Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia H.:
Massenhaft Emotionen
Immer noch du von Harper Bliss
Worum es geht:
Mac steht einer der schlimmsten Tage in ihrem Leben bevor, denn sie muss sich heute ihrer Vergangenheit stellen, eine Vergangenheit namens Jamie. Denn Jamie hat sie vor 20 Jahren kurz vor ihrer Hochzeit wegen einer Anderen sitzengelassen. Seit dem hat Mac jeglichen Kontakt zu ihr vermieden.
Doch heute heiratet eine gemeinsame Freundin von ihnen. Ausgerechnet auf einer Hochzeit muss sie ihrer großen Liebe Jamie wieder in die Augen blicken. Auch Jamie weiß nicht, was sie auf dieser Hochzeit erwarten wird. Wird ihre große Liebe Mac, eine Liebe, die sie einst einfach weggeworfen hat, weswegen sie seit 20 Jahren schreckliche Schuldgefühle plagen, sie heute überhaupt eines Blickes würdigen? Wird Jamie nun endlich die Chance bekommen, sich zu entschuldigen?
Mein Fazit:
Ich kann nur sagen: Wo Harper Bliss draufsteht, steckt auch Harper Bliss drin. Ich bin mal wieder restlos begeistert und bewältigt von so vielen Emotionen, wobei man hierauf auch Lust haben sollte, wenn man den Roman liest. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Mac und Jamie erzählt. Mac ist auch nach 20 Jahren immer noch zutiefst enttäuscht und verletzt. Sie hat sich geschworen, Jamie nie wieder in ihr Leben zu lassen. Doch leider hat sie Jamie all die Jahre nicht vergessen können. Jamie dagegen ist von Schuldgefühlen geplagt. Sie hatte bis jetzt nie die Chance gehabt, sich für ihr Vergehen zu entschuldigen, wobei Jamie damals sehr schnell gemerkt hatte, dass sie eine falsche Entscheidung getroffen hat. Denn im Grunde hat Jamie nie aufgehört Mac zu lieben. Ich habe den Schmerz der Beiden förmlich mitgefühlt. Dazu gibt es einiges an spicy Szenen, die ich als sehr nett beschrieben empfunden habe.
Von mir gibt es für das Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne volle 5 Sterne.
Rezensionen von Anjulia :
Auserwählte Hekates
Medea von Rosie Hewlett
Schon als Kind fand ich griechische Sagen faszinierend. Ein Interesse, das bis heute anhält. Daher waren mir Jason und die Argonauten auch nicht ganz unbekannt, im Gegensatz zu Medea, deren tragische Schicksal hier von Rosie Hewlett aus weiblicher Perspektive erzählt wird.
Zitat: "Jason wird der Held sein, und Ihr? Entweder machen sie Euch zu seiner bewundernden, liebeskranken Maid oder zur Schurkin.
Das sind die einzigen Rollen, die sie uns zubilligen"
Medea ist eine junge Prinzessin, die aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten von ihrer Familie verachtet wird. Ihr Vater schlägt sie, nutzt aber auch ihre magischen Fähigkeiten zu seinem Vorteil. Um ihrer Heimat zu entfliehen, begeht sie Verrat an ihrer Familie, unterstützt den Helden Jason beim Versuch, das Goldene Vlies zu erringen und verliebt sich dabei. Medea durchläuft im Buch erst relativ spät eine Wandlung von einer jungen Frau, die alles für ihr Glück und das Gefühl geliebt zu werden, tun würde, in eine selbstbestimmte mächtige Zauberin. Ihr moralischer Kompass, sofern je vorhanden, geht bereits früh verloren. Sie geht weit in ihrer Liebe und ihrer Rache. Als Charakter fand ich Medea leidenschaftlich, außergewöhnlich und vielschichtig, nicht unbedingt zu mögen, aber auch nicht absolut zu verurteilen. Die Erzählung hält sich, auch als weibliche Neuinterpretation, inhaltlich recht nah an der Sage. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass Medea Ratschläge annimmt oder eine andere Entscheidung trifft.Trotzdem liest sich das Buch flüssig und spannend. Besonders interessant fand ich Medeas Beziehung zu Jason, der ihre Naivität und Sehnsucht für seine Zwecke zu nutzen sucht. Keine glückliche Liebesgeschichte, eher eine Tragödie.
