Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücherwurmine:
Unkonventionelle Protagonistin sorgt für Spannung
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
???? Eine faszinierend undurchsichtige Protagonistin
Clara Lofthus ist keine typische Thriller-Heldin – und genau das macht sie so spannend. Ihre Mischung aus Kälte, Intelligenz und manipulativer Kontrolle hebt sie von vielen anderen Figuren im Genre ab. Sie weiß genau, wie sie Mitgefühl inszenieren muss, um Menschen für sich zu gewinnen – und das ist gleichermaßen faszinierend wie erschreckend.
????️ Spannend erzählter Perspektivwechsel
Besonders gut gefallen hat mir die Struktur des Romans: kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und dazwischen die Stimme eines Podcast-Moderators, der Claras Vergangenheit Stück für Stück aufrollt. Das hat beim Lesen für Abwechslung gesorgt und die Spannung konstant hochgehalten.
???? Auch ohne Vorgänger lesbar
Erst beim Lesen habe ich gemerkt, dass Düsteres Tal der dritte Teil einer Trilogie ist – trotzdem hatte ich nie das Gefühl, etwas Entscheidendes zu verpassen. Die wichtigsten Ereignisse der Vorgänger werden geschickt eingeflochten, sodass man auch als Neueinsteiger gut zurechtkommt.
⚖️ Themen, die nachhallen
Der Thriller ist mehr als nur ein Mordfall – er ist ein intensiver Blick auf Schuld, Macht und Moral. Er zeigt, wie dünn der Grat zwischen Gut und Böse sein kann, und wie leicht man sich selbst verlieren kann, wenn man glaubt, das Richtige zu tun.
???? Fazit
Düsteres Tal ist ein atmosphärischer und psychologisch starker Thriller, der mit seiner unkonventionellen Hauptfigur und dem geschickt konstruierten Spannungsbogen überzeugt.
Rezensionen von Shilo:
Ein eindrucksvoller Abschluss
Die Berghebamme – Zeit der Kinder von Linda Winterberg
Die Geschichte führt noch einmal in das Bergdorf und begleitet eine Frau, die vieles erreicht hat und dennoch mit einer großen Lücke leben muss. Maria arbeitet inzwischen sicher und geachtet in ihrem Beruf und steht auch in ihrer Ehe stabil da. Doch der unerfüllte Kinderwunsch wirkt schwer. Diese Spannung zwischen äußerem Glück und innerer Unsicherheit ist sehr einfühlsam erzählt und macht den Einstieg berührend und nah.
Nachvollziehbar werden die Sorgen um die vielen jungen Frauen geschildert, die damals ohne Unterstützung dastanden. Der Wunsch, für sie ein Schutzhaus zu schaffen, entsteht nicht plötzlich, sondern wächst aus Marias Erfahrungen und ihrer eigenen Verzweiflung heraus. Die Reaktionen im Dorf sind glaubwürdig geschildert. Zwischen Verständnis, Ablehnung und offenen Anfeindungen entsteht ein klares Bild der damaligen Zeit, in der ledige Mütter kaum Rechte hatten und oft allein gelassen wurden. Manche Szenen gewinnen gerade dadurch an besonderer Wirkung, weil sie ohne große Dramatik auskommen und zeigen, wie viel Mut es brauchte, sich gegen die vorherrschende Meinung zu stellen und den Frauen einen sicheren Ort zu geben.
Die Erzählung macht deutlich, wie gefährlich die Lage für Frauen werden konnte, die keinen Ausweg sahen und zu heimlichen Mitteln griffen. Es entsteht ein Gefühl von Beklemmung und Respekt vor ihrer Not. Gleichzeitig gibt es immer wieder kleine Gesten der Solidarität, die der Geschichte Wärme verleihen. Manche Unterstützer kommen unerwartet und wirken gerade dadurch glaubwürdig.
Der Roman lebt von seiner ruhigen Art. Die Figuren sind vertraut, ihre Entscheidungen nachvollziehbar und die Stimmung bleibt durchgehend menschlich und nah. Der Blick auf Maria ist liebevoll und zeigt, wie sehr sie ringt, zweifelt und dennoch Schritt für Schritt vorangeht. Auch die Beziehung zu Georg fügt sich ruhig in die Handlung ein.
