Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gaby2707:
Eine tolle Superheldin wider Willen
Carla Chamäleon: Zoff im Zoo von Franziska Gehm
Carla Niemann ist ein ganz normales 11-jähriges Mädchen, bis sie sich eines Tages verändert. Immer wenn sie nervös wird, verschmilzt sie mit ihrer Umgebung bzw. löst sich in Luft auf, wie ein Chamäleon. Sie hat Chamäliose, gegen die es bisher kein Heilmittel gibt. Nun bekommt sie ihren ersten Auftrag vom Geheimbund „Die Kavaliere“, dem sie sich angeschlossen hat.
Sie soll einen Kioskbesitzer beschatten, der wohl immer zu wenig Wechselgeld zurück gibt. Bei ihrem nächsten Auftrag geht es um das Wohlergehen der ganzen Stadt. Und dann laufen auch noch die Tiere im Zoo frei herum. Wird Carla das ganze Chaos abwenden können?
Carla Chamäleon - „Zoff im Zoo“ ist der 2. Band mit Geschichten um die von Chamäliose geplagte Carla und ihrem Freund Jole mit Pinguin Ping. Ich hatte beim Lesen aber keine Probleme der Geschichte zu folgen, weil ich zu Beginn erfahre, was bisher geschah. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss auch Band 1 noch unbedingt her.
Ich lerne Carla kennen, ihren Freund Jole und Ping, den Pinguin, der nur in Versen spricht. Ich mache Bekanntschaft mit Herrn Dr. mäd. Haubenmacher, der Carlas Chamäliose trainieren soll; Marie-Amylee, die gerade eine Krise hat; den Bürgermeister Oswald Strietzer, der sich mit dem Investor Herrn Grünwald und der Stararchitektin Frau Dr. Eloise de Reese trifft und viele andere, die hier ihr (Un-)wesen treiben.
Franziska Gehm hat eine so phantastische und phantasievolle Geschichte für die ganze Familie geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe. Carla, Jole und vor allem Ping lösen dauernd herzhafte Lacher aus. Die einzelnen Geschichten sind nicht zu lang und haben eine angenehme Schriftgröße, so dass sie auch von Leseanfängern gut gelesen werden können.
Durch die schwarz-weiß Zeichnungen von Julia Christians kann man sich das Gelesene noch besser vorstellen und sie lassen die Bilder im Kopf noch ausdrucksstärker werden.
Eine abwechslungsreiche unterhaltsame Geschichte nicht nur für Kinder ab 9 Jahren. Auch ich hatte meinen Spaß dabei.
Wünsche und Fantasien ausleben
Anne - Ich weiß, was ich will | Erotischer Roman von Linda May
„Kein Mann dieser Welt ist es Wert, dass eine schöne Frau wie sie auch nur eine einzelne Träne vergießt“ – ist einer der ersten Sätze, die Anne von Tom, dessen Augen sie so anziehend findet, zu hören bekommt.
Anne ist am Boden zerstört, als sie ihren Freund Leander in einer eindeutigen Situation mit seiner Auszubildenden erwischt.
Ihre beste Freundin schafft es, sie aus ihrem Tief heraus zu ziehen. Bei einem Cafébesuch lernt sie den Autor Tom kennen und verliebt sich wieder. Gemeinsam beschließen sie, ihre Wünsche und Fantasien offen anzusprechen und auszuleben. Hier wird auch Freundin Lina mit einbezogen. Wird aus ihren Erlebnissen das „Buch der erfüllten Fantasien“ entstehen?
Mir hat auch dieser erotische Roman von Autorin Linda May sehr gut gefallen. Ein Buch, wo es nicht nur „zur Sache geht“, sondern ich eine vorstellbare Geschichte bekomme, hat mich überzeugt und sehr gut unterhalten.
