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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bettina:

Ein ungewöhnliches Leben

Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt

Die Beschreibung des Lebens von Lita ist wunderbar vielfältig und ungewöhnlich. Schon ihre Mutter war etwas Besonderes, aufgewachsen in einem Kloster, mit Interesse für Schuhe und Tango, weit entfernt vom Leben der Nonnen und trotzdem integriert. Für die Mutter bestimmt der Tango das ganze Leben, für beide tauchen ständig neue Veränderungen auf, die sie vom warmen Südamerika nach dem kalten Neufundland führen.

Die Geschichte ist mit sprachlichen Bildern gespickt die beim Lesen richtig Spaß machen und die Handlung gut „illustrieren“. Lita ist eine sehr sympathische Hauptperson, ich jedenfalls wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Auch alle anderen Personen werden gut beschrieben, so entsteht eine Welt in die die Leser eintauchen können. Wer Spaß an ungewöhnlichen sprachlichen Wendungen und einer sehr abwechslungsreichen Lebensgeschichte hat wird hier sicher Freude haben.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Magisch, berührend und wunderschön erzählt – Cassies Reise ins Unbekannte

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna

Schon das traumhaft gestaltete Cover, der farbenprächtige Buchschnitt und die liebevolle Innengestaltung haben mich sofort verzaubert. Alles wirkt magisch und einladend – genau das richtige Buch für alle, die Hexen und Zauberwelten lieben.
Cassandra, genannt Cassie, wächst in einem grauen, strengen Waisenhaus auf, in dem sie sich wie eine Außenseiterin fühlt.

Ihr einziger Trost sind die Bücher, die sie heimlich liest, und das Versprechen ihrer Mutter, sie eines Tages abzuholen. Der goldene Schlüssel, den Cassie von ihr bekam, ist ihr kostbarster Besitz.
Als Cassie das Heim verlassen soll, fasst sie einen mutigen Entschluss: Sie macht sich selbst auf die Suche nach ihrer Mutter – und gelangt ungewollt in eine magische Welt voller sprechender Katzen, Goblins, einer geheimnisvollen Haghexe und vieler weiterer zauberhafter Wesen. Mit neuen Freunden und ihrer überraschend wachsenden Familie entdeckt Cassie nicht nur ihre eigene Magie, sondern auch Mut, Freundschaft und Zusammenhalt.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und tief berührt. Besonders schön fand ich, dass nun auch meine 12-jährige Nichte das Buch lesen möchte – sie liebt Magie genauso sehr wie ich. Für uns beide ein echtes Herzensbuch, auf dessen zweiten Band ich nun sehnsüchtig warte.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Hier werden Fußballfans kreativ

Malen nach Zahlen Fußball Malbuch für Kinder ab 5–7 Jahren von Skye McKenna

Wir haben schon einige Malbücher von Mickey Müller in unserer Sammlung. Aber dieses Malen nach Zahlen Malbuch ist etwas ganz besonderes.
Auf 50 Seiten bekommen wir coole Motive des für Viele beliebtesten Sports der Welt, dem Fußball. Da erleben wir einen kleinen Jungen bei Aufwärmübungen, beim Training, mit dem Ball in der Hand, beim Torjubel, auf dem Siegertreppchen mit dem Pokal davor, beim Ansturm auf das Tor, beim Anlauf zum Elfmeterschuss, beim Spiel mit seinem Gegner, beim Abstoß von der Eckfahne, als Torwart oder beim Spiel mit einem Erwachsenen, vielleicht seinem Vater.

Als er vom Schiri eine gelbe, oder ist es sogar die rote? Karte bekommt, schaut er gar nicht mehr so fröhlich aus. Immer macht es Spaß sich schon die schwarz-weiß Bilder anzuschauen und sich vorzustellen, wie sie wohl in Farbe aussehen werden. Unsere beiden Jungs sind bestimmt begeistert, wenn sie das tolle Malbuch in den Händen halten und es selbst ausgestalten können.

