte und der Zeit in der der Roman spielt, beschäftigt und vermittelt Örtlichkeiten und Geschichtliches perfekt – ich kenne Innsbruck nicht, habe beim Lesen aber immer alle Situationen bildhaft vor mir gehabt.
Ein riesiges Dankeschön an die Autorin, die hier ein weiteres Buch geschaffen hat, dass sich in meinem Herzen festgesetzt hat und natürlich eine klare und absolute Empfehlung für dieses wundervolle Werk !
Rezensionen von Eternal-Hope:
Über tiefen Schlaf und eine augenöffnende Rolle
In deinem Schlaf von Ekaterine Togonidze
Manche Bücher sind in ihrer Einzigartigkeit ganz besonders, weil man so ein ähnliches Buch noch nie gelesen hat. Das kann sich auf die Inhalte genauso beziehen wie auf die Erzählweise. „In deinem Schlaf“ von Ekaterine Togonidze ist so ein Buch. Es stellt uns eine Welt vor, die mitteleuropäischen Leserinnen und Lesern in vielem fremd vorkommen wird: nicht nur handelt das Buch von Menschen im modernen Georgien, das sowieso schon für viele Deutschsprachige ein eher weißer Fleck auf der Landschaft ist.
Auch geht es um Themen, die wenig im Scheinwerfer der mitteleuropäischen Berichterstattung stehen: eine geschickte Verwebung der persönlichen und transgenerationalen Traumatisierungen als Folge des Abchasienkriegs in den 1990ern mit einem Familiendrama in der heutigen Zeit, bei dem ein Mädchen nach einem Schock des Allein-Gelassen-Werdens während eines Erdbebens in einen tiefen koma-ähnlichen Schlaf fällt.
Für dieses medizinische Phänomen gibt es einen Namen: es handelt sich um das Resignationssyndrom und es tritt hauptsächlich bei Flüchtlingskindern auf, deren Aufenthaltsstatus ungeklärt ist und die sich psychisch so tief verunsichert fühlen, dass sie unbewusst aus dieser gefährlichen Welt flüchten wollen, sodass ihr Bewusstsein sich auf unbestimmte Zeit verabschiedet.
Nia Kandelaki ist eine junge georgische Schauspielerin Anfang 30, verheiratet mit Demna, den sie eigentlich sehr liebt und der als Kind in den 1990ern mit einer Verwandten aus Abchasien in einen anderen Teil Georgiens flüchten musste. Vordergründig scheint Demna mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen, ist ein liebevoller Ehemann und Vater, geduldig und großzügig. Doch, für Nia als Mutter absolut unbegreiflich und unverzeihlich, hat er ausgerechnet, als es wirklich darauf angekommen wäre, als Vater in ihren Augen komplett versagt: als ein Erdbeben die Stadt erschütterte, ist er einfach davongelaufen und hat seine Tochter Gabriela alleine in der bebenden Wohnung zurückgelassen. Diese wurde körperlich zum Glück nicht verletzt, ist aber aufgrund des Resignationssyndroms nach dem Schock des Allein-Gelassen-Werdens in einen tiefen Schlaf verfallen, aus dem sie seit einem halben Jahr nicht aufgewacht ist.
Nia hat Demna wütend aus der Wohnung geworfen, hält die schlafende Tochter von ihm fern und will sich von ihm trennen. Selbst kümmert sie sich aufopferungsvoll – teilweise mit Unterstützung einer Pflegerin und ihrer Mutter für die Zeit, wenn sie selbst arbeiten muss –
Tag und Nacht um die Pflege der bewusstlosen Gabriela, während sie gleichzeitig versucht, den Lebensunterhalt der Familie zu sichern und für Rollen in ihrem Beruf als Schauspielerin vorsprechen geht. Da wird ihr überraschend tatsächlich eine wichtige Hauptrolle angeboten: die der Anna, einer jungen abchasischen Flüchtlingsfrau in den 1990ern, die aus eben dem Krieg flieht, aus dem auch Nias Mann Demna als Kind geflohen ist, worüber sie aber nie miteinander gesprochen haben.
Über weite Teile des Buches wechselt die Geschichte zwischen den zwei scheinbar unverbundenen Settings, die doch in der Tiefe so viel miteinander zu tun haben, was sich immer mehr zeigt: einerseits Nia in ihrer Rolle als Mutter, die sich um die schlafende Gabi kümmert. Andererseits Nia in ihrer Rolle als Schauspielerin, die die flüchtende und vom Krieg gezeichnete Anna spielt, und in dem sehr authentischen Filmsetting unter physischen und emotionalen Belastungen ein wachsendes Verständnis dafür entwickelt, was es bedeuten kann, alles zurücklassen und verzweifelt unter Lebensgefahr über die eisigen Berge flüchten zu müssen.
