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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anjulia :

Libellenwald in Gefahr

Wandelwald 1. Das Flüstern der Tiere von Catherine Kuhlmann

Martha lebt mit ihren Eltern, die ein Tierheim führen, im Libellenwald. Zu Beginn der Sommerferien hat sie sich eigentlich auf Langeweile eingestellt, da ihr bester Freund sechs Wochen verreist ist. Doch ein fremdes Mädchen bringt ein Kaninchen ins Tierheim. Der Beginn einer neuen Freundschaft und eines magischen Abenteuers.

Wandelwald 1. Das Flüstern der Tiere von Catherine Kuhlmann ist ein sehr schönes Kinderbuch über Freundschaft, Umweltschutz und Magie. Der Libellenwald ist in Gefahr, und nur Martha und ihre neue Freundin Helena können ihn retten. Einer meiner Lieblingscharaktere war Eule Aurora, die sich den Mädchen anschließt. Die Rollen von Gut und Böse sind in der Geschichte klar verteilt. Die Geschichte wird dabei aus Marthas Perspektive erzählt. Sie ist fröhlich, lebhaft und tierlieb.Ihr sind der Wald und seine tierischen Bewohner sehr wichtig. Besonders Mädchen der Zielgruppe werden sich mit ihr identifizieren können. Im Verlaufe der Geschichte kommen fantastische Aspekte wie das Gestaltwandeln hinzu. Das Buch hat ein angegebenes Lesealter ab sechs Jahren, was ich zum Vorlesen passend finde. Die Geschichte ist spannend, ohne unheimlich zu sein. Ein besonderes Highlight sind die atmosphärischen Illustrationen, die sehr schön zur Stimmung des Buches passen und die Magie des Libellenwaldes einfangen. Ein schöner, magischer Reihenauftakt, der vor allem Mädchen im Grundschulalter begeistern dürfte.

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Ascheprinzessin

The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar

Lucinda Cross lebt in den Straßen der Dregs. Ständig auf der Flucht vor Hexenjägern und auf der Suche nach Nahrung. An ihrem einundzwanzigsten Geburtstag erhält sie eine Einladung an die Vorgoth Akademie der dunkelsten Künste. Ein Ort, an dem illegale Hexen zu Waffen gemacht werden. Ein Ort, der Lucinda vielleicht Rache für ihre ermordeten Eltern ermöglicht?

The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar verbindet Dark Academia und Dark Romance und ist ein wirklich starker, düsterer Auftaktband.

Der Schreibstil und die Geschichte haben mich direkt in ihren Bann gezogen, sodass ich das Buch innerhalb von drei Tagen gelesen habe. Das Worldbuilding außerhalb der Akademie ist noch etwas vage. Klar ist, dass Menschen mit rotem Blut, potenzielle Hexen sind und von Magiern unterdrückt werden. Vorgoth ist praktisch die Ausbildungsstätte der Rebellion. Wer hier zu schwach ist, stirbt oder wird exmatrikuliert. Um das erste Trimester zu überstehen, braucht man einen Familiar. Dieser Aspekt der Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Lucinda hat, wie eigentlich alle anderen Charakter auch, hat ziemlich viel hinter sich. Sie ist stark, kämpferisch, aber auch voller Selbstzweifel, teilweise gebrochen und nah am Abgrund. Von den potentiellen Love-Interest hat mich Professor Ezra Aerion am meisten überzeugt. Ich mochte die Dynamik dieser Forbidden Romance, sowie den beschützenden Aspekt. Allerdings glaube ich, dass hier Geheimnisse aus der Vergangenheit noch für Ärger sorgen könnten. Mit Devriel Malkov bin ich gar nicht warm geworden. Eine echte Feindschaft auf den ersten Blick. Absolut gefährlich, aber der Funke, der zwischen den beiden sein soll, wollte bei mir nicht überspringen. Der erste Teil endet mit einem Cliffhanger, der mich neugierig auf Band 2 zurückgelassen hat. Gerade weil die Entwicklung der Geschichte nicht vorhersehbar ist, ich insgeheim aber befürchte, dass die Autorin mir mein Leserinnenherz brechen könnte.

