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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kokoloreslot:

Anspruchsvoller Comic für neugierige Kinder

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Anne Frank von Brad Meltzer; Christopher Eliopoulos

Dieser Comic erzählt die bewegende Geschichte eines jüdischen Mädchens, das ihre Heimat verlassen musste und sich mit ihrer Familie versteckt hielt. In ihrem Tagebuch hat die dreizehnjährige Anne Frank alles festgehalten. Auf etwa 40 Seiten erzählt der Comic durch Sprechblasen, ergänzende Texte und Illustrationen von der kleinen Anne, die es liebte, ins Kino zu gehen und Geschichten zu schreiben, von ihrer Flucht vor den Nazis und wie sie ihr Tagebuch geschenkt bekommen hat, bis sie schließlich nur durch das Fenster auf dem Dachboden ihres Verstecks den Himmel sehen konnte.

Die Länge und Aufbereitung finde ich für Kinder gelungen. Die Älteren (10+) konnten die Zusammenhänge natürlich besser verstehen, aber jeder, der wissbegierige jüngere Kinder hat, kann sie mit diesem Comic an das Thema heranführen. Behutsam und kindgerecht geht es vor allem um Anne und ihren Optimismus und das hat auch unsere Jüngste (8) beeindruckt.
Wir haben uns das Buch schon oft angesehen, darüber gesprochen und man spürt die Faszination von Anne Frank noch heute. Besonders die letzten Seiten finde ich in ihrer Ausdrucksstärke sehr kraftvoll. Passend, das hier auch der tatsächliche Wortlaut von Anne Frank übernommen wurde und sich auf den letzen Seiten auch Fotografien und ein Zeitstrahl finden.

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Informativ, unterhaltsam, leidenschaftlich

Papyrus von Irene Vallejo

"Papyrus - Die Geschichte der Welt in Büchern“ erfreut mit einer edlen Aufmachung und einem handlichen Format. Aber nicht nur die äußere Hülle überzeugt, auch der Innenteil hat viel zu bieten: eine interessante Reise durch die Geschichte des Buches und der Menschheit. Mit Leidenschaft geschrieben und aufwendig recherchiert liefert Vallejo eine historisch informative und unterhaltsame Lektüre ab.

Sie schreibst so abwechslungsreich und frisch aus der Sicht einer Frau, dass die kurzen Kapitel sich so flüssig lesen lassen, wie einen Roman. Im Fokus steht das antike Griechenland und alte Rom. Der Papyrus-Teil fällt kurz aus und es fehlte leider die Entwicklung des Buches in der Neuzeit. Hier hätte mir zur Abrundung einen aktuellen Blick gewünscht. Überzeugt vom Gesamtwerk bin ich trotzdem und finde, es ist ein wunderbares Geschenk für interessierte Buchliebhaber.

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Lehrreich, aktuell und unterhaltsam

Not all heroes wear capes von Ben Brooks

Das ist unser erstes Buch von dem Autor und deshalb haben wir das Buch ohne große Erwartungen und Vergleichsmöglichkeiten gelesen. Ben Brooks richtet sich mit bestärkenden Worten an seine junge Leserschaft und möchte vermitteln, was es in der Realität bedeutet, ein Held oder eine Heldin zu sein.

Denn die meisten denken heutzutage wahrscheinlich an Figuren aus dem Marveluniversum, aber es gibt sie auch im Alltag und es sind ganz gewöhnliche Menschen, die die Welt ein Stückchen besser machen. Ben Brooks stellt ein paar davon vor. In mehreren Biographien lernt man die unterschiedlichsten Menschen kennen. Was könnte sich beim Thema mutiger Helden und Heldinnen nicht besser anbieten als Comics?! Dieser auflockernde Stil findet sich in jedem Kapitel, kombiniert mit auffälligen Schriften und Zitaten. Die wichtigste Botschaft jedoch ist schon auf dem Cover ersichtlich, denn es geht darum, sich seiner eigenen Stärken bewusst zu werden. Dazu gibt es Anregungen und viel Input. Insgesamt toll gemacht. Lehrreich, modern, divers, unterhaltsam. Empfehlenswert für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

