Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tobias Kallfell:
Hühnerliebe
Chaoskrümel & Nervensäge - Die Hühner sind los! (Chaoskrümel & Nervensäge 1) von Tiina Nopola; Sinikka Nopola
Ein erfolgreiches Kinderbuch aus Finnland, das sich dort über 1 Mio. Mal verkauft hat? Das wollte ich mir gerne einmal genauer anschauen. Und ich gebe zu, dass mich der Inhalt nach der Leseprobe doch etwas überrascht hat. Der Klappentext ließ etwas anderes erwarten. Dort heißt es: „Tilda darf viel mehr als ihre kleine Schwester Benni.
Das nervt Benni ganz schön! Aber wenn es darauf ankommt, sind Benni und Tilda ein Herz und Seele.“ Ich hatte mich also auf ein lustiges und turbulentes Zusammenspiel zweier Schwestern (5 und 7 Jahre) eingestellt, das aber im Buch gar nicht im Zentrum der Handlung steht. Da es sich um den Auftakt zu einer Reihe handelt, mag das aber in weiteren Bänden wiederum ganz anders sein. Das vermag ich nicht zu beurteilen.
Worum geht es also: In erster Linie geht es darum, dass Benni Freundschaft mit dem Huhn Anita schließt, um das sie sich dann mit voller Hingabe kümmert. Und das ist durchaus auch amüsant. Benni versucht dem Huhn allerlei Tricks beizubringen. Für tierliebe Kinder ist dieses Buch also eine tolle Lektüre, oder für solche, die bereits Erfahrungen mit Hühnern gemacht haben oder sogar selbst Hühner halten. Es wird in dieser Geschichte einmal nicht ein klassisches Haustier (Hund oder Katze) in den Blick genommen, sondern ein etwas exotischeres Haustier. Und die Entwicklung, die Benni durchläuft, ist durchaus beachtlich. Ist sie anfangs noch eine kleine Diva entwickelt sie sich im Laufe des Buchs zu einem fürsorglichen, kleinen Mädchen, das sich aufopferungsvoll um Anita kümmert.
Ein schöner Witz, den die Autorinnen Tiina und Sinikka Nopola sich haben einfallen lassen, ist auch, dass die Erwachsenen und Benni schön aneinander vorbeireden, wenn es um Anita geht. So denken die Eltern von Benni zunächst, dass es sich bei Anita um eine neue Freundin von Benni handelt und sind dann überrascht, dass es um ein Huhn geht. Diese Idee ist kreativ und lustig umgesetzt. Dennoch ziehe ich einen Stern ab, weil ich mit einer anderen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen bin, die der Klappentext befördert hat. Für mich hätte das turbulente Miteinander zwischen den beiden Schwestern zu Beginn des Buchs noch mehr Raum einnehmen können. Aber ich denke, das wird dann in weiteren Bänden, sofern sie ins Deutsche übersetzt werden, der Fall sein.
Fazit: Ein Kinderbuch, das einmal ein besonderes Haustier in den Blick nimmt: Ein Huhn. Benni schließt Freundschaft mit Anita und kümmert sich liebevoll um sie. Sie versucht ihr allerlei Tricks beizubringen und lernt Verantwortung zu übernehmen. Dieses Buch ist vor allem etwas für tierliebe Kinder, am ehesten etwas für solche Kinder, die bereits etwas mit Hühnern zu tun gehabt haben. Für weitere Bände wünsche ich mir, dass das Schwesternmiteinander noch stärker in den Fokus rückt. Ich vergebe 4 Sterne.
Kinder-Sachbuch mit Leseaufgaben
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 10 - In der Natur von Carola von Kessel
Aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser“ habe ich bereits das Buch „Ozeane“ genauer in den Blick genommen und rezensiert (vgl. eine frühere Rezension). Nun ist ein weiterer Titel aus dieser Reihe erschienen: „In der Natur“ von Carola von Kessel, illustriert von Astrid Vohwinkel.
Das Kinder-Sachbuch ist in vier Kapitel unterteilt, zu denen jeweils sogenannte Leserätsel im Anschluss gelöst werden müssen: 1.
Kapitel „Was gehört alles zur Natur?“, 2. Kapitel „Welche Lebewesen gibt es?“, 3. Kapitel: „Wie vielseitig ist die Natur?“, 4. Kapitel: „Warum braucht die Natur unseren Schutz?“ Die Kapitelüberschriften sind also sehr offen formuliert, so dass man verschiedene Themen darunter subsumieren kann. Warum die Autorin bestimmte thematische Schwerpunkte so gesetzt hat, wie sie es getan hat, bleibt unklar. Aber daran muss man sich nicht stören. Man sollte sich einfach darauf einstellen, dass es viele Unterkapitel gibt, die teils mal mehr, teils mal weniger lose nebeneinanderstehen (Unterkapitel aus Kapitel 2: „Warum sind Pflanzen so wichtig?“, „Wovon ernähren sich Pflanzen?“, „Wie vermehren sie sich?“ „Welche Tiere leben an Land?“, „Welche Vögel gibt es?“, „Wer lebt im Wasser?“, „Welche Merkmale haben Pflanzenfresser?“, „Woran erkennst du Fleischfresser?“, „Wie vermehren sich Tiere?“). Alternativ dazu hätte man für jedes Oberkapitel auch einen klaren roten Faden entwickeln können.