Das Finale der Saga ist rund erzählt. Es fühlt sich an wie ein würdiger Abschluss, der die Entwicklung der Figuren respektiert und gleichzeitig noch einmal zeigt, wie viel Kraft notwendig war, um in einer festgefahrenen Umgebung neue Wege anzustoßen. Die Geschichte wirkt dadurch sehr echt und bleibt gut in Erinnerung. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Rinoa:
Abgründig
Gym von Verena Keßler
Was für ein Buch! Auch ein paar Tage nach der Lektüre hallt die Geschichte noch in mir nach.
Zunächst einmal ist es wahnsinnig gut geschrieben, spannend wie ein Krimi, obwohl gar nicht so viel passiert. Trotzdem hat es mich wirklich gefesselt, die Entwicklung der namenlosen Ich-Erzählerin zu beobachten und herauszufinden, was in der Vergangenheit war und wie sie an diesen speziellen Punkt kam.
Ich kann nicht sagen, dass ich sie sympathisch fand, dafür war sie mir zu undurchsichtig und unnahbar. Obwohl sie ja eigentlich die Hauptperson ist, lässt sie niemanden an sich heran und gibt nichts von sich preis. Dennoch erfährt man schon Einiges über sie bzw. ihr Handeln und das hat es wirklich in sich.
Dies war auch gleichzeitig ein Kritikpunkt. Ich hätte gerne noch mehr über die Hintergründe gewusst, wie konnte es zu den Ereignissen kommen, wie hat sich das alles entwickelt. Das war mir leider ein wenig zu schwammig und in der Luft hängend. Da habe ich es lieber etwas konkreter und handfester.
Am Ende fand ich "Gym" aber wirklich gut, es war kurzweilig und unterhaltsam, dabei aber durchaus fordernd, abgründig und nicht alltäglich. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Rezensionen von Cornelia:
Die Magie der Rauhnächte mit wissenschaftlichen Infos zum autonomen Nervensystem
Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum von Tanja Suppiger
Im ersten Teil werden die Grundlagen präsentiert. Vor allem das autonome Nervensystem wird ausführlich erklärt, sodass ich ein gutes Gefühl bekomme in welchem Zustand es sich gerade befindet. So kann ich es besser unterstützen. Im zweiten Teil geht es um die Umsetzung der 12 Sperr- und Rauhnächte.
Es werden essentielle Fragen gestellt, die sehr tiefgründig zum Nachdenken anregen. Körperübungen, die als Ritual Sicherheit geben, ergänzen die Praxis.
Die Informationen sind besonders wertvoll. Auf den ersten Blick bezaubert die Magie der Rauhnächte, ergänzt durch die wissenschaftliche Beschreibung des autonomen Nervensystems. Viele Beispiele stärken das neue Wissen, die kraftvollen und mystischen Bilder sorgen für magische Atmosphäre.
In einer Welt, die immer lauter und schneller wird, ist es mir wichtig innezuhalten und in mich hineinzufühlen. Das Buch bringt mich zum Nachdenken und wühlt einiges auf, das gut verdrängt war. Durch die konkreten Denkanstöße und Körperübungen werden Gedanken viel klarer.
Für mich ist es das erste Buch über die Rauhnächte. Über das autonome Nervensystem las ich bereits öfter, aber Tanja Suppiger liefert genauere Details. Für mich der ideale Begleiter um die Rauhnächte zu zelebrieren, daher klare Empfehlung von mir.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Absolut genialer Thriller
Verstummte Narben: Thriller von Catherine Shepherd
Wer Catherine Shepherd und ihre Bücher kennt, der weiß, hier ist Spannung vorprogrammiert – dementsprechend erwartungsvoll bin ich in das neue Buch „Verstummte Narben“ gestartet und wurde nicht enttäuscht :
Das Buch startet rasant, schon im Prolog wird es spannend und kaum hat man die ersten Seiten gelesen, ist man mitten im Geschehen.
Julia Schwarz, die Hauptfigur, ist den Anhängern der Autorin wohlbekannt und muss auch hier wieder ihre Spürnase und ihre Kompetenz als Rechtsmedizinerin unter Beweis stellen : gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Vater ihrer Tochter, Florian Kessler, ermittelt sie im Fall einer, bei eisiger Kälte auf dem Friedhof abgelegten Frauenleiche, deren Tatort weitere Opfer voraussagt. Die Zeit drängt und schon findet sich Julia inmitten ihres persönlichsten Falles, denn alles deutet darauf hin, dass der Täter sie ins Auge gefasst hat.
