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Rezensionen von gaby2707:
Cindy – nur eine harmlose Gefährtin?
Schwabentod von Sybille Baecker
Als Kommissar Andreas Brander und seine Kollegin Persephone "Peppi" Pachatourides der Kripo Esslingen auf dem Aussiedlerhof bei Wolfschlugen gerufen werden, staunen sie nicht schlecht über die bizarr, wie eine Marionette arangierte Leiche mit ihrem rosa Lackanstrich, die hier gefunden wurde.
Noch skurriler wird der Tatort, als die Polizei sechs Real Dolls findet, von denen eine sich sogar mit Peppi "unterhält". Haben diese Puppen, mit denen der tote Levin Goldmann sein Geld verdient hat, etwas mit der Tat zu tun? Als bald darauf in Tübingen-Wannweilin eine genau so hrgerichtete Leiche gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht.
Obwohl Kommissar Brander schon in einigen Fällen im Schwabenländle ermittelt hat, ist es der erste, bei dem ich ihm lesend zur Seite stehe. Dadurch, dass immer wieder kleine Erläuterungen, gerade im privaten Bereich, gegeben werden, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, etwas nicht zu wissen oder etwas verpasst zu haben.
Der eingängige, sehr flüssige und leicht zu lesende Erzählstil von Sybille Baecker zieht mich sofort hinein in die Welt der Künstlchen Intelligenz kurz KI. Besonders der Vortrag von Vinzenz Streiter war sehr interessant. Vor allem, weil er sogar für mich als bisherige Laiin total verständlich war. Auch mit dem Zusammenleben mit Puppen, den sogenannten Real Dolls, hatte ich bisher nichts zu tun. Ich finde es aber sehr gut, dass es so etwas gibt, gerade für Menschen, die den menschlichen Kontakt scheuen oder Schwierigkeiten damit haben. So ist immer Jemand da, der mit einem auf der Couch sitzt und Serien schaut.
Kommissar Brander und sein Team war mir sofort sympathisch, was ich von der übellaunigen, angriffslustigen Staatsanwältin Isabella Mertens nicht sagen kann. Wobei ich sie nach einigem Flurfunk etwas besser verstehen konnte. Trotzdem sollte auch sie sich im Dienst zusammenreißen. Ich liebe die kleinen Sticheleien und Frotzeleien zwischen den Kollegen, auch wenn es noch so hektisch zugeht. Ich finde, der Polizeialltag ist hier sehr gut beschrieben. Es wird halt nicht jeder Fall innerhalb von 48 Stunden gelöst.
Ich gebe zu, ich hatte anfangs mit den vielen Namen etwas Schwierigkeiten sie zuzuordnen. Da hat mir dann ein kleiner Spickzettel geholfen, bis ich mich im Präsidium zurecht gefunden habe.
Ich mag es sehr, wenn ich von den Ermittlern, die ja auch ein Privatleben haben, davon etwas erfahre. Auch hier finde ich Andreas Brander richtig toll, wie er auch abends, platt vom Tag noch Zeit findet, sich mit seiner Pflegetochter Nathalie, die sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Ammerbuch engagiert, auseinander zu setzen. Genau so wie er immer ein offenes Ohr für seinen Freund Karsten Beckmann hat, der ihn auch gerade braucht. Ich bin gespannt, ob das mit der Streuobstwiese was wird. Denn eines ist klar: ich habe mich unter diesen Menschen so wohl gefühlt, dass ich sie sehr gerne wieder besuchen werde.
Ein spannender Krimi, der mich beim ermitteln an meine Grenzen gebracht hat, mit einem sehr interessanten Thema, dem wir in Zukunft immer wieder begegnen werden und mit Menschen, die man gerne zu seinen Freunden zählt.
Ein spannendes und interessantes Debüt
Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
„Zwischen Schwarz und Weiß gibt es manchmal auch noch Raum für mehr“ Zitat S. 315
Was geht in einem Mann vor, der sich von seiner kleinen Tochter verabschiedet, dann einem Polizisten die Dienstwaffe entwendet, schließlich in einer Bäckerei einen Mann erschießt und weitere Menschen verletzt.