Der Umfang des Lesetextes kommt Erstlesern ab Klasse 2 gut entgegen. Was mir gefällt, ist der Umstand, dass hin und wieder auch einmal bildungssprachliche Wörter in den Text integriert werden („Wetterlage“, „Klima“, „Nachtfalter“, „Abfallstoffe“, „Kohlendioxid“, „Fotosynthese“ etc.). So wird der Wortschatz der Erstleser gut erweitert.
Nun noch ein paar Bemerkungen zu den Aufgaben: Im Anschluss an das erste Kapitel findet man ein Buchstabenlabyrinth sowie eine Wort-Bild-Zuordnungsübung. Beides also Übungen auf Wortebene (zu leicht für Zweitklässler!). Nach Kapitel zwei soll ein Kreuzworträtsel gelöst werden (gut!). Darüber hinaus soll der Anfangsbuchstabe eines Wortes korrekt geschrieben und die Anzahl der Silben soll erkannt werden (zu einfach für Zweitklässler und der Anfangsbuchstabe bei dem Wort „Pflaume“ kann für Irritationen sorgen! Bei den Lösungen auf S.60 fehlen übrigens die Wörter). Im Zusammenhang mit dem dritten Kapitel sollen dann Wortelemente miteinander verbunden werden und ein Gitterrätsel gelöst werden. Das sind erneut Übungen, die nur auf der Wortebene angesiedelt sind (das ist wenig herausfordernd!). Und bei Kapitel 4 sollen dann Wörter aus einer Schlange von Buchstaben identifiziert werden und es gibt ein Silbenrätsel (wieder einmal Wortebene!). Kurzum: Im Anschluss an die Kapitel fehlen Übungen, die den Inhalt der Texte angemessen nachbereiten und es fehlen weitestgehend herausfordernde Leseverstehensaufgaben. Ausnahmen sind aber der multiple-choice-Test auf S. 58-59 und das Leselotto auf S. 65 (eine Text-Bild-Zuordnungsübung). Immerhin! Eine Alternative zu den vielen Übungen auf Wortebene wären solche auf Satz- und Textebene.
Fazit: Ich bin von der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser“ nicht zu 100% überzeugt, vor allem die vielen Aufgabenformate auf Wortebene sind für Zweitklässler wirklich sehr leicht zu lösen. Dafür punktet der Band mit schönen, altersgerechten Sachtexten zum Themenbereich „Natur“, in denen nicht zu gehäuft, aber hin und wieder auch bildungssprachlicher Wortschatz zu finden ist. Auch die beiden Seiten zum Stickern sind motivierend. Gelungene Übungen sind der Multiple-Choice-Test und das Leselotto. Ich vergebe 4 Sterne und wünsche mir für die Zukunft herausforderndere Aufgaben im Anschluss an die Oberkapitel.
Lebenskrisen
Wovon wir leben von Birgit Birnbacher
In Ihrem Werk „Wovon wir leben“ lotet Birgit Birnbacher aus, was mit Menschen passiert, die in die Arbeits- und Perspektivlosigkeit rutschen. Im Zentrum steht Julia, die den Krankenschwesterberuf erlernt hat, die aufgrund eines Behandlungsfehlers aus dem Beruf ausscheidet und nun wieder zeitweilig in ihrem (recht tristen) Elternhaus unterkommt.
Seit dem tragischen Fehler, den sie begangen hat, leidet sie unter einer eingeschränkten Lungenfunktion. In ihrem Heimatdorf lernt sie den Städter Oskar kennen, der aufgrund eines Herzinfarkts nicht mehr berufstätig ist und nun für ein Jahr von einer Art Grundeinkommen lebt, das er gewonnen hat. Er ist ebenfalls auf der Suche nach einer neuen Lebensaufgabe. Beide nähern sich einander zaghaft an, eine vorsichtige romantische Beziehung zwischen Nähe und Distanz entsteht.