Wie wird sich diese Entwicklung Nias auf das Verhältnis auf ihre eigene Persönlichkeit, aber auch auf das Verhältnis zu ihrer Familie auswirken? Wie geht es mit ihrer Ehe weiter? Was liegt hinter Demnas scheinbar rätselhaftem, so rücksichtslos wirkendem Verhalten während des Erdbebens? Und gibt es Hoffnung für die kleine Gabriela, jemals wieder aus ihrem komatösen Zustand zu erwachen?
Mit all diesen Fragen und noch vielen weiteren beschäftigt sich dieses Buch. Wir lesen es aus Nias Perspektive und sind ganz nah an ihrer Wahrnehmung dran. Nia ist eine sehr fleißige, engagierte Frau, eine besorgte, aufopferungsvolle Mutter und tüchtige Schauspielerin. Besonders empathisch und mitfühlend ist sie erst einmal nicht, doch macht sie im Laufe des Buches durchaus eine interessante Entwicklung durch.
Insgesamt ist es ein spannendes Psychogramm einer jungen Frau, die in vielem kulturell sicherlich ganz anders geprägt ist, als wir es aus Mitteleuropa kennen, und noch viel mehr als das: ein Buch, das nachdenklich macht und aufrüttelt in Bezug auf die Wunden, die durch Kriege und die damit verbundenen Traumatisierungen auch in diesem Moment so vielen Menschen zugefügt werden und die noch jahrzehntelang Auswirkungen nicht nur auf diese Menschen selbst, sondern durch das Phänomen der transgenerationalen Traumatisierung und familiären Weitergabe von destruktiven Mustern auch auf ihre Nachfahren haben.
Das Buch liest sich unglaublich spannend und hat auf mich einen richtigen Sog ausgeübt beim Lesen: atemlos habe ich die Geschichte immer weiterverfolgt und beide Erzählstränge – sowohl der rund um die schlafende Gabi als auch das sehr anschaulich geschilderte Filmsetting am inszenierten Kriegsschauplatz – haben mich überzeugt, fasziniert und gefesselt. Auch sprachlich ist das Buch besonders: in einer Dichte und Eindringlichkeit geschrieben, die ihresgleichen sucht.
Hier Sprachbeispiele aus beiden Abschnitten:
Nia als aufopferungsvolle Mutter und ihr innerer und zum Teil auch hörbar verbalisierter Monolog an die schlafende Gabriela:
„Ich spreche heiter, so heiter ich kann. Diese Rolle habe ich bekommen – die Rolle meines Lebens – und ich spiele sie. Aber ich habe immer Angst, ich habe Angst vor jedem vergangenen Tag, denn es sind schon einhundertvierundachtzig Tage, seitdem du schläfst, du bewegst dich nicht und wirst immer schlaffer. Dein Körper ist erschlafft, Muskeln – kraftlos, Reflexreaktionen – abgebaut. Gabriela, bitte, wach auf“ (S. 8)
Im Vergleich dazu nun eine der vielen Szenen aus dem Filmdreh, bei dem Nia die flüchtende Anna spielt:
„Szene 40. Außenbereich. Tag. Fortsetzung. Vergangenheit.
Annas Nachbarhaus bei Sochumi.
Das Haus steht lichterloh in Flammen, lodert und bricht in sich zusammen. Dichte Rauchschwaden steigen in den Himmel. Vor dem Haus rollen gepanzerte Fahrzeuge vorbei. Soldaten mit Sturmgewehren sitzen obenauf. Menschen hasten durcheinander, ihre Habseligkeiten auf den Rücken geschnallt. Einige beladen Autos in hektischer Eile. Anna geht mit dem Kind in entgegengesetzter Richtung der Panzer. Sie nähert sich einem Auto, spricht mit dem Fahrer und steigt ein.“ (S. 159)
Ekaterina Togonidze ist definitiv ein Ausnahmetalent als Schriftstellerin und ich werde sehr gerne demnächst weitere Bücher von ihr lesen. Für mich ist das Buch eines der absoluten Lesehighlights dieses Jahres! Nebenbei habe ich auch so viel über Georgien, den Abchasien-Konflikt, das Resignationssyndrom, transgenerationale Traumatisierung, aber auch darüber, wie Filme gemacht werden können (und auch, wie sie vielleicht nicht gemacht werden sollten) gelernt.
