Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Reiseweise:

Über Demenz

In die Schweiz von Emma Cline

„In die Schweiz“ ist ein beeindruckender und zugleich bedrückender Roman über das langsame Verschwinden der eigenen Identität. David weiß, dass sein Verstand ihn aufgrund seiner Demenz zunehmend im Stich lässt und reist deshalb zu einer Sterbehilfe in die Schweiz. Während die Gegenwart für ihn immer schwerer zu greifen ist, drängen Erinnerungen an seine Kindheit, seine Familie und vergangene Beziehungen an die Oberfläche.

Besonders gelungen fand ich die Perspektive. Davids Gedankenstrom ist sogartig geschrieben. Man erlebt unmittelbar mit, wie sich seine Wahrnehmung verändert, wie Erinnerungen und Gegenwart ineinanderfließen und wie er immer wieder versucht, Zusammenhänge herzustellen, die ihm zunehmend entgleiten. Gerade die Perspektive eines Menschen, der die Kontrolle über seine eigenen Gedanken verliert, fand ich sehr interessant umgesetzt. Gleichzeitig liegt genau darin auch meine Schwierigkeit mit dem Roman. Davids Gedanken kreisen immer wieder um dieselben Erinnerungen und Fragen. Was anfangs faszinierend und beklemmend wirkt, wurde für mich irgendwann wiederholend. Immer wieder verliert er sich in seinen eigenen Gedankengängen, ohne wirklich zu einem neuen Verständnis zu gelangen. Das ist natürlich auch Teil der Krankheit: David kann seine Lebensentscheidungen nicht mehr so klar hinterfragen oder einordnen, wie es eine klassische Romanfigur tun würde. Dadurch entsteht ein ungewöhnlich unmittelbarer Einblick in seinen Zustand. Gleichzeitig hat diese Erzählweise bei mir irgendwann den Reiz verloren.

„In die Schweiz“ ist deshalb für mich ein Buch, das sprachlich und konzeptionell interessant und stellenweise sehr berührend ist. Aber gerade die Wiederholungen haben mich im Verlauf immer stärker aus der Geschichte herausgebracht. Andere Bücher von Emma Cline haben mir deshalb besser gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Reiseweise

Rezensionen von Havers:

Bravissimo!

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Und wieder wird ein weißer Fleck auf der Urlaubskrimi-Karte getilgt. Salvatore Simonetti (offenes Pseudonym) nimmt uns in seinem Cosy Urlaubskrimi mit nach Dolceacqua in Ligurien. Dort sterben nacheinander mehrere ältere Bewohner unter ungeklärten Umständen, was die resolute Mamma Marcella, vor einiger Zeit aus in ihr Heimatdorf zurückgekommen, auf den Plan ruft.

Ihr Misstrauen wird geweckt, weil die Särge beim Trauergottesdienst immer leer sind und keine/r der Verstorbenen auf dem Dorffriedhof beigesetzt wird. Sehr seltsam. Gemeinsam mit Harry, einem kreativen Alt-Hippie, der öfter psychedelischen Substanzen zuspricht, als ihm gut tut, macht sie sich daran, das Rätsel zu lösen. Auf die Hilfe ihres Sohnes Domenico kann sie dabei nicht bauen. Er ist zwar der Carabiniere im Bergdorf, aber der hat momentan nur noch Augen für seine neue Freundin…

Mit „Abfahrt ins Jenseits“ (nicht wirklich gelungener Titel) bedient der Autor gekonnt die Erwartungen, die die Leser/innen an einen Urlaubskrimi haben. Durch die detaillierten Beschreibungen vermittelt er Einblicke in das Leben im ligurischen Bergdorf, das von Gelatti, Espresso und diversen kulinarischen Köstlichkeiten geprägt ist. Angereichert mit zahlreichen eingeflochtenen Phrasen (hat mir gut gefallen) aus dem italienischen Grundwortschatz, dem ein oder anderen Klischee (siehe Fahrstil der Protagonistin), aber auch den gelungenen atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen ergibt das ein stimmiges Bild vom Dolce Vita in Italia.

