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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Anders als erwartet

Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle von Paul Richardot

„Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle“ ist das Debüt des französischen Autors Paul Richardot.

Die Firma Fragrancia ist von Geheimnissen umgeben. Dort werden Düfte auf eine bisher einzigartige Weise genutzt. Durch VMS - der volatilen memoriellen Substanz - können Kunden der Firma eine Duftreise in ihre Vergangenheit machen.

Diese kann aber auch genutzt werden, um Verbrechen aufzuklären. Das alles unterliegt aber strengster Geheimhaltung und es darf nichts nach außen dringen. Der 24-jährige, äußerst begabte Aromaspezialist Hélias bekommt durch seinen Ausbilder - den Olfakteur Alain - die Möglichkeit in der Zentrale eine Ausbildung zu machen.

Ursprünglich hatte ich einen Thriller erwartet, da das Buch als Thriller-Debüt des Autors beworben wird. Wer hier nervenzerreißende Spannung erwartet, wird enttäuscht werden.
Zunächst nimmt sich Paul Richardot viel Zeit seine Charaktere einzuführen.
Hélias ist ein zurückhaltender junger Mann, der die Gabe hat Düfte zu erkennen und zu erstellen und davon träumt ein Olfaktor zu werden. Als sich ihm diese Möglichkeit in der Zentrale von Fragrancia zeigt er vollen Einsatz.
Um das eigentliche Kerngeschäft der Firma bleibt es durchgehend geheimnisvoll. Genauso erging es mir mit einigen Charakteren.
Sehr detailliert werden die Düfte und Aromen geschildert, so dass ich das Gefühl hatte die Gerüche beim Lesen wahrnehmen zu können. Da hat man wirklich gemerkt, dass der Autor vom Fach ist.
Spannung kam eigentlich erst in der zweiten Hälfte auf, wobei ich die Handlung zuvor auch durchaus interessant fand, nur war es eben kein Thriller. Auch der eingewobene Kriminalfall ging zu Beginn durch die vielen Details ein wenig unter.

Mich hat das Buch gut unterhalten und die Welt der Düfte hat mich fasziniert. Ich habe gespannt die Entwicklung von Hélias und die Geheimnisse um Fragrancia verfolgt. Das Ende ist stimmig, aber es bleiben auch Fragen offen, die durchaus in einer Fortsetzung - die ich gerne lesen würde - geklärt werden könnten.

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Rezensionen von Tara:

Anders als erwartet

Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle von Paul Richardot

„Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle“ ist das Debüt des französischen Autors Paul Richardot.
Die Firma Fragrancia ist von Geheimnissen umgeben. Dort werden Düfte auf eine bisher einzigartige Weise genutzt. Durch VMS - der volatilen memoriellen Substanz - können Kunden der Firma eine Duftreise in ihre Vergangenheit machen.

Diese kann aber auch genutzt werden, um Verbrechen aufzuklären. Das alles unterliegt aber strengster Geheimhaltung und es darf nichts nach außen dringen. Der 24-jährige, äußerst begabte Aromaspezialist Hélias bekommt durch seinen Ausbilder - den Olfakteur Alain - die Möglichkeit in der Zentrale eine Ausbildung zu machen.
Ursprünglich hatte ich einen Thriller erwartet, da das Buch als Thriller-Debüt des Autors beworben wird. Wer hier nervenzerreißende Spannung erwartet, wird enttäuscht werden.
Zunächst nimmt sich Paul Richardot viel Zeit seine Charaktere einzuführen.
Hélias ist ein zurückhaltender junger Mann, der die Gabe hat Düfte zu erkennen und zu erstellen und davon träumt ein Olfaktor zu werden. Als sich ihm diese Möglichkeit in der Zentrale von Fragrancia zeigt er vollen Einsatz.
Um das eigentliche Kerngeschäft der Firma bleibt es durchgehend geheimnisvoll. Genauso erging es mir mit einigen Charakteren.
Sehr detailliert werden die Düfte und Aromen geschildert, so dass ich das Gefühl hatte die Gerüche beim Lesen wahrnehmen zu können. Da hat man wirklich gemerkt, dass der Autor vom Fach ist.
Spannung kam eigentlich erst in der zweiten Hälfte auf, wobei ich die Handlung zuvor auch durchaus interessant fand, nur war es eben kein Thriller. Auch der eingewobene Kriminalfall ging zu Beginn durch die vielen Details ein wenig unter.
Mich hat das Buch gut unterhalten und die Welt der Düfte hat mich fasziniert. Ich habe gespannt die Entwicklung von Hélias und die Geheimnisse um Fragrancia verfolgt. Das Ende ist stimmig, aber es bleiben auch Fragen offen, die durchaus in einer Fortsetzung - die ich gerne lesen würde - geklärt werden könnten.

