Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gaby2707:
Nach diesen Anleitungen kann sogar ich zeichnen
1001 Motive zeichnen - ganz einfach von Christine Rechl
In ihrem Buch „1001 Motive zeichnen – ganz einfach“ versuche ich mich am Zeichnen, etwas, das mir eigentlich gar nicht liegt. Aber ich habe gemerkt: mit diesen Schritt-für-Schritt Anleitungen schaffe sogar ich es, einen erkennbaren Baum mit vielen Blättern, eine Bulldogge, einen Dampfkochtopf oder einen Maiskolben zu zeichnen.
Das Tolle – man erkennt sogar, was ich gemalt habe. Außerdem kann ich alle Motive im Buch auch noch ausmalen, was mir trotz Zeichenanleitung wesentlich mehr liegt.
Am Anfang bekomme ich ein Inhaltsverzeichnis. Da gibt es Blüten und Schmetterlinge, Haus und Garten, Haus- und Gartenbewohner, Möbel und Krimskrams. Dazu Motive von A – Z, einfach lustige Tiere, Rund um die Schule, Vielfalt der Fische, Motive für Geburtstage, Liebe und Freundschaft, Sag´s mit einem Schaf, Osterhase & Co., Das Glück der Erde und Tooooor!, alles rund um den Fußball Ich finde auch die „Spiele mit dem Zeichenstift“ sehr gut. Nie hätte ich gedacht, was man mit ein paar Strichen alles ausdrücken kann. Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass mir das zeichnen nach diesen Anleitungen solchen Spaß bringt.
Zum Schluss dann noch das Register von A wie Aal – Z wie Zylinder, wo ich wirklich jedes der vorgestellten Motive auf einer der 149 Seiten finde.
Ein tolles Buch für Jung und Alt, für Jeden, der zeichnen lernen will und für Alle, die Spaß am Zeichnen haben. Ich liebe dieses Buch!
Eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte
Tage voller Weihnachtszauber von Anja Marschall
Auch das noch! Fällt doch Hausmeister Krawuttke beim Tannenbaum schmücken im Kinderheim St. Emmaus von der Leiter und bricht sich ein Bein. Und das so kurz vor Weihnachten. Also musst Heimleiterin Henriette Jonas schauen, wo sie so kurzfristig einen neuen Weihnachtsmann her bekommt. Da sieht sie ihn in einer Menschenmenge in der Fußgängerzone: groß, breitschultrig, weißer Bart und ein wenig rund um die Mitte.
Der ideale Weihnachtsmann. Aber ob Rocker Manni das genau so sieht?
Die kleine Lena, die von ihrem Pflegevater zurück ins Heim gebracht wurde, weil Mama Perlinger im Krankenhaus liegt und der Papa mit ihr und den beiden <brüdern einfach überfordert ist, hat nur einen Wunsch an den Weihnachtsmann: Sie will zu ihrer „richtigen“ Mama. Ob der Weinachtsmann ihr diesen Wunsch erfüllen kann?
Anja Marschall hat mich mit ihrem mitreißenden Schreib- und Erzählstil sofort in die Geschichte hinein gezogen und mich nicht mehr losgelassen. Obwohl ich recht schnell ahnte, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde, war es keinen Moment langweilig. Im Gegenteil, ich habe richtig mitgefiebert, gehofft und gebangt, dass es alles zu einem guten Ende kommen würde. Auch kleine „Hach-ist-das-schön-Tränchen sind an der ein oder anderen Stelle geflossen.
Die vielen unterschiedlichen Protagonisten hat die Autorin hervorragend in Szene gesetzt. Mich hat besonders Manni Semmler mit seiner Ratte Beethoven beeindruckt. Er ist der Typ harte Schale weicher Kern. Besonders sein Statement auf der Weihnachtsfeier hat mir sehr gut gefallen. Aber auch Lukas und Clara, Lena und die vier Raufbolde und Heimleiterin Henriette Jonas haben sich nach und nach in mein Herz geschlichen.