Auf jeweils einer Doppelseite bekomme ich rechts eines der Motive mit einem kleinen Jungen in Fußballpose. Die linke Seite bleibt frei, damit das nächste Motiv nicht durch durchdrückende Farbe verunstaltet wird. Vielleicht sollte man beim ausmalen hier ein weiteres Blatt oder einen dünnen Karton einlegen, damit auf der folgenden Seite nichts passiert. Und nun ist es an uns zu entscheiden, welche Farbe wir den einzelnen abwechslungsreichen Fußballbildern geben.
Auf der Rückseite des Malbuches bekomme ich oben eine Farbschablone mit 12 Malstifte mit den verschiedenen Farben. Hier können Vorschulkinder und Erstklässler spielerisch die Farben und die Zahlen 1 – 12 lernen. Natürlich kann jeder auch seine eigene Farbgestaltung frei bestimmen. Ich bin schon sehr gespannt, wie die fertigen Bilder aussehen werden.

Ein wunderschönes Malen nach Zahlen Malbuch für Jungs ab 5 Jahren, das die Feinmotorik, die Konzentration und vor allem die Kreativität fördert. Das perfekte Geschenk für die kommende Vorweihnachtszeit und kleine Fußballhelden.

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Rezensionen von Ruth:

Was für ein Debut!

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik


Was für ein Debut, das die junge österreichische Autorin Anna Maschik, Jahrgang 1995, hier vorgelegt hat. So ungewöhnlich und originell wie der Titel ist der gesamte Text.
Der titelgebende erste Satz legt den Ton und das Setting des Romans fest, führt er doch in eine archaisch anmutende Welt.
Es beginnt mit einer illegalen Hausschlachtung während des Zweiten Weltkriegs auf einem Bauernhof in Norddeutschland.

Wer hier ganz allein ein Schaf schlachtet ist Henrike, die Urgroßmutter von Ich- Erzählerin Alma. Ehemann Georg und Sohn Benedikt sind an der Front, aber wenn sie heimkehren will die Bäuerin Fleisch und Würste für sie bereithalten. Ein Schwein heimlich töten wäre zu gefährlich, denn „Schweine verraten dich mit ihrem entsetzlichen Geschrei, die Schafe aber sterben still.“
Dass Tod und Geburt eng beieinanderliegen, nicht nur in diesem Roman, macht die Autorin gleich mit dem nächsten Abschnitt deutlich. „Wir betreten die Geschichte durch die Innereien eines Schafes und wie auch ich die Welt betreten habe: durch einen Schnitt im Unterleib. Die Nabelschnur hat sich dreimal um meinen Hals gewunden wie ein Strick, und so schneidet die Hebamme, ihr Name ist Anna, meiner Mutter einen lachenden Mund in den Bauch, holt mich heraus und näht ihr das Lachen zu einem schiefen Lächeln zu. Ich möchte mich vorstellen: ich bin Alma und meine Erzählung ist eine Eingeweideschau…“
Alma fungiert als allwissende Erzählerin und sie geht weit zurück in der Genealogie ihrer Familie.
Henrike, die Urgroßmutter, kommt mit dem neuen Jahrhundert zur Welt. Sie ist die Älteste von fünf Geschwistern und sie ist dreizehn, als die Mutter stirbt. Nun muss sie sich um den Haushalt und die jüngeren Brüder kümmern. Der Vater fällt im Ersten Weltkrieg und Henrike braucht einen Mann für die viele Arbeit auf dem Hof. Das erste Kind, Sohn Benedikt, „ ein verwunschenes Kind“, kommt schlafend zur Welt und wird erst als junger Mann aufwachen. Tochter Hilde hält nichts auf dem Hof. Sie wird schwanger von einem österreichischen Soldaten und folgt diesem nach dem Krieg in seine Heimat. Dort kommt als drittes Kind Miriam zur Welt, die Mutter von Alma.
Anna Maschik braucht nicht viele Seiten für ihre vier Generationen umspannende Familiengeschichte. Das gelingt ihr, indem sie sich auf wenige prägende Ausschnitte beschränkt. Vieles steht zwischen den Zeilen.
Und vieles wiederholt sich. Das Schweigen zwischen den Figuren, die Bevorzugung einzelner Kinder, die Liebe zur Natur.
Anna Maschik macht ihre Geschichte vorrangig an den Frauenfiguren fest. Jede hat Schwierigkeiten mit ihrer Rolle als Mutter und jede möchte es anders, besser machen. Trotzdem, oder gerade vielleicht deshalb, verfallen sie in die gleichen Muster.
Die einzelnen Episoden werden durch Listen ergänzt, so z.B. eine knappe Aufzählung der Mahlzeiten, die die Großmutter kocht, aber auch solche:
„Dinge, die hängen:
Das Schaf am Haken
Die Schinken in der Räucherkammer
Der Urgroßvater am Balken
Die Puppen an der Deckenlampe
Das Kind an der Nabelschnur“
Eine weitere Besonderheit des Romans sind die magischen Elemente, die sich neben den realistischen Beschreibungen des Alltäglichen, zuhauf finden lassen. So wird das Gemüse im Garten blass angesichts des Todes, ein Kind verschläft viele Jahre seines Lebens, ein anderes erscheint dem Bruder als ein Stück Holz, Menschen werden zu Pflanzen usw.
Und zwei alterslose Figuren durchziehen den ganzen Roman, sind nicht gebunden an Ort und Zeit. Das ist zum einen Anna, die Hebamme des Dorfes, die bei jeder Geburt den Müttern zur Seite steht, aber auch bei unerwünschten Kindern Abhilfe weiß. Und am Ende eines Lebens erscheint Nora, die Leichenfrau, die unter ihrem schwarzen Kleid bunte Farben trägt. Tröstlich auch die Vorstellung, dass auf die Verstorbenen schon ihre Vorfahren warten, die vorangegangen sind.
Obwohl ich ansonsten kein Freund von surrealen Texten bin, so fügen sich hier die phantastischen Elemente hervorragend in das Gesamtkonzept des Romans.
Anna Maschik hat mich mit ihrem Debut mehr als überzeugt. Ihr Gefühl für Rhythmus und Magie, ihre poetische Sprache und ihre eigenwillige Erzählform wirken lange nach.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Wieder ein super toller Thriller

