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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von froschman:

Die Vergangenheit holt dich ein!

Düsteres Tal von Ruth Lillegraven

Clara Lofthus ist jahrelang in Nairobi in der Entwicklungshilfe tätig und ermöglicht so die Ausbildung von Mädchen. Hier hofft sie auch, ihr früheres Leben hinter sich lassen zu können. Bei einem Terroranschlag auf den norwegischen Entwicklungshilfeminister kann sie eine ganze Schulklasse retten.

In Norwegen wird dies als heldenhafte Tat angesehen. Sie kehrt zurück nach Oslo und wird kurze Zeit darauf Justizministerin. Jetzt will sie vor allem für ein Gesetz kämpfen, das Frauen und Kinder im familiären Umfeld vor Gewalt schützen soll. Die enorme mediale Aufmerksamkeit hilft ihr dabei. Doch bei Umbauarbeiten in einer aufgelassenen Fabrik wird eine Leiche gefunden, eine Podcast-Redaktion beginnt zu recherchieren und kommt der Ministerin samt ihrer dunklen Vergangenheit auf die Spur, ihr Leben gerät erneut ins Wanken.
Ruth Lillegravens Schreibstil mit den kurzen Kapiteln, die zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln, ermöglicht es, die Spannung stetig zu steigern. Die Beschreibung von Clara und wie nach und nach ihre Vergangenheit bekannt wird, lässt einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Clara ist egoistisch, rücksichtslos, aber in der Politik erfolgreich. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse. Auch das Cover ist ein Hingucker, es spiegelt die düstere Stimmung des Thrillers wider.

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Die Vergangenheit holt dich ein!

Düsteres Tal von Ruth Lillegraven

Clara Lofthus ist jahrelang in Nairobi in der Entwicklungshilfe tätig und ermöglicht so die Ausbildung von Mädchen. Hier hofft sie auch, ihr früheres Leben hinter sich lassen zu können. Bei einem Terroranschlag auf den norwegischen Entwicklungshilfeminister kann sie eine ganze Schulklasse retten.

In Norwegen wird dies als heldenhafte Tat angesehen. Sie kehrt zurück nach Oslo und wird kurze Zeit darauf Justizministerin. Jetzt will sie vor allem für ein Gesetz kämpfen, das Frauen und Kinder im familiären Umfeld vor Gewalt schützen soll. Die enorme mediale Aufmerksamkeit hilft ihr dabei. Doch bei Umbauarbeiten in einer aufgelassenen Fabrik wird eine Leiche gefunden, eine Podcast-Redaktion beginnt zu recherchieren und kommt der Ministerin samt ihrer dunklen Vergangenheit auf die Spur, ihr Leben gerät erneut ins Wanken.
Ruth Lillegravens Schreibstil mit den kurzen Kapiteln, die zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln, ermöglicht es, die Spannung stetig zu steigern. Die Beschreibung von Clara und wie nach und nach ihre Vergangenheit bekannt wird, lässt einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Clara ist egoistisch, rücksichtslos, aber in der Politik erfolgreich. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse. Auch das Cover ist ein Hingucker, es spiegelt die düstere Stimmung des Thrillers wider.

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Die Vergangenheit holt dich ein!

Düsteres Tal von Ruth Lillegraven


Clara Lofthus ist jahrelang in Nairobi in der Entwicklungshilfe tätig und ermöglicht so die Ausbildung von Mädchen. Hier hofft sie auch, ihr früheres Leben hinter sich lassen zu können. Bei einem Terroranschlag auf den norwegischen Entwicklungshilfeminister kann sie eine ganze Schulklasse retten.

