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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gaby2707:

Einfach wunderschön

5-Minuten-Märchen zum Lauschen Teil 1 von Michaela Brinkmeier

Das Hörbuch beinhaltet 15 kurze, jeweils ca. 5 Minuten lange Märchen aus den verschiedensten Ländern, von denen ich bisher keines kannte. Bei der melodischen, sehr angenehmen Stimme von Michaela Brinkmeier macht es Spaß, den Geschichten zu folgen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, ich lasse meine Fantasie auf Reisen gehen.

Da die Märchen sehr kurz gehalten sind, kann ich sie auch immer mal für eine kleine Auszeit zwischendurch einschalten. Auch als Gute-Nacht-Geschichten kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Das werde ich ausprobieren, wenn mein kleiner Enkel das nächste Mal hier ist.
Eingeleitet werden die Märchen durch ein Stück mit sphärischer, wunderschöner Harfenmusik, gespielt ebenfalls von Michaela Brinkmeier, das mich für ein paar Minuten in eine andere Welt entführt. Drei weitere Stücke bekomme ich zwischen den Märchen und ein letztes als Abschluss dieser wunderbaren Märchen-CD.
Da dies der erste Teil einer 6 teiligen Hör-Reihe ist, bin ich schon sehr gespannt, was da noch alles an Hör-Schmankerl auf mich zu kommt.
Wer gern etwas abschalten und entspannen möchte, ist hier genau an der richtigen Stelle. Eine kurze Auszeit und fantasievolle Momente sind hier garantiert. Eine CD nicht nur für kleine Zuhörer, sondern Klein und Groß kann hier entspannen und einen magischen und zauberhaften Moment erleben.

Eine CD mit wunderschönen, fantasievollen, ausgefallenen Märchen, sowie harmonischer Harfenmusik, mit denen ich ablenken und entspannen kann. Für Groß und Klein sehr empfehlenswert!

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Wieder sehr gute Unterhaltung

Imkersterben von Patricia Brandt

Kriminalkommissar Oke Oltmanns fühlt sich gerade gar nicht wohl in seiner Haut. Seine Dienststelle in Hohwacht hat neuerdings nur noch dienstags von 10 – 12 Uhr geöffnet; er selbst tut nun Dienst in Lütjenburg, was zwar nur 9km entfernt liegt – ist aber nicht Hohwacht. Seine Kollegin Jana Schmidt hat sich versetzen lassen und seinen neuen Kollegen Vincent Gott, ene echte Kölsche Jong, versteht er so schlecht.

Dann gerät er auch noch mit dem Förster und Hobbyimker Kurt Tietjen wegen einer Wildsau aneinander, der kurze Zeit später durch einen über den Waldweg gespannten Draht ein trauriges Ende findet. Doch das wird nicht das einzige Opfer sein, das sich mit Bienen beschäftigt hat, das in Hohwacht zu beklagen ist. Hier sterben nicht die Bienen sondern die Imker. Außerdem treibt gerade eine Wohnwagenklau-Bande in der Gegend ihr Unwesen. Oltmanns, der gerade Rücken hat, und Gott haben viel zu tun…

Nachdem ich bereits Krabben-Connection von Patricia Brandt gelesen habe, war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Werk. Und sie hat mich auch diesmal nicht enttäuscht. „Imkersterben“ kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da die beiden Fälle in sich abgeschlossen sind. Im Vorgängerband habe ich ja schon einige Personen kennengelernt und mich gefreut, dass ich denen auch hier wieder begegne.

