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Rezensionen von gaby2707:

Ein absolut starker Fall

Todeswall von Katharina Peters

Privatermittlerin Emma Klar vom Tod der 18-jährigen Anna Bohn hört, die vom Balkon ihres Elternhauses gestürzt sein soll, muss sie sofort an einen Fall von vor 6 Jahren denken. Damals war sie als junge Assistentin bei den Ermittlungen in der Nähe von Dresden um die Vergewaltigung und den Mord von Karin Bohn dabei.

Ihr Mörder wurde nie gefunden und die Akten musste unerledigt geschlossen werden. Und nun soll Anna, vollgepumpt mit Drogen, vom Balkon gefallen sein? Da auch die Polizei ihre Zweifel hat, bekommt Emma als private Ermittlerin den Auftrag dem Fall nachzugehen. Doch die Spurensuche ist nicht so einfach. In einer Sache sind sich alle einig: Anna Bohn, die artige strebsame, zuverlässige, zielstrebige 1er Schülerin hat niemals Drogen geschluckt.
Aber Emma, die sich Hilfe von ihrem Lebensgefährten Christoph und dessen Freund Jörg Padorn holt, lässt nicht locker, greift auch den alten Fall wieder auf – und ganz langsam lichten sich die Nebel.


Es dauert bei diesem Fall nicht lange und ich wusste, wer der Täter ist. Was mich ein bisserl irritiert hat. Aber es geht auch nicht darum den Täter zu identifizieren. Nein, es geht darum, ihn zu finden und ihn zu stellen. Und der Weg bis dahin war kein leichter.

Der Schreib- und Erzählstil von Katharina Peters ist wie gewohnt, leicht und flüssig. Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf. Ich finde es so interessant und spannend dabei zuzuhören, wie Emma mit Christoph oder auch mit Johanna, ihrer Ex-Chefin vom BKA, die verschiedenen Thesen und Möglichkeiten erörtert. Dieser Fall zeigt sehr deutlich, dass es auf die kleinste Kleinigkeit ankommt. Auf Befragungen, immer wieder die gleichen Fragen; vor allem auf Ausdauer und Dranbleiben; das Team muss Rückschläge verdauen, in der Vergangenheit wühlen und vor allem kommt es auf gute Ermittler an, so wie Emma Klar und ihre beiden Männer. Obwohl auch ihr am Anfang nicht klar war, auf was sie da gestoßen ist.

Es sind ja nun zwei Fälle, die Emma bearbeitet. Wobei sich sehr schnell heraus stellt, dass sie miteinander gekoppelt sind. Einige überraschende Wendungen und nicht vorauszusehende Entwicklungen machen die Geschichte so extrem spannend. Das sehr empathische Ende hat mir hier ganz besonders gut gefallen.

Ich war auch diesmal wieder sehr gerne mit Emma Klar in Wismar, Schwerin und Umgebung unterwegs.

Ein interessanter super spannender Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt, sondern durch seine psychologischen Elemente punktet.
Von mir bekommt der 5. Fall für die Privatermittlerin Emma Klar die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Ein interessanter und packender Thriller, bei dem das Ende sehr stark abflacht

Hexenjäger von Seeck Max

Dieses Buch mit dem roten Buchschnitt, der ins Auge fällt, hat mich sofort angezogen. So besonders wie der Schnitt ist auch die Geschichte.

Roger Koponen, prominenter finnischer Schriftsteller ist mit dem letzten Band seiner Trilogie „Der Hexenjäger“ auf einer Lesereise in Savonlinna. Zur gleichen Zeit suchen Kriminaloberkommissar Erne Mikson, Kriminalhauptmeisterin Jessica Niemi und ihre Kollegen in seinem feudalen Haus im Helsinkier Vorort Kulosaari nach dem Mörder seiner Frau Maria.

Schnell stellt sich heraus, dass der Mörder die Bücher Koponenes gelesen haben muss, so exakt sind die Leiche und die Hinweise nachgestellt. Nach dem Fund einer weiteren Leiche, wieder genau so wie in einem der Bücher beschrieben, ahnen die Kripobeamten, dass es weitere Morde geben wird. Und die wollen sie unbedingt verhindern.

