Kunden em pfehlungen
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Furios
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Atmosphärisch dichter, typisch skandinavischer Thriller mit einer starken Ermittlerin im Zentrum. Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West ermitteln in Kopenhagen zu einer Serie ritualisierter Morde, bei denen die Opfer wie Gladiatoren inszeniert werden – Eiskristalle, Kerzen, Goldmünzen auf den Augen, lateinische Inschriften in der Haut.
Alles kann man sich aufgrund der plastischen Beschreibungen super vorstellen!
Die Handlung zieht schnell Tempo, die düstere Winterstimmung und die Familienverstrickung um Saras verurteilten Vater geben dem Fall zusätzliche Tiefe. Die Figuren sind glaubhaft, besonders Saras innere Zerreißprobe zwischen Pflicht und Loyalität überzeugt. Mal eine Ermittlerin ein wenig abseits des schon oft gelesenen!
Kleiner Abzug: Manche Wendungen wirken vorhersehbar, und die Auflösung hätte noch etwas überraschender sein können. Dennoch ein packender Serienauftakt mit Potenzial. Wer skandinavische Krimis mit psychologischer Tiefe und makabren Ritualen mag, wird hier gut unterhalten.
Rezensionen von Ecinev:
Roadtrip
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
Liesels Oma Emmi lebt in einem Altersheim da sie dement ist. Früher hat sie die kleine Familie zusammengehalten da Liesels Mutter den Alltag nicht bewältigen konnte. Nach dem Abitur hat Liesel den Traum eine Reise in die Heimat ihrer Oma zu machen die aus Ostpreußen stammt und viel darüber erzählt hat.
Leider taucht Emmi immer mehr in die Demenz ab und kann sich nicht mehr darüber austauschen. Eigentlich wollte Liesel die Reise alleine unternehmen doch ein polnischer Altenpfleger bietet ihr eine Mitfahrt nach Danzig an. Da Emmi ebenfalls von den Reiseplänen weiß, ist sie fest entschlossen mitzukommen. So machen sich im Frühjahr Liesel mit Jascha und Emmi in einem alten Lada auf den Weg und verbringen schöne Frühjahrswochen in Polen.
Der Einstieg in Ich-Form ist leicht und heiter. Doch immer mehr wird klar, Liesel ist absolut naiv und hat keinen Plan was sie mit ihrem Leben anstellen kann. Das da am Ende kein Happy-End wartet ist vorhersehbar und das Ende daher herzergreifend.
Rezensionen von Brombeere:
kluges Buch
Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas
Worum geht es?
Michelle, verarmt und mit Schulden, zieht vom Osten in den Westen und arbeitet dort in einem Hotel. Hier trifft sie auf Henry, dem es finanziell an nichts fehlt und in anderen Verhältnissen aufgewachsen sind. Die beiden werden ein Paar, aber bestimmte Dinge scheinen unüberwindbar zwischen ihnen zu stehen.
Worum geht es wirklich?
Geld, Möglichkeiten und Abhängigkeit.
Lesenswert?
Absolut, ich fand es wirklich toll.
Die CHARAKTERE waren großartig und toll erdacht, vor allem die Protagonistin Michelle fand ich umwerfend und habe die rotzige Art von ihr sehr gemocht.
Das Buch spielt in der realen Welt, die ATMOSPHÄRE ist auf jeden Fall gut eingefangen und alles ist direkt vorstellbar und vor den eigenen Augen.
Der SCHREIBSTIL der Autorin hat mir auf jeden Fall zugesagt: Manchmal witzig, manchmal derb und manchmal poetisch zart. Ich finde ihn nicht im Vordergrund stehend, sondern zu jeder Zeit genau richtig und passend.
In der HANDLUNG gab es einige Überraschungen, tolle Wendungen. Hier kann ich ebenfalls nur sagen: Toll! Mehr davon!
Und auch bei der LOGIK habe ich nichts zu meckern. Nun muss man nicht alle Handlungen der Figuren nachvollziehen können, aber das Buch ist in sich logisch stimmig aufgebaut und verliert diesen Faden nie.
Ich hatte super viel LESESPASS, da ich die Art so unangepasst und toll fand.