Wenn ich von dem XXL-Kommissar Oke Oltmanns lese, habe ich wie auch schon beim letzten mal den verstorbenen Pferdeflüsterer Tamme Hanken vor Augen und im Ohr. Auch den bei den Bewohnern von Hohwacht nicht so beliebten neuen Förster Kurt Tietjen und Okes neuen Kollegen aus Köln Vincent Gott habe ich schnell bildlich vor Augen. Ebenso wie alle anderen Menschen, denen ich hier begegne. Alle sind sehr bildhaft und farbig beschrieben, dass sie bald eine Stelle in meinem Kopfkino eingenommen haben.
Das Thema Bienensterben bzw. Imkern ist ja im Moment wieder sehr angesagt und hier im Buch lerne ich durch die sehr gute Recherche von Patricia Bach einiges, was ich noch nicht wusste, über die kleinen fleißigen Honiglieferanten, die Arbeit, die man mit ihnen hat, die Vermarktung des fertigen Honigs und die Beeinträchtigung durch Dünger und Monokultur. Manches regt mich zum Nachdenken an.
Trotz des ernsten Themas wird auch der Humor nicht vergessen. Ich liebe die Dialoge, vor allem hier, wenn Friesisch auf Kölner Dialekt trifft, enfach jot. Aber keine Angst – entweder man versteht, worum es geht oder es wird in einem Nebensatz einfließend erklärt bzw. es erklärt sich von selbst.
Auch die Beschreibung von Land und Leuten an der Küste kommt nicht zu kurz und fügt sich gut ins kriminelle Geschehen ein. Wobei mir die Morde rund um die Imkerei schon genug gewesen wären. Den Wohnwagenklau hätte es für mich nicht gebraucht.
Die Spannung baut sich langsam auf und hält sich auf einem mittleren Niveau, was aber das mit ermitteln und mitfiebern nicht beeinträchtigt. Und das Wichtigste – am Ende sind alle Fälle gelöst, alle Fragen geklärt und alle losen Fäden haben sich zu einem dicken Seil verknüpft.

Ich hatte wieder ein paar entspannte Lesestunden mit einem interessanten Thema, spannenden Fällen, rheinisch-friesischem Humor und Menschen, die ich gerne in dieser wunderschönen Landschaft mal wiedertreffen würde.

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Eine absolute Wohlfühlgeschichte

Wie Träume im Sommerwind von Katharina Herzog

Seit sie denken kann wollte Emilia Jung raus aus der Enge der Insel Usedom, weg vom Rosenhof ihrer Eltern, raus aus dem kleinen Ort Zinnowitz, wo sie von jedem der Bewohner die Biografie herunter leiern könnte. Sie hatte es geschafft. Hatte einen der äußerst begehrten Plätze auf der Schule für Parfümeure in Paris bekommen – und war gescheitert.

Jetzt jobbt sie im Bahnhofsbistro des Gare du Nord um sich ihr Leben in Paris weiter leisten zu können.
Ihre Eltern Delia und Thees und ihre 3 Jahre ältere Schwester Clara mit ihren beiden Kindern leben weiterhin in Zinnowitz auf Usedom, wo sie immer noch den Rosenhof betreiben. Als Clara nach einem Autounfall im Koma liegt, kommt Emilia zurück nachhause. Aus einem Brief, den Clara ihr für den Fall der Fälle zusammen mit einer Patietenverfügung hinterlassen hat, erfährt sie, dass sie sich um die Kinder Lizzy und Felix kümmern soll. Nebenbei erfährt sie auch, dass es mit der Ehe ihrer Eltern nicht zum besten steht und dass der von allen geliebte Rosenhof knapp vor der Pleite steht. Bei Claras Unterlagen findet sie außerdem ein Flugticket nach Kent und einen Briefumschlag aus England mit einer Karte, auf der eine Rose abgebildet ist – „The Beauty of Claire“. Von Schwester Emma auf der Intensivstation und auch in der Schule hat Emilia einiges über die Wirkung von Düften auf Komapatienten gelernt und erfahren. Kurzentschlossen macht sie sich mit Claras Tochter Lizzy auf die Reise nach England. Josh, der beste Freund Claras und Emilias große Liebe, reist den Beiden hinterher…

