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Rezensionen von gaby2707:
Da kommt Fernweh auf
Vis-à-Vis Reiseführer Karibik
KARIBIK – inspirieren, planen, entdecken, erleben aus der Vis-à-Vis Reihe vom DK Verlag führt mich in eine der für mich schönsten Ecken dieser Erde.
Auf 480 Seiten bekomme ich alles, was die Karibik mit ihren vielen Inseln zu bieten hat. Die ersten beiden Seiten geben mir einen Überblick, wo zwischen Atlantik und Karibischem Meer ich mich gerade aufhalte.
Bevor ich mich den einzelnen Inseln widme, bekomme ich einen Überblick über die Karibik ganz allgemein. Mit wunderschönen farbenfrohen Bildern, die sich durch das ganze Buch ziehen und einladen, die Menschen, die Flora und Fauna der karibischen Inseln zu besuchen, beginne ich meine Reise durch diese wunderbare Welt.
Ich bekomme eine Kurzübersicht über alle Inseln, lerne fertige Touren, Traumstrände, Wunder der Natur, Wassersportgebiete, 3-D-Aufrisszeichnungen der spannendsten Bauwerke und gezeichnete Spaziergänge durch die schönsten Städte kennen. Tipps für Outdoorfans, Familien, Genießer und Sportfans bekomme ich genau so wie eine monatliche Aufstellung über die karibischen Feste und eine kurze Reise in die Geschichte.
Unsere Reise beginnt mit der größten Karibikinsel Kuba. Weiter geht’s mit den Großen Antillen wie Cayman Islands, Turks und Calcos Islands, den Bahamas, Jamaika, der Dominikanischen Republik, Haiti, Puerto Rico, Virgin Islands, Anguilla, St. Martin, Saba und St. Eustatius, St. Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, St. Barthélemy, Guadeloupe, Martinique,, Domenica, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadienen, Grenada, Barbados, Trinidad und Tobago. Am Schluss erreichen wir die südlichen Karibikinseln Aruba, Curaçao und Bonaire.
Zu jeder Insel bzw. Inselgruppe hält das Buch eine Karte bereit mit Lage und nummerisch aufgeführten Sehenswürdigkeiten, die dann ausführlich erläutert werden. Alle Highlights und Sehenswürdigkeiten Region für Region und Insel für Insel. Hotels, zwei Seiten praktische Tipps mit bester Reisezeit, Information, Einreise, Anreise, Sicherheitshinweise, Gesundheit, Mobiltelefon und WLAN, Verkehrsmittel, Geld, LGBT+ Reisende und politisches System, sowie ein „Schon gewusst“-Button komplettieren die Hinweise. Und immer wieder diese traumhaft schönen Bilder.
Für die optimale Vorbereitung bekomme ich ganz zum Schluss noch Informationen für Einreise, Sicherheitshinweise, Zoll, Versicherungen, Impfungen, Geld, Reisende mit besonderen Bedürfnissen, Kreuzfahrten, Flugreisen, Inselhopping, Fähren und Segeln.
Mit diesem Vis-à-Vis Reiseführer kann die Planung beginnen und mich dann zu den schönsten Inseln der Erde bringen.
Ich habe einen neuen Sehnsuchtsort gefunden – die Insel Texel
Das Leuchten der Inselblumen von Mina Gold
Anna Fischer ist auf Texel angekommen. Sie liebt ihren kleinen Blumenladen, ihren Zwergdackel Prinz Harry, der mit seinem Übergewicht zu kämpfen hat und vor allem ihren Freund, den Tierarzt und Handwerker Ole Nordin. Ihre gute Freundin und Nachbarin Roosalinda Van der Meer ist verstorben und Anna ist ziemlich überrascht, als sie zur Testamentseröffnung eingeladen wird.
Gleichzeitig macht sie sich zusammen mit Kommissar Neeson, der Cold Cases bearbeitet, auf die Suche nach Spuren ihrer Schwester Anouk. Irgendjemandem scheint das aber ganz und gar nicht zu gefallen...
Dies ist schon der 2. Band der Inselblumen-Trilogie von Mina Gold. Da ich den ersten Teil (noch) nicht kenne, war ich unsicher, ob ich hier gleich würde einsteigen können. Ich muss sagen, mir ist das echt gut gelungen. Viele kleine Rückblicke in die Vergangenheit machen das Bild für mich rund; wecken aber auch die Neugier, das erste Buch noch lesen zu wollen.
