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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anjulia :

Geister und Geheimnisse

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Leena hat ein Geheimnis: Sie sieht Geister. Um ihrem Bruder das Leben zu retten, verkauft sie dieses Geheimnis an Saint Silas, den Saint der Stille, der jedes echte Geheimnis großzügig vergütet. Tatsächlich will Silas Leenas Gabe für sich selbst nutzen, um Kontakt zu einem Toten aufzunehmen, und zwingt sie zu einem weiteren Pakt.

Weavingshaw von Heba Al-Wasity ist ein herausragendes Buch aus dem Bereich der gothic Romantasy. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Es ist eins dieser Bücher, in denen man noch ein Kapitel lesen möchte, und dann die halbe Nacht um ist. Die Autorin legt viel Wert auf Stimmung und Setting der Geschichte. Morland erinnert mich an das historische England zur Zeit der industriellen Revolution. Leena hat als Migrantin mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen. St. Silas ist geheimnisvoll, undurchschaubar hat durch die Geheimnisse, die er sammelt, eine gewisse Macht. Seine Handlungen sind tatsächlich morally grey. Welches Ziel er hat und welches Geheimnis er verbirgt, offenbart sich im Laufe der Geschichte. Das Verhältnis zwischen Silas und Leena ist zunächst von Machtungleichgewicht geprägt, und geht dann Richtung Slow Burn Romance. Mir hat die Anziehungskraft zwischen beiden gut gefallen. Als Auftaktband ist die Geschichte nicht in sich abgeschlossen, weshalb ich aufgrund des offenen Endes auf die Fortsetzung gespannt bin.

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Als Arielle ertrank

Unter Wasser von Tara Menon

Marissa ist sechs, als sie ihre Mutter verliert und mit ihrem Vater nach Thailand geht. Bald lernt sie die gleichaltrige Arielle kennen. Eine starke Freundschaft entsteht. Beide wachsen zwischen Hotel und der meeresbiologischen Forschungsstation ihres Vaters auf, tauchen mit Mantarochen und erkunden die tropische Natur.

Ein Paradies, nicht ganz ohne Schattenseiten gezeichnet, bis am 26. Dezember 2004 eine gigantische Welle beide erfasst und nur Marissa lebend wieder auftaucht. New York wird im Oktober 2012 von einem Hurrikan bedroht. Arielles Schicksal und die Trauer um sie haben Marissa nie losgelassen. Die erneute drohende Naturkatastrophe ist Ausgangspunkt für Marissas Geschichte.

Unter Wasser von Tara Menon ist ein nicht ganz leicht zu lesendes Buch über Freundschaft, Trauer und gefühlte Schuld. Den Tsunami von 2004, bei dem etwas 230.000 Menschen das Leben verloren, habe ich aus den Medien noch in Erinnerung. Gerade die Unmittelbarkeit und Chancenlosigkeit waren erschreckend. Tara Menon nimmt sich in dem doch eher kurzen Buch viel Zeit für die Beschreibung der Natur Thailands und der Atmosphäre New Yorks. Das geschieht mitunter so anschaulich, dass man beispielsweise die Mantarochen an sich vorbeiziehen sieht. Gleichzeitig wechseln die zwei Zeitebenen stetig. Man muss sich darauf konzentrieren, wo Marissa gerade ist. Neben Naturbeschreibungen steht ganz klar die Freundschaft von Marissa und Arielle, sowie Marissas unverarbeitete Trauer im Vordergrund. Einfühlsam und emotional, aufgrund ihrer schweren Thematik und des erzählerischen Aufbaus nicht ganz einfach zu lesen, konnte mich diese Geschichte von Freundschaft und Verlust insgesamt überzeugen.

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Trial of Thieves

The Crane and the Nightjar von Ada Bailey

Zara Nightjar, verurteilt wegen Diebstahls, wartet in den Kerkern von Raspa auf ihren Tod. Der Gewinn eines gefährlichen Trials könnte ihre Rettung sein. Da sie allerdings keine Diebin ist, stellt ihre einzige Chance zum Überleben eine Allianz mit Crane dar. Dem Mann, der die Schuld an ihrer Verhaftung trägt.

Undurchschaubar, gefährlich und viel zu attraktiv. Wie weit kann sie ihm trauen?