Die Berliner Boulevardpresse stürzt sich auf den Fall. Und der Täter – der schweigt über sein Motiv.
Nikolas Nölting ist Verwaltungsbeamter, lebt mit seiner Frau Anja und Tochter Lily in Berlin, als er eines morgens ausrastet. Flehentlich bittet Nöltings Frau Rechtsanwalt Rocco Eberhardt ihren Mann zu verteidigen.
Die beiden Autoren Florian Schwiecker, früher selbst Strafverteidiger, und Michael Tsokos, Leiter der rechtsmedizinischen Abteilung der Berliner Charité, schlüpfen hier in die Rollen von Rechtsanwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer.
Ich finde es toll wie sich Rocco Eberhardt in diesen Fall rein kniet, obwohl von Anfang an kein Zweifel daran besteht, dass Nikolas Nölting der Todesschütze ist. Roccos Arbeit besteht zur Hauptsache darin, herauszufinden, warum Nölting diese Tat begangen hat. Dabei hilft ihm sein Freund und Privatermittler Tobias Baumann. Auch Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer steht ihm mit Rat und Auskunft zur Seite, hätte aber für mich noch einige Auftritte mehr haben können.
Obwohl ich durch kleine Anzeichen schon bald zu wissen glaubte, warum die Tat geschehen ist, war die Geschichte durchgehend spannend und vor allem sehr interessant.
Ein Dreivierteljahr lang begleite ich Rocco Eberhardt in sein Büro und dann in den Schwurgerichtssaal 700 des Kriminalgerichts in Berlin-Moabit und lerne ich die Arbeit dort kennen. Besonders interessant fand ich die Schwurgerichtsverhandlung mit den Aussagen der Zeugen. Hier versucht Oberstaatsanwalt Dr. Bäumler immer wieder Publikum und Presse zu beeindrucken.
POK Andreas Schäfer, 61, dem Nölting die Waffe für seine Tat abgenommen hat, bringt mit seinem Berliner Dialekt den lokalen Flair in die Geschichte.
Das organisierte Verbrechen und Clankriminalität gehören ebenso zur Geschichte, wie persönliche Einblicke in Rocco Eberhardts Leben, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Kurze Kapitel fachen die Spannung an und lassen die Geschichte sehr schnell erscheinen. Sie erschweren es aber auch, das Buch mal wegzulegen.
Nachdem ich diesen Fall nun sehr positiv geschlossen habe, freue ich mich schon sehr auf den nächsten Fall für Strafverteidiger Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer.
Ein spannender Debüt-Krimi
Wittgensteiner Schatten von Sandra Halbe
Nachdem sie sich einen argen Patzer geleistet hat, wird Kommissarin Caroline König, 28, beim BKA Wiesbaden suspendiert. Sie kehrt in ihre alte Heimat Bad Laasphe zurück. Aber auch hier wartet Arbeit auf sie. Sie soll den letzten Fall ihres Vaters wieder aufnehmen. Robert Hellmar, der vor 10 Jahren in der Umgebung drei Frauen erwürgt und eine ertränkt hat, will sich, bevor er seinem Krebsleiden erliegt, zu seinen Motiven äußern, die bisher im Dunklen liegen.
Caroline hat es aber nicht einfach mit ihm. Täglich gibt er nur kleine Puzzleteile preis, die sie auch in ihre eigene Vergangenheit bringen und sie sich damit auseinander setzen muss.
Autorin Sandra Halbe lässt in ihrem Krimidebüt Caroline, die ich von Anfang an mochte, in der Ich-Form erzählen. So bin ich noch näher am Geschehen dran und in ihren Gedanken drin.
Der sehr emotionsgeladene Erzählstil bringt mich den Menschen, die ich hier kennenlerne, sehr nahe und ich fühle mit jedem einzelnen mit. Besonders hat es mir auch Caros Mama angetan. Wie ihr ergeht es wohl vielen Müttern, die sich damit abfinden müssen, dass die Kinder eigene Wege gehen und nur noch ab und zu zu Besuch kommen.