Der leichte und sehr eingängige Schreibstil von Mina Gold haben mich Seite um Seite verschlingen lassen. Durch die Suche nach Annas Schwester und einigen anderen mysteriösen Begebenheiten ist die Geschichte an manchen Stellen so spannend wie ein Krimi. Eine Lesepause einzulegen ist mir sehr schwer gefallen.
Die allermeisten Menschen, denen ich hier begegne, sind mir sehr sympathisch. Allen voran Anna, mit ihrer liebenswerten, meist unbeschwerten Art, die schon einiges in ihrem Leben mitgemacht hat und der auch hier immer wieder schlimm mitgespielt wird.
Ihren Freund Ole, Typ großer, gutaussehender Kuschelbär, mag ich auch sehr. Aber auch den stillen, in sich gekehrten Kommissar Neeson mag ich gerne. Bei Evelyn hat es etwas gedauert bis ich mit ihr warm geworden bin. Aber dann hat auch sie mein Herz erobert. Und natürlich Zwergdackel Prinz Harry, meine allerliebste Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Aber wie im wahren Leben gibt es auch immer Menschen, die ich nicht so mag.
Ich bin Anna sehr gerne gefolgt, auf ihren Wegen über die Insel Texel; habe Ole beim Windsurfen zugeschaut und mir den frischen Wind um die Nase wehen lassen; war bei Luuk und seinen Wollschweinen; natürlich im Blumenladen, wo ich mir die Vielfalt des Sortiments gut vorstellen kann; im Bruijnshof von Annas Großeltern habe ich mich umgeschaut; genau so wie im Haus von Roos und dem Haus, wo Ole mitten in der Natur lebt.
Der Ausflug auf die holländische Insel hat mir sehr gut gefallen. Nun werde ich erst mal den Auftakt der Trilogie lesen und mich dann auf den 3. Band freuen um zu lesen, wie es meinen neuen Freunden nach dem Schicksalsschlag am Ende dieser Geschichte hier ergeht.
Für die gute Unterhaltung und eine spannende Geschichte bekommt das Buch von mir 4,5 von 5 Sternen.
Gelungenes Debüt, angesiedelt in einer wunderschönen Gegend
Nordwesttod von Svea Jensen
Nach unschönen privaten Erlebnissen und Vorkommnissen hat sich Kommissarin Anna Wagner, 37, von München zum LKA Schleswig-Holstein versetzen lassen. Hier soll sie eine neue Abteilung für Vermisstenfälle einrichten. Ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording. Hier haben die Kollegen Nina Brechtmann, 32, als vermisst gemeldet.
Die Umweltaktivistin mit einflussreichem Hoteliershintergrund ist nach ihrem Urlaub nicht wieder zum Dienst in der Seehundestation erschienen. Zusammen mit dem neuen Dienststellenleiter Hendrik Norberg, ehemaliger Mordermittler aus Itzehoe, und dem jungen Nils Scheffler versucht Anna Wagner alles, um die junge Frau zu finden. Aber je tiefer sie graben, desto mehr Ungereimtheiten kommen zutage.
Mit "Nordwesttod" hat Autorin Svea Jensen einen tollen Start für eine neue Krimireihe um die Soko St. Peter-Ording hingelegt.
Gleich im Prolog treffe ich auf zwei Polizisten, die an einen schauderhaften Tatort, Autounfall mit Personenschaden, vorbei kommen. In wie weit sich diese Szene dann in den Vermisstenfall einfügt, erfahre ich erst viel später im Laufe der Ermittlungen.
Der Fall ist so verzwickt und hält mich dauernd in Alarmbereitschaft, weil ich nichts verpassen will. Einige Wendungen geben dem Fall immer neue Richtungen bis er sich schlussendlich doch nachvollziehbar auflöst. Ich frage mich immer wieder, wie Menschen so weit gehen können.
Der Schreibstil der Autorin fesselt mich von der ersten Seite an die Geschichte. Es gibt zwar einige Tote, aber dieser Krimi kommt ohne großes Blutgemetzel aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt.
Interessant machen diesen Fall auch die vielen sehr verschiedenen Charaktere, die ich hier nach und nach kennenlerne.
Zum einen, die neue Ermittlerin Anna Wagner, die mir ab dem ersten Kennenlernen sehr sympathisch ist. Ich hoffe, ich werde noch viel von der empathischen, humorvollen Teamplayerin lesen dürfen.
Das Gleiche gilt für Hendrik Norberg. Mir gefällt, dass er nach dem Tod seiner Frau die Karriere zugunsten seiner beiden Söhne zurück stellt. Auch wie er mit seinen neuen Kollegen auf der Polizeistation umgeht, finde ich sehr gut.