The Crane and the Nightjar von Ada Bailey ist düstere Romantasy in einer Welt voller Nebel und tödlicher Gefahren. Ich lese unglaublich gerne Romantasy und Trials, aber nicht nur deswegen konnte mich das Buch begeistern. Das Setting ist sehr düster, allein schon weil durch Nebel kein Sonnenlicht mehr auf Raspa fällt. Die Nutzung von Magie macht aus Magiebegabten über kurz oder lang tödliche Monster. Der König des Landes ist grausam und brutal. Entsprechend tödlich sind auch die Wettkämpfe. Zara ist keine Diebin, muss sich aber gegen solche im Stehlen und Schlösser knacken durchsetzen. Ich mochte ihren Charakter, auch weil sie Mitgefühl zeigt. Auch die Romanze mit Crane hat gut gepasst. Man spürt die Anziehungskraft, aber auch Zaras Misstrauen. Lange habe ich gehofft, dass Crane besser ist, als er sich selbst darstellt. Zum Ende gibt es einen unerwarteten Twist, der mich neugierig auf die Fortsetzung zurücklässt.

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Mörderische Klippe

Meeresdunkel von Till Raether

Henrike will mit ihrer Familie auf Mallorca einen Herbsturlaub verbringen, auch um ihrer Ehe nochmal eine Chance zu geben. Samuel möchte, dass sich seine Frau Marie mehr Zeit für die Familie nimmt. Beide Familien haben die gleiche heruntergekommene Finca am Rand einer Klippe gebucht. Der Grund des Aufeinandertreffens liegt in der Vergangenheit, und am Ende gibt es eine stürmische Nacht und eine Leiche.

Meeresdunkel von Till Raether ist ein spannendes Buch, das ich praktisch in einem Rutsch weggelesen habe. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Henrikes und Samuels Perspektive erzählt. Daneben gibt es in der zweiten Hälfte vermehrt auch Rückblenden und kurze Kapitel aus Juris (Samuels Sohn) Sicht. Gerade weil im Laufe des Buches viel aus der Vergangenheit aufgedeckt wird, fand ich diese Erzählweise gut gewählt. Die Figuren fand ich nicht unbedingt sympathisch, aber interessant. Das Setting, das herbstliche Mallorca, die stark renovierungsbedürftige Finca, in die es stellenweise hineinregnet und deren Pool ungefüllt bleibt, hat mir gut gefallen. Die Atmosphäre rund um die mehr oder weniger unfreiwillig zusammenlebenden Familien wird spätestens mit dem starken Gewitter und dem abgeschnittenen Kontakt zur Außenwelt unheimlich. Dass der Plot nicht ganz realistisch ist, hat mich beim Lesen nicht gestört. Natürlich gibt es auch eine Leiche. Insgesamt ist das Buch größtenteils eher Familien- und Ehedrama als Thriller. Trotzdem hat es mich hervorragend unterhalten, weshalb ich es weiterempfehle.

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Schärenmord

Bachelorette Party von Camilla Sten

Seit Jahren ist die gescheiterte True-Crime-Podcasterin Tessa fasziniert von dem spurlosen Verschwinden vier junger Frauen von der Schäreninsel Isle Blind. Wo die ermittelnde Behörde von einem alkoholisierten Bootsunfall ausgeht, glaubt Tessa an einen Mord. Als ihre Freundin Anneliese ihren Junggesellinnenabschied auf dieser Insel und dem dort neugebauten Wellnessresort feiern will, ist es für Tessa die Chance, eigene Ermittlungen anzustellen.

Dabei schwebt sie schnell selbst in Lebensgefahr.

Bachelorette Party von Camilla Sten ist ein schwedischer Thriller, der mich besonders durch das Setting des abgelegenen Wellnessresorts gereizt hat. Eine einsame Insel, keine Kommunikationsmöglichkeit und kein Entkommen. Hier wartet der Tod zwischen Wellness und Yoga. Während der Prolog schon die Ereignisse um die Gruppe der vier verschwundenen Freundinnen vorwegnimmt, baut sich die Spannung um Annelieses Junggesellinnengruppe eher langsam, aber dennoch bedrohlich auf und gipfelt in blutigen, brutalen Szenen. Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Etwas bedauere ich, dass die Dynamik der Frauengruppe nicht mehr im Vordergrund steht. Das Potenzial für Konflikte wurde hier nicht ideal ausgenutzt. Auch das Mordmotiv bleibt mir letztendlich etwas zu vage. Trotzdem hat mich der Thriller in seinen Bann gezogen und gut unterhalten, weshalb ich ihn weiterempfehlen kann.

