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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Astrid:

Der Preis der Sehnsucht nach dem schnellen Glück (Geld) ...

Die Villa von Markus Heitz

Doreen und ihre Tochter Marina sind ein unglückliches Duo, das nicht gut miteinander auskommt. Der Einzug in die sanierungsbedürftige Villa lenkt von ihren Basisproblemen ab, schafft aber neue. Durch die Ersteigerung wird das mit einer Vorgeschichte heftig belastete Haus zu einem Spiegel ihrer Wünsche und Ängste und weckt aber auch eine Macht, die die beiden Frauen nicht kontrollieren können.

Spannend! Denn wer entscheidet hier wirklich über ihre Leben – sie oder die Macht der Glückssträhne, die sie ergriffen hat? Die Verheißung von Erfolg, Anerkennung und Sicherheit entpuppt sich jedenfalls rasch als Trugbild, was die Beziehung der beiden zu zerreißen droht und jede Menge Menschenleben kostet.

Als also Doreen begreift, auf welchen Pakt sie und ihr Kind sich eingelassen haben, ist schon ziemlich viel Blut geflossen, wurden Beine gebrochen und Menschen zerfetzt. Auch fremde Menschen kommen zu Schaden, die eigentlich nichts mit der Villa zu tun haben, sondern einfach zu 'Kollateralschäden' werden.

Die Geschichte bleibt nahe an den beiden Protagonistinnen, schafft für mich jedoch keine Verbindung, die Charaktere bleiben mir zu flach. Dafür fesselt sie mit der Verlockung des schnellen Glücks, auch wenn dafür ein blutiger Preis zu zahlen ist.

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Rezensionen von JennifersBooks:

Katerchaos in Tagebuchformat

Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher

"Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!" ist ein wunderbar humorvolles Kinderbuch, das komplett in Tagebuchform aus der Sicht des Katers Knutbert erzählt wird. Seine "Katerstrophenberichte" sind nicht nur witzig formuliert, sondern werden durch viele Comicelemente ergänzt, die die kurzen Kapitel auflockern und den Lesefluss spürbar erleichtern.

Immer wieder taucht darin auch die Kategorie "Kratzer am Rande" auf - kleine Infokästen, in denen Knutbert zum Beispiel erklärt, welche Kategorien von Menschen es aus Katzensicht gibt oder warum Katzen selbstverständlich Superhelden sind. Gerade Kinder, die nicht gerne oder lange lesen, können der Handlung dadurch gut folgen und bleiben motiviert.

Die Figuren sind liebevoll und mit einem deutlichen Augenzwinkern dargestellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Knutbert, der den Spruch "Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal" sehr ernst nimmt. Er hat keine Besitzer, sondern Angestellte, die er großzügig bei sich wohnen lässt: Alma, die Katzen nicht mag, Carlo, der ständig mit dem Staubsauger nervt, Lena, die immerhin oft etwas Essbares für ihn bereithält, und Franz, der für Knutbert den höchsten Rang der Tauglichen erreicht, weil er gerne krault und ihn regelmäßig als Superhelden zeichnet.

Knutberts Alltag besteht aus Schlafen und Fressen, doch die Ruhe wird immer wieder von der Nachbarin Frau Merlinger gestört, die ständig klingelt und sich über ein Biest beschwert, das angeblich in der Nachbarschaft sein Unwesen treibt. Umgekippte Mülltonnen, Kratzer am Auto - natürlich wird Knutbert verdächtigt und sogar mit dem Tierheim bedroht. Also macht er sich auf, in seinem Revier nach Informationen über dieses Biest zu suchen.

Dabei helfen ihm seine tierischen Nachbarn: Ingrid, die Schildkröte von Frau Merlinger; Ralf, das Rotkehlchen, dessen lautes Gezwitscher ihn nervt und das er eines Tages definitiv fressen wird; Hektor, der alte Nachbarskater; und Paula, die Blindschleiche, die einfach wie ein Stock herumliegt. Jede Begegnung ist mit viel Witz und Humor beschrieben und bleibt für Kinder gut verständlich. Für Kinder ab neun Jahren ist das Buch ideal - meine Tochter hatte viel Spaß daran. Mein zwölfjähriger Sohn dagegen fand es schon zu kindlich und hat schnell das Interesse verloren.