Ich mag es sehr, wenn ich die Ermittler neben ihrem Dienst auch in ihrem Privatleben kennenlernen darf. Die Mischung ist hier sehr gut gelungen.
Aber neben den sehr sympathischen Menschen hier, gibt es auch die, mit denen ich nicht befreundet sein möchte, wie z.B. POM Michael Paulsen, Kai Helllmer, Bent Forsgren oder Constanze und Sophie Brechtmann.
Alle Menschen, denen ich hier begegne sind farbig ausgearbeitet, schon jetzt sehr gut vorstellbar und authentisch.
Die Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Ich habe mich bald an der Nordseeküste wohl gefühlt. Ich hoffe, dass ich selbst bald dort wieder ein Krabbenbrötchen essen kann.
Der erste Fall der Soko St. Peter Ording hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den 2. Fall, der ja wohl schon im Mai erscheint.
Tod in der Lübecker Bucht
Das Todesboot von Ulrike Busch
Die Hotelerbin Nela Dodesen wird tot in einem alten Fischerboot in der Lübecker Bucht gefunden. Im gleichen Boot fand vor 10 Jahren eine andere junge Frau, Carina Bartelson, ihren Tod. Hat Molly recht, wenn sie annimmt, dass die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen?
Molly Bleck und ihre Kollegen Malte Graf und der junge Ben Fink haben nicht nur mit dem neuen und dem alten Fall alle Hände voll zu tun.
Molly muss außerdem noch das plötzliche Auftauchen ihres lange Jahre verschwundenen Mannes Ole verarbeiten und neu überdenken.
Was mir sehr gut gefällt, ist der Spruch eines unbekannten Verfassers auf der ersten Seite des Buches.
Dann wird für Diejenigen, die neu in die Serie einsteigen, das Stammpersonal der Serie kurz vorgestellt. Für Jene, die die ersten beiden Fälle der SoKo Mysterious "Der Herzmuschelmörder" und "Der Strandhexenmord" nicht kennen, wird es aber kein Problem, sein hier einzusteigen.
Auf den ersten Seiten wird es auch schon spannend und irgendwie gruselig, weil ich noch nicht genau weiß, was hier gerade passiert.
Mit „Das Todesboot“ bin ich das 3. Mal an der Ostseeküste und darf Molly, Malte und Ben bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen. Ich genieße es richtig, die Gespräche der Ermittler mit verfolgen zu können, sie auf ihren Touren zu begleiten und dabei auch noch etwas von der wunderschönen Landschaft dort oben, die die Autorin so eindrucksvoll beschreibt, mit zu bekommen.
Die Menschen, die ich hier kennenlerne, könnten verschiedener nicht sein. Ulrike Busch hat ihnen allen ihre eigene Persönlichkeit mitgegeben, so dass sie richtig menschlich und gut vorstellbar auftreten. Eine Frau hat mich besonders beeindruckt: Mechthild Bartelson, die Oma des Opfers von vor 10 Jahren. Warum? Das werde ich hier nicht verraten. Es gibt aber auch Menschen, die mir vom ersten Lesen an unsympathisch sind. Auch die müsst ihr selbst kennenlernen.
Je näher ich sie kennenlerne, desto mehr mag ich Molly Bleck und auch ihre Freundin Janna. Ich finde es klasse, wie sie mit dienstlichen als auch privaten Situationen umgeht. Auch in diesem Buch finde ich Puzzlesteine, die ihr Leben ausmachen und kann sie zusammen. Überhaupt sind alle Mitglieder der SoKo sehr sympathisch, sogar der Chef Willem Wichmann. Obwohl sie einerseits knallharte Ermittler sind, haben sie sich ihre liebenswerten Seiten erhalten.
Ab der ersten Seite fühle ich mich in die Geschichte eingebunden. Ich kann mit ermitteln, mir meine eigenen Gedanken zum Fall machen und habe mich auf eine falsche Fährte locken lassen. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, der Auflösung sehr nahe zu sein. Es hat aber noch ziemlich gedauert, bis sich die beiden Fälle aufgelöst und der Täter überführt war. Die Spannung baut sich langsam auf, bleibt etwas im Hintergrund, ist aber immer präsent.
Der Abschluss der Geschichte ist wieder so schön und harmonisch, dass ich über die Schrecklichkeiten, die ich zuvor gelesen habe, gut hinweg komme.