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Fake-Dating zwischen Fight und Hochzeitsfeier

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer

Medizinstudentin Lainey braucht ein Date, um nicht allein auf der Hochzeit ihrer Stiefschwester aufzutauchen – schließlich heiratet diese ausgerechnet Laineys Ex-Freund. Parker Westfield wiederum könnte aufgrund einer verletzten Schulter dringend eine Pause vom Boxtraining gebrauchen, daher kommt ihm ein freies Wochenende gerade recht.

Obwohl Lainey zunächst Vorbehalte gegenüber Parker hat, gehen die beiden einen Fake-Dating-Vertrag ein. Natürlich lassen echte Gefühle dabei nicht lange auf sich warten.

Terms of Attraction 1: The Knockout Contract von Stefanie Santer ist ein lockerer, humorvoller Fake-Dating-Roman mit Happy-End-Garantie. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich vor allem über die Dialoge zwischen Lainey und Parker amüsiert. Besonders gut gefallen hat mir das Hochzeitswochenende und wie sehr Parker Lainey unterstützt und beschützt. Das Medizinstudium und Parkers Boxsport bleiben eher Nebenthemen, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Insgesamt ist die Geschichte nicht zu kitschig, sondern hat genau den richtigen Wohlfühlcharakter. Persönliche Probleme der Protagonisten sind hier nicht allzu tiefgründig aufgearbeitet, aber dass müssen sie für mich auch gar nicht sein.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen – ideal zum Abschalten und um einfach gut unterhalten zu werden.

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Die Sturmlenkerin

Born of Salt and Storm von Sophia Reynard

Tavi ist Speerfischerin. In ihrem Ort wird sie als "Verrätertochter" gemieden, ihre Eltern wurden zur Sklaverei in einer Salzmine verdammt. Als sie Seeglas, einen unvorstellbar mächtigen Stein findet, ändert sich ihr Schicksal.

Bereits das Cover passt mir den Blau- und Grüntöne und der Darstellung einer Unterwasserszene sehr gut zum Inhalt des Buches.

Born of Salt and Storm von Sophia Reynard ist düstere Romantasy, in der Handlung und Setting im Vordergrund stehen. Vor allem letzteres hat mich überzeugt. Eine maritime Welt, geprägt von Stürmen, und eine alte Legende, die sich zu wiederholen scheint, haben mich in ihren Bann gezogen. Das Buch hebt sich hier positiv von anderen des Genres ab. Tavi muss sich durchkämpfen. Man spürt die Härte und Rauheit der Küstenregion, in der sie lebt. Zwischen Tavi und dem Wellengeborenen Eero entwickelt sich im Verlaufe ihrer Reise eine tolle Anziehungskraft. Durchaus eine Mischung aus Enemies to Lovers, Slow Burn, Forbidden Love und Fate-Bound Lovers. Der Schreibstil ist gut lesbar, die Handlung ist spannend und mitreißend. Gerade zu Beginn hätte ich mir aber mehr Hintergrundinformationen zur Welt gewünscht. Trotzdem finde ich das Buch als Auftakt sehr gelungen und kann es weiterempfehlen.

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Schloss Celurdur

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin

Faye, die Tochter des Gärtners, ist im Schloss des Zauberers des Westens aufgewachsen. Als dieser verstirbt, dauert es zunächst eine Weile, bis es ihm überhaupt auffällt. Dummerweise hat er es 200 Jahre lang versäumt einen Nachfolger auszubilden. Ein Turnier soll entscheiden, wer der ideale Lehrling ist.

Nach alten Gesetzen sind dazu allerdings nur Jungs eingeladen. Dabei hat Faye alles, was es für die Nachfolge braucht.

