Kunden em pfehlungen
Rezensionen von leseratte1604:
Absoluter Pageturner
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Vom Buchcover über den Schreibstil bis hin zum Inhalt hat mich dieser Thriller von Caroline Seibt absolut abgeholt - ich habe angefangen zu lesen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Das Schicksal von Anna, deren Schwester spurlos verschwunden ist, deren Vater schuldig oder unschuldig im Gefängnis sitzt und die Mutter psychisch mehr als labil ist und Anna somit verantwortlich für ihren kleinen Bruder Leon ist, lässt einen nicht kalt.
Es gibt viele Wendungen, Verdächtigungen und am Ende kommt der große Knall.
Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen und man "verheddert" sich auch nicht dabei, weil alles zu kompliziert ist. Meistens wird aus Annas Sicht erzählt, immer wieder aber auch aus der Sicht von Katharina, der Polizistin, die Julis Fall neu aufrollt und sich absolut in den Fall hineinhängt und ihre Familie dadurch vernachlässigt.
Nur eine einzige Stelle bleibt für mich etwas ungelöst, aber die spielt jetzt auch nicht eine so große Rolle, von daher 5 von 5 Sternen!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Anna von Meran, geb. Plochl - mehr als die Ehefrau eines Erzherzogs
Anna Plochl von Gabriele Reiterer
Zu Anna Plochl (1804 –1885), die im Alter von 15 Jahren Erzherzog Johann (1782-1852) begegnet ist, gibt es zahlreiche romantische Filme und einige Romane, jedoch bislang kaum als historisch verbürgte Fakten einzustufende Informationen. Fast alles, was über sie geschrieben und erzählt wird (und wurde), endet mit der Hochzeit mit dem Habsburger im Jahr 1829.
Welchen Anteil sie an den Reformen der Landwirtschaft, die Johann zugeschrieben werden, hat, enthüllt die Kunsthistorikerin Gabriele Reiterer in dieser umfassenden Biografie. Dafür hat Reiterer in unzähligen Archiven geforscht und hat erstmals Zugriff auf das Familienarchiv der Familie Meran erhalten.
Wer ist sie nun, diese Anna Plochl, die als kleinbürgerliche Posthalterstochter in eine der mächtigsten Dynastien des 19. Jahrhunderts einheiratet?
Nach dem Intro erfahren wir in zehn Kapiteln sowie einem Epilog bislang Unbekanntes aus dem Leben der Anna Plochl, die Landwirtin, Pionierin und Habsburgerin gewesen ist:
1885 Aussee - Abschied und Neubeginn
Die Dynastie am Abgrund
Das „gamsaugete“ Mädchen
Das ehelose Zusammenleben
Eine andere Art der Ehe
„Ich empfehle dir das Ganze“
Die „persona dubia“ wird Freifrau von Brandhofen
Anna, die Aristokratin
Wetterleuchten
Wende und Abschied
Aus den zahlreichen Briefen, Tagebucheintragungen und Dokumenten gewinnt die Autorin ein interessantes Bild der Beziehung zwischen Anna und Johann, die sehr modern anmutet. Johann, der Bruder des Kaisers, muss nicht für dynastischen Nachwuchs sorgen, (weil das der Kaiser selbst erledigt hat) weshalb er, nach zehn Jahren des brüderlichen Widerstandes, die nicht standesgemäße Bürgerliche endlich heiraten darf. Allerdings sind beide zahlreichen Einschränkungen unterworfen. Vor allem zahlreiche Hofschranzen lassen Anna ihre Herkunft spüren, indem man sie herablassend behandelt. Dass Kinder aus einer morganatischen Ehe keinen Herrschaftsanspruch haben, ist spätestens 1918 ohnehin obsolet. Dieses Schicksal teilt ihr Sohn Franz von Meran (1839-1891) mit den Kindern des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgerpaares Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Ehefrau Sophie von Hohenberg, geborene Chotek.
In Laufe der Jahr wird Anna Plochl zunächst als Freifrau von Brandhofen und dann als Gräfin von Meran geadelt. Welche Rolle hier der allseits bekannte (und teils verhasste) Fürst Metternich gespielt hat, kann man hier nachlesen.
Anna von Meran wird ihren Mann um 26 Jahre überleben. Letztlich werden Anna und Johann im Mausoleum auf ihrem Südtiroler Anwesen, dem Schloss Schenna, beigesetzt.