Besonders schön ist der Abschluss des Buches, denn dort gibt es einen witzigen Selbsttest, mit dem man herausfinden kann, zu welcher Mensch-Kategorie man aus Katzensicht gehört. Das sorgt für ein zusätzliches Schmunzeln und rundet die Geschichte sehr passend ab.

Fazit: "Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack!" überzeugt mit einer charmanten Mischung aus Humor, liebevoll gezeichneten Figuren und einer Erzählweise, die besonders für jüngere Leser leicht zugänglich ist. Die Tagebuchform, die Comicelemente und die "Kratzer am Rande" halten die Geschichte lebendig und sorgen dafür, dass Kinder ab neun Jahren gut abgeholt werden. Durch den Untertitel am Cover ist die Handlung etwas vorhersehbar, was einen halben Stern Abzug gibt, dennoch bleibt es ein rundes, witziges Leseerlebnis.

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Rezensionen von brauneye29:

Tolles Buch

Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer

Zum Inhalt:
Claires Erkrankung geht in die letzte Phase und plötzlich hat sie den Wunsch die Zeit nicht mit ihrem Mann zu verbringen, sondern mit ihren Freundinnen, was ihren Mann völlig aus der Mann wirft, sich aber zunächst fügt, weil es ja der Wunsch seiner sterbenden Frau ist. Aber ist das wirklich richtige Weg für die beiden?
Meine Meinung:
Zunächst ist ja die Vorstellung schon schwer, dass der geliebte Mensch gehen muss, dann aber auch noch vom letzten Weg, der letzten zeit ausgeschlossen zu werden, muss sich schon sehr schlecht anfühlen.

Genau diese Gefühlwelt lässt uns das Buch mit erleben, aber auch die Seite von Claire, die diesen Wunsch geäußert hat. Trotz des tragischen Themas hat das Buch auch irgendwie eine gewisse Leichtigkeit, zu mindestens habe ich das so empfunden. Ich konnte beide Seiten, aber auch die der Freundinnen irgendwie nachvollziehen. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Tolles Buch

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Rezensionen von leopol:

melancholische Gesellschaftsbetrachtung mit etwas Kriminalfall

Die Auster von Yael Inokai

Leonora Bloch, Reinigungskraft, bei Dr. Bronstett dem Geschäftsführer eines bekannten Kaufhauses. Eines morgens findet sie ihn ermordet und mit zwei fehlenden Händen auf. In ihrem Schock putzt sie die Spuren weg und verständigt erst dann die Polizei. Leonora wird an ihre eigene Vergangenheit und ihre eigenen Verluste erinnert und es treiben sie wieder Geldsorgen um.

Die Ermittlungen der Polizei führen in das legendäre Kaufhaus und so ist auch Leonora mit alten bekannten dort konfrontiert.

Dieser Roman ist schwer einzuordnen, verbindet er doch im Wesentlichen zwei Geschichten, die irgendwie verwoben sind. Einerseits die Lebensgeschichte von Leonora Bloch, die zuletzt als Putzfrau bei Dr. Bronstett gearbeitet hat. Andererseits allerdings den Mordfall Dr. Bronstett, der die Polizei und begeisterte Krimiseherin Leonora zu Ermittlungen bringt.

Doch neben diesen zwei Erzählungen kommen so einige gesellschaftsrelevante Botschaften nebenbei durch. Es wird das Luxuriöse Kaufhaus und das luxuriöse Heim von Dr. Bronstett beschrieben, etwas das Leonora Bloch fremd ist, kämpft sie doch Zeit ihres Lebens um ihr Auslangen. Nach dem Tod von Dr. Bronstett steht sie wieder vor der Altersarmut und muss mit über siebzig schauen, dass sie wieder im Kaufhaus angestellt wird. Doch auch Einsamkeit ist ein wichtiges Thema, da Leonora Bloch ihren Sohn schon länger verloren hat und andere Menschen doch gerne auf Abstand hält. Leonora kämpft mit der Dynamik zwischenmenschlicher Beziehungen speziell zwischen Erwachsenen und auch mit Veränderungen im Gesamten.