Für mich ist es das erste Buch, das ich von Katharina Herzog lese und ich bin restlos begeistert. Von ihrem emotionalen, gefühlvollen Schreibstil; von ihren Vergleichen, die sofort mein Kopfkino anschalten; von der Art und Weise, wie sie die beiden Zeitebenen 1999/2003 und heute zusammenführt. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu stehen in den traumhaft schönen Gärten von Kent. Ich war als stille Teilnehmerin beim Tag der offenen Tür auf dem Rosenhof dabei und ich meine die salzige Luft der Ostsee auf den Lippen schmecken zu können. Vor allem auch, wie sie ihre Figuren anlegt.
Die beiden so unterschiedlichen Schwestern Emilia „Millie“ und Clara. Millie, die von klein auf Unangepasste, Eigenwillige und Wilde kümmert sich rührend um ihre Nichte und ihren Neffen und zeigt sehr viel Empathie. Clara, die Wunderschöne, die Sportliche, allseits Beliebte, die Vernünftige, die Supergenaue, die alle Fäden in der Hand hält und bei der alles bis auf´s I-Tüpfelchen stimmen muss. Die aber hier erst mal im Koma auf Andere angewiesen ist. Lizzy, die ihrer Tante in so vielen Dingen gleicht und deren Selbstvorwürfe mich tief getroffen haben. Es gibt so viele kleine Szenen, die ans Herz gehen und mich berührt haben. Missverständnisse, die dann doch noch alle ausgeräumt werden. Geheimnisse, die gelüftet werden und zwei Männer, bei denen ich wahrscheinlich, so wie sie hier beschrieben werden, auch schwach geworden wäre.
Dazu die Beschreibungen der verschiedensten Rosen, deren Duft ich in der Nase habe und an die ich mich bestimmt erinnern werden, wenn meine im Garten bald blühen.

Ein absoluter Wohlfühlroman zum Träumen, zum Nachdenken, zum Mitfiebern und mit sehr viel Gefühl.

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Wieder sehr gute anregende Unterhaltung

FrühlingsLust von Simona Wiles

In diesem Buch hat Simona Wiles zwölf sehr unterschiedliche, heiße und anregende Kurzgeschichten verewigt, die sich alle mit dem Thema „Frühlingsgefühle“ oder „Gefühle im Frühling“ befassen.

Ich träume mit Sabine ihren Frühlingsanfang-Tagtraum; ich lerne Bjarne kennen, der für seine Tamara den Wecker spielt; Sophie lernt den Mann aus ihrem Tagtraum kennen; ich spiele Mäuschen, als Xenia und Frank, Angelina und Hendrik und Zoe und Guido den Frühlingsgott um eine reiche Ernte auf ihren Feldern bitten; Manuel und Lilly spielen Eier suchen und Karina lässt ihren Sklaven Thilo den Frühjahrsputz machen.

Ich habe schon einige Kurzgeschichten von dieser Autorin gelesen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Genau zur richtigen Zeit, jetzt im Frühling, habe ich nun ihre neuen Geschichten über Lust und Leidenschaft lesen können. Ihre Sprache ist wie immer anregend ohne plump oder zu obszön zu wirken. Mein Kopfkino springt an und wird schnell zum Laufen gebracht.

In die einzelnen Geschichten an den verschiedensten Schauplätzen habe ich mich gut hinein denken können. Wie immer bleibt die Autorin nahe an einer Realität, da sich die Szenen wirklich so abgespielt haben könnten. Gerade das macht es für mich noch interessanter hier dabei zu sein.

Zum Schluss kann ich mir mit einem Gutscheincode noch eine weitere prickelnde Geschichte herunterladen – gratis.

Genau das richtige Buch zum Frühlingsanfang, wenn die Gefühle raus gelassen werden wollen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.

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Spannendes, gut gelungenes Debüt

Die Küstenkommissarin - Der Tote am Leuchtturm von Jonas Brandt

In der Nähe des Leuchtturmes Dahmeshöved wird unter einem Bootsrumpf die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Bjarne Petersen hat an diesem Boot zusammen mit seinem Vater gearbeitet. Nun ist er tot. Was wie ein Unfall aussah, stellt sich schnell als Mord heraus. Sein Bruder Ansgar wird beobachtet, wie er die Bootshalle fluchtartig verlässt.

