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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anjulia :

Resümee einer unglücklichen Ehe

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein sehr persönlicher, autobiographisch geprägter Roman, in dem die Autorin versucht, ihre Ehe zu analysieren und Teile ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Das Ausmisten des gemeinsamen Hauses nach dem Tod des Ehemannes nimmt sie dazu als Anlass.

Nicht alles war schlecht in der Ehe, aber vieles wird durch die Depression des Ehemannes überlagert. Nicht zu Unrecht fragt sich Christien, warum sie A ( der Name des Ehemannes wird lediglich in abgekürzter Form verwendet) nicht verlassen hat. Nach einer Phase der Verliebtheit, in der man vielleicht glaubte, sich gegenseitig heilen zu können, folgte Entfremdung und ein Nebeneinander, statt einem Miteinander. Schon zu Beginn der Beziehung ist klar, dass Christien zu dem etwas älteren A aufblickt und ihn bewundert. Trotz ihrer beruflichen Karriere, bleibt ihr Rollenbild in der Familie klassisch. Sie lässt sich von ihrem Mann klein halten und versucht wenig Raum einzunehmen. Aufgrund ihres Berufes als Soziologin ist dies für mich fast ein Paradoxon. Ab einem gewissen Punkt im Buch, wiederholen sich Christiens Gedanken und Erzählungen. Es ist kein leichtes Buch, weder vom Stil noch inhaltlich. Teilweise muss ich mich doch bemühen, den Reflexionen zu folgen. Gleichzeitig ist die Stimmung teilweise so bedrückend und beklemmend, wie das Haus, das Christien versucht auszumisten. Hineinversetzen konnte und wollte ich mich in diese Familie nicht wirklich. Trotzdem hat das Buch es geschafft, mich nachdenklich zu stimmen, vor allem darüber, wie langjährige Beziehungen nicht verlaufen sollten.

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Geborgenheit und Freiheit

Felsenfest von Nora Imlau

Felsenfest von Nora Imlau ist kein Erziehungsratgeber im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein einfühlsames Buch rund um die Eltern-Kind-Beziehung. Es gibt Einblicke in das, was die Autorin ihren Kindern mitgeben möchte: Geborgenheit und Freiheit. Dass es wichtiger ist, sich geliebt zu fühlen, als Erziehung mit aller Konsequenz durchsetzen zu wollen.

Die knapp 48 Seiten lesen sich schnell und angenehm, teilweise fast lyrisch. Jede Doppelseite hat eine Überschrift und eine eigene Thematik. In manchen dieser kurzen Denkansätze habe ich mich selbst gesehen, andere haben mich zum Nachdenken angeregt. Gerade mit größeren Kindern hatte ich bei den Zeilen, die sich dem liebevollen Loslassen widmen, dem Dasein trotz Distanz, ein melancholisches Gefühl. Die bunten Zeichnungen auf jeder Seite haben mir sowohl von der farblichen Abstimmung als auch von der Thematik gut gefallen. Insgesamt habe ich das Buch als sehr liebevoll empfunden.

Ich denke, es ist vor allem ein schönes Geschenkbuch für junge Familien, die noch am Beginn ihrer Reise stehen.

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Die Zauberin und die Schwanenprinzessin

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek

Odile ist Schauspielerin, Diebin und Zauberin. Doch die Magie hat das Königreich Auréal schon lange verlassen. Im Auftrag ihres Ziehvaters nimmt Odile den Platz der Adeligen Marie d’Odette ein, um das Herz des Dauphins zu erobern und eine magische Krone zu stehlen. Als der König brutal ermordet wird, gerät Odiles Bruder unter Verdacht.

Kann Odile die Krone an sich bringen und gleichzeitig ihren Bruder retten?

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist queere Romantasy und ein interessantes Retelling von Schwanensee. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Odiles, des schwarzen Schwans, erzählt. Sie weiß, dass sie "die Böse" in der Geschichte ist und akzeptiert diese Rolle größtenteils, um die Anerkennung ihres Ziehvaters zu erhalten. Gleichzeitig regt sich jedoch ihr Gewissen. Im Laufe der Geschichte muss Odile ihre Loyalität hinterfragen. Nicht nur, weil sie sich immer mehr zur verzauberten Marie d’Odette hingezogen fühlt, sondern auch, weil sie ihren Bruder retten möchte. Mit Marie d’Odette hat die Geschichte eine zurückhaltende, aber starke und scharfsinnige weitere weibliche Figur. Das fiktive Königreich Auréal erinnert an Frankreich zur Zeit des Absolutismus. Dies fällt auch bei vielen Bezeichnungen auf. Aufgrund der Abwesenheit von Magie bemerkt man deutlich den Niedergang des Reiches. Die Stimmung des Buches ist düster, märchenhaft und teilweise bedrohlich. Die Geschichte selbst hat mich, aufgrund der für die Vorlage ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die tatsächlich noch mehr im Vordergrund hätte stehen dürfen, überrascht. Das Ende wird leider etwas zu hastig erzählt. Hier hätte ein Happy End durchaus ausführlicher sein dürfen.