Was in meinen Augen hervorragend gelungen ist und was diesen Roman auszeichnet, ist die Darstellung des dörflichen Lebens und die des Bruchs zwischen der Eltern-Kind-Generation am Beispiel von Julia. Oskar bleibt mir insgesamt etwas zu blass. Die geschilderte Atmosphäre ist trist, das Miteinander ist von Distanz geprägt. Ungesagtes steht im Raum, Konfrontationslosigkeit und Gesprächslosigkeit zeichnet Julia und ihren Vater aus. Gleichzeitig treten die Engstirnigkeit und die Monotonie des dörflichen Alltags gut zutage: Das Getratsche sowie die Vorurteile übereinander, die distanzierte Gemeinschaft. All das wird gut deutlich. Man spricht wenig miteinander in diesem Dorf. Kein Ort, an dem man gern leben möchte.
Am Beispiel von Julia wird zudem gut deutlich, was es heißt, wenn man aus einer Arbeiterfamilie stammt. Sie bewegt sich zwischen Selbstverpflichtung sowie Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung. In Ihrer Familie werden patriarchalische Strukturen sichtbar. Es fehlt an Empathie. Problemgespräche werden nicht geführt, man kümmert sich kaum umeinander, interessiert sich kaum füreinander. Als Familienmitglied hat man sich zusammenzureißen und zu funktionieren. Pflichtbewusstsein ist das wichtigste. Gibt es Streit, so wird er einfach ausgesessen. Und die Frauen haben mit ihren eigenen Bedürfnissen hinter denen des Vaters zurückzutreten. Und als Leser stellt man sich fortlaufend die Frage, was wird aus Julia? Wird sie ihren Weg finden? Und welche Rolle wird Oskar dabei spielen?
Fazit: Ein Roman, der vor allem die Zwischenmenschlichkeiten in einer krisenhaften Situation thematisiert. Mit viel Feingespür werden das dörfliche Leben und das Zusammenleben von Vater und Tochter atmosphärisch eingefangen. Feine Beobachtungen zur Kommunikationslosigkeit und zu den herrschenden Strukturen werden angestellt. Der Roman ist in meinen Augen für solche Leser geeignet, die sich für die feinen Zwischentöne im menschlichen Miteinander interessieren. Ich vergebe 4 Sterne, weil ich mir von der Figur Oskar noch mehr erhofft hätte. Er bleibt mir zu blass.
Verlust des Großvaters
Wenn die ganze Welt ... von Joseph Coelho
Nachdem ich das einfühlsame Buch „Großvaters Walnuss“ (vor)gelesen habe, wollte ich noch ein weiteres Kinderbuch zu den Themen „Trauer“ und „Tod/ Verlust“ lesen. Ich entschied mich für die Lektüre von „Wenn die ganze Welt…“ von Joseph Coelhe und Allison Colpoys aus dem Insel-Verlag.
Was direkt ins Auge sticht, ist der Umstand, dass das Buch sehr farbenfroh daherkommt. Dies steht in direktem Kontrast zu dem traurigen Thema. Betrachtet man die Bilder, kommt aber keine Trauer auf. Es werden die schönen, bunten Gefühle zum Ausdruck gebracht, die die Enkelin für ihren Opa hat. Das Traurige wird übermalt.
Wir begleiten Großvater und Enkelin durch die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und beide machen etwas zusammen, sie gehen Hand in Hand und entdecken die Natur im Frühling. Sie bauen gemeinsam eine Autorennbahn. Der Großvater schenkt seiner Enkelin ein Malbuch, in das sie all ihre Träume hineinmalen kann. Und im Winter spielen sie zusammen mit selbstgemachtem Spielzeug. Eine innige Beziehung zwischen beiden wird deutlich.
Doch dann ist eines Tages der Sessel des Großvaters leer. Der Tod wird nicht direkt thematisiert, sondern bleibt etwas Abstraktes. Auf der entsprechenden Seite heißt es „Aber manche Geschichten sind ganz still“. Darüber sollte man dann mit dem Nachwuchs auf jeden Fall ins Gespräch kommen. Und auf dem Sessel liegt ein neues Malbuch. Eines, in das die Enkelin all ihre Erinnerungen an den Opa festhalten kann. Es wird deutlich, dass der Verlust der nahestehenden Bezugsperson die bunten Farben nicht verdrängt. Sie bleiben erhalten und die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und die gemeinsamen Aktivitäten spenden Trost, um über den Verlust hinwegzukommen.
Dieses Buch geht also sehr einfühlsam und hoffnungsfroh mit dem Thema um, die Trauer über den Tod kann man nur an den traurigen Gesichtern der Figuren erkennen. Der Großvater wirkt auch bis zum Tod auf den Bildern völlig normal. In „Großvaters Walnuss“ wird deutlicher dargestellt, dass es dem Opa mit der Zeit schlechter geht. Aber die Grundidee in beiden Büchern ist sehr ähnlich: Die Erinnerungen an die geliebte Person bleiben bestehen.