Aber hat er wirklich etwas mit dem Tod seines Bruders zu tun? Oder geht es gegen Vater Knut Petersen, der sich mit Grundstückskäufen an der ganzen Küste beileibe nicht nur Freunde gemacht hat. Aber es bleibt nicht bei dem einem Toten.
Oberkommissarin Frida Beck und ihr Kollege Deniz Yilmaz der Mordkommission Lübeck beginnen mit den Ermittlungen und der Suche nach einem Motiv. Aber das Morden hört nicht auf. Warum geht es einem nach dem anderen Petersen an den Kragen? Hass? Neid? Rache? Eifersucht? Die Kommissare tun sich nicht leicht.

Mit „Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm“ steigt Autor Jonas Brandt mit seiner neuen Ermittlerin Frida Beck und ihrem Kollegen Deniz Yilmaz in eine neue Krimireihe ein, deren erster Band mir sehr gut gefallen hat.

Frida Beck ist mir mit ihrer Zielstrebigkeit und ihrem Kopf, der immer durch die Wand will, von Anfang an sympathisch. Ihre Vorgeschichte – sie hat ihren Mann und ihren Sohn auf tragische Weise verloren – fügt sich in immer wiederkehrenden kleinen Sequenzen nahtlos in die Geschichte ein. Ich mag es sehr, wenn ich von den Kommissaren auch etwas aus ihrem Privatleben erfahre. So wie hier, in genau der richtigen Dosis.
Mir gefallen, im Gegensatz zu Frida, bei Deniz Yilmaz sein eigenwilliger Humor, sein Witz und seine ausgefallenen, etwas unüblichen Ermittlungsansätze sehr gut. Ein Kollege, den ich Frida auch als Freund wünschen würde.

Das Buch beginnt äußerst spannend im August 1977 mit der Flucht einer jungen Familie aus der DDR über die kalte Ostsee. Wie dies mit den Toten vom Leuchtturm zusammenhängt, erfährt man im Laufe der Geschichte noch näher.
Ich finde es sehr gelungen, wie der Autor seine heutige Geschichte mit einem Stück deutsch-deutscher Vergangenheit verknüpft.
Die Spannung setzt sich dann in der gesamten Geschichte fort. Es ist nicht nur der Fall bzw. die Fälle selbst. Ich finde auch die Familiengeschichten, die ich hier zu lesen bekomme echt spannend und sehr interessant. Egal ob von den Ortsansässigen oder von Fridas Mutter und ihrer Schwester.

Ich habe mich an der Ostseeküste rund um den Dahmer Leuchtturm bei Meeresrauschen und den Spaziergängen, die ich mit den Protagonisten unternommen habe, sehr wohlgefühlt. Durch die bildhaften Beschreibungen hat sich mein Kopfkino leicht getan, alles in Bilder umzusetzen.

Am Ende hat mich Jonas Brandt mit der Auflösung des Falles richtig überraschen können. Mein Verdächtiger kam aus einer ganz anderen Ecke.

Mit dem ersten Band seiner neuen Krimireihe „Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm“ legt Autor Jonas Brandt einen Krimi vor, der mich von Anfang an gepackt hat, der spannend ist und mich gefesselt hat.

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Geschichten, die keine Wünsche offen lassen

Heiße Urlaubsgeschichten | Erotische Geschichten von Shannon Lewis

Im Januar lerne ich Stella kennen, die in Galtür ein Wochenende verbringt. Im Februar bin ich mit Sofia in Venedig und mit Mona in Taiwan. Den März verbringe ich mit Sabine und Hilde auf Mallorca; der April bringt Hanne am Walchensee mit dem Osterhasen zusammen und Petra vom Fußballspiel weg; im Mai bin ich mit Tricia in Cannes und mit Silke auf Rhodos.

Der Juni bringt Sabrina in die Karibik und Samantha zum Wandern in der schönen Natur. Und im Dezember geht es nach Rothenburg auf den Weihnachtsmarkt und anschließend… Das wird nicht verraten.

Dies ist das erste Buch mit Geschichten von Shannon Lewis, das ich gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mich sofort in die einzelnen Geschichten hinein gezogen. Ich habe mich dort mit ihren Protagonisten sehr wohl gefühlt. Vielleicht auch gerade deshalb, weil ihr Stil sehr leicht und eingängig ist und ihre Sprache weder vulgär noch plump oder obszön erscheint. Ich erlebe mit ihren Figuren jeden Monat prickelnde Momente voller Spannung und Entspannung. Ich lerne die verschiedensten Menschen in den unterschiedlichsten Situationen kennen. Ich darf dabei sein, wenn sie sich ihrer Begierde und Lust hingeben, und das alles in immer anderen Urlaubsregionen. Die Autorin heizt die Fantasie an, setzt erotische Bilder frei, die den Leser/die Leserin sehr gut entspannen können.
Zum Schluss kann ich mir mit einem Gutscheincode noch eine weitere prickelnde Geschichte herunterladen – gratis.

Ein Sammlung von erotischen Urlaubsgeschichten, die bei mir keine Wünsche offen gelassen haben und die ich gerne weiter empfehle.

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Absolut lesenswert

Achtsam morden am Rande der Welt von Karsten Dusse

An seinem 45. Geburtstag, der mangels Freunde nur mit Geschäftspartnern in einem Hotel gefeiert wird und etwas aus dem Ruder läuft, hat Rechtsanwalt Björn Diemel den Eindruck so langsam nähert er sich einer Midlifecrisis. Er beginnt über den Sinn seines Lebens zu sinnieren. Ein Fall für seinen Achtsamkeitstrainer Joschka Breitner, der ihm zu einer Pilgerreise auf dem klassischen Camino Francés von Saint-Jean-Pied-de Port nach Santiago de Compostela rät.

Vier Wochen raus aus dem Alltagstrott, einfach wieder zu sich selbst finden, auf sein Inneres hören. Alles kann – nichts muss. Auf seiner Pilgerreise findet er sogar einen echten Freund. Allerdings nicht für lange. Ein Mitpilger trachtet Björn nach dem Leben, erwischt aber den kranken Staatsanwalt. Also muss Björn sich wehren – aber achtsam.

Nachdem mir der 2. Band der Serie nicht so gut gefallen hat, habe ich überlegt, ob ich mir Band 3 „Achtsam morden am Rande der Welt“ überhaupt „antun“ soll. Jetzt muss ich sagen, die Entscheidung zugunsten des Buches war absolut richtig.

Anfangs unterscheidet sich diese Geschichte nicht sonderlich von den ersten beiden Bänden. Denjenigen, die die ersten beiden Bücher nicht kennen, stellen sich Björn Diemel und sein Team, bestehend aus Sascha, Stanislav, Carla und Walter mit ihren „Gewerken“ bei der gemeinsamen Geburtstagsfeier vor. Dazu kommen zwei Chinesen mit extravaganten Wünschen ihren angeforderten Damen gegenüber. Daraus entstehen wieder Situationen, die Björns Achtsamkeit gehörig auf die Probe stellen. Und man merke sich: Bauschaum hat nichts in menschlichen Körperöffnungen zu suchen. Was es damit auf sich hat und was das alles nach sich zieht, das könnt ihr hier lesen.

Karsten Dusse hat mich mit seinem angenehm leichten Schreibstil auch diesmal wieder schnell eingefangen. Ich habe seinen Hauptdarsteller Björn Diemel lieben gelernt und mich wieder auf neue Abenteuer der Achtsamkeit mit ihm gefreut.
Auf seiner Wanderung auf einem Teilstück des Jakobsweges habe ich ihn nochmal neu kennengelernt. Durch einen Mitpilger entdeckt er für sich, was Todesangst heißt. Doch dank seiner Achtsamkeitsregeln, die er so verinnerlicht hat, gelingt es ihm auch hier ungeschoren davon zu kommen und sich immer wieder den Fragen des Lebens zu widmen.
Seinem Mitpilger Roland wäre ich gerne noch länger gefolgt. Seine Geschichte hat mich stark berührt.

Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen. Herrlich skurril, außerordentlich unterhaltsam mit viel schwarzem Humor, mit nicht vorhersehbaren Wendungen und einigen berührenden Stellen – ich hatte mit diesem 3. Buch über die Achtsamkeit des Björn Diemel großen Lesespaß.

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Sehr abwechslungsreich und unterhaltsam

Es könnte wehtun von Karsten Dusse

Bov Bjerk, Thilo Bock, Horst Evers, Nils Heinrich, Günter Herlt, Karsten Lampe, U.S. Levin, Dr. Marco Moor, Lea Streisand, Peter Vollmer und Janine Wagner haben unter den Rubriken im Wartezimmer, die Diagnose, unterm Skalpell, bittere Medizin und Ärzte haben´s auch nicht leicht je eine oder auch mal zwei Geschichten zu diesem kleinen Buch beigesteuert.

Die witzigen, aussagekräftigen Illustrationen kommen von Elizabeth Shaw.

Ab einem gewissen Alter bleibt ein gelegentlicher Arztbesuch nicht aus. Da trifft man auf den Mann, der nach stundenlangem Warten selbst nicht mehr weiß, was ihm fehlt; ein anderer fragt sich, ob er in einer Arztpraxis oder in einem Schönheitsinstitut gelandet ist. Ein weiterer schleppt sich mit Bauchschmerzen in die Arztpraxis, um sie von Winden befreit wieder zu verlassen.

Aber auch die Ärzte treffen auf die verschiedensten Patienten. Z.B. auf eine Frau (es ist wirklich eine Frau), die meint an ihrem Schnupfen zu sterben. Oder ein Mann, dessen Freund an seiner Stelle operiert wird. Und einer, der wegen Appendix nicht in den Himmel kommt.

Man mag nicht glauben, was es hier alles gibt. Ich habe geschmunzelt und auch mal laut gelacht; mit dem Kopf geschüttelt und ungläubig weiter gelesen. Die Geschichten sind so unterschiedlich, eine gelungene Mischung, wie ich finde, bei der auch der schwarze Humor nicht zu kurz kommt. Einiges wird stark übertrieben dargestellt oder mit einem zwinkernden Auge. Aber alle bieten beste Unterhaltung.

Ich würde dieses kleine Buch in jeder Arztpraxis auslegen. Denn Lachen ist die beste Medizin.

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Hat mich nicht mitgerissen

Schwarzwälder Morde von Linda Graze

Worum geht es:
Postenleiter der Polizeidienststelle Bad Wildbach im schönen Schwarzwald Harald Scholz und Kommissar Justin Schmälzle, aus Karlsruhe hierher versetzt, langweilen sich und bauen Papierflieger. Nix ist los im Ort. Bis eine „Abgeordnete“ einer Seniorenwandergruppe die Dienststelle betritt und von einer Moorleiche berichtet, die sie gefunden haben.

Außerdem soll Jemand die Grundstücksgrenzsteine zwischen einer seit langen Jahren existierenden Schnapsfabrik und einer geplanten Ferienfreizeitanlage versetzt haben.