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Ungewollte Nachfolge

Death's Daughter von S. A. Barnes

Jocasta würde eigentlich gerne ein ganz normales Leben als Studentin an der Beecher Universität führen, inklusive einer Affäre mit ihrem Dozenten. Allerdings ist sie die Tochter des Todes. Eine Rolle die sie nicht haben will. Statt von Lebensenergie zehrt sie deshalb von negativen Gefühlen. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als Devon, Nachfahre der Lust, auftaucht und mitteilt, dass der Tod sie zu seiner Nachfolgerin erwählt hat.

Dadurch gerät sie in den Mittelpunkt eines Spiels, das die Uralten spielen. Feinde tauchen auf und spätestens nach dem Tod einer Freundin ist das gesamte College in Gefahr.

Zunächst möchte ich feststellen, dass die Buchdeckelgestaltung und auch der Farbschnitt dieses Buches ein Highlight sind. Der finstere Touch passt perfekt zu einer Geschichte über die Tochter des Todes.

Death's Daughter von S. A. Barnes ist düstere Urban Fantasy vor College-Setting, mit Krimi und Horrorelementen. Insgesamt eine moderne Story, auch wenn die Hintergründe zu den Uralten etwas zu blass bleiben. Jocasta ist eine taffe, aber nicht unsympathische Protagonistin. Dass sie Prinzipien hat und Menschen keine Lebensjahre stehlen will bzw. nicht den Tod bringen will, macht einen positiven Eindruck auf mich. Dass ihr das angesichts ihres Hungers und ihres nicht ganz menschlichen Wesens nicht ganz leicht fällt, ist absolut nachvollziehbar. Das Bündnis mit Devon wird mir im Klappentext zu sehr in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich gilt Jocastas Interesse eher Dozent Carter. Glücklicherweise läuft das Ganze nicht auf ein Love-Triangle hinaus. Erzähltempo und Spannung sind sehr hoch. Ich wollte unbedingt wissen, wer hinter den Vorfällen steckt und wie Jo mit dieser Herausforderung umgeht, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Das Buch ist als erster Band in sich abgeschlossen, bietet zum Ende jedoch Potenzial für eine Fortsetzung.

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Winterwissen für kleine Entdecker

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Ernen und Anne Ebert lädt zur Entdeckung der heimischen Tierwelt im Winter ein. Auf acht Doppeltseiten erfährt man, wie sich Wildtiere im Herbst auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Außerdem wird erklärt, dass es Vögel gibt, die vor dem Winter in den Süden fliegen, was es mit dem Winterfell auf sich hat und wie Tiere im Winter Futter finden.

Auch Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre werden vorgestellt. Zum Ende des Buches gibt es noch ein Suchspiel mit Tierspuren. Der Text ist informativ und für zwei- bis vierjährige Kinder geeignet. Nicht zu lang oder zu kompliziert, sodass er sich gut zum Vorlesen eignet. Tiere sind in diesem Alter sehr oft ein beliebtes Thema. Deshalb ist dieses Buch für neugierige Kinder auch besonders interessant. Wirklich schön sind die vielen farbigen Illustrationen. Ich finde es zuckersüß, wenn man die Entdeckerklappen öffnet und sieht, wie ein Eichhörnchen eine Nuss vergräbt oder wie sich eine Haselmaus für den Winterschlaf einkuschelt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es für jüngere Kinder ab etwa zwei Jahren auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Nagellackwahl

Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa

"Frag nach Susan" von Souvankham Thammavongsa erzählt aus der Sicht der Inhaberin Ning von einem Tag in deren Nagelstudio. Die ehemalige Boxerin ist Anfang vierzig, hat keine Kinder, keinen Partner und wohl auch kaum Kontakte außerhalb der Arbeit. Man bekommt schnell das Gefühl, dass sie nur für ihre Arbeit lebt.

Ihre Angestellten tragen alle dieselbe Arbeitskleidung, dieselbe Frisur und für die Kunden auch denselben Namen. Effektivität zählt, nur die Basics, pro Behandlung nur zwanzig Minuten Zeit. Die Autorin zeigt hier einen ungeschönten Blick auf die Dienstleistungsbranche. Für die Kunden sind die Susans austauschbar, unsichtbar und trotzdem ein Kontakt, um Persönliches zu erzählen. Ning selbst gibt anderen ungerne etwas von sich preis. Sie achtet bei ihren Angestellten aber darauf, dass sie dieselbe Sprache sprechen, um in Anwesenheit der Kunden ungehindert über diese lästern zu können. Vielleicht auch als Reaktion auf den Alltagsrassismus, dem die Frauen täglich begegnen? Ein paar Fragen, die das Buch aufwirft, bleiben unbeantwortet. Auch bleiben die Hintergründe der Angestellten, ihre Träume, Ängste und Lebenssituationen blass. Selbst die Kunden hätten spannender gestaltet sein können. Zurück bleibt man mit einigen interessanten Überlegungen und einer für mein Empfinden zutiefst einsamen Nagelstudiobesitzerin. Ein kurzes Buch, das mich gedanklich auf jeden Fall auch über das Lesen hinaus weiterbeschäftigt.