Auf Grund der ständigen Abwesenheit ihres Ehemanns „schupft“ die bodenständige Anna die weit verzweigten landwirtschaftlichen Betriebe mit erstaunlicher Wirtschaftskompetenz und ist hoch angesehen. Mit Fug und Recht kann Anna von Meran, geborene Plochl, in erster Linie als Landwirtin und Pionierin bezeichnet werden.
Das Buch, das der 11. Teil der Serie „Reihenweise kluge Frauen“ aus dem Verlag Molden ist, ist wie die anderen Biografien, als gediegenes Hardcover erschienen, und enthält zahlreiche zeitgenössische Abbildungen. Das Buch eignet sich bestens als Geschenk.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser detaillierten Biografie einer Frau, die bislang nur romantisiert dargestellt worden ist, aber in Wirklichkeit eine Pionierin des Fortschritts gewesen ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Aileen:
gute Fantasy, mit vielen Fragen - die einen auf den nächsten Band warten lässt
A Whisper of Gold and Silver: Das Erwachen | Der Auftakt der spannenden Romantasyreihe von Lainey Darson von Lainey Darson
Vila macht mit ihren Freunden gemeinsam Urlaub im mysteriösen Wald am Berg, wobei eine falsche Entscheidung sie gleich in die Arme von Monstern. Aber warum interessiert es keinen der Menschen in der Gegend und wer ist der geheimnisvolle Mann der ihnen zu Hilfe gekommen ist? Die Freunde müssen einige Entscheidungen treffen und werden auf die Probe gestellt.
Wobei Vila sich zusätzlich noch mit ihrem verrückt spielenden Bauchgefühl herumschlagen muss. Und niemand kann ihre Fragen beantworten.
Auch als LeserIn stellt man sich eine Unmenge an Fragen und kaum welche werden beantwortet. Neben dem (für mich langsamen Anfang), die Kritikpunkte am Buch. Ich hoffe wirklich die Fragen werden in den nächsten Bänden immer mehr beantwortet, weil am Ende vom ersten Band hat man im Kopf nur ein großes Fragezeichen. Das Tempo hat sich zum Glück im Laufe des Buches gesteigert, sonst hätte es sich doch sehr gezogen.
Ich freue mich auf jeden Fall, zu Lesen wie es weitergeht und bin schon richtig gespannt. Gerade wann und wie der Romantasy Aspekt auftaucht und was uns da erwartet. Denn bisher, kann man lediglich als geübte/r LeserIn erahnen um wen es dabei gehen wird. Außerdem würde ich sehr gerne erfahren, ob meine ganze Vermutungen bezüglich der offenen Fragen sich als richtig herausstellen.
Alles in allem, absolute Leseempfehlung für alle Fans von Fantasy, die sich auch gern die Zeit nehmen um in eine völlig neue Welt einzutauchen. Und auch gerne menschliche Hauptcharaktere haben und ein Setting, das eher unserer Welt entspricht.
Rezensionen von bookloving:
Der Traum vom guten Leben - Eine eindrucksvolle Familiengeschichte
Das gute Leben von Nadine Schneider
Der Roman „Das gute Leben“ von Nadine Schneider zeichnet die Lebensgeschichte der aus Rumänien stammenden Anni und ihrer Familie über vier Frauengenerationen und mehrere Jahrzehnte hinweg nach.
Gekonnt verdichtet die Autorin Migrationsgeschichte, Arbeitswelt und familiäre Prägungen zu einem eindrucksvollen, facettenreichen Panorama biografischer Erfahrungen zwischen Rumänien und Deutschland.
Eindringlich wirft sie die Frage auf, was ein „gutes Leben“ eigentlich ausmacht, wenn Herkunft, Migrationshintergrund, gesellschaftliche Erwartungen und prekäre Arbeitsbedingungen die Entfaltungsmöglichkeiten einschränken und den Spielraum für Veränderungen immer wieder begrenzen. Aus einer spezifisch weiblichen Perspektive zeigt sie, wie ihre Frauenfiguren versuchen, sich durch Arbeit, Fleiß und Anpassung einen Platz in einer Welt zu erkämpfen, in der ihnen dieser keineswegs selbstverständlich zugestanden wird.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus der rumänischen Diktatur in die Bundesrepublik flieht und dort ihre Tochter und später ihre Enkelin Christina weitgehend allein großzieht. Als Christina das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter in der Nähe von Nürnberg erbt, tauchen wir gemeinsam mit ihr in Erinnerungen und überlieferte Familiengeschichten ein. Die faszinierende Familiengeschichte entfaltet sich in Form eines unchronologischen Erinnerungsgeflechts, in dem vieles nachträglich rekonstruiert, nur bruchstückhaft überliefert oder lediglich angedeutet wird. Durch die Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen springen wir von Christinas Gegenwart zu Annis Vergangenheit und bisweilen noch weiter zurück zur Urgroßmutter in Rumänien.