Durch die kurzen Kapitel, den sehr bald stattfindenden Mord an Maria und durch den mitreißenden Erzählstil des Autors wird die Geschichte sehr schnell und ich fliege nur so durch die Seiten. Ein zweiter Erzählstrang, in dem es um die Vergangenheit von KHM Jessica Niemi geht, löst leider die sich aufbauende Spannung teilweise wieder auf. Obwohl es interessant ist, ihrem Abenteuer in Venedig zu folgen, frage ich mich die ganze Zeit, was das wohl mit den heutigen Morden zu tun hat.
Es passieren rätselhaft und mysteriöse Dinge. Kaum meine ich der Lösung dazu näher zu kommen, geschieht wieder etwas Neues und ich stehe, genau wie die Kommissare, wieder am Anfang mit einer Liste von Fragen auf der Seele.

Mit den Personen, die ich hier kennenlerne, habe ich mich mit den meisten schnell bekannt gemacht. Sie sind für mich, obwohl es manchmal sehr Viele sind, die mir auf einmal begegnen, gut zu identifizieren. Auch dass ich einiges persönliches von ihnen erfahre gefällt mir gut und macht sie für mich noch greifbarer.

Leider hat mich gerade der Schluss des Buches enttäuscht. Alles spitzt sich zu, an den wenigen Seiten, die noch zu lesen sind, merke ich, es geht auf den Showdown zu. Jessica in einer für sie fast aussichtslosen Situation. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Und plötzlich – aus. Ende gut – alles gut. Obwohl sich alles sehr stimmig aufgelöst hat, hat mich dieses Ende sehr unzufrieden zurück gelassen. Aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck.

Da mich der Thriller, bis auf das Ende doch packen und mitreißen konnte, bekommt er trotz des schnellen Endes meine Leseempfehlung.

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Tante Gretes Bienengeschichten

Ein Winter im Alten Land von Julie Peters

Dr. Bea Heinemann arbeitet als Chefärztin in der Onkologie eines Hamburger Krankenhauses. Hier lernt sie die leukämiekranke Margarete Zeidler und deren Neffen Tom kennen. Nach er ersten Chemositzung ist Frau Zeidler verschwunden. Nur ihre schwarze Kladde mit ihren Bienen-Geschichten hat sie zurück gelassen.

Als Bea diese an Tom Zeidler weitergeben will, kommt sie das erste mal mit den Bienen in engeren Kontakt – und auch mit Tom.

Nach „Der kleine Weihnachtsbuchladen am Meer“ ist dies die zweite Geschichte, die ich von Julie Peters lese. Und genau wie beim ersten Buch bin ich auch hier schnell in die Atmosphäre im Alten Land bei den Bienen eingetaucht.
Julie Peters hat eine so leichte, eingängige und bildhafte Ausdrucksweise. Durch sie fühle ich mich so wohl in dem kleinen heimeligen Haus von Tom, sitze gemeinsam mit ihm und Bea auf einem kleinen Schlitten, schaue den Bienen zu und stehe mir auf dem Weihnachtsmarkt die kalten Füße in den Bauch. Die Adventsstimmung ist überall greifbar, mal gemütlich, mal hektisch – ganz wie im richtigen Leben.
Genau so kommen auch die Protagonisten rüber, wie Menschen wie du und ich, mit Ecken und Kanten, Problemen und kleinen Sorgen. Tom mochte ich vom ersten Kennenlernen an. Bei ihm hat sich die Liebe zu den Bienen seit seiner Jugend wie ein Stachel ins Herz gebohrt. Bei Bea habe ich ihren Mut bewundert, sich nach ihrem Ehe aus wieder auf Neues einzulassen, nicht nur partnerschaftlich, sondern auch beruflich, was nicht immer leicht ist. Ich kann sehr gut mit den Menschen hier mitfühlen und mitleiden.
Immer wieder ist von den Bienen die Rede, die hier eine kleine Hauptrolle spielen. In Einschüben, die durch die kursive Schrift leicht als die Tagebucheinträge von Margarete zu erkennen sind, gibt sie ihr Wissen über die kleinen Honiglieferanten an Tom, Bea und mich weiter. Ich erfahre so einiges über die Bienen selbst, ihre Königinnen und das Imkerhandwerk, das ich mir nicht so aufwendig vorgestellt hatte.

Ich bekomme mit diesem Buch keine rührselig-kitschige Weihnachtsgeschichte, sondern eine in der Vorweihnachtszeit spielende sehr emotionale, feinfühlige und die Seele wärmende Geschichte. Genau das Richtige um an einem Winterabend mit einer heißen Tasse Kakao, eingekuschelt in eine warme Decke, abzuschalten.