Auch der 3. Fall der SoKo Mysterious hat mich wieder eingefangen und sehr gut unterhalten. Dafür bekommen Molly, Malte und Ben 5 leuchtende Sterne.
Mord? Suizid oder natürlicher Tod? - Das ist hier die Frage
Münchhausenschock von Deborah Emrath
Kriminalhauptkommissarin Emma Stanford wird zum idyllisch an der Weser gelegenen Campingplatz in Rühle gerufen. Sonderschullehrerin Carolin Merker liegt dort tot in ihrem Wohnwagen. Suizid? Mord? Oder doch ein natürlicher Tod? Vor diesem Rätsel steht die Kommissarin mit ihrem Team. Bei den Recherchen stößt sie auf einen Fall von vor 5 Jahren, in den die Lehrerin verstrickt war und bei dem ein 11-jähriger Junge durch einen Mitschüler ums Leben kam.
Außerdem ist plötzlich Sabine Klenkemeyer, die Mutter des damals getöteten Jungen, verschwunden. Hängt das alles zusammen? Als Emma in ihrem Fitnessstudio zusehen muss, wie neben ihr ein Mann zusammenbricht, hat sie den zündenden Gedanken. Kennt sie nun wirklich die Ursache von Carolins Tod?
Nachdem ich in „Münchhausenwut“ die leichte und eingängige Schreib- und Erzählweise von Deborah Emrath kennen- und schätzen gelernt habe, musste ich natürlich auch bei dem neuen Fall von Emma Stanford mit dabei sein. Und ich habe es nicht bereut.
Rasant, verzwickt, mit einer gehörigen Portion Spannung, die sich durchgängig hoch hält, und sehr viel Recherchearbeit geht dieser Fall von Anfang an in die Vollen. Mir hat es wieder großen Spaß gemacht, den Gedankengängen der Ermittler zu folgen; dabei zu sein, wie sie ihre gezogenen Schlüsse wieder verwerfen müssen; um dann auf neuen Wegen endlich zur Lösung zu gelangen. Viele kleine Puzzlesteine werden immer wieder neu sortiert um schließlich ein Gesamtbild und die Auflösung zu ergeben. Bei mir hat es bis kurz vor Auflösung gedauert, dass ich gecheckt habe, wer hier sein tödliches Spiel gespielt hat.
Genau so viel Spaß hat es mir gemacht, durch die Straßen und Gassen von Hameln und Bodenwerder zu spazieren und die Ermittler auf ihren Wegen zu begleiten.
Es hat mich riesig gefreut, dass sich Emma und ihr Mann Andreas zusammengerauft haben und nun auch wieder, zwar in verschiedenen Dienststellen, zusammen arbeiten.
Die einzelnen Kapitel sind mit Namen, Wochentag, Datum und Tageszeit angegeben, was es mir erleichtert die vielen kleinen Ereignisse in ihrer Reihenfolge besser einordnen zu können.
Die Figuren, die ich im ersten Fall kennengelernt habe, haben sich weiter entwickelt. Und ich habe auch neue Menschen in Hameln und Bodenwerder kennengelernt. Bis auf ganz wenige sind sie mir rundum sympathisch. Aber es gibt halt auch immer „die Anderen“ mit denen ich nicht so viel zu tun haben oder befreundet sein möchte.
Ich habe einiges über „Sonderschulen“ gelernt, ein Thema, das die Autorin hier sehr gut eingearbeitet hat. Ich bewundere die Menschen, die dort arbeiten, die die benachteiligten Kinder fördern und aufbauen. Und ich verstehe die Eltern nicht, die das nicht anerkennen; die ihre Kinder zusammen mit Kindern ohne Handicap in eine Grundschule schicken. Aber das ist ein Thema, da kann man stundenlang drüber diskutieren. Hier wird den Kindern durch eine dieser Lehrerinnen eine Stimme gegeben.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch jetzt noch, wo ich den Täter schon kenne, bin ich erschüttert, was alles geschehen kann, wenn die lange aufgestauten Emotion sich ein Ventil suchen.
Mich hat diese wendungsreiche Geschichte mit interessanten Menschen und einem spannenden Thema sehr gut unterhalten.
Der 13. Fall für Loretta Luchs – allerbeste Unterhaltung
Schach mit toter Dame von Lotte Minck
Cäcilie und Käthe, zwei ältere Damen mit denen Loretta Luchs seit ihrem letzten Fall befreundet ist, sind sich sicher, dass Heribert, ihr Mitbewohner aus Suite C der Seniorenresidenz „Herbstglück“, keines natürlichen Todes gestorben ist. Außerdem besaß er vor seinem Ableben eine sehr kostbare antike Kaminuhr und einen persischen Teppich von hohem Wert.