Sandra Halbe hat hier für mich genau die richtige Dosis an Privatem gefunden, so dass es nicht von den Ermittlungen nach dem Tatmotiv ablenkt. So lerne ich Caro sowohl im Privaten als auch im Beruflichen kennen und finde es toll ihre Entwicklung hautnah mit verfolgen zu können.
Die Spannung, die sich ab der ersten Seite verbreitet, hält sich durchgehend hoch. Wobei ich auch die private Geschichte Caros sehr spannend und interessant finde. Dazu kommen die Einblicke in das Städtchen Bad Laasphe und Umgebung, die der Geschichte den lokalen Anstrich geben.
In kurzen Kapitel begleite ich Caro fast täglich ins Gefängnis zu Robert Hellmar, den ich so auch näher kennenlerne. Er, der vier Frauen ermordet hat, verunsichert mich zusehends. Kann ich einen Serienmörder sympathisch finden? Ja, denn genau so ist es mir hier ergangen. Warum das so ist, findet ihr beim Lesen des Krimis bestimmt selbst heraus. Robert Hellmar nimmt mich mit seiner ruhigen Art und wie er mit Caro umgeht, schnell für sich ein. Und ich finde es schade, dass er von seiner Krankheit schon so gezeichnet ist.
Zwischendurch lese ich immer wieder von einer jungen Frau, die in der Schule von Mitschülern gehänselt und gemobbt wird. Wie passt das in diese Geschichte hinein?
Stück für Stück kommen Caro und ich dem Motiv des Täters näher. Dass die Geschichte dann aber eine solche Wende nimmt, hätte ich nicht gedacht. Gänsehautfeeling! Ist aber nachvollziehbar und für mich absolut vorstellbar. Trotzdem war ich erst mal platt. Aber genau solche Stücke schreibt das Leben. Und davon zu lesen liebe ich.
Ein spannender Regio-Krimi ohne viel Blutvergießen und Action, eine sympathische Ermittlerin in einem ganz normalen Umfeld und ein Fall, der genau so passiert sein könnte, haben mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Caroline König in Bad Laasphe weiter ermitteln würde. Die Autorin Sandra Halbe werde ich mir jedenfalls mal merken.
Davon hätte ich gerne mehr
Liebestöter von Alma Bayer
Kurz bevor das weit über die Stadt hinaus bekannte Rosenheimer Herbstfest startet, gibt es in der beschaulichen Altstadt eine Tote. Marina Pfister liegt erwürgt in ihrem Laden „Weiberheldin“, wo sie bisher Frauen in ein selbstbestimmtes Leben gecoacht hat. Ihr kleiner Sohn Ludwig wendet sich an seine Patentante, Johanna „Jo“ Coleman, die gerade im Amerika ihre zweite Hochzeit mit ihrem Jack vorbereitet, sich jetzt aber sofort auf den Weg in ihre Heimatstadt macht.
Gemeinsam mit ihrem Vater Kommissar a.D. und Elvis-Fan Vitus Pangratz will sie den Mörder ihrer besten Freundin finden. Aber sie erlebt erst mal eine positive Überraschung...
Nachdem mich die Autorin mit ihrem ersten Rosenheimkrimi „Wildfutter“ sehr gut unterhalten hat, wollte ich wissen, was es mit dem “Liebestöter“ auf sich hat, bei dem es sich nicht um die Unterhose handelt, die sich negativ auf die erotische Ausstrahlung einer Person auswirkt. Ich war sehr gespannt.
Auch hier stehen Vitus Pangratz, Kommissar a.D. und seine in Amerika lebende Tochter Johanna „Jo“ Coleman im Mittelpunkt des Geschehens. Ich liebe es, wenn Vitus einen Elvis-Song anstimmt. Da habe ich beim Lesen gleich eine Melodie im Kopf und das macht ihn unverwechselbar. Es war wie ein Wiederlesen mit alten Bekannten, denn auch andere Menschen, die ich schon kennengelernt habe, z.B. Liesel Dirscherl, Sepp Anzenberger, Marius „Tiger“ Wild oder Kommissar Hopfinger greifen hier wieder ins Geschehen ein. Ich mag es sehr, wenn ich den Personen, denen ich in einem Krimi begegne, auch privat mit ihren Gedanken, Sorgen und Nöten näher komme. Da stört es mich auch nicht, wenn dadurch der Kriminalfall etwas hintan steht. Außerdem mag ich das bayerische Flair, das hier sehr gut raus kommt. Alma Bayer lässt immer wieder bayerische Ausdrücke und ganze Sätze einfließen, die aber auch Nichtbayern sehr gut verstehen werden, da gleich im einem folgenden Satz die hochdeutsche Erklärung folgt. Finde ich sehr gut gelöst. So spart sie sich ein Glossar, bei dem man immer wieder nachschlagen muss.