Und auch den unblutigen Kriminalfall baut Simonetti logisch und in kleinen Schritten auf, sodass man bei der Stange bleibt, wenngleich geübte Krimi-Leser/innen die Zusammenhänge recht früh erahnen können. Dennoch würde ich gerne mehr von Marcella und Harry, aber auch von Joan (deren Vergangenheit mit MI5 oder MI6 verknüpft sein könnte) und Domenico lesen.

Ein gelungenes Debüt mit liebenswerten Menschen in einer wunderschönen Gegend, das jede/r, der in Ligurien Urlaub macht, im Gepäck haben sollte. Bravissimo!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers

Rezensionen von Havers:

Bravissimo!

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Und wieder wird ein weißer Fleck auf der Urlaubskrimi-Karte getilgt. Salvatore Simonetti (offenes Pseudonym) nimmt uns in seinem Cosy Urlaubskrimi mit nach Dolceacqua in Ligurien. Dort sterben nacheinander mehrere ältere Bewohner unter ungeklärten Umständen, was die resolute Mamma Marcella, vor einiger Zeit aus in ihr Heimatdorf zurückgekommen, auf den Plan ruft.

Ihr Misstrauen wird geweckt, weil die Särge beim Trauergottesdienst immer leer sind und keine/r der Verstorbenen auf dem Dorffriedhof beigesetzt wird. Sehr seltsam. Gemeinsam mit Harry, einem kreativen Alt-Hippie, der öfter psychedelischen Substanzen zuspricht, als ihm gut tut, macht sie sich daran, das Rätsel zu lösen. Auf die Hilfe ihres Sohnes Domenico kann sie dabei nicht bauen. Er ist zwar der Carabiniere im Bergdorf, aber der hat momentan nur noch Augen für seine neue Freundin…

Mit „Abfahrt ins Jenseits“ (nicht wirklich gelungener Titel) bedient der Autor gekonnt die Erwartungen, die die Leser/innen an einen Urlaubskrimi haben. Durch die detaillierten Beschreibungen vermittelt er Einblicke in das Leben im ligurischen Bergdorf, das von Gelatti, Espresso und diversen kulinarischen Köstlichkeiten geprägt ist. Angereichert mit zahlreichen eingeflochtenen Phrasen (hat mir gut gefallen) aus dem italienischen Grundwortschatz, dem ein oder anderen Klischee (siehe Fahrstil der Protagonistin), aber auch den gelungenen atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen ergibt das ein stimmiges Bild vom Dolce Vita in Italia.

Und auch den unblutigen Kriminalfall baut Simonetti logisch und in kleinen Schritten auf, sodass man bei der Stange bleibt, wenngleich geübte Krimi-Leser/innen die Zusammenhänge recht früh erahnen können. Dennoch würde ich gerne mehr von Marcella und Harry, aber auch von Joan (deren Vergangenheit mit MI5 oder MI6 verknüpft sein könnte) und Domenico lesen.

Ein gelungenes Debüt mit liebenswerten Menschen in einer wunderschönen Gegend, das jede/r, der in Ligurien Urlaub macht, im Gepäck haben sollte. Bravissimo!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers

Rezensionen von Havers:

Bravissimo!

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Und wieder wird ein weißer Fleck auf der Urlaubskrimi-Karte getilgt. Salvatore Simonetti (offenes Pseudonym) nimmt uns in seinem Cosy Urlaubskrimi mit nach Dolceacqua in Ligurien. Dort sterben nacheinander mehrere ältere Bewohner unter ungeklärten Umständen, was die resolute Mamma Marcella, vor einiger Zeit aus in ihr Heimatdorf zurückgekommen, auf den Plan ruft.