Atmosphärisch und fesselnd, von der ersten bis zur letzten Seite, so gestaltet Catherine Shepherd diesen Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Die Julia Schwarz Reihe ist absolut genial und von Buch zu Buch entwickeln sich die Figuren weiter ( man kann trotzdem alle Bücher einzeln lesen ) und das gefällt mir sehr.
Die Autorin hat es auch hier wieder geschafft, falsche Fährten zu legen und mich als Leserin in die Irre zu führen : kaum hatte ich den Gedanken, dass diese oder jene Figur sicherlich der Täter ist, wurde ich eines Besseren belehrt.
Catherine Shepherd hat auch hier einen absolut genialen Thriller kreiert, der an Spannung nicht zu überbieten ist : von daher natürlich eine absolute und ganz klare Leseempfehlung, für alle, die es spannend mögen !
Rezensionen von Bücherwurm78:
Super Thriller mit Überraschungen
The Business Trip von Jessie Garcia
Zwei Frauen sitzen im Flugzeug nebeneinander, Stephanie auf dem Weg zu einer Konferenz und Jasmine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Doch dann verschwinden beide und verschicken nur noch seltsame Nachrichten. Was ist passiert und wo sind die beiden?
Die Inhaltsbeschreibung zu diesem Thriller hat mich neugierig auf das Buch gemacht und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Ein richtig guter spannender Thriller mit einigen überraschenden Wendungen. Es war für mich ab der ersten Seite an spannend, und die Spannung hat auch bis zum Schluss gehalten. Es gab keine langwierigen Passagen im Buch, es hat sich flüssig gelesen und ich bin immer neugierig geblieben wie es wohl weiter- und vor allen ausgehen wird. Die Story ist sehr gut durchdacht und umgesetzt im Buch. Man fiebert mit beiden Frauen mit und ist gespannt was den beiden passiert ist. Und mit dem Ende hätte ich dann so auch nicht gerechnet. Wirklich richtig gut.
Fazit: Ein sehr spannender und empfehlenswerter Thriller.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Tolle Idee, einige Schnitzer
The Penguin Paradox von Greta Milán
*The Penguin Paradox* bietet eine ungewöhnliche Mischung aus romantischer Geschichte, Forschungsalltag und einem faszinierenden Setting in einer abgelegenen Forschungsstation. Die Grundidee wirkt frisch, und gerade die Nebenfiguren und das atmosphärische Umfeld tragen viel zum Charme des Romans bei.
Besonders gelungen ist die Hälfte des Buches, in der Beckett zu Wort kommt: als Charakter wirkt er geerdet, warmherzig, intelligent und insgesamt ausgesprochen sympathisch. Seine Perspektive bringt Tiefe und Emotion in die Handlung. Warum er sich ausgerechnet für die Protagonistin interessiert, bleibt zwar stellenweise unklar – doch Anziehung entzieht sich im echten Leben wie in der Fiktion nicht immer der Logik.
Der weibliche Gegenpart ist anfänglich ebenfalls vielversprechend gezeichnet. Umso bedauerlicher ist es, dass sie im Verlauf des Romans an Glaubwürdigkeit verliert. Gerade da sie als Wissenschaftlerin arbeitet, hätte man eine reflektiertere Haltung und sorgfältige Überprüfung eigener Annahmen erwartet. Dass eine Verhaltensbiologin in ihrem beruflichen Umfeld mehrfach gravierend danebenliegt, wirkt nicht ganz stimmig und nimmt der Figur an Authentizität – besonders, wenn man selbst aus einem naturwissenschaftlichen Fach kommt und entsprechende Denk- und Arbeitsweisen kennt.
Das Setting rund um die Forschungsstation zählt klar zu den Pluspunkten des Romans. Allerdings entstehen auch hier Fragen: Die Fülle und Qualität der zubereiteten Gerichte, insbesondere mit frischem Obst und Gemüse, wirkt unter realistischen Expeditionsbedingungen schwer nachvollziehbar. Ein etwas tieferer Einblick in die logistischen Abläufe hätte hier zur Plausibilität beitragen können.