Die Geschichte ist so facettenreich, so berührend und so anschaulich geschildert. Ich habe mich sogar im voll gemüllten Wohnwagen von Manni wohlgefühlt. Ich finde es so niedlich, wie Lukas seiner angebeteten Clara immer wieder kleine Geschenke zukommen lässt und sie absolut nicht weiß, wo die her kommen. Und natürlich habe ich Lena ganz fest die Daumen gedrückt, dass sich ihr großer und einziger Weihnachtswunsch erfüllt.
Alles in allem eine wunderschöne vorweihnachtliche Geschichte mit interessanten, liebenswerten Protagonisten, kleinen Wundern und ganz viel Liebe. Ich habe mich sehr gerne in diese Wunderwelt entführen und unterhalten lassen.
Guter Start in die neue Reihe mit Luft nach oben
Tod in Rothenburg von Barbara Edelmann
Ihren Aufenthalt im amazing Rothenburg ob der Tauber hatte sich die amerikanische Touristin Mary Walker mit ihrem Mann George bestimmt nicht so spannend vorgestellt. Fällt ihr doch bei einem abendlichen Besuch am Galgentor eine Frau vor die Füße – tot. Da Mary kurz vor dem Aufprall einen lautstarken Streit und einen Schrei gehört hat, geht man nicht von einem Unfall sondern von eine Verbrechen aus.
So kommt das neu zusammengestellte Team Dorothea „Dodo“ Haug und Kurti Voggel der Kripo Ansbach zu seinem ersten Fall.
Unterschiedlicher, wie diese beiden Ermittler, geht es fast nicht. Kurti, der am liebsten mit dem Rad fährt und auf Salat steht; Doro, die PS-starke Motoren liebt und sich am liebsten von ihrer Mama mit Kuchen verwöhnen lässt; freche Schnauzen alle Beide. Dazu der stille, in sich gekehrte IT-ler Peter. Zusammen machen sie ihren Job ganz gut.
Mir fehlt hier allerdings die Spannung, denn wenn ich einen Krimi lese, sollte davon wenigstens etwas vorhanden sein. Hier leider Fehlanzeige. Der Fall an sich plätschert so vor sich hin, bis er sich schließlich auflöst. Da muss ich gestehen, habe ich mich im Täter total geirrt. Ich hätte den Falschen eingekastelt.
Der Humor, der sich durch den Fall zieht, wie ein roter Faden, hat mich oft schmunzeln lassen, vor allem bei Doros Sprüchen. Aber auch Kurti kann da absolut mithalten. Klasse finde ich z.B. auch Dodos Mutter, die das Herz am rechten Fleck und für ihre Tochter immer was zu futtern hat.
Alles in allem ein Fall, der mir gut gefallen hat, und ein Team, das ich mag. An Spannung sollte die neue Reihe allerdings bitte noch zulegen.
Für den ersten Fall der Kripo Ansbach vergebe ich gut gemeinte 4 von 5 Sternen.
Wenn man alles verloren hat...
Opferstunde von Nicole Neubauer
„Ein unbekannter Täter ist schlimm genug, ein Serientäter ein Albtraum“ Zitat S. 35
Hat München wieder einen Serientäter? Müssen nun alle jungen Frauen in München, die gerne an der Isar joggen Angst haben. Das fragen sich die Mitarbeiter der Münchner Kripo, als in den Isarauen eine junge Frau, Nadine Ritter, erstochen aufgefunden wird.
Genau so, wie vor einem Jahr Sara Prager, die man am Steg am Auer Mühlbach fand. Was verbindet die beiden jungen Frauen? Und wie passt die Obdachlose Margot Zielsch, die ebenfalls erstochen wurde, in dieses Bild?
Die einzigen Zeugen für die beiden neuen Taten wären die Obdachlosen unter der Wittelsbacher Brücke. Doch die sollen in den nächsten Tagen ausquartiert werden, da der Winter vor der Tür steht und mit Überschwemmungen zu rechnen ist.
