Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemaus:
ADHS verständlich erklärt
Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan
Das Buch erklärt ADHS sehr verständlich, anschaulich und altersgerecht. Auch die komplexen Zusammenhänge werden für Kinder leicht nachvollziehbar dargestellt.
Die Illustrationen sind gut gelungen und farbenfroh.
Der Schwerpunkt liegt auf den Stärken von Menschen mit ADHS und fördert so Verständnis und Geduld im Umgang mit Betroffenen.
Sehr hilfreich finde ich die praktischen Tipps und Alltagshilfen für Kinder, Eltern und Bezugspersonen. Die zusätzlichen Infoboxen für Erwachsene bieten vertiefende Informationen.
Das Buch eignet sich gut zum gemeinsamen Lesen und als Gesprächsanlass in Familien oder Schulen.
Für betroffene Kinder selbst hätte die Gestaltung etwas reduzierter sein dürfen.
Eine wichtige und einfühlsame Einführung in das Thema ADHS, vor allem für nicht betroffene Kinder und Erwachsene, um für das Thema zu sensibilisieren.
Rezensionen von Daggy:
Witzige Geschichte für alle, die in die Schule kommen
Mit Wumms in die Schule von Jutta Degenhardt
Das Cover zeigt Mina mit ihrem Freund Benno, an der Hand hält sie den Wumms, den sie in der Kita in ihr Erfindungsheft gemalt hat und der in der Schule aus dem Heft herauskommt und lebendig wird.
Aber zurück zum Anfang: los geht es mit Flieger, den Mina und Benno in der Kita gebaut haben. Als die Erzieherin Rosi diesen Flieger aufhängt, rotiert er an der Schnur und Mina malt einen puscheligen Wumms, der das Flugzeug fliegen soll.
Doch dann ist ihre Kindergartenzeit vorbei und sie nimmt das Wumms-Bild in ihrem Erfinderheft mit. Als sie dann in die Schule kommt, wird sie abgelenkt und so sitzt Benno an einem Vierertisch und Mina muss sich neben den ruhigen Mars setzen. Dieser Mars stellt sich als sehr feinfühlig heraus und er unterstützt Mina später sehr. Als der Wumms überraschend aus dem Heft auftaucht, schafft es Mina zunächst, dass die anderen ihn nicht entdecken, was ziemlich witzig ist, denn der Wumms will unbedingt wieder zurück in die Kita. Er als Steuerprofi möchte unbedingt seinen Flieger steuern.
Der Wumms ist eine sehr witzige Figur, er hat viele verrückte Einfälle und ist nicht bereit auf Mina zu hören. Er macht was er will und er will zunächst unbedingt in die Kita. Aber er unterstützt später, als er sich frei in der Klasse bewegt, auch die Kinder auf eine ganz besondere Weise. So wächst die Klasse, die noch ein Klassentier wählen soll, gut zusammen und aus den Kita-Kindern werden, auch dank ihres verständnisvollen Lehrers, eine wundervolle Mosaikklasse.
Ein fröhliches Buch für den Start in die Schule mit einem lebendig gewordenen gekritzelten roten Wumms (ich hoffe Olaf Scholz hat den Begriff nicht für sich patentieren lassen), der Mina diesen Start leicht macht. Wenn wir unseren Erstklässler*innen den Text vorlesen werden sie sicher auch viel Spaß an den vielen Bildern haben.
Rezensionen von Daggy:
Ideenreich und sehr schön gezeichnet
Stella von Oda Valle
Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein.
Und um genau diese Einfälle geht es als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
Stellas größter Wunsch ist es ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.
Rezensionen von Daggy:
Action auf zwei Rädern
SUPERBIKES Das Abenteuer beginnt! von Hanna Sörensen
Schon auf dem Cover winkt uns Jump fröhlich zu. Jump ist, genau wie die anderen Protagonist*innen, ein vermenschlichtes Fahrrad. Der behelmte Kopf sitzt auf einen Körper, der mit dem Fahrrad verbunden ist. Mit den Händen halten sie das Vorderrad.
Auf den ersten Seiten werden uns die Superbikes mit Namen vorgestellt.
Jumps beste Freundin ist Lexi, die beiden hilfsbereiten mutigen Biker erleben elf kleine Abenteuer. Jede Geschichte wird mit vielen bunten actionreichen Bildern erzählt und zeigt, wie wichtig Freundschaft und Unterstützung ist.