Eine Leseempfehlung für alle, die genauso fasziniert von griechischer Mythologie sind wie ich, und deren Retelling mögen.
Rezensionen von Anjulia :
Magisch, mysteriös, mörderisch
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Die Schwestern Ruby und Wren sollen für einen Abend an einem Dinner teilnehmen und dabei die Enkeltöchter von Mrs. Blackgate spielen. Was sich nach leicht verdientem Geld anhört, entpuppt sich als Albtraum: Die Gastgeberin wird ermordet, das prachtvolle aber etwas unheimlich wirkende Herrenhaus wird magisch abgeriegelt.
Die teilnehmenden Familien entpuppen sich als mächtige Hexen, die diesem Zauber nur entkommen können, wenn sie den Mordfall lösen und vier magische Artefakte finden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und Wren und Ruby dürfen auf gar keinen Fall ihre wahre Identität preisgeben.
Das in Lila, Schwarz und Gold gestaltete Cover, mit passendem Farbschnitt, ist definitiv ein Hingucker.
The Blackgate Invitation von Sarah Henning ist eine für mich sehr gelungene Mischung aus Fantasy und Krimi, mit einer zarten Liebesgeschichte, welche die eigentliche Handlung nicht überlagert. Die Geschichte wird sowohl aus Rubys Perspektive, als auch aus der Perspektive von Auden, einem jungen Magier, der zu den mächtigsten Hexenfamilien Nordamerikas gehört, erzählt. Mir hat das Setting des mysteriösen Herrenhauses sehr gut gefallen. Spannung kommt durch die zeitliche Begrenzung der Aufgaben auf. Gleichzeitig dazu gibt es etliche Geheimnis, Machtkämpfe, Streitigkeiten und Intrigen. Packend ist auch, wie Ruby und ihre Schwester versuchen ihre Rollen weiterzuspielen, ohne den Hauch einer magischen Fähigkeit zu haben. Beim Mordfall darf, im Gegensatz zu den Fundorten der Artefakte, mitgerätselt werden. Die Hauptcharaktere sind alle in einem jugendlichen Alter. Empfehlen würde ich das Buch daher am ehesten für Jugendliche oder Leser die Young Adult Fantasy mögen. Mich konnte "The Blackgate Invitation" absolut begeistern.
Rezensionen von Anjulia :
Tödliche Gefangenschaft
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Kopfgeldjägerin Raven würde alles für ihren jüngeren Bruder tun. Als dieser verhaftet wird, infiltriert sie das Gefängnis Endlock, aus dem bislang noch kein Ausbruchversuch geglückt ist. Aber eine Flucht ist die einzige Chance auf Überleben. Gefangene werden hier täglich von der reichen Oberschicht gejagt und getötet.
Bald stellt sich für Raven auch die Frage, ob sie dem gutaussehenden Wachmann Vale, der sie im Rahmen seiner Möglichkeiten zu beschützen versucht, vertrauen kann.
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast ist eine spannende Dystopie mit den Tropes Forbidden Love und Found Family. Das Setting der dystopischen Stadt Dividium, in der nur eine kleine Oberschicht regiert, und des erbarmungslosen Gefängnisses Endlock, hat eine düstere Atmosphäre, die mich mitgerissen hat. Raven, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist eine taffe Kämpferin, für die ihr Bruder an erster Stelle steht. Besonders gelungen fand ich, dass sie im Gefängnis Freundschaften schließt und etwas von ihrer undurchdringlichen, harten Schale verliert. Die Handlung ist spannend und actionreich. Vorallem die Jagdszenen haben für mich leichte Panem-Vibes. Auch die Lovestory hat mir gut gefallen. Sie konnte mich total mitreißen, geht in Richtung Enemys to Lovers und Forbidden Love, ohne jedoch die Handlung, die zu einem großen Anteil aus Überlebenskämpfen ( tryrannische Wächter, mörderische Mitgefangene) und Ausbruchsplanung besteht, komplett zu überdecken. Da das Ende recht offen gehalten ist, möchte ich unbedingt die Fortsetzung lesen.