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Ein wunderschöner Gedichtband über den Herbst des Lebens

Die schönste Jahreszeit ist der Herbst von Julie Peters

Das kleine aber sehr feine Büchlein „Die schönste Jahreszeit ist der Herbst“ aus dem Eulenspiegelverlag bietet auf 122 Seiten Gedichte. Mal sind es nur 4 Zeilen, mal gehen die Ergüsse über 2 oder mehr Seiten. Von Wilhelm Busch über Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe, Ernst Jandl, Erich Kästner, Paul Klee, Gotthold Ephraim Lessing, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz bis zu Friedrich Schiller und vielen Autoren, die ich erst hier kennengelernt habe, gibt es ein weit gefächertes Repertoire.

Unterteilt in 7 Kategorien wie „Glücklich im Alter“, „Wie schnell die Zeit vergeht“, „Von kauzigen Alten“, „Das Kreuz mit der Gesundheit“, „Die Alten und die Jungen“ und „Altern ist nichts für Feiglinge“, was schon meine Mutter mir mit auf den Weg gegeben hat. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Immer wieder habe ich schmunzeln müssen und gedacht, dass sich in so vielen Jahren, die diese Gedicht teilweise alt sind, nicht so Vieles geändert hat.

Aber es sind nicht nur die Gedichte, die mir persönlich sehr gut gefallen. Ich bekomme auch bezaubernde, humorvolle, kleine oder größere Illustrationen, die es sich lohnt näher zu betrachten.

Zum Schluss bekomme ich noch ein Autoren- und Quellenverzeichnis. So finde ich auf einen Blick die Autoren und die Seiten auf denen ich deren Gedichte finde.

Dieses Kleinod sollte man nicht nur verschenken. Es lohnt sich immer mal wieder selbst einen Blick hinein zu werfen und die kuriosen, herrlich erfrischenden, manchmal bissigen, manchmal nachdenklichen Zeilen zu lesen.

Ich hätte nicht gedacht, dass mir Gedichte solch eine Freude machen könnten.

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Erotisch und anregend

AutoSex - geil & hart | Erotische Geschichten von Simona Wiles

Die Geschichten von Simona Wiles finde ich immer sehr an- und aufregend. In diesem Buch bekomme ich wieder einiges geboten. Wie man schon am Cover erkennen kann, geht es hier im, am und rund ums Auto um Sex und Erotik.

Die Autorin erzählt in ihrer erotischen und prickelnden Art, ohne primitiv oder vulgär zu wirken, wozu man einen Schaltknüppel oder die Ladefläche eines Pick-Up benutzen kann.

Auch die Motorhaube oder die Waschanlage kann man für erotische Abenteuer nutzen. Man mag es nicht glauben, was rund ums Auto in Sachen Liebe beim Autosex alles möglich ist.

Ich bekomme in diesem Buch 10 Geschichten, die Lust auf Mehr machen. Außerdem gibt es als Zugabe noch einen Gutschein-Code mit dem ich mir eine weitere Geschichte aus dem Internet herunterladen kann.

Bestimmt werde ich bei meiner nächsten Fahrt auf der Autobahn auch mal an Chiara und Toni denken.

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Was für eine klasse Idee

Identität 1142 von Sebastian Fitzek

Ich lese sehr gerne auch mal Kurzgeschichten und so habe ich bei diesem Buch sofort zugeschlagen.
Ende März, zu Beginn des Corona-Lockdowns, hatte Sebastian Fitzek die grandiose Idee, ein Buch mit Short-Thrillern zu veröffentlichen. Es wurden fünf Parameter festgelegt. Und man sollte nicht glauben, welch unterschiedliche Geschichten sich daraus entwickelt haben.

Ich jedenfalls bin ganz begeistert. Von der Idee und vor allem auch von der tollen Umsetzung. Erstaunt hat mich auch, wie viele Autoren und Autorinnen sich an dieser Wirschreibenzuhause-Aktion beteiligt haben. Der Erlös der verkauften Bücher geht an das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels e.V., eine Organisation, die sich um unverschuldet in Not geratene Buchhändler kümmert. Allein den Verwendungszweck der Einkünfte finde ich klasse.
Für dieses tolle Charity-Projekt, bei dem dieser spannende Thriller-Kurzgeschichtenband heraus gekommen ist, vergebe ich volle 5 Sterne.

