Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Irgendwie hat alles einen Sinn - auch Krankheit
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Daniela Dröschers Vorgänger*inroman „Lügen über meine Mutter“ hat mich total begeistert. Nun geht’s um ihren neuesten Roman.
Hier erzählt sie von sich selbst, Anfang 30, und von ihren körperlichen Leiden und der Tortur, von einer*m Ärzt*in zum nächsten zu wechseln, denn keiner konnte so richtig rausfinden, was die Ursache ihrer Leiden war.
Begonnen hatte alles mit einer Kehlkopfentzündung. Sie erhielt einen Spray, dieser löste Herzrasen und Herzstolpern bei ihr aus. Sie konsultierte weitere Ärzt*innen und wurde mit neuen Diagnosen, Allergien und Medikamenten konfrontiert.
Zeitgleich stand sie wahnsinnig unter Stress, arbeitete an der Universität und stand kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit – es wurde ihr, da gar keine Erklärung seitens der Ärzt*innen gefunden wurde, Ruhe und Stressvermeidung verordnet: in dieser Situation natürlich unmöglich. Sie muss die Prüfung exzellent schaffen, denn dann steht ein Uni-Job in Aussicht, den sie unbedingt möchte.
Auch Elas Mutter begegnen wir wieder im Roman. Mittlerweile hat sie sich von ihrem Ehemann getrennt (noch nicht geschieden) und lebt nun endlich ihr eigenes Leben.
Dieser Roman erzählt die Geschichte, wie die @danieladroescher zum Romanschreiben kam, aber zuerst einige Hürden in Angriff nehmen musste. Auf ihrem Lebensplan stand etwas ganz anderes. Dafür hat sie alles hintangestellt – ihr Körper hat jedoch dagegen gestreikt.
Ich habe den Roman gern gelesen und kann ihn absolut empfehlen.
Rezensionen von ReiShimura:
Match on Ice von Allie Well
Es gibt Liebesromane, die überzeugen durch eine zauberhafte Geschichte oder durch einen wunderbaren Schreibstil. Manche haben sehr durchdacht ausgearbeitete Charaktere oder lassen auch noch ernstere Themen in die Liebesgeschichte einfließen. Einige Autor:innen schaffen es, all diese Dinge in ihre Romane einfließen zu lassen und manche kaum etwas davon.
Leider zählt „Match on Ice“ für mich zur letzteren Kategorie.
Dabei hat der Klappentext noch recht vielversprechend geklungen. Obwohl ich weder viel mit Eishockey noch mit Eiskunstlauf am Hut habe, lese ich gerne Romane zu diesen Themen oder schaue mir Filme an. Da ich auch in der Stimmung war für eine Sport-Romanze, klang dieses Buch nach dem idealen Zeitvertreib.
Die Ernüchterung kam leider relativ schnell. Den Schreibstil würde ich als eher einfach bezeichnen, daher lässt sich das Buch zwar leicht lesen, aber irgendwie plätschert auch alles einfach so an einem vorbei. Dies liegt vor allem auch daran, dass den Charakteren jegliche Tiefe fehlt. Obwohl die Autorin immer wieder versucht, gerade Romys Zwiespalt in Bezug auf ihr Leben, ihren Sport und vor allem ihren Partner Dan darzustellen, kratzt sie damit doch immer nur an der Oberfläche. Über Jacks Seelenleben erfährt man leider auf Grund der einseitigen Erzählsicht überhaupt nichts und kann nur Vermutung anstellen.
Die Geschichte ist von Anfang an recht vorhersehbar und auch die verschiedenen Dramen zeichnen sich gleich zu Beginn ab. Beides sind Dinge, die einem in diesem Genre recht häufig begegnen. Darüber hätte ich auch noch problemlos weggesehen, wenn der Rest mich überzeugen hätte können. Dies war aber leider nicht der Fall. Autorin Allie Well hat sich die Mühe gemacht und einige sehr vielversprechende Nebencharaktere eingeführt. Leider bleiben auch diese blass und ohne Tiefgang. Wenig verwunderlich eigentlich, wenn bereits die beiden Protagonisten eher farblos sind.
Dieses Buch ist der Auftakt zur dreiteiligen Reihe „Scoring Love“. Für mich wird es aber auf jeden Fall bei diesem einen Buch bleiben, da es mich entgegen meinen Erwartungen, überhaupt nicht überzeugen konnte.
Rezensionen von Anilam:
Auf Wiedersehen Stress
Der Cortisol-Code von Svea Golinske; Peter Heilmeyer
Der Cortisol-Code ist ein absolut empfehlenswerter Ratgeber für jeden der sich mehr mit dem Stresshormon Cortisol auseinandersetzen will. Das Buch erklärt auf sehr verständlicher und zugänglicher Weise, wie stark Cortisol unseren Körper beeinflusst - vom Schlaf und Energielevel bis zum Gewicht, Stimmung und unserer langfristigen Gesundheit.
Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt. Man wird so Schritt für Schritt an das Thema herangeführt und lernt dadurch die wichtigsten Zusammenhänge kennen. Dadurch wird man als Leser nicht medizinischen Fachwissen überfordert, sondern steigt sanft ins Thema Cortisol ein. Diese Aufteilung hat mir zumindest sehr geholfen alles besser zu verstehen.
Außerdem gibt es einen großen Anteil an praktischen Ansätzen. Man bekommt ganz konkret Vorschläge, wie man seinen Lebensstil anzupassen kann, ohne sich dabei zu verstellen. Die Themen Ernährung, Schlaf, Bewegung und Entspannung werden ganzheitlich betrachtet und so zusammengeführt, dass man sie realistisch umsetzen kann.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und motivierend. Das Buch war für mich nicht nur reine Information oder Belehrung, sondern auch Ermutigung und Verständnis. Für mich definitiv ein hilfreicher, gut verständlicher und praxisnaher Ratgeber - mein Buch habe ich direkt verlieren. Klare Empfehlung von mir!
Rezensionen von LeserinLu :
Wichtiges Buch
Vierundsiebzig von Ronya Othmann
Vierundsiebzig war für mich ein sehr dichtes und zugleich schwer auszuhaltendes Buch - im positiven Sinne. Obwohl das Buch offiziell als Roman bezeichnet wird, kam es mir immer wieder wie ein Sachbuch vor, das eine Vielzahl an Stimmen, Eindrücken und historischen Linien miteinander zu verbinden versucht.
Othmann reist immer wieder in die jesidischen Gebiete, besucht Camps, Gedenkorte und Dörfer und spricht mit Menschen, die den Angriffen des IS knapp entkommen sind. Die Autorin schreibt dabei klar und präzise, fast nüchtern, was mir gut gefallen hat.
Gleichzeitig ist Vierundsiebzig kein reines Buch über die jüngere Vergangenheit. Es geht auch um die lange Geschichte der Verfolgung der Jesiden, den Genozid an den Armeniern, die Verbrechen des Saddam-Regimes oder die Unterdrückung der Kurden. Diese Fülle an Themen hat mich durchaus überfordert und beansprucht. Vierundsiebzig ist also insgesamt kein leichtes Buch, weder thematisch noch von seiner Form her, aber es ist ein wichtiges Buch über Erinnerung und Verantwortung. Für mich war es sehr anspruchsvoll und absolut lesenswert. Mehr Menschen sollten sich insbesondere mit der Geschichte der Jesiden auseinandersetzen, z.B. mit diesem Buch.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein wunderschönes Bilderbuch über die Ordnung der Dinge
Als der Mond die Sterne ordnen wollte von Lena Raubaum
Der Mond hat eine große Kiste mit Sternen gefunden und will jedem Stern am Himmel seinen perfekten Platz geben. Aber wie soll er sie ordnen? Nach Größe? Nach Gewicht? Nach Helligkeit? Oder nach Farben? Nichts gefällt ihm jedoch so richtig. Durch einen Niesanfall purzeln alle Sterne durcheinander und fallen wie von selbst auf ihren Platz.
Ohne, dass der Mond an dieser Ordnung noch etwas ändern muss.
Lenau Raubaum erzählt hier eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte über den Mond, der am Himmel Ordnung schaffen will. Nur, dass sich die Dinge dann fast ohne sein Zutun ganz von selbst an ihren Platz begeben.
Die Textabschnitte auf jeder Doppelseite haben eine für das Alter von 4 Jahren angemessene Länge und sind leicht zu verstehen. Die ganzseitig farbigen Bilder von Zuzanna Kowalska sind einfach bezaubernd, machen den Text richtig greifbar und runden die Geschichte gekonnt ab.
Als zusätzliches Goodie bekomme ich einen QR-Code mit dem ich mir die Geschichte von der Autorin gelesen kostenlos aus dem Internet herunter laden kann. So kann unser kleiner Mann sich die Geschichte auch mal alleine anhören. Oder wir lauschen gemeinsam dem Text.
Eine herzerwärmende Geschichte, die zeigt, dass man nicht immer alles regeln muss. Dass es auch Einiges gibt, das sich ganz von selbst erledigt. Eine Geschichte vom Loslassen und von Vertrauen. Eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte, die wir gerne allen kleinen Sternenguckern empfehlen können.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Eine ganz tolle Übersetzung mit 21 interessanten Bibelleseplänen
BasisBibel. Themenwege von Lena Raubaum
Da ich noch keine Basis Bibel hatte, habe ich mich ganz besonders über diese Bibel gefreut. Ich liebe es die Bibel in verschiedenen Sprachen und Übersetzungen zu lesen. Es hilft mir beim Verstehen und nachhaltigem Einprägen sehr gut. Diese Übersetzung ist für mich wunderbar verständlich, und dennoch nahe am Urtext.
Es ist eine zeitgemäße und klare Sprache. Diese schöne Bibel beinhaltet ein Griffregister, welches dabei hilft ein biblisches Buch schneller zu finden. Eine tolle Ergänzung sind erklärende Randspalten für Begriffe, die nicht vorausgesetzt werden können. Dadurch erspart der Leser sich öfters das Suchen im Bibellexikon.
Die Besonderheit an dieser Ausgabe sind die 21 Bibellesepläne, welche sehr persönlich und dadurch auch sehr unterschiedlich sind. Ich persönlich finde sie sehr interessant und gelungen. Die angesprochenen Themen sind sehr aktuell und stimmen nachdenklich. Da geht es zum Beispiel um das Thema "Was ist Glaube", oder auch "Frauen, die Nein sagen"-Feminismus in der Bibel. Aber auch das interessante und aktuelle Thema Inklusion wird hier von Julia Schönbeck angesprochen und behandelt. Ich lese die Gedanken der Autoren zu den unterschiedlichsten Themen und die nachfolgenden 6 Etappen zu den Bibelstellen und die Reflektionsfragen mit Neugier und entdecke Neues.
Was ich auch erwähnen möchte, ist die besonders hohe Qualität dieser Bibel. Die Papierqualität ist stark und hochwertig, dadurch muss man beim Suchen nicht besonders vorsichtig sein. Mir gefällt diese besondere Bibel ausgesprochen gut und ich möchte sie sehr gerne weiterempfehlen.
Rezensionen von PMelittaM:
Abschlussband der Reihe
Sandman, Band 10 - Das Erwachen Sandman von Neil Gaiman
Einer der Ewigen ist gestorben, und eine Trauerfeier wird ausgerichtet. Daneben gibt es noch weitere Geschichten, die vom Abschiednehmen handeln.
Der König ist tot, es lebe der König. Nein, ein König war er nicht, aber eine wichtige Persönlichkeit schon, und ohne ihn geht es nicht, weshalb schon eine neue Inkarnation bereitsteht.
Mir hat gut gefallen, dass alle wichtigen Charaktere der Reihe, Menschen, Wesen und Götter, natürlich auch zur Trauerfeier gekommen sind, und man so noch einmal Hob Gadling, Cluracan und Rose Walker neben vielen anderen begegnen konnte.
In den weiteren Geschichten wird die Storyline um William Shakespeare beendet, der seinen Deal mit Dream abschließt, und Desire hat überraschend mehrere Auftritte, wobei they in der vorletzten Geschichte, „Die Blumen der Liebe“, zeigt, dass they auch ein Herz hat.
Der zehnte Band ist gleichzeitig auch der Abschlussband der Reihe. Auch dieses Mal haben wieder mehrere Zeicher sehr ausdrucksstarke Zeichnungen geliefert.
Die Sandman-Reihe hat es mir angetan, inhaltlich wie auch zeichnerisch, wer gerne gute Comicbände liest, sollte hier zugreifen.
Rezensionen von Gavroche:
Neues von den Slow Horses
Bad Actors von Mick Herron
Auch in diesem neuen Fall für die Slow Horses gibt es wieder eine ordentliche Portion schwarzen Humor und natürlich einen eigensinnigen Fall für diese außerordentliche Truppe.
Und auch dieses Mal ist es hilfreich, wenn man sich im politischen Geschehen auskennt (das Original erschien bereits vor drei Jahren), denn hier gibt es sehr viele Anspielungen zu entdecken.
Der Fall ist wieder außergewöhnlich und mit vielen Überraschungen ist hier zu rechnen. Man sollte schon genau lesen, um alles mitzubekommen, es ist kein leichter Feierabend-Thriller, aber wenn man sich Zeit und Ruhe nimmt, dann ist es eine zwar anspruchsvolle, aber wirklich gelungene Lektüre.
Ich würde allerdings empfehlen, die Reihe von Beginn an zu lesen, denn dann versteht man die Hintergrundgeschichte(n) besser.
Eine klasse Reihe mit einem spezifischen Humor, deren Konzept auch mit dem neuen Fall nicht "ausgelutscht" erscheint, sondern immer noch herrlich britisch-schwarzhumorig.
Rezensionen von Streiflicht:
Genial
In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar von Bodo Wartke
Barbaras Rhabarberbar habe ich schon vor langer Zeit kennengelernt und habe es auf Anhieb geliebt. Es ist einfach soooo unfassbar witzig, genial und unterhaltsam und ich muss dabei immer lachen. Für mich ist die Rhabarberbar echt ein gute Launegarant.
Seit einiger Zeit folgen wir Autor Bodo Wartke auf Social Media und erfreuen uns immer wieder seiner neuen kreativen Reime.
Ich kann gar nicht sagen, wer von uns das am lustigsten findet, aber es begeistert Jung und Alt bei uns. Daher war klar, dass dieses Buch hermuss. Denn die Reime in Kombination mit den lustigen Bildern von Alexandra Junge sind natürlich nochmal umso cooler und unterhaltsamer. Sie fängt das jeweilige Geschehen wirklich sehr passend ein, da wird die gute Laune gleich noch besser.
Sehr gut gefallen hat mir, dass ich auch noch einige der Zungenbrechergeschichten nicht kannte, auch wenn Barbaras Rhabarberbar für immer meine Lieblingsstory bleiben wird. Wer gute Laune will, findet sie hier!
Rezensionen von carola1475:
Spannend und komplex
Verlorene Spuren von T. M. Payne
Nachdem mir der Vorgängerband „Schon immer tot“ sehr gut gefallen hatte, freue ich mich nun über den dritten Band der Reihe um die sympathische DI Sheridan Holler und ihr Liverpooler Ermittlerteam. In „Verlorene Spuren“ geht es um die spurlos verschwundene 59jährige Caroline Crow. Der Ehemann, Adrian, kann sich ihr Verschwinden nicht erklären und verfällt zusehends und was für eine Verbindung besteht zum gerade aus der Haft entlassene Gabriel Howard, der offensichtlich einen Plan verfolgt?
Die Ermittlungsarbeit und die Aufgabenverteilung im Team werden realistisch geschildert, hier macht sich T.
M. Paynes langjährige Berufserfahrung in der Strafjustiz bemerkbar. Sheridan ist eine clevere Ermittlerin und auch ihre Kolleginnen und Kollegen sind kompetent, der Umgang miteinander freundschaftlich und Dialoge oft humorvoll. Besonders die weiblichen Figuren Sheridan Holler, DS Anna Markinson und ihre Chefin DCI Hill Knowles sind authentisch und vielschichtig gezeichnet und haben eine Vergangenheit, aber auch die anderen Charaktere sind interessant und haben mich über ihre Glaubwürdigkeit rätseln lassen, je mehr ich über sie erfahren habe, desto unsicherer wurde ich.
Es gibt unerwartete Wendungen in der Geschichte, gewonnene Erkenntnisse werfen neue Fragen auf und immer wieder legt die Autorin falsche Fährten, so dass es schwierig für mich war, mich bei all den Verdächtigen auf einen Täter festzulegen und die Auflösung hat mich dann doch überrascht.
Die spannende Krimihandlung wird von Szenen aus dem Privatleben der Ermittlerinnen aufgelockert, besonders Katze Maud und die nicht vorhandenen Kochkünste Sams haben mich schmunzeln lassen oder DCI Knowles' Kontrollbesuche bei ihrer betagten Nachbarin Gloria.
Der Schreibstil ist klar, einfach, angenehm zu lesen und fesselnd, wechselnde Perspektiven erhöhen die Spannung und die Geschichte bleibt packend bis zum Ende. Mir hat der komplexe Krimi sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten. Ich vergebe 4,5 Sterne.