Beides, meinen die beiden Damen, sei gegen billigen Tand ausgetauscht worden. Für die Beiden ein Fall, den nur Loretta lösen kann. Sie haben da auch schon einen Plan. Da die Küchenhilfe wegen eines gebrochenen Handgelenks für einige Wochen ausfällt, wird dringend eine Aushilfe gesucht. Wie gemacht für den andakawwa Einsatz von Loretta. Vor allem auch, weil tags drauf ein weiterer Mord geschieht.
Ich liebe die wundervollen Cover von Ommo Wille. Diesmal sehr dunkle, der Jahres- und Tageszeit für einen Mord angepasst; mit vielen kleinen Details, die man erst bei genauem Hinschauen entdeckt.
Die Überschriften zu jedem Kapitel als Kurzübersicht, was im nachfolgenden Kapitel passiert, gefallen mir sehr gut! Da habe ich gleich die ersten Bilder im Kopf und freue sich umso mehr auf die kommenden Seiten.
Loretta und ihre Freunde, denen ich auch hier immer wieder begegne, kenne ich nun schon seit vielen Jahren. Sie sind schon wie gute Freunde geworden. Was zu einem guten Teil auch an dem tollen Schreib- und Erzählstil von Lotte Minck liegt. Sie bringt mir ihre Personen auf so liebevolle Weise nahe, dass man die meisten einfach mögen muss. Natürlich gibt es auch hier, wie im richtigen Leben, Menschen, die ich nicht von Anfang an ins Herz geschlossen habe. Die sich aber so positiv entwickeln, dass ich sie dann doch gern haben muss. Hier im Seniorenheim lerne ich eine bunte Palette von Persönlichkeiten kennen.
Um bei ihren Geschichten nicht auch alle Vorgängerbände kennen zu müssen, um sich zurecht zu finden, hat Lotte Minck alle Bücher so angelegt, dass sie alle in sich abgeschlossen sind. Es sind auch hier wieder kleine Rückblicke eingeflochten, die auf andere Geschichten hinweisen, dass man auch die noch lesen möchte. Und das lohnt sich auf alle Fälle.
Die Handlungsorte sind so gut beschrieben, dass ich meine, mittendrin zu sein im Ruhrpott. Dazu trägt auch Frank mit seinem unverwechselbaren Dialekt mit bei. Und auch Cäcilie hat diesen Slang gut drauf.
Da Loretta dieses Mal in der Küche arbeitet, gibt es auf den verschiedenen Buffets so viele Köstlichkeiten, dass mir das Wasser im Mund zusammengelaufen ist.
Wie bei den Krimödien gewöhnt, wechseln sich auch hier Humor vom Feinsten und Spannung ab. Ich kann mit Lachen und genau so gut mit ermitteln, was bei der Fülle der Tatverdächtigen diesmal nicht so einfach ist. Und den/die Täter hatte ich bis kurz vor Auflösung nicht auf dem Schirm. Es löst sich dann alles nachvollziehbar und zu meiner vollsten Zufriedenheit auf.
Auch dieser 13. Fall für Loretta, ihre Freunde und Kommissarin Astrid Küpper hat mir wieder humorvoll-spannende Lesestunden beschert. Dafür gibt’s von mir 5 leuchtende Sterne.
Osterhases bester Freund
Wie Fuchs und Hase Ostern feiern von Ilona Cornelia
Nachdem ich das Cover mit Fuchs, Hase und Eichhörnchen bewundert habe, denen man ansieht, wie viel Spaß sie haben, lerne ich vor Beginn der Geschichte die beiden Hauptakteure, Fuchs Frank und Hase Heini, kennen. Von den Beiden hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen gewünscht.
Dann komme ich auch schon zu dem Bau der Beiden und ihr Abenteuer beginnt:
Nachdem der Winter vorbei ist, fällt dem kleinen Hasen Heini ein, dass sein Vater ihm etwas ganz Wichtiges erzählt hat.
Er ist in seiner Familie der nächste Osterhase. Doch wie soll er das anstellen? Als sein Freund der kleine Fuchs Frank merkt, dass er so traurig ist, lässt er nicht locker, bis Heini ihm von seinem Kummer erzählt. Gemeinsam finden sie einen Weg, wie sie die vielen Ostereier am Ostersonntagmorgen zu den vielen Ablageplätzen bringen wollen. Und sie bekommen sogar noch Unterstützung. Aber mehr wird hier nicht verraten...