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Das ist nichts für mich

Die Djurkovic und ihr Metzger von Raab Thomas

Dies ist die erste „Metzger“ Geschichte, die ich gelesen habe und sie wird die einzige bleiben. Die „ganz eigene Sprachmelodie“, die Thomas Raab wohl ausmacht, ist leider bei mir nicht gut angekommen. Aber ich habe nicht aufgegeben (sollte es ja rezensieren) und bis zur letzten Seite durchgehalten.

Wobei ich die letzten 26 Seiten sogar als leicht spannend empfunden habe.

In diesem 8. Fall für den Metzger geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, hauptsächlich um seine Danjela und ihre Vergangenheit, von der der Metzger bisher noch nichts mitbekommen hat. Nach 13 Jahren wollen sie endlich heiraten. Aber vor dem Traualtar lässt Danjela den Metzger stehen und türmt mit einem anderen Mann. Es geht nach Albanien, ich bekomme es mit der Mafia, Clan-Rivalitäten, Blutrache und jeder Menge Leichen zu tun.

Es fängt schon für mich irritierend an mit einem Funk-Gespräch zwischen Taube, Falke und Habicht, die einen Dachs und eine Füchsin beobachte, das sich mir später allerdings erschließt. Weiter geht´s mit einem Vorhang auf, Vorhang zu und einem Wiedersehen mit Heribert Senkowitsch und Rückblicken in die Kindheit von vor 40 Jahren. Dann lerne ich Danjela Djurkovic und Hausmeister Petar Wolllnar kennen. Zwei Kapitel später auch den Metzger.

Ich habe mich selten so schwer getan in eine Geschichte hinein zu kommen bzw. ihr folgen zu können. Alles geht etwas wirr und chaotisch durcheinander. Es fehlt der rote Faden, es fehlt die Spannung, die ganz zum Schluss etwas aufflackert. Danjelas schlechtes deutsch ist klischeehaft und nervt einfach.
Der hier und da eingeschobene österreichische Dialekt dagegen gefällt mir, da ich ihn verstehe, gut. Mir gefallen die Dialoge, die die Seiten nur so dahin fliegen lassen. Die teils liebenswerten, teils skurrilen Personen sind liebevoll und gut vorstellbar ausgearbeitet. Der Humor, den der Autor hier anwendet, gefällt mir gut und hätte von mir aus noch viel öfter auftauchen können.

Für Fans der Metzger-Reihe ist dieser Krimi sicher interessant. Für mich ist er leider nichts.
3,5 von 5 Sternen

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Er ist schon da – ihr ahnt es nur nicht

Stummes Kind - Thriller von Martin Jonas

Wie so oft bringt Peter Perke seine kleine Tochter Josie in den Kindergarten. Als er einen Anruf bekommt, dass seine kleine Tochter nicht mehr da ist, beginnt für den Familienvater, seine Frau und seinen Sohn ein Alptraum.
Luke Steiner von der Kripo Halle, der sich auf die Suche nach vermissten Kindern spezialisiert hat, macht sich sofort auf die Suche nach der kleinen Josie.

Im Hinterkopf hat er immer noch den kleinen Robin, das letzte Entführungsopfer, dem er nicht mehr hatte helfen können.

Martin Jonas legt mit seinem Thrillerdebüt eine super spannende Geschichte vor, die mit ihrem Thema „Kindesentführung“ mir als Mutter an die Nieren geht. Die dauernden Perspektivwechsel und Zeitsprünge machen die Geschichte sehr schnell und ich hatte beim Lesen immer die Angst etwas Wesentliches zu verpassen. Es hat auch etwas gedauert, bis ich in der Geschichte drin war. Aber dann hat sie mich so gepackt, dass ich einfach immer weiter lesen musste.

Der Autor hat einen so genialen bildhaften Schreibst, dass mein Kopfkino sofort angesprungen ist. Die Bilder sind teilweise so verstörend, so grausam und fast nicht zu ertragen. Aber sie haben einen Sog, der mich dann nicht mehr losgelassen hat.

Die Menschen, denen ich hier begegne, kann ich mir sehr gut vorstellen. Sie wirken ganz normal, authentisch, lebendig und echt. Mit Luke Steiner konnte ich mich lange Zeit nicht anfreunden. Er ist schon sehr speziell, lässt sich nichts sagen, geht seinen eigenen, sehr unkonventionellen Weg, was für mich nicht immer ganz nachvollziehbar war. Auch mit Josies Eltern würde ich wohl mal ein ernstes Wort gesprochen. Hört doch auch mal zu, was eure Kinder sagen.

