Kunden em pfehlungen
Rezensionen von shrimpdumpling:
character-driven masterpiece
Buckeye von Patrick Ryan
Ich liebe dieses Buch über alles und bin so traurig, dass ich es jetzt schon beendet habe :( Die Charaktere sind einfach unglaublich vielschichtig, authentisch und divers. Ich liebe character-driven Bücher und genau das habe ich hier bekommen.
Was ich besonders geliebt habe, ist, dass sich die Figuren wie echte Menschen anfühlen.
Niemand ist komplett schwarz oder weiß, jeder hat seine Fehler, seine Stärken und seine ganz eigenen Widersprüche. Dadurch konnte ich ihre Gefühle und Entscheidungen unglaublich gut nachvollziehen und wirklich mit ihnen mitfühlen. Gerade diese Menschlichkeit hat die Geschichte für mich so besonders gemacht, weil sie sich dadurch so nah am echten Leben anfühlt.
Ich mochte außerdem sehr, dass der Fokus für mich nicht primär auf dem Krieg lag, sondern auf den Menschen, ihren Beziehungen, ihren Gedanken und dem, was sie als Individuen ausmacht. Dadurch hatte die Geschichte für mich so viel mehr emotionale Tiefe.
Die Figuren werden definitiv noch eine ganze Weile in meinem Kopf bleiben! Dieses Buch war für mich wirklich ein absolutes Highlight und ich werde definitiv noch mehr von Patrick Ryan lesen müssen!
Rezensionen von yellowdog:
Ingemar und Mio
Mio und die Unsterblichkeit von Paulus Hochgatterer
Paul Hochgatterer zeigt das Leben eines 16jährigen Jungen, der an spinaler Muskelatrophie leidet. Er sitzt im Rollstuhl, muss gepflegt werden, doch er kann mit seiner Behinderung umgehen, Uch wenn es kontinuierlich schlechter wird.
Zuneigung fasst er zu der Katze Mio, die ziemlich wild und eigensinnig ist.
Da gibt es einige gut geschriebene Episoden. Auch die Dialoge sind klug gemacht. Befreundet ist er außerdem mit einem alten Mann, der ihm Geschichten von früher erzählt.
Das Buch ist kurz, doch gut durchkomponiert.
Rezensionen von cosmea:
Alles löst sich auf
In die Schweiz von Emma Cline
Der Protagonist dieses neuen Romans von Emma Cline ist David Hastings, Mitte 70. David leidet an Demenz. Er befindet sich im Privatflugzeug seines früheren Chefs in Begleitung des jungen Assistenten Cody auf seiner letzten Reise. Nach einer Zwischenlandung in London, wo er seine Tochter Rebecca trifft, geht es weiter nach Zürich, wo er die legale Möglichkeit zur Sterbehilfe nutzen will, ehe es zu spät ist, denn er muss noch halb bei Verstand sein, um zu verstehen, was mit ihm passieren wird und die notwendigen Dokumente zu unterschreiben.
Sein Langzeitgedächtnis funktioniert noch besser als sein Kurzzeitgedächtnis. Er erinnert sich an Ereignisse der Vergangenheit, seine Schulzeit und seine seit langem gescheiterte Ehe. Vor allem denkt er oft an seinen engsten Freund Tom aus der Internatszeit, bei dem er sich Jahrzehnte nach schlimmen Vorfällen entschuldigen will. Tom wurde damals gemobbt, und David hat zugesehen, sogar mitgemacht. Ihm stattet er einen kurzen Besuch in der Schweiz ab, der sein Fehlverhalten in der Vergangenheit allerdings nicht wiedergutmachen kann.
Erzählt wird die Geschichte aus Davids Sicht, wobei deutlich wird, wie sehr er schon abgebaut hat und auf Codys Hilfe angewiesen ist. Die Gegenwart löst sich zunehmend auf, und er fragt sich, welche Welt nach dieser Welt kommt. Seinen Erinnerungen kann er nicht trauen, und auch dem treu ergebenen Cody vertraut er nicht völlig. Clines Schilderung der letzten Tage im Leben des Demenzkranken ist spannend und ergreifend. Auch der Leser fragt sich wohl nach der Lektüre, was wohl von einem – seinem? – Leben bleibt. Beeindruckend.