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Schöne Ergänzung für Fans

Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer

Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer stellt Tiere, Kinder, Lehrkräfte und vieles mehr in alphabetischer Reihenfolge von Agent Y bis Zeki vor. Lehrerin Mary Cornfield, Ida und ihr Fuchs Rabbat sowie Benni und Schildkröte Henrietta, dürften jedem, der schon von der mittlerweile sechzehnteiligen Reihe gehört hat, ein Begriff sein.

Wer aber schon immer wissen wollte was Flamingodame Polly gerne isst, was Krokodil Rick besonders gut kann oder woher die singenden Wattwürmer kommen, ist hier genau richtig. Die Seiten sind größtenteils steckbriefartig aufgebaut und gut geeignet für das Lesealter ab acht. Die etwa 110 Seiten des Lexikonteils sind schon umfangreich, überfordern aber nicht, besonders wenn man zum Beispiel nur etwas zu seinem Lieblingstier nachschlagen will. Auf jeder Seite gibt es bunte, passende Illustrationen von den Farbfüchsen. Besonders schön fand ich die Doppelseite, welche die Kinder mit ihrem jeweiligen magischen Tier zeigt. Auf einigen Seiten gibt es auch noch eine kurze Lieblingsszene der Autorin zum Nachlesen. Ein Quiz rundet auf den letzten Seiten das Buch ab. Da viele Kinder und vor allem Tiere vorgestellt werden, die erst im Laufe der Serie in den Mittelpunkt rücken, würde ich das Lexikon aus Spannungsgründen nicht für Anfänger der Reihe empfehlen. Ansonsten ist es wunderschön gemacht und eine tolle Ergänzung.

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Vergiftete Küsse

The Poison Daughter von Sheila Masterson

Harlow Carrenwell ist die jüngste Tochter der mächtigsten Familie der Stadt Linameade. Wer ihre Lippen berührt, stirbt. Nachts nutzt sie ihre Gabe, um misshandelte Frauen von ihren Peinigern zu befreien. Nur ihr eigener Verlobter ist immun gegen ihr Gift. Henry Havenwood hat den Fall der Feste Mountainheaven überlebt.

Zehn Jahre später will er sich an den dafür verantwortlichen Carrenwells rächen. Doch Harlow macht ihm die Sache schwieriger als erwartet.

The Poison Daughter von Sheila Masterson ist düstere Romantasy mit einem ziemlich hohen Spicelevel. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist tödlich. Mauern und Magie halten in der Nacht vampirähnliche Wesen von Angriffen ab. Die magischen Begabungen, die von verschiedenen Göttern verliehen werden, fand ich besonders interessant. Für die Familie Carrenwell steht Macht über alles. Gerade unglückliche Ehen der jüngeren Töchter werden dafür in Kauf genommen. Verständlich, dass Harlow aus diesem Familiengefüge ausbrechen will. Die Geschichte wird sowohl aus Harlows als auch aus Henrys Perspektive erzählt. Beide Charaktere sind eher morally grey. Die Pläne von Henrys Familie sind nicht leicht zu durchschauen. Trotzdem hat mir diese Enemies-to-Lovers-Beziehung gut gefallen. Leider konzentriert sich das Buch ab der Mitte zu sehr auf die spicy Szenen. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen.

Fazit: Wer gerne düstere, spicy Geschichten liest, ist hier richtig.

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Fell in Love in Oakfell

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger

Nach dem Herzinfarkt seines Vaters kehrt Cooper kurzfristig zurück in seinen kleinen Heimatort Oakfell, den er zuvor jahrelang gemieden hat. Seit vier Jahren hat er keinen Kontakt mehr zu seiner besten Freundin Everlee. Seine Rückkehr fällt ausgerechnet in die Woche im Herbst, in der im Ort und bei Everlees Familie viele Feste stattfinden.