Loyalität, Liebe, Verrat, Intrigen und ein Rest von verschwundener Magie - die Geschehnisse um den Lac des Cygnes haben mich in ihren Bann gezogen.

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Wolfsgebunden

Dire Bound von Sable Sorensen

Meryn lebt in einem der ärmeren Viertel des Königreiches Nocturna und sorgt u.a. als Straßenkämpferin für ihre Familie. Als ihre Schwester von vampireartigen Wesen verschleppt wird, mit denen das Königreich seit Jahrhunderten im Krieg liegt, meldet Meryn sich für die Armee. Nach einem gnadenlosen Auswahlverfahren wird Meryn von einer Schattenwölfin auserwählt.

Unfreiwillig muss sie die Ausbildung zur Elitekriegerin beginnen, eine tödliche Selektion in der die schwächsten Mitglieder des Rudels aussortiert werden.

Dire Bound von Sable Sorensen ist Romantasy at its best und für mich auf jeden Fall ein Jahreshighlight. Trotz seiner über 800 Seiten habe ich die Geschichte unglaublich schnell durchgelesen. Das Worldbuilding ist gut gelungen und bekommt hoffentlich im zweiten Teil noch etwas mehr Tiefe. Besonders gut hat mir hier die Bindung zu den Schattenwölfen gefallen. Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Die Prüfung, denen sich Meryn stellen muss, sind hart. Die Kämpfe brutal und blutig. In einigen Situationen ist auch Meryn erbarmungslos. Als Bürgerliche ist sie auf die Ausbildungssituation nicht ausreichend vorbereitet. Auch die Kooperation mit ihrer Schattenwölfin gestaltet sich als schwierig. Dazu kommen Plottwists und ein interessantes Love-Interest.

Fazit: Perfekt für alle, die düstere Fantasy, intensive Kämpfe und prickelnde Liebesgeschichten mögen. Eine absolute Leseempfehlung und die Bitte um schnelle Veröffentlichung von Band 2.

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Ans Atmen denken

Ich erzähle von meinen Beinen von Cornelia Travnicek

Wally ist Anfang 40 und mit ihrem Leben zunehmend überfordert. Egal ob Haushalt, Familie, Garten oder Beruf, es gibt viele Baustellen. Und statt eine Sache fertigzumachen, beginnt sie lieber drei andere. Als bei ihrer Tochter ADHS diagnostiziert wird, beginnt Wally auch ihre eigenen Verhaltensweisen dahingehend zu überdenken.

Sie nimmt die Medikamente ihrer Tochter ein und bricht mental zusammen, sodass sie bei einer Überflutung des Hauses Erleichterung verspürt.

Ich erzähle von meinen Beinen von Cornelia Travnicek ist das Porträt einer Frau mit Neurodivergenz, der ihr Leben zunehmend zu entgleiten droht. Ich gebe zu, dass der Titel nicht wirklich aussagekräftig ist. Auch das einfache, braune Buchcover spricht mich nicht an. Inhaltlich erzählt der Klappentext schon sehr viel vom Buch, sodass Wallys aus der Ich-Perspektive geschilderte Geschichte wenig Neues bietet. Trotzdem konnte mich das Buch fesseln. Vielleicht, weil die alltägliche Überforderung zwischen Arbeit, Familie, Haushalt und gesellschaftlichen Erwartungen den meisten berufstätigen Müttern bekannt sein dürfte. Bei Wally, die mir trotz ein paar fragwürdiger Entscheidungen sympathisch war, nimmt der Mental-Load einen sehr großen Stellenwert ein. Manches was sie erzählt, kam mir alltäglich vor. An anderen Stellen, beispielsweise als sie meint, der Anbau eines Balkons wäre einfacher als ihr Arbeitsmaterial mit in den Garten zu nehmen, musste ich den Kopf über sie schütteln. Manche Erkenntnisse von Wally fand ich sehr treffend. Einiges, was sie erzählt, ist aber auch schlicht und einfach nebensächlich. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Manche Absätze bestehen nur aus wenigen Zeilen, die trotzdem eine ganze Buchseite einnehmen. Ein ungewöhnliches Stilmittel, aber vielleicht auch ganz passend zu Wallys Chaos. Ich kann das Buch insgesamt weiterempfehlen.

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Paul macht was er will

Paul bekommt kein Kätzchen von Bernhard Hoëcker; Eva von Mühlenfels

Eigentlich soll Paul heute ein Kätzchen bekommen. Doch Paul macht, was er will, und so bringt er ein ganz anderes Tier mit nach Hause. Vielleicht keine ganz so gute, aber auf jeden Fall lustige Idee.

Paul bekommt kein Kätzchen von Bernhard Hoëcker, Eva von Mühlenfels und der Illustratorin Angela Glökler ist ein Bilder- und Vorlesebuch für Kinder ab ca.

4 Jahren. Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen die Stimme von Bernhard Hoëcker, der u.a. bei "Wer weiß denn sowas?" im Fernsehen zu sehen ist, im Kopf hatte. Anders als der Erzähler will, macht Paul einfach sein Ding. Das ist amüsant und überraschend. Das Buch eignet sich sehr gut für Kinder im Kindergartenalter. Der Text lässt sich leicht und schnell lesen, sodass das Buch mit seinen 32 Seiten auch ideal für zwischendurch ist. Die Geschichte lebt einfach davon, dass Paul andere, vielleicht etwas chaotische aber liebenswürdige Ideen hat. Zwischen Paul und dem Erzähler entstehen so lustige Dialoge. Hier hat mir gefallen, dass für Paul und den Erzähler eine unterschiedliche Schriftart genutzt wurde. Die Bilder sind eher großflächig gezeichnet, passen aber sehr gut zu Pauls Handlung. Auch hier sieht man den Humor. Fazit: Ein sehr schönes Kinderbuch, das mich durch sein kreatives Konzept begeistern konnte.

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Kein Apartment in New York

Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner der Kulturen wiederfindet. Laylas Mutter wirkt eher kühl und elegant. Das Verhältnis zu den wohlhabenden französischen Großeltern ist schwierig, was auch bei dem ein oder anderen Besuch im Elsass deutlich wird.

Babe ist zunächst ein herzlicher Vater, mit großen beruflichen Plänen und Träumen. Statt des versprochenen Apartements in New York oder dem Haus mit Wasserrutschen am Tigris, bleibt es aber bei der Wohnung in Saarbrücken und Besuchen im Fechinger Schwimmbad. Ein besonderes Erlebnis ist die Reise der Familie zur Großmutter in den Irak. Spätestens der Ausbruch des zweiten Golfkriegs lässt sämtliche Geschäftsideen des Vaters platzen, verändert diesen und lässt eine zerbrochene Familie zurück, in der die Eltern die Kinder zu früh verlassen. Laylas Rückblick in die Kindheit und Jugend endet mit einem letzten Versöhnungsversuch der Eltern in Paris. Einem Nachmittag, an dem es fast so scheint, als könnte alles wieder gut werden. Mich hätte interessiert, was danach noch geschehen ist. So fühlt sich das Buch für mich leider nicht ganz vollständig an. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dabei, dass die Geschichte nicht zu ernst und schwer wird. Die Ich-Perspektive aus der Laylas Geschichte erzählt wird, passt sehr gut. Ich konnte eine gute Verbindung zur Figur aufbauen. Aufgrund des Lebenslauf der Autorin gehe ich davon aus, dass hier auch eigene Kindheitserlebnisse eingebracht wurden

Fazit: Ein Buch über eine ungewöhnliche Familie, das mir gut gefallen hat.

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Raum beanspruchen, sich selbst akzeptieren

Starfish von Lisa Fipps

Ellies Leben wird von ihrem Gewicht bestimmt. In der Schule wird sie deswegen gemobbt und auch in ihrer Familie nicht vollständig akzeptiert. Ihre Mutter legt ihr Diäten auf, kontrolliert jedes Essen. Selbst erfundene Dicke-Mädchen-Regeln sollen ihr Leben einfacher machen. Nur im Pool kann sie sich leicht und schwerelos fühlen, wie ein Seestern.