In Norwegen wird dies als heldenhafte Tat angesehen. Sie kehrt zurück nach Oslo und wird kurze Zeit darauf Justizministerin. Jetzt will sie vor allem für ein Gesetz kämpfen, das Frauen und Kinder im familiären Umfeld vor Gewalt schützen soll. Die enorme mediale Aufmerksamkeit hilft ihr dabei. Doch bei Umbauarbeiten in einer aufgelassenen Fabrik wird eine Leiche gefunden, eine Podcast-Redaktion beginnt zu recherchieren und kommt der Ministerin samt ihrer dunklen Vergangenheit auf die Spur, ihr Leben gerät erneut ins Wanken.
Ruth Lillegravens Schreibstil mit den kurzen Kapiteln, die zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln, ermöglicht es, die Spannung stetig zu steigern. Die Beschreibung von Clara und wie nach und nach ihre Vergangenheit bekannt wird, lässt einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Clara ist egoistisch, rücksichtslos, aber in der Politik erfolgreich. Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse. Auch das Cover ist ein Hingucker, es spiegelt die düstere Stimmung des Thrillers wider.

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Rezensionen von Daggy:

Ein aufstrebender Kurort mit seinen Glanz- und Schattenseiten

Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt

Im Fasching 1872 reist Helen von Burt, eine Nichte Moltkes, mit ihrer englischen Tante nach Meran. Der aufstrebende Kurort ist für den Adel und die reiche Gesellschaft ein besonderer Anziehungspunkt. Helen soll nach Möglichkeit einen Ehemann bei einem der Faschingsveranstaltungen finden. Doch es ist immer wichtig, dass dabei die Etikette eingehalten werden.

So darf sie als junge ledige Frau nicht alleine im Ort spazieren gehen, allerdings umgeht die hervorragende Reiterin diese Vorschrift und macht sich ganz früh am Morgen zu Pferd auf die Gegend zu erkunden. So trifft sie auf Jean, den adeligen Korsen, den seine Kriegserlebnisse sehr belasten. Dr. Hirsch, ein jüdischer Arzt reist nach Meran, um hier eine Stelle anzutreten. Er ist überzeugt, dass er sich nicht nur um den Köper, sondern auch um die Seele der Erkrankten kümmern muss. Anna eine Bedienstete aus dem feudalen Hotel in den Helen untergekommen ist, erledigt ihre Arbeit sehr vorausschauen, doch dann kommt sie eines Tages nicht mehr zu Dienst.
Am Anfang des Buches ist eine Karte „Meran um 1875“ abgebildet und hinten im Buch gibt es ein Personenverzeichnis. Die 20 Kapitel beginnen immer mit einem Originaltext aus der Zeit. Die wechselnden Orte sind immer mit einer entsprechenden Orts und Datumsangabe versehen, die Personen, die im Fokus stehen wechseln, was die Erzählung auflockert. Da gibt es Helen, die dringend an den Mann gebracht werden soll, Jean, der unter seinen Kriegserlebnissen leidet und ein Geheimnis hat. Anna das kranke Dienstmädchen, ein kleines Kind, dass unter schlimmsten Umständen bei einer Familie untergebracht ist, Frauen, die für einen kargen Lohn ihre Gesundheit opfern und Ärzte, die zum einen die reichen Kurgäste versorgen, die aber auch eine Sprechstunde für die Armen anbieten. Der aufstrebende Kurort Meran wird so lebhaft geschildert, dass ich einfach durch die gut 400 Seiten geflogen bin und auf die Fortsetzung warte.

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Rezensionen von Immenhof:

Lehrreich

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate von Kathrin Lena Orso

Inzwischen habe ich verschiedene Bände der Magnetbücher gelesen. Bei dem hier dargestellten, handelt es sich um eine kleinere Ausgabe, welche damit auch praktisch zum Mitnehmen ist. Wie bei allen anderen Magnetbüchern von Ravensburger, sind die Magnete gut verstaut. Die Magnete halten auch im Buch gut.

Das Magnetbuch ist aber natürlich durch seine Funktion schwerer als vergleichbare Bücher. Mir gefallen die Aufforderungen im Buch, welche die Kinder zum Zählen animieren. Pädagogisch finde ich das Buch daher für den Vorschulbereich sinnvoll bzw. wenn sich die Kinder anfangen mit Zahlen zu befassen. Da gerade bei grösseren Zahlen die Zeichnungen jedoch genau betrachtet werden müssen, würde ich es entsprechend später einsetzen, als vergleichbare Bücher zum Thema "Einschlafen" oder "Farben".
Wer auf der Suche nach einem Magnetbuch zum Thema "Zahlen" ist, wird sicherlich nicht enttäuscht sein und man erhält die gewohnte Qualität.