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Bedrückende Thematik, unterhaltsam präsentiert

Nachtschwärmerin von Leila Mottley

Eindrücklich schreibt die Autorin von der sozialen Abwärtsspirale und lässt dabei kaum ein Thema aus. Es geht u.a. um Suizid, Tod, Trauer, Prostitution, Drogen, Gewalt, Vernachlässigung und Machtmissbrauch. Familiäre Probleme führen dazu, dass Kiara und ihr Bruder Marcus auf sich allein gestellt sind.

Es fehlt Geld für die Miete und der kleine Nachbarjunge Trevor wird von seiner drogenabhängigen Mutter vernachlässigt. Kiara übernimmt die Verantwortung für alles, weil sie sich nicht auf ihren Bruder verlassen kann, der andere Prioritäten setzt. Nicht mal Kiaras beste Freundin Alé, mit der sie bei Beerdigungen auf Beutezug geht, stärkt ihr den Rücken. Durch Zufall und aus Verzweiflung, rutscht sie in die Prostitution, ohne zu wissen, worauf sie sich da eigentlich einlässt. Durch Rückblicke erfährt man, warum die Mutter im Gefängnis ist, wo ihr Daddy ist und welche Traumata die Familie auseinandergerissen haben.
Man kann den Roman spätestens ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen, weil man wissen möchte, was aus Kiara, Trevor und Marcus wird. Nach einer dramatischen Wende und weiteren Schicksalsschlägen, kommt es zu einem authentischen Ende, das sicherlich so hätte stattfinden können. Es gibt hoffnungsvolle Kleinigkeiten, zwischen all dem Schrecklichen. Ich fand den nüchternen Schreibstil und die Darstellung von Kiara realistisch, die sich einen Schutzpanzer anlegt, um all das zu überstehen, was ihr passiert. Ein aufrüttelndes Debüt, das sich mit bedrückenden Themen auseinandersetzt und mit einer authentischen Hauptfigur überzeugt.

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Ein bisschen gruselig, spannend und amüsant geschrieben

Die dunklen Geheimnisse von Heap House von Edward Carey

Es geht in „Die dunklen Geheimnisse von Heap House“ um die Iremonger Dynastie, geheimnisvolle Gegenstände, die den direkten Familienmitgliedern von Geburt an zugeteilt werden, und es geht um den fast 16-jährigen Clod Iremonger, dem die Objekte ihren Namen sagen.

Das erste Drittel des Buches führt in diese skurrile Welt aus Müllbergen, die Herrschaft der Familie Iremonger, ihren Regeln und Familienmitglieder ein.

Man erfährt, auf welchem Weg Lucy Pennant nach Heap House kam, um dort fortan als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie und Clod sind die Hauptfiguren und erzählen im Wechsel aus ihrer Sicht: Lucy als Bedienstete aus der unteren Schicht und Clod als direkter Nachfahre des großen Umritt Iremonger - seinem Großvater. Zwischen Lucy und Clod entsteht eine besondere Verbindung, die das Ende so mitreißend macht und die Fortsetzungen maßgeblich bestimmen wird. Der Cliffhanger am Ende war schon etwas gemein. Das englische Original verrät im Klappentext, worum es im zweiten Teil geht und das hört sich sehr vielversprechend an. Der Auftakt war jedenfalls gelungen. Uns hat die originelle Idee gefallen, die anspruchsvollen Verstrickungen und der spannende Erzählstil. Edward Carey hat eine deprimierende Welt erschaffen, lässt seine Figuren manchmal ganz schön leiden, überrascht mit einigen Twists und spielt wunderbar mit der Unwissenheit der Figuren. Empfehlenswert!