Alma Bayers Erzählstil und ihr Wortwitz mit den Bildern, die sie mir damit in den Kopf zaubert, mag ich sehr. Schon auf den ersten Seiten, bzw. schon beim Cover mit dem Herzerlblick auf grüne Wiesen, hohe Berge und blauen Himmel, wird klar, wo ich mich jetzt eine Zeit lang aufhalten werde – im wunderschönen Alpenvorland Oberbayerns. Das kleine Madel und der kleine Bua begleiten mich ab der ersten Seite durchs ganze Buch.
Der Fall um den es hier geht ist etwas verzwickt, da sehr Viele ein Motiv haben. Sei es aus Geldgier, Macht, politische Spielchen oder Eifersucht. Außerdem kommt ja eine weitere Person ums Leben. Es gibt aber auch eine Szene mit Hund, fast am Ende der Geschichte, die ich absolut nicht haben kann. Wenn ihr das Buch lest, werdet ihr wissen, was ich meine. Aufgeklärt wird das Ganze nachvollziehbar und für mich schlüssig, was für mich bei einem Abschluss das Wichtigste ist.
Jo ist nun wieder nach Amerika abgeflogen, aber ich hoffe doch sehr, dass sie bald wiederkommt, um Vitus bei einem neuen Fall zur Seite zu stehen.
Spannend, teilweise sehr humorvoll mit einem tollen Wortwitz, mit zumeist liebenswerten Menschen mit Ecken und Kanten, in einer Landschaft, die man einfach lieben muss, habe ich unterhaltsame Lesestunden erlebt. Ich komme immer wieder gerne nach Rosenheim zurück.
Ein Weihnachtskrimi – spannend bis zum Schluss
Lasst uns tot und munter sein von Elke Pistor
Ein Weihnachtskrimi – spannend bis zum Schluss
Korbinian Löffelholz, 48, bisher sehr erfolgreicher Immobilienmakler sollte ein erfolgversprechendes Großprojekt an den Mann bringen. Stattdessen wird er nach Dünenbeck zwangsversetzt, einen Ort in einer trostlosen, hässlichen Einöde. Hier soll er das Exposé für die zu verkaufende, heruntergewirtschaftete Jugendstilvilla des Seniorchefs anfertigen.
Zu allem Übel hat er jetzt auch noch einen Hund an der Backe, der ihn verfolgt hat und dann auch noch angefahren wurde. Kaum in seinem Schicksalsort angekommen, wird er vom Wintereinbruch überrascht, kann die Villa nicht finden und landet so bei der alten Elisabeth von Petersen, die ihm ein Dach über dem Kopf gewährt. Da der Mieter der Villa sich nicht vertreiben lassen will und ihn stattdessen hinaus wirft, bleibt ihm nur die Zuflucht bei Elisabeth. Als er am nächsten Morgen wach wird, weiß er nur noch, dass er in der einzigen „Piz e ia“ im Ort zu Abend gegessen und zu viel getrunken hat. Nun liegt er hier blutverschmiert und erfährt, dass der Leiter des Jugendtreffs, mit dem er sich Tags zuvor gestritten hatte, tot ist. Hat er ihn auf dem Gewissen?
Korbinian Löffelholz ist so unsympathisch, egoistisch und egozentrisch, kennt nur sich selbst, nimmt sich die Frauen, wie er sie gerade braucht und ist bisher ohne Freunde sehr gut durch´s Leben gekommen. Nur Hund Carreras weicht ihm nicht mehr von der Seite (er scheint den guten Kern gerochen zu haben). In Dünenbeck trifft er auf zwei Frauen, die das ganze Gegenteil von ihm sind, die ihn ohne zu urteilen oder zu fordern so annehmen wie er ist. Er hat erst mal Probleme sich daran zu gewöhnen.