Geschichten aus der Sicht von Tieren erzählt, mag ich sehr gerne, auch wenn sie wie hier eher menschlich daher kommen. Wenn sie so niedlich ausgeführt sind, wie hier die Freundschaft, die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt zwischen dem kleinen Fuchs und dem kleinen Hasen, dann geht mir das Herz auf. Sie finden ja sogar noch andere kleine Helferlein und sind bei der Ostereierversteckaktion nicht alleine.
Die Idee zu dieser Geschichte finde ich einfach toll. Ilona Cornelia erzählt kindgerecht, sehr einfühlsam und sehr gut lesbar. Die kleinen farbigen Bilder im Buch von Özgur Meral passen sich sehr gut in den Text ein. Aber auch mir als Erwachsene macht die Geschichte richtigen Spaß. Unser Kleiner wird bestimmt mitfiebern, ob die Beiden das Osterfest noch retten können. Ihm wird es auch gefallen, dass sich unter so verschiedenen Tieren wie hier Hase und Fuchs eine Freundschaft entwickeln kann.
Da Viele heute nicht mehr wissen, warum eigentlich das Osterfest gefeiert wird, gefällt mir die kurze Erklärung in Verbindung mit Jesus, sehr gut. Wie Hasen und Eier zueinander gehören, wusste ich noch nicht und finde es sehr interessant.
Sehr gut gefallen hat mir auch die kurze Zusatzgeschichte hinten im Buch vom Kennenlernen der beiden ungleichen Freunde.
Bei amazon wird das Buch ab 1 Jahr und älter empfohlen. Ich finde, das Kind sollte mind. 2 Jahre alt sein um einigermaßen verstehen zu können, worum es in der Geschichte geht. Aber dann werden alle ihren Spaß damit haben.
Da die Geschichte durchgängig ist, habe ich mir bei einzelnen Passagen selbst eine „Pausennotiz“ gemacht. Denn alles auf einmal lesen wird für unseren Kleinen, der gerade 2 ½ ist, zu schwierig. So haben wir auch länger etwas von Heini und Frank.
Einen kleinen Kritikpunkt zum Text habe ich noch: Mit Steinen nach Jemandem oder nach Etwas werfen geht bei mir gar nicht. Auch nicht einfach so in den Baum hinauf, wobei Frank ja weiß, dass dort Jemand ist – wenn auch „nur“ ein Eichhörnchen.
Ihr sucht noch eine wunderschöne Ostergeschichte für eure Kleinen oder auch Großen? Dann seid ihr hier genau richtig!
Trotz der kleinen Kritikpunkte bekommt diese so besondere Geschichte von mir 5 funkelnde Sterne.
Ein Buch, das kleinen Turner, Tänzer und Musiker bestimmt begeistern wird
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 71 - Turnen, tanzen, Musik machen von Constanza Droop
Auch dieses neue Buch aus der Serie „Wieso? Weshalb? Warum“-Junior, das sich an Kinder von 2 – 4 Jahren wendet, hat sofort das Interesse meines kleinen Enkels geweckt. Schon das farbenfrohe Buchcover mit den vier Kindern animiert zu Bewegung, zum turnen, tanzen und Musik machen.
Dann sind wir auch schon in der Turnhalle und ziehen uns um.
Weiter geht es mit den Fragen:
Welche Kleidung trägst du beim Sport?
Womit fängt das Kinderturnen an?
Was wird in der Turnhalle aufgebaut?
Welche Übungen machst du beim Yoga?
Warum macht Tanzen Spaß?
Wie bewegst du dich beim Ballett?
Wie wird Musik gemacht?
Wann kannst du draußen toben?
Zu allen Themen gibt es reichhaltige Erklärungen und viele kleine Texte und Bilder, die für die Kleinen sehr ansprechend und kindgerecht gestaltet sind. So bekommen sie einen Einblick ins Kinderturnen, die vorgestellten Yogaübungen haben wir gleich mitgemacht, haben die verschiedenen Tänze ausprobiert und unsere Beine in der Ballettstunde gehoben. In der Musikstunden haben wir uns die verschiedenen Instrumente genau angeschaut.
Die vielen kleinen Klappen auf den einzelnen Seiten unter denen sich weitere Bilder und Erklärungen finden lassen, hat unser Kleiner sofort entdeckt und findet sie toll.