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Rezensionen von Petra:

Buchsuche

Die geheime Weihnachtsbibliothek von Jenny Colgan

Mirren langweilt sich in ihrem Beruf, auch ihr Privatleben ist ereignislos. Vor einem Jahr war es spannender. Sie hat ein seltenes Buch gefunden und war dadurch für kurze Zeit ein Star. Nun soll sie wieder ein Buch finden, obwohl sie dafür keine Ausbildung hat, aber eine sehr große Liebe zu Büchern.

In einem altem Schloss in Schottland soll ein wertvolles Buch versteckt sein, der Verkauf würde dem Besitzer helfen dieses Schloss zu renovieren und ihm seinen alten Glanz zurück zu geben. Zusammen mit Theo suchen alle drei im kalten Schloss nach einem einzigen Buch unter Tausenden. Wenn es nicht so kalt wäre, wäre es romantisch und da Weihnachten vor der Tür steht wunderschön. Aber es sind zuviele Bücher der alte Herr war ein exzentrischer Sammler.
Für mich klingt die Geschichte nach paradiesischen Zuständen, aber wie immer gibt es eine Schlange. Das sind in diesem Fall die Anziehungskräfte zwischen Mirren und den Männern, welcher ist der Richtige?
Wie immer von dieser Autorin, sind die Bücher in ihrer Gesamtheit wie ein wichtiger Protagonist, die Menschen wirken ziemlich klein daneben. Es ist eine liebenswerte Geschichte vor allem weil auch die Emotionen nicht zu kurz kommen. Unterschiedliche Lebenstile machen die Sache spannend, dazu der Gedanke eingeschneit an Weihnachten zu sein, das macht etwas beim Lesen. So warm und gemütlich, mit einem Tee dazu dieses Buch da wird meine Welt trotz Stress etwas entschleunigt und ich verabschiede mich nach Schottland.

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Rezensionen von Lilli33:

Mir fehlte es an Spannung

Schwelbrand von Katrine Engberg

Mir fehlte es an Spannung

„Schwelbrand“ ist bereits der 3. Band der Reihe um die Ex-Polizistin Liv Jensen, die in Kopenhagen eher unfreiwillig eine Privatdetektei betreibt. Man kann das Buch aber problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.

Als Liv den Anruf eines neuen Klienten annimmt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sie selbst in den folgenden Kriminalfall verwickelt sein wird.

Denn schnell wird sich herausstellen, dass der aktuelle Mord mit einem vierzig Jahre zurückliegenden Verbrechen in der Freistadt Christiania zusammenhängt, in dem Livs geliebter und verehrter Großvater eine (womöglich unrühmliche) Rolle spielte.

Katrine Engberg führt die Lesenden anhand zweier Haupthandlungsstränge, die in der Gegenwart und vor vierzig Jahren spielen, Stück für Stück zur Auflösung des heutigen und des damaligen Falls. Daneben runden Handlungen um das Privatleben von Liv bzw. ihren Nachbarn die Geschichte ab.