Gerade Elisabeth mit ihrer herzerfrischenden Natürlichkeit, die manchmal etwas esoterisch wirkt und sich mit Glücksworten umgibt, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie Sozialpädagogin Rike, die in der Villa gerade dabei ist, die Jugendlichen des Ortes in ein Weihnachtsmusical einzubinden. Wobei die Musikalität bei einigen schon sehr zu wünschen übrig lässt. Hier hat mich Korbinian mit seinen Gesangskünsten überrascht. Und ich habe sogar noch etwas über Stimmbildung gelernt.
Während Korbinian alles versucht um sich vom Verdacht, ein Mörder zu sein, zu befreien, lerne ich nach und nach alle Bewohner des kleinen Ortes kenne. Und nicht nur einer von denen hat ein Geheimnis im Keller versteckt. Gleichzeitig finde ich es toll zu lesen, wie sich Korbinian immer weiter von seiner selbstgeschaffenen Identität befreit und zu sich selbst findet. Seine Entwicklung kann ich sehr gut nachvollziehen und nun gefällt er mir schon sehr viel besser.
Weihnachtskrimi – darunter hatte ich mir irgendwie etwas anderes vorgestellt, war aber dann doch positiv überrascht, von dem, was hier hier bekommen habe. In 24 Kapiteln, die auch sehr gut als Adventskalender-Krimi gelesen werden können, stoße ich immer wieder auf Kleinigkeiten, die auf Weihnachten hinweisen. Und Krimi, klar, es gibt ja einen Toten und schlussendlich eine Auflösung, die ich so nicht erwartet hatte. Es gibt immer wieder neue Tatverdächtige, viele haben ein Motiv, was sich aber immer wieder zerschlägt. Korbinian hat mir manchmal schon leid getan, dass er mit seinen „Ermittlungen“ nicht weiter bzw. voran gekommen ist. Aber er hat einiges Anderes ans Tageslicht gebracht.
Elke Pistor hat mich mit ihrem Weihnachtskrimi sehr gut unterhalten, mich beim mit ermitteln gefordert und mir dabei meine Grenzen aufgezeigt. Ich habe viele verschiedene Menschen kennengelernt, habe im Schnee gesessen und gebibbert und mich immer wieder in Elisabeths Glücksworte, die am Ende des Buches noch mal aufgeführt sind, rein fallen lassen.
Ein wunderbares Buch, das weihnachtliche Stimmung mit spannendem Krimi gekonnt verbindet. Sehr zu empfehlen.
Ich bin immer noch ganz begeistert
Das wunderbare Weihnachtshotel von Karen Schaler
Haley Hanson arbeitet hart an ihrer Karriere in einer Werbeagentur in Boston. Sie will unbedingt Partnerin bei ihrem Arbeitgeber Bergmann Advertising werden und dabei sollen ihr die Puppen der Taylor-Toys-Spielzeugfabrik, für die sie eine neue Kampagne starten will, helfen. Ihr Chef will ihr aber nur den Zuschlag zu dieser Kampagne geben, wenn sie, die von ihrer besten Freundin Kathy als Weihnachtsgrinch bezeichnet wird, eine Woche in einem Weihnachts-Bootcamp in den Bergen verbringt.
Und Haley tut alles für ihren Job.
Als ich das Buch bekommen habe, war ich von diesem wunderschönen Cover sofort ganz entzückt. Das weihnachtliche Bild vom Eingang zum Inn, bestäubt mit Glitzer, den ich unter meinen Fingern spüre. Ein tolles haptisches Erlebnis.
Die Autorin nimmt mich mit in die weihnachtliche Welt des Holly Peak Inn in der Nähe von Boston im US-Bundesstaates Massachusetts. Hier betreibt Ben Jacobi ein kleines Hotel mit Restaurant. Einmal im Jahr, kurz vor Weihnachten, macht er sein Weihnachts-Bootcamp auf. Hier wird, gespielt, gebastelt, geschmückt, was das Zeug hält. Ich habe mich dort sofort pudelwohl gefühlt.
