Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anjulia :
Schöne Ergänzung für Fans
Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer
Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer stellt Tiere, Kinder, Lehrkräfte und vieles mehr in alphabetischer Reihenfolge von Agent Y bis Zeki vor. Lehrerin Mary Cornfield, Ida und ihr Fuchs Rabbat sowie Benni und Schildkröte Henrietta, dürften jedem, der schon von der mittlerweile sechzehnteiligen Reihe gehört hat, ein Begriff sein.
Wer aber schon immer wissen wollte was Flamingodame Polly gerne isst, was Krokodil Rick besonders gut kann oder woher die singenden Wattwürmer kommen, ist hier genau richtig. Die Seiten sind größtenteils steckbriefartig aufgebaut und gut geeignet für das Lesealter ab acht. Die etwa 110 Seiten des Lexikonteils sind schon umfangreich, überfordern aber nicht, besonders wenn man zum Beispiel nur etwas zu seinem Lieblingstier nachschlagen will. Auf jeder Seite gibt es bunte, passende Illustrationen von den Farbfüchsen. Besonders schön fand ich die Doppelseite, welche die Kinder mit ihrem jeweiligen magischen Tier zeigt. Auf einigen Seiten gibt es auch noch eine kurze Lieblingsszene der Autorin zum Nachlesen. Ein Quiz rundet auf den letzten Seiten das Buch ab. Da viele Kinder und vor allem Tiere vorgestellt werden, die erst im Laufe der Serie in den Mittelpunkt rücken, würde ich das Lexikon aus Spannungsgründen nicht für Anfänger der Reihe empfehlen. Ansonsten ist es wunderschön gemacht und eine tolle Ergänzung.
Vergiftete Küsse
The Poison Daughter von Sheila Masterson
Harlow Carrenwell ist die jüngste Tochter der mächtigsten Familie der Stadt Linameade. Wer ihre Lippen berührt, stirbt. Nachts nutzt sie ihre Gabe, um misshandelte Frauen von ihren Peinigern zu befreien. Nur ihr eigener Verlobter ist immun gegen ihr Gift. Henry Havenwood hat den Fall der Feste Mountainheaven überlebt.
Zehn Jahre später will er sich an den dafür verantwortlichen Carrenwells rächen. Doch Harlow macht ihm die Sache schwieriger als erwartet.
The Poison Daughter von Sheila Masterson ist düstere Romantasy mit einem ziemlich hohen Spicelevel. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist tödlich. Mauern und Magie halten in der Nacht vampirähnliche Wesen von Angriffen ab. Die magischen Begabungen, die von verschiedenen Göttern verliehen werden, fand ich besonders interessant. Für die Familie Carrenwell steht Macht über alles. Gerade unglückliche Ehen der jüngeren Töchter werden dafür in Kauf genommen. Verständlich, dass Harlow aus diesem Familiengefüge ausbrechen will. Die Geschichte wird sowohl aus Harlows als auch aus Henrys Perspektive erzählt. Beide Charaktere sind eher morally grey. Die Pläne von Henrys Familie sind nicht leicht zu durchschauen. Trotzdem hat mir diese Enemies-to-Lovers-Beziehung gut gefallen. Leider konzentriert sich das Buch ab der Mitte zu sehr auf die spicy Szenen. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen.
Fazit: Wer gerne düstere, spicy Geschichten liest, ist hier richtig.
Fell in Love in Oakfell
Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger
Nach dem Herzinfarkt seines Vaters kehrt Cooper kurzfristig zurück in seinen kleinen Heimatort Oakfell, den er zuvor jahrelang gemieden hat. Seit vier Jahren hat er keinen Kontakt mehr zu seiner besten Freundin Everlee. Seine Rückkehr fällt ausgerechnet in die Woche im Herbst, in der im Ort und bei Everlees Familie viele Feste stattfinden.
Everlee braucht starke Nerven, denn Cooper hat ihr schon einmal das Herz gebrochen. Doch Liebe kennt zum Glück zweite Chancen.
Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit den Tropes Friends to Lovers und Second Chance. Der angenehme , leichte Schreibstil der Autorin hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr lebendig erzählt, sowohl aus Coopers, als auch aus Everlees Perspektiven. Es gibt auch Rückblenden in die Vergangenheit, sodass man die Kindheitsfreundschaft und den letztendlichen Bruch gut nachvollziehen kann. Gerade ihr Erwachsenwerden ist hier sehr nachvollziehbar gestaltet. Ich mochte die beiden Figuren und Everlees lebhafte, chaotische Familie sehr gerne. Es macht dabei einfach Spaß, in den Familientrubel der Parkers einzutauchen. Auch der kleine amerikanische Ort, in dem die Geschichte spielt, zusammen mit der herbstlichen Atmosphäre, ist richtig zum Wohlfühlen. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Freundschaft und Liebe zwischen Cooper und Everlee. Ein bisschen Spice, Herzschmerz und Missverständnisse dürfen nicht fehlen.
Fazit: Genau das richtige Buch, für alle, die leichte, cosy Lovestorys mit Herbstfeeling mögen.
Über dem Fluss
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Die Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei Kawakami kämpfen im Untergrund von Rainshadow City um Gerechtigkeit. Ihre Tante Reiko, die sie als Kinder adoptiert hat, wurde von der kriminellen Organisation, den Lucky Crows ermordet. Ausgerechnet mit diesen macht die Kaiserin des Archipels Geschäfte. Als Toshiko eine geheimnisvolle Perle stiehlt, setzt sie Ereignisse in Lauf, die Rainshadow City verändern.
Das Setting, in dem The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro spielt, ist sehr japanisch angehaucht. Dabei trifft moderne Technik auf Sonnengeister, magische Artefakte und übernatürliche Fähigkeiten. Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen sind da die Geschwister Kawakami, die sich für Hüterkinder im Elendsviertel außerhalb der Stadtmauer einsetzen. Dann ist da noch das Lucky Crow Mitglied Theo, mit besonderen Fähigkeiten und einem skrupellosen Auftrag, und schließlich der junge Kronprinz Haru, der Sonnengeister sehen kann und die Entscheidungen seiner Mutter bezweifelt. Die Charaktere sind glaubhaft gestaltet. Man merkt die Liebe, die die Autorin ins Worldbuilding und in die Figuren investiert hat. Trotzdem blieb für mich das ganz große Mitfiebern aus, vielleicht weil ich nicht wirklich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Handlung findet innerhalb eines kurzen Zeitraums von wenigen Tagen statt. Es passiert eigentlich viel und die Protagonisten müssen mit wenig Schlaf auskommen. Trotzdem liest sich das Buch eher zäh und langatmig. Letztendlich ist das Buch größtenteils in sich abgeschlossen, bietet aber offene Anknüpfungspunkte für eine Fortsetzung.
Über den Mut hinzusehen
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
"Falls jemand fragt, wer wir waren" von Eva Kranenburg ist ein zeitgeschichtlicher historischer Roman, der sich mit der jungen DDR und dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 befasst. Das Cover ist eher schlicht gehalten und zeigt in Schwarz-Weiß eine junge Frau mit Büchern. Im Hauptfokus steht die sechzehnjährige Tilla, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.
Nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Rena kann sie die Augen vor der Realität nicht mehr verschließen. Ihre sozialistische Weltanschauung bekommt dabei immer größere Risse. Die Autorin hat es für mich geschafft, die Spannung insgesamt hochzuhalten. Ich war auf Renas Geheimnisse um ihre Herkunft und ihr Verschwinden gespannt. Gleichzeitig sind die Figuren meist vielschichtig und nicht eindimensional gezeichnet. Besonders die charakterliche Entwicklung, die Tilla in wenigen Wochen durchläuft, fand ich beeindruckend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wird ebenfalls sehr gut transportiert. Etwas schade fand ich, dass der Schluss recht offen war. Für mich blieben einfach noch ein paar ungeklärte Fragen zurück. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne.