Am Ende hätte sich der Autor für meinen Geschmack noch etwas Zeit lassen können. Das kam dann geballt und mir fast zu schnell. Mit diesem Abschluss hatte ich auch nicht gerechnet. Es kommt selten vor, dass ich mit einem Täter Mitleid habe. Hier war es so. Warum – das muss jeder beim Lesen dieses spannenden und sehr interessanten Thrillers selbst heraus finden.
Von mir bekommt das gelungene Debüt 4 von 5 Sternen.

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Er ist schon da – ihr ahnt es nur nicht

Hab' dich, Kleines! Du bist! von Martin Jonas

Wie so oft bringt Peter Perke seine kleine Tochter Josie in den Kindergarten. Als er einen Anruf bekommt, dass seine kleine Tochter nicht mehr da ist, beginnt für den Familienvater, seine Frau und seinen Sohn ein Alptraum.
Luke Steiner von der Kripo Halle, der sich auf die Suche nach vermissten Kindern spezialisiert hat, macht sich sofort auf die Suche nach der kleinen Josie.

Im Hinterkopf hat er immer noch den kleinen Robin, das letzte Entführungsopfer, dem er nicht mehr hatte helfen können.

Martin Jonas legt mit seinem Thrillerdebüt eine super spannende Geschichte vor, die mit ihrem Thema „Kindesentführung“ mir als Mutter an die Nieren geht. Die dauernden Perspektivwechsel und Zeitsprünge machen die Geschichte sehr schnell und ich hatte beim Lesen immer die Angst etwas Wesentliches zu verpassen. Es hat auch etwas gedauert, bis ich in der Geschichte drin war. Aber dann hat sie mich so gepackt, dass ich einfach immer weiter lesen musste.

Der Autor hat einen so genialen bildhaften Schreibst, dass mein Kopfkino sofort angesprungen ist. Die Bilder sind teilweise so verstörend, so grausam und fast nicht zu ertragen. Aber sie haben einen Sog, der mich dann nicht mehr losgelassen hat.

Die Menschen, denen ich hier begegne, kann ich mir sehr gut vorstellen. Sie wirken ganz normal, authentisch, lebendig und echt. Mit Luke Steiner konnte ich mich lange Zeit nicht anfreunden. Er ist schon sehr speziell, lässt sich nichts sagen, geht seinen eigenen, sehr unkonventionellen Weg, was für mich nicht immer ganz nachvollziehbar war. Auch mit Josies Eltern würde ich wohl mal ein ernstes Wort gesprochen. Hört doch auch mal zu, was eure Kinder sagen.

Am Ende hätte sich der Autor für meinen Geschmack noch etwas Zeit lassen können. Das kam dann geballt und mir fast zu schnell. Mit diesem Abschluss hatte ich auch nicht gerechnet. Es kommt selten vor, dass ich mit einem Täter Mitleid habe. Hier war es so. Warum – das muss jeder beim Lesen dieses spannenden und sehr interessanten Thrillers selbst heraus finden.
Von mir bekommt das gelungene Debüt 4 von 5 Sternen.

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Mal was anderes - Gruppensex

GruppenSex - mehr ist geil | Erotische Geschichten von Simona Wiles

Ich habe schon einige Bücher mit Kurzgeschichten von Simona Wiles gelesen und auch bei den Geschichten von „Gruppensex – Mehr ist geil“ gefällt mir ihr flüssiger, locker und leichter Erzählstil sehr gut. Ihr Sprache lässt sich angenehm lesen ohne vulgär oder obszön zu wirken, obwohl es auch mal etwas derber zugeht.

Was ich aber bei einem Erotikroman auch erwarte. Mein Kopfkino hatte jedenfalls so einiges zu tun.

In 11 Kurzgeschichten erwarten den Leser die verschiedensten Zusammensetzungen. Es geht um WG-Sex, Sex in einer Mannschaftsdusche, um einen Hahn im Korb beim Yogakurs und einiges Heißes mehr. Sehr anregend.

Zum Schluss bekomme ich, quasi als Guddi, noch einen Gutschein-Code für eine exklusive Zusatzgeschichte als E-Book.

Für alle, die sich lesetechnisch mal auf ein etwas anderes sexuelles Abenteuer einlassen wollen: Hier seid ihr genau richtig.

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