Egal ob Haley, Jeff, sein Vater Ben, Köchin Laura oder die anderen Gäste Gail, Susie und Ian oder John mit seinen beiden Kindern – alle sind so liebenswerte Menschen, die man einfach gern haben muss. Nicht zu vergessen Hund Max, dessen treue Augen mich immer noch verfolgen.
Es ist so schön mitzuverfolgen, wie Haley, die bisher nur für ihre Arbeit gelebt hat, sich langsam verändert und sich dem Weihnachtsfest, der Vorfreude darauf und auch der Liebe öffnet.
Karen Schaler hat einen so mitreißenden, bildhaften Erzählstil, der mich gleich gefangen genommen und mitgerissen hat. Ich war mit allen Sinnen bei dieser Geschichte dabei. Ich habe den Duft der Plätzchen, die gerade aus dem Ofen kommen, in der Nase. Ich sehe dabei zu, wie alle rund um einen großen Tisch sitzen, Anhänger basteln und der Christbaum langsam immer mehr Anhänger bekommt. Mir ist kalt, weil ich auf dem Schlitten mit Haley und Jeff sitze und den Hang hinunter rase.
Zwar war Weihnachten gerade vorbei, als das Buch bei mir ankam. Aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich habe es geliebt mich in die Winter-Weihnachtswelt der Berge und das Holly Peak Inn entführen zu lassen, neue Menschen kennenzulernen, nachzudenken und vor allem mich dort wohlzufühlen.
Ein weihnachtlicher Wohlfühlroman, den ich allen empfehle, die Romantik mit viel Gefühl mögen. Dafür bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl von 5 Sternen.
Hier lernt unser Kleiner schneiden und kleben
Im Kindergarten: Allererstes Schneiden von Kirstin Jebautzke
Unser Kleiner hat schon sehnsüchtig auf diesen kompakten Block mit den 80 bunten Seiten aus dem Ravensburger Verlag gewartet.
Schon das Cover macht Lust sich mit den vielen Bastelanleitungen zu befassen. Hier können wir das Schneiden und Kleben auf spielerische Weise üben. Während auf der Vorderseite bunte Bilder erahnen lassen, was hier passieren soll, findet man auf der Rückseite das Arbeitsmaterial aufgezeichnet – entweder eine Schere oder einen Klebestift oder beides.
Dann kann es auch schon losgehen und man schneidet einfach an den gestrichelten Linien entlang. Wir werden mit den geraden Linien beginnen und vielleicht das Minipuzzle als erstes ausschneiden.
Die einzelnen Bilder sind sehr farbenfroh und kindgerecht gestaltet. Es gibt auch einzelne Bilder, die unser Kleiner selbst noch ausmalen kann. Hier und da hätte ich mir vielleicht eine kleine Erklärung gewünscht. Es geht aber auch so. Außerdem lassen wir unseren Kleinen beim „basteln“ mit Schere noch nicht allein am Tisch.
Dieser kleine Block bietet sehr vielfältige Bastelübungen für zuhause oder unterwegs. Ich bin mir sicher, unser Kleiner wird den Block lieben und seine Feinmotorik damit um einiges verbessern.
Ein sehr ungewöhnlicher Ermittler
Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod von M. C. Beaton
Priscilla Halburton-Smythe, die zusammen mit ihrem Vater das Tommel Castle Hotel führt, ist heilfroh, dass sie nach der Absage einer Reisegruppe die Organisatorin Maria Worth mit 8 ihrer potenziellen Kunden des Checkmate-Single-Clubs in ihrem Hotel begrüßen kann. Leider trifft kurze Zeit später auch die Partnerin der Singlebörse, Peta Gore mit ihrer Nichte, im Hotel ein.
Witwe Peta, laut, vulgär, verfressen und ohne Tischmanieren macht sich an alle Männer ran, die nicht bei drei auf dem Baum sind. Dann wird sie tot in einem alten Steinbruch gefunden.