Starfish von Lisa Fipps ist ein Buch für mehr Selbstakzeptanz und Body-positivity. Das Buch hat kurze, aber kraftvoll, eindringliche Kapitel und ist in Versform geschrieben. Die elfjährige Ellie, die hier von ihrem Alltag erzählt, lernt im Laufe des Buches, dass sie trotz ihrer überschüssigen Kilos schön ist. Statt sich zu verstecken, nimmt sie Raum ein, findet eine neue Freundin und wehrt sich gegen ihre Mobber. Auch zu hause beginnt sie sich durchzusetzen. Vor allem ihre Mutter verhält sich toxisch. Man hat das Gefühl, dass sie Ellie nur auf ihr Gewicht reduziert. Diäten, Verbote und Strafen sollen ihre Tochter schlank und dann glücklich machen. Manches wirkt für mich leider etwas überzogen, beispielsweise die geplante Magenverkleinerung oder der gebuchte zweite Sitzplatz im Flugzeug. Ellies Geschichte hat mich berührt. Sie leidet, lernt aber zu sich selbst zu stehen. Insgesamt ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema.

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Gladiatorenkämpfe und Intrigen im vampierischen Imperium

We Who Will Die von Stacia Stark

Um ihren jüngeren Bruder zu retten geht Arvelle einen gefährlichen Pakt ein. Sie soll den Imperator töten, einen mächtigen uralten Vampir. Um überhaupt in seine Nähe zu kommen, muss sie zunächst die Auslese bestehen. Mehrere Arenenkämpfe, in denen nur die besten Teilnehmer überleben. Bei ihrer Vorbereitung trifft sie ihre große Jugendliebe wieder, der Mann der sie ohne Begründung verlassen und ihr Herz gebrochen hat.

Das Cover passt gut und ist hochwertig verarbeitet. Man spürt praktisch den Sand, auf dem Arvelle kämpft.

We Who Will Die von Stacia Stark ist der Auftaktband der Empire of Blood Reihe. Romantasy mit Gladiatorenkämpfen, Vampiren, Magie und politischen Intrigen. Mir hat das Worldbuilding, welches an das alte Rom erinnert, sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, Spannung ist auf jeden Fall vorhanden. Stellenweise gibt es blutige und brutale Szenen. Tatsächlich hat mich die Geschichte direkt in ihren Bann gezogen. Ich konnte richtig mit Arvelles Bemühungen ihre Brüder zu retten, sich gefährlichen Kämpfen zu stellen und ihre Vergangenheit zu verarbeiten, mitfiebern. Sie hat Mut, muss aber mehr als einmal feststellen, dass sie durch eine Intrige getäuscht wird. Die Liebesgeschichte geht richtig Forbidden Love, steht allerdings nicht ganz im Vordergrund. Hier bin ich auf die Entwicklung in den weiteren Bänden gespannt.

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Projekt zum Glücklichsein

Happy Head von Josh Silver

Sebastian wurde von HappyHead ausgewählt. Einem experimentellen Mental-Health-Programm, das unglückliche Teenager zu einem erfüllten Leben verhelfen soll. Die Challenges, denen Seb sich stellen muss, führen ihn an seine psychischen und körperlichen Grenzen. Und bald stellt sich die Frage, ob es überhaupt ein Entkommen von HappyHead gibt.

Happy Head von Josh Silver ist ein spannender Jugendthriller der sich mit mentaler Gesundheit und psychologischen Experimenten dazu beschäftigt. Das Cover mit dem Smiley, der zu einem Totenkopf aufreißt, sowie die Beschreibung "Squid Game meets Am Ende sterben wir sowieso" hat meine Neugier an der Geschichte geweckt. Der Schreibstil ist packend und das Setting des HappyHead Programmes lässt einen leichten Schauer über den Rücken jagen. Durchgehend stellt sich die Frage, was das Ziel des Projektes ist und was mit den Jugendlichen geschieht, die scheitern. Die Geschichte wird aus Sicht des zurückhaltenden und eher sensiblen Seb erzählt, der sich gleich zu Beginn des Projektes von dem rebellischen Finn angezogen fühlt. Die Beziehung der beiden nimmt viel Platz im Buch ein, auch weil eine solche für die Leiter von HappyHead inakzeptabel ist. Die Challenges, an denen die Jugendlichen teilnehmen, sind zwar gefährlich und teilweise gesundheitsgefährdend, trotzdem handelt es sich nicht um tödliche Wettkämpfe im Sinne von Squid Games. Besonders spannend ist der Aspekt, dass man HappyHead nicht mehr verlassen kann. Die Intention der Projektleiter und die Challenges hätten für mich tatsächlich noch mehr im Vordergrund stehen dürfen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde. Das Ende des Buches leitet praktisch schon die Fortsetzung ein, auf die ich sehr gespannt bin.

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