Verstummte Narben: Thriller von Catherine Shepherd

Schon zum 10 Mal unterstützt Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ihren Partner Florian Kessler bei Mordermittlungen.Diesmal wird Julia in einen Mordfall verwickelt, der sie in ihren persönlichen Alptraum plötzlich und unerwartet katapultiert.Auf einem Friedhof wird die Leiche einer Frau in einem Nachthemd gefunden.

Unter ihr befindet sich das Foto einer anderen Frau mit einem Datum in drei Tagen .Auf dem Foto sieht man aber nur ein Auge, aber man weiß, was es zu bedeuten hat-es wird das nächste Opfer sein.Die Tote liegt auf dem Grab von einem 15-jährigen Jungen, dieser heißt Michael, wie ihr Bruder-Julia stockt der der Atem. Als sie dann bei der Obduktion 3 Kratzer auf dem Hüftknochen findet, ist sie starr vor Schreck.Diese Kratzer hatte auch ihr Bruder,es ist das Erkennungszeichen eines Serienmörders Mario Kimpel, der auch ihren Bruder Michael vor 12 Jahren umgebracht hat.Aber der sitzt im Hochsicherheitstrakt der JVA Köln…..

Die Autorin Catherine Shepherd hat einen fließenden und sehr spannenden Schreibstil.Immer, wenn man denkt, man hat den Täter-wird man wieder eines Besseren belehrt.Die Spannung zieht sich bis zum Ende,sehr gerne 5 Sterne.Ich bin auf den nächsten Thriller schon sehr gespannt…..

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wo wir landen könnten, wenn wir so weitermachen wie bisher

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft von Fiona Sironic

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft. Schon dieser sehr gelungene Titel, und diese Tatsache, macht neugierig auf das Buch. Wer sind die Mädchen und warum jagen sie Sachen in die Luft, was bringt sie dazu? Und wozu führt das alles?

Wir befinden uns in einer dystopischen, vom Klimawandel stark beeinträchtigten Welt in der nahen Zukunft.

Genaue Jahreszahlen werden im Buch nicht genannt, doch die heutige Zeit kann nicht so weit weg sein, denn die Mütter der genannten Teenagermädchen sind ungefähr die heutige Generation junger Eltern, dafür gibt es zahlreiche Hinweise, etwa, dass sie die Anfangszeiten des Internets noch miterlebt haben oder dass Eras Tante sich als junge Frau mit Leidenschaft in der Klimabewegung engagiert hat und an Klebeaktionen in Museen beteiligt war. Ich stelle mir also vor, dass wir in den 2030er oder 2040er Jahren sind.

Es scheint der Klimawandel radikal vorangeschritten zu sein in diesem Szenario, es ist sehr heiß, oft kommt es zu Waldbränden, aus Seen und auch aus so einigen tiefer gelegenen Orten sind überflutete Sümpfe geworden, frisches Obst und Gemüse sind Mangelware geworden, ebenso wie leistbarer, sicherer Wohnraum. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist stark gesunken, da insbesondere ältere Menschen die zunehmende Hitze nicht gut vertragen und nur sehr Reiche sich dauerhaft davor mit technologischen Mitteln schützen können. So ist etwa der Großvater (eine der ganz wenigen männlichen Personen in diesem Roman, die überhaupt kurz erwähnt wird) eines der Teenager-Mädchen mit 65 eines Tages einfach tot umgefallen, und mittlerweile erreichen viele nicht einmal mehr dieses Alter. Das Internet und Influencerinnen gibt es aber noch, allerdings spielen sie eine kleinere Rolle als früher, zu fragmentiert ist die Gesellschaft geworden. Auch Polizei oder Regierungen sind nur mehr sehr schwache Institutionen, die gesellschaftlich nicht mehr viel regeln können.

In dieser Welt lebt die Jugendliche Era lebt mit ihrer Mutter, die für ihre Promotion Archivposts von Influencerinnen auswertet, in einem Tiny House im Wald, das sie Hütte nennt. Era selbst fühlt sich der Natur sehr verbunden und beschäftigt sich viel mit mittlerweile ausgestorbenen Tieren (so einige, die es in unserer jetzigen Gegenwart noch gibt), insbesondere mit Vögeln. Zum Glück sind zumindest viele Informationen über diese und der Klang ihrer Singstimmen online archiviert. Vater kommt in diesem Buch keiner vor, wie auch sonst kaum eine identifizierbare männliche Person. Wenn es in dieser Dystopie auch in der aktuellen Zeit, abseits von dem erwähnten verstorbenen Großvater, noch Jungen oder Männer geben sollte, so scheinen sie keine Rolle zu spielen - alle wesentlichen Akteurinnen sind Frauen und sind Single oder in einer lesbischen Beziehung.

Die Hauptfiguren sind Era, deren Hauptbezugspersonen ihre Mutter und deren Schwester sind, letztere wird von ihr einfach "Tante" genannt, sowie die Schwestern Maja und Merle, die Töchter des lesbischen Influencerinnenpaars Diana und Emily, die darunter leiden, von klein auf von ihren Müttern vor die Kamera gezerrt und online vermarktet worden zu sein - der Preis für ein Leben in einem Reichtum, der für die meisten Menschen in dieser Dystopie unvorstellbar erscheint.

Zufällig beobachtet Era die Schwestern Maja und Merle dabei, samstags im Wald verschiedene Sachen in die Luft zu sprengen, lernt die beiden Mädchen kennen und es kommt zu einer Freundschaft und auch zu einer zarten lesbischen Romanze zwischen Era und Maja. Doch Maja birgt in sich tiefe Abgründe, ist sehr verwundet durch ihre Kindheit und fest entschlossen, Rache zu üben und die Dinge für sich richtig zu stellen, um jeden Preis.

Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in das in diesem Buch geschilderte Szenario hineinzufinden und mich gedanklich zu sortieren. Bald hatte es mich aber gepackt und ich habe mit viel Spannung und Interesse weitergelesen. Besonders interessant war für mich die mit vielen Details geschilderte und durchaus realistische vorstellbare Dystopie - ein gedankliches Experiment zu der Welt, in der wir in der nicht so fernen Zukunft landen könnten, wenn einige aktuelle Trends sich so weiterentwickeln: von der Zersplitterung der Gesellschaft über den Klimawandel und die zunehmende Digitalisierung der Welt, aber auch Zeitgeistphänomene wie die Influencerinnen, die aber dann auch wieder an Bedeutung verlieren.

Und wohin mit der Wut der jungen Menschen (hier: der jungen Mädchen) über das, was ihnen angetan wurde, als ihre Zukunft so leichtfertig verspielt wurde, sie einfach schon als kleine Babys ungefragt online gestellt und vermarkt wurden, sie in einer Welt mit so wenigen Kindern leben müssen, die sich kaum für ihre Bedürfnisse interessiert, und gleichzeitig von den älteren Generationen nicht genug darauf geachtet wurde, ihnen eine lebenswerte Zukunft zu bewahren? Wie kann sich diese durchaus gerechtfertigte Wut auf konstruktive oder destruktive Art kanalisieren und wozu führt das? Da sind wir wieder beim in den Wald gehen (solange es einen solchen noch gibt) und Sachen in die Luft jagen.

Es ist eine sehr intelligent konstruierte Mischung aus Dystopie und Coming-of-Age-Roman in einem weiblich dominierten Setting, die uns in der Gegenwart in vielem den Spiegel vorherrscht und zum Nachdenken anregt, aber auch sehr unterhaltsam zu lesen ist.

Insgesamt ist es ein äußerst intelligentes und interessantes Buch, das mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht hat und das völlig zu Recht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet ist. Leseempfehlung für alle, denen unsere Zukunft am Herzen liegt!

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Rezensionen von Katzenmicha:

Miez Marple und ihr Wellness-Urlaub

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis von Fabian Navarro

Es ist bereits das dritte Buch der Reihe und diesmal ermittelt Miez Marple,die clevere Katzendetektivin im Luxustierhotel Bellagio.Für Miez Marple solles eigendlich ein Urlaub sein.Krallenmaniküre, Fellpflege und Ballenmassage stehen auf ihrem Programm.Doch es kommt anders,es erwartet sie ein grausiger Mord.

Eine der drei Schnurrhaar-Diven Schurrsanne wird tot im Außenbereich der Hotelanlage aufgefunden.Miez Marple nimmt so gleich die Ermittlungen auf,dabei bekommt sie unerwartete Hilfe vom Silberschweif.Zudem ist der Schlagerkater Florian Silberschweif ihr Zimmerkater, mit dem sie sich das Zimmer teilen muß.Dieser hatte sie, bei einem vorherigen Fall einfach zurückgelassen hat.Und nun hier auch noch auf Entzug ist.Mangels Alternativen nimmt Miez seine Hilfe auch an,und da das Hotel gut besucht ist, hat Miez Marple auch gut zu tun, den wahren Täter zu entlarven….

Der Autor Fabian Navarro hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Spannend nimmt er den Leser mit in die Geschichte.Die Charaktere der einzelnen Tiere sind sehr unterschiedlich und interrisannt.Der Fall ist spannend bis zum Schluss und was mir sehr gut gefallen hat,ein Cozy-Crime à la Agatha Christie Style.Sehr gerne 5 Sterne und bitte noch mehr von Miez Marple.

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Rezensionen von Astrid:

Die Provence, junges Leben und ein Geheimnis ...

Die Frau, die es nicht mehr gibt von Maiken Nielsen

Manchmal hatte ich während des Zuhörens (ja, es gibt davon jetzt auch ein Hörbuch) den Eindruck der Glorifizierung der RAF-Vergangenheit mittels einzelner Protagonisten … Dazu kommen etwas Esoterik, Hippies, Zuneigung, Unbeschwertheit, Atomwaffen, kalter Krieg, Lavendelfelder, Außerirdische, Drogen und eine Frau, die nach einem Unglück verschwindet.

Wir begleiten vier Freunde, völlig unterschiedliche Charaktere und zahlreiche Nebendarsteller im Alltag. Unsere vier sind Suchende. Haben ihre Bestimmung noch nicht gefunden. Es gilt viel zu erleben, nicht jeder wird überleben. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Welt, in der die Handlung spielt, eine geschlossene ist. Warm wurde ich nicht mit den Freunden, aber das muss ich nicht, dafür fühlte ich mich als Beobachterin.

Immer im Hinterkopf hatte ich, dass Mado (Madeleine) ein Geheimnis verbarg, und das hielt mich bei der Stange.
Bildhafte, lebendige Darstellung, hier und da unnötige Längen. Von Vorteil ist, wenn man einen Bezug zu Frankreich hat, interessiert an den Geschehnissen in den 70ern und 80ern und der RAF ist.

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Rezensionen von Jule:

Voller Details

Taylor Swift von Damien Somville; Marine Benoit

Mit „Taylor Swift - Alle Songs“ von Damien Somville hat der DeliusKlasingVerlag ein Buch veröffentlicht, dass nicht nur durch die hochwertige Verarbeitung zu glänzen weiß. Es besticht vor allem durch das Detailreichtum im inneren.

Doch schon das Cover überzeugt durch die Haptik und die glitzernden Elemente - je nach Lichteinfall.

Die Schlichtheit spiegelt sich auch im inneren des Buches wieder. Hier trifft klassisch Fotografie auf Text. Mit viel Liebe zum Detail wird das Leben von Taylor Swift von Beginn an aufgerollt. Nichts wird ausgelassen, sodass man auch als Jemand der nichts mit Taylor am Hut hat direkt weiß, wie sie zu der großen Künstlerin geworden ist.
Dazu werde jedem einzelnen Song - wie auch auf dem Cover versprochen - viel Zeit gewidmet. Von der Produktion und der Geschichte hinter dem Lied erfährt man alles bis ins Detail. Hilfreich dabei ist ebenfalls, dass die Alben chronologisch geordnet sind und man so schneller zu seinen Lieblingssongs findet.

Dieses Buch ist definitiv nicht überladen mit Bildern, was überhaupt nicht schlimm ist, da die meisten der Fotos ziemlich ausdrucksstark sind und man einfach nicht mehr braucht. So kann man sich über Stunden in diesem Buch verlieren, das für mich als Taylor Swift Fan, definitiv einen großen Wert hat und neue Informationen und Dinge beinhaltet von denen ich noch nichts wusste.

Es ist definitiv eine Empfehlung für alle, die tiefer in die Hintergründe von Taylors Songs einsteigen wollen. Egal ob Fan oder nicht, hier findet jeder definitiv etwas, das interessant ist.

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Rezensionen von Shilo:

Acht Freundinnen auf der Suche nach ihrem Weg

Was vor uns liegt von Alba de Céspedes

Die Geschichte spielt in einem Internat in Rom. Hier leben acht junge Frauen und versuchen, ihren eigenen Weg zu finden, obwohl strenge Regeln sie einengen. Zwischen Unterricht und dem täglichen Ablauf gibt es Momente, in denen Mut, Sehnsucht und heimliche Wünsche spürbar werden. Besonders eindrucksvoll ist, wie unterschiedlich die jungen Frauen ihren Platz im Leben finden.

Eine verborgene Liebesgeschichte, kreative Pläne, verletzter Stolz, stille Angst und heimliche Eifersucht zeigen, wie stark ihr Wunsch nach einem eigenen Weg ist. Die Autorin beschreibt die Figuren sensibel und nachvollziehbar. Vieles zeigt sich in den kleinen Momenten, in Gesten und Gedanken, die man nur so nebenbei mitbekommt. Auch der historische Hintergrund ist gut eingeflochten. Rom in den dreißiger Jahren wirkt nicht nur als Kulisse, sondern als Zeit mit eigenen Regeln, Erwartungen und Zwängen.
Der Roman verlangt ein konzentriertes Lesen. Manche Szenen ziehen sich etwas hin, und nicht jede Nebenfigur bleibt gleich stark im Gedächtnis. Trotzdem ergibt sich ein rundes Bild. Man merkt an kleinen Dingen, wie unterschiedlich stark jede der jungen Frauen ist.
4 Sterne, weil die Geschichte berührt und mit einfachen Mitteln eine dichte Atmosphäre schafft, auch wenn einzelne Passagen weniger überzeugend wirken. Insgesamt ein ruhiger, eindringlicher Roman, der im Gedächtnis bleibt.

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