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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alexandra:

Eine starke Fortsetzung rund um Pflicht, Liebe und Selbstfindung

Die Schwanengarde - Astras Herausforderung von Katharina Salbaum

Ich konnte es kaum erwarten, endlich den zweiten Teil der Schwanengarde zu lesen. Um mir die Wartezeit zu verkürzen, habe ich den ersten Band noch einmal gelesen – und kann nur sagen: Das Warten hat sich gelohnt.

Seit Astras Prüfung und der Aufklärung eines Mordfalls sind zwei Jahre vergangen.

Sie und ihre beste Freundin Sóley sind nun Jungschwäne. Gemeinsam mit einer Einheit der Schwanengarde begleiten sie König Callan ins Nachbarland Netyrae, wo sich ein Bürgerkrieg anbahnt. Astra reist dabei in einer Doppelrolle: als Callans Partnerin, die sich inmitten von Intrigen, höfischer Etikette und alten Vorurteilen behaupten muss, und als seine Leibgarde, die bereit ist, ihn unter Einsatz ihres Lebens zu beschützen.

Zwischen all diesen Herausforderungen wächst Astra über sich hinaus – nicht zuletzt dank der Unterstützung ihrer Gardeschwestern. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Moment mit der stellvertretenden Kommandantin, die Astra auf ihre ganz eigene, strenge Art daran erinnert, dass auch sie nicht immer stark sein muss. Diese Szene hat mich sehr berührt, weil sie zeigt, dass wahre Stärke nicht im Durchhalten um jeden Preis liegt, sondern auch im Erkennen der eigenen Grenzen.

Der zweite Teil der Schwanengarde ist eine spannende und emotionale Reise voller Gefahren, Entscheidungen und innerem Wachstum. Ich habe mitgefiebert, gelacht und mitgefühlt – besonders bei der ersten Begegnung mit dem „Schatten von Netyrae“.

Eine wunderbare Fortsetzung, die mich bis zur letzten Seite begeistert hat!

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Rezensionen von Miro:

Glaube und Leben

Monstergott von Caroline Schmitt

Die Geschwister Ben und Esther sind in einer christlichen Freikirchengemeinde aufgewachsen. Als Kinder hat ihnen die Kirchengemeinschaft Halt gegeben und das Leben mit Jesus versprach ein erfülltes zu werden.

Doch mit zunehmendem Alter beginnen die beiden die engen Grenzen, die ihre Kirche zieht zu hinterfragen.

Esther sieht sich nicht in der klassischen Frauenrolle, die sich unterzuordnen hat und deren Berufung es ist zu dienen. Sie beginnt ihre Freundschaften zu hinterfragen und beäugt kritisch die Ehen, die diese eingehen.

Ben kämpft mit ganz anderen Problemen. Er unterdrückt seine sexuelle Orientierung und versucht sogar diesen Dämon auszutreiben. Diese Szenen sind ziemlich gruselig. Das Männlichkeitsseminar scheint aus dem letzten Jahrhundert zu stammen und manche Praktiken grenzen an Folter.

Ben und Esther treten abwechseln als Ich-Erzähler auf. Das erlaubt uns Leser*innen einen Blick auf ihre inneren Konflikte, Zweifel und Sehnsüchte. Gleichzeitig erleben wir sie von außen aus der Sicht des jeweils anderen. Dadurch wird, trotz des eher nüchternen Stils, eine große Nähe zu den Protagonisten geschaffen.

Als die beiden beginnen ihre engen Grenzen zu hinterfragen und schließlich ihre religiösen Ketten zu sprengen, habe ich das Buch mit noch mehr Freude gelesen. Und natürlich bietet uns die Autorin am Ende auch noch ein bisschen Drama vor dem großen Knall.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben ist zeitgemäß und es gefällt mir, dass hier mal eine Form des Christentums genauer unter die Lupe genommen wird. Wo Religion zu stark in den Alltag der Menschen eingreift, ist Vorsicht geboten! Egal von welcher religiösen Ausrichtung die Rede ist.