Somit würde ich das Buch eher jüngeren bis mittelalten Leser*innen empfehlen, könnte mir vorstellen, dass die Lektüre vor allem für Frauen bereichernd ist. Es gab mehrere Punkte, an denen ich viel über Machtgefälle nachgedacht habe und die Protagonistin dadurch noch viel toller fand!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt mit durchschnittlich 9 Bewertungspunkten dann einfach super 5 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Brombeere:
konstruiert
Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter
Worum geht es?
Eine Frau rettet einen kleinen Jungen vor dem Ertrinken. Mit einem Male fühlt sie da eine mütterliche Verbindung zwischen dem Kind und sich, dann stellt sich heraus, dass der Junge mit seinen Eltern nebenan wohnt. Die beiden Paare freunden sich an, doch immer wieder kommt es zu merkwürdigen Situationen.
Wer spielt hier ein falsches Spiel?
Worum geht es wirklich?
Freundschaft, Heimlichkeiten und Elternschaft.
Lesenswert?
Ja, weil es eine unterhaltsame Lektüre ist.
Die CHARAKTERE sind teilweise okay, teilweise handeln sie wirklich fragwürdig und auch vermeintlich gute Figuren reagieren so, dass es mich zwischendrin fassungslos gemacht hat.
Die ATMOSPHÄRE lässt sich gar nicht sonderlich beschreiben, ist okay. Aber für mich kam weder sowas wie Gänsehaut noch Nervenkitzel auf.
Beim SCHREIBSTIL sind mir vor allem die wechselnden Perspektiven und das dadurch eher unzuverlässige Erzählen aufgefallen. Die eigentliche Wortwahl ist mir weder positiv noch negativ ins Auge gefallen.
Auf nur ein paar wenige Tage staucht sich die HANDLUNG zusammen, das Buch ist eher kurz und die erzählte Zeit auch nicht sehr lange. Das Ende war in meinen Augen größtenteils passend.
SPANNUNG war definitiv da, lange wusste ich nicht worauf das alles hinaus laufen sollte. Den Klappentext finde ich hier eher unpassend, da er einen anderen Fokus als das Buch legt.
Die Unsicherheit wie sich all das auflösen soll, wird dann in meinen Augen durch teilweise fehlende LOGIK gelöst. Vieles wirkt sehr konstruiert und irgendwie an den Haaren herbei gezogen.
LESESPASS hatte ich dennoch, da es eine schnelle und unterhaltsame Lektüre war.
Man sollte nur - in meinen Augen - hier nichts besonderes erwarten.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt mit durchschnittlich 5,86 Bewertungspunkten dann 3 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Igela:
Langatmig!
Wie ein Fluss in der Nacht von Tana French
Ardnakelty, ein Dorf im Westen Irlands, steht kopf. Rachel Holohan, die Schwester der Ladenbesitzerin, verschwindet spurlos.
Dabei stand die junge Frau kurz vor der Hochzeit. Ihr zukünftiger Mann ist der Sohn eines angesehenen und wohlhabenden Grossgrundbesitzers im Dorf.
Bei der fieberhaften Suche, bei der sich auch der Ex-Cop Cal Hooper beteiligt, wird die Vermisste tot aufgefunden.
Nun beginnen die Mutmassungen, Verdächtigungen und Schuldzuweisungen in der Dorfgemeinschaft...
Hier haben wir wieder mal so ein Buch, das zu einem der besten Bücher gekürt wurde und das mir nicht zugesagt hat. Dieses Phänomen beobachte ich öfters.
Der Roman war dermassen langweilig, dass ich die letzten hundert Seiten nur noch grob überflogen habe. All das Getratsche, die Stammtischgespräche und Frotzeleien über endlose Seiten haben mich irgendwann regelrecht angeödet.
Es beginnt schon sehr wirr. Der Leser wird zu Beginn in eine geballte Ladung an Figuren geworfen. Diese sind so zahlreich, dass mir irgendwann der Kopf geschwirrt hat. Gemeinerweise hat die Autorin einzelne Hauptfiguren dann auch noch mit unterschiedlichen Rufnamen ausgestattet. Eine Protagonistin, die fast durchwegs Lena genannt wird, wird plötzlich von irgendwem Helena gerufen. Oder Cal, der eine zentrale Rolle innehat, auch noch mit Sunny Jim oder Jean-Claude angesprochen.