Die Erzählung entwickelt sich ruhig und detailliert in der Sprache, jedoch ist man immer wieder mit Zeitsprüngen konfrontiert die erst Einordnung bedürfen. Erst langsam beginnt man die Personen zu verstehen, oft durch Rückblenden. Für die Auflösung des Kriminalfalls hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, es erschien etwas gehetzt, wenn auch logisch.

Eine interessante Mischung aus verschiedenen Genres mit einem angenehm ruhigen Schreibstil. Auf Grund der Beobachtungen der Kaufhausangestellten kam ich mir etwas vor wie in Alltagsgeschichten von E.T.Spira, die früher im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Auch die melancholische Stimmung war ähnlich.

Für mich eine etwas skurrile Geschichte, die man gar nicht so leicht erklären und empfehlen kann, man muss es selbst lesen.

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Rezensionen von Lese-Abenteurerin:

Der Realität erschreckend nah!

Red Star Down von D. B. John

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Red Star Down“ ein faszinierender, packender, wendungsreicher und der Realität nicht allzu ferner Spionagethriller auf das Beste gelungen.

Ich war von der Geschichte derart in den Bann gezogen, dass ich überlegte, Sonderurlaub zu nehmen, um die 716 Seiten möglichst in einem Rutsch lesen zu können.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und ich flog daher nur so durch die angenehm überschaubaren Kapitel. Dieser Thriller hat Suchtpotential!

Die fein und vielschichtig ausgearbeiteten Protagonist*innen entwickelten sich im Laufe der Handlung immer noch weiter und ich konnte mich sehr gut in ihre Denk- und Gefühlswelt hineinversetzen. Vieles schien aus ihrer Sichtweise logisch, auch wenn es moralisch stark anzuzweifeln war. Das Zusammen- bzw. Gegenspiel der Politik mehrerer Weltmächte und die Fragilität des internationalen Geflechtes wurden mit diesem Thriller auf besonders gelungene Weise dargestellt. Vieles war an tatsächliche Ereignisse angelehnt, sodass oftmals der Grat zwischen Fiktion und Realität ein recht schmaler war und damit bei mir Betroffenheit bewirkte. Die vielschichtige und mehrsträngige Handlung konzentrierte sich zunehmend und führte schließlich zu einem Ende, das mich das Buch zufrieden aus den Händen legen ließ und dabei gleichzeitig einen starken Nachhall auslöste.

Ich freue mich schon jetzt auf ein neues Buch des Autors, der hoffentlich bald mit einem ähnlich faszinierenden Thriller aufwarten kann.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem faszinierenden Spionagethriller mit einer perfekten Mischung aus Realität und Fiktion ist, dem sei „Red Star Down“ auf das Allerbeste empfohlen. Ich fühlte mich intelligent, kurzweilig und packend unterhalten und vergebe meine absolute Leseempfehlung. 6 von 5 Sternen!

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Rezensionen von Tina:

Spannend ab der ersten Seite

72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

„72 Stunden mit dir“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Geschichte verbindet Spannung, Emotionen und humorvolle Momente auf eine ganz besondere Weise. Vor allem die Idee mit den Todes-Countdowns über den Köpfen der Menschen fand ich unglaublich originell und sie hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Sydney ist eine authentische und vielschichtige Protagonistin, deren Ängste, Gedanken und Entwicklung sich sehr echt anfühlen. Peter bildet mit seiner ruhigen und einfühlsamen Art den perfekten Gegenpol zu ihr und die gemeinsamen Momente der beiden haben mir besonders gut gefallen. Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch Themen wie Verlust, Trauer, Freundschaft und die Frage auf, ob sich das Schicksal verändern lässt. All das wird gefühlvoll erzählt, ohne dabei zu bedrückend zu wirken. Die Mischung aus Spannung, Emotionen und einer zarten Liebesgeschichte hat für mich einfach perfekt funktioniert.

Auch das Ende hat mich überzeugt. Es war emotional, überraschend und hat die Geschichte stimmig abgeschlossen.

Das Cover gefällt mir ebenfalls richtig gut. Die harmonischen Farben und die geheimnisvolle Gestaltung schaffen sofort eine besondere Atmosphäre und machen neugierig auf die Geschichte. Für mich ist es ein echter Hingucker, der den Inhalt wunderbar widerspiegelt.