Ihr Misstrauen wird geweckt, weil die Särge beim Trauergottesdienst immer leer sind und keine/r der Verstorbenen auf dem Dorffriedhof beigesetzt wird. Sehr seltsam. Gemeinsam mit Harry, einem kreativen Alt-Hippie, der öfter psychedelischen Substanzen zuspricht, als ihm gut tut, macht sie sich daran, das Rätsel zu lösen. Auf die Hilfe ihres Sohnes Domenico kann sie dabei nicht bauen. Er ist zwar der Carabiniere im Bergdorf, aber der hat momentan nur noch Augen für seine neue Freundin…

Mit „Abfahrt ins Jenseits“ (nicht wirklich gelungener Titel) bedient der Autor gekonnt die Erwartungen, die die Leser/innen an einen Urlaubskrimi haben. Durch die detaillierten Beschreibungen vermittelt er Einblicke in das Leben im ligurischen Bergdorf, das von Gelatti, Espresso und diversen kulinarischen Köstlichkeiten geprägt ist. Angereichert mit zahlreichen eingeflochtenen Phrasen (hat mir gut gefallen) aus dem italienischen Grundwortschatz, dem ein oder anderen Klischee (siehe Fahrstil der Protagonistin), aber auch den gelungenen atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen ergibt das ein stimmiges Bild vom Dolce Vita in Italia.

Und auch den unblutigen Kriminalfall baut Simonetti logisch und in kleinen Schritten auf, sodass man bei der Stange bleibt, wenngleich geübte Krimi-Leser/innen die Zusammenhänge recht früh erahnen können. Dennoch würde ich gerne mehr von Marcella und Harry, aber auch von Joan (deren Vergangenheit mit MI5 oder MI6 verknüpft sein könnte) und Domenico lesen.

Ein gelungenes Debüt mit liebenswerten Menschen in einer wunderschönen Gegend, das jede/r, der in Ligurien Urlaub macht, im Gepäck haben sollte. Bravissimo!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers

Rezensionen von Anjulia :

Fell in Love in Oakfell

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger

Nach dem Herzinfarkt seines Vaters kehrt Cooper kurzfristig zurück in seinen kleinen Heimatort Oakfell, den er zuvor jahrelang gemieden hat. Seit vier Jahren hat er keinen Kontakt mehr zu seiner besten Freundin Everlee. Seine Rückkehr fällt ausgerechnet in die Woche im Herbst, in der im Ort und bei Everlees Familie viele Feste stattfinden.

Everlee braucht starke Nerven, denn Cooper hat ihr schon einmal das Herz gebrochen. Doch Liebe kennt zum Glück zweite Chancen.

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit den Tropes Friends to Lovers und Second Chance. Der angenehme , leichte Schreibstil der Autorin hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr lebendig erzählt, sowohl aus Coopers, als auch aus Everlees Perspektiven. Es gibt auch Rückblenden in die Vergangenheit, sodass man die Kindheitsfreundschaft und den letztendlichen Bruch gut nachvollziehen kann. Gerade ihr Erwachsenwerden ist hier sehr nachvollziehbar gestaltet. Ich mochte die beiden Figuren und Everlees lebhafte, chaotische Familie sehr gerne. Es macht dabei einfach Spaß, in den Familientrubel der Parkers einzutauchen. Auch der kleine amerikanische Ort, in dem die Geschichte spielt, zusammen mit der herbstlichen Atmosphäre, ist richtig zum Wohlfühlen. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Freundschaft und Liebe zwischen Cooper und Everlee. Ein bisschen Spice, Herzschmerz und Missverständnisse dürfen nicht fehlen.

Fazit: Genau das richtige Buch, für alle, die leichte, cosy Lovestorys mit Herbstfeeling mögen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anjulia

Rezensionen von ekiam:

Ein wildes Abenteuer mit sprechenden Tieren

Abenteuer in Waldorado. Willkommen zu Hause - Band 1 von Alex Milway

Abenteuer in Waldorado ist eine nette Geschichte zum Vorlesen für Vorschulkinder oder zum Selbstlesen für Kinder, die gerade Lesen gelernt haben.

Die Geschichte ist spannend, altersgerecht und anschaulich geschrieben. Rosa muss sich nach ihrem Umzug von der Großstadt zu ihrer Oma in Waldorado erst an das völlig neue Leben gewöhnen.

Dabei lernt sie, mutig zu sein, neue Wege zu gehen und dass man gemeinsam vieles leichter und besser bewältigen kann. Diese Botschaft wird schön und kindgerecht vermittelt.