Cal ist dann auch der, der ausspricht, was ich schon viele Seiten zuvor gedacht habe. Die Bewohner haben "eine lokale Vorliebe für belangloses Geplauder" (Seite 240). Genau diese Aussage deckt sich mit meinem Eindruck.
Tana French konnte mich mit diesem dritten Teil der Reihe weder überzeugen noch begeistern.
Es flackert Spannung auf, als die junge Frau vermisst und dann ermordet aufgefunden wird. Und das genau auf 30 Seiten, danach verpufft diese und wird von belanglosem Geplauder (siehe oben) überlagert.
Rezensionen von yellowdog:
Die Zeit des Kindes
Ein Wunder von Niall Williams
Die Zeit des Kindes
Schon das schön gemalte Covermotiv und das vorangestellte Motto von Seamus Heaney geben die Richtung vor. Es handelt sich um irische Literatur mit dörflichen Setting. Sofort ist ein entsprechender Ton da, der den Leser hineinzieht.
Es sind die frühen sechziger Jahre. Im Mittelpunkt Dr.
Troy, seine Tochter Ronnie, der junge Jude Quinlan und weitere Einwohner von Faha. Beim titelgebenden Wunder handelt es sich um ein gefundenes und gerettetes Baby und der Frage, ob es bei Dr.Troy und Ronnie bleiben wird.
Ich denke, dieses ruhige Buch mit seiner lyrischen Sprache und dem warmen Ton wird seine Leser finden.
Rezensionen von yellowdog:
Der Rhythmus der Seerosen
Was das tiefe Wasser weiß von Miranda Cowley Heller
Miranda Cowley Heller ist vielen bekannt durch ihr Erfolgsbuch Der Papierpalast. Und jetzt hat sie ein Gedichtband.
Die Autorin wählt ein eine einfache Sprache. Das heißt aber nicht, dass die Gedichte dadurch alle einfach sind.
Sie zeigt das Leben einer Frau in den Phasen des Lebens, d.h. von Kindheit, erste Liebe, Mutter werden, Trennung usw.
Es entstehen große Sprachbilder. Dabei werden die Emotionen der Frau in diesen verschiedenen Lebensabschnitte deutlich.
In den 144 Seiten des Buches wird viel abgedeckt. Mit dem Titelgedicht schließt der Band.
Es ist ein sensibles Erzählen mit einer Sprache voller Wärme.
Rezensionen von Nele33:
empfehlenswert
Novembersommer von Andreas Eschbach
In "Novembersommer" thematisiert Andreas Eschbach ein Thema, welches aktueller nicht sein könnte, den menschengemachten Klimawandel. Der letzte Sommer und seine Auswirkungen steckt mir immer noch sehr im Gedächtnis.
Die Geschichte spielt im Jahr 2036, also in naher Zukunft, was für mich ein wenig beängstigend war.
Passend zum Titel, herrschen im November noch sommerliche Temperaturen. Wie in der Realität passiert von Seiten der Politik nicht viel, immer noch wird das Augenmerk mehr auf die Wirtschaft gesetzt. Wim Rookwerper, Ceo der Umweltorganisation Greenforce, glauben mit Geo-Engineering eine Lösung des Problems gefunden zu haben. Nachdem sich ein Mitglied der Organisation vor laufender Kamera suizidiert hat, bekommt Greenforce einen nie gekannten Zulauf und andere Weltmächte werden auf die aufmerksam. Was zu einem Angebot führt, welches Rookwerper nicht ausschlagen kann. Die Durchführung jedoch zeigt neue Probleme auf.
Andreas Eschbach versteht auch in diesem Buch wieder gesellschaftliche, politische wie auch wirtschaftliche Themen miteinander zu verknüpfen. Die wissenschaftliche Seite nimmt viel Raum ein, was für mich teilweise etwas ermüdend zu lesen war, dabei jedoch auch äußerst interessant.