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Rezensionen von Shilo:

Wenn die Vergangenheit plötzlich wieder vor der Tür steht

Sieben Jahre bis zu dir von Anja Saskia Beyer

Wren trägt einiges mit sich herum. Das merkt man nicht erst, wenn sie darüber spricht, sondern schon in den kleinen Momenten dazwischen. Als Logan nach sieben Jahren wieder auf Summerset Island auftaucht, ist sofort klar, dass dieses Wiedersehen nicht einfach werden kann. Alte Erinnerungen sind plötzlich wieder da, obwohl beide längst ein anderes Leben führen.

Beim Lesen war schnell zu spüren, dass hier nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt wird. Vieles dreht sich um Dinge, die lange unausgesprochen geblieben sind. Man wartet immer wieder darauf, dass endlich ans Licht kommt, was damals eigentlich passiert ist. Nach und nach setzt sich das Bild zusammen und manches wirkt plötzlich ganz anders als zu Beginn.
Gerade Wren hat auf mich sehr glaubwürdig gewirkt, weil sie sich nicht sofort wieder auf Logan einlässt. Ihre Enttäuschung aus der Vergangenheit ist noch deutlich zu spüren und macht viele ihrer Entscheidungen verständlich. Logan steht ebenfalls nicht einfach als Held vor der Tür. Er bringt seinen eigenen Ballast mit zurück auf die Insel und muss sich den Problemen stellen, vor denen er früher lieber weggelaufen ist. Dadurch entwickeln sich beide Figuren Schritt für Schritt und genau das hat die Geschichte für mich glaubwürdig gemacht.
Im weiteren Verlauf wird nach und nach deutlich, dass nicht nur die Vergangenheit zwischen den beiden steht. Auch Wrens Bruder rückt immer mehr in den Mittelpunkt und bringt noch einmal eine ganz andere Spannung in die Geschichte. Dadurch geht es längst nicht nur um die Frage, ob Wren und Logan wieder zueinanderfinden, sondern auch darum, wem man vertrauen kann und was Menschen bereit sind, für ihre Familie zu tun.
Mit jeder Seite wurde klarer, warum beide so handeln, wie sie es tun. Manche Missverständnisse hätten sich zwar einfacher lösen lassen, trotzdem hat das für mich zur Geschichte gepasst. Nicht jeder spricht sofort über das, was ihn belastet. Gerade dieses vorsichtige Annähern wirkte auf mich nachvollziehbar.
Summerset Island ist dabei wieder mehr als nur der Ort, an dem alles spielt. Die Insel sorgt für eine ruhige Stimmung und bildet einen schönen Ausgleich zu den Sorgen, die Wren und Logan mit sich herumtragen. Es gibt immer wieder kleine Momente, in denen beide einfach durchatmen können, bevor die Vergangenheit sie wieder einholt.
Nach dem Zuklappen des Buches blieb vor allem die Erinnerung an zwei Menschen, die erst lernen müssen, der Vergangenheit nicht mehr so viel Raum zu geben. Es geht um Vertrauen, um verpasste Chancen und darum, dass manche Entscheidungen erst Jahre später ihren Sinn ergeben. Die Geschichte hat sich angenehm lesen lassen und hatte viele ruhige Momente, die gut zu den ernsteren Themen gepasst haben. Für mich war es eine stimmige Fortsetzung, bei der vor allem die Entwicklung der Figuren im Mittelpunkt stand.
4 Sterne.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Von den mutigen Freiheitskämpferinnen Irans

Auf den Straßen Teherans von Nila

"Auf den Straßen Teherans" von Nila ist ein kurzes Werk, nur 144 Seiten in der Printausgabe und eingeteilt in kurze Kapitel, die meist nicht mehr als ein bis höchstens zwei Seiten umfassen. Man hat es schnell durchgelesen. Doch das schwächt die Wirkung nicht ab, im Gegenteil, diese wird gerade durch diese Prägnanz verstärkt:

"Schreiben heißt, ein Zeugnis abzulegen; zu exhumieren, tiefe Gräben auszuheben.

" (S. 63)

Ich habe das Gefühl, dem Kern des Protestes der mutigen Iranerinnen und Iraner gegen dieses unterdrückerische Regime nahe gekommen zu sein und, auch nach Lektüre einiger anderer Bücher zum Thema, diesen noch einmal mehr verstehen und nachfühlen zu können.