Die Personen, Anne, Tom und Lina sind sehr menschlich und gut vorstellbar beschrieben. Mein Kopfkino wurde sehr schnell angeknipst. Da Anne hier ihre Geschichte selbst erzählt, bin ich schnell als Zuschauerin an ihrer Seite und mittendrin in der Geschichte. Es macht Spaß mitzuerleben, wie Anne und Tom sich langsam näher kommen, sich verlieben, Vertrauen aufbauen und schließlich auch Annes Freundin Lena in ihre Spiele mit einschließen. Ihre sexuellen Wünsche und Fantasien werden gefühlvoll und anregend beschrieben und haben mich gefesselt.
Linda May hat einen eingängigen, leichten und keineswegs obszönen Schreibstil. Sie schafft es die Fantasien und die Leidenschaft ihrer Mitwirkenden in gefühlvollen Bildern erscheinen zu lassen.
Am Schluss des Buches bekomme ich noch einen Gutscheincode, mit dem ich mir eine exklusive erotische Zusatzgeschichte aus dem Internet herunterladen kann.
Eine interessante, freizügige und erotische Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Arbeit is ja immer
Fertig ist die Laube von Renate Bergmann
Mit „Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker“ hat meine Freundschaft mit Renate Bergmann vor vielen Jahren angefangen. Sie besteht bis heute und ich freue mich jedes mal aufs Neue, wenn ich sie wiederlesen darf.
Diesmal muss Renate ihrer Freundin Gertrud unter die Arme greifen. Deren Lebensgefährte Gunter Herbst muss an den Bandscheiben operiert werden und Gertrud hat ihm versprechen müssen, sich derweil um seinen Schrebergarten in der Laubenkolonie „Abendglück“ zu kümmern.
Da Gertrud das alleine nicht schafft, soll Renate ihr behilflich sein. Und was macht man als gute Freundin – man sagt zu.
In echter Renate Bergmann Manier erzählt sie hier, wie sie die Laube vorgefunden und was sie daraus gemacht haben. Denn so wie sie ihn vorfinden, ist der Garten von Paradies sehr weit entfernt. Ich denke, mich hätte der Schlag getroffen, wenn ich die Parzelle so vorgefunden hätte, wie die Beiden hier. Aber es wäre nicht Renate Bergmann, wenn sie nicht anpacken würde – und los geht´s. Mit viel Kraftanstrengung, einiger Hilfe von straffällig gewordenen Jugendlichen und ganz viel Liebe und Begeisterung schaffen sie es bis zur Wahl des schönsten Garten der Kolonie und erreichen dort wahrhaftig den 2. Platz.
Sie erzählt aber nicht nur von den vielen Anstrengungen, die in der Parzelle Nr. 9 und 9a vollbracht werden müssen um aus einer Mülldeponie ein Gartenparadies zu schaffen. Sie schweift auch immer wieder ab – denken se nur – und erzählt von ihren Freunden Kurt und Else Gläser, ihrer Tochter Kerstin und einer anderen Laubenpieperin Elisabeth von Schlehdorn, die ihr einen Topf mit einer Hanfpflanze untergejubelt hat. Ich lerne den stressigen Wächter über die Laubenkolonie Günther Habicht kennen und Herrn Hettich, der seine vielen Vogelkästen in den Farben der Bundesligavereine gestrichen hat und sie nach Tabellenstand immer wieder umhängt. Renate kommt auch diesmal wieder vom Höckchen aufs Stöckchen, wie sie sich selbst ausdrückt.
Dazwischen wird aus- und aufgeräumt, entsorgt und neu gekauft, gepflanzt, gejätet und gegossen. Dann muss sie bei dem heißen Sommer ja auch immer noch auf den Friedhof, ihre verstorbenen Männer gießen. Sie hat´s nicht leicht die Arme. Aber was tut man nicht alles für die Freundschaft. Und mit der Zeit macht die Arbeit ja sogar Spaß.
Ich habe über die immer wiederkehrenden Sprüche der alten Dame, immerhin ist sie nun schon 82 Jahre alt, geschmunzelt und manchmal laut gelacht und hatte für einige Stunden blendende Unterhaltung.
Ein Muss für alle Renate-Bergmann-Fans. Eine Empfehlung für alle, die gerne garteln. Und ein Buch für alle, die sich mal wieder richtig gut unterhalten lassen wollen.
Wieder bewusster leben
Dancing with Bees von Brigit Strawbridge Howard
„Dancing with Bees – Meine Reise zurück zu Natur“ ist, wie ich finde, ein ganz besonderes Buch.
Wenn ich lese, wie Brigit Strawbridge Howard dazu kam, sich näher mit der Natur um sie herum zu beschäftigen, geht es mir im Grunde genau wie ihr. Auch ich weiß über viele Dinge sehr viel mehr, als über die Natur um mich herum.
Und auch ich nehme Vieles, was mir in der Natur begegnet einfach nicht mehr wahr. Vielleicht hat mich dieses Buch auch daher so begeistert.
Die Autorin hat eine so charmante Art, mir die Natur mit ihren vielen Facetten näher zu bringen. Ich habe einiges über Beinwell gelernt; über Bienenhotels und über Pflanzen, die für Bienen bzw. Hummeln nützlich sind; lerne den Kopfüber-Vogel kennen (und die Mutter der Autorin ) und ich wusste bisher nicht, dass es Bienen gibt, die ihre Jungen, wie ein Kuckuck, auch von anderen Bienen aufziehen lassen. Ich weiß jetzt, wie man einen Schwarm einfängt und was dabei alles zu beachten ist. Nie hätte ich gedacht, dass es eine solch große Vielfalt an Bienen gibt.
Stark berührt hat mich auch das Kapitel über ihre Mutter. Man sollte nicht glauben, was so ein kleines Vogelhäuschen vor einem Fenster an Lebensfreude zu vermitteln mag.
Das Buch liest sich angenehm leicht, ist an manchen Stellen fast so spannend wie ein Krimi, unterhaltsam wie ein Roman und man spürt auf jeder Seite eine große Portion Lebenslust.
Wunderschön sind auch die vielen Zeichnungen, die überall ins Buch eingestreut sind. Sie werden im Anhang des Buches im Abbildungsverzeichnis erklärt. Ein A – Z Register komplettiert eine Lektüre, die man unbedingt gelesen haben sollte.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Sachbuch, wie dieses hier, so fesseln könnte. Brigit Strawbridge Howard regt an, mich wieder näher mit meiner Umwelt zu befassen. Die Bienen und Hummeln werden einen großen Platz dabei einnehmen. Aber auch Bäume, Blumen, Vögel und unsere Insekten möchte ich wieder mehr kennenlernen.
Ab jetzt werde ich das Treiben und Fliegen in unserer wilden Wiese wieder viel bewusster betrachten.
Überraschend gut
Lebenslänglich von Brigitte van Hattem
In ihrem Buch hat Brigitte van Hattem 8 total unterschiedliche kriminelle Kurzgeschichten zusammen gefasst. Mir gefällt ihr Schreib- und Erzählstil sehr gut.
Ich lese von einem jungen Kommissarsanwärter, der seinen ersten großen Fall wittert. Ich erfahre von einem jungen Mann, durch den ein Familienvater bei einem illegalen Autorennen sein Leben verliert.
Ich lerne Michael und Evelyn, Eberhard, Elke und Felicitas, Hannelore und Wolfgang und den Maine Coon Kater Georg I kennen.
Ich war überrascht, wie vielfältig und umfassend die Autorin die verschiedenen Bereiche der Kriminalität bearbeitet. Bei einigen kann ich schmunzeln, andere regen zum Nachdenken an. Es geht um Eifersucht; einen Mord aus Versehen; einen Kater, der seine neue Dosenöffnerin total unsympathisch findet und die Folgen eines illegalen Autorennens. Die Wendungen, die die Autorin eingebaut hat, haben mich überrascht und mir sehr gut gefallen. Über die Frage nach Schuld oder Unschuld bzw. der Höhe einer eventuellen Strafe kann man hier nachdenken und spekulieren.
Zum Schluss bekomme ich noch eine Leseprobe aus „Verschieden!“, ebenfalls eine Kurzgeschichtensammlung.
Eine spannende kleine Kurzkrimisammlung, die mich sehr gut unterhalten hat und die ich gerne weiter empfehle.
Ich bin restlos überzeugt
Mordseestrand von Emmi Johannsen
Hobbydetektivin Caro Falk beobachtet, wie sich Umweltschützer Jo Hammert mit einem ihr unbekannten Geschäftsmann am Borkumer Flughafen trifft. Außerdem sind ihr die vielen kleinen schwarzen Päckchen in Joe Rucksack aufgefallen. Als bei einem kleinen Junge beim Sandbuddeln ein abgetrennter Finger in seinem Eimer landet und Caro genau diese Art von Finger erst kürzlich gesehen hat, schrillen bei ihr alle Alarmglocken und ihr Ermittlergen breitet sich aus.
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„Mordseestrand“ ist für mich der erste Krimi, den ich aus der Feder von Emmi Johannsen gelesen habe, kenne aber die Bücher, die sie unter ihrem Klarnamen Christine Drews geschrieben hat. Also war ich sehr gespannt auf diese neue Reihe. Durch die in die Geschichte eingeflochtene kurze Vorstellung der Protagonisten und einige Rückblenden hatte ich den Eindruck nur sehr wenig verpasst zu haben.
Die Karten der Insel Borkum am Anfang und am Schluss des Buches gefallen mir sehr gut. Da habe ich einen ersten Eindruck, was wo auf der Insel liegt.
Caro ist mir mit ihrer dynamischen, lebenslustigen, neugierigen, herzlich und liebevollen Art und ihrem Ermittlerinstinkt sofort sehr sympathisch. Sie schafft es aber auch immer wieder sich mit ihrer Neugier in problematische Situationen zu manövrieren.
Jan Akkermann, der Caro bei ihren Ermittlungen begleitet, bleibt in der Geschichte mit seinem Privaten sehr im Hintergrund. Ob er was zu verbergen hat?
Jo Hammert, den einsiedlerische Umweltschützer, habe ich auch schnell ins Herz geschlossen. Er tritt nicht nur für die Vögel und eine ganz bestimmt Eulenart ein, sondern im liegt auch die Insel Borkum selbst am Herzen. Hier findet gerade, wie an vielen Nord- und Ostseeabschnitten, ein Bauboom statt. Dem stellt er sich entgegen – bis zum Schluss.
Aber auch die anderen Mitwirkenden, sympathische und weniger sympathische, kommen menschlich und sehr gut vorstellbar rüber.
Es geht sehr ruhig los. Die Sommer- und Urlaubsstimmung auf Borkum mit ihrer Hitze kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich bekomme beim Lesen „Meerweh“ und möchte so gerne auch mal wieder in den Norden reisen. Durch den Fund des Fingers beginnt sich die Spannung aufzubauen und sie bleibt sehr hoch bis zur Auflösung des Falles. Es gibt einige Verdächtige und Fährten, auf die ich mich eingelassen habe, die aber ins Nichts geführt haben. Die Auflösung hat mich dann doch verblüfft. Ich hatte jemand ganz Anderen im Visier meiner Ermittlungen.
Die Themen Umweltschutz und Bauboom auf den Inseln sind im Moment wieder sehr aktuell und hier sehr gut in der Geschichte untergebracht.
Der leichte, manchmal humorige und flüssige Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich kann in die Gedanken der Protagonisten eintauchen und bin einfach mittendrin in einer gelungenen Geschichte, die mich überzeugt und sehr gut unterhalten hat.
Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung auch für Leser, die hier erst einsteigen. Ich werde das erste Buch auf alle Fälle noch lesen.
Ein einzigartiges und einfach wundervolles Kinderbuch
Das Kuscheltier-Kommando (Band 1) - Eine Geschichte über wahre Stärke von Samuel Koch; Sarah Koch
Nachdem ich Sarah und Samuel Koch in einer Talkshow gesehen habe, wo sie ihr Buch „Das Kuscheltier-Kommando“ mit tollen Illustrationen von Nadine Resch, erschienen im Edelkidsbook-Verlag so begeistert vorgestellt haben, musste ich es unbedingt haben. Heute kam das Buch endlich hier an und ich bin ganz begeistert.
Wenn ich es aufschlage, finde ich sechs Bilder mit Fred und Pollo, wo der kleine Bär noch beide Arme hat. Dann beginnt die Geschichte der Beiden:
Fred und sein Kuschelbär Pollo sind die besten Freunde. Sie spielen und kuscheln zusammen und abends darf Pollo zu Fred mit ins Bett und passt auf ihn auf. Bis er eines Tages beim Klettern und Toben seinen linken Arm verliert. Tieftraurig, weil er ja mit einem Arm nicht mehr so kuschelbärenstark ist, versinkt der kleine Pollo in seinem Schmerz. Er fühlt sich nutzlos und auch Fred kann nichts mehr mit ihm anfangen. Bis ihn das Kuscheltier-Kommando, eine Gruppe von ausrangierten Spielfiguren, die ebenfalls kleine Blessuren haben, aufspürt und ihm neuen Lebensmut gibt. Außerdem haben sie eine ganz besondere Überraschung für Pollo mit dabei.
Am Schluss der Geschichte dann nochmal sechs Bilder, auf denen wir Fred und Pollo mit seinem neuen Arm sehen, die zeigen, dass er weiterhin alles kann – nur eben anders.
Das Bilderbuch des Schauspielerehepaares Sarah und Samuel Koch enthält eine für Kinder und auch für Erwachsene ganz wichtige Botschaft: Egal wie Du bist oder was dir widerfahren ist, du bist einzigartig. Und genau so bist du richtig.
Sarah und Samuel haben ein so liebevolles, berührendes und herzerwärmendes Kinderbuch geschrieben, dass ich immer noch ins Schwärmen gerate, wenn ich daran denke. Auf den wundervoll ausdrucksstarken, farbenfrohen Illustrationen von Nadine Resch gibt es so Vieles zu entdecken. Allein durch die verschiedene Farbgestaltung schafft sie es, dass ich mir die Emotionen, die hier gezeigt werden, noch besser vorstellen kann. Es fällt bei jeder Seite schwer, sie umzublättern.
Ich habe Fred und Pollo sofort ins Herz geschlossen, auch wenn Pollo nicht perfekt ist. Denn wer ist das schon? Hier wird kindgerecht erklärt, dass auch Menschen mit Behinderung oder Kuscheltiere, die nicht mehr heile sind, wertvoll sind. Sie sind halt auf ihre Art und Weise anders und besonders. Man kann auch mit ihnen ganz normal umgehen. Das anhand eines kleinen Jungen mit seinem Kuschelbär zu vermitteln, finde ich großartig gelöst. Da können sich die Kinder gut hinein versetzen.
Ich bin schon so gespannt, wie meinem Enkel dieses ganz besondere Buch gefallen wird.
Ein, wie ich finde, absolut einzigartiges Buch über Freundschaft, Stärke, Hilfsbereitschaft, Zuversicht, Mut und das Anders sein, das in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte.
Richtig gute Unterhaltung
Wilde Geilheit | 13 heiße erotische Geschichten von Eve Passion
Nachdem ich „Wilde Triebe“ von Eve Passion sehr gerne gelesen habe, wollte ich natürlich auch ihre neuen erotischen Kurzgeschichten kennenlernen.
Hier bekomme ich 13 total unterschiedliche Geschichten, sinnlich, erotisch, hart, voller ungezügelter Leidenschaft, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben.
Die Autorin entführt mich in ihrer erotischen Welt auf ein Kreuzfahrtschiff, wo es an den unterschiedlichsten Orten heiß her geht; nimmt mich mit in einen Reitstall; ich lerne einen indischen Tantra-Masseur und eine Animateurin kennen; werde in das Leben eines Harems eingeführt; lerne einen Nachbarn kennen, der nichts anbrennen lässt und eine Juristin, die sich die Zeit zwischen den Verhandlungen zu ihrer Entspannung zu vertreiben weiß.
Bei den Geschichten, die Eve Passion erzählt, gefällt mir auch das Drumherum sehr gut. Es geht nicht immer nur um das Eine, sondern sie hält auch noch vielerlei kleine Nebenschauplätze bereit, die es sich lohnt zu lesen. Mein Kopfkino wurde auch hier wieder sehr schnell eingeschaltet und aktiv. Die jeweiligen Situationen konnte ich zumeist sehr gut nachvollziehen. Die Protagonisten wirken bis auf den Robotermann, den ich gar nicht mochte, echt und menschlich und ich kann sie mir gut vorstellen.
Außerdem bekomme ich im Buch einen Gutscheincode für eine Gratisgeschichte als Zugabe zum herunterladen, die ich mir nicht entgehen lassen werde.
Auch mit diesen Geschichten hat mich die Autorin wieder gut unterhalten und mir abwechslungsreiche Lesestunden geschenkt.
Dieser Fall hat mich ein kleines bisserl enttäuscht
Heideopfer von Kathrin Hanke
„Wie kann sich eine junge Familie ein solches Grundstück mit Haus leisten?“ Bevor sich diese Frage beantworten lässt, reißen seine Bauarbeiter Abrissunternehmer Achim Brenner aus seinen Gedanken. In dem alten abzureißenden Schuppen, der zum Haus gehört, haben sie die Bodenplatten aufgerissen und starren nun – auf eine Hand.
Die forensischen Untersuchungen und die Ermittlungen von Katharina von Hagemann und Benjamin Rehder der Kripo Lüneburg ergeben, dass diese Hand zu der Leiche eines Mannes gehört, der seit 1991 als verschwunden gilt. Nun haben die Beiden mit ihrer Mannschaft ihren ersten Cold Case.
Es ist nun schon der 8. Fall, bei dem ich den Ermittlern der Kripo Lüneburg über die Schulter schaue. Ich liebe dieses kleine Städtchen, vor allem die Altstadt, und es ist für mich jedes mal ein Kurzbesuch bei Freunden. Vor allem diesmal, da ja auch Tobias Schneider wieder genesen und mit im Team ist. Auch dass Vater Reinhard Rehder mal kurz auftaucht, hat mich gefreut. Katharina hat hier viel mit ihren privaten Problemen mit Bene, dem Bruder von Ben Rehder zu kämpfen. Bahnt sich hier ein Umbruch an? Da das Ende in diesem privaten Bereich Fragen offen lässt, warte ich jetzt schon ungeduldig auf Fall Nr. 9.
Kathrin Hanke stellt mir ihre Mitwirkenden auch diesmal wieder sehr anschaulich, mit vielen unterschiedlichen Charakteren und gut vorstellbar vor. Auch diesmal habe ich gemerkt, dass es mit meiner Menschenkenntnis bei Krimis nicht so weit her ist, denn in einer Person habe ich mich arg getäuscht. Aber das macht einen Krimi eben spannend und interessant. Wobei ich mir hier mehr versprochen hatte. Vielleicht geht die Spannung durch das viele Private etwas unter?