Besonders anschaulich schildert Schneider Annis entbehrungsreiches Leben, ihren kräftezehrenden Job als Arbeiterin im Quelle-Versandzentrum zwischen Kartons, Kleidern und monotonen Handgriffen am Fließband sowie die Mühen ihres Alltags als Alleinerziehende. Trotz ihrer Anpassungsbereitschaft, Beharrlichkeit, Loyalität und ihres großen Engagements bleiben Anni Anerkennung, Belohnung und sozialer Aufstieg verwehrt. Sie glaubt zwar an das verheißungsvolle Leistungsversprechen der sogenannten Wirtschaftswundergesellschaft, bleibt aber dennoch ein kleines, austauschbares Rädchen in einem System, das sie mit ihrer Arbeit am Laufen hält. Der Übergang zu einem tatsächlich gelungenen, erfüllten Leben bleibt ihr verwehrt und so wird sie nie Teil jener Erfolgsgeschichten, die das Selbstbild der neuen Heimat prägen.
Eindringlich lotet die Autorin aus, wie die Figuren auf das zurückblicken, was sie geleistet haben, wie sie Wert und Preis ihres „guten Lebens“ in der neuen Gesellschaft bemessen und welche Kompromisse und Opfer damit verbunden waren. Auch Christina empfindet Annis Migrations- und Familiengeschichte als etwas, das mit ihr an ein Ende gekommen ist. Mit Bedauern erkennt sie, dass viele Leerstellen sich nicht mehr schließen lassen, weil Fragen ungestellt blieben und Erinnerungen verblassen. Zugleich macht Schneider anschaulich deutlich, dass nicht alles aus der Familiengeschichte bewahrt und weitergetragen werden muss. Manche belastenden Überlieferungen dürfen ohne Sentimentalität bewusst beendet werden, um Raum für ein eigenes Verständnis von gelingendem Leben zu schaffen.
FAZIT
Ein vielschichtiger, leise erzählter Roman über Migration, weiblicher Selbstbehauptung und familiäre Prägungen mit eindrucksvollen Charakteren. Mit großem Feingefühl zeigt die Autorin, wie sehr Herkunft und gesellschaftliche Strukturen Biografien formen und wo dennoch Spielräume für eigene Entscheidungen bleiben.
Rezensionen von ekiam:
Gefühlvoll, melancholisch und nahbar
Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens von Daisy Garrison
Mina und Caplan sind seit der Grundschule beste Freunde – und könnten unterschiedlicher kaum sein. Mina ist still, liebt Bücher und hält sich eher im Hintergrund, während Caplan zu den beliebtesten Schülern gehört und von Freunden umgeben ist. Als sich Caplans Freund Quinn plötzlich für Mina interessiert, reagiert Caplan zu seiner eigenen Überraschung eifersüchtig.
Bei einem Partyspiel küsst er Mina kurzerhand und setzt damit nicht nur seine Beziehung zu Hollis, sondern auch die Freundschaft zu Mina aufs Spiel.
Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits haben mir die ruhige, emotionale und zugleich spannende Handlung sehr gefallen. Die Geschichte fängt die Stimmung der letzten Wochen vor dem Schulabschluss gelungen ein: die Melancholie, den Abschiedsschmerz, die Vorfreude auf die Zukunft und gleichzeitig die Angst vor dem Ungewissen. Dadurch fühlte ich mich immer wieder in diese besondere Zeit zurückversetzt.
Mina und Caplan waren mir sofort sympathisch und ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen. Mit Hollis hatte ich anfangs mehr Schwierigkeiten, doch gerade ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung hat mich begeistert. Besonders gegen Ende wird deutlich, dass sie emotional reifer ist als viele der anderen Figuren.
Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen; teilweise bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen.