Für Police Constable Hamish Macbeth aus dem kleinen Ort Lochdubh in den schottischen Highlands kommen alle im Hotel gastierenden Personen als Täter in Frage. Er hat so eine ganz eigene Art der Ermittlungen und schafft es auch diesmal den Täter zu überführen.
Dieses Buch bekam ich von einer Freundin geschenkt, die mir damit genau so viel Lesespaß gewünscht hat, wie sie ihn hatte. Und ja, den hatte ich wirklich. Auch wenn das Buch mich nicht ganz überzeugt hat, habe ich mit ermitteln können und ich habe mich teilweise köstlich amüsiert. Ich denke, entweder man mag Hamish Macbeth oder man mag ihn nicht. Ich habe mich im Laufe der Geschichte mit ihm angefreundet.
Alle für den Fall relevanten Personen werden mir ab der ersten Seite sehr ausführlich und bildhaft vorgestellt. So lerne ich die einzelnen Personen des Single-Clubs kennen, genau so wie die Hotelchefin und den Ortspolizisten Macbeth. Er fühlt sich in dem Ort, wo nichts passiert, sichtlich wohl - bis die Tote auftaucht. Ab dann läuft er langsam aber sicher zur Höchstform auf.
Auch die Spannung findet Einzug in die Geschichte und alles geht nun Schlag auf Schlag. Ich hatte manchmal Sorge, ich könnte etwas Wichtiges verpassen, so rasant gehen die "Ermittlungen" vor sich. Genau so schnell wie ein Täter in Augenschein genommen wird, so schnell wird er wieder fallen gelassen. Genau so rasant entpuppt sich dann der Täter und legt sofort ein Geständnis ab. Und das alles ohne moderne Hilfsmittel, was ich widerum sehr erfrischend finde.
Alles in allem hatte ich einige entspannte Lesestunden, habe skurrile und eigenwillige Menschen kennengelernt und Ermittlungsmethoden, wie sie vielleicht vor 50 Jahren modern waren.
Ein spannender 4. Fall für die Inselkommissarin
Der Mann auf der Hallig von Anna Johannsen
Im Wattenmeer vor der Hallig Hooge wird ein Mann gefunden – Klaas Rieckert, ein Mann von der Hallig. Er ist ertrunken, aber Fesselspuren an Hand- und Fußgelenken lassen auf einen unnatürlichen Tod im Watt schließen.
Hauptkommissarin Lena Lorenzen, „die Inselkommissarin“, aufgewachsen auf der Nachbarinsel Amrum, will diesen Fall unbedingt aufklären.
Vor allem, weil die DNA des Toten bei drei Todesfällen von vor vielen Jahren auftaucht, deren Mörder bis heute nicht gefunden werden konnte. Bei diesen Todesfällen hat sie als junge Kommissarin schon mit ermittelt.
Dies ist schon der 4. Fall für die Inselkommissarin; für mich ist es der zweite Fall bei dem ich mit Lena Johannsen und ihrem Kollegen Johann Grasmann ermitteln darf. Die Beiden sind ein eingespieltes Team und mir beide sehr sympathisch. Was ich von einigen anderen Menschen, die ich während meiner Arbeit als lesende Ermittlerin kennengelernt habe, nicht sagen kann. Es mag an dem Menschenschlag auf der Hallig liegen, die recht wortkarg und zurückgezogen sind. Außer als zahlender Tourist scheint man dort nicht sehr willkommen zu sein.
Ich liebe die Nordsee und konnte hier mal wieder einen anderen Lebensraum kennenlernen. Ich habe viel über die Hallig und über das Leben auf diesem kleinen Eiland mit seinen Warften gelernt. Ein paar Tage Urlaub ja, aber immer dort leben, kann ich mir nicht vorstellen. Da bewundere ich die Menschen, die z.B. der Liebe wegen dort hin ziehen wie die Lebensgefährtin des Toten – und bleiben.
Anna Johannsen hat mich auch diesmal mit ihrem so eingängigen und detailgenauen Erzählstil sofort in die Geschichte hinein gezogen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl mich auf der Hallig auszukennen. In Husum und in Flensburg habe ich schon einmal Urlaub gemacht und mich dort wieder wohl gefühlt. Fast meine ich das Salz der Nordsee auf den Lippen schmecken und die brechenden Wellen hören zu können. Wenn ich die Beschreibungen so lese, bekomme ich gleich wieder Fernweh in den Norden der Republik.