Danke an den Septime-Verlag dafür, diese Autorin auf Deutsch übersetzt und das Buch somit auch deutschsprachigen Leserinnen und Lesern zugänglich gemacht zu haben. Leseempfehlung für alle, die ein ganz besonderes, spezielles, einzigartiges Buch lesen möchten!
Rezensionen von MariasBooks:
Tolles Buch!
Novel Haven - Match of Fate von Anabelle Stehl
Fake Dating meets Pro Gaming
Zum Buch
Match of Fate ist der 2. Teil der Novel Haven Trilogie aus der Feder von Anabelle Stehl. Das Buch ist im LYX Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe bereits den vorherigen Teil der Reihe gelesen und mir hatte dieser sehr gut gefallen, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Gestaltung
Das Buch ist ganz im Stil der Reihe mit einem gespaltenen Cover gestaltet, auf denen sich Illustrationen der Protas wiederfinden.
Das Buch ist aus der Sicht von den beiden Protas geschrieben udn wird entsprechend entweder mit einem angepassten Taylor Swift Zitat oder einem Gaming Zitat eingeläutet.
Charactere
Die Character an sich waren nett. Sie haben ihre Geschichte, ihre Vergangenheit und ihre Ziele. Aber irgenwie wirkten sich dennoch wie 0815 New Adult Romance Charactere. Man merkt, dass sie einfach nett und relateable sein sollen und dass nimmt ihnen etwas an Kanten. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.
Was mir besonders gut gefallen hat, war der ruhige Schreibstil der Autorin. Er ist perfekt als gemütliches Buch zwischendruch zum Kopf ausschalten. Zudem fand ich es toll, dass in der Reihe das Thema Gaming in seinen Verschiedenen Facetten aufgegriffen und mit seinen guten und schlechten Seiten dargestellt wird. Und es gab keinen third act breakup, das paar hat kommuniziert und sich ihren Problemen gleich gemeinsam gestellt.
Was mir weniger gut gefallen hat, war wie schnell und unkompliziert ihre Probleme gelöst wurden. Aus Spoilergründen kann ich jetzt nicht ins Detail gehen, aber es gibt einfach Dinge, selbst mit ihrem ausgeklügelten Plan, dass diese nicht einfach so ohne Folgen bleiben. Zudem wird am Anfang des Buches immer wieder erklärt, wie schnell sie das Sponsoring verlieren könnten und dann hauen sie ein einfach eine Sache nach der nächsten Raus. Das war dann auf die Dauer dann doch etwas zu viel des Guten.
Nichtsdestotrotz ist das Buch genau das, was ich erwartet und erhofft habe, weshalb es auch die 5 Sterne gibt. Ich hatte Spaß beim Lesen und habe die Zeit genossen, was für mich in dem Falle die unrealistischen Dinge aufhebt.Das Buch ist ein New Adult Romance Buch und man bekommt genau das. Wer genau das möchte, wird mit diesem Buch Freude haben.
Rezensionen von Shilo:
Eine Regency Romance mit Ecken, Charme und Herz
Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady Beatrice von Freda MacBride
Ich habe diesen Roman gern gelesen, auch wenn er für mich nicht in jedem Moment die Leichtigkeit entfalten konnte, die ich mir von einer Geschichte aus der Regency-Zeit wünsche. Die Erzählung um Lady Beatrice, die nach einem Unfall eine Narbe im Gesicht trägt und längst nicht mehr an Liebe glaubt, hat mich berührt.
Gerade weil sie sich in einer Welt behaupten muss, die von Äußerlichkeiten und gesellschaftlichen Erwartungen bestimmt ist, mochte ich sie als Figur sehr.
Der Beginn war für meinen Geschmack etwas ruhig, doch nach und nach findet die Geschichte ihren eigenen Rhythmus. Sobald Beatrice auf Francis trifft, entsteht eine lebendige Dynamik, die dem Roman spürbar guttut. Ihre Wortwechsel, die kleinen Gesten und das vorsichtige Annähern wirken natürlich und charmant. Ich mochte, wie er sie mit Geduld und feinem Humor aus ihrer Zurückhaltung lockt. Dabei spürt man, dass hinter der leichten Oberfläche mehr steckt als nur Romantik.
Freda MacBride versteht es, die Atmosphäre der Regency-Zeit einzufangen, mit all ihren Regeln, Zwängen und feinen gesellschaftlichen Spannungen. Besonders die stillen Beobachtungen über das Urteil der Gesellschaft und die Bedeutung des äußeren Scheins fand ich sehr gelungen. In manchen Momenten wird spürbar, wie einsam es ist, immer nur die Beobachterin zu sein.