Zwar weist die Story einige spannende Elemente auf und die Komplexität mit vielen verschiedenen Figuren und Handlungsfäden fordert aufmerksames Lesen, was mich normalerweise tief in eine Geschichte hineinzieht, doch hier war das leider nicht so. Ich hatte keine Probleme damit, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen; ich musste nicht dringend wissen, wie es weitergeht. Aber ich musste mich auch nicht zum Weiterlesen zwingen, sondern habe das trotz allem gerne gemacht. Neben den spannenden Szenen gibt es doch etliche ruhige Passagen, die ich als eher langatmig und überflüssig empfand. Hier hätte man einiges kürzen bzw. ganz weglassen können.

Die Reihe:
1. Glutspur
2. Aschezeichen
3. Schwelbrand

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Rezensionen von peedee:

Disziplin ist alles

Kampfgeist von Marie Lang

Manche Teenager wollen Lehrer oder Tierärztin werden, Marie jedoch Weltmeisterin im Kickboxen! Marie Lang erzählt von ihren Anfängen im Kampfsport und wie es ihr bis an die Spitze gelang. War der Weg einfach? Nein, bestimmt nicht. Mit eiserner Disziplin geht sie ihrem Sport nach und trotz aller Erfolge wird sie von Unsicherheit und Ängsten geplagt.

Ohne Support ihres Freundes und ihrer Familie hätte sie es nicht geschafft. Aufgeschrieben mit Unterstützung von Maximilian Reich.

Erster Eindruck: Eine taffe junge Frau auf dem Cover in einer Kampfpose – gefällt mir.

Warum habe ich zu diesem Buch gegriffen? Ich hatte bisher keine Berührungspunkte mit Kickboxen oder Kampfsport jeglicher Art. Aber ich interessiere mich für Menschen und ihre Geschichten. Daher war ich sehr auf das vorliegende Buch gespannt.

Es hat mich amüsiert, als sie vom ersten Training erzählte, denn sie meinte, dass sie fix und fertig war und am nächsten Morgen mit dem schlimmsten Muskelkater ihres Lebens aufwachte. Sie konnte nicht mal schmerzfrei die Zähne putzen oder die Haare zu einem Pferdeschwanz zu binden. „Aber hey: Ich fand es grossartig!“
Im Buch gibt es immer wieder Abschnitte mit „Lesson learned“, wo z.B. erklärt wird, dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte. Es hat mich im ersten Moment überrascht, dass das für sie ein Thema war. Aber zugleich war es auch nichts als logisch, denn Marie ist einfach ein Mensch mit Stärken (das zeigen die zig Weltmeistertitel), aber eben auch Schwächen. Und sie sich da zuweilen auch klein macht.
Sie erwähnt die Redewendung „Die Magie geschieht ausserhalb der Komfortzone“: Das kann ich mir gut vorstellen, aber das Kickboxen ist nicht einfach nur weit ausserhalb meiner Komfortzone – es ist sozusagen bereits in einer anderen Galaxie! Wenn ich lese, wie die Wettkampfvorbereitungen in puncto Essen und Trinken sind, wird mir schier ganz anders: nur gedünstetes Hühnchen mit Brokkoli und nur eine gewisse Menge Wasser nach einem Training… So etwas ist nur mit eiserner Disziplin durchzustehen – und das hat Marie!

„Nach fünf Runden konnten sie ihre Schläge immer noch mit einer Härte abfeuern, als würde man eine Bratpfanne ins Gesicht gezimmert kriegen, während ich bloss noch in der Lage war, Wattepads zu schmeissen.“

Auch wenn sie mehrfache Weltmeisterin geworden ist, war sie nicht frei von Selbstzweifeln. Und sie war auch nicht einfach plötzlich glücklich oder fühlte sich völlig anders, als sie die Titel einheimste. Denn der Stress, das Sich-Beweisen-Müssen, nahm zu. Vielen Dank für die Einblicke in ihr Leben und in eine für mich völlig fremde Sportart – 4 Sterne.