Mehrere logische Brüche stören zudem den Lesefluss. Die zeitliche Abfolge der zweimonatigen Expedition passt nicht zur im Buch beschriebenen Brut- und Paarungszeit der angesprochenen Pinguinart. Wer selbst Bezug zur Biologie hat – oder sich besonders auf die Darstellung der Tiere gefreut hat – könnte hier irritiert zurückbleiben. Auch kleinere, aber vermeidbare Ungenauigkeiten, wie eine nicht korrekte Darstellung einer Pokerhand, wirken unnötig. Ebenso fragwürdig erscheint die technische Herangehensweise an die Gebärdensprachübersetzung: In einem Roman, in dem ein ausgewiesener Softwarespezialist eine zentrale Rolle spielt, wirkt es unlogisch, dass eine Übersetzung der Gebärden in Sprache nicht programmierbar sein soll und der Text mühsam am Handy eingetippt werden muss.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt festzuhalten, dass die Grundidee überzeugend ist und viele liebenswerte Details enthält. Doch insgesamt wirkt die Umsetzung stellenweise konstruiert und in wichtigen Aspekten zu wenig recherchiert. Das schmälert für mich das Leseerlebnis deutlich – gerade weil ich mir aufgrund des großen Hypes ein rundum stimmiges Buch gewünscht hätte.
Fazit: Ein Roman mit starker Grundidee, warmherzigen Nebenfiguren und einer atmosphärischen Kulisse, der jedoch an Logikfehlern, fachlichen Ungenauigkeiten und einer zunehmend weniger überzeugenden Protagonistin leidet. Aus diesen Gründen fällt meine Bewertung leider nicht höher als 2 Sterne aus.
Rezensionen von clematis:
Trauriger Tagträumer
Königin Esther von John Irving
James Winslow wächst unter ungewöhnlichen Umständen auf, denn er hat zwei Mütter, eine leibliche, Esther, und eine Ziehmutter, Honor. Mit zweiundzwanzig Jahren reist er von New Hampshire nach Wien, ein spektakulärer Auftrag soll ihn vor einer Einberufung in den Vietnamkrieg schützen. Außerdem möchte er hier endlich seiner Königin Esther begegnen.
Es wäre wohl nicht John Irving, würde die Geschichte tatsächlich mit James, genannt Jimmy, beginnen. Nein, die Handlung setzt ein mit den Großeltern, Jimmy betritt erst etwa nach einem Viertel des Geschehens die Bühne. Von einem Thema ins nächste stürzend, erfahren wir von einem Krankenhaus und einem Waisenhaus, welche bereits in einem anderen Roman Irvings eine Rolle spielen, wird erörtert, ob beschnittene oder unbeschnittene Penisse empfehlenswerter sind und wie man wohl am besten zu einer Bescheinigung „nicht wehrdienstfähig“ kommt. James als „Honors Kind – ein trauriger Tagträumer“ [kindle Pos. 8476] steht dann doch im Mittelpunkt, denn schon vor seiner Geburt entspinnt sich ein abenteuerliches Schauspiel über seine geplante Entstehung, welche wohl nicht nur mir eine erstaunte Miene entlockt. Die Kindheit wird kurz gestreift, ausführlicher geht es dann wieder in Wien zu, wo unter anderem bekannte Lokale wie der Augustinerkeller oder das legendäre Café Hawelka erwähnt werden und das Experiment „Wehrdienstunfähig“ starten kann.
Ein detailverliebter Schreibstil, ausgesprochen ungewöhnliche Szenen und eine bisweilen derbe Ausdrucksweise kennzeichnen diesen Roman, Motive wie Verlust – einer Mutter, eines Kniegelenkes oder eines Armes –, ungewöhnliche Sexualbeziehungen und der Einfluss Charles Dickens‘ fallen ins Auge, die Charakteristik der Figuren ist bemerkenswert. Es ist durchaus interessant, einmal „einen Irving“ zu lesen, dennoch werde ich wohl kein erklärter Freund dieser Art von Literatur werden.