Die Hauptkommissare Waechter und Brandl mit ihrem Team müssen sich also ran halten um einer neuen Tat mit einem weiteren Opfer zuvor zu kommen.
Da ich den beiden charakterlich so unterschiedlichen Kommissaren schon bei ihren vorherigen Fällen über die Schulter geschaut habe, freue ich mich jedes Mal, wenn ich sie wieder bei ihren Ermittlungen begleiten darf. Ich mag die Beiden einfach. Egal ob den chaotischen, etwas eigenbrötlerischen Waechter oder den mit seiner neuen Familie mit Baby total überforderten Brandl. Beides Männer, die ich mir sehr gut vorstellen kann. Genau so geht es mir mit Lily, der nun schon 16-jährigen Tochter von Brandl, die sich, wenn sie es zuhause bei ihrer Mutter, die mal wieder einen Neuen hat, nicht aushält, zu Waechter flüchtet. Schön, dass auch Elli und der Wächter des Schweigens wieder mit von der Partie sind.
Die Obdachlosen unter der Wittelsbacher Brücke spielen in diesem Fall fast eine kleine Hauptrolle. Nicole Neubauer beschreibt ihr Leben sehr eindrucksvoll und macht sie mit ihren Problemen und Ängsten sichtbar. Genau so beeindruckend beschreibt sie das zweite zentrale Thema in diesem Fall: geschiedene Männer, die das Sorgerecht für ihre Kinder verloren haben und darum kämpfen, Kontakt mit ihren Kindern haben zu dürfen. Auch hier bekommt man einen guten Einblick, da ja auch Brandl in gewisser Weise durch Lily dazu gehört.
Gut gefallen haben mir auch die Sprüche aus dem Drachenzählerlied vor jeden neuen Kapitel. Da werde ich in der nächsten Zeit mal schauen, wo in der Stadt ich sie finde.
Ein psychologisch angehauchter Krimi mit einem hohen Spannungsfaktor, fesselnden Szenen, interessanten, vielschichtigen Charakteren und einigen Wendungen, bei denen ich mich auf falsche Fährten habe führen lassen. Obwohl ich zwischendurch mal einen schwerwiegenden Verdacht hatte, der sich dann auch als richtig heraus gestellt hat, habe ich mich davon weglocken lassen. Naja, das Ende war da noch nicht ganz ausgegoren. Das Ende, ja, das lässt ein paar lose Fäden zurück, aus denen ich schließe, dass es auf alle Fälle mit dem Team Waechter / Brandl weitergehen wird. Und ich freue mich heute schon drauf.
Tolle Tipps – einfach umzusetzen
Zero Waste - so geht´s Einkaufen, putzen, unterwegs sein - alles ohne Müll von Verena Klaus
Tolle Tipps – einfach umzusetzen
Seit einigen Jahren versuche ich unseren Haushalt Müll- und vor allem Plastik-frei zu bekommen. Daher habe ich mich sofort auf dieses Buch von Verena Klaus gestürzt.
Hier bekomme ich eine Sammlung von über 250 Tipps und Ideen, wie ich mit natürlichen Alltagshelfern und ohne große Kraftanstrengung unseren Planeten und meinen Geldbeutel umweltbewusst schonen kann.
Besonders gefallen hat mir, dass Verena aus ihrer eigenen Familie berichtet und den zumeist erhobenen Zeigefinger unten lässt. Man kann Vieles – man muss nichts. Da viele ihrer Tipps so leicht umzusetzen sind, werde ich schauen, was ich in Zukunft auch bei uns noch ändern kann.
Einkaufen, putzen, unterwegs sein – hier lese ich auf einen Blick, was alles geht, wenn man nur ein bisserl kreativ ist. Mich selbst haben die Themen „Schön, gepflegt und gesund“ und „Gesundheit“ besonders angesprochen, da ich hier auch Rezepte zum selbermachen bekomme. „Ende Gelände“ ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht, dem ich aber immer näher komme um auch darüber mal nachzudenken. Auch die anderen Themen enthalten so viele Anregungen und Wissenswertes.