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Rezensionen von Natalie:

Absolut gelungen

Dann ruhest auch du von Sandra Åslund

Maya Topelius bekommt es diesmal mit einem Fall zu tun, der persönlicher wird, als sie je gedacht hätte. Ihr Kollege Pär und sie ermitteln in einem professionell durchgeführten Mord an einer Journalistin im Städtchen Kalmar. Doch es soll nicht der einzige Mord bleiben und die Verbindung zu Rechtsextremisten wirft seine Schatten voraus…

Die Krimi-Reihe rund um Maya besticht für mich mit mehreren Faktoren.

Einerseits schafft die Autorin ein tolles Setting. Die schwedische Landschaft wird gekonnt in den jeweiligen Fall mit einbezogen und man wähnt sich beim Lesen in Schweden. Außerdem mag ich Maya als Hauptcharakter sehr. Sie kommt authentisch und vor allem auch menschlich rüber, hat ihre Eigenheiten, gleichzeitig aber das Herz am rechten Fleck. Auch ihre drei Jugendfreundinnen bereichern jeden Band. Die weiteren Protagonisten werden ebenfalls tiefgründig gezeichnet und passen für mich immer total zu dem jeweiligen Fall. Mit diesem Mix schafft die Autorin aus meiner Sicht einen absolut gelungenen Krimi, den ich (wie die Reihe gesamt) nur weiterempfehlen kann.

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Rezensionen von begine:

Ergreifend

Lebensbande von Mechtild Borrmann



Mechtild Borrmann konnte mich mit ihren Romanen immer begeistern. Auch der neue Roman,
Lebensbande, zeigt die gewohnte Art.
Obwohl es oft krasse Szenen gab, bin ich durch die Geschichte gerast.
Es gibt zwei Zeitebenen. Es beginnt ab 1933 und dann 1993.

Leo hat bei der Geburt einen kleinen Schaden zurückbehalten.

Er ist zwar etwas langsam und er fängt bei Aufregungen zu stottern an, ist aber sonst gesund.
Aber im Dritten Reich war das schon schwachsinnig. Nora, die Cousine seiner Mutter rettet ihn vor der Deputation, aber sie ist jetzt in Schwierigkeiten. In Danzig erlebt sie das Ende des Krieges.
!993 schreibt sie alles Erlebte auf und will reinen Tisch machen.
Da erfahren wir von ihrer Verschleppung in Russland.
Es ist eine ergreifende Geschichte, die ich gerne weiter empfehle.

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Rezensionen von peedee:

Es läuft selten alles nach Plan

Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik von Molly Blum

Ruby hat Stress: bei der Arbeit bei einem angesagten Londoner Modelabel, dessen Atelier von einer zweiten Cruella-de-Vil geleitet wird. Und mit ihrem Freund, der sich in erster Linie für sich selbst interessiert. Und auch in zweiter und dritter Linie. Als ihre Granny Jubilee sie bittet, in ihrer Stofftierklinik auszuhelfen, zögert Ruby nicht lange und fährt nach Cornwall.

Sie kommt zur Ruhe und beginnt, die Dinge um sie mit anderen Augen zu sehen. Dylan, dem sie bei einem Spaziergang begegnet, trägt auch dazu bei…

Erster Eindruck: Ein ziemlich üppiges Cover, aber bei Weihnachtsgeschichten darf es bei mir auch etwas kitschig-romantisch-übertrieben sein.