Manches wirkte auf mich etwas modern oder zu glatt formuliert, doch das hat mein Lesevergnügen kaum gemindert. Auch wenn ich mir an einzelnen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, überwiegt der positive Eindruck. Gegen Ende fügt sich alles zu einer runden, freundlichen Geschichte, die auf leise Weise zu Herzen geht.
Zurück bleibt das Gefühl, eine unterhaltsame und liebevoll erzählte Regency-Romance gelesen zu haben, die vielleicht nicht in allen Punkten glänzt, aber mit offenem Herzen geschrieben ist. So wie ihre Heldin selbst. 4 Sterne und eine Empfehlung für alle, die romantische Geschichten mit Charme mögen.
Rezensionen von Goejos:
Bücher
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
In Leipzig treffen sich in den 30iger Jahren vier Freunde, Felix, Vadim, Julius und Eddie, regelmäßig in einem Antiquariat. Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft und beginnen seltene Bücher zu stehlen und zu verkaufen. Sie nennen sich "Club Casaubon". Nötig hätten sie es nicht, sie stammen aus guten Häusern.
Gefährlich wird es, als sie immer größeres Risiko eingehen. Dann kommt auch noch ein Mädchen hinzu, Eva. 1945, nach dem Krieg, kommt Felix zurück nach Leipzig. Er ist inzwischen Amerikaner und soll als Bibliothekar geraubte Bücher katalogisieren. Leipzig ist zerbombt und der Rest des Clubs ist verschollen. Auch droht die Übernahme der Stadt durch die Russen, also muss er schnell handeln. er macht sich auf die Spur seiner Ex-Kameraden und sucht auch nach Eva. Das Buch wechselt in die 30iger Jahre zurück und dann wieder nach Kriegsende. Es erzählt von Liebe, Loyalität, Hass und Schuldgefühlen aus einer bewegten Zeit. Dem Autor gelingt es, all das in die spannende Handlung zu verpacken und den Leser in diese Zeit hinein mitzunehmen. Grandioses Buch.
Rezensionen von goejos:
Bücher
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
In Leipzig treffen sich in den 30iger Jahren vier Freunde, Felix, Vadim, Julius und Eddie, regelmäßig in einem Antiquariat. Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft und beginnen seltene Bücher zu stehlen und zu verkaufen. Sie nennen sich "Club Casaubon". Nötig hätten sie es nicht, sie stammen aus guten Häusern.
Gefährlich wird es, als sie immer größeres Risiko eingehen. Dann kommt auch noch ein Mädchen hinzu, Eva. 1945, nach dem Krieg, kommt Felix zurück nach Leipzig. Er ist inzwischen Amerikaner und soll als Bibliothekar geraubte Bücher katalogisieren. Leipzig ist zerbombt und der Rest des Clubs ist verschollen. Auch droht die Übernahme der Stadt durch die Russen, also muss er schnell handeln. er macht sich auf die Spur seiner Ex-Kameraden und sucht auch nach Eva. Das Buch wechselt in die 30iger Jahre zurück und dann wieder nach Kriegsende. Es erzählt von Liebe, Loyalität, Hass und Schuldgefühlen aus einer bewegten Zeit. Dem Autor gelingt es, all das in die spannende Handlung zu verpacken und den Leser in diese Zeit hinein mitzunehmen. Grandioses Buch.
Rezensionen von Goejos:
Bücher
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
In Leipzig treffen sich in den 30iger Jahren vier Freunde, Felix, Vadim, Julius und Eddie, regelmäßig in einem Antiquariat. Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft und beginnen seltene Bücher zu stehlen und zu verkaufen. Sie nennen sich "Club Casaubon". Nötig hätten sie es nicht, sie stammen aus guten Häusern.
Gefährlich wird es, als sie immer größeres Risiko eingehen. Dann kommt auch noch ein Mädchen hinzu, Eva. 1945, nach dem Krieg, kommt Felix zurück nach Leipzig. Er ist inzwischen Amerikaner und soll als Bibliothekar geraubte Bücher katalogisieren. Leipzig ist zerbombt und der Rest des Clubs ist verschollen. Auch droht die Übernahme der Stadt durch die Russen, also muss er schnell handeln. er macht sich auf die Spur seiner Ex-Kameraden und sucht auch nach Eva. Das Buch wechselt in die 30iger Jahre zurück und dann wieder nach Kriegsende. Es erzählt von Liebe, Loyalität, Hass und Schuldgefühlen aus einer bewegten Zeit. Dem Autor gelingt es, all das in die spannende Handlung zu verpacken und den Leser in diese Zeit hinein mitzunehmen. Grandioses Buch.