Everlee braucht starke Nerven, denn Cooper hat ihr schon einmal das Herz gebrochen. Doch Liebe kennt zum Glück zweite Chancen.

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit den Tropes Friends to Lovers und Second Chance. Der angenehme , leichte Schreibstil der Autorin hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr lebendig erzählt, sowohl aus Coopers, als auch aus Everlees Perspektiven. Es gibt auch Rückblenden in die Vergangenheit, sodass man die Kindheitsfreundschaft und den letztendlichen Bruch gut nachvollziehen kann. Gerade ihr Erwachsenwerden ist hier sehr nachvollziehbar gestaltet. Ich mochte die beiden Figuren und Everlees lebhafte, chaotische Familie sehr gerne. Es macht dabei einfach Spaß, in den Familientrubel der Parkers einzutauchen. Auch der kleine amerikanische Ort, in dem die Geschichte spielt, zusammen mit der herbstlichen Atmosphäre, ist richtig zum Wohlfühlen. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Freundschaft und Liebe zwischen Cooper und Everlee. Ein bisschen Spice, Herzschmerz und Missverständnisse dürfen nicht fehlen.

Fazit: Genau das richtige Buch, für alle, die leichte, cosy Lovestorys mit Herbstfeeling mögen.

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Über dem Fluss

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

Die Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei Kawakami kämpfen im Untergrund von Rainshadow City um Gerechtigkeit. Ihre Tante Reiko, die sie als Kinder adoptiert hat, wurde von der kriminellen Organisation, den Lucky Crows ermordet. Ausgerechnet mit diesen macht die Kaiserin des Archipels Geschäfte. Als Toshiko eine geheimnisvolle Perle stiehlt, setzt sie Ereignisse in Lauf, die Rainshadow City verändern.

Das Setting, in dem The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro spielt, ist sehr japanisch angehaucht. Dabei trifft moderne Technik auf Sonnengeister, magische Artefakte und übernatürliche Fähigkeiten. Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen sind da die Geschwister Kawakami, die sich für Hüterkinder im Elendsviertel außerhalb der Stadtmauer einsetzen. Dann ist da noch das Lucky Crow Mitglied Theo, mit besonderen Fähigkeiten und einem skrupellosen Auftrag, und schließlich der junge Kronprinz Haru, der Sonnengeister sehen kann und die Entscheidungen seiner Mutter bezweifelt. Die Charaktere sind glaubhaft gestaltet. Man merkt die Liebe, die die Autorin ins Worldbuilding und in die Figuren investiert hat. Trotzdem blieb für mich das ganz große Mitfiebern aus, vielleicht weil ich nicht wirklich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Handlung findet innerhalb eines kurzen Zeitraums von wenigen Tagen statt. Es passiert eigentlich viel und die Protagonisten müssen mit wenig Schlaf auskommen. Trotzdem liest sich das Buch eher zäh und langatmig. Letztendlich ist das Buch größtenteils in sich abgeschlossen, bietet aber offene Anknüpfungspunkte für eine Fortsetzung.

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Über den Mut hinzusehen

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

"Falls jemand fragt, wer wir waren" von Eva Kranenburg ist ein zeitgeschichtlicher historischer Roman, der sich mit der jungen DDR und dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 befasst. Das Cover ist eher schlicht gehalten und zeigt in Schwarz-Weiß eine junge Frau mit Büchern. Im Hauptfokus steht die sechzehnjährige Tilla, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.

Nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Rena kann sie die Augen vor der Realität nicht mehr verschließen. Ihre sozialistische Weltanschauung bekommt dabei immer größere Risse. Die Autorin hat es für mich geschafft, die Spannung insgesamt hochzuhalten. Ich war auf Renas Geheimnisse um ihre Herkunft und ihr Verschwinden gespannt. Gleichzeitig sind die Figuren meist vielschichtig und nicht eindimensional gezeichnet. Besonders die charakterliche Entwicklung, die Tilla in wenigen Wochen durchläuft, fand ich beeindruckend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wird ebenfalls sehr gut transportiert. Etwas schade fand ich, dass der Schluss recht offen war. Für mich blieben einfach noch ein paar ungeklärte Fragen zurück. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne.

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