Ich weiß, dass ich nie auf zero = null kommen werde. Aber ich denke, allein der Weg dorthin ist es wert gegangen zu werden – und zwar so gut wie möglich ohne Müll und ohne verzichtbaren Konsum.
Im Anhang bekomme ich noch einige Adressen, die hilfreich sind um Müll zu reduzieren.
Alles in allem ein gelungenes kleines Buch mit vielen Tipps und Anregungen, aus denen man sich genau das raus suchen kann, was man ausprobieren und für sich realisieren möchte.
Trifft leider nicht mehr meinen Geschmack
Den letzten Gang serviert der Tod Alpenkrimi von Maurer Jörg
Was ist denn bloß in der Küche des Sternerestaurants „Hubschmidt´s Lodge, Resort, Mushrooms and More“ passiert? Vier der dreizehn Mitglieder des Kochclubs „Le Treize Plats“ wurden augenscheinlich ermordet:
Thomas Lorek würde in der heißen Suppe ertränkt; Werner Reininghaus, der Schmatzer, Flugkapitän und Vorstand des Kochclubs hat ein Messer im Rücken; Antonia Beissle, die seinerzeit mit Jennerwein in eine Klasse gegangen ist, wurde mit einer Bratpfanne erschlagen und Rico Hubschmidt, der Inhaber des Restaurants, sitzt im Büro auf seinem Stuhl und wurde offensichtlich mit einem Pilzgericht vergiftet.
Wer profitiert von ihrem Tod? Hat der offen stehende Safe etwas damit zu tun? Waren die Vier dem Koch, dem Förster oder den Veganern im Weg?
Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein und seine Truppe, die ich seit dem ersten Fall begleite, tun sich schwer, die vielen Spuren und Hinweise auszuwerten und zu deuten…
Dies ist schon der 13. Fall für Jennerwein und seine Mitstreiter, der aber, wie alle anderen Bücher auch, ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, da die „Fälle“ in sich abgeschlossen sind.
In diesem Fall habe ich es mit so vielen Personen zu tun, dass ich anfangs mal wieder einen Spickzettel benutzt habe, um die Personen irgendwie zuordnen zu können. Aber mit der Zeit bekommt man schon raus wer wer ist.
Die Geschichten von Jörg Maurer zeichnen sich ja dadurch aus, dass er mit sehr viel Humor, Komik und Klamauk arbeitet. Das wurde sogar mir hier etwas zu viel. Denn auch wenn ich anfangs noch über die Scherze, die humoristischen Dialoge oder Situationskomiken lachen konnte, irgendwann ist es für mich nicht mehr lustig. Für mich war das Maß hier mal wieder stark überschritten, die Figuren zu überzeichnet und unglaubwürdig. Außerdem leidet die Spannung extrem, die ich bei einem Krimi einfach mal voraussetze.
Der Fall an sich wird nach vielen Pleiten, Pech und Pannen gelöst. Manche Wendungen haben mir gut gefallen und mich sogar überrascht.
Beim Pappel-Schüppling, dem Blasse Birkenreizger, der Abgestutzten Herkuleskeule, dem Fuchsige Rötelritterling und dem Wohlriechende Schneckling, die solch exotische Namen haben, habe ich, das gebe ich zu, dem Herrn Autor nicht getraut und mich bei Frau Google informiert, ob´s die wirklich gibt. Hier habe ich also auch wieder was gelernt.
Wer Krimis mit viel schwarzem Humor mag, die in die Satire abdriften, ist hier genau richtig. Mir hat der 13. Fall um Jennerwein und seine Truppe aus dem schönen Voralpenland diesmal nicht so gut gefallen.
Hier vergebe ich 3 von 5 Punkte.
Ein spannender und absolut gelungener Einstieg in eine neue Thrillerreihe
Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak
Leila Eidinger, gerade mal 17, fühlt sich nach ihrem Umzug in die neue Stadt allein und verloren. Da lernt sie über ein Internetforum Peer kennen. Als ein heftiger Streit mit ihrem Vater eskaliert, will sie nur noch weg – und verschwindet spurlos.