Für einige Lacher sorgen die sprechenden Tiere. Besonders der Elch hat es uns angetan; spätestens als er mit seinem Geweih im Fenster stecken bleibt, war für Unterhaltung gesorgt. Gleichzeitig lernen die Kinder ganz nebenbei etwas über die Tiere und ihre wichtigen Funktionen in der Natur. Auch die Bedeutung des Zusammenspiels verschiedener Tierarten und ihrer Koexistenz wird dabei vermittelt.

Die Illustrationen passen gut zur Geschichte und machen das Erzählte für Kinder noch einmal anschaulicher. Mit dem Illustrationsstil konnten wir uns allerdings nicht ganz anfreunden. Irritiert hat uns außerdem, dass die Bilder im Buch ausschließlich in Schwarz, Grau und Blau gehalten sind, während das Cover sehr farbenfroh gestaltet ist. Das Cover hat uns dadurch deutlich besser gefallen.

Etwas schwierig fand ich außerdem das Format des Buches. Mit etwa DIN A6 ist es ziemlich klein und zudem handelt es sich um ein Softcover. Gerade beim gemeinsamen Vorlesen ist es dadurch gar nicht so einfach, das Buch so zu halten, dass mehrere Personen gleichzeitig die Illustrationen anschauen können. Für ein Buch, das sich ausdrücklich auch an Vorleser richtet, hätte ich mir hier ein etwas größeres Format gewünscht.

Insgesamt hatten wir aber eine schöne Vorlesezeit mit Rosa und ihren tierischen Freunden. Die Geschichte ist spannend, humorvoll und vermittelt wichtige Botschaften über Mut, Freundschaft und Zusammenhalt. Ein nettes Abenteuer für jüngere Kinder, bei dem ganz nebenbei auch noch einiges über die Natur gelernt werden kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ekiam

Rezensionen von div:

berührende Geschichte

Weiterleben von Patrick Charnley

berührende Geschichte
„Weiterleben“ von Patrick Charnley ist ein ruhiger, eindringlicher Roman, der mich vor allem durch seine besondere Hauptfigur und die hoffnungsvolle Grundstimmung berührt hat.

Jago Trevarno war nach einem Herzstillstand vierzig Minuten lang klinisch tot. Er überlebt, doch sein bisheriges Leben kann er nicht einfach wieder aufnehmen.

Sein Gehirn wurde geschädigt, er ist schneller überfordert und vieles, was früher selbstverständlich war, kostet ihn nun große Kraft. Auf dem abgelegenen Hof seines Onkels Jacob in Cornwall findet er einen Ort, an dem er langsam wieder ins Leben zurückfinden kann. Die Arbeit mit den Tieren, die Natur und der ruhige Rhythmus des Alltags tun ihm gut.

Dass Patrick Charnley selbst einen Herzstillstand überlebt hat und eigene Erfahrungen in den Roman einfließen lässt, macht die Geschichte für mich noch eindringlicher. Trotz des schweren Themas ist „Weiterleben“ kein durchgehend trauriges Buch. Vielmehr geht es um eine zweite Chance, um Akzeptanz und darum, auch in einem vollkommen veränderten Leben wieder schöne Momente zu entdecken.

Ein schöner berührender Roman, der zum Nachdenken anregt, von mir gibt es eine Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von div

Rezensionen von mel:

Be a Light in the Dark Sea 1 von SoftCoral

Stell dir vor, fünf Leute in einer Unterwasserbasis in 3000 Metern Tiefe. Alles läuft die ersten Tage friedlich, aber dann kommt es zur Katastrophe und die Mannschaft muss um ihr Überleben bangen.

Die Handlung selbst setzt vor diesen Ereignissen an und man lernt die Charaktere vor Betreten der Basis kennen und später dessen Aufbau, da ist die Geschichte noch ruhig erzählt und dümpelt etwas vor sich hin, bis es zum Wendepunkt kommt und laut den Inhaltsangaben der späteren Bände immer weiter zuspitzt.

Das es einen Zahnarzt auf einer Unterwasserbasis gibt und dieser auch den Protagonisten darstellt finde ich eine sehr einzigartig und ungewöhnliche Idee.