Mir persönlich gefällt sehr gut, dass es unter den Kindern z.B. ein Mädchen gibt, das im Rollstuhl sitzt und trotzdem bei allem mitmachen kann. Genau so wie zwei kleine Jungs mit etwas dunklerer Hautfarbe. So lernt unser Kleiner auch hier die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft spielerisch kennen.
Musik und Sport ist für unser Wohlbefinden so wichtig. Hier lernen schon die Kleinsten wie viel Spaß es machen kann, sich zu bewegen oder zu musizieren. Vor allem muss man das alles nicht alleine machen.
Uns gefällt dieses kleine Buch sehr gut und wir werden bestimmt noch öfter die ein oder andere Übung mitmachen. Für Aufmachung und Inhalt bekommt das Buch die volle Punktzahl von 5 Sternen.
Da werden kleine Patienten schnell wieder gesund
Elmedin und der Zaubertukan von Bernadette Németh
Der quirlige Krankenhausgeist Elmedin hat ein großes Problem. Er braucht dringend einen Assistenten, damit er die vielen Kinder, wie z.B. Lena und Florian, die hier im Krankenhaus liegen, weiterhin bespaßen, von ihren Sorgen ablenken und vor allem ihnen Mut machen kann. Da kommt es gerade recht, dass der kleine Tukan Rico, der aus dem Zoo geflohen ist, bei ihm im Krankenhaus landet.
Gemeinsam bringen die Beiden ganz schön viel Trubel, aber auch Spaß, Freude und Liebe auf die Kinderstation. So ist auch für Lena und ihren Zimmernachbarn Florian die Zeit im Krankenhaus nur noch halb so schlimm.
Mich hat das kunterbunte Cover auf dem Tukan Rico und seinem unverwechselbaren Schnabel und Krankenhausgeist Elmedin abgebildet sind, sofort angesprochen. Der zurückgezogene Vorhang, der Blick aus dem Fenster und auf die vielen Kleinigkeiten, die auf der Fensterbank liegen, machen richtig Lust auf die Geschichte.
Bernadette Nemeth hat mit diesem Buch eine wunderbar einfühlsame, rührende und Mut machende Krankenhausgeschichte für Kinder ab 3 Jahren erschaffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte den Kindern, die ins Krankenhaus müssen, die Angst davor etwas nimmt. Und denen, die im Krankenhaus liegen, Mut und Zuversicht gibt und die Zeit dort etwas kurzweiliger macht.
Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig vorlesen. Durch die relativ große Schrift finde ich sie auch für Leseanfänger sehr gut geeignet. Aufgeteilt in 22 einzelne kleine Kapitel, die eine zusammenhängende Geschichte ergeben, kann man die auch sehr gut als Gute Nacht Geschichte an mehreren Abenden (vor)-lesen. Auf verschiedenen Seiten finde ich auch fantasievolle schwarz-weiß Illustrationen, die z.B. der kleine Patient oder Leser nach dem Lesen ausmalen und so die Geschichte mit gestalten kann.
Sehr schön und vor allem verständlich für die Kleinen in der Geschichte angesprochen, finde ich das Thema „zu wenig Zeit für zu viele Patienten“. Aber dabei helfen ja hier Elmedin und Rico.
Es hat Spaß gemacht, dem Weg von Rico aus dem Nebelwald bis ins Krankenhaus zu folgen und Lena und andere Kinder im Krankenhaus zu begleiten. Ich lerne die nette Ärztin Susanne kennen, die den Kindern mit ihren Geschichten die Angst vor dem Pieks der Spritze nimmt und die mit den Kindern kleine Geheimnisse teilt. Und natürlich Elmedin, den Krankenhausgeist.
Eine spannende, liebevolle, interessante und humorvolle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Die kindgerecht auf den Aufenthalt in einem Krankenhaus einstimmen kann und dort etwas Licht und Sonne in den Alltag bringt.
5 verdiente Sterne und eine Leseempfehlung für diese wunderschöne Krankenhausgeschichte von Bernadette Nemeth und die tollen Illustrationen von Elisabeth Nemeth-Lang.
Toller Start in eine neue Reihe mit deutsch-österreichischer Zusammenarbeit
Grenzfall - Der Tod in ihren Augen von Anna Schneider
Oberkommissarin Alexa Jahn ist noch nicht richtig an ihrem neuen Arbeitsplatz bei der Kripo im oberbayerischen Weilheim angekommen, da muss sie auch schon wieder los. Zusammen mit ihrem Chef Ludwig Brandl, ihrem neuen Kollegen Florian Huber und einigen Mitgliedern der Bergwacht geht’s zum Brauneck in Lenggries.