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Rezensionen von ReiShimura:

Finanzwissen für Anfänger – charmant erklärt

Finanzipier dich! von Franziska Stieber

"Über Geld spricht man nicht" diesen Satz kennen bestimmt sehr viele. Und viele Jahre war dies auch eine gelebte Realität. Glücklicherweise gibt es hierbei ein Umdenken und man spricht mittlerweile über Geld, übers Sparen und Investieren. Wagt man einen Blick in die nicht allzu ferne Vergangenheit wird man allerdings feststellen, dass dies vor allem auf Männer zu traf.

Daher ist es wenig verwunderlich, dass die meisten Finanzratgeber auch von Männern geschrieben wurden. Seit einigen Jahren werden aber auch Frauen in diesem Bereich sichtbarer und es gibt eine Vielzahl an Finanzratgebern von Frauen für Frauen.
Auch wenn es für viele nicht nachvollziehbar oder verständlich ist, aber ich finde es sehr positiv und viel mehr noch äußerst wichtig, dass es weiblich geprägte Finanzbücher gibt. Natürlich lese ich auch Bücher die von Männern geschrieben wurde, allerdings gibt es einige Aspekte, die mir in Ratgebern von Männern immer zu kurz kommen oder sogar komplett fehlen.
Franziska Stieber ist eine der "jungen wilden" Damen aus dem Finanzbereich, die sich durch ihren Finanzpodcast "Finanzen mit Franzi" bereits einen Namen gemacht hat. Sie spricht mit diesem Buch gezielt eine junge weibliche Leserschaft an, wobei nichts dagegen spricht das auch männliche oder etwas ältere Personen dieses Buch lesen. Den größten Mehrwert hat man allerdings sicherlich, wenn man dieses Buch möglichst früh in seinem Erwachsenenleben liest.
Besonders gut gefällt mir der Schreibstil der Autorin. Sie schafft den Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung mit Bravour. An keiner Stelle des Buches habe ich mich überfordert gefühlt. Dieses Buch ist wirklich für absolute Anfänger im Bereich Altersvorsorge und Investieren geeignet, da sich die Autorin die Zeit nimmt, alle Begrifflichkeiten genau zu erklären. Wer allerdings, so wie ich, bereits eine Vielzahl an Finanzratgebern gelesen hat, wird eher wenig Neues erfahren, ehrlicherweise muss man aber sagen, dass dies wenig verwunderlich ist, denn auch Franziska Stieber kann das Rad nicht neu erfinden und will dies auch gar nicht. Dennoch möchte ich klarstellen, dass ich dieses Buch mitnichten als verschwendete Lesezeit bezeichnen möchte. Es war auch für mich sehr informativ und hat mir noch einmal die Basics der Finanzbildung vor Augen geführt.
Die Autorin widmet sich in ihrem Buch sehr ausgiebig dem Thema der Rentenlücke und erklärt im Zuge dessen sehr ausführlich das deutsche Rentensystem. Für mich als Österreicherin war dieser Teil zwar informativ, aber wenig hilfreich. An dieser Stelle möchte ich auf das Buch "Geld und Gloria Rente ohne Roulette" von Annette Weiß hinweisen. Zwar hat auch sie das deutsche Rentensystem im Fokus, jedoch sind ihre Berechnungen der Rentenlücke auch für Österreicher*innen anwendbar.
Obwohl es bereits eine Vielzahl an mehr oder weniger vergleichbaren Büchern auf dem Markt gibt und ich mir relativ sicher bin, dass in Zukunft noch viele nachfolgen werden, hat Autorin Franziska Stieber es geschafft, ein Buch zu schreiben, dass meiner Meinung nach, eine absolute Leseempfehlung ist.
Mit ihrem einfühlsamen, nicht wertenden und angenehmen Erzählstil hat sie ein wundervolles Grundlagenbuch erschaffen, dass vor allem, aber nicht nur, jungen Menschen helfen wird, sich finanziell erfolgreich aufzustellen, unabhängig von ihrem Verdienst.