Fazit: Ein Buch, das die Themen „Tod“ und „Trauer“ einfühlsam thematisiert. Eines Tages bleibt der Sessel des Großvaters leer und zurück bleibt ein Malbuch, in das die Enkelin Erinnerungen an ihren Großvater hineinmalen kann. Die Botschaft ist hoffnungsfroh. Und durch die Farbwahl wirkt das Buch sogar fröhlich und bunt, trotz des traurigen Vorkommnisses. Auf diese Weise werden die positiven Gefühle der Enkelin für ihren Opa verdeutlicht. Die Trauer wird einfach übermalt. Hätte ich allerdings die Wahl zwischen „Großvaters Walnuss“ und „Wenn die ganze Welt…“, so würde ich „Großvaters Walnuss“ als Buch bevorzugen, um die entsprechenden Themen zu besprechen. Ich gebe 4 Sterne.
Faszination des Grauens
Kannibal. Jagdrausch von Mark Benecke
Der Autor Mark Benecke ist eine schillernde Persönlichkeit. Er ist Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie und hat schon mehrere populärwissenschaftliche Bücher verfasst. Zudem kennt man ihn aus den Medien. Als Sachverständiger kennt er sich gut aus mit den dunklen Seiten der Kriminalistik.
Nun hat er seinen zweiten Krimi vorgelegt, mit dem Titel „Kannibal Jagdrausch“ (zum Verständnis ist die Kenntnis von Band 1 aber nicht nötig). Und wie zu erwarten, wird es recht unappetitlich. Benecke entwirft auf knapp 200 Seiten eine fiktive Geschichte um einen Tötungsdelikt, bei dem der ultimative Tabubruch zum Thema gemacht wird: Kannibalismus. Der Krimi ist also schon eher etwas für Hartgesottene.
Was dem Krimi Aufmerksamkeit sichern dürfte, sind also im Wesentlichen zwei Dinge: 1. Er ist von einem absoluten Fachmann geschrieben worden, 2. Ein grausamer Tabubruch wird zum Thema gemacht. Hinzu kommt noch eine sehr spannende Erzählweise. Das hätte ich im Vorfeld gar nicht erwartet. Aber Benecke kann wirklich packend erzählen. Und dennoch sind die verwendeten Krimi-Zutaten so erst einmal nichts Besonderes: Ermittlerteam, Ermittlungsarbeit, Beweisaufnahme etc. Das alles kommt recht gewöhnlich daher und unterscheidet sich nicht von vielen anderen Krimis, die ich kenne. Da hätte ich tatsächlich mehr erwartet.
Dafür emotionalisiert der Krimi sehr. Das Grauen und Entsetzen sowie der Ekel schwingen permanent mit. Darauf sollte man sich schon gefasst machen, wenn man dieses Buch liest. Stellenweise wird sich diesem Thema auch recht sachlich angenähert, wenn bei den Ermittlungen kürzere Exkurse in die Kulturgeschichte eingeflochten werden. Auch verzichtet der Autor (leider) nicht darauf, den Lesern einen Einblick in entsprechende Foren zu geben. Jeder muss für sich entscheiden, ob er so etwas wirklich lesen möchte. Das Grauen entsteht in erster Linie durch die Bilder, die im Kopf entstehen, die Taten selbst werden (Gott sei Dank!) nicht blutrünstig im Detail dargestellt.
Außergewöhnlich ist auch, dass das Buch gerade einmal 200 Seiten umfasst. Durch die Kompaktheit ist das Erzähltempo entsprechend hoch und es gibt keine langatmigen Passagen. Daran könnten sich andere spannungsliterarische Werke durchaus ein Beispiel nehmen. Was mir insgesamt zu kurz kam, waren (psychologische) Erklärungen dafür, wie eine solche Neigung überhaupt entstehen kann.
Fazit: Ein Krimi, der einen beim Lesen in emotionale Anspannung versetzt und auch Ekel auslöst. Was anderes war wohl bei Mark Benecke, dem Herrn der Maden, nicht zu erwarten. Bei der begangenen Tat wird der ultimative Tabubruch zum Thema gemacht: Kannibalismus. Ein Werk, das nicht für jeden geeignet sein dürfte. An der Erzählweise gibt es aber nichts auszusetzen, die Krimielemente kommen aber zugleich recht gewöhnlich daher. Ich vergebe 4 Sterne.
Detektivgeschichte mit interessantem Layout
Inspektor Salamander - Tatort Schrottplatz von Markus Grolik
Detektivgeschichten sind ein beliebtes Kinderbuch-Genre. Braucht es da noch Inspektor Salamander? Ja, denn das Buch von Markus Grolik hebt sich durch ein ungewöhnliches Layout von vielen anderen Detektivgeschichten ab. Der eingängige Fließtext ist weiß hinterlegt und wird in großformatige Bilder eingebettet.