Dort hat man auf einem Wanderweg einen herrenlosen Rucksack entdeckt und an einer Felswand der Demmelspitze eine Frau – aber nur deren Oberkörper. Die Auffindesituation deutet auf Mord hin, nur ohne Papiere, Führerschein etc. können die Ermittler nicht viel machen. Auch Vermisstenanzeige, die auf die Frau passen könnte, gibt es keine. Dann meldet sich Chefinspektor Bernhard Krammer, LKA Tirol, aus Innsbruck, dessen Mannschaft Leichenteile in einem Müllsack aus dem Achensee geborgen haben. Die Teile passen zusammen und eine Schnitzeljagd im deutsch-österreichischen Grenzgebiet beginnt. Zu allem Unglück hat Alexas neuer Chef einen Unfall und übergibt ihr die Leitung des Falles, was vor allem Florian Huber sauer aufstößt. Die erste Bewährungsprobe für „die Neue“ wird hart.
Mit „Grenzfall – Der Tod in ihren Augen“ legt Anna Schneider den spannenden Start zur neuen „Grenzfall“-Reihe vor.
Wenn ich das Buch aufschlage, bekomme ich auf der Klappenbroschur das neue Ermittlerteam Jahn und Krammer vorgestellt. Auf der Innenseite folgt ein Kartenausschnitt des Gebietes, wo ich mich zusammen mit den Ermittlern die nächsten Stunden und vielleicht Tage aufhalten werde.
Und dann geht’s los, aber richtig. Der Prolog lässt meine Härchen zu Berge stehen und die Spannung ist da. Obwohl es dann erst mal ein bisserl ruhiger zugeht, lässt sie mich nicht mehr los, bis der Fall geschlossen werden und Alexa endlich ihr neues Büro in Weilheim, Zimmer 23 einnehmen kann. Dann ist sie endlich angekommen.
Klar, die Idee über Ländergrenzen hinaus zu ermitteln ist nicht neu. Wenn man aber zwei so unterschiedliche Charaktere wie hier auf der deutschen Seite die junge Alexa Jahn und den knurrigen Bernhard Krammer auf österreichischer Seite hat, bringt allein das eine gewisse Spannung. Für Alexa doppelt heikel, weil sie ja auch in ihrer Dienststelle das Team erst mal hinter sich bringen muss.
Mir gefällt die äußerst engagierte Alexa Jahn, die auch mal Alleingänge wagt, von Anfang an richtig gut. Sie hat zwar anfangs etwas Schwierigkeiten sich durchzusetzen, was ihr aber immer besser gelingt und sie sich die Anerkennung der Kollegen hart erarbeitet.
Dazu im Gegensatz der eigenbrötlerische, etwas knurrige Bernhard Krammer, der ein Trauma mit sich herum schleppt, weswegen er auch seine Lieblingsstadt Wien verlassen hat. Es dauert seine Zeit, bis sich die Beiden annähern. Aber dann lerne ich Krammers liebenswürdige Art und helfende Hand kennen. So schlimm is er gar nicht.
Mit ihrem bildhaften Schreibstil lässt Anna Schneider die Örtlichkeiten vor meinen Augen erscheinen. Sie erweckt die Menschen zum Leben, so dass ich sie wie lebensecht vor mir sehe. Sie hat die Mentalität der Menschen,die Atmosphäre der Berge und der ländlichen Gegend wunderbar eingefangen und an mich als Leserin weitergegeben.
Der Fall selbst gestaltet sich sehr verzwickt, die Auflösung braucht sehr lange und wegen des Motivs musste ich doch mal schlucken. Wie weit Hass und Verletzungen doch reichen können.
Zum Schluss kommt es zu einer Beichte von Alexas Mutter, die es für mich wirklich nicht gebraucht hat. Aber gut. Da mir der erste Grenzfall ansonsten sehr gut gefallen hat und ich mich schon auf Fall Nr. 2 freue, werde ich, genau wie Alexa, auch damit zurecht kommen.
Noch ein paar Seiten weiter bekomme ich noch ein Appetithäppchen aus dem nächsten Fall, der im Frühjahr 2022 in den Handel kommt und den ich bestimmt lesen werde.
Anna Schneider hat mich sehr gut in ihrem ersten Fall für Jahn und Krammer aufgenommen. Ich wurde bestens unterhalten, konnte mit ermitteln und mit fiebern und die Lösung des Falles hatte ich mir so nie vorgestellt. Also – alles richtig gemacht!