Von mir gibt es hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von ReiShimura:
Die Kraft der Musik in dunklen Zeiten
Stille Nacht, heilige Nacht von Susanne Brandt
Ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass "Stille Nacht, heilige Nacht" das mit Abstand bekannteste Weihnachtslied ist. Auch wenn es zur Weihnachtszeit eher selten im Radio läuft, ist es doch das Lied, dass in die meisten Sprachen übersetzt wurde, zur katholischen Christmette dazugehört, wie das Amen im Gebet und sicher auch in sehr vielen Haushalten unter dem Christbaum gesungen wird.
Jetzt lehne ich mich noch einmal weit aus dem Fenster und behaupte, dass zwar die meisten das Lied, aber nicht seine Entstehungsgeschichte kennen. Auch mir war sie nur in Ansätzen bekannt und umso mehr habe ich mich gefreut, dass es ein Kinderbuch gibt, dass sich genau diesem Thema widmet.
Bereits der erste Eindruck des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Verarbeitung des Buches ist hochwertig und die Haptik äußerst ansprechend. Die Bilder sind ansprechend, strahlen viel Wärme aus und versprühen weihnachtlichen Charme. Die Atmosphäre des Buches würde ich trotzdem als ein klein wenig düster bezeichnen. Dies liegt aber vor allem daran, dass die Zeit, in der das Lied geschrieben wurde, von Themen wie Hunger, Kälte und Krieg geprägt war. Dies spürt man meiner Meinung nach auch in den Bildern und den Worten des Buches. Ich möchte aber betonen, dass ich dies nicht als Kritik, sondern als neutrale Feststellung meine. Meiner Meinung nach wäre das Buch deutlich weniger authentisch, wenn dieser leicht deprimierende Hauch fehlen würde.
Der Erzählstil des Buches ist ruhig, berührend und auf jeden Fall kindgerecht. Armut und Krieg wird im Kontext erwähnt, aber meiner Meinung nach nicht überdramatisiert. Ganz im Gegenteil diese Dinge werden nur im Zusammenhang erwähnt, damit man eine bessere Vorstellung von den damaligen Zeiten bekommt. Und auch nachvollziehen kann, warum dieses Lied den Menschen damals so viel Hoffnung gegeben hat und zu einem weltweiten Hit geworden ist.
Die Länge des Textes ist für ein Kinderbuch passend und der kleine Leser konnte mit 2,5 Jahren der Geschichte sehr gut folgen. Die Schriftgröße ist gut gewählt und so bietet das Buch auch die Möglichkeit, dass Leseanfänger das Buch allein lesen können.
Doch nicht nur kleine Leser und Leseanfänger kommen bei diesem Buch auf ihre Kosten. Dies ist wirklich ein Buch für die ganze Familie. Zur Abrundung des ganzen beinhaltet das Buch natürlich auch sowohl den Liedtext als auch die Noten für das Lied. Daher steht dem gemeinsamen Singen nach dem Lesen nichts im Wege.
Meiner Meinung nach ist dies ein ganz besonderes Weihnachtsbuch, dass sich deutlich von der Maße der Weihnachtsbücher abhebt und das nicht nur aufgrund seines einzigartigen Inhalts. Es besticht durch stimmungsvolle Illustrationen und eine berührende Geschichte. Dieses Buch lädt ein, dass man es sich mit der ganzen Familie gemütlich macht, Kekse isst, gemeinsam der Geschichte lauscht und danach das wohl bekannteste Weihnachtslied der Welt singt. Aus diesem Grund kann ich das Buch wirklich von Herzen weiterempfehlen.
Rezensionen von Normanfips:
Wenn es mal schnell gehen muss
1,2,3 – fertig ist die Weihnachtsbäckerei von Christiane Leesker
Wem nicht allzu viel Zeit im Advent zur Verfügung steht, wer aber dennoch leckere Plätzchen backen möchte, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen. Die Rezepte sind unkompliziert, kommen ohne exotische Zutaten und sonstigen Schnickschnack aus. Allerdings schmälert dies weder den unwiderstehlichen Plätzchenduft, der beim Backen in der Luft liegt, noch den leckeren Geschmack.