Ergänzt wird der Fließtext dann um comichafte Elemente in Form von Sprechblasen. Das hebt „Inspektor Salamander. Tatort Schrottplatz“ schon einmal von anderen Detektivgeschichten ab, die ich kenne.
Lobenswert sind vor allem die Illustrationen, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden sind und die Umgebung des Schrottplatzes sehr passend atmosphärisch einfangen. Sie passen auch wunderbar zum Text. Das Buch wartet mit sehr vielfältigen Abbildungen auf, die für Abwechslung sorgen. Und der Comicstil sorgt für Dynamik. Auf den Bildern gibt es viel zu entdecken. Durch das Layout ist die Text-Bildquote hoch, denn pro Text auf einer Seite kommen viele Bilder. Das sorgt für Aufmerksamkeit beim Nachwuchs.
Auch der Erzählton ist sehr passend gewählt. Der typische Detektiv-Sprech wird deutlich. Man stellt sich beim Vorlesen eine rauchige Stimme vor. Auch der Fall ist durchdacht. Inspektor Salamander und sein Assistent Spider-Manni müssen den Fall lösen, was aus dem ausgetrockneten Tümpel geworden ist. Dafür müssen sie Hinweisen nachgehen und Zeugen vernehmen. Es kommen also die klassischen Detektivgeschichten-Merkmale vor, und das auf kindgerechte und humorvolle Art und Weise. Das Buch weist einige kreative, lustige Ideen auf (z.B. die Chicken-Queen). Auch die im Text genannten Lieder kann man wunderbar aufgreifen, um sie dem eigenen Nachwuchs vorzuspielen, sofern sie diese nicht kennen („Wo ist die Kokosnuss?“ und „Nessun dorma“). Lediglich bei einigen Anspielungen sehe ich Verständnisschwierigkeiten bei jüngeren Zuhörern (Stichwort: King Kong und Bieber Justin).
Es gibt nur einen Aspekt, den ich verbesserungswürdig finde: Man weiß beim Vorlesen nicht genau, wann und ob man die Sprechblasen lesen soll. Vor dem Fließtext? Nach dem Fließtext? Zwischen dem Fließtext? Das sorgte bei mir manchmal für etwas Verwirrung, denn manchmal muss man die Sprechblasen auch mitlesen, weil sie einen inhaltlichen Übergang zwischen zwei Fließtextelementen bilden (vgl. z.B. S. 23). Meist klappt es aber, nur den weiß hinterlegten Text zu lesen und die Sprechblasen dann erst im Nachgang oder bei Bedarf. Handelt es sich bei den Zuhörern um Schulkinder, so können diese die Sprechblasen begleitend zum Vorlesen auch mitlesen.
Fazit: Eine Detektivgeschichte mit einer interessanten Layout-Gestaltung. Die Bilder sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Der Comicstil sorgt für Abwechslung und erregt Aufmerksamkeit. Der Erzählton passt wunderbar zu einer Detektivgeschichte und der Autor hat auch einige kreative, teils humorvolle Ideen. Das einzige, was manchmal für etwas Verwirrung sorgt: Wann liest man die Sprechblasen? Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Einfühlsam, bewegend, kindgerecht
Großvaters Walnuss von Ammi-Joan Paquette
Der Tod gehört zum Leben dazu und Kinder interessieren sich nach meiner Erfahrung auch für dieses traurige Thema. Natürlich müssen die Eltern selbst entscheiden, wie sie dieses Thema angehen und mit ihrem Nachwuchs besprechen. Manchmal sind es ja auch Trauerfälle in der eigenen Familie, die das Thema dann umso wichtiger erscheinen lassen.
Wie dem auch sei, das vorliegende Kinderbuch mit dem Titel „Großvaters Walnuss“ von Ammi-Joan Paquette, schön illustriert von Felicita Sala, ist auf jeden Fall ein Buch, das ganz behutsam mit diesem Thema umgeht und es den vorlesenden Eltern auch selbst überlässt, wie ausführlich und vertieft sie das Kapitel „Tod“ thematisieren wollen.
Ich will in dieser Rezension zu Beginn direkt zum Kern der Sache kommen, denn das wird für die meisten Eltern von Interesse sein: Wie wird der Tod dargestellt? Ist es kindergerecht? Im Buch selbst wird der Tod des Großvaters nur auf metaphorischer Ebene angesprochen („Danach wurden die Tage sehr kalt und sehr dunkel. Emilia hielt ihren Großvater fest, solange sie nur konnte. Dann verabschiedete sie sich von ihm“). Auf dem entsprechenden Bild ist dann das Haus von Emilia zusammen mit Nachbarhäusern in Vogelperspektive zu sehen. Sie schaut aus dem Fenster, Rauch steigt auf, der Himmel ist dunkel. Auf der Straße in einiger Entfernung fährt zudem ein Auto, das man wohl als Teil eines Leichenwagens interpretieren könnte (Die Front des Autos ist nicht erkennbar).