Andererseits gab es für mich auch einige Kritikpunkte. Minas Entwicklung vom gemobbten Mädchen zu einem festen Teil von Caplans Clique ging mir zu schnell und wirkte dadurch nicht ganz nachvollziehbar. Auch einige ihrer Einstellungsänderungen passten für mich nicht immer zu ihrer Figur.
Zudem werden mehrere schwierige Themen angesprochen, obwohl der Fokus eigentlich auf der Beziehung zwischen Mina und Caplan liegt. Viele davon bleiben jedoch eher oberflächlich behandelt. Vor allem bei einem Thema hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht, da es große Auswirkungen auf Minas Leben hatte und noch immer hat. Gerade ihre Gefühle dazu blieben für mich oft zu wenig ausgearbeitet.
Trotz der wechselnden Perspektiven zwischen Mina und Caplan war mir stellenweise nicht klar, aus wessen Sicht gerade erzählt wurde, da sich ihre Erzählstimmen sehr ähnelten. Ähnlich ging es mir bei einigen Dialogen, in denen nicht immer eindeutig war, wer gerade sprach.
Insgesamt hat mir das Buch dennoch gut gefallen und ich habe mit Mina, Caplan und auch Hollis mitgefühlt und mitgefiebert. Ein schönes Coming-of-Age-Buch, das einen mit einer gewissen Sehnsucht zurücklässt.
Rezensionen von Katja K.:
Herzallerliebste magische Tierwesen treffen auf Wirtschaftspolitik und Rivals to Lovers
Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow
Ich habe mich von diesem Buch, das ich trotz der Spannung eher der Cozy Romantasy zuordnen würde, insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt und bin begeistert von den vielen kleinen kreativen (magischen) Details, die die Autorin eingebaut hat.
Der Schreibstil ist flüssig, humorvoll und locker. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Gwen und Harrisford erzählt, was ich gelungen fand.
In beide Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen, fand ihren Schlagabtausch teilweise sehr amüsant, teilweise aber auch ein bisschen albern. Insgesamt kam es mir so vor, als ob die beiden Protagonist*innen deutlich jünger waren als Mitte 20. Das trotzige Verhalten gerade von Gwen hatte manchmal eher etwas von einem pubertierenden Teenie. Deshalb fand ich die Liebesgeschichte manchmal nicht ganz überzeugend, dann aber wiederum auch sehr rührend.
Regelrecht dahingeschmolzen bin ich bei den wirklich sehr niedlichen Beschreibungen der magischen Seelentiere und mythischen Kreaturen und ihrer Behandlung. Man merkt, dass die Autorin Tierärztin ist und ihre Freude daran hatte, ihr Wissen auf die magische Welt zu übertragen. Gerade Percy hat sich mit seiner speziellen Art in mein Herz geschlichen.
Das Worldbuilding erscheint mir nicht komplett ausgereift, manches ging mir dann doch ein bisschen zu einfach und ich weiß nicht, ob in den Fortsetzungen noch Erklärungen folgen werden. Trotzdem hat es mir gefallen, denn die Magie ist hier eine endliche Ressource, die streng reglementiert wird, und es gibt sogar zwei Konzerne mit Marktmonopol. Dieses System und seine Folgen erinnert an wirtschaftspolitische Probleme unserer heutigen Zeit, was ich sehr elegant fand.
Spannung wurde in dieser Story natürlich auch geboten und man konnte wilde Spekulationen anstellen, was mir großen Spaß gemacht hat.
Mein Fazit: Auch wenn ich das Verhalten der Hauptcharaktere teilweise etwas kindisch und das Worldbuilding nicht ganz ausgereift fand, habe ich dieses Buch vor allem wegen der magischen Tierwesen und der spannenden Storyline bei gleichzeitigem Wohlfühlfaktor sehr genossen.
Rezensionen von Petra:
Zauberhafte Katzen
Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht von Heather Fawcett
Agnes will alle Katzen in der Stadt Montreal retten. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Katzenzuflucht, das funktioniert mehr schlecht als recht durch Spenden und der Vermittlung von Katzen an neue Menschen. Der Gedanke mehr wie 70 Katzen zu versorgen mit Futter, Medikamenten und sauberen Käfigen stelle ich mir als Mammutaufgabe vor.
Wie gut das da der Vermeiter ihrer neuen Behausung ein Magier ist. Agnes hat es zwar nicht so mit Magiern aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Dieser Magier ist aber auch besonders, etwas zerstreut, ungewollt hilfsbereit und nicht so gefährlich wie angenommen.