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Ein Spaziergang durch New York

Auf der Zunge von Jennifer Clement

Die luftige Absatzgestaltung, die nüchterne und klare Sprache, die Metaphern und der poetische Schreibstil haben mich schon beim Lesen der Leseprobe überzeugen können. Im Verlauf des Buches war ich dann etwas enttäuscht über diesen undurchsichtig, fragmentierten Ausflug durch New York, der viele Andeutungen macht, aber nichts Greifbares hinterlässt oder zusammenfügt, woran ich mich hätte halten können.

Sie begegnet Stereotypen, ist voller Erinnerung, die sie nie erlebt hat und wahrscheinlicher voller vernebelnder Substanzen. Zum Schluss wurde es immer surrealer und ich blieb irgendwann auf der Strecke. Jennifer Clement hatte mich verloren und blieb in ihrem „eigenen Gewahrsam“.

Nichtsdestotrotz mochte ich die schönen Sätze, die einen Sinn für das Schöne haben, den angenehmen Schreibstil und die spezielle Idee, die zwischen Genialität und Sinnlosigkeit schwankt. Deswegen würde ich es nur eingeschränkt empfehlen.

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Viel Potential für die Fortsetzungen

Auf dem Gipfel wachsen Chinanudeln von Benjamin Tienti; Sebastian Kiefer

In dieser Detektivgeschichte geht es um ein VR-Spiel namens MeloDIY, einen tragischen Unfall, skurrile Figuren und einen Hund mit ungewöhnlichen Fressvorlieben. Mittendrin ist die Hauptfigur Elmo, im Stadtteil Neukölln von Berlin. Der elfjährige trauert um seinen großen Bruder Berthold und hat nun ein “Ampelproblem“ vor der Haustür.

Die Sonderausgaben des Meisterdetektivs Rufus Rockefeller haben ihn mit dem nötigen Wissen ausgestaltet, um seinen ersten Fall zu bearbeiten. Alles beginnt mit einem streunendem Hund, der einen Haufen von Dingen in Gang setzt, die Elmo, die coolste Person der Welt kennenlernen lässt, einen wirren Erfinder und die geheimnisvolle Cora, die Mangos liebt.

Der Erzählstil ist abwechslungsreich und die Dialoge sind schnell und haben Witz. Es ist alles authentisch an den Berliner Kiez angepasst. Budenbesitzer mit Herz, Hilfsbereitschaft gegenüber Elmo und punkige Kids. Sehr unterhaltsame Geschichte, die sich auch super vorlesen lässt. Eine gelungen Mischung aus Ernsthaftigkeit, Tiefe, einem spannendem Detektivfall mit großer Tragweite und skurrilen Figuren. Das Thema Trauer wird aufgegriffen, ohne das es schwermütig wird. Sehr empfehlenswert gemacht. Man merkt deutlich, dass es ein Auftakt ist, bei dem alles erstmal anläuft, viele Fragen kommen auf, auf die noch keine Antworten folgen. Das bietet viel Potenzial für die Fortsetzungen. Der Schluss war abrupt, was vor allem meine kleinen Zuhörer nicht so toll fanden, weil noch so viele Fragen offen waren. Hier hätten wir uns einen runderen Abschluss gewünscht. Deswegen darf das Buch beim nächsten Mal gern ein paar Seiten mehr haben, damit der Abschied leichter fällt.

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Gewaltig und innovativ

Die Wächterinnen von New York von N. K. Jemisin

Es geht um eine originelle Buchidee: Städte, denen durch die Verkörperung eines Avatars Leben eingehaucht wird und einen bedrohlichen Kampf. New York ernennt fünf Wächterinnen, die nur gemeinsam gegen die dunkle Bedrohung bestehen können, die die Stadt bereits geschwächt hat. Ein fantasievoller Fantasy-Roman, der auch andere Genre-Elemente in sich vereint und eine originelle Mischung bereithält, die mich überraschen konnte.