Nicht jedes Kind wird verstehen, was mit Abschied nehmen gemeint ist. Und jede Familie muss für sich selbst beantworten, ob das Kind bei einem Trauerfall von dem Sterbenden Abschied nimmt (und wenn ja, auf welche Weise) oder ob Kinder nicht mit diesem Thema konfrontiert werden sollen. Manchmal ist es ja auch gar nicht mehr möglich, Abschied zu nehmen. All dies kann man mit seinem Nachwuchs ja situationsgerecht besprechen. Ich finde die Lösung, die die Autorin hier gewählt hat, auf jeden Fall pietätvoll und angemessen.
Nun zum Rest des Kinderbuchs: Mich überzeugt vor allem die sehr durchdachte Bebilderung und der einfühlsame Text dazu. Die zentrale Botschaft des Buchs ist die Folgende: Auch wenn jemand geht, bleibt die Erinnerung an diesen Menschen lebendig. Und die Erinnerung kann von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Autorin hat sich bei der Thematisierung des Lebenskreislaufs für eine sehr treffende Symbolik entschieden: Ein Baum wird gepflanzt. Der Großvater (der selbst auch eine Migrationsgeschichte aufweist, Stichwort: Interkulturalität) schenkt seiner Enkelin eine Walnuss und er bringt ihr bei, wie man einen Walnussbaum pflanzt.
Und die Symbolik kommt auf den Bildern wunderbar zum Ausdruck. So wie der vom Großvater in jungen Jahren gepflanzte Baum gedeiht, so wächst auch der Großvater heran. Im hohen Alter ist aus der Walnuss ein mächtiger, knorriger Baum geworden. Und in unmittelbarer Nachbarschaft dazu steht der Baum, den die Mutter von Emilia gepflanzt hat, geschützt und überdacht von dem noch älteren Baum. Gleichzeitig ist im hohen Alter dann der umgekehrte Prozess beobachtbar: Während Emilias Pflänzchen wächst, wird der Großvater immer gebrechlicher und schwächer. Und nach dem Tod des Opas kann sich Emilia durch den Baum immer an ihn erinnern. Und sie nimmt sich vor, wenn sie groß ist, ihrem eigenen Kind dann eine Walnuss zu schenken. Sehr einfühlsam und gleichzeitig auch hoffnungsfroh. Ein Teil des geliebten Menschen bleibt immer erhalten.
Fazit: Dieses Kinderbuch thematisiert das traurige und schwierige Thema „Tod“ in meinen Augen kindgerecht und einfühlsam. Das Buch ist sehr bewegend. Die gewählte Symbolik ist durchdacht und passend. Die Botschaft ist letztlich hoffnungsfroh: Auch wenn ein geliebter Mensch stirbt, bleiben die Erinnerungen an ihn lebendig. Ich empfehle das Buch allen Eltern weiter, die mit ihren Kindern das Thema auf tröstende und pietätvolle Art und Weise besprechen möchten. 5 Sterne von mir!
Da wäre mehr drin gewesen...
Roxy von Johann von Bülow
Oft liest man in Rezensionen zu Büchern, den Satz „Potential bleibt ungenutzt“ oder „der Roman bleibt unter seinen Möglichkeiten“. In meinen Augen trifft dieser Satz (leider) auch sehr gut auf den Debutroman „Roxy“ von Johann von Bülow zu. Ich will gerne begründen, warum ich das so sehe.
Der Roman ist in fünf Teile gegliedert, und leider wird das Buch erst ab dem vierten Teil erst so richtig interessant. Carolin ist eine reizvolle Figur mit viel Potential. Gerade ihre geschilderten Erfahrungen mit der Therapie und ihr Aufenthalt in der Klinik sind gute Ansatzpunkte. Sie ist eine Figur mit Ecken und Kanten. Und die angedachte Rivalität von Roy und Marc ist doch eine gute Ausgangsidee. Eine Dreiecksbeziehung bietet immer reichlich Konfliktpotential. Leider kommt diese Rivalität zwischen den beiden aber in meinen Augen viel zu kurz. Insgesamt wirkten Roy und Marc einfach zu glatt auf mich. Auch wenn der Einblick in das Schauspielerdasein durchaus interessant ist. Aber insgesamt wäre da mehr drin gewesen!