Poolpartymord
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He
Dawn Foster ist neu an der Sierton High. Schnell findet sie durch Cheerleading Anschluss an die Schulelite. In deren Mittelpunkt steht Ella Moore, Kapitänin der Cheerleader und deren Freundinnen. Als Ella nach einer Poolparty Ella tot aufgefunden wird, steht Dawn im Fokus der Ermittlungen. Doch Ella war kein guter Mensch und fast jeder aus der Clique hätte ein Motiv.
Dawn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Parallel dazu wird die Geschichte von Hannah erzählt, die drei Jahre zuvor, auf der Suche nach Freundschaft, zum Mobbingopfer der Clique wurde.
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He ist eine Mischung aus Jugendthriller und High School Drama. Der Titel passt ziemlich gut zu den hübschen, oberflächlichen und vor allem skrupellosen Mädchen, die das Highschoolleben bestimmen. Gerne wäre ich noch etwas tiefer in diese Schul- und Partywelt eingetaucht. Der Schreibstil ist angenehm leicht lesbar. Das Buch baut Spannung auf, so dass ich schnell durch die Seiten geflogen bin. Tatsächlich hatte ich Mitte des Buches einen Verdacht dazu, wer Ella ermordet hat, der sich auch bewahrheitet hat. Trotzdem hat mich der Schlussteil in seiner Intensität überrascht.
Insgesamt kann ich das Buch weiterempfehlen, würde allerdings auf die Content Note achten, da es mit Mobbing und versuchtem Suizid definitiv emotional belastend sein kann.
Die Buchladenprinzessin
Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe
Prinzessin Tanadelle de Courcy wird auf einer ihrer vielen repräsentativen Reisen verflucht. Eigentlich wollte die Prinzessin in der kleinen Buchhandlung nur ihren Lesevorrat aufstocken, doch dann kann sie diese nicht mehr verlassen, bis sie ihren Herzenswunsch findet. Tandy nutzt die Zeit, um den Laden neu zu ordnen, ihre Eltern setzen die gesamte Thronprinzenschar der benachbarten Königreiche in Bewegung und ein attraktiver, ebenfalls verfluchter Pirat sorgt bei Tandy für Herzklopfen.
Cursed for Good von Amy Coombe ist ein Cosy-Fantasy-Roman mit einer kleinen Liebesgeschichte, der mir sehr gut gefallen hat. Die Handlung spielt aufgrund des Fluchs hauptsächlich in dem zunächst ziemlich chaotisch anmutenden Buchladen. Prinzessin Tandy fand ich als Protagonistin sympathisch. Der Fluch, im Buchladen festzustecken, ist für sie fast eine willkommene Abwechslung zu ihren ungeliebten royalen Pflichten. Das war für mich ganz klar nachvollziehbar. Dabei findet sie zu mehr Selbstbewusstsein und letztendlich auch zu mehr Mut um für sich selbst einzustehen. Die Lovestory zwischen ihr und Bash war niedlich und hätte für mich auch einen größeren Umfang haben dürfen. Es gibt viele Momente und Dialoge im Buch, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Magische Elemente lassen die Geschichte märchenhaft wirken. Dass die Geschichte tatsächlich etwas vorhersehbar ist und große Spannungsmomente fehlen, hat mich insgesamt nicht gestört.
Fazit: Ein sehr angenehm leicht zu lesender Roman mit großem Wohlfühlfaktor.
Gute Feen haben keine schlechte Laune oder?
Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint
Gute Feen müssen immer gut gelaunt sein. Irgendwie ist Molli Mandala da eine Ausnahme. Sie ist ein bisschen frech, ein bisschen grummelig und etwas abenteuerlustig. Außerdem gelingt ihr das Feenlachen noch nicht. Statt Süßigkeiten würde sie lieber einmal eine Zwiebelsuppe probieren. Und dann wartet noch ihr erster Auftrag in der Menschenwelt auf sie.
Da ist Chaos eigentlich vorprogrammiert.