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Rezensionen von gabiliest:

Aus den Trümmern die Hoffnung

In den Scherben das Licht von Carmen Korn

Die SPIEGEL Bestseller-Autorin Carmen Korn hat mit ihrem in Hamburg spielenden Nachkriegsroman “In den Scherben das Licht” eine berührende Schilderung der Zeit zwischen 1946 und 1955 geschrieben. Der Bucheinband zeigt ein tanzendes Paar in der Mode der Zeit- wobei man hier von Mode nicht sprechen kann, nicht nur Spinnstoffe waren knapp sondern alle zum Überleben erforderlichen Güter.

Dennoch ist der Bucheinband in hellen Farben gehalten, denn wer überlebt hatte, überstand diese entbehrungsreiche Zeit in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Im teilweise abgebrannten Haus der ehemaligen Volksschauspielerin Friede Wahrlich lebt Gert, sechzehn Jahre alt und Teil von Hitlers letztem Aufgebot, im Keller. Aus der Kriegsgefangenschaft auf Grund seines Alters entlassen sucht Gert mit Hilfe das Roten Kreuzes nach seiner Mutter und der kleinen Schwester Barbara. Doch so viele Suchmeldungen er in Friedes Radio auch hört, seine Angehörigen werden nicht gefunden. Doch Gert wird nicht aufgeben.

Eines Tages sucht Gisela in diesem Keller Zuflucht, vierzehn Jahre alt und elternlos. Nach anfänglicher Skepsis arrangieren sich die Beiden, Überleben steht im Vordergrund. Gisela möchte ihre Eltern nicht suchen, wären sie noch am Leben, würden diese sie doch sicher finden wollen. Ein Trugschluss, wie sich später erweisen wird.

Friede hatte zu Kriegsbeginn zwei Verehrer, Palutke, einen Schwarzmarkthändler, Kriegsgewinnler und später Immobilienspekulant, der Friede noch immer verehrt, den sie jedoch nicht geliebt hat. Ihre Zuneigung galt Viktor Franke, einem feinsinnigen Theaterkritiker, der als einer der ersten Juden in das Ghetto von Lodz, ein KZ, deportiert wurde. Friede hält ihn für tot und ihr Gewissen kommt nicht zur Ruhe: Aus Furcht vor den Nazis hat sie Viktor die Tür gewiesen als er um ihre Hilfe bat. Hatte hier Palutke aus Eifersucht seine Hand im Spiel? Doch Franke hat überlebt- soll er mit Friede in Kontakt treten? Erst langsam findet Franke zurück ins Leben, traut sich zu, wieder Kritiken zu schreiben. Doch wird er eine neue Liebe leben können oder stehen seine seelischen Wunden einer festen Bindung im Weg?

In dieser von Mangel und Hunger geprägten Nachkriegszeit versuchen die Protagonisten zu überleben, Schwarzmarkthandel und Zigarettenwährung sind die Mittel dazu. In den Trümmern sucht Gert nach Verwertbarem, einem Ofen, alles, was noch gebraucht werden konnte, wurde geplündert, Stiegenholz zum Heizen oder schimmlige Decken, denn der Winter ist bitter kalt. Langsam wird aus Gert und Gisela ein Liebespaar und langsam bessern sich die furchtbaren Verhältnisse. Für Gert steht weiterhin die Suche nach seinen Angehörigen im Vordergrund, doch die Mutter ist tot. Aber die Schwester? Und wer nicht sucht, der wird gefunden- so Giselas Vater, ein Fotograf, der sich eine neue Existenz aufgebaut hat und nur zögerlich versucht, sich Gisela anzunähern.