Der Weg, den Ben und Esther hier zurücklegen ist beträchtlich. Sie zeigen Mut und werden mit einem positiven Ausblick belohnt. Ich mag dieses Happy End!

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Rezensionen von Claudia R.:

tolle Einschlafgeschichten

Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Einschlaf-Geschichten aus dem Wald (Band 1) von Katrin Pokahr

Klappentext / Inhalt:

Kuscheln, Zuhören, Einschlafen - Herr Hütchen ist zur Stelle!
Wenn es Abend wird und die Glockenblume leise bimmelt, wissen alle, die im Wald wohnen: Jetzt ist Schlafenszeit, Herr Hütchen kommt! Das kleine Eichelmännchen ist der Nachtwächter und sorgt dafür, dass jedes Tier sanft in den Schlaf findet.

Doch das Einschlafen ist oft gar nicht so leicht: Der Fuchs hat sich mit dem Eichhörnchen gestritten. Das Wiesel hat sein Kuscheltier verloren. Und der Kauz ist ganz aufgeregt, weil er am nächsten Tag Schlüpftag hat. Wie gut, dass Herr Hütchen ein echter Einschlaf-Profi ist. Einem Tier nach dem anderen stattet er einen Besuch ab und bringt mit klugen Ideen und seinem Gutenachtlied Ruhe in den Wald - und ins Kinderzimmer ...
Einfühlsame Geschichten: herzerwärmend erzählt von Katrin Pokahr - mit Herrn Hütchens Hilfe finden Tiere & Kinder ruhig in den Schlaf
Wunderschöne Illustrationen: liebevolle Bilder von Barbara Scholz laden auf jeder Seite sanft zum Träumen ein und machen das gemeinsame Lesen zu einem Erlebnis
Stärkt die Bindung: gemeinsames Vorlesen schafft Nähe und unterstützt den Dialog über alltägliche Herausforderungen
Pädagogisch wertvoll: vermittelt wichtige Werte & Fähigkeiten wie Freundschaft, Konfliktlösung, füreinander da sein, Achtsamkeit, Umgehen mit Emotionen, stärkt das Selbstvertrauen der Kinder und regt die Fantasie an
Perfekte Vorlesegeschichte: ideal als Gute-Nacht-Geschichte mit einer Lesedauer von ca. 6-8 Minuten pro Kapitel
Erste Leseförderung: mit süßen Bildchen zum Einkleben für jedes gelesene Kapitel und einem Antolin-Quiz zur Motivation von Selbstleser:innen
Mit tollen Extras: Lesebändchen & Bastelanleitung für ein Eichelmännchen
Ideal als Geschenk: perfekt für die Einschlafbegleitung

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll umgesdetzt und durch die etwas dunkleren Farben wird hier auch schon die Einschlafthematik sehr gut aufgegriffen. Ein schlafende Maus und ein müder Käfer sind hier erkennbar und ein kleiner Mann mit einem schummrigen Licht scheint diesen zu helfen. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön und passend umgesetzt.

Meinung:

Ein super liebevolle und warmherzige Sammlung an Einschlafgeschichten über kleine und große Waldbewohner. Herr Hütchen hilft den Tieren beim Einschlafen auf unterschiedliche Weise, mal nach einem Streit, oder nach der Suche des verlorenen Kuscheltiere, aber immer ist Herr Hütchen bereit und hilft durch seine ruhige und sanfte Art.

Zu viel vom Inhalt sei hier jedoch noch nicht verraten. Schaut aber gern selbst hinein.

12 wundervolle Geschichten warten darauf abends vor dem Einschlafen entdeckt und gelesen zu werden. In 12 Kapitel begegnet man hier anderen alltäglichen Situationen und begleitet Herrn Hütchen dabei einem anderen Tier zu einer Guten Nacht zu verhelfen.