Der Aufbau des Backbuches ist übersichtlich und durchdacht, so gibt es am Ende des Buches verschiedene Register, die z.B. eine Suche nach Zutaten oder auch Allergien ermöglicht. Klassiker wie Vanillekipferl oder Spekulatius finden sich in einer vereinfachte Form, aber auch für mich unbekanntere Plätzchen wie Almendrados oder Dattel-Walnuss-Röllchen. Die Bilder sehen appetitanregend aus und die Rezeptangaben sind kurz und knackig. In meinen Augen ein durchaus gelungenes Backbuch, mit dem auch bei Zeitmangel schmackhafte Weihnachtsplätzchen gelingen.
Rezensionen von Anna:
Wie wärs mit einem Knödelmenü?
Knödelzeit ist Glückszeit von Tiroler Bäuerinnen
Dieses Buch ist für alle Knödelfans und die, die es noch werden wollen. Von den pikanten Klassikern wie Spinat-, Speck- oder Topfenknödel bis hin zu Räucherforellenknödel und Apfelknödel. Die erfahrenen Bäuerinnen haben ihre besten Knödelrezepte in einem Buch vereint und zeigen, wie vielfältig Knödel zubereitet werden können.
Das Buch hat zudem ein schönes Format mit stimmiger Bildsprache. Es ist unterteilt in Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise und Beilage. Geeignet ist das Knödelbuch auch für nicht so routinierte Köche. Die Zubereitung ist recht einfach und sehr gut beschrieben. Mich hat besonders das Nachspeisenkapitel gefesselt, da ich süße Knödel besonders gerne mag.
Ein Kochbuch für jede Generation.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein wunderbares Pappbilderbuch für unsere jüngsten Naturforscher*ìnnen
Mein erstes Natur-Entdeckerbuch. Da! Ein Fuchs von DK Verlag - Kids
Mit „Da! Ein Fuchs“ hat Autor Kay Vincent ein wunderbares Sachbilderbuch aus der Reihe „Mein erstes Natur-Entdeckerbuch“ für Kleinkinder ab ca. 18 Monaten gestaltet. Er bringt unseren Jüngsten damit die Welt unserer heimischen Waldtiere nahe.
Schon das Cover mit seiner tollen Haptik spricht den Tastsinn an und lädt zum Fühlen und Entdecken ein.
Im Inneren enthält jede der 5 Doppelseiten drei robuste Klappen mit je einer Frage, die sich im Inneren der Klappe beantwortet. Das bringt nicht nur Spaß beim Öffnen. Sie regen auch zum Spielen und Lernen an. Gleichzeitig wird beim Öffnen die Feinmotorik geschult und die Neugier angefacht, denn hinter jeder Klappe gibt es weitere interessante Details zu diesem Tier. Da lernen wir ein Kaninchen, ein Eichhörnchen, einen Fuchs, einen Maulwurf und einen Frosch in seinem Lebensraum kennen. Außerdem versteckt sich auf jeder Doppelseite ein kleiner Schmetterling, den es zu finden gilt.
Die farbenfrohen Illustrationen, ebenfalls von Kay Vincent, treffen wie ich finde, genau den Geschmack unserer Jüngsten, weil sie nicht zu überladen sind und trotzdem die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die ganz kurzen Texte laden mit kurzen Fragen oder Ausrufen zum Mitdenken und Mitmachen ein. Dadurch wird die Aufmerksamkeit gefördert und die Kinder zum Sprechen angeregt. Ein erstes Sachwissen wird hier spielerisch und kindgerecht vermittelt. Es macht die Tiere in ihrem Lebensraum sichtbar und regt zu weiteren Gesprächen über dieser Tiere oder sogar zu einem Waldspaziergang an.
Die stabilen Seiten und Klappen wirken robust und stabil und lassen sich gut von den kleinen Händen halten und umblättern. Sollte doch mal etwas drauf gekleckert oder schmutzig geworden sein, lassen sie sich auch leicht abwischen.