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin ist ein wunderschönes Buch, für Kinder ab etwa 9 Jahren. Bereits das Cover, das Faye mit Katzenohren, einen kleinen Keksdrachen, eine schwarze Katze und das magische Schloss zeigt, erinnert an einen japanischen Anime und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr kreativ und hat mit Faye eine sympathische Hauptfigur. Vom Schreibstil her ist das Buch leicht lesbar. Das Turnier und die Gefahr durch die Schattenkönigin sorgen für Spannung. Es gibt auch sehr viele humorvolle und skurrile Momente. Allein West, der verstorbene Zauberer des Westens, ist an Exzentrik kaum zu überbieten. Neben aller Zauberei und den Fabelwesen, geht es tatsächlich auch um die Ungleichbehandlung von Mädchen und Frauen. Der Verlauf der Handlung hat mir hier gut gefallen. Mit ca. 400 Seiten würde ich das Buch für lesefreudige Kinder ab der dritten Klasse empfehlen.

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Sommer in St. Ives

Summer Tides von Sarah Fulmar

Scarlett hat ihren Job als Kellnerin in London aufgegeben, um einen Strandkiosk in St.Ives zu eröffnen. Bereits in ihrer Jugend hat sie mit ihrer besten Freundin in diesem Ort ihre Ferien verbracht. Kaum angekommen, läuft einiges schief. Gleichzeitig begegnet Scarlett auch Jonah, den älteren Bruder einer Freundin, wieder.

Zwischen den beiden sprühen die Funken, doch Jonah plant eine Weltreise und Scarlett hat noch Eric in London, der sich aber nicht richtig für sie entscheiden kann.

Summer Tides von Sarah Fulmar ist eine sommerliche, leichte Liebesgeschichte. Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Der Ferienort in Cornwall ist traumhaft schön dargestellt. Auch seine Bewohner fand ich sehr sympathisch. Hauptprotagonistin Scarlett war mir stellenweise zu anstrengend, um sie hundertprozentig zu mögen. Spätestens als sie feststellt, dass sie bei der Anmietung des Kiosks auf einen Betrüger hereingefallen ist, sie ihre Ware mit einem Bauchladen am Strand verkaufen muss und sich dabei einen Sonnenstich holt, kam bei mir doch etwas Fremdscham auf. Trotzdem passt die Beziehung zu Jonah gut. Während Scarlett Probleme hat, ohne Partner zu sein, lässt sich Jonah ungerne auf längerfristige Beziehungen ein. Jonahs Pläne für eine längere Weltreise und Scarletts Bedürfnis nach einem festen Partner stehen natürlich dem Happy End erstmal im Weg. Die Lösung, welche die Autorin wählt, hat mich überzeugt. Insgesamt eine schöne Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten hat.

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Letzte Hoffnung für Unruhestifter

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto

Das magische Internat Last Hope ist für die zwölfjährige Vin, die schon von mehreren anderen magischen Schulen geflogen ist, die letzte Chance, ihre magischen Fähigkeiten kontrollieren zu lernen. Zunächst hat Vin etwas Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung, schließt jedoch Freundschaften und erkennt ihr besonderes magisches Talent.

Doch eine Gruppe abtrünniger Zauberer bringt das Internat und somit Vins neues Zuhause in große Gefahr.

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! von Nicki Pau Preto ist der erste Band um Zauberschülerin Lavinia Lucas und ein magisches Internat für besondere Problemfälle. Last Hope ist chaotisch, aber auch herzlich. Kreativ fand ich, dass es verschiedene magische Fähigkeitsgruppen gibt und sich die magischen Fähigkeiten aller Figuren doch voneinander unterscheiden und sehr individuell sind. Die Geschichte wird aus Vins Perspektive erzählt. Mir hat ihr Charakter gut gefallen. Man kann ihre Angst vor der eigenen Magie und davor, auch von dieser Schule zu fliegen, nachvollziehen. Mir hat gut gefallen, wie schnell Vin von Gilly, Theo und Araminta als Freundin aufgenommen wird, da die drei trotz Vins zurückhaltender, manchmal fast schon zurückweisender Art nicht locker lassen. Mit 400 Seiten nimmt sich das Buch Zeit, seine Geschichte zu erzählen, was auch zu kleinen Längen führt, die mich aber nicht weiter gestört haben. Ich kann dieses Buch für lesefreudige Kinder ab 10 Jahren auf jeden Fall weiterempfehlen.

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