Die einzelnen Abschnitte bzw. Kapitel haben eine gute und angenehme Länge, diese dienen sehr gut als einzelne Gute nacht Geschichte und in jeder gibt es etwas anderes zu erleben und zu entdecken. Die Geschichten selbst sind wundervoll umgesetzt und lesen sich sehr angenehm. Der Schreibstil ist locker, flüssig und gut verständlich. Die Anfänge sind gut herausgearbeitet und die einzelnen kleinen Geschichten sehr schön umgesetzt. Auch die einzelnen Charaktere sind sehr sympathisch und liebenswert umgesetzt.

Die bunten Illustrationen setzen das ganze sehr schön um und veranschaulichen das Gelesene sehr gut. Die Bilder geben auch die Atmosphäre gut wieder und verleihen dem Ganzen einen eigenen Charme. Die bunten Illustrationen runden es perfekt und sehr liebevoll ab.

Die Geschichten sind sehr schön erzählt und perfekt für das abendliche Einschlafritual geeignet. Eine ruhige und geborgene Einschlaf-Atmosphäre wird so geschaffen.

Gestaltung und Gliederung des ganzen hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre ist sehr schön und die Illustrationen machen es rund und perfekt.

Fazit:

Wunderschöne Einschlafgeschichten, die für eine ruhige und geborgene Atmosphäre sorgen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Das große Ich bin Ich

Die Passantin von Nina George

Eine spannende Idee: eine Frau steigt unerwartet und eher zufällig aus ihrem bisherigen Leben aus und verschwindet, ohne Abschied, ohne Vorplanung. Als Schauspielerin hat sie gelernt, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, so kann sie unerkannt untertauchen. „Jeanne war so flüssig, sie konnte jede Form annehmen“, heißt es von ihr.

Und genau das ist ihr Problem; sie hat Rollen gespielt und Erwartungen erfüllt, aber sich selber dabei aus den Augen verloren. Und damit ist sie nicht allein, es ist ein Roman über Rollenbilder, Emanzipation und Selbstfindung, Unterdrückung und Gewalt in Beziehungen, und wie Frauen sich daraus befreien. Eine sehr vielschichtige Erzählung, aber streckenweise recht mühsam zu lesen, weil interessante Denkansätze oft in einem blumigen Wortschwall untergehen.

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Rezensionen von PMelittaM:

Abschlussband der ersten und bisher einzigen Staffel

Die letzten Hexen von Berlin - Das verlorene Portal von Oliver Skuza

Mercurius ist wieder frei und setzt nun alles daran, das Wasserschemen zu finden, um es möglichst diesen Mal wirklich zu befreien. Ferat und Inès sind ihm dabei große Hilfen, nur die Hexen wollen zunächst nicht so recht. Dafür erfährt Mercurius weitere Einzelheiten aus seiner Vergangenheit, und nicht alle sind schön.

Der Roman wird als Abschlussband der ersten Staffel verkauft, und so sollte man sich vielleicht nicht wundern, dass am Ende noch viele Fragen offen bleiben, allerdings hatte ich schon ein deutlicheres Ende erwartet, zumal es bis heute, November 2025, der Roman erschien im April 2023, keine zweite Staffel gibt. So war ich am Ende doch etwas frustriert.

Dennoch habe ich auch diesen vierten Teil gerne gelesen und wurde gut unterhalten. Vor allem der Showdown ist sehr spannend, ich war mir gar nicht so sicher, ob alle überleben würden. Es gibt einige böse Überraschungen, sehr mutige Aktionen und viel Blut.