Dabei lerne ich durch den Fall aus dem Jahr 1991 viele interessante Menschen kennen, komme an neue Orte im Lüneburger Raum und sitze den Ermittlern auch hier bei ihren Ermittlungen im Nacken. Aber irgendwie hat mich der Fall nicht einfangen können. Ich habe mir fast mehr Sorgen um Katharinas Privatleben gemacht.
Obwohl mir die Autorin einen spannenden Cold Case vorlegt und mich mit interessanten Menschen bekannt macht, hat mir dieser Fall nicht so gut gefallen wie die bisherigen. Trotzdem warte ich jetzt schon auf Fall Nr. 9. Ich bin und bleibe einfach ein Lüneburger-Heide-Fan.
So spannend und verzwickt...
Spreewaldkohle von Franziska Steinhauer
Lokalpolitiker Patrick Stein, der sich vehement für den Ausstieg aus dem Kohleabbau einsetzt, kommt von einer Joggingrunde nicht zurück nachhause. Am folgenden Tag wird er in einer Schaufel eines Kohlebaggers am Kohletagebau gefunden. Kurze Zeit später wird die Wolfsaktivistin Constanze Blum von ihrem Mann als vermisst gemeldet.
Sie findet man wie hingegossen auf einem Ansitz für Jäger, ebenfalls erstochen.
Hauptkommissar Peter Nachtigall von der Kripo Cottbus ermittelt mit seinem Team in alle Richtungen, deckt Morddrohungen und Anfeindungen auf. Zu viele ungelöste Rätsel, zu viele Informationen, Indizien und Spuren verlangen den Ermittlern alles ab.
Für mich ist es der erste Fall, den ich mit HK Peter Nachtigall, Maja Klapproth und Silke Dreier der Kripo Cottbus gelöst habe. Nun haben die beiden einen neuen Fan.
Hatte ich zuerst Bedenken dem Fall nicht folgen zu können – es ist ja immerhin der 14. Fall – wurde ich schnell eines besseren belehrt. Es war gar kein Problem. Klar, mir sind die privaten Verhältnisse der Kommissare nicht geläufig. Aber so, wie ich sie hier kennengelernt habe, reicht es zum Verständnis allemal.
Der Fall bzw. die Fälle, es kommt ja noch ein dritter Mord hinzu, sind so verzwickt, so undurchsichtig und die Suche nach Spuren und Querverbindungen so schwierig, dass ich schon nicht mehr an eine Auflösung geglaubt habe. Aber die Ermittler geben nicht auf und so lösen sich auch diese Fälle nachvollziehbar und voll verständlich auf.
Die Spannung baut sich schon auf den ersten Seiten auf. Auch wenn die Ermittlungsarbeit manchmal ein bisserl stockt, gibt es immer wieder kleine Ereignisse, die die Spannung von neuem anfachen und sehr hoch halten.
Es hat mir großen Spaß gemacht, den Gedanken der Ermittler zu folgen; immer wieder neue Puzzleteilchen zu entdecken: das aufgebaute Konstrukt wieder zu verwerfen und auf anderen Wegen zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Die Autorin hat mir meine Polizeiarbeit hier nicht leicht gemacht und mich trotzdem begeistert.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Franziska Steinhauer aktuelle Themen, wie Wölfe in der Lausitz und den Ausstieg aus der Kohle, hier eingeflochten hat. Auch gibt sie der Homosexualität, der Samenspende und einer Dragqueen eine Stimme. Insgesamt finde ich die meisten der Menschen, die ich hier kennenlerne, sehr interessant. Allerdings nicht nur auf positive Weise.
Es war ein sehr spannender und interessanter Ausflug in die Lausitz. Die Lesestunden waren sehr unterhaltsam und ich hoffe bald einen neuen Fall mit Peter Nachtigall und seinen Kollegen lösen zu dürfen.