Es geht immer wieder um die ganz jungen, oft noch nicht einmal volljährigen Menschen, die sich mutig dem Regime mit Protesten auf der Straße entgegen stellen und dafür angegriffen, inhaftiert und oft auch ermordet werden. Um eine Bewegung, die trotzdem weiterkämpft und sich nicht unterdrücken lässt. Immer mehr Frauen, die ohne Kopftuch auf die Straße gehen, Protestierende, die Mullahs, die als Symbol und Vertreter des Regimes gesehen werden, ihre Turbane von den Köpfen schleudern, trauernde Mütter und Väter, die nicht aufhören, ihre Stimmen zu erheben, bis sie hoffentlich irgendwann das Regime besiegt haben werden:

"In den sozialen Medien verbreiten Theatergruppen Videos von regimekritischen Aufführungen. Wir werfen Eimer mit Farbe auf offiziell genehmigte Wandmalereien, meist Bilder von Männern des Militärs. Wir hängen Plakate mit Namen geliebter Menschen, die vom Regime ermordet wurden, von Fußgängerbrücken. Wir färben das Wasser in öffentlichen Teichen und Brunnen blutrot. Wir möchten, dass jede:r aufwacht und sieht, was geschieht. Es ist, als würden wir versuchen, den Bewohner:innen der Erde telegrafische Botschaften von einem anderen Planeten zu senden." (S. 75)

Erwähnt werden jedoch auch jene Menschen aus der Generation der Eltern der jetzt Protestierenden, die nach über 46 Jahren Unterdrückung seit 1979 ihr Leben lang so eingeschüchtert waren, dass sie sich kaum mehr trauen, das Wort gegen das Regime zu erheben und mit Erstaunen auf die mutigen Proteste ihrer Kinder blicken.

Außerdem gibt es immer wieder kurze Einblicke in die Geschichte des Irans, in ein Volk, das auch nach der Islamisierung die eigene Sprache und Kultur nicht aufgegeben hat. Es geht um mutige Vorkämpferinnen schon vor Jahrhunderten, die auch damals schon ihr Leben dafür lassen mussten, um Poeten und Dichter, um blutige Kämpfe um die religiöse und weltanschauliche Deutungshoheit, die seit Jahrhunderten das Land prägen, um die Hintergründe der Revolution im Jahr 1979, um die Einflüsse des Westens auf den Iran und den Glauben oder Unglauben daran, sich selbst befreien zu können, und um vieles mehr.

Es ist ein mutiges, kraftvolles Buch, das ich allen, die sich neu für die aktuellen Freiheitskämpfe im Iran interessieren, aber auch jenen, die schon viel darüber wissen, nur wärmstens empfehlen kann, auf dass sich die Botschaft der Autorin verbreiten möge:

"Leben kann passiv sein. Etwas zu bezeugen ist nicht passiv. Dies sind die Worte, die ich in die Zukunft senden möchte, nachdem ich durch Blut gegangen bin. Für diejenigen, die nach uns kommen und im Strudel unserer Geschichte nach uns suchen werden. Falls sie nach uns suchen werden." (S. 113)

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Rezensionen von Sternzauber:

Eine spannende Geschichte aus der Welt der Feen

Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke

Das Cover von „Emma glaubt nicht an Feen“ hat uns sofort neugierig gemacht und uns in eine spannende Welt entführt. Mich hat es begeistert, wie sehr die Kinder sofort begonnen haben zu rätseln, warum es so dicke Dornenranken gibt, was das Mädchen mit Stift und Papier macht und wer die blau-lila Gestalten sind – das ist doch ein perfekter Einstieg für eine Geschichte!

Diese erzählt von Emma, die es liebt draußen zu sein und die Natur um sie herum zu erforschen.

Neben ihrem Garten gibt es einen verwilderten Park, der ihr viele Forschermöglichkeiten bietet und eines Tages entdeckt sie ein sehr ungewöhnliches Insekt, dem sie bis tief in ein Brombeerdickicht folgt. Doch dann ist plötzlich alles anders: das Regenwetter hat sich in Sonnenschein verwandelt, aus dem Gestrüpp ist eine Lichtung mit Blumenwiese geworden und Emma selber ist plötzlich winzig klein. Was ist nur geschehen und wer sind die seltsamen und wütend dreinblickenden Wesen, die über ihr fliegen?