Der vierte Band der Reihe ist das Finale der ersten Staffel, so dass ein gewisser Abschluss vorhanden ist, aber doch einige Fragen offen bleiben. Jedoch gibt es bis heute leider keine weitere Staffel, ich habe auch keine Ankündigung gesehen, das frustriert mich doch etwas. Gar nicht so einfach, dass nun zu bewerten, da ich aber die Story an sich gut finde, bleibe ich bei 4 Sternen, und hoffe, dass vielleicht doch noch eine zweite Staffel erscheint, dann vielleicht direkt in einem Band.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Fesselndes Buch über ein Leben in Afrika

Warten auf Susy von Cristina Karrer

Die Schweizer Fernsehjournalistin und Autorin Cristina Karrer ist seit 2001 als Afrikakorrespondentin für das Schweizer Fernsehen und als freie Dokumentarfilmerin tätig. Über ihre ereignisreichen Jahre in Südafrika hat sie mit "Warten auf Susy" ein spannendes und interessantes Buch geschrieben.

Die Ich-Erzählerin Cristina hört zum ersten Mal von der titelgebenden Susy, als ihr Gärtner Nelson von seiner Freundin erzählt. Er wartet sehnsüchtig auf die junge Frau und möchte sie heiraten. Wir schreiben das Jahr 2001, und es wird noch Jahre bzw. bis zur Seite 171 des Buches dauern, bis Susy tatsächlich in Erscheinung tritt.
Seinerzeit ist Cristina mit dem Kameramann Emmanuel verheiratet, einem Afrikakenner. Die Ehe ist nicht glücklich, ihr Mann ist Alkoholiker und liebt sie nicht, sie sei nicht sein Typ. Er betrügt Cristina, und er ist gewalttätig. Das Paar wird 2004 geschieden. Auch die neue Beziehung mit dem 15 Jahre jüngeren Amos steht unter keinem guten Stern. Amos trinkt zu viel Alkohol, und Cristina greift zu Kokain. Eines Tages wird sie beim Kauf der Drogen erwischt und inhaftiert ....

Das Buch ist in sehr schöner Sprache geschrieben, es ist spannend und liest sich sehr flüssig. Die Autorin nimmt den Leser mit nach Südafrika, dem Land, das sie so sehr liebt. Mit großer Offenheit erzählt sie aus ihrem Leben, von ihren Beziehungen und Freundschaften. Ihre Kindheit war ein einziges Trauma, sie wurde herumgeschoben zwischen Pflegeeltern und kam schließlich in ein Kinderheim. Sie erinnert sich daran, dass sie immer auf ihre Eltern und deren Liebe gewartet hat. Auch ihre körperlichen Einschränkungen und Unfälle nach einem erlittenen Hirnschlag sind Thema des Buches.

Cristina hat ein großes Herz und ein Helfersyndrom, sie hilft, wo sie kann und unterstützt nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch oft deren Verwandte, solange ihre finanziellen Möglichkeiten es zulassen. Sie und Amos nehmen sogar dessen vierjährigen Neffen Siya auf, weil seine Eltern es sich nicht leisten können, ihn in einem Kinderhort unterzubringen. Als Susy als Haushälterin in ihr Haus kommt, nimmt Cristina auch sie und ihre Tochter Susy mit offenen Armen auf.

Ich habe Cristina Karrers Geschichte über ihr Leben in Südafrika sehr gern gelesen, sie hat mich gefesselt und berührt. In dem Buch geht es neben den wichtigen Themen Apartheid, dem Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Andersartigkeit auch um Alkohol- und Drogensucht sowie um die Folgen außer Acht gelassener persönlicher Abgrenzung. Es war erschütternd zu lesen, dass es in Südafrika infolge der extremen Armut so viele HIV-Infizierte gibt. Wegen ihrer physischen Probleme und unglücklichen Partnerwahl hat Cristina mir oft leidgetan, und ich war schockiert über die Gewalttaten, die in Südafrika leider keine Seltenheit sind.