In diesem Buch gibt es zwei Zeitebenen. Einmal reise ich zurück ins Jahr 1869, wo ich die Gedanken der Moorleiche „Martha“ lese. Dann, in der Gegenwart, ist es Mai und ich kümmere mich zusammen mit den Kommissaren um die „Grenzsteinaffäre“, gespickt mit kleineren Delikten wie zerstochene Autoreifen, Drohbriefe oder tätlicher Angriff.
Die Personen, die ich hier kennenlerne, sind alle sehr individuell gestaltet. Vor allem Justin Schmälzle kann ich mir mit seiner dunklen Hautfarbe dank seiner hawaiianischen Wurzeln und seinem Hang zu Reismilch-Macchiato sehr gut vorstellen. Er hat hier auch seine privaten Probleme. Er ist mir eigentlich noch am sympathischsten von allen, die ich hier kennenlerne. Ich finde die meisten Personen zu sehr mit Klischees behaftet und eigentlich auch nicht interessant. Bis auf Frau Meichle, die Reinigungskraft, die alles weiß und jeden kennt. Sie ist einfach ein schwäbisches Original.
Insgesamt gewöhnungsbedürftig finde ich den Schreib- und Erzählstil. Mir kam es so vor, als wolle die Autorin einen besonders witzigen Krimi schreiben. Was ihr nach meinem Lesegeschmack leider nicht gelungen ist. Es ist in weiten Teilen einfach nicht mein Humor, den ich hier geboten bekomme.
Interessant finde ich die Geschichte der Moorleiche mit eingeschlagenem Schädel. Von ihr erfahre ich in kurzen immer wieder eingestreuten Kapiteln, versehen mit Jahreszahl.
Gut gefallen hat mir der hier eingeschobene schwäbische Dialekt. Ich hatte damit bis auf einige Worte, die sich aber aus dem Zusammenhang erklären lassen, keine Probleme die einzelnen Personen zu verstehen.
Zum Schluss bekomme ich noch das Rezept einer veganen Schwarzwälder Kirschtorte, wie sie Mama Schmälzle backt.

Ein amüsanter Krimi, der einen aktuellen Fall mit einem historischen gut verbindet, hat mich nicht überzeugt. Die Spannung schwächelt etwas, der Humor ist nicht meiner.
Von mir leider nur 3 von 5 Sternen.

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Wie aus einer kleine Welle eine „große“ wird

Kleine Welle Wellerich von Barth Rolf

„Die kleine Welle Wellerich“ ist eine Abenteuergeschichte in Reimen von Rolf Barth, bei dem ich mich herzlich für dieses tolle Buch bedanke. Die ganz besonderen Illustrationen hat Werner Brunner beigesteuert.

Darum geht es in dieser Geschichte:
Die Schwestern Anne und Nicola fahren jedes Jahr in den Sommerurlaub mit ihren Eltern zur Insel Rügen.

In einem kleinen Sandeimer fangen sie die kleine Welle Wellerich und einen Krebs und nehmen die Beiden schließlich mit zu sich nachhause in die Badewanne. Aber Wellerich und der Krebs haben Heimweh nach Meer, Sonne, Sand und Wind. Also schwappen sie aus der Wanne und beginnen ihren Heimweg zum Meer. Was sie dabei alles erleben und wen und was sie alles kennenlernen, erzählen die vielen kleinen Reime.

Unser kleiner Enkel und ich haben uns das Buch erst einmal angeschaut ohne es zu lesen. Die wie Kreidezeichnungen anmutenden sehr ausdrucksstarken Bilder, auf denen es so Vieles zu entdecken gibt, haben uns durchweg sehr gut gefallen. Zum Schluss kam natürlich gleich die Frage, ob auch wir mal eine Flaschenpost „ins Meer schmeißen“ wollen. Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit. Dann werden wir bestimmt an die kleine Welle Wellerich, ihren Freund den Krebs und Anne und Nicola denken.
Die vierzeiligen Reime, die sehr eingängig sind, sich leicht lesen lassen und eine schöne Klangfarbe haben, haben uns sehr gut gefallen. Sie erzählen eine wundervolle Geschichte von der kleinen Welle, die von ihren Artgenossen dauernd gehänselt wird. Aber als sie aus der Stadt von ihrer großen Reise zurück kommt und von ihren Abenteuern erzählt, plötzlich deren Respekt bekommt.

Ein so liebevoll geschriebenes und gestaltetes Kinderbuch, das mir mit seiner tollen Ausdrucksweise in Reimform und inhaltlich sehr schönen Bildern genau so gut gefallen hat, wie unserem Kleinen. Das wir innerhalb von 2 Tagen schon 5 x angeschaut und gelesen haben und das einen Platz ganz vorne im Bücherregal bekommen hat.

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