Kann es da Zufall sein, dass Jan Kantzius und seine Frau Rica an diesem Abend auf der Autobahn dabei sind, wie ein junges Mädchen vor Jemandem zu fliehen scheint, auf die Autobahn rennt und von einem Wagen erfasst wird? Jan, der ihre Hand hält, bevor sie stirbt kann nur ihre letzten Worte verstehen: die Grube.
..
Rica und Jan, die für die Hilfsorganisation Amissa arbeiten, die ähnlich dem Roten Kreuz nach verschwundenen Menschen sucht, nehmen sich dieses Falles an. Und stoßen auf Dinge, die selbst sie an die Grenze ihres Verstehens bringen.
Mit diesem Buch legt Frank Kodiak (Andreas Winkelmann) den ersten Thriller zu einer neuen Reihe um die Privatermittler Rica und Jan Kantzius vor. Extrem spannend, hochaktuell und brisant.
Schon beim Lesen der ersten Zeilen schnellt bei mir der Pulsschlag nach oben und ich fürchte um das Mädchen, das hier um sein Leben rennt – und verliert. Aber wer ist sie und wo kommt sie her? Hat das in der Nähe ausgebrannte Wohnmobil etwas mit ihr zu tun?
Frank Kodiak hat mit Jan und Rica Kantzius zwei sehr unkonventionelle Ermittler geschaffen, die mir ab den ersten Seiten beide sehr sympathisch sind. Obwohl ich bei dem, was sich Jan, der Ex-Polizist, hier und da leistet, schon geschluckt habe. Rica, die aus der Karibik stammt und sich wegen ihres Aussehens und ihrer Hautfarbe immer wieder Anfeindungen ausgesetzt sieht, hat die Gabe ihn immer wieder aus seinem Loch heraus zu holen und ihn zu erden. Die Lebensgeschichte der Beiden erfahre ich in kleinen Happen sehr gut in die Geschichte eingearbeitet. Da Leila nicht das einzige junge Mädel bleibt, die nach einem Umzug verschwindet, haben die Beiden sehr viel zu tun.
Auch die anderen Menschen, denen ich hier begegne haben ihre Ecken und Kanten, ihre Macken und Eigenheiten, an denen ich sie immer wieder gut erkennen kann, egal ob sympathisch oder eher nicht. Eine Mann, der mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben wird, ist Henk. Warum? Das müsst ihr beim Lesen selbst heraus finden.
Die Geschichte ist durch die verschwundenen Mädchen etwas verschachtelt und ich muss sehr aufpassen, dass ich die Fäden langsam zu einem Teppich, der mich zur Auflösung trägt, zusammen gewebt bekomme. Das Ende hat mich einerseits befriedigt, auf der anderen Seite aber auch erschüttert. Was sich Menschen nicht alles einfallen lassen. Schrecklich.
Ein packender, fesselnder, spannender und hoch aktueller Thriller, der zeigt, was der unvorsichtige Gebrauch des Internets anrichten kann. Beste Unterhaltung, bei der ich gut mit ermitteln konnte und nach dem ich mich nun schon auf den nächsten Fall für Rica und Jan freue.
Von mir bekommt der Thriller die vollen 5 Sterne.
So mörderisch kann´s im Harz zugehen
Tod im Harz von Marion Griffiths-Karger
Nachdem Antonia „Tonja“ Grande von klein auf glaubte, ihr Vater sei tot, tritt sie nun sein Erbe an. Zusammen mit ihrer Mutter Adele und ihrem kleinen Sohn Otto zieht sie von Hannover zurück in die Kaiserstadt Goslar. Hier möchte die gelernte Köchin in dem Haus am Schiefernweg eine kleine Pension mit angeschlossenem Restaurant eröffnen.
Warum ihre Mutter sich allen Fragen nach ihrem Vater verweigert? Und warum die Menschen sie hier schneiden und hinter ihrem Rücken tuscheln? Das werdet ihr beim Lesen dieses spannenden Buches schnell erfahren.