Gut gefallen haben mir auch die Passagen über Cristinas berufliche Tätigkeit. Besonders spannend fand ich ihre Beschreibung über die Dokumentation "Hidden Heart" bezüglich der weltweit ersten Herztransplantation durch Prof. Christiaan Barnard im Jahr 1967, für die sie 2008 mit dem Züricher Filmpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihren Bericht zum Tod des großen Nelson Mandela im Dezember 2013 fand ich sehr interessant.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und lesenswerte Buch!

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Rezensionen von clematis:

Jetzt leben

Was die Zeit verschweigt von Mary Ellen Taylor

Ruby hat ihre Krebserkrankung hinter sich gelassen, kann als Journalistin wieder Fuß fassen mit ihrem Beitrag zum französischen Filmfestival über die schillernde Schauspielerin Cécile, die 1942 spurlos aus Paris verschwunden ist. Aber die Gefahr eines Wiederaufflackerns der Krankheit ist nie zu hundert Prozent gebannt, Ruby darf ihre Wünsche nicht aufschieben, sondern muss jetzt leben.

Im Wechsel von zwei Zeitebenen (1940er-Jahre und 2025) und den unterschiedlichen Blickwinkeln aus Ruby Sichtweise und jenen von Sylvia und Hauptmann Otto Wolfgang, geht es abwechslungsreich dahin, am Ende gibt es noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft. Während Ruby recherchiert, flicht Mary Ellen Taylor Szenen von mutigen Menschen im Krieg ein, erzählt von der Besatzung der französischen Hauptstadt Paris, lässt die Schneiderin Sylvia mit ihrem Tagebuch zu Wort kommen, um so das Leben Céciles zu rekonstruieren. Auch der Hauptmann hat einiges zu berichten, was Cécile und Sylvia erst später bewusst geworden ist. Es geht um Macht, Widerstand, Kollaboration, nie weiß man, wer vertrauenswürdig ist und wer nur den Schein wahrt. Auch damals musste man im Jetzt leben, die einzelnen Momente von Glück und Unbeschwertheit nützen, denn schon am nächsten Tag könnte alles anders sein. Besonders gut gelungen ist diese Spiegelung durch Rubys Kampf gegen den Krebs und ihre positive Einstellung zu der Möglichkeit, schon bald am Ende ihres Lebens angekommen zu sein. Dennoch spürt man in den Zeilen der Autorin Rubys Mut, sich auf jeden Tag neu einzulassen.

Auch wenn mir die Personen der Kriegszeit ein wenig distanziert begegnet sind, sind die Einzelheiten rund um das besetzte Paris anschaulich in die Handlung eingeflochten, Ruby ist für mich die tragende Figur quer durch den gesamten Roman, (nicht nur) ihre Geschichte ist lesenswert.

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Rezensionen von Tara:

Ein bewegendes Stück Zeitgeschichte

Lebensbande von Mechtild Borrmann

„Lebensbande“ ist ein zeitgeschichtlicher Roman der in Bielefeld lebenden Autorin Mechtild Borrmann, der auf wahren Begebenheiten beruht.

Die Handlung beginnt im Herbst 1991 in Kühlungsborn. Durch einen Brief der LVA Mecklenburg-Vorpommern wird Nora unvorbereitet in ihre Vergangenheit zurückgeworfen.

Im Zweiten Weltkrieg lernen sich die drei Protagonistinnen Nora, Lotte und Lene kennen. Sie werden zu Freundinnen. Lene hat drei Kinder und ihr ältester Sohn Leo gilt als Reichsausschusskind. Nora arbeitet im Krankenhaus und rettet Leo, was bedeutet, dass sie ab diesem Moment auf der Flucht ist. In Danzig lernt sie Lotte kennen, mit der sie nach Russland verschleppt wird.