Das Buch eignet sich perfekt für Kinder im Grundschulalter, ab etwa 8 Jahren. Die Geschichte selbst ist amüsant, gerade weil Molli anders ist als die anderen Feen in der Feenschule und sich dadurch in Schwierigkeiten stürzt. Dabei erlebt sie dann in der Welt der Menschen noch ein kleines, unerwartetes Abenteuer. Ganz klar: Eine gute Fee zu sein ist gar nicht so einfach. Insgesamt ist sie dabei eine sympathische, junge Protagonistin, mit dem Herz am rechten Fleck. Der Schreibstil ist auch locker, leicht zu lesen und nicht zu lang für jüngere Kinder. Viele Wortkreationen wie 'Zauberhaftmagischverwirrendseltsam" haben einen besonderen Charme. Insgesamt kann ich dieses Buch weiterempfehlen und bin auf Mollis nächstes Abenteuer gespannt.
Mars explosiv
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Der Mars im Jahre 2067: Als die UN- Marsstation Pax evakuiert wird, bleiben Cleo, eine illegale Einwanderin, und Hunter Graves, Sprössling des Milliarden-Mega-Konzerns, der für die Besiedelung des Mars verantwortlich ist, alleine zurück. Schnell zeigt sich, dass die Evakuierung nur eine Ablenkung war.
Eine kleine Gruppe von Terroristen stürmt die Station, mit dabei eine Bombe, die innerhalb von weniger Stunden detonieren wird. Cleo und Hunter müssen zusammenarbeiten, um zu überleben und zwischen beiden sprühen dabei nur so die Funken.
Red Star Rebels von Amie Kaufman ist ein leichtes Science-Fiction-Abenteuer, das mir in der Kombination aus Spannung, Action, Humor und Lovestory sehr gut gefallen hat. Die Geschichte spielt in einem relativ kurzen Zeitraum von knapp 8 Stunden, was den Spannungsbogen sehr hoch hält und wenig Zeit für Verschnaufpausen lässt. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sichtweise von Cleo und Hunter erzählt, die ich beide sehr mochte und die letztendlich mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick vermutet. Ich fand die Fast Burn Romance zwischen beiden sehr schön. Klar nach den wenigen Stunden keine vollständige Liebesgeschichte, aber immerhin ein süßer Anfang davon. Gerade die Situationen, in denen die zwei versuchen, ihre Gegner auszuschalten (ohne sie umzubringen) sind humorvoll. Dazu gibt es noch Weltraum-Feeling.Technische Details bleiben glücklicherweise eher im Hintergrund, außerdem gibt es etwas Gesellschaftskritik. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig lesbar. Hier könnte ich mir sogar eine Verfilmung vorstellen. Insgesamt hat mich dieses Buch begeistert, fünf Sterne von mir!
Toxisch, absurd, fesselnd
Ein unheimlich guter Mensch von Kirsten King
Das ganze Buch dreht sich um Lillian. Seit vier Monaten trifft sie sich mit Henry. Länger war sie noch nie mit jemandem zusammen. Während Lillian gerne eine feste Beziehung hätte, hält Henry die Sache unverbindlich. Nachdem er sie sitzen lässt, rächt Lillian sich mit einem YouTube-Schadenszauber.
Tatsächlich ist Henry am nächsten Tag tot und Lillian ist Tatverdächtige.
Ein unheimlich guter Mensch von Kirsten King ist eine Mischung aus Gesellschaftskritik und bitterböser Satire. Hauptprotagonistin Lillian, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, kann man einfach nicht mögen. Sie ist eine toxische, manipulative Narzistin mit einem Alkoholproblem, der es gelingt, sich die unmöglichsten Situationen schönzureden. Schließlich hält sie sich für einen unheimlich guten Menschen, nur die anderen sind zu blöd, es zu sehen. An vielen Stellen denkt man, das kann sie jetzt nicht wirklich machen oder denken. Die Geschichte ist dabei modern, eher schräg als lustig und hat mich trotz kleiner Längen fasziniert.
Wer schwarzen Humor und absurde Situationen mag und mit einer Protagonistin umgehen kann, die gleichermaßen anstrengend wie unterhaltsam, aber keineswegs sympathisch ist, sollte hier unbedingt zugreifen.