Dies ist zwar schon ihr 11 Regionalkrimi, aber für mich ist es der erste, den ich von Marion Griffiths-Karger lesen. Aber ich überlege gerade, welcher ihr nächster für mich sein wird. Ich bin einfach begeistert von ihrer Schreibweise, von ihren Beschreibungen und von den Menschen, die sie kreiert und denen ich hier begegne.
Neben Antonias Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters, tut sich ein zweiter Handlungsstrang auf. Ein seit Monaten verschwundenes Kind wird gefunden. Hat sie etwas mit dem Unfalltod ihres Vaters zu tun? Kriminalhauptkommissar Achim Gruber, der sich von Hannover zur Kripo Goslar hat versetzen lassen, trifft bei seinen Ermittlungen auch immer wieder auf Tonja. Und auch Tonja findet immer mehr über sich und über ihren Vater heraus. Manches, was die junge Frau hier heraus findet, hat mich richtig schockiert.
Marion Griffiths-Karger zieht den Spannungsbogen ab der ersten Seite sehr straff an um ihn bis zum Schluss ganz weit oben zu halten. Ich hatte auch diesmal immer wieder einen Verdächtigen parat bzw. meinte zu wissen, in welche Richtung die neuen Erkenntnisse mich führen würden. Aber Pustekuchen – ich hab mich hier ganz schön blamiert. Das einzige, was ich sehr schnell herausbekommen habe ist, wer oder was "Puttchen Brammel" ist. Wiedr was gelernt.
Ein spannender, interessanter Krimi bei dem es um Demenz, Entführung, fahrlässige Tötung, Fahrerflucht, Körperverletzung, Mord und um Unfallflucht geht. Dazu die vielen Personen, die ich hier habe kennenlernen dürfen. Sehr gute Unterhaltung auf 256 Seiten. Davon will ich mehr!
Die ultimative Liebesformel – absoluter Schwachsinn???
Willst du Blumen, kauf dir welche von Ellen Berg
Als Lena Hagedorn, 34, einen Hilferuf von ihrer Tante Hilde bekommt, packt sie ihre Siebensachen und geht aus der Großstadt zurück auf´s Land in ihren Heimatort. Da der Laden „Für die Dame“ ihrer Tante nicht mehr zu retten ist, wird renoviert und „Lenas Leseparadies“ entsteht. Damit der Buchladen mehr Zulauf bekommt, bietet sie Lesungen an.
Als nächstes kommt der Erfolgsautor Benjamin Floros, eine Mischung aus George Clooney und Brad Pitt mit einem Schuss Jonny Depp, der die ledigen Damen des Ortes anzieht, wie das Licht die Motten. Lena hält seine ultimative Liebesformel für absoluten Schwachsinn und lässt sich auf ein Experiment ein.
Was daraus entsteht? Das müsst ihr beim Lesen selbst heraus finden.
Ich habe schon einige Bücher von Ellen Berg gelesen und bin auch diesmal wieder ganz begeistert. Ich liebe ihren Humor, ihre Leichtigkeit des Schreibens und vor allem ihre aus dem Leben gegriffenen Protagonisten. Menschen wie Du und ich, manche vielleicht ein kleines bisserl chaotischer, aber alle so gut vorstellbar, dass sie real erscheinen.
Lisa, die mir anfangs etwas zu verträumt und in ihrer Einstellung Männern gegenüber naiv erschien, hat sich im Laufe der Geschichte zu einer supernetten, sehr sympathischen jungen Frau gemausert. Aber klar, wer wartet nicht auf den Prinzen auf einem weißen Pferd. Und wenn man hier und da schon runter gefallen ist, bzw. abgeworfen wurde, da hält man sich irgendwann etwas zurück. Aber unvermittelbar – Lisa doch nicht.
Benjamin dagegen kann mit Romantik gar nichts anfangen. Im Gegenteil – beweist doch die von ihm erfundene Formel, dass dass nur ein paar Dinge übereinstimmen müssen und schon klappt´s auch mit dem Mann/der Frau.
Lenas Freundin Michelle war lange Zeit nicht meine „Freundin“. Ich empfand sie einfach als zu engagiert, zu laut, zu anstrengend und teilweise auch übergriffig. Das hat sich aber dann gebessert.
Absolut liebenswert ist dagegen Tante Hilde, die jedes Fettnäpfchen treffsicher findet, jede Situation noch peinlicher macht. So eine Tante hätte ich auch gerne gehabt.
Ich kann mir die kleine Buchhandlung in den verschiedenen Blautönen und den 5 gelben Sesseln – in einem liegt Kater Dewey - sehr gut vorstellen. Auch die anderen Örtlichkeiten und Lokalitäten finde ich sehr gut vorstellbar beschrieben.
Obwohl sich von Anfang an abzeichnet in welche Richtung es gehen wird und was mich erwartet, hatte ich auch bei dieser Geschichte, die das Leben genau so schreiben könnte, wieder ein paar wundervolle, leichte, unterhaltsame Lesestunden. Mit Menschen, mit denen ich mich in meinem Alltag auch gerne umgeben würde.
Für uns ein wunderbarer Einstieg
Willst du Blumen, kauf dir welche von Ellen Berg
„Jabando – Weihnachten 2.0“ ist der 4. Band der christlichen Kinderbuchreihe von Annette Spratte. Zufällig habe ich dieses Buch der Autorin bei einer Leserunde entdeckt und mich riesig gefreut, dass ich es zusammen mit unserem kleinen Nachbarn habe lesen dürfen.
Obwohl ich die ersten drei Bände nicht kenne, hatten wir keine Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen.
L. ist so begeistert von Jojo und Tom, dass er die ersten drei Bände sofort auf seine Weihnachtswunschliste gesetzt hat. Ich denke, da kann der Weihnachtsmann bestimmt was arrangieren.
Wie der Titel schon verrät, geht es um Weihnachten. Jojo und Tom haben sich für ihre Eltern ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht. Sie wollen sich mit ihnen zusammen in die Weihnachtsgeschichte hinein versetzen lassen, damit Mama und Papa Jesus kennenlernen, dessen Bekanntschaft sie schon bei einer eigenen selbständigen Reise ins Innere des Spieles gemacht haben. Und zwar mit dem Nintendo Spiel Jabando. Lassen sich ihre Eltern auf dieses Spiel ein? Und wenn ja, was werden sie da alles gemeinsam erleben?
Das müsst ihr beim Lesen des Buches unbedingt alleine heraus finden.
Jojo und Tom sind zwei so sympathische Jungs, die wir beim Lesen sofort ins Herz geschlossen haben. Nun, zu Weihnachten, wollen sie ihren Eltern den Glauben an Jesus/Gott näher bringen. Und so steigen wir beim Lesen gemeinsam in die Weihnachtsgeschichte ein. Die Personen, denen wir hier begegnen, stellen sich alle so menschlich vor, dass unsere Kopfkinos sehr viel zu tun hatten. Auch regt die Geschichte dazu an, sich eigene Gedanken zum Gelesenen zu machen. Da uns doch ein Altersunterschied von fast 60 Jahren trennt, hat uns das Diskutieren hierzu besonders großen Spaß gemacht.
Am Schluss der Geschichte findet man noch Jabandos Themenschatz mit Anmerkungen und kleinen Fragen, mit den im Buch angesprochenen Bibelstellen. Wir erfahren, wie Familie Spratte Weihnachten feiert und ein Rezept für Nusstaler bekommen wir auch noch. Das werden wir bald mal ausprobieren. Die uns ganz zum Schluss vorgestellten 3 Vorgängerbände haben wir schon lange entdeckt.
Ein aufregendes, weihnachtliches Abenteuer, zum Lesen oder Vorlesen, das unser kleiner Nachbar und ich sehr genossen haben.