Carmen Korn lässt in ihrem Roman, der die Verhältnisse von bitterster Not bis zum beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung nachzeichnet, durch lebendige und bildhafte Schilderungen das Leben in den Trümmern und zur Zeit des Wiederaufbaues entstehen. Kinder, auf sich selbst gestellt, die versuchen, zu überleben; die verzweifelte Suche nach vermissten Personen; die nicht besiegte Geisteshaltung der Nazis; Neid und Missgunst durch Menschen, die sich zu kurz gekommen wähnen; Freundschaft, Verrat und einen unbändigen Überlebenswillen. Langsam entwickelt sich aus der Schicksalsgemeinschaft in Friedes Haus eine Familie.

Von der Generation, die hier nachgezeichnet wird und die die zerstörten Länder und Städte wieder aufgebaut hat, lebt heute kaum mehr jemand. So hat Carmen Korn uns, die wir die Gnade der späten Geburt für uns in Anspruch nehmen können, ein Werk geschenkt, das uns das “niemals vergessen” nahebringt und das der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegsgeneration ein würdiges Denkmal setzt.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Halbe Portion

Halbe Portion von Elisabeth Pape

"Halbe Portion" ist das Romandebüt von Elisabeth Pape, das mich auf ganzer Linie berührt und überzeugt hat. Pape beschreibt autobiografisch über ein Leben mit Ess-Störung und ein Aufwachsen in Armut. Dabei verwischt die Grenze zwischen Autobiographie und Fiktion vemutlich hier und da, mindert den Stellenwert des Buches jedoch nicht.

Im ersten Teil wechselt die zeitliche Erzählebene zwischen dem jetzt und früher, die Kapitel sind relativ kurz, dafür sehr prägsam. Im zweiten Teil gibt es nur noch das jetzt.
Der Wechsel zwischen Vergangenem und Aktuellem hat mir gut gefallen, vor allem, weil die Kapitel thematisch aufeinander abgestimmt sind und somit ein sehr gutes, rundes Bild entsteht. Die Geschichte wirkt sehr authentisch, ungeschönt und schonungslos, konnte mich auf ganzer Linie abholen und emotional mitnehmen. Ein Buch, das noch lang in Erinnerung bleiben wird.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Ember King

Ember King Die Dragonbound-Trilogie von Marie Niehoff

"Ember King" von Marie Niehoff ist der dritte und damit finale Band der Dragonbound-Serie. Um die Inhalte einordnen zu können ist es wichtig den ersten und zweiten Teil gelesen oder gehört zu haben. "Ember King" ist in der Hörbuchfassung von Leonie Landa, Vanida Karun und Sven Macht gesprochen.

Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecher:innen kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit haben mir Landas, Karuns und Machts Stimmen gut gefallen. Schön ist auch, dass Landa und Macht bereits die vorigen Teile eingelesen haben, somit ist eine Kontinuität der Charaktere gegeben.
Ein König vergibt nicht – erst recht nicht seinen Feinden. Diese Kurzzusammenfassung trifft den Kern des Buches schon recht gut. Ein Großteil des Buches dreht sich um die Machtverhältnisse, Krieg und die Frage: Wer wird König?
Cassim und Yessa bleiben spannende Charaktere, die jedoch weiterhin gut daran täten etwas offener miteinander zu kommunizieren. Beide Charaktere blieben ihren bekannten Prinzipien treu und relativ stur. Ich hätte mir etwas mehr Charakterentwicklung für mehr Facettenreichtum und Tiefe gewünscht. Schade, dass sich diese Nicht-Kommunikation durch alle Bände der Reihe zieht und wesentliches Charaktermerkmal bleibt. Leider habe ich in diesem Band besonders häufig genervt die Augen verdreht, weil sich viele Konflikte mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation vermeiden ließen.
Die grundlegende Story schließt an die Handlung des vorigen Buches der Reihe an, benötigt aber etwaws länger, um richtig in Fahrt zu kommen. Gut gefallen hat mir die ergänzende Perspektive von Yessas Mutter, sie bringt noch mehr Dynamik in die Handlung, die sonst vorwiegend aus Kampf und Gewalt bestünde. Dies ist auch meine größte Kritik an diesem dritten Band: Es ist sehr gewaltlastig, vieles weiteres bleibt darüber auf der Strecke. Das Ende kam für mich dann zu plötzlich und abrupt, so dass sich kein rundes Gesamtgefühl eingestellt hat.