So wird in der ersten Geschichte Fobbs gesucht, der kopfüber an einem Haken an der Hängebrücke hängt. Statt zu helfen, machen sich Spicy und Trips lustig über ihn. Nachdem die Freunde Fobbs befreit haben, sehen sie, dass sich Trips mit dem Hinterrad in einem Gully festgefahren hat. Allein kann er sich nicht befreien und Spicy lässt ihn dann auch noch im Stich. Doch Fobbs kann ihn mit Hilfe seines Hakens befreien. Die Biker werden von einem Gecko begleite, der so eine Art Haustier ist, der aber sprechen kann.
Ich finde die Super Bikes etwas eigenartig, aber mein vierjähriger Enkel ist total begeistert.
Rezensionen von Daggy:
Etwas wenig Krimi
Die Nordseedetektive (Band 14) – Ehrliche Gangster von Klaus-Peter Wolf; Bettina Göschl
Wir sehen unsere beiden Nordseedetektive zusammen mit den beiden Gaunern Lang und Finger bei einer Grillparty. Doch ist das hinter dem Wohnwagen nicht der Gangsterboss Nase?
Wie immer wird zunächst die Familie Janssen vorgestellt. Neben der kurzen Beschreibung sind Bilder von ihnen zu sehen. Auch im Buch gibt es viele bunte Illustrationen, die die Abenteuer unserer beiden Kinder sehr schön untermalen.
Es ist kaum vorstellbar, aber die beiden Gauner Lang und Finger wollen ehrlich werden und sie bekommen schon bald die Chance den Cateringservice, der das Essen zu den Janssens bringt, zu unterstützen. Besonders beim Grillen sind die beiden eine echte Begabung. Deshalb bitte sie auch Kommissar Stone für das Essen auf der Abschiedsfeier seines Chefs zu sorgen. Allerdings ist der Gangsterboss Nase nicht glücklich mit dem Entschluss seiner „Angestellten“, denn er hat andere Pläne mit ihnen.
Diesmal besteht die Spannung nicht aus der Ermittlung eines Falles durch die Detektive, sondern diesmal geht es darum, ob Lang und Finger es schaffen werden, ehrlich zu werden. Witzig fand ich, wie die beiden ihre moralischen Vorstellungen der Situation anpassen konnten. Ein etwas anderer Fall für die Nordseedetektive mit viel Humor erzählt.
Rezensionen von Daggy:
Leicht zu lesen mit schönen Illustrationen
Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Das Einhorn und der Zauber-Traum von Anja Kiel
Mila reitet auf dem Einhorn Ela und wie es dazu kommt, darüber berichtet dieses zauberhafte Erstleser-Buch.
Diesmal beginnen wir mit einem Rätsel. Nachdem die vier Protagonist*innen vorgestellt wurden, muss eine Buchstabeschlange so unterteilt werden, dass daraus Wörter werden. Dann lernen wir das Einhorn Ela und ihren Freund Udi kennen.
Nach dem kleinen Text geht es mit Sprechkästchen weiter. Ela möchte gerne mit Menschen spielen, doch Udi behauptet „Menschen gibt es nicht!“ Auch ein Zauber bringt kein Menschenkind herbei und Udi lacht Ela auch noch aus. Da macht sie sich allein auf die Suche. Zum Ende des Kapitels dürfen wird einen Raben-Sticker aufkleben. Dann geht es wieder ans Rätseln.
So geht es durch die vier kurzen Kapitel, die mit niedlichen Bildern ausgestattet sind. Mit großen Augen schauen alle in die Zauberwelt. Dass am Ende Ela und Mila, die ja auch nicht sicher war, dass es Einhörner gibt, zusammenkommen und Freundinnen werden, hat uns ja schon das Cover verraten. Leseanfängerinnen werden dieses einfach zu lesende Buch sicher lieben.
Rezensionen von Gute_Laune:
Ausnahmen regeln Bestätigung!
Mord ist die beste Beseitigung von Volker Klüpfel
Auf der Autobahn im Camper eigentlich zum Möbelhaus unterwegs, besteht Svetlana darauf, die Fahrerin des blauen Audis auf den Reiseruf, der gerade im Radio kam, aufmerksam zu machen. Doch die Fahrerin flüchtet vor ihnen. Auf einem Rastplatz finden sie das Auto, doch von Gabriele Zorn keine Spur. Ganz klar, dass Svetlana nicht locker und Tommi keine Ruhe lässt, bis sie zu ermitteln beginnen.
Was sie herausfinden, ist nicht nur schier unglaublich, sondern bringt sie auch in absurde Situationen, aber auch große Gefahr, war ja klar!