In 34 kurzen Kapitel wechseln die Ereignisse zwischen verschiedenen Zeitebenen und Orten. Die Handlung finde in Kühlungsborn, am Niederrhein, in Ratingen und in Holland statt. Durch diese Wechsel liest sich der Roman abwechslungsreich und spannend.
Mechtild Borrmann hat einen intensiven und mitreißenden Schreibstil, der sich leicht lesen lässt und fesselt, so dass es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Das Schicksal der Freundinnen ist bewegend und erschütternd und es wird wieder einmal deutlich wie viel Leid die NS-Zeit für die Menschen gebracht hat.

In ihrem Nachwort erläutert die Autorin, dass ihr Roman auf wahren Begebenheiten, Erinnerungen, Erzählungen und Dokumenten von Zeitzeug*innen beruht. Es erschüttert mich jedes Mal auf`s Neue, wenn ich von einzelnen Schicksalen aus dieser Zeit lese lese. Mit dieser tragischen und spannenden Geschichte hat Mechtild Borrmann wieder ein Stück der dunklen Vergangenheit aus dem Zweiten Weltkrieg aufgedeckt und diese feinfühlig und spannend erzählt.

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Rezensionen von Claudia R.:

kwertziges Finale

KoboldKroniken 6. Kampf um Kwertz von Daniel Bleckmann

Klappentext / Inhalt:

Eine abenteuerliche Zeitreise.
Es ist soweit: Es geht um die Rettung der Welt! Denn niemand Geringerer als die machthungrige Koboldprinzessin Azzrar lässt einen Drachen auf Kobolde und Menschen los. Krottenschrate kämpfen gegen Lehrer, das Chaos regiert ... Mooooooment. Passiert das wirklich? Oder ist es der Blick in eine düstere Zukunft, den Dario, Rumpel und ihre Abenteuergruppe an der Schule werfen? Mit Zeitreisen kennen sie sich ja mittlerweile aus und der silbrig-wuselnde Tunnelbolg ist aktiv wie nie zuvor.

..
Die epische Fortsetzung der beliebten Kobold-Reihe mit über 150 coolen Illustrationen im Tagebuch-Stil. So wird der Schulalltag zum Abenteuer.

Cover:

Das Cover ist sehr beeindruckend und stark umgesetzt. Ein großes Auge ziert dieses und blickt einen direkt an und auch ein kleiner Kobold grinst einem entgegen. Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden sind hier auf jeden Fall vorhanden und das Ganze ist wundervoll und ansprechend umgesetzt.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den sechsten und finalen Band der Reihe. Die Bände bauen auf einander auf und setzen das Geschehen fort, weswegen Vorkenntnisse und ein Lesen in Reihenfolge empfehlenswert sind, da man ansonsten die Zusammenhänge und das Ganze vermutlich nicht ganz greifen kann und nur schwer folgen wird. Die vorherigen Bände waren mir bekannt und so habe ich mich auf eine erneute Reise nach Kwertz und ein Wiedersehen mit den Charakteren sehr gefreit und bin auch ein bisschen wehmütig, dass dies hier ein Ende findet, auch wenn die Hoffnung auf ein Wiedersehen, in vielleicht etwas anderen Weise, dennoch bleibt.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten. Wer Spannung, Humor und kreative Umsetzungen mag, ist bei dieser Reihe auf jeden Fall richtig und sollte mal hinein lesen.

Der Schreibstil ist angenehm, locker und flüssig lesbar. Die Mischung aus Chaos, Spannung, Ernst, Humor und Herz ist auch hier wieder sehr gut gelungen. Schnell geht es hier Schlag auf Schlag und man merkt, dass dieser sechste Band viel vor hat. Lose Enden werden verknüpft, so dass keine Fragen offen bleiben. Die Charaktere und das Ganze wird wieder sehr gut in Szene gesetzt und man wird von Anfang bis zum Ende wieder sehr gut unterhalten.