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Rezensionen von nanu?!:

Der rätselhafte Findling

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten von Davide Morosinotto

Es ist das Jahr 1829 und niemand geringeres, als der berühmte italienische Detektiv Doktor Grimaldi, wird nach Nürnberg gerufen um aufzuklären, wer Kaspar Hausers Leben bedroht.
Seine vierzehnjährige Tochter Greta wird ihn natürlich wie immer begleiten, denn er legt großen Wert auf Gretas Fähigkeiten, obwohl sie ein Mädchen ist.

Kaum hat das Vater-Tochter-Gespann sich im "Bayerischen Hof", der besten Adresse Nürnbergs, ausgebreitet, legen sie auch schon los mit den Ermittlungen.

Seit fast 200 Jahren fasziniert Kaspar Hauser uns mit seiner Geschichte.
Ein Junge, der plötzlich da ist und der kaum etwas kann, weder richtig sprechen noch richtig laufen.
Später behauptet er, er sei so lange er denken konnte ein Gefangener gewesen. In einem Verlies hätte er jahrelang leben müssen, ohne je eine Menschenseele zu sehen, nur mit Wasser und Brot.
Bald schon sind die Menschen, und vor allem die Zeitungen von Kaspar fasziniert, berichten jeden Tag über ihn und nennen ihn bald "das Kind Europas".
Davide Morosinotto greift dieses spannende Thema auf und verwebt Fiktion und historische Fakten gekonnt miteinander.
Bis heute nämlich, wurde Kaspar Hausers Herkunft und insbesondere die Umstände seines Todes nie aufgeklärt.
Perfektes Material also, für einen spannenden Roman, wie ich finde, und der Autor versucht hier einen neuen Ansatz um Kaspar zu finden.

Dr. Grimaldi ist keine Figur, die man unbedingt mögen muss. Er ist streng und wirkt sehr arrogant. Niemals sieht er einen Anlass, das Hotel zu verlassen. Lieber bestellt er die Menschen zu sich, egal ob es ein kleiner Bote oder der Bürgermeister höchstpersönlich ist.
Greta ist da ganz anders. Sie ist ihrer Zeit weit voraus. Sie ist gebildet und belesen, spricht mehrere Sprachen und hat keine Angst, auf eigene Faust Ermittlungen durchzuführen. Anders als ihr Vater, wandert sie mit offenen Augen und Ohren durch Nürnbergs Gassen.
Natürlich sind die Leute sehr irritiert, wenn Greta bei Befragungen und Besprechungen anwesend sein darf, immerhin ist sie nur ein Mädchen, und wie kann ein Mädchen überhaupt hilfreich sein?
Ja, die damaligen Gepflogenheiten kommen manchmal schon richtig gut zur Geltung.

Besonders gut gefallen hat mir Morosinottos Blick fürs Detail. Er beschreibt Nürnbergs Stadtbild mit seiner Burg, den schmutzigen Gassen und lauten Gasthäusern, dem vollen Markt, den Kutschen und Sänften auf den Straßen sehr lebendig und bildhaft. Man kann sich die Stadt so richtig schön vorstellen.
Zum Ende hin schleichen sich aber leider ein paar Längen in die Geschichte. Die Auflösung um Kaspar Hausers Bedroher war zwar schlüssig, aber für meinen Geschmack nicht zufriedenstellend.
Von Kaspar Hauser selbst hätte ich noch gerne einiges mehr erfahren, er kam mir definitiv zu kurz.
Wirklich toll ist die Aufmachung des Buches, die ist nämlich mit Illustrationen bestückt die unter anderem die historischen Briefe und diverse Dokumente über Kaspar zeigen.
Ich kann das Buch nur weiter empfehlen denn trotz allem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.
PS: "Die Mississippi-Bande" vom selben Autor kann ich ebenfalls nur wärmstens weiter empfehlen, das fand ich sogar noch ein bisschen besser.

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