Und es gibt noch etwas, das mich beim Lesen gestört hat. Zu großen Teilen wird die Handlung in Form eines Erzählerberichts geschildert, und das sehr detailliert und ausufernd sowie ereignislos. Ich empfand diesen Erzählstil als ermüdend. Aus Marcs Leben reiht sich Episode an Episode und als Leser weiß man viel zu lange nicht, worauf das Ganze hinausläuft. Mir war die Handlung zu ziellos, ich hatte so gut wie keine offenen Fragen im Kopf, die ich beantwortet wissen wollte. Das wirkt sich bei mir negativ auf die Lesemotivation aus. Ich habe das Buch ziemlich unbeteiligt gelesen, der Funke wollte leider einfach nicht überspringen. Auch hier wäre mehr drin gewesen!
Abschließend noch ein Wunsch: Auf den ersten Seiten blitzt feiner Humor durch. Die Beschreibung der Großmama ist gut gelungen und lustig gestaltet. Leider verliert sich dieser Humor allerdings auf den nachfolgenden Seiten. Dabei hätte ein lockerer Erzählton dem Roman gut getan, stellenweise wurde es mir schon zu philosophisch, der Autor wirft an vielen Stellen immer einmal wieder Fragen in den Raum, über die man als Leser dann nachdenken kann. Auch hier wäre in meinen Augen mehr drin gewesen!
Und noch ein Gedankenspiel: Zwischenzeitlich habe ich mich sogar gefragt, ob man das Buch evtl. dem Genre der Popliteratur zuordnen kann. Einige Merkmale dieses Genres finden sich durchaus auch bei „Roxy“. Ich habe diesen Gedanken dann aber schnell wieder verworfen. Dafür kommt das Werk einfach zu ernst und zu wenig subversiv daher. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, ob es „Roxy“ vielleicht sogar gut getan hätte, noch mehr popliterarische Elemente zu integrieren. Dazu kann sich jeder Leser selbst ein Urteil bilden.
Fazit: Es gibt Bücher, da will der Funke zwischen Leser und Buch einfach nicht überspringen. Dann passt es leider einfach nicht. Für mich hätten die Charaktere mehr Ecken und Kanten aufweisen sollen, die eigentliche Handlung um Carolin startet viel zu spät, die angedachte Rivalität zwischen Marc und Roy kommt mir zu wenig zum Ausdruck. Mir war auch lange nicht klar, worauf die Handlung hinausläuft. Hier wäre einfach mehr drin gewesen. Auch habe ich den Humor von den Anfangsseiten im weiteren Handlungsverlauf vermisst. Ich vergebe knappe 3 Sterne!
Lesekompetenztraining durch Detektivgeschichten
Leserabe 2. Lesestufe - Spannende Detektivgeschichten zum Mitraten von Anja Kiel
Das Buch „Spannende Detektivgeschichten zum Mitraten“ aus der Leserabe-Reihe vom Ravensburger Verlag, verfasst von Anja Kiel und illustriert von Angela Glökler, bietet drei schöne Geschichten, die zum Knobeln einladen. Sie sind gut für Erstleser ab Klasse 2 geeignet (Lesestufe 2). Die Schriftgröße und der Textumfang kommen etwas fortgeschrittenen Lernenden gut entgegen.
In allen Geschichten müssen Fälle gelöst werden: Etwas geht verloren oder wird gestohlen und muss dann wiedergefunden werden. In den Geschichten findet man entsprechende verrätselte Hinweise und Fragen im Anschluss an die Erzählung helfen dann dabei, die richtige Spur aufzunehmen. Das ist gelungen!
Während des Lesens und Knobelns gab es keine Stolperstellen. Die Rätsel konnten gut gelöst werden und das Knobeln hat auch für Motivation gesorgt. Die Fälle sind durchdacht konzipiert und auf diese Weise wird das Leseverstehen gut beiläufig trainiert. Denn man muss die passenden Informationen aus den Texten entnehmen und aufmerksam lesen, um die Aufgaben zu knacken. Gut ist auch, dass am Ende die Lösungen angeführt werden. So kann kein Frust aufkommen und man kann die eigenen Hypothesen nochmals gut überprüfen.
Im Anschluss an die drei Geschichten gibt es noch sogenannte Leserätsel und das Rätsel für die Rabenpost (ein Gewinnspiel). Es handelt sich um eine Text-Bild-Zuordnungsübung, um einen Silben-Salat und ein Gitterrätsel mit versteckten Wörtern (Lösungen dazu sind ebenfalls vorhanden). Für die Rabenpost müssen dann Satzenden vervollständig werden. Das Lösungswort kann man dann ggf. an den Verlag senden und etwas gewinnen (per Post oder über die Webseite).