Die Mischung aus Geschichte mit Tagebuch-Stil und den vielen Illustrationen ist auch hier wieder sehr gut gelungen. Dier Illustrationen veranschaulichen das Ganze bildlich und runden es im Gesamten sehr gut ab. Die Bilder sind klasse umgesetzt und geben auch die entsprechende Stimmung und Atmosphäre sehr gut wider. Auch sind die diversen Einschübe und Bilder, sowie Karten und Porträts sehr hilfreich. Manche kleinen Comic-Szenen lockern es zudem sehr gut auf und machen es sehr unterhaltsam und lebendig.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend, ohne zu viel vorab zu verraten.

Der Schreiobstil ist wieder sehr gut gelungen und es wirkt alles sehr lebendig und mitreißend. Ein Wechselbad der verschiedenen Gefühle. Neben Spannung und Humor schwingt am Ende auch ein wenig Wehmut mit und die Hoffnung auf ein Wiedersehen bleibt.

Fazit:

Ein wundervoller, spannender und sehr gelungener sechster und finaler Band. Koboldstarkes Abenteuer mit viel Action, Humor, Kampf und Hoffnung.

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Rezensionen von lorireads:

Schöne Kleinstadtromantik

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh

Da Kyra Groh mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört und ich besonders alle Bände der Sweet-Lemon Agency-Reihe mittlerweile mehrfach verschlungen habe, waren meine Erwartungen an ihr neues Buch entsprechend hoch. Vorweggenommen muss ich leider schonmal sagen, dass das 'Pumpkin Spice Latte Disaster' für mich nicht ganz an meine Lieblingsbücher von ihr heran kommt, aber trotzdem steckt auch in diesem Buch ganz viel Romantik und der tolle Schreibstil, den ich lieben gelernt habe.

Anfangs habe ich schon etwas gebraucht, um mich in Lower Whilby zurechtzufinden und in die Geschichte reinzukommen. Irgendwie war mir alles fast ein bisschen zu viel Klischee, der Kleinstadtvibe war mir etwas zu krass durch die klassischen Themen wie Jeder-kennt-jeden, Jeder-weiß-alles-von-jedem und vor allem auch die Namen der Geschäfte im Städtchen. Gleichzeitig war es auch schön, die typischen Stadtbewohner kennenzulernen, die alle ihre ganz eigenen Marotten haben. Besonders Eleanore hat es mir angetan und ich freue mich darauf, dass sie auch ihren eigenen Band bekommt. Jude und James haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam und durch ihre ganz unterschiedlichen Einstellungen zu Lower Whilby, das für James eher ein Rückzugsort ist, an dem er er selbst sein kann, abseits des Trubels um seine Eltern, während es für Jude der Ort ist, an dem niemand sie so akzeptiert, wie sie ist, sind eine schlechte Ausgangsbasis für eine Beziehung. Nach und nach kristallisieren sich aber immer mehr die tieferen Beweggründe heraus, warum Jude nicht gerne in ihren Heimatort zurückkommt, die dann doch gar nicht so viel damit zu tun haben, dass sie das Kleinstadtleben nicht gutheißen würde. Und spätestens da war ich dann doch wieder begeistert von der Geschichte und davon, wie Jude und James sich einander öffnen, offen über ihre Sorgen und Probleme und die Vergangenheit sprechen und aus der anfänglich doch sehr körperlichen Anziehung doch schnell mehr wird. Die Storys über James' Eltern, die auch stark im Gegensatz dazu stehen, wie liebevoll sie miteinander und ihren Söhnen umgehen, fand ich manchmal auch etwas zu dolle, aber ich denke, hier ist vieles auch bewusst etwas überbetont, um diesen ganz besonderen Kleinstadtvibe zu schaffen, der mich immer mehr für sich eingenommen hat.
Ich denke dass die Themen des Buches für mich nicht die Tropes sind, die ich am liebsten lese, aber dafür hat mir das Buch trotzdem total gut gefallen. Umso gespannter bin ich auf die beiden anderen Bände der Reihe, die mich sehr interessieren, da sowohl Eleanore als auch Olive auf jeweils ihre Art sehr besonders sind.

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