Novembersommer ist ein Buch für alle die sich mit der aktuellen Klimasituation, deren Auswirkungen und die Chancen ihn aufzuhalten bzw. abzumildern auseinandersetzen möchten.
Rezensionen von Sonne89:
Gesellschaftskritisch
Purpose. Kannst du deinem Herzen vertrauen? von Antonia Wesseling
Purpose ist eine gute Mischung aus Romance und Thriller mit einer abschließenden Botschaft über Femizide, welche auch die Autorin im Nachwort noch aufgreift.
Paula, eine unabhängige Podcasterin, die sich mit True Crime beschäftigt, lernt Emilio aka Tristan kennen, mit dem sie einen Onenightstand hat.
Sie trifft erneut auf Tristan als dieser in Untersuchungshaft bezüglich mehrerer Serienmorde sitzt.
Paula versucht herauszufinden, ob Tristan schuldig oder unschuldig ist und gerät dadurch in schwierige Situationen und auch in Gefahr.
Der abwechselnde Erzählstil zwischen Paula und Tristan beleuchtet die Gefühle der beiden und hilft ihre Reaktionen besser zu verstehen. Das Buch ist durchwegs spannend aufgebaut, da Paula selbst eine Vorgeschichte hat, die sich erst nach und nach offenbart. Auch das Ende lässt sich nicht so schnell vorhersehen.
Der Schreibstil ist spannend, locker und angenehm. Die Charaktere machen Spaß und entwickeln sich auch.
Mir hat besonders gefallen, dass das Thema Gesellschaft hinsichtlich Vorurteilen nicht zu kurz kam. Paula musste selbst erleben, was die Gesellschaft mit einem macht, wenn man sich nicht die Mühe macht hinter die Fassade zu blicken.
Dazu kommt dann noch die Aufklärung über Femizide, die einen fassungslos zurück lässt.
Eine gelungene Mischung der Genres.
Rezensionen von Ceecee:
Guter Einstieg in die glutenfreie Küche!
Lecker ohne von Fabienne Engel
Da ich aufgrund mehrerer Autoimmunerkrankungen mal ausprobieren wollte, ob ein Verzicht auf Gluten eine Besserung erzielen kann, kam dieses Kochbuch wie gerufen. Ich bin zudem laktoseintolerant und versuche mich relativ fleischarm zu ernähren, weshalb ich großartig finde, dass die Rezepte in “Lecker Ohne” sowohl ohne Gluten- als auch ohne Milchprodukte auskommen und gleichzeitig auch noch vegan sind! Die Kombination gibt es bei Kochbüchern selten.
Insgesamt gefällt mir die Auswahl an Rezepten sehr gut. Es sind tolle Rezepte für Basics wie Frühstücksbrötchen oder Brot dabei, aber auch Ideen für ganze Gerichte, Süßspeisen oder Snacks. Die Zutatenlisten sind dabei überschaubar und kommen zum Glück ohne zu spezielle Zutaten aus. Das meiste kann man inzwischen eigentlich ohne Probleme bei DM oder in jedem größeren Supermarkt finden. Außerdem werden häufig verschiedene Varianten für einzelne Zutaten genannt. Großer Pluspunkt! Zu Beginn gibt's im Kochbuch außerdem auch einen Abschnitt mit grundsätzlichen Erklärungen und Tipps zum glutenfreien Kochen und Backen (wie sich verschiedene Mehlalternativen beispielsweise unterscheiden), was auch sehr hilfreich ist.
Alles ist verständlich aufgebaut, gut erklärt und mit schönen Fotos illustriert. Man merkt, dass viel Liebe und Arbeit in dem Kochbüchlein steckt!
Warum am Ende trotzdem nur 4 von 5 Sternen? Weil sich das Buch insgesamt nichtsdestotrotz etwas überschaubar anfühlt. Es bietet eine tolle erste Übersicht, was in der Küche alles glutenfrei möglich ist. Perfekt also, wenn man sich mit dem Thema noch nicht gut auskennt oder sich zum ersten Mal damit beschäftigt. Trotzdem hätte es für meinen Geschmack noch etwas umfangreicher sein und mehr Rezepte enthalten können - insbesondere da es eben bisher wenige Kochbücher dieser Art gibt.