Rezensionen von Annaja:
Charlys Abenteuer mit der Sphinx
Mein geheimes Leben als Monsterjäger - Warum du niemals eine Göttin reizen solltest von Iris Genenz
Das Buch der Autorin Iris Genenz ist der 5. und letzte Band einer Reihe. Es wurde in 29 Kapiteln verfasst. Bei jedem Kapitel wurde eine kleine Zeichnung angebracht. Am Ende des Romans gibt es ein "Grundlagenlexikon der Kryptozoologie".
Charly ist 13 Jahre alt und Protagonist in diesem Buch.
Er, der Monsterjäger wohnt im Ort Dunkelsnest und freut sich auf das Date mit Daria, das endlich stattfindet. Doch was passiert? Dort wird plötzlich die Eisdiele zerlegt. Schon ist man mitten im Geschehen und die Monster sind erwacht. Offenbar sind die Götter zornig und nur Charly kann ein Unglück verhindern. Es wird sehr gefährlich in Dunkelsnest für alle Bewohner.
Charly muss man ins Herz schließen, er ist ein liebenswerter Chaot, sehr nett und warmherzig und seine Freunde zählen auf ihn. Wie kann er die Gefahren abwenden?
Im Buch geht es sehr abenteuerlich zu, es gibt gefährliche Szenen und der Humor kommt hier nicht zu kurz. Eine kluge Mischung aus Fantasy und Action. Egal ob zweibeinig oder vierbeinig, Charly und seine Freunde werden mit allen Hindernissen fertig.
Band 5 der Reihe ist somit das letzte Buch für den Monsterjäger mit einem gelungenen Abschluss.
Rezensionen von Krani:
Unter Primaten
Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger
Angel ist Primatenforscherin und reist auf eine Insel im Viktoriasee, um in einer dort lebenden Schimpansengruppe deren Sprache zu erlernen. Sie ist zunächst recht erfolgreich damit. Aber die Insel wird verkauft, und es kommen Trophäenjäger.
Haben Schimpansen eine Sprache, die Menschen erlernen können? Die Wissenschaft hat bisher nur Hinweise darauf.
Doch der Autor geht weiter: Die wilden Tiere müssen sich gegen die Jäger behaupten und Angel hilft ihnen dabei. Aber zunächst haben sie ihre eigenen Kämpfe auszufechten.
Angel ist ist eine leidenschaftliche Person, der man es abnimmt, dass sie trotz aller Widerstände auf die Insel zurückkehrt und versucht zu retten, was geht.
Die Geschichte überrascht und wird spannend. Doch der Autor nimmt wieder Spannung heraus, indem er einen Unbeteiligten berichten lässt. Er schenkt uns ein Happy End, doch es bleibt die Frage, was es mit uns Menschen machen würde, wenn heraus käme, dass Tiere wirklich reden können. Mit uns.
Eine Reise in den Dschungel zu den wilden Tieren, angenehm zu lesen und anschaulich geschrieben. Eine Reise zu Wesen, über die wir viel zu wenig wissen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Melancholische Geschichte
Wirf einen Schatten von Elena Fischer
Im Mittelpunkt von "Wirf einen Schatten", dem neuen Roman von Elena Fischer, steht der Bergbauer Joseph, dessen Frau Lis mit dem 4-jährigen gemeinsamen Sohn Samuel in die Stadt gezogen ist. Anfangs hatte er noch gehofft, dass die beiden bald zurückkehren würden, doch mittlerweile sind sechs Monate vergangen, in denen er von Lis nichts mehr gehört hat.
An Heiligabend des Jahres 1963 versinkt er in tiefer Trauer, hält sein Leben und die Perspektivlosigkeit nicht länger aus. Er ist davon überzeugt, dass er das Richtige tut, wenn er seinem Leben ein Ende setzt. Die Tiere hat er mit mehr Futter als sonst versorgt und das Gewehr liegt bereit, als es an der Tür klingelt. Er kann die junge Frau, die einen Schwächeanfall hat, gerade noch auffangen und trägt sie zum Sofa. Bald erkennt er, dass Birdie, wie sie sich nennt, ernsthaft krank ist. Er kümmert sich darum, dass sie Hilfe bekommt und bietet ihr an, bei ihm zu bleiben, bis sie sich erholt hat ....
Die Geschichte ist auf zwei Ebenen erzählt, die erste Ebene beginnt mit dem 24.12.1963, während der zweite Erzählstrang im August 1963 mit dem Tag beginnt, an dem Lis gemeinsam mit Samuel ihren Mann verlässt. Auf dieser Ebene wird die Geschichte rückwärts erzählt, langsam blättert sich Josephs Vergangenheit und die von Lis auf. Wir erfahren erst am Ende des Buches, wie Joseph und Lis sich sechs Jahre zuvor kennenlernten.
Elena Fischer ist es gelungen, die Figur des Joseph mit sehr viel Empathie zu zeichnen. Die strenge Erziehung durch den Vater und mehrere tragische Ereignisse in der Familie haben Spuren hinterlassen und einen Mann aus ihm gemacht, dem es schwerfällt, sich von den Traumata seiner Vergangenheit zu befreien und über seine Gefühle zu reden. Er liebt seine Tiere und die Arbeit auf dem Hof, ein Leben in der Stadt kann er sich nicht vorstellen. Seine Frau Lis dagegen vereinsamt nach anfänglicher Begeisterung für das Hofleben zusehends, sie langweilt sich und fühlt sich von Joseph vernachlässigt. Auch Lis' Schwester Ada, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielt, ist ganz wunderbar beschrieben. Ich mochte die zurückhaltende junge Frau, die schon früh ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckt. Mit der Figur der Pfarrerstochter Birdie, die von zuhause geflohen ist, hatte ich meine Schwierigkeiten, irgendwie passt sie für mich nicht so recht in die sechziger Jahre.
Das melancholische Buch hat mir sehr gut gefallen, besonders Josephs Schicksal hat mich berührt. Er steckt voller Selbstzweifel, möchte Samuel ein guter Vater sein, weiß aber nicht, wie das geht. Es braucht Zeit und Geduld, bis er zu dem Kleinen, der auf Lis fixiert ist, eine Beziehung aufbauen kann. Ich mochte die klare Sprache und den schönen Erzählstil der Autorin. Die Geschichte hätte mir allerdings noch besser gefallen, wenn sie ein paar Jahrzehnte später gespielt hätte. Einiges wäre stimmiger gewesen, so z.B. die eher modernen Vornamen der Protagonistinnen oder die Geschichte um Edda, die ich für die damalige Zeit als unrealistisch empfand.
Trotz der historischen Ungenauigkeiten habe ich das Buch, in dem es um Liebe und Sehnsucht, Flucht und Hoffnung geht, gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.
Rezensionen von kaloy:
Mutige Vagabundin
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Rosanna Pikes Roman - Eine kleine Schwindelei – ist nicht umsonst ein großer Bucherfolg in Großbritannien. Er ist frisch, bewegend und voller Humor geschrieben. Die Titelfigur Tibb Ingleby lebt ohne Familie allein im mittelalterlichen England als Vagabundin auf der Straße. Irgendwie kommt sie dort zurecht und trickst sich mit Mut und Raffinesse durch ihr Leben.
Auf ihrer Wanderschaft durch das alte England lernt sie viele unterschiedliche Menschen kennen, die obdachlos sind und auch auf der Straße leben und die sich trotz ihrer Armut gegenseitig unterstützen und helfen. Trotz ihrer problematischen Verhältnisse lässt sich Tibb nicht unterkriegen und schließt sich einer Gruppe von Schaustellern an und lernt die Bedeutung von einem Zuhause kennen. Der abenteuerliche Roman um die originelle und nicht klein zu kriegende Tibb hat mich beeindruckt. Er lebt nicht nur durch seine Protagonistin, sondern auch durch seine vielen und nicht voraussehbaren Wendungen. Ein wunderbares, historisches Abenteuer
Rezensionen von lesende_zitrone:
Ein Buch in einem Buch
If Books Could Kill von Kate Eberle
Ein Buch was zur Realität wird...Zumindest für Roxie.