Tommi glaubt noch immer daran, dass er nur vorübergehend im Camper lebt und er bald wieder bei Michelle einziehen wird. Bis dahin will er ein Bestsellerautor werden. Seine Putzfrau Svetlana hat da so ihre Zweifel und ganz andere Ideen. Gemeinsam sind die beiden einfach umwerfend und man wünscht sich und den beiden natürlich, dass sie zusammenfinden und Michelle nur noch eine blasse Erinnerung wird. Ob das je geschehen wird, müssen wir abwarten. Bis dahin macht es Spaß, die beiden quasi zu begleiten. Herrliche Szenen, unfassbar gute Wortspiele, absurd logische Gedankengänge, all das bekommt man hier. Noch dazu ist es total spannend. Auch alte Bekannte tauchen auf, weshalb es auf alle Fälle ratsam ist, die richtige Reihenfolge einzuhalten. So kann man die Weiterentwicklung der Figuren am besten beobachten.
Die Ermittlungen laufen gewohnt chaotisch und mit herrlichen Zwischenfällen. Und sind wir mal ehrlich, ohne Svetlana würde Tommi bis in alle Ewigkeit im Dunkeln tappen oder nicht mehr aus den kitzligen Situationen herauskommen. Aber das muss er ja nicht zugeben! Köstlich, wie er sich mit Phrasen und Phantasie durcheiert! Von nichts eine Ahnung oder einen Plan, aber ganz große Ambitionen, so entstehen herrliche Szenen, von denen man kaum genug bekommt. Auch die Ideen für sein Buch, das er schreiben möchte, sind einfach köstlich!
Shenja Lacher schafft es einfach perfekt, die richtige Stimmung zu transportieren. Tommi gewinnt durch ihn enorm, aber auch Svetlana bekommt er klasse hin. Sein russischer Akzent für sie ist großartig! Für mich ist schon allein deshalb die Hörbuchversion der Favorit. Und weil ich so gut unterhalten wurde, gebe ich die vollen fünf Sterne und warte ungeduldig auf den nächsten Fall!
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Die Mischung macht's
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
So bunt wie das Cover sind auch die Bewohner der Siedlung "Am Kastanienbaum".
Im Laufe der Geschichte wird aus diesem Sammelsurium eine sich unterstützende Gemeinschaft.
Sehr unterhaltsam, humorvoll und anregend geschrieben.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Du musst das Leben nicht verstehen
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Die Autorin aus Frankfurt macht sich tapfer über das Thema der Isolation in Wohnsiedlungen her. Kein Klischee wird ausgelassen und sogar Joggen in Frage gestellt. Unterhaltsam verknüpft sie die Lebensgeschichten der einzelnen Figuren und rankt diese um einen Bombenfund.
Die Geschichten bieten fasst kabarettistischen Einblick in das Leben unterschiedlichster Charaktere.
Mühelos folgt man der alleinerziehenden Mutter auf der Suche nach dem Vater des Kindes, dem etwas schrulligen Herren in Damenkleidung und dem spanischen Baggerfahrer bei seinem Lauschangriff. Rundum ein positives Buch für erholsame Lesetage.
Rezensionen von 19cici95:
Für Fans von Herland
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Ich, die ich Männer nicht kannte ist eine Dystopie aus dem Jahr 1995, die nach nunmehr 30 Jahren noch genauso aktuell ist, wie damals.
40 Frauen werden von Männern in einem Bunker gefangen gehalten. Keiner weiß wo, keiner weiß warum. Wer hofft, am Ende eine Antwort darauf zu bekommen, wird leider enttäuscht werden.
Doch auch wenn die Frauen untereinander rätseln, so ist es doch für die Geschichte völlig irrelevant, ob sie sich noch auf der Erde oder einem Alien-Planeten befinden.
Viel wichtiger sind die Erkenntnisse, die die Frauen durch das jüngste Mitglied ihrer Truppe erhalten. Sie, die niemals Männer kannte, wirft einen völlig unverstellten Blick auf das alte Leben der Frauen. So stellt sie zB die Frage, ob sich Frauen nur für Männer schön gemacht hatten. Eine Frage, die sich heute immer noch gestellt wird.
Durch die junge Frau erhalten die anderen aber auch Stück für Stück ihre Autonomie zurück. Erst durch die Erfindung der Zeit im Bunker, dann durch die Flucht daraus.
Sie, die niemals Männer kannte, ist teils selbst eine Art Alien. Sie hinterfragt alles und wirft damit Fragen über die Liebe und das alte und neue Leben im Allgemeinen auf. Teilweise werden diese beantwortet, teilweise auch nicht. Doch immer weiter hinterfragen sich auch die anderen Frauen. Und vielleicht am Ende auch wir.