Das Cover gefällt mir gut, ein schöner Zeichenstil, der einem ins Auge fällt und man auch gleich erkennt, dass es sich um eine koreanische Geschichte handelt. Auf jeden Band ist einer der Protagonisten abgebildet und am Ende ergeben sie ein großes Gesamtbild.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von mel

Rezensionen von Tara:

Eine eigenwillige und liebenswerte Protagonistin

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike

„Eine kleine Schwindelei“ ist das Debüt der in London lebenden Autorin Rosanna Pike.

Die Handlung beginnt im Mai 1500 in England. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Tibb Ingleby.
Sie lebt mit ihrer Mutter das Leben einer Landstreicherin, hat nie einen festen Wohnsitz gehabt. Kurz nach der Geburt ihrer Schwester, stirbt Tibbs Mutter und sie muss auf eigenen Füßen stehen und für ihre kleine Schwester Henrietta sorgen.

Benannt hat sie diesem nach Henry VII..

Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Tibbs berichtet. Sie ist eine sehr eigenwillige aber absolut großartige und liebenswerte Protagonistin. Sie schlägt sich geschickt durch das Leben, macht dabei Erfahrungen, an der viele zerbrechen würden, aber Tibbs ist einfach unverwüstlich.

Der Schreibstil der Autorin ist brillant. Sie gibt ihrer Protagonistin eine deutliche Sprache, manchmal etwas derb, aber irgendwie wirkt Tibbs dadurch nur noch liebenswerter authentischer. Auch die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit sind nichts für zarte Gemüter. Die rauen Sitten sprechen eine deutliche Sprache und ich bin eigentlich sehr zufrieden damit, dass mein Leben erst über 500 Jahre später begonnen hat.

Es ist eine Geschichte, in der es um das Leben bzw. Überleben im Mittelalter geht, um Freundschaft, die Kirche, Aberglauben, Mut, Verzweiflung und vieles mehr. Die Charaktere sind gut angelegt und mit ihnen hat mich die Autorin direkt in das späte Mittelalter entführt und es lebendig werden lassen.

Ich finde dieses Debüt einfach großartig und hoffe, dass ich bald weitere Bücher von Rosanna Pike zu lesen bekomme.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara

Rezensionen von Tara:

Zwischen Selbstjustiz & Gerechtigkeit

DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe

„DAISY – Und all deine Geheimnisse werden mir gehören“ ist ein spannender Thriller der in Köln lebenden Journalistin und Autorin Melanie Raabe.
Die 34-jährige Luca arbeitet als Anwältin, ist Single, lebt in Berlin und führt tagsüber ein unauffälliges Leben. Als Juristin weiß sie, dass nicht jeder, der sich offensichtlich an das Gesetz hält, gleichzeitig auch unschuldig ist.

Deswegen hat sie es übernommen, sich an den Menschen, die meinen mit allem durchzukommen und die sich durch ihr Geld und ihre Macht sicher fühlen, zu rächen.
Ein Plan, für den sie von meiner Seite aus vollste Unterstützung bekommen hätte.
Nachdem einer ihrer nächtlichen Einsätze fast schiefgegangen ist, wird sie zur Gejagten und damit wird es für Luca ausgesprochen gefährlich.
Der Schreibstil von Melanie Raabe liest sich leicht und sie versteht es geschickt, Spannung zu erzeugen. Mit Luca hat sie eine faszinierende und durchaus sympathische Protagonistin erschaffen. Mir gefiel ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, auch wenn sie keine Hemmungen hat, dabei ein wenig zu weit zu gehen. Dabei ist sie niemals unnötig brutal, sondern setzt bei ihren Opfern auf psychologische Spielchen, die unter die Haut gehen und Entsetzen hervorrufen.
Das Tempo ist durchgehend hoch und es bleibt unklar wem man vertrauen kann, dadurch ebbt die Spannung bis zum Schluss nicht ab.

Es ist ein lesenswerter Thriller, der ohne blutige Szenen auskommt, was für mich ein klarer Pluspunkt ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara