Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nessaja:
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Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte
Au revoir und Tschüss
Caro war immer die Seele ihrer Familie. Die, die den Laden zusammen hält, ihrem Mann den Rücken frei hält und ihren beiden Söhnen eine liebevolle Mutter ist. Jetzt sind die beiden Söhne groß, das Verhältnis zu ihrem Mann stark abgekühlt und Caro sucht sich selbst. Sie wagt einen Schritt raus aus ihrer Komfortzone und entscheidet sich, für vier Wochen auf eine Sprachreise nach Frankreich zu gehen.
Wird sie dort wieder zu sich finden?
Geschrieben wurde das Buch von Gudrun Lochte, einer in Niedersachsen lebenden Autorin, die erst seit dem sie über 60 Jahre alt ist Bücher schreibt.
Das Buch ist im VANI Verlag erschienen. Es umfasst 319 Seiten und ist eingeteilt in 43 kurze Kapitel. Rein optisch gefällt mir das Buch sehr gut. Das Cover ist hübsch, das Format interessant, der Farbschnitt stimmig und auch das eingefügte Zierblatt gefällt mir sehr. Insgesamt ist es haptisch sehr hochwertig, aber auch nicht preiswert.
Die Geschichte hat mich von daher schon angefixt, weil ich nächstes Jahr auch nach Südfrankreich auf Sprachferien gehen werde. Aber doch befinde ich mich (zum Glück) in einer anderen Situation als Caro, auch wenn mir viele ihrer Gedanken nicht fremd sind. Mich hat das Buch schon getouched, auch wenn es zwischendurch ein wenig schwächer wurde. Dennoch wußte ich bis zum Schluss nicht, wie die (Liebes) Geschichte nun ausgeht. Der Erzählstil ist super angenehm, sehr bildlich und überhaupt nicht anstrengend. Ich habe das Buch gerne gelesen!
Rezensionen von Internetmaus:
Heimatgefühle
Die Töchter vom Königssee - Schmetterlingstage von Martina Sahler
Schmetterlingsstage ist der Auftaktroman einer neuen Reihe der Autorin Martina Sahler. Am idyllischen Königssee im Berchtesgardener Land wachsen drei Mädchen auf, die eine tiefe Freundschaft verbindet.
Das Taschenbuch hat eine Klappenbroschur. Der Farbschnitt mit dem Wellenmuster gefällt mir. Das Cover zeigt zwischen hohen Berggipfeln, tief unten, den Königssee Eine Landschaft, einmalig schön.
Die Autorin versteht es, mich in die Handlung hineinzuversetzen. Ihr Schreibstil ist klar und gut verständlich. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die ineinander überfließen. Ich empfand keine Brüche.
Mona, Valerie und Charlotte sind drei Freundinnen, die immer zusammenhalten. Zu ihrer Lehrerin, die die Mädchen bis zum Abitur unterrichten wird, haben sie entgegen aller Vorbehalte des alten Direktors, ein vertrauensvolles Verhältnis. Isabella, nur wenige Jahre älter als ihre Schülerinnen, sieht sich ihre als Partnerin, die gemeinsam den Lehrstoff erarbeiten.
Monas Eltern führen eine Pension. Sie erwarten, dass ihre Tochter sie weiterführt. Die Wünsche und Träume ihrer Tochter interessieren sie nicht. Insbesondere Theresa, die Mutter, duldet keine Widerrede. Mona hat einen starken Willen und kennt ihre Stärken. Mit einer Ausbildung in Zürich erlangt sie ein solides Fundament. Dies ist der Beginn ihres beruflichen Aufstieges. Sie hat alles erreicht. Nach zwanzig Jahren kommt Mona für eine Auszeit in ihre Heimat an den Königssee. Isabella, eine damalige Lehrerin erhält die Stelle des alten Direktors. Für die geladenen Gäste gibt es eine Feierstunde. Die drei Freundinnen gehören dazu. Zwanzig Jahre sind vergangen. Es gibt viel zu erzählen.
Mit ihrem langjährigen Freund Lukas, führt sie eine Fernbeziehung. Als gefragter Architekt übernimmt er weltweit Bauvorhaben. Nach seinem letzten Auftrag gönnt er sich eine Pause. Beide haben ihre Wurzeln am Königssee. Mona hat sich für drei Monate ein Sabbatical vom Job genommen. Sie ist eine Rastlose und braucht Ruhe zum Nachdenken. Welchen Weg möchte sie weitergehen?Eine Wende würde ihr guttun. Zum ersten Mal verbringen beide eine gemeinsame Zeit, die sie genießen. Welche Entscheidungen werden sie treffen?
Der Auftakt zu dieser Trilogie hat mir gut gefallen. Die Handlungen der Protagonistin sind verständlich dargelegt und nachvollziehbar. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Mit Vorfreude erwarte ich den zweiten Teil.
Rezensionen von Nessaja:
Und weiter geht es – willkommen zurück in Paris
Les Bouttiers – Wir sind alles von Antonia Wesseling
Les Bouttiers – Wir sind alles
Nach der großen Enthüllung am Ende des ersten Bandes geht es nun weiter in der glamourösen Pariser Modeszene. Welches Geheimnis liegt da noch wie ein Schatten über der Famile Bouttier? Und wie geht Elodie mit ihren wirren Gefühlen für die beiden durchaus attraktiven netten, aber nicht ganz unbelasteten Herren um?
Das Buch ist Teil 2 einer Dilogie.
Auch wenn die Handlung des ersten Bandes „Wir sind jetzt“ am Anfang kurz zusammengefasst ist, würde ich auf jeden Fall raten erst den ersten Band zu lesen. Man lernt die Figuren dann doch um einiges besser kennen.
Geschrieben wurde das Buch von Antonia Wesseling. Die beiden „Les Bouttiers“ Bände sind die ersten Bücher, die ich von ihr gelesen habe, aber definitiv nicht die letzten. Die „Dark Venice“ Dilogie und die „Light in the Dark“ Serie warten schon in meinem Bücherregal.
Erschienen ist das Buch bei Forever im Ullstein Verlag. Es umfasst 400 Seiten und ist eingeteilt in nicht nummerierte überschriebene Kapitel. Abwechselnd wird aus Sicht der Hauptcharaktere erzählt.
Rein optisch finde ich das Buch, gerade in Kombi mit Band 1, sehr gelungen. Mir gefallen die Zeichnungen und die Farben des Covers, der Buchschnitt und auch die hochwerige Haptik, die Karten als Beigabe. Wunderschön!
Der Erzählstil macht es leicht, in die Geschichte abzutauchen und sich mühelos durch führen zu lassen. Den einen oder anderen Twist habe ich nicht kommen sehen. Paris und die Modeszene als Setting haben mich sehr gereizt und die Charaktere haben absoluten Liebhabecharakter. Einziger kleiner Wehmutstropfen für mich war, dass sich dir Geschichte schon sehr auf dieses Love Triangle konzentriert hat. Da gab es noch Nebencharaktere, die absolut dazu angelegt waren, weiter ausgestaltet zu werden. Aber wer weiß, vielleicht erlaubt sich ja Antonia Wesseling den Spaß mal wieder und nimmt den einen oder anderen mit in ihr nächstes Buch.
Rezensionen von greenpanda:
Ein Jahreshighlight!
Happy Weekend - Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum.,1 Audio-CD, 1 MP3 von Arno Strobel
Ich liebe die Bücher von Arno Strobel und Happy Weekend war für mich bislang eines meiner Jahreshighlights - Der Schreibstil war bildlich, die Spannung wurde von Anfang bis Ende aufrecht erhalten. Es gab einige gut geschriebene Wendungen, filmhafte und teils sehr brutale Szenen und bei alldem einiges an Miscommunication, was zur hohen Grundspannung beigetragen hat.
Die Charaktere waren toll ausgearbeitet, das Setting unglaublich stimmungsvoll und gut gewählt. Es geht recht schnell auch zur Sache, nach einem kleinen Vorspiel, was ich auch sehr angenehm fand. Der Main Character ist ein mysteriöser, durchaus streitbarer Typ, was aber äußerst gut zur Ausgangslage und dem weiteren Verlauf passt.
Das Hörbuch samt Sprecher war für mich ein absolutes Erlebnis und ich freue mich schon regelrecht auf den nächsten Highlight-Titel von Strobel - am liebsten wieder als Hörbuch mit einem so tollen Sprecher wie Sascha Rotermund.
Rezensionen von evaki:
Toxische Männlichkeit und noch viel mehr
Buberlpartie von Petra Hartlieb
Buberl Partie, ein wirklich guter Kriminalroman, so wie wir ihn von Petra Hartlieb kennen. Allein schon die unterschiedlichen Typen, im österreichischen Umfeld machen diesen Roman lesenswert. Kleiner Tipp meinerseits: Gönnen Sie sich, neben der Printausgabe, den Hörgenuss des Hörbuchs, gelesen von Johann Nicolussi.
Sie werden noch mehr Vergnügen haben und große Sehnsucht nach einer Spritztour in’s benachbarte Österreich.
Im Mittelpunkt steht natürlich Alma Oberkofler, Chefinspektorin, die meisterhaft alle Fäden zusammenhält, zusammen mit Ihren Kollegen, die allesamt liebenswerte Charaktere sind. Der Fall beginnt mit einem Unfall am Karfreitag vor und in einem Lieblingscafehaus, der Wiener Promiszene. Alma ist zufällig mit einer Freundin als Gast anwesend und kann so später wichtige Augenzeugenberichte zur Aufklärung beisteuern. Schließlich kommen dabei vier Menschen um’s Leben, die vorderhand zufällig am selben Ort waren und so leider alle gemeinsam in dieses Unglück geraten sind.
Viele Wortwitz und österreichischer Charme begleitet uns durch alle Ermittlungen, dass wir am Ende eher betrübt sind, dass 383 Seiten so schnell gelesen sind.
Rezensionen von cosmea:
Schimpansen, unsere nächsten Verwandten
Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger
Die junge Angelica Restorick, genannt Angel, stammt aus dem Ort St. Piran in Cornwall. Sie ist eine begabte und erfolgreiche Turnerin und trainiert für eine Profikarriere. Durch ihr Studium hat sie ihre Faszination für Schimpansen entdeckt. Als sie das Angebot erhält, für zwei Jahre nach Tansania auf die Insel Samaki Island im Viktoriasee zu gehen, um die Kommunikation von Schimpansen zu erforschen, sagt sie begeistert zu.
Haben die Schimpansen eine eigene Sprache? Auf der Insel gibt es eine Kolonie von Schimpansen, die sie zusammen mit Biologen und Rangern vor Ort beobachtet. Sie freundet sich mit den Tieren an und lernt mit Gesten, Mimik und bestimmten Lauten mit ihnen zu kommunizieren. Dabei hilft ihr, dass sie durch ihr intensives körperliches Training in der Lage ist, auf hohe Bäume zu klettern und in den Baumkronen zu schlafen. Wir lernen viel über das Leben der Tiere, die in der Gruppe existierenden Rivalitäten und die Kämpfe, zu denen es kommt, wenn der Anführer stirbt. Dann findet die Idylle ein Ende, weil die Insel an einen Investor verkauft wird, der sich angeblich dem Arten- und Umweltschutz verschrieben hat. Angel und ihren Kollegen ist jedoch sofort klar, dass sie ganz andere Ziele haben und die Forscher so schnell wie möglich vertreiben wollen. Die Geschäftsidee ist in Wirklichkeit die Trophäenjagd. Das Unternehmen will Millionen dadurch verdienen, dass die Superreichen der Welt hier Tiere töten und die Trophäen nach Hause mitnehmen. Es kommt zu einem brutalen Krieg mit zahlreichen Opfern unter Menschen und Tieren, bei dem auch Wilderer mitmischen.
Erzählt wird die Geschichte viele Jahre später von Jeremy Melon, dem Patenonkel von Angels Tochter Victoria und bestem Freund ihres inzwischen verstorbenen Vaters. Er benutzt als Quelle Angels Notizbücher und die Aufzeichnungen unzähliger Gespräche mit ihr. Der Autor beschreibt mit viel Empathie, wie Wildtiere zum eigenen Vergnügen der Jäger und ohne Rücksicht auf bedrohte Tierarten getötet werden und welche Unsummen die Kunden dafür zu zahlen bereit sind. Ein sehr beeindruckender Roman wie schon zuvor “Der Wal und das Ende der Welt.“
Rezensionen von vorlesepate:
Leben unter Menschenaffen
Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger
Der neue Roman von John Ironmonger „Die Insel der Schimpansen“ erzählt die Geschichte von Angel, einer Profiturnerin, die an der Universität von Cornwall auch Zoologie studiert und damit ihrer großen Leidenschaft, nämlich dem Forschen der Lebensart und der Sprache von Schimpansen nachgeht und ihrer späteren Reise nach Tansania auf eine ruhige Insel am Victoriasee, auf der sie 2 Jahre mit einer Gruppe von Schimpansen leben darf.
Während dieser Zeit kann sie die Sprache der Schimpansen für sich entschlüsseln und mit ihnen kommunizie-ren und in der Gruppe leben. Die Geschichte wird im Roman von dem Schriftsteller Jeremy Melon spannend niedergeschrieben, aufgrund von Notizen von Angel und seiner Fantasie. Nach einigen sehr schönen, aber auch spannenden Monaten wird die Insel an neue Besitzer verkauft, die anderes im Sinn haben und es wird für alle Beteiligten gefährlich. In der Schim-pansengruppe stürzt das Alphamännchen vom Baum und bricht sich das Bein. Es werden Machtkämpfe unter den Schimpansen ausgetragen und das Forscherteam, sowie die neuen Besitzer der Insel werden mit sehr fragwürdigen Ereignissen konfrontiert und die Handlung nimmt an Spannung und Dramatik rasant zu. Es wird niemals langweilig und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Eine tolle, spannende Ge-schichte, in der vom Kampf ums Überleben erzählt wird, kann man hier miterleben und ich konnte die Insel, Angel und die Schimpansen förmlich vor mir sehen. Zwischen der Jagd nach Trophäen, dem Erhalten von Naturschutz, der Gier des Menschen, aber auch von Mitgefühl wird hier erzählt und die Affen werden nicht menschlich dargestellt, sondern so wie sie sind, als Tiere. Außerdem werden wissenschaftliche Aspekte mit einbezogen. Vor allem wird das Leben von Jane Godell unter Schimpansen erzählt, die 30 Jahre unter ihnen gelebt hat. Die Protagonisten sind starke Charaktere, vor allem trifft das auf Angel zu, die mir am besten ge-fallen hat.
Ich habe meine Rezension so offen gehalten, damit man im Vorfeld nicht zu viel erfährt und gebe gerne 5 Sterne für diese ereignisreiche, spannende Geschichte.
Rezensionen von Ema:
Wie weit fällt der Apfel vom Stamm?
Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones
Zwei Mädchen, zwei Lebenswege und doch eine Verbindung, die ein Leben lang hält: Annie und Vernice wachsen beide ohne ihre Mütter in Honeysuckle auf. Während Annie sich schließlich auf die Suche nach ihrer Mutter nach Memphis begibt, geht Vernice aufs College und studiert. Ihre Leben könnten kaum unterschiedlicher verlaufen – und trotzdem bleiben sie über all die Jahre miteinander in Kontakt.
Honeysuckle lassen beide hinter sich, doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach abschütteln. Immer wieder stellt sich die Frage, ob Annie und Vernice die Fehler und Entscheidungen ihrer Mütter hinter sich lassen können oder ob sie Gefahr laufen, deren Leben zu wiederholen. Gerade ihre Freundschaft hat mir dabei besonders gefallen. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensstile und Erfahrungen bleiben sie füreinander da und werden im Laufe der Jahre zu einer Art selbst gewählter Familie.
Tayari Jones erzählt die Geschichte einfühlsam und sprachlich sehr schön. Gleichzeitig greift sie wichtige Themen auf, insbesondere die Rassentrennung und die gesellschaftlichen Verhältnisse in den Südstaaten der USA. Dadurch bekommt die persönliche Geschichte der beiden Frauen auch eine größere gesellschaftliche Dimension.
An manchen Stellen hat sich die Handlung für mich allerdings etwas in die Länge gezogen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, mehr über Hattie Lees Beweggründe und die Entscheidungen, die sie getroffen hat, zu erfahren. Gerade hier blieben für mich einige Fragen offen.
Insgesamt eine gut geschriebene Geschichte über Freundschaft, Familie, Herkunft und die Frage, inwieweit wir uns von der Vergangenheit unserer Eltern lösen können.
Rezensionen von nanu?!:
Tibbs fabelhafte Welt
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Das harte Leben als Landstreicherin ist Tibb Ingleby schon immer gewöhnt, ein richtiges Zuhause hat sie nie besessen. Doch so plötzlich, und ohne jede Vorwarnung, mutterseelenallein und ohne jede Perspektive auf sich selbst gestellt zu sein, ist nochmal was ganz anderes.
Tagelang irrt sie durchs Land, bis sie Ivo trifft und sich ihm anschließt.
Mit ihm scheint alles so einfach, und vielleicht ist der Gedanke an ein richtiges Zuhause, doch nicht so absurd?
Aber das Schicksal hat anderes mit Tibby vor.
Tibby ist eine ungewöhnliche Protagonistin.
Zu Beginn der Geschichte ist sie noch recht jung, ungefähr vierzehn. Mit ihrer Mutter streift sie durchs Land und gemeinsam versuchen sie, irgendwie zu überleben.
Landstreicherei wird im 16. Jahrhundert hart bestraft und so lautet ihre erste Regel stehts: Verweile nie zu lange am selben Ort, den sonst fällst du den Mistkerlen auf.
Und nicht aufzufallen ist für Tibby sowieso schon ein Problem. Sie ist nämlich nicht nur etwas klein und zierlich geraten, sie hat auch eine besonders helle Haut und Haare. Und verbiegen kann sie sich, was ihr noch öfter das Leben retten wird.
Erzählt wird die Geschichte fast komplett aus ihrer Sicht und mit ihrer Stimme. Näher könnte der Leser ihr gar nicht sein und so kriegt man es mit jeder ihrer Facetten zu tun. Sie kommt oft unbedarft herüber und verletzlich. Sie ist aber auch wahnsinnig mutig und bauernschlau. Sie ist gutmütig und ihren Freunden gegenüber unfassbar loyal. Wenn man Tibby zur Freundin hat, kann man sich immer 100 prozentig auf sie verlassen.
Mit Tricks und kleinen Schwindeleien kommt sie durchs Leben, bis eines Tages einer ihrer Schwindel Beine kriegt und ihr über den Kopf wächst.
Tibb muss sich im Laufe der Geschichte vielen Herausforderungen stellen. Sie wird oft enttäuscht werden und manchmal sind die imaginären Gespräche, die sie mit ihrer Mutter führt, ihr einziger Wegbegleiter.
Tibb nennt die Dinge immer beim Namen. Alles was sie sieht und erlebt beschreibt sie in ihrer Art, was sich auch auf den Schreibstil des Buches auswirkt. Aber das macht ihre Geschichte auch so persönlich und eigen.
Und mannomann, fluchen kann sie wie ein Kesselflicker.
Tibb erlebt eine wahre Odyssee, die abwechslungsreicher nicht sein könnte.
Tibb muss man erlebt haben.
Für mich gab es nur im Mittelteil eine Länge, die aber bald überwunden war. Ansonsten kann ich das Buch gerne weiter empfehlen.
Rezensionen von shrimpdumpling:
Eine große Enttäuschung
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Ich hätte dieses Buch ohne die Leserunde definitiv abgebrochen. So habe ich mich irgendwie durchgekämpft und ehrlich gesagt war selbst das schon eine Herausforderung. Für mich war "Five" einfach extrem irreführend. Man geht bei dem Buch ziemlich eindeutig mit der Erwartung an einen Thriller heran, aber im Endeffekt ist es für mich hauptsächlich eine Charakterstudie.
Grundsätzlich wäre das für mich nicht einmal ein Problem, weil ich character-driven Bücher eigentlich sehr gerne mag. Das Problem ist nur, dass die Charaktere für mich überhaupt nicht funktioniert haben. Sie waren übertrieben, flach und teilweise einfach unrealistisch. Dadurch konnte ich weder mit ihnen mitfühlen noch sie wirklich ernst nehmen. Und dann sind da noch die titelgebenden fünf Minuten. Ich hatte erwartet, dass diese fünf Minuten eine zentrale Rolle spielen und irgendwann stellt sich heraus, dass es eben nicht nur um diese fünf Minuten geht, sondern plötzlich um mehr. Das hat bei mir nur noch zusätzlich dieses "Okay, wollt ihr mich eigentlich veräppeln?" ausgelöst. Wenn schon der Titel eine bestimmte Erwartung weckt und dann auch das wieder anders läuft, als man denkt, fühlt man sich irgendwann einfach nur noch getäuscht. Dieses permanente "Jetzt fühlen Sie sich bestimmt so und so" hat mich wahnsinnig gemacht. Vor allem, weil ich mich natürlich überhaupt nicht so gefühlt habe. Ich möchte beim Lesen nicht ständig gesagt bekommen, was ich gerade empfinden soll. Besonders dann nicht, wenn das Buch mit seiner Einschätzung auch noch komplett danebenliegt. Es hat mich immer wieder aus der Geschichte gerissen. Insgesamt war "Five" für mich einfach eine riesige Enttäuschung. Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet und bekam stattdessen eine für mich schlecht geschriebene, übertriebene Charakterstudie mit einem Humor, der bei mir überhaupt nicht funktioniert hat, und einem Schreibstil, der mich regelmäßig genervt hat.