Rezensionen von jori1020:
Gelungenes Debüt
Konfetti-Blues von Lutz van der Horst
In seinem Debütroman 'Konfetti-Blues' erzählt Lutz van der Horst die Geschichte von Max, einem Ende zwanzigjährigen Comedyautor, der auf der Suche nach sich selbst und seinem Platz in der Welt ist – sowohl auf der Bühne als auch daneben. Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Selbstzweifel, Drogen und den Versuch, in der unbarmherzigen Comedybranche Fuß zu fassen.
Das Hörbuch bietet einen spannenden Einblick in eine Branche, die für viele eher verborgen bleibt, ist aber zugleich weit mehr als ein Blick hinter die Kulissen. Es wirkt wie ein modernes Großstadtmärchen über das Gefühl, wenn der Applaus ausbleibt, und darüber, dass echte Nähe oft erst entsteht, wenn die Masken fallen. Gerade darin werden sich viele junge Menschen wiederfinden.
Die Figuren wirken lebendig und liebevoll gezeichnet. Besonders Max’ Freundeskreis überzeugt mit individuellen Eigenheiten und kleinen Macken, die immer authentisch bleiben. Man hat das Gefühl, Menschen zu begegnen, die man aus dem eigenen Leben kennen könnte. Durch die nahbare Erzählweise fühlt man sich, als stünde man direkt neben Max und sähe ihm beim Stolpern und Wachsen zu. Van der Horst findet dabei eine gelungene Balance aus Witz und Gefühl. Beim Hören reicht das Spektrum von lautem Lachen bis zu einem leichten Kloß im Hals. Dieser tragikomische, ehrliche Ton bildet das Herz des Hörbuchs – und Van der Horst trifft ihn beim Einlesen äußerst präzise. Seine Stimme verleiht der Geschichte zusätzliche Authentizität.
Stilistisch reicht das Hörbuch nicht an große Romanautor*innen heran. Die Sprache bleibt eher schlicht, und manche Passagen erinnern eher an eine Erzählung. Dennoch bleibt 'Konfetti-Blues' eine klare (Hör-)Empfehlung. Es ist ein warmherziges, unterhaltsames und nahbares Hörbuch, das mit seinem Humor und seiner Ehrlichkeit überzeugt.
Rezensionen von jori1020:
Kurzweiliges Debüt
Konfetti-Blues von Lutz van der Horst
In seinem Debütroman 'Konfetti-Blues' erzählt Lutz van der Horst die Geschichte von Max, einem Ende Zwanzigjährigen Comedyautor, der auf der Suche nach sich selbst und seinem Platz in der Welt ist – sowohl auf der Bühne als auch daneben. Es ist eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Selbstzweifel, Drogen und den Versuch, in der unbarmherzigen Comedybranche Fuß zu fassen.
Der Roman bietet einen spannenden Einblick in eine Branche, die für viele eher verborgen bleibt, ist aber zugleich weit mehr als ein Blick hinter die Kulissen. Er wirkt wie ein modernes Großstadtmärchen über das Gefühl, wenn der Applaus ausbleibt, und darüber, dass echte Nähe oft erst entsteht, wenn die Masken fallen. Gerade darin werden sich viele (junge) Menschen wiederfinden.
Die Figuren wirken lebendig und liebevoll gezeichnet. Besonders Max’ Freundeskreis überzeugt mit individuellen Eigenheiten und kleinen Macken, die immer authentisch bleiben. Man hat das Gefühl, Menschen zu begegnen, die man aus dem eigenen Leben kennen könnte. Durch die nahbare Erzählweise fühlt man sich, als stünde man direkt neben Max und sähe ihm beim Stolpern und Wachsen zu. Van der Horst findet dabei eine gelungene Balance aus Witz und Gefühl. Beim Lesen reicht das Spektrum von lautem Lachen bis zu einem leichten Kloß im Hals. Dieser tragikomische, ehrliche Ton bildet das Herz des Buches.
Stilistisch reicht das Buch nicht an große Romanautor*innen heran. Die Sprache bleibt eher schlicht, und manche Passagen lesen sich mehr wie Erzählung. Dennoch bleibt 'Konfetti-Blues' eine klare Empfehlung. Es ist ein warmherziges, unterhaltsames und nahbares Buch, das mit seinem Humor und seiner Ehrlichkeit überzeugt.