Der Kriminalfall an sich entpuppt sich nach und nach als sehr vielschichtig und verzwickt. Es gibt sehr viele Menschen, die verhört werden müssen, viele Spuren, die ins Nichts laufen. Aber dank der akribischen Arbeit von Lena wird auch dieser Fall schlüssig und nachvollziehbar aufgearbeitet und aufgeklärt.
Gut gefällt mir, dass ich auch diesmal wieder etwas Privatleben von Lena mitbekomme. Sie ist endlich vollkommen bei ihrem Freund Erck angekommen und gemeinsam richten gerade ihre erste Wohnung ein.
Auch wenn es schon drei Fälle von der Inselkommissarin gegeben hat, kann man auch diesen sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Alle Fälle sind in sich abgeschlossen.
Auch dieser Krimi hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich konnte aus den Ermittlungen meine eigenen Schlüsse ziehen, was mich allerdings nicht weiter gebracht hat. Anna Johannsen hat mich wieder ein paarmal auf falsche Fährten gesetzt, ich bin drauf reingefallen, und auch die Wendungen, die die Geschichte hier und da macht, haben mich überrascht. Ohne viel Blutvergießen erzeugt sie eine gleichbleibende Spannung, die sich bis zum Schluss hält. Die detailgenauen Beschreibungen lassen viele Bilder in meinem Kopf entstehen.
Eine spannende Geschichte mit viel lokalem Kolorit, mit Menschen mit den verschiedensten Charakterzügen und mit einer Ermittlerin, die mir noch mehr ans Herz gewachsen ist.
Ein interessanter Ratgeber zum Ankurbeln des Fettstoffwechsels
Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels von Marion Kiechle; Julie Gorkow
Ja, ich ärgere mich riesig über meine überflüssigen Kilos an Bauch, Beine und Po. Obwohl ich der Meinung bin, dass ich mich gesund ernähre, wollen sie seit Jahren nicht weichen. "Schafft man es, dass die lästigen Pfunde endlich schmelzen? Und wie kann das funktionieren? Die gute Nachricht: Ja, es ist möglich!" Da hat mich dieses Buch von Prof.
Dr. Marion Kiechle und Julie Gorkow sofort angesprochen. Dank Weihnachten ist das Buch dann hier bei mir eingezogen.
"Warum dieses Buch", "Der Fettstoffwechselkompass", "Die Fettstoffwechselbooster" und "Die Fettstoffwechselrezepte": diese 4 Säulen sollen mir ein neues Körpergefühl geben, Müdigkeit und Anspannung sollen von mir abfallen, meine Verdauung und meine Haut sollen sich nachhaltig verbessern und ich soll zu einer neuen Power gelangen. Vielleicht verbessert sich ja auch mein Insulinspiegel. Ich bin schon so gespannt.
Ich bekomme viele Tipps, wie ich mir das, was ich nun weiß, zunutze machen kann. Ich bekomme 12 Tipps gegen Heißhunger, für den Verzicht auf Zucker, wie ich richtig trinke, für eine gute Nachtruhe und vor allem auch für Bewegung als Stoffwechselbooster.
Von den Morgenrezepten habe ich gleich mal den Tomaten-Camembert-Aufstrich und den Erbsen-Feta-Aufstrich probiert. Ich habe auch vor, das ein oder andere Brot oder Semmeln mal selbst zu backen. Bei den schnellen Gerichten habe ich das Zucchini-Linsen-Gemüse mit Parmesanspänen und Spiegelei getestet – so lecker. Das wird es in Zukunft bestimmt öfters geben. Allein bei den Fotos der einzelnen Speisen läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Der GU Verlag hat mich auch mit diesem Buch überzeugt. Ein informatives Sachbuch zu gesunder Ernährung mit wertvollen Tipps zu abwechslungsreicher Kost und zur Förderung des Fettstoffwechsels.