Verbesserungsvorschläge: Von den vier Übungen sind zwei auf Wortebene angesiedelt (Rätsel 2 und Rätsel 3, S. 42 und S. 43). Diese beiden sind für Zweitklässler schon recht simpel. Auf der anderen Seite kann man natürlich aber auch sagen, dass auf diese Weise schnell Erfolgserlebnisse ermöglicht werden. Trotzdem: Ich fände etwas anspruchsvollere Rätsel auf Satz- und Textverstehensebene, die auch einen inhaltlichen Bezug zu den Geschichten aufweisen, sinnvoller.
Fazit: In diesem Band werden drei kurzweilige Detektivgeschichten präsentiert, die fortgeschrittene Erstleser zum Mitraten einladen. Auf diese Weise wird die Lesekompetenz beiläufig auf motivierende Art und Weise trainiert. Alle drei Fälle sind sehr durchdacht konzipiert! Lediglich bei den Übungen im Anschluss an die drei Erzählungen sehe ich noch etwas Optimierungsbedarf. Die Aufgaben könnten noch etwas herausfordernder sein. Schließlich handelt es sich bei den potentiellen Lesen bereits um Zweitklässler. Deshalb vergebe ich nur 4 Sterne statt 5 Sterne.
Konzentrische Kreise
Der Inselmann von Dirk Gieselmann
Hans auf der Insel, Hans in der Schule, Hans in der „Burg“. Das sind die Stationen, die der 10-jährige Hans durchläuft, den Dirk Gieselmann in seinem Roman „Der Inselmann“ ganz in den Mittelpunkt rückt. Der Autor spielt hierbei gekonnt mit den gattungsspezifischen Merkmalen von Entwicklungs-, Bildungs- und Erziehungsroman.
Denn wir begleiten Hans auf seinem Werdegang, hindurch durch ein ganzes Leben. Doch Hans erscheint uns dabei selten als handelndes Subjekt, das etwas tut. Nein, mit Hans wird gemacht. Und das fand ich traurig zu lesen. Die Eltern nehmen ihn ungefragt mit auf die Insel, um dort ihr Selbstversorger-Einsiedler-Leben zu bestreiten, dann wird er aus diesem Leben herausgerissen, wieder ungefragt. Die Schulpflicht ruft. Und Hans kommt mit den neuen Strukturen, den Anforderungen und vor allem mit dem Schulmeister nicht wirklich zurecht. Daraufhin landet er in der „Burg“, einer Art Besserungsanstalt für auffällige Jugendliche. Und das macht etwas mit Hans…
Auffällig auch: die Sprache. Eine poetische, fast lyrische Sprache. Emotionslosigkeit, Sprachlosigkeit, Pragmatismus, das zeichnet sie aus. Die Sätze sind einfach, schmucklos. Viele Hauptsätze, viele substantivische Aufzählungen, Satzreihen, häufig Verzicht auf Konnektoren. Manchmal: gleiche, sich wiederholende Satzanfänge als Stilmittel. Und darüber hinaus: Bildhaftigkeit, Personifikationen, Antithetik. Das muss man mögen. Mir hat es gefallen.
Auf Handlungsebene: Vagheiten. Wann spielt die Handlung? Unklar. Wo spielt die Handlung? Auch unklar. Vieles bleibt erstaunlich konturenhaft, wenig greifbar. Es herrscht eine Art Zeitlosigkeit, die Tage, Monate, Jahre verschwimmen. Die Zeit verstreicht monoton und ereignislos. Handlungsarmut prägt die Seiten. Das passt gut zur Tristesse des beschriebenen Daseins. Hans bleibt dem Leser ein Fremder. Sein Innenleben wird kaum ausgebreitet. Zwischen den auftretenden Figuren gibt es kaum eine Beziehungsebene. Zwischenmenschlichkeiten werden aufs nötigste heruntergebrochen. Der Umgang der Charaktere miteinander ist oft lieblos, hart und kalt. Die Menschen interessieren sich nicht füreinander, nehmen kaum Notiz voneinander. Die schönen Seiten des Lebens sind nicht präsent. Alles ist trist, bedrückend und deprimierend.
Fazit: Ein Roman mit einem ungewöhnlichen Sprachstil, der aber eine zum Inhalt passende Wirkung erzeugt. Auch die nüchterne Darstellung der Handlungsebene passt gut zu dem Leben des isolierten Hans, der kaum etwas von seiner Umgebung mitbekommt und keine Zärtlichkeiten erlebt. Was auch gelungen ist: das Spiel mit den gattungsspezifischen Merkmalen von Entwicklungs-, Erziehungs- und Bildungsroman. Hans Persönlichkeit entfaltet sich nicht, sie wird förmlich zerstört. Für dieses Buch muss man in der passenden Stimmung sein, die Lektüre ist recht deprimierend. Für das gelungene Sprach-, Inhalts- und Gattungsexperiment vergebe ich 5 Sterne!