In dieser Geschichte geht es um Roxie und dass sie sich nach einem anstrengenden Tag wünscht, in dem neuen Buch ihrer Lieblingsautorin zu landen. Blöd nur das es diesmal kein Liebesroman wird sondern ein Thriller.
Roxie ist stark, mutig und hat nur vor der eigenen Liebesgeschichte Muffensausen.
Dass ihr Love Interest Jack sie versucht zu töten, hatte sie keinesfalls erwartet und auch nicht, dass sie jemanden töten wird. Grant, der aus Versehen gekidnappt wird, hat sein langweiliges Leben zurücklassen müssen und erlebt einen Thriller hautnah. Er hat schnell gute Schlüsse gezogen, aber auch viel Angst gehabt. Trotzdem war es spannend zu lesen, was ihn ausmacht. Es hat mir viel Spaß gemacht, die beiden auf dem Abenteuer zu begleiten und zu lesen, was eine vertrauenswürdige Beziehung einbringen kann.
Die Geschichte war sehr spannend geschrieben und hatte viele Plots, mal mehr zu erwarten und mehr überraschend. Das Konzept von einem Buch in einem Buch fand ich sehr gelungen und spaßig. Auch die beschriebene Welt war bildhaft beschrieben und hatte einen tollen Eindruck in das Setting. Roxie war mir teilweise etwas zu nachdenklich, was mich etwas störte, ansonsten aber fand ich die weiteren Charaktere super!
Das Buch ist eine große Empfehlung für alle Leser*innen, die gerne mal etwas neues lesen möchten und zu einer Lovestory in einem Thriller nicht nein sagen können!
Rezensionen von peppi:
Das Mädchen Tibb
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Die Autorin Rosanna Pike entführt uns in das England um 1500. Es ist eine Geschichte, die zugleich rau, traurig und warmherzig ist.
Im Mittelpunkt steht das Mädchen Tibb Ingleby , das nach dem Tod seiner Mutter plötzlich allein die Verantwortung für ihre neugeborene Schwester hat. Es ist auch Tibb, die als Erzählstimme fungiert.
Sie berichtet recht eigenwillig und sehr direkt. Ihre Sicht auf die Welt ist geprägt von kindlicher Logik, Witz, Misstrauen und starkem Überlebenswillen. Sie ist keine klassische Heldin. Sie macht Fehler und hat Schuldgefühle. Sie trifft Ivo zu einem Zeitpunkt indem sie innerlich fast am Ende ist. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Verbindung, die auf gegenseitiges Verständnis beruht. Trotzdem muss Tibb ihren Weg allein weiter gehen. Sie trifft wieder auf Menschen, die zu Freunden werden.
Ein Buch,das ich gern weiter empfehle.
Rezensionen von kabo16:
Atmosphärischer, harter und schneller Thriller
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Wer knallharte Thriller liebt, der ist mit dem "Prätorianer" allerbestens bedient. Es geht gleich am Anfang mit einem brutalen Mord los.
Die Spannung zieht sich wirklich durch das ganze Buch. Dem Leser wird nicht langweilig, weil hier auch die Atmosphäre stimmt.
Das neue Ermittlerteam in Kopenhagen: Sara Levin und Janus West sind zwar nicht immer einer Meinung, aber sie kommen auf Umwegen auch an ihre Ziele.
Vor allem Sara ist verschlossen, denn ihre Familie ist in dieser Serie von Ritualmorden involviert.
Der Mörder ist anscheinend ein großer Fan der Antike. Er bahrt sein Opfer regelrecht auf. Und anhand von zwei antiken Goldmünzen auf den Augen, führt die Spur zu Saras Vater. Dieser sitzt allerdings wegen Mordes im Gefängnis.
Saras Bruder Adam ist ein Profiler, der auf Serienverbrechen spezialisiert ist. Allerdings hat die Familie miteinander mehr als ein Problem, dass die Ermittlungen erschwert.
Vergangenheit mit Gladiatoren, Familienprobleme und ein besessener Mörder -ein guter Mix für dieses Erstlingswerk.