N.K. Jemisins Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und stellenweise ausschweifend und langatmig, perfekt, um sich auf diese Neuartigkeit einzulassen. Erst mit Fortschreiten der Handlung begreift man die Zusammenhänge und es wird mit zunehmender Seitenzahl interessanter. Gelungen fand ich die Gestaltung der fünf Wächterinnen und ihrer Persönlichkeiten - ganz im Stil New Yorks kultureller Vielfältigkeit und die kritischen Zwischentöne zu Rassismus, Antisemitismus und literarischen Werken. Manchmal fehlte es mir aber an mitreißender Spannung. Ich halte diesen facettenreichen Auftakt einer Fantasy-Trilogie jedoch für vielversprechend. Eine innovative Geschichte, die auch wichtige Themen aufgreift. Vielleicht nicht unbedingt für Genrefans eine Empfehlung, aber für New York Liebhaber und Fans innovativer Ideen könnte sich ein Blick lohnen.

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Fantastisches Abenteuer und großer Lesespaß

Die vier verborgenen Reiche 1: Caspar und die Träne des Phönix von Abi Elphinstone

Wir waren sehr gespannt auf das beliebte Magieabenteuer aus England, das jetzt auch endlich in Deutschland erscheint. Der Auftakt um Casper und die vier verborgenen Reiche hat unsere Erwartungen übertroffen. Ich habe das Buch meinen Kindern vorgelesen und wurde auch als Erwachsenen bestens unterhalten.

Casper ist ein Außenseiter, der anderen lieber aus dem Weg geht. Auf der Flucht vor den fiesen Schülern findet er sich in einem hohlen Baum wieder, wo er Wilda trifft. Mit ihr prasseln allerhand Namen und Anschuldigungen auf ihn ein, die er nicht versteht. Warum hält sie ihn für einen Verbrecher? Es ist der Beginn eines aufregenden Abenteuers für Casper, Wilda und den Minidrache Arlo.

Was uns bei „Casper und die Träne des Phönix“ besonders begeistern konnte, waren die fantasievollen und skurrilen Kreationen und Ideen, die einen direkt in diese magische Welt entführen. Außerdem sind wir große Fans von dem Minidrachen Arlo. Wunderbar originell und fantasievoll vom Abi Elphinstone geschrieben und erdacht, hat es sehr viel Spaß gemacht, in dieses Abenteuer einzutauchen. Es geht um Freundschaft, Mut und Vertrauen. Die Hauptfiguren sind sympathisch, einfallsreich und machen eine spannende Entwicklung durch, die voller Vorfreude, die Fortsetzung erwarten lässt. Ein großartiger Auftakt mit viel Magie, Spannung, Einfallsreichtum und sympathischen Figuren. Sehr empfehlenswert!

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Lesenswert

Der große Fehler von Jonathan Lee

Andrew Haswell Green war ein außergewöhnlicher Mensch und Pionier seiner Zeit, dessen Liebe zur Natur und Literatur den Grundstein für das New York legte, das wir heute kennen. Mithilfe seiner Schwester erkannte Green die Bedeutung von Bildung und Wissen aus Büchern, und um seinem trubeligen Elternhaus zu entfliehen, entdeckte er die wohltuende Wirkung von langen Wanderungen in der Natur und die wichtige Rolle solcher grünen Oasen in Städten.

Jonathan Lee hat viele historische Dokumente zu Andrew Haswell Green gesichtet und die Lehrstellen mit ausschweifenden Details aufgefüllt, sodass sich „Der große Fehler“ zu einem Hommage entwickelt, die das Erbe von Andrew Haswell Green würdigt, über sein Leben und die Aufklärung seines Todes berichtet, aber auch eine spannende Lesezeit beschert.

Ich bin ohne große Erwartungen an den Roman gegangen. Vor allem der Handlungsort und das anfängliche Verbrechen haben mich neugierig gemacht. Tatsächlich waren die gegenwärtigen Ermittlungen von Inspektor McClusky geschickt eingebaut, während man immer wieder Einblicke in das Leben des Verstorbenen erhält. Man kann wunderbar die Atmosphäre New Yorks des 19. Jahrhundert auf sich wirken lassen und die Person Andrew Haswell Green und sein bedeutendes Wirken verstehen. Für mich war die Lektüre sehr unterhaltsam und bot einen interessanten Mehrwert an historischen Informationen.

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