„Da! Ein Fuchs“ ist ein rundum gelungenes Pappbilderbuch für Kinder ab 18 Monaten, das mit interessanten Klappen und seiner liebevollen Gestaltung bestimmt die Kinder begeistern und zum Mitmachen bringen wird. Eine wunderschöne Art unsere Waldtiere näher kennenzulernen und sie den Kindern näherzubringen. Ein wunderbares kleines Geschenk unter den Weihnachtsbaum oder für den Nikolausstiefel.
Rezensionen von Liddy:
Abwechslungsreicher Magnetspaß
Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck
Dieses entzückende Magnetbuch ist inzwischen fester Bestandteil unserer Abendroutine. Gemeinsam suchen wir nach den passenden Magneten und platzieren sie an die besagten Stellen. Mit 21 Magneten sind wir über längere Zeit beschäftigt. Das Highlight ist die letzte Seite, bei der man seine eigene Abendroutine abbilden kann.
Diese ist nicht immer gleich, z.B. am Wochenende läuft die anders ab, weshalb auch hier Abwechslung hinein gebracht wird.
Auch beschäftigt sich mein Kind gerne alleine damit, selbst wenn die Magnete dann nicht immer an den richtigen Stellen landen. Die detailreiche Gestaltung lädt außerdem zum Gespräch und Entdecken ein.
Insbesondere die bunten, großen Zeichnungen finde ich gelungen und ansprechend. Die Magnete sind in einer praktische Box, sodass diese auch nicht verloren gehen und nach jedem Benutzen zurückgeräumt werden können. Dank der Spiralbindung kann man aber auch die Magnete auf den Seiten lassen und es lässt sich trotzdem leicht umblättern. Von uns eine klare Empfehlung!
Rezensionen von Marie aus E.:
Erschreckend
Heimat von Hannah Lühmann
Jana und ihr Mann und die zwei kleinen Kinder ziehen von der Stadt auf das Land und verwirklichen sich ihren Traum vom eigenen Haus.
Der Preis dafür ist hoch.
Janas Mann muss täglich weit pendeln und Jana arbeitet nicht mehr und fühlt sich am neuen Wohnort in der Neubausiedlung fremd und einsam.
Als sie Karolin kennenlernt, möchte Jana unbedingt ihre Freundin werden. Sie stalkt schon fast obsessiv Karolins Insta Account und wird schließlich in die Clique um Karolin aufgenommen.
Karolin lebt konservativ. Sie ist Hausfrau und Mutter von fünf Kindern, ihr Mann der Ernährer und Familienoberhaupt. Perfekte Inszenierung auf Social Media inklusive.
Unter dem Begriff Tradwife habe ich bislang nur die US-Frauen subsumiert, die ultrakonservativ und für mich rückwärtsgerichtet in einer völlig anderen Welt leben. Nein, die Welt ist ja identisch, das Weltbild aber nicht.
Das Buch spielt in einer nahen Zukunft, alles sehr realistisch gezeichnet und Karolin wirkte auf mich gar nicht so wie mein Bild eines typischen Tradwifes. Sie ist eine Macherin.
Allerdings ändert sich das im Verlauf des Buches bzw. ich habe eine erweiterte Definition erweitert.
Ich fand das Lesen sehr gruselig. Die düstere Zukunftsversion und das Erkennen, wie schnell man unter gewissen Parametern doch anfällig wird für rechtes Gedankengut oder es zumindest verharmlost, das zeigt das Buch sehr gut auf.
Insgesamt sowohl spannend als auch sehr nachdenklich machend.
Gerade auch, weil es Janas eigenständiger Weg ist, sie nicht von ihrem Mann dahin getrieben wird, ganz im Gegenteil, dieser distanziert sich eindeutig.
Ich habe zusätzlich zum Buch auch das Hörspiel gehört und dies konnte mich nicht ganz so begeistern wie das Buch. Es ist ungekürzt, aber die Sprecherin fand ich etwas anstrengend. Trotzdem auch hier noch fünf Sterne, weil der Inhalt so gut ist und die Sprecherin auch nicht schlecht ist, das sind nur Abzüge in der B-Note.