Der Anruf von Granny hat Ruby beunruhigt, denn wenn sie um Hilfe bittet, ist schon einiges im Argen: Ihr Mitarbeiter hat die „Cuddle Clinic“ Knall auf Fall verlassen; nun steht Weihnachten bevor und somit sehr viel Arbeit. Jubilee (toller Name!) will keine Kinder enttäuschen. Ruby muss ihr helfen – keine Frage! Ihre Atelierleitung, die eh nie lobende Worte für ihre Arbeit findet, feuert sie! Nun denn, dann soll es halt so sein. Von Seiten ihres Freundes kommt kein Support. Wieder nicht. Wann ist er eigentlich für sie da?
Ruby fand ich sehr sympathisch; ihr Freund hingegen konnte keine Punkte bei mir sammeln. Ich wurde jedoch zum Fan von Jubilee: ein warmherziger, liebevoller Mensch. Aber auch Bertha, ihre beste Freundin und seit ein paar Jahren auch WG-Partnerin, mochte ich sofort: Sie ist eher der Typ „raue Schale, weicher Kern“. Schön, wenn eine Freundschaft Jahrzehnte dauert und die beiden Frauen, nachdem sie ihre Männer verloren hatten, zusammenzogen. Die Stimmung in der Kleinstadt hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die zwei älteren Herren, die sich für die vorgenannten Freundinnen interessieren. Und da wäre ja noch Dylan, der Rubys Weg mehrfach kreuzt. Er hält sich unfreiwilligerweise in Cornwall auf und trägt viel Wut in sich…

Die Geschichte um Weihnachten, Familie, Liebe, Freundschaft und Kreativität hat sich flüssig lesen lassen und erhält von mir 5 Sterne.

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Rezensionen von Desi LK:

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Kerstin unscripted von Judith Leopold; Kerstin Opiela

Dieses Buch hat mich tief berührt und emotional mitgerissen. Die Geschichte von Kerstin ist nicht nur bewegend, sondern auch zutiefst inspirierend. Was ihr widerfahren ist, hat mich zu Tränen gerührt – und gleichzeitig hat mich ihre unglaubliche Stärke beeindruckt. Ihre Fähigkeit, trotz allem weiterzugehen, hat mir großen Respekt abverlangt und mich persönlich sehr zum Nachdenken gebracht.

Besonders hervorheben möchte ich die Stimme und den Schreibstil von Judith, die es geschafft hat, Kerstins Geschichte mit viel Feingefühl und Klarheit zu erzählen. Die sorgfältigen Recherchen und klugen Kommentare haben mir geholfen, die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und mich noch tiefer in die Geschichte einzufühlen.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen – es war unmöglich, es aus der Hand zu legen. Es ist nicht nur eine Geschichte über Schmerz und Überleben, sondern auch über Hoffnung, Mut und die Kraft, sich selbst treu zu bleiben.
Ein absolutes Herzensbuch, das lange nachwirkt.

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Die Katastrophe naht. Aber wie?

Die Assistentin von Caroline Wahl

Charlottes Persönlichkeit ist brüchig, vielleicht hat sie wirklich den Vaterkomplex, den sie an sich vermutet. Sie sucht nach Anerkennung und Lob, besonders von ihrem Chef, einem Verleger, dem man eine narzisstische Persönlichkeit unterstellen möchte. Dessen Forderungen und Willkür und Kränkungen und Übergriffen ordnet sie ihre eigenen Bedürfnisse unter.

Allein in der Großstadt, enttäuscht von der Liebe und ausgehöhlt von der Arbeit als Assistentin des Verlegers, zunehmend dekompensierend, findet sie einen Halt oder eher ein Ventil, die Musik.
Lebensnahe Geschichte, gut erzählt, detaillierte Charaktere, elegante Entwicklung des Labyrinths neurotisch-kollusiver Beziehungen in komplexen Institutionen, aber interessant wird das Buch vor allem durch ein Stilmittel: Immer wieder gestattet die Autorin einen Blick in die Zukunft, deutet aus der Perspektive der begleitenden Erzählerin besorgniserregende Entwicklungen und Katastrophen an, die eintreffen oder auch nicht, regt so Fantasien an und erhöht geschickt die Spannung. Man weiß, es wird sich zuspitzen. Aber wie? Raffiniert. Man leidet mit der Protagonistin, ärgert sich über sie, distanziert sich von ihr, trauert und kämpft mit ihr entlang der vorerst unerfüllten Sehnsucht, endlich gesehen und gehört zu werden. Dann sitzt sie am Meer. Und Bo war auch wieder da.

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