Es ist eine magische Geschichte in der es nicht nur von Katzen wimmelt.
Die ordentliche Agnes und der chaotische Magier sind ein eigenartiges Team. Kein Wunder das zwischen ihnen kribbett.
Die Geschichte wird als Cozy Fantasy beschrieben, mir gefällt die Umschreibung weil sie gut passt. Mit Magiern auch wenn sie Unheil anrichten kann man gut leben, denn Zauberkünstler sind etwas 'Ähnliches. Eine Katzenliebhaberin ist auch nicht so ungewöhnlich. Die Streitgespräche oder wie man ihre Unterhaltungen sonst nennen will, sind spannend und zum schmunzeln. Im Ganzen ein spannendes Abenteuer im Winter.
Rezensionen von Daggy:
Das fassentenreiche Buch spielt in Afrika und ist voller Spannung
Kuki und das Flüstern der Muscheln von Efua Traoré
Kuki lebt in Nigeria, sie heißt eigentlich Kokumo, ein Name, der ihr ihr Vater gegeben hat. Diesen Vater hat sie nicht kennengelernt und ihre Mutter und sie leben inzwischen bei Dr. D.
und ihre Mutter ist wieder schwanger. Dr. D.s Schwester, die Kuki Tante nennt warnt Kuki immer wieder vor Geistern, den Aniku, die gerade für Kinder besonders gefährlich sind.
Da Kuki in der neuen Schule von einer Mitschülerinn böse gemobbt wird und ihre Eltern arbeiten, fühlt sich Kuki einsam. Sie wünscht sich eine Freundin, geht aber alleine los und findet ein altes verfallenes, ehemals hochherrschaftliches Haus. Hier trifft sie auf Enilo, ein eigenartiges Mädchen, von der sich Kuki eine Freundschaft erhoff.
Die Autorin kennt die Geistergeschichten von den Aniku aus Afrika und fügt diese Legenden und Märchen in ihre Geschichte ein. Obwohl sie in der Gegenwart spielt, kommt mir dieser Geisterglaube sehr alt vor und das ist er sicher auch. Kuki betont auch immer wieder, dass sie nicht daran glaubt. „Jeder Mensch trägt zumindest einen Hauch von Güte in sich, und deswegen gibt es immer die Chance, dass das Gure sich durchsetzt.“ Ist ein wundervoller und hoffnungsvoller Satz, den Enilo sagt und sie erklärt Kuki, weshalb sie sie für etwas ganz besonders hält. Mir gefiel es sehr gut auf diese Weise etwas über den afrikanische Geisterglauben zu erfahren und mit seiner spannende Handlung war die Geschichte sehr lesenswert. Aber es ging auch um Mobbing, um Freundschaft und Familie und ein Mädchen, dass sich trotz ihrer Ängste immer besser behaupten konnte. Eine hervorragende Mischung.
Rezensionen von Daggy:
Witzig und voller schöner Ideen
Wilde Woche - Montags ist immer Safari von Johanna Prinz
Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor.
Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Ermittungen in und um Lübeck
Ostseehölle von Eva Almstädt
Ich habe bisher alle Bücher dieser Reihe gelesen und warte jedes Frühjahr auf den nächsten Teil. Diesmal war ich in Lübeck als ich das Buch begonnen habe und da der Mord in der Marienkirche in Lübeck geschah, fand ich das ganz besonders spannend. Pia Korittke kommt zum Tatort und findet im Turm der Kirche eine tote Frau, die in einem Chor sang, dessen Leiter eine Führung in dieser Kirche machte.
Bei seiner Prüfung zum Führer vor einer Woche war die Tote Teilnehmerin und deshalb werden zunächst anderen Teilnehmenden der Führung befragt. Allerdings wohnte Sibylle noch nicht lange in einem Dorf bei Lübeck, obwohl sie als Kind hier gelebt hat. Was gibt es für Gemeinsamkeiten und welche Geheimnisse werden da verschwiegen? Privat steht Pia auch vor einer schwierigen Entscheidung, deren Antwort ihr nicht leichtfällt.
Wie meist gibt es eine Menge Ermittlungsarbeit, die die Spannung erhöht und am Ende wird es dann noch einmal richtig spannend. So hat mir auch der 21. Band wieder sehr gut gefallen. Das Buch habe ich wieder in einem Rutsch gelesen und ich freue mich schon auf 2027 und auf Band 22.