Wir lieben die Erzählweise von Cornelia Funke sehr, haben uns wahnsinnig auf dieses neue Buch gefreut und uns bereitwillig in diese unbekannte Welt entführen lassen. Wieder ist es der Autorin wunderbar gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, die in sich so stimmig ist, dass wir wirklich ganz eintauchen und uns für die Zeit der Handlung in dieser neuen Welt einrichten konnten. Emma mochten wir von Anfang an sehr und es war so spannend herauszufinden, dass Feen in diesem Buch so ganz anders sind, als wir sie uns bisher vorgestellt hatten! Mehr verraten wir an dieser Stelle aber nicht, denn es ist einfach zu schön, sich die Einzelheiten selber zu erlesen!

Der Text liest sich sehr leicht und flüssig und ist unserer Meinung nach auch gut geeignet für das angegebene Alter (ab 7 Jahren), wenn er vorgelesen wird. Aber auch meine Nichte mit fast 10 Jahren hatte wirklich Freude an der Geschichte und ich als Erwachsene ebenfalls. Sie ist interessant und spannend, aber nicht zu gruselig und ich mochte es sehr, dass die Autorin für die Achtsamkeit gegenüber der Natur und für Natur- und Umweltschutz plädiert. Mit ihrer Geschichte schafft sie das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Empathie und Freude, was meiner Meinung nach immer der bessere Weg ist!

Bei den Bildern von Elias Linnekuhl sind wir uns nicht so ganz einig. Meine Nichte und mein Neffe fanden sie ganz toll, während ich sie auch mag, sie mir allerdings teilweise etwas zu eindimensional oder „glatt“ waren und ich mir mehr Ausdruck in der Mimik der Figuren gewünscht hätte. Da ich aber überstimmt wurde, können wir diesem Buch uneingeschränkte 5 Sterne schenken, denn wir hatten eine wundervolle Lesezeit an einem verregneten Wochenende!

Ein weiteres Highlight war für mich, dass die Geschichte zu Gesprächen anregte, die Kinder plötzlich vermehrt Fragen zu bestimmten Pflanzen hatten, wir recherchieren mussten und mein Neffe auch sehr aufmerksam im Garten unterwegs war, um mal nachzuschauen, ob nicht vielleicht doch auch bei uns Feen aus den Blüten purzeln könnten, woraus tolle Spiele entstanden sind. Und wenn wir es richtig verstehen, dann wird es wohl auch weitere Geschichten von Emma und der Welt der Feen geben, worauf wir uns bereits jetzt sehr freuen! Wir empfehlen diese Geschichte von Herzen und wünschen euch ganz viel Freude beim Kennenlernen!

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Rezensionen von Claudia H.:

Für mich ein perfekter Roman

Things We Couldn’t Keep von Josefine James

Worum es geht:
Die Oscar-prämierte Schauspielerin Olivia Whitemore führt ein perfektes Leben. Sie ist eine der bestbezahlten Schauspielerinnen, wird geschätzt, von den Fans geliebt und verehrt. Niemand weiß, dass dies nur eine Fassade ist und Olivia seit Jahren ein Geheimnis mit sich herumträgt.

Dann tritt eine neue Assistentin Jordan in ihr Leben. Und mit ihr Sloan, für die Olivia sofort Gefühle entwickelt. Nur leider ist Sloan Jordans Mutter und damit für Olivia tabu. Außerdem ist Olivia ohnehin für alle Menschen nur eine Zumutung. Zumindest sieht Olivia das so.

Mein Fazit:
Schon nach der Kurzbeschreibung habe ich mich riesig auf diesen Roman gefreut. Meine Finger haben förmlich gekribbelt beim Umblättern. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es geht gleich richtig stark los, man ist also sofort mitten drin in der Story, was ich immer ganz toll finde. Der Roman hat mich sofort gefesselt. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Olivia, Jordan und Sloan erzählt. Dadurch wird der Roman sehr schön emotional und man kann sich hervorragend in die Personen hineinfallen lassen. Alle drei sind tolle und auch ganz unterschiedliche Charaktere. Ein toller Schreibstil, eine tolle Story, für mich ein perfekter Roman.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne volle 